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Jüdische Presse · 1929-04-19 · 16 (19.4.1929) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Novlnnvfi r?platn& povolenfi rladlt post telegrafo* v Bratlslave eis. 41572-I1I-2&, Zeitungen vom Verleger versendet Journal exp6die par 1‘editsir, ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. Redaktion n. Administration 1 Wien, 5L,Leopold8sause 26, 1. Stiege, :1. Stock. - Tel.R 45-494־.?Khechoelowakei: Bratislava, PosHach 140. Erscheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss: Mittwoch Mittag. Äbonncmentsprelse 1 Ganzjährig! Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tschech. K- 70, Einzelnummer öst. Or. 40, das übrige Ansland 2 Dollar. Zahlungen auf Konto ״Jüdische Presse“, Wien für Oesterreich: Postsparkassenkonto Nr. D-93614; Deutschland: Post- Scheckkonto Berlin Nr. 122619; Jugoslawien: Postspk.-Amt Zagreb Nr. 40217; Polen : Postspk.-Amt Warschau Nr. 190409; Ungarn: Postspk.-Amt Rudapest Nr.S0I70; Schweiz: Postscheckk. Zürich VIII. 4117; für die Tschechoslowakei: ״Jüdische Presse“, Biatisiava, Postspk.-AmtPrag Konto Nr.53386 «Sr. 16 ב״ר! דנדדפרעסבוריג ט; ניסן תיפ״ט. 1929 Wien-BratisEava; 19• April 95. Jahrg Vor der Generalversammlung der Wiener Talmud-Thora-Schüfe. Sonntag־, Chol-Hamocd Pessacii, wird die diesjährige Oetieralversa m in i u n g des W i e 11 e r S c h 111 v e reines T a 1 m u d - T h o r a stattfinden. Wie aus der Einladting zu ersehen ist, wird diese Generalversammlung überaus interessant sein. Die Feier cl.es a c 111 z i g j ä h r igen Bestandes dieser ältesten Wiener jüdischen Schule soll vorbereitet werden, noch dazu unter Teilnahme eines Schillers dieser Anstalt, der vor achtzig Jahren die erste Klasse der neu gegründeten Schule besucht hat und erfreulicherweise geistig und körperlich frisch unter uns? weilt. Die Talmud Thora ist in stetem Aufstieg. Der Schulverein hat in diesem Jahre das dem alten Sch u 1g e b ä u d c anstoßende Haus unter schweren Opfern erworben, um für Räumlichkeiten Vorsorge zu treffen, welche , die gegenwärtige kräftige Entwicklung des Schulbesuches erheischt. Herr Uuiversitätsprofessor Dr. Max Eisler wird in der Generalversammlung über das Thema ״Unser neues Sch ul haus, unsere neuen Aufgaben“ ein Referat halten, dem an dieser Stelle nicht vorgegriffen werden soll. Es ist aber eine publizistische Pflicht der ״Jüdischen Presse‘, die stets f ii r eine im religiösen Geist geleitete jüdische Schule in Wien e i n t r a t, auch bei dieser Gelegenheit zu betonen, daß unter den offiziellen Vertretern der Wiener Judenschaft und sogar unter jenen der Orthodoxen das richtige Verständnis und die richtige Opferfreudigkeit für diese Schule nicht besteht. Selbst in der kleinsten jüdischen Gemeinde wird für Erziehungsanstalten, an denen Kinder, also die Zukunft herangebildet wird, ein regeres und wärmeres Interesse entgegengebracht als in Wien. Wir wollen nicht ungerecht sein. Sowohl der Vorstand der Wiener israelitischen K u 11 u s g e m e i n d e, wie der der Adas Jisroel (S c h i f f s c h u 1) Subvention nieren diese Schule in ganz erheblichem Maße. Alleipein Schulwerk kann von Subventionen allein nicht gedeihen. Zu seiner Entwicklung benötigt ein solches Kulturwerk das persönliche und fürsorgliche Interesse aller Kreise, sonst verkümn A; es, wie Pflanzen im Schatten zur Verkümmerung verurteilt sind. Unsere Talmud- Thora-Schule in Wien stellt im Schatten. Kein Sonne nschein von großen Persönlichkeiten, die ihr Interesse dieser Anstalt z u w ende 11, befruchtet ihre Entwicklung. Trotzdem soll die bisherige Entwicklung nicht unteitschätzt werden. Aus der einstigen A r m e n s c 11 u 1 e ist eine Volks- und Hauptschule für Knaben und Mädchen geworden, die ein Jaliresbuclget von S 100.000 aufweist. Allein es wäre töricht, mit dem Erreichten zufrieden zu sein. In Wien, wo . die Entjudung solch grauenhafte Dimensionen aunimmt, in Wien, wo der Abfall vom Judentum den höchsten ' Prozentsatz unter allen .europäischen Judenstädten erreicht hat, in diesem :Wien müßten alle verantwortlichen Faktoren sich zusammeenfinden, um den Umfang und die Aufnahmsfähig־ keit dieser einzigen jüdischen Volksschule zu vergrößern. Unter 10.000 jüdischen Kindern, die im vergangenen Jahre eine Volks- und Hauptschule in Wien besucht haben, haben bloß 300 an dieser jüdischen Anstalt ihre Erziehung genossen, das bedeutet daß der überwiegende Teil von diesen 10.000 jüdischen ׳ Kindern in dem zartesten Alter dem jüdischen Sabbat entfremdet und dem nichtjüdischen Sonntag zugeführt wird, das bedeutet, daß der überwiegende Teil dieser 10.000 Wiener jüdischen Schulkinder in fremder Einflußsphäre ohne richtiges jüdisches Wissen aufwächst. Diese Tatsachen müssen doch endlich einmal von den verantwortlichen Führern unserer Gemeinde zur Kenntnis! genommen werden. Einstweilen aber soll, besonders von thoratreuer Seite, mit dankbarer Befriedigung anerkannt werden, daß ein privater Schulverein diese einzigartige Kulturarbeit in Wien leistet und wir können nur wünschen, daß die kommende Generalversammlung eine Wendung zum Besseren bedeuten möge. J. Wiir entnehmen die beiden nachsteihendeu Notizen dem Bratisilavacr ״Jüdischen!Familienblatte“. das de!• Parteinahme für die Aguda nicht beschuldigt werden kann. (Die Red.) Miss Judaea. An anderer Stelle unseres׳ Blattes bringen• wir eilien Spezialbericht aus Warschau über die Vorfälle bei einem Leichenbegängnis, hervorgertnen durch die offizielle Fe!ie41ung\ der Miß Judaea seitens der jüdischen Kultusgeineinde. Unser ehrenwerter Berichterstatter betrachtet den Vorgang dev Gemeinde, mit dem Präsidenten derseJbeu. Herrn H. Farbstein, an der Spitze, als einen Auswuchs der nationalen Assimilation, womit er nicht im Unrecht ist. Doch wäre es falsch, anzunehnieti. daß nicht auch im nationalen Lager selbst Meinungen laut wurden, die aus denselben Motiven heraus, wie unser Berichterstatter, diesen 250 Privatbriefe von Rabb.: Akiba Eger, Chasam Sofer, Ksaw Sofer, Scheutet Sofer, R. Simon Sofer und mit 24 hochinteressanten Bildern. Preis des 420 Seiten starken Buches, auf feinstem Papier gedruckt, in Pracht- Leinenband S12.— JOS. Schlesinger* Wien, l. Seitenstetteng.5. Die Pessach-Nummer erscheint Mittwoch den 24. April. Inseratenannahme bis Montag Mittag. iUmilllimilllimillllllillllimiHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!: Von KSnd auf Erinnern Sie sich Ihrer Jugend? Jener schönen Zeit, die nie wiederkehrt? Damals gab es schon für Pesach aecht Franck. Ihre Mutter verwendete ihn regelmäßig. Vieles hat sich im Laufe der Jahre geändert. Das Antlitz der Welt ist ein anderes geworden. Ä ec tot Fra 23־ ck weriäßSicto Koscher, der Sie von Kind auf begleitete, ist geblieben wie damals. Gibt es einen besseren Beweis seiner Güte? Generationen kommen und gehen, bleibt bestehen! rmiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiinimiiimmmiiiiiiiiimmiiiiimim שומז rvo כשי של יפסח (תחת השבחת הרב ר ישעי פורסט שיפשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrvvürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Fürst (Adas Jisroel) Ueberall erhältlich! EINLADUNG zu der Sonntag, den 28. April 1929, im Turnsaale der Schule, Wien, II., Malzgasse Hi, um halb ll Uhr vormittags stattfindenden orflentl. Generalversammlung des Wiener Schulvereines Talmud-Thora Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht und Kassabericht. Erstattet von Generalsekretär Rabb. Dr. Joel Pollak. 2. Begrüßung des Schularztes Herrn Dr. Isidor Reiniger anläslichs einer Ernennung zum M e d i z i n a I r a t. (Sprecher Dr. Josef Bond i.) 3. Unser neues Schulhaus, unsere neuen Aufgaben. (Referat erstattet von unserem Vorstandsmitgliede Herrn Universitätsprofessor Dr. M. E i s 1 e r.) 4. Vorbereitung zur Feier des achtzigjährigen Be- Standes der Schule. 5. Neuwahlen. 6. Anschließend a die Generalversammlung findet die Gründung des Vereines der gewesenen Schüler unter Mit- Wirkung des Herrn Josef Glückselig, der im Gründungsjahre 1851 die erste Klasse der Schule besticht hat, statt. SIGMUND BONDi Obmann. bietet die führende Weltfirma ־ f, Wien, I., Kärntnerring Nr, 6 ®-“ÄS.«! in Damenperücken? I. Modernste und individuelle Ausführung H. Tadellosen, mustergültigen Silz III. Nur erste Qualität in Material und Arbeit zu mäBigen Preisen Die Firma Othmar Schiff legt allergrößten Wert darauf, jede Kunde pnter allen Umständen zufriedenzustellen * _Setzen Sie sich daher, bevor Sie eine Perücke kaufen in Ihrem ureigensten Interesse mit der Firma Othmar Schilf in Verbindung! Illllilllllllillllllllllllllillllllillllllll HIHI HIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIUII HUI!ן lj^2

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