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Jüdische Presse · 1929-04-05 · 14 (5.4.1929) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
14 (5.4.1929)
Date
1929-04-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Sdte5 ׳ Nr. 14 JÜDISCHE PRESSfe ■ ז® I Tsche ch oslo wak ei! 0 _ ״.״J8 Die Verleumder des ״Kolel Schomre Hachomoth“ vor ihren Richtern. Sri! ut\\־n zwei Jahren werden in allen Landern, besonders aber in der Slowakei und in Ungarn Flagblätter und Broschüren mit Schmähungen und Verletimdungen gegen die palästinensische Verwaltung, aber auch die Preühurger Leitung des ״IColel Schomre Hachomoth“ in Massen verbreitet. Diese Schmähschritten stammen aus einer sich ..Agudath Öle H u n g a r i a“ bezeichnenden Gruppe neueingewanderter junger Leute und sind teilweise vom Vorsitzenden dieser {;nippe, einem Herrn Ti kwa gezeichnet und teilwei.se anonym oder unter irgend einem Pseudonym erschiene!!. Die Absicht dieser Schriften war offensichtlieh, die Spender fiir die Armen des heiligen Landes und fiir die zahlreichen Tahnidc Chachomim, Witwen mul Waisen, die ausschließlich auf die Unterstützung des Kolel angewiesen sind, kopfscheu zu machen. Das ließ auch die Vermutung als naheliegend erscheinen, daß die bczeichncto Gruppe mir ein vorgeschobener Posten anderer Leute ist, denen der Kolel aus gewissen Gründen nicht in den Kram paßt. Alle Versuche, die jungen Leute eines Besseren zir ■■belehren und sie von der Verwerflichkeit ihres Tuns zu überzeugen, waren vorgeblich. Auch die Quelle, aus der dies(' sehr kostspielige Verleiimdungskainpagne mit Geldmitteln gespeist wurde, blieb im Dunkeln. Andererseits war aber die Möglichkeit doch nicht ausgeschlossen, daß das .fall rclangc Bombardement mit derartigen Schmähblättern mit der Zeit auf die. Spender dennoch seine Wirkung nusübcti und die Not der Angehörigen unseres Kolel steigern könnte. Die Rabbiner in der Slowakei erließen — wie wir berichteten — auf Tuttiative des Kaschauer Oberrabbiners eine flammende Kundgebung, in der sie von der Beachtung dieser Schriften warnten. Tn Erez Jisroel selbst weigerten sich die .jungen Leute, vor dem Beselin׳ zu erscheinen und ■erklärten nur einem staatlichen Rede und Antwort zu stellen.. Inzwischen dehnten sie ihre Angriffe aus und begannen ihre Beschuldigungen auch in der antiseinitisehen Presse und in Denunziationen an die Regierungsstellen zu wiederholen. Da blieb denn auch. nichts anderos übrig, als mit Erlaubnis des. Beselin sie vor den staatlichen Gerichten zur Verantwortung zu ziehen. Vor einigen Tagen kam die 'Angelegenheit vor dem Friedensrichter Man i zur -Verhandlung. Der den Angeklagten zugebilligte . Wahrheitsbeweis , brach natürlich in sich zusammen. Es stellte sich vielmehr Haid heraus, daß cs bei dieser ganzen .Kampagne auf eine Erpressung gegen den Kolel hinnuslieL Auch die Behauptung der Angeklagten, sie■.hätten sich zu ihren .Verl.e.u m.duugeu .■.nu1־lVaus,v(öffentlichem. Interesse,... näm; lieh wegen dei•'' klaren' Stellungnahme’ des’ Kölel' gegen die ..Kneseth Israel“ (cl. i. die nationale Zwangst gemeinde, in die orthodoxe Juden nicht eintreten wollen. Red.) hinreißen lassen, blieb ohne Wirkung auf das Gericht. Mildernd für die Angeklagten fiel bloß ihre bisherige Unbescholtenheit ins Gewicht. Deshalb sprach־ das־ Gericht die Beklagten im Sinne des'§ 214 des Strafgesetzes ־ wegen Verleumdung durch die Presse schuldig mit einer einjährigen Bewährungsfrist gegen eine Kaution von 30 pal. Pfd. Sterl. ln einem zweiten Prozesse vor dem Kreisgerichte gelangen die weit schwereren Angriffe zur Verhancl- Jung, die die Angeklagten gegen die Kolelverwaltung,. das Kuratorium, das Rabbinat des Rabbi Cliajim Sonneu fehl und gegen den Oberrabbiner Jakob Meir in verschiedenen Broschüren gerichtet haben. Der Unter- Suchungsrichter verfügte die Verhaftung der Augeklagten, wenn sie nicht innerhalb 24 Stunden eine Kaution von; 200 Pfund Sterling erlegen. Präger Brief. . Die Leser dieser Zeitung hören selten etwas vom ji'tfischen Leben in Prag. Was wäre denn auch von hier zu berichten?'•Wir• leben'.inmitten einer großen Stadt, der Residenzstadt unserer Republik, trotz der 40.000 Juden die hier vvohneu, eifie Art Einsiedlerleben. Die große mächtige Prager jüdische Kultusgemeinde ist mit allem Zubehör einer Groß*• gemeinde ausgestattet und darf sich, wie nur wenige jüdische ׳Gemeinden', einer großen Vergangenheit rühmen, die ihr eine angesehene Stellung in der gesamten Judenheit sichern k ö n n t e, wenn ihr nur eines nicht abgehen Würde. Und dieses Eine ist: regsames Leben. Es liegt eine schwere Starrheit über uns und über alles, was sich bei, uns jüdisch nennt, aus der wir uns nicht herauszu- Winden vermögen. Unser Gemeindeapparat ist intakt, unsere Vereine, die alten wie die neuen, haben zahlreiche Mit■!׳ glieder, unseren humanitären und sozialen Institutionen fließen־ die Mittel zu, die sie benötigen, sogar manche kulturelle Einrichtungen werden erhalten, auch die Männer mit warmem jüdischem Empfinden und mit aufrichtigem Interesse für jüdische Dinge wären vorhanden und trotzJ dem — es lastet auf allem eine Bleischwere, die man in' dieser Atmosphäre nicht einmal mehr empfindet wie da£ Gewicht des Luftdruckes, das unser Leben lang auf uns, lastet. Wie lange soll das noch so anhalten? Wie lange noch kann ein solcher Zustand der Mumienhaftigkeit andauern; ohne daß der letzte Odem jüdischen Wollens! äus uns schwindet? Das ist die Frage, die sich besonders! die wenigen jüdischen Menschen hier täglich stellen, die sich aus religiöser Ueberzeügung nicht einmal mit deif trügerischen Hoffnung auf ein neues, neuartiges Juden׳־ tum -Lein neues Gefäß mit neuem Inhalt — zufrieden, geben können. Eine Antwort auf diese bange Frage, gibt es nicht. Wir erwarten Wunder. Wir sind ein! Volk; —, au* Wunder gewöhnt, von Wundern verwöhnt Denn d aß in diesem Prag von heute immer noch ein Häuf-!bin, von Juden, wenn auch nur ein kleines Häuflein von: bfnigen Dutzend Seelen, lebt und standhält und immer -Wteder Versuche macht, dem alten Judentum Lebensstätted zu errichten, ist schon selbst ein sichtbares Wunder, das nur der zu schätzen weiß, der täglich zu beobachten! Gelegenheit hat, mit welchen Entsagungen und Entbeh« rungen ein jüdisch-religiöser Haushalt hier verknüpft ist und wie stark die innere Wärme des jüdischen. Herzens sein muß, um die Kraft zum Widerstand gegen die umgebende Eisesstarre nicht erlahmen zu lassen. Heute kann ich Ihren Lesern wieder einmal von einem solchen Versuch berichten. Dieser hat den Vorteil, daß er zugleich in Zustände hincingreift, die nicht nur fiir Prag kennzeichnend sind. Man muß vielmehr — leider — schon annelimen, daß die Angelegenheit, die uns jetzt hier beschäftigt, in zahlreichen• Gemeinden des Landes,׳ ja selbst in den religiös günstiger gestellten Gemeinden der Slowakei früher oder später aufs Tapet wird gebracht werden müssen, wenn dem gesamten Judentume nicht dauernder Schaden zugefügt werden soll. Wir haben hier, und zwar in sehr dringlicher Form gegen ene Krankheit anzukämpfen, die geeignet erscheint, das Bild des! Letzten, was uns noch rein und heilig g e b 1 i eb e 11 ist, nämlich das Bild der jüdischen Pop u 1 a t i 0 n s b e w e g u 11 g, z u f ii 1 s c 11 e n und zu verwischen. Man bezeichnet diese Krankheit hier derb und kurz, wenn auch nicht ganz genau richtig, mit ״M a m s e r i m f r a g e“, Gemeint sind darunter die Folgen der zahlreich vorkommenden . Mischehen oder auch der Eheschließungen, in denen zwar beide Teile von jii-! dischen Eltern stammen, ihre Ehe aber nur. beim bürgerliehen Standesamt nach den gesetzlichen Vorschriften registrieren und nicht auch durch eine religiöse Trauung: als jüdisch anerkennen lassen. Alle diese Ehen sind nach dem staatlichen Gesetze allerdings gültige Ehen. Kein Gesetz der Welt kann indessen uns Juden zwingen, solche Eheschließungen auch v o m religiösen Standpunkte als jüdische Ehen anzuerkenne n. Wer seine Ehe auch unter Juden als' Ehe betrachtet wissen; will, hat eben eine nach jüdischen Gesetzen gültige Ehe einzugehen oder aber die Konsequenzen zu tragen. Für* die Kinder, die aus solchen vom jüdischen Gesichtspunkt nimmer als Ehen betrachteten' Vereinigungen entstammen,1 ergeben sich sehr schwerwiegende religiöse Folgen, •die ein gewissenhafter Jude niemals übersehen wird. Ein Jude oder Jüdin, die beispielsweise eine jüdisch-gesetzliche Ehe eingegangen waren, 'diese Ehe aber dann iui r• nach bürgerliehen und nicht: nach*' religiösen־ Gesetzen aufgelöst wurde )und die darauf wieder eine *zweite Ehe zivilam'tlich ge■:: schlossen haben, werden inneVhalb des Judentums gesellschaftlich und religionsgesetzlich immer als Ehebrecher und ihre Kinder aus zweiter Ehe als ״Mamserim“ angesehen werden ganz ohne Rücksicht darauf, unter welcher Bezeichnung sie im Standesamt' eingetragen sind. Das; sind längst bekannte Dinge. Die. Fälle־ sind — leider — gär nicht; mehr selten, daß jemand nach seinen Standesamtlichen Dokumenten als ״Jude“, deklariert wird (zum,1 Beispiel ein Kind aus einer , Mischehe eines Juden mit einer Nichtjitdin), während er nach jüdischem Gesetze mit dem Judentum ■nicht das geringste gemein hat und dem! Judentum genau so fernsteht, wie jeder andere Nicht׳־ jude. Dieses religiöse Gesetz י mag manchem Assimilanten oder zionistischen Rassenjudeg in gegebenen Fällen unbequem sein, ist aber gutbegründetes jüdisches Gesetz und wird selbst von religiösen Juden, solange die letzte. Spät jüdischen Heiligkeitsbewußtseins aus ihrem Herzen nicht gewichen ist, respektiert. Jüdische Gemeinden, die ihre Pflicht kennen, haben deshalb auch hach der Entkon1־ fessionierung der staatlichen Matriken die jüdisch:konfessionellen eigenen Matriken beibehalten und führen sie bis auf den heutigen Tag weiter, je mehr die Mischehen' und die Zivilehen sich häufen, um so größere Bedeu־; tung gewinnen diese jüdisch-konfessionellen Standesregister für die Aufrechterhaltung der; Reinheit der jüdischen Familie. Sie können auch von allgemein menschlichem und modern-kulturellem Gesichtspunkte nicht bemängelt werden, weil sie mit einer menschlichen und kulturellen B e4 Wertung der dadurch betroffenen Personen hichts zu tun haben. Sie dienen als Behelfe des Religionsgesetzes dei^ Wahrheit und der Klarheit im Familienleben und solange es eine Familie gibt, hat das religiöse Gesetz Anspruch1 darauf, der Verwirrung in den Familienbeziehungen vorzubeugen. I In der jüngsten Sitzung der Gemeinderepräsentan^ wies nun der hiesige Arzt Dr. Salomon Lieben auf die Wichtigkeit; eines solchen Standesregisters für die Prager jüdische Gemeinde mit kräftigen Worten mutig hin. Wie der Vorschlag aufgenommen wurde? Er rief bei den Repräsentanten allgemeine Konsternierung hervor! Je deutlicher Dr. Lieben wurde,,, um so mehr wuchs die Aufregung. Der Gemeindepräses Dr. Stein stand rat-» 109 da und die Repräsentanten sahen schon das ״Mittel-' alter“ fein beliebtes Deckwort für alles, was unsere modernen pemeindegrößen im;.Judentum nicht verstehen)! aus dem Steigen. Der Antrag wurde schließlich einer] Kommission überwiesen. Immerhin erfuhren unsere Gemeindeführer durch den Antrag Dr. Liebens en passant daß es jüdische Ehegesetze gibt, die ihr Dasemsrecht immer noch behaupten wollen — selbst bei uns in Prag. Aber glauben Sie mir: es ist sehr schade um uns.‘ Wenn ein Kreis von beherzten Männern mit freiem Be-! kennermute und offenem Sinn erstehen würde, der unter äjiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiti: ( Von Kind auf I Erinnern Sie sich IhrerJugend? Jener .5 3 schönen Zeit, die nie wiederkehrt? 3 3 Damals gab es schon für 'S i Pesach ae<ht Frantk. | 3 Ihre Mutter verwendete 1ihn regel- 5 3 mäßig. Vieles hat sich im Laufe 3 E* der Jahre geändert. Das Antlitz 3 3 der Welt Ist ein anderes geworden. " Ü 3 Aetht F r a n c k verläßlich 3 S koscher, der Sie von Kind auf 3 3 begleitete, ist geblieben wie damals. S 3 Gibt es einen besseren Beweis 3 3 seiner Güte?. r 3 5 Generationen kommen und gehen, § Aecht Frantk I verläßlich koscher i Kaffeewürze | bleibt bestehen 1 § Tmimmniimmmmimiiiimimmmmmmimiiiimiimir. Opfern, freilich sehr großen Opfern, die Standarte des! alten orthodoxen Judentums aufs neue aufrichten würde, er könnte auch hier Erfolg haben. Tausende empfinden die furchtbare Leere, die im jüdischen Leben seit Jahrzehnten gähnt. Diese kann nur mit den Idealen des gesetzestreuen and gesetzeskundigen Judentums ausgefüllt werden. Das nachzuweisen־ und die Rückkehr zum wahren Judentum zu propagieren wäre eine große und herrliche Aufgabe, des Sdhweißes der Edelsten wert. Einstweilen bedeutet bloß die Offenbarung des jiidischen brüderlichen Gefühls hie und da einen winzigen Lichtpunkt in unserem jüdischen Leben hier. So hat! die׳ Aktion der Agudas Jisroel für die Mazzosversörg’ung der Brüder i n S o w j e t r u ß 1 and Anklang gefunden. Ueber Ersuchen der ״Landesorganisation der Agudas Jisroel in Böhmen, Mähren und Schlesien“ haben; dieser Tage die Jüdische Gemeinde tsch. K 1000 und der Oberste jiiclische Rat . tsch. K 3000 zu der ־ veranstalteten Sammlung beigetragen. Möchten nur mindestens diese Lichtpunkte öfter an unserem Himmel erscheinen! Nissan. ' Vortrag über Erez Israel in Bratislava. Sonntag idem 19.. Aöar II ihieilt!Herr iNoach Braun aus Atu leih (Erez Jisroel,' Em-ek Jisreel) •im Turnsaal' •der Orthodoxien 'Gemeinde. einen, recht interessantiem Vortrag über' das Thema ״D i .U wT.r't s c h a ■f t :11־ c he Lage •der ' o r t h öd ox׳ctf J11• 1d* e!in Erez J Ls r oel“. .Der Vortragende ׳ist ein Schüler der 'Preßbunger Jeschhvah, lebte viele ,Jahre"als 'Grundbesitzier'im Siebenbürgen und wanderte Vor!fünf Jahnen.■gemeinsam mit anderen :Landsleuten und Gesinnungsgenossen ,nach Pailästina aus. mm sieh :dort •als Farmer und Viehzüchter eine, neue Existenz ziu gründen. Er erzählte rmiit schlichten, eher :nichtsdestoweniger, aufsohlußreichen! Worten! von seinen Erfahrungen als Farmer und■• als orthodoxer Jude. ׳Leider׳ durfte er gerade über das,, was die Zuhörer interessierte/ nur' andeutungsweise spreohen.!Denim der 6a׳a:l wurde!ihm von der 'Gemeinde' nu׳r unter!der Bedingung gegeben, daß er von ^Politik“ nichts erwähne, und ״Polli'tik“ heißt in ׳der neueq! Aera der Preß- ׳bürger 1Gemeiudel׳ei׳t'ung •in erster Reihe alles das, ׳was von orthodoxem Standpunkt ■zur Abwehr der zionistischen׳ Be- Strebungen unternommen!wird. So 1konnte der Redner■ mit berichten, daß er. als orthodoxer Jude seine Kolonie nach jahrelanger, opferreicher Arbeit i׳m Schweiße seines Angesiebtes aim Ende doch verlassen ,mußte, um sich in AMeli in vollständiger Unabhängigkeit auf;einer neuen Basis י in den (Dienst' der wirtschaftlichen(Hebung des heiligen La 11- ־ des zu stehlen. 'Auf den Eingeweihten •wirkte es belustigend, daß der. Redner nicht■ erwähnten durfte, ■es sei ■die Agudas Jisroel׳ gewesen׳, die für sie in ״Kefor!Gideon“ gegen den׳ Wdlen der Zionisten auf dem ׳Böden! des. tzi0n׳i׳stisch־misracll1׳is't׳isch׳en ,dfa׳tiÖ.na׳ifon׳d׳s“ eine Milkwah (errichtete. (Der Vortragende sagte vorsichtig, um 'die!Bedingung nicht!zu verletzen: .,Die J-esohmoh)!ka׳m von Machne Jisroel1 her.“ Der Vertreter der Agwdla hielt sich damals ׳nämlich ׳iin׳ Mäcbne Jisroel auf!) Um dem •tristen 1Kaschrlusverhällbnissen in .der Mitahwirt- Schaft aihzuhelfen und zugleich ein ׳erfoligverspirechendes. modernes :Unternehmen ins :Leben 2m rufen, ׳haben) vor einiger lZei׳t eine Anzahl aus dem Gebiet des früherem ׳Ungarn' stammