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Jüdische Presse · 1929-04-24 · 17-18 (24.4.1929) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
17-18 (24.4.1929)
Date
1929-04-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 17/18 HBDIS JfflMfifllltölPPE, Wien. II.. Pta DnnaBstraße Hr. 69 Einladung zu der Sonntag den 2 '\ Nissan 5689 (5. Mai 1929), 6 Uhr nachm., im großen Vortragssaal der Agudas Jisroel - jugendgruppe, Wien, II., Ob. Donaustr. 69 (Eingang Floßg. 1) stattfindenden zehnten ordentlichen Genera! Versammlung Tagesordnung: 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden und Generalreferat. 2. Sabbatprobleme. 3. Wie gewinnen wir unsere Jüngsten? 4. Bericht der Sektionen. 5. Rechenschaftsbericht. 6. Be-, riebt der Revisoren. 7. Eventuelles. 8. Neuwahl des Vor- Standes. Der geschäftsführende Vizepräsident: SLniund Stern Antrags- und Wahlrecht laut Statuten Ein Verhandlungsgegestand der -Kenesdo Qedaulo. Von Satnuei Reiner. Presov. Die ■Metropole des orthodox-jüdischen Lebens der Ostslowakei, die auch wirtschaftlich führende Stadt dieses Landteiles. K 0 s i c c, war in den jüngst verflossenen Tagen der Schauplatz zweier Ereignisse, die wie ein in /finsterer, gewittersehwercr Nacht plötzlich attfztickender Blitzstrahl, dem am Rande eines Abgrundes ■Daliinwaiidelnden klar die Gefahr zeigen, i׳n der er sich bis dabin befunden und ihn zum Einschlagen ci!ncr anderen, ungefährlichen 'Richtung veranlaßt — ebenfalls geeignet erscheinen, die Orthodoxie aus ihrer verhängnisvollen Lethargie zu wecken und sie auf die furchtbare Gefahr aufmerksam zu machen, in die sie durch die Auswüchse des modernen Zeitgeistes geraten und die das historische Juden Mini in seinen wichtigsten Grundlagen airis äußerste zu bedrohen geeignet sind. 'Ein modernes (!kein 'jüdisches), den besseren gesellschaftlicheii Kreisen der Stadt angehörendes!Mädchen hat, dem Kruge gleich, ■der solange z-utn ,Brunnen geht’ bis er ׳bricht, das bedauern^,werte Pech geliaft, gelegentlich des an ,ihm bereits mehrmals mit Erfolg vollzogenen ,Experimciits der Beseitigung von iMicrwünschten /Folgen der geheimeri, aber freien־Liebe in der Wohnung des experimentierend'eh Arztes, wo vermutlich schon sehr, sehr viele Mädchen gleicher Gesinnung Ersösimg gefunden, ihr ׳junges Leben lassen zu müssen. ' Und als zweites, scheinbar viel harmloseres,!ja augenehmes Ereignis, die von führenden iKosicer Tageblättern veranstaltete ׳Schönhcitskonkurrenz, die anläßlich,, der christlichen Ostern in der!künstlerisch ausgeftibrten Reproduktion der ׳Bildnisse, der arnt den Titel einer ״Königin der Schönheit“ ringenden 'Damen der Slowakei ihren sensationellen Niederschlag gefunden hat. Diese zwei Ereignisse, so unzusammenhängend sie auch, zii sein scheinen, sie zeigen uns de!1 gähnenden Abgriiiid, dem die ■Orthodoxie — und nicht bloß die■ einer Stadt oder eines Landes, sondern die der ganzen Welt — zustcuert, wenn sie nicht raschest ■Mittel und 'Wege suchen und!finden wird, das richtig erkannte Ue'bcl mit der Wurzel ausznrotten. Der erste Lull, der bloß mit seinem tragischen Ausgange eine seltene •Ausnahme :bildet, ansonsten aber zu alltäglichen iVlassenerscheimmgen zählt, führt ׳uns klar und plastisch vor Augen was übrigens jeder :Denkende ohnehin wußte —, daß das Aufgcben der geschriebenen und 1111geschriebenen ׳ ־ צניעוחRegeln, wie sie ehemals auch in nichtjiidischen, auf Keuschheit und Moral Gewicht legenden Kreisen als noli me tangere' galten, zwangsläufig das Schwinden des einst auf die Gesamtheit der!jüdischen!Frauenwelt 'anwendbaren ק נעול nach sich ziehen muß und zieht. ,Die schrecklichen!Folgen dieser unerhört traurigen Tatsache ,bleiben hier besser imerörtert.!Durch das zweite Ereignis ist uns die vielleicht noch ׳betrübendere Erkenntuis zuteil geworden, daß gegen die schwere Krankheit, die der 111 0 d e r 11 e S e h ö 11 '11 e i t sk 11 11 mit seinen!Begleiterscheinungen bedeintet, selbst der orthodoxe Ge!i.st, der hu!Elternhaus-Ö!herrscht, nicht!:imaminisiert. Das erhellt aus den tief'beseliäm'eiidcii •Tatsachen, daß ■die Laste derjenigen Damen, •die als derzeitiges 1Hiöclv»t1maß 'ihres 'Glückes das Verlangen haben!, der Jury in ■Kosice •ihre׳ üebreitze und ihre körperliche Schönheit!zur eingehenden und strengen Prüfung persönlich ■vollste,!len ■zu dürfen,!mehrere Namen enthält, die ihre Träger als Töchter ׳sollclter Väter :verau׳,ulen lassen׳, von׳ denen׳ unit 'Fug •und!Recht zu erwarten ge\v:esen wäre, daß!sie gegen solche traurige!Erscheinungen i111׳ Jude 11 tu me mit aller Wucht ankämpifen, iziuniiidest aber, daß .sie die.se Verfehlungen' •im eigenen 'Kreise nicht dulden. 11110111־ Töchtern galt!jedoch — wie!man sieht — das verbietende Wort ■des Vaters .nichts gegenüber den Verlockungen der heutigen!M׳ode. Ebenso wie e׳s ungerecht wäre׳, ■die ,in. Betracht •komitueuden Väter wegen dieser Verfehlungen! ihrer ganz gewiß gegen; ihren Willen handelnden! Töchter — es ■sei ■denn zutreffendenfalls ■wegen des zu 'Mißdeutungen Anlaß gebenden Sti 11schweigens — zu!verdammen׳, wäre es am richtig, über!die ׳betreffieuden Damen, ohne irgend■ welche Miklenmgsgrlinde gelten .zu lassen׳, unerbittlich den Stab zu brechen. Wir!müssen, ■mm den Tatsachen!!und! den Verhältnissen gerecht ■zu!werden׳, 'offemmitig ibeikemmeii). daß der Strom der!monaiM sehen und ■sittlichen Zersetzung auf der ganzen Welt ׳so mächtig geworden ist, daß es nur Selbsttan schling wäre, utinehimeu zu ׳wollen, daß e!s ■selbst dem energischesten1 Wullen■ einzelner Juden/ oder selbst gar einzelner jüdischer ,Körperschaften, gelingen könnte, clic jüdische Jugend zu •veranlassen, gegen diesen alles!mit sich reißendem Strom zu schwimmen. Täuschen■ ׳,wir uns nicht und ,sagen wir ■offen heraus, ׳was!w,ir in!den letzten Jahren׳!zu ■!beobachten• reichlich Gelegenheit ׳hatten, daß nämlich die Frau im ,allgemeinen und die jüdische ■im besonderen der herrschende 11׳!Mode gegenüber ,wllllehlos aiiid ohnmächtig!ist und daß nur שנים בעיר ואחר במשפחה der riihriil'idlien Ausnahme aniziit reffen sind, welche, die Tradition!hochihaltend׳, der modernen Strömung den' Krieg erklären.!י י Eine /Besserung ä1ifv diesem Gebiete kann nur dann erhofft werden, wenn es gelinge 11!sollte, . abgesehen von den Hilfsmitteln, die 11u׳sere1»Rcligioa1 cur Verfügung stehen, dureli Sch a t f 1111 g e i n e 1־ i 111 e r 11!a 11 0 11 a 1.0 n, inte 1־ k 11 0׳ f e s s i 0 11׳ e 11 e 1! F r a u e 11 0 r g a 11 •i 3 a 11 o 11 •d i e M 0 d e s e I h s 1 z11 ׳ r 1B e׳ s i 11 1! 11 11g z u r ii c k z u- •f ii h r e 11. Eine solche Organisation — in der die vornehmsten und tonangebendsten■ Damen der 'Gesellschaft Platz nehmen müßten — ins Leben zu rufen, respektive die Gründung einer solchen! zu veranlassen,!wäre eine ■solche Aufgabe, der nur eine Organisation vom Ernste und Gewichte der A gu ra.s Jisroel gewachsen wäre.!Die!Grün {frage jedoch,!wie, unsere ׳nachwachsende Jugend vor den ■Gefahren der neuen Richtung geschützt werden könnte, ■ist allenfalls so wichtig, ■daß sich die künftige iKenesisio Ged au 10 unbedingt mit der Art und Weise ihrer 'Lösung beschäftigen sollte. |m1mnmm111B11n111111nmHmmmt1111111111n1H11Hnr1111Bf1111n!11111111111mBwt11»1mmm11»ni11111mHmmmHjj | Die schönsten § Bubikopf-Perücken | kaufen Sie | | Damenfrisiersalon ״Favorit“ Bratislava Suchä Myto 16 1 | Fertige Perücken jeder Art in großer Auswahl I | stets am Lager. § iuillIUlumilinillllllllllllinillinilinillinnmiiniiiiniiiiiiiiiiniiniiHnmumniniimniriiiiiinmiiiniiinMiiinnntiil Die Lage der sabbathaltenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Praktische Vorschläge. In ausgiebiger Weise wurde in den Spalten der ״Jüdischen ׳Presse“ die!Lage der Sabbathaltenden sowohl von Arbeit ■gebe rals auch A r b ■e i tiich mcrsci te erörtert. Es is׳t jedoch notwendig, ■daß über dieses wohl brennendste Problem der thoratreuen Juden'heit ׳nicht 11m• Artikel ■geschrieben werden, sondern daß man endlich zu Taten schreitet, daß jeder־ ob Angestellter, ob Prinzipal, selbst aktiv in die Reihe ■der 'Kämpfer um die;Hut des Sabbats cintritt ׳u11׳d ■mithilft, daß eine 'Besserung ■der Situation, soweit es in seinen Kräften steht, herbeigeführt wird. Ich ,komme gerne der ׳liebenswürdigen Aufforderung der Redaktion nach und zeige nachstehend auf Grund praktischer ,Erfahrungen einen -Plan auf über das, was meines Erachtens zu tun ist. Der ׳Plan ist skizzenhaft, er macht nicht Anspruch, •endgültig zu sein. Er soll nur anregen zur Tat.!Z'iiuäohs't: Was sollen die Arbeitnehmer tun? Ar׳bc iit n e h m c r, 0 r g a 11 •i s i ■e r t ׳e 11׳ ch! ׳Schließt euch zusammen•, schafft •auch eine Vertretung eurer s'peziehen jüdischen׳ Standesintercssen, denn diese können nicht von den allgemeinen Arbeitnehmerverbänden wahrgenommen werden. Schaffet wie wir in Deutschland einen A 11 g ■e s t e;11! t e n b u ■n d ״ A g 11 das J i s r 0 c 1 “!־ Aufgaben ■des Bundes: I. Stellenvermittlung. Wichtigste Aufgabe ■des Angestellteubundes: Sabbatfreie Stellen!zu ׳vermitteln. ׳•■־ Durch in kurzen Intervallen ׳an ׳alle am Sabbat ge• schlosseneu!Betriebe zu versendende Rundschreiben*) stets aufs neue die Prinzipale zur ׳Meldung von V ak a 11 z e n auff ordern. Die eingclaufenen Vakanzen durch!Anschläge in den Synagogen usw.. ־Veröffentlichung in de!• Presse breitester Oeff׳ent׳lic׳hkcit be'kan 11 tgcbe 11. Sachverständige Auswahl der dc.11 Firmen fair die vakanten Stellen in Vorschlag zu ■bringenden Bewerber. Durch Herausgabe von M e r :k b 1 ä 11 c 1־ ■n*) Arbeitsuchende über die Formen• ׳der Bewerbungen orientieren. Von den Arbeitsii'ohcnderi aus Zufällen de Fragebogen*) geben ■der;Leitung ■der Stellenvermittlung Aufschluß über die!Kenntnisse der Angestellten. II. Propaganda. Anfertigung einer!Liste •der am Sabbat geschlossenen 'B e t r i c!b e. Ver äffe n t׳l i 01111 tag einer Statistik üb e r die Höhe ■des Prozentsatzes der uicihtjiidiscihe.n Angestellten in diesen .Betrieben. ';Rabbiner und Gemeinden immer wieder ersuchen.*) in ihren Predigten bezw, Veröffentlich«.»gen auf die Pflicht der am Sabbat ■geschlossen 'haltenden Firmenfnbäbcr ׳hin־’ zu weisen, sabbathaltendes Personal cinzustellen, ■aber nicht mir ■ei 11 aus teilen, s 0 11׳ d e r 11!a 11 c h m e .11 s c Ih ׳e ■n w ii r d i g z 11 b e •11 a n ,!d e :1 ■11 11,11 d z!11׳ e ■11 ׳t 1111! 0 1׳ e •11,!Herausgabe von!Schriften ׳zur Propagierung ׳־der Sabbatidee,!z. ׳B.: S. R. 'Hirsch: ״Der ׳jüdische Sabbat.“ III. Berufsberatung. 1. Der uiis entsetzlich be׳d1ro;h'e11d׳en iRationalisierungswelle muß endlich auch bei der!Berufswahl ׳Rechnung gctragen werden. D e r Z>11■ s t r oan z■11 ׳d c 11 k a 11!f m ä nti i s c 11׳ e n tB e r u f e n m ai ß m a c h 1׳ a s s e •n. Kampf gegen den falschen Stolz. Handwerk und Land- Wirtschaft, der Beruf des Hausbeamten und der Hausbeamtin sei nicht bekowed. Der Kampf ■muß bereits in den jüdischen Schulen eiusetzeu. Dort ist bereits!Liebe für diese 'Berufe 111 die Seele des Kindes zu pflanzen. Die modernen Schulmethodeu geben ׳hiezu die!Möglichkeit. —■ Einrichtung von Haiashaltungs- und sonstigen Lehrwerkstätten dienen diesen Zwecken. ׳ 2. Dem bereits im Beruf 'Stehenden ist durch ■Einr ich tauig von Fortbildungskursen ׳Gelegenheit zur Weiter■־ blldtinig zu ■geben. ׳ IV. Rechtsberatung. ■Ueber alle Fragen des!Arbeit nehmverrechtes rn׳uß der Bund der Angestellten Auskunft geben. tEr״ muß dem!Angestellte« beistehen, wenn ihm sein!jüdischer Chef nicht das gibt, was ׳Gesetz ׳ist, was Tarif ist. Z11 vor- ■meiden allerdings ist es, daß Streitigkeiten vor. nichtjüdischen Gerichten ausgefochteii werden^ .deshalb SC traf-' f 11 n ׳g v 0 11 ,p a 1־ i t ä t i s c b e 11 S c h i e d s g e r i ■c Ii t e ■n. V. Soziale Fürsorge. Die Fürsorge fiir die Arbeitslosen ist ein wichtiges Arbeitsfeld. Ziel: :Errichtung einer Ve r s i c׳hc r u n g sk a s s e f ii r ■S t e 1.1 e 11 1׳ o s c.*) Trotz staatlicher Arbeitslosenversicherung wichtig־ weil Sabbattrenic in der!Regel!länger arbeitslos sind als andere und der Staat nicht immer Sabbathaltenden Unter- Stützung bezahlt. Die Vorarbeiten fiir eine ■derartige Kasse sind von seiten der•־ Agu,das Jisroel abgeschlossen. Veröffcntlic'hiing der!Pläne folgt in (Kürze. Besäiaffamg von iNotstandsarbciteu. Einrichtung von Schreibstuben fiir Adrcsscnsohrciben, Vervielfältigungen. Jüdische ■Gemeinden aairegeii, No'tstandsarbeiten vor- 'nehmen zu lassen. ׳Von den ׳jüdischen Gemeinden verlangen, daß sie in ihren Etats ■Mittel für die Erwerbslosenfürsorgc bereitstellen und diese ׳Mittel nicht erst auf ein besonderes Gc- ‘such des einzelnen bewilligt, sondern automatisch •jedem Arbeitslosen gewährt werden. ,Schaffung der /Möglichkeit verbilligten Bezuges r.itue'llcr ,Lebensmittel fiir Arbeitslose. Der sozialen Fürsorge fiir ׳den ■sabbathaltenden Arbeitnehmer ist auch ■sonst mehr Aufmerksamkeit :als in der Vergangenheit zu schenken. Einige Beispiele:!Lehrlingsheime, verbilligte Mittagstische, ermäßigter Ferienauf'tenthait*)!(,Ferienheime). VI. Einwirkung auf gesetzgeberische Maßnahmen. Bei allen Gelegenheiten, wie Regelung der Sonntagsruhe,*) Arbeitszeit usw.. vor Regierung lind Parlamenten durch entsprechende 'Eit1Wirku׳ng Interessen der Sabbathaltenden vertreten, selbst au'f die Gefahr ihiin׳, daß ׳manchem Arbeltuebmer ■derartige Fürsorge zunächst unerwünscht ist, (Wichtige!Bumdesarbeit: Arbeitnehmer ■erziehen, daß ■der Angestellte nicht mir Rechte hat, sondern :auch ׳Pflichten!) :1: Ich habe kurz den Arbeitskreis ■eines ׳Angestellten-, blindes!skizziert. Freunde in den Ländern des ehemaligen Oesterreich- Ungarn, geht an die Arbeit, organisiert euch! Organisiert euch in einem Bunde־ der den Namen ״Agudas Jisroel“ trägt, der Organisation, die seit dem Tage ihrer Gründung die Organisation war, die allein tätig war für die Interessen der Sabbathaltenden und jedem ohne Rücksicht auf dessen Parteizugehörigkeit in seinem Kampfe um die Hut des Sabbats Hilfe gewährte! Auch wird der!Name ׳״Agudas Jisroel“ Gewähr bieten, daß nicht aggressive, stark gewerkschaftliche Tendemzen ׳im ׳Blind Obcrhaud gewinnen, sondern es ■ist die Garantie geschaffen, daß stets das Feuerwort ■vom Sinai oberster Leitstern der Organisation ist! (ln einem zweiten Artikel soll über •die Spezialaatfgabcn ider Arbeitnehmer gespi־oche11 werden.) J. S. *) Die in dem obigen Artikel' angeführten Drucksuchen usw. stehen Interessenten bei dem Angestelltcnbiiiid ״Agudas Jisroel“, Frankfurt a. •M.. zur Verfügung. Ueber prinzipielle Gegnerschaft und persönlichen Haß! (Ein Wort des Gcrer ׳Zadik zu Pssachim 113 b.) Vorbemerkung der Redaktion. Wir haben׳ 'Herrn Direktor Dr. Leo Deutsch- I ander, der wiederholt beim Gerer Rebbe geweilt hat. gebeten, •zu ■dem ״Reisebericht“, •der letztens in ■der hiesigen zionistischen ״Stimme“ ׳veröffentlicht wurde, Stellung zu nehmen. - Herr Dr. L. Deutschländer schreibt uns: ״Es ist mir unmöglich, 'Ihrem Wunsche zu willfahren. In ■der Tat ,war ich ■während ■der 1letzten Jonnim-iHanoroim :in 1Ger. Die!Eindrücke, ■die ich ■dort gewann, ׳werden mir ׳unvergeßlich bleiben. Weder ■habe ich Kraft, die unvergleichliche Stirnmiing, •die atus alle während des ׳Gottesdienstes ׳beseelte, zu schildern, noch!halte ich es mit der ׳Ehre eines so überragenden Zadik 'H׳ador fiir vereinbar, auf diesen Paroxisrnus des ׳Hasses und. Verdächtigung ׳aiich■ mir mit einem Worte zu reagieren. Das einzige was!ich ׳vermag, ist die freie Wiedergabe einer kleinen Rede, die der Rabbi gelegent'lich einer Seuda gehalten ihat. ׳ Diese ׳Rede sei, sehr!geehrter!Herr Redakteur, den Verehrern und Verleumdern gewidmet.“;Liebe und Haß leben in ׳der menschlichen Seele. ״Du sollst 'deinen Nächsten lieben wie ■dich selbst!“ Die Torah, die heilige, gebietet es und nie dürfen!' wir ׳diese 'Pflicht vergessen. Uiid •der Haß? ׳Dieselbe Torah verbietet ihn in unzweideutigen Worten: ״Nicht sollst du ׳deinen!Bruder hassen in deinem Herzen!“ Dennoch sprechen die heiligen Schriften, spricht ׳der heilige Sänger Von Haß, der sich gegen ׳Menschen richtet. So wollen wir ׳versuchen, die Anschaumig unserer Chachomim über -dieses Problem zu erforschen. Eine wichtige Diskussion über diesen Gegenstand findet sieb im Talmud Pssachim 113 b im Anschluß au ׳die

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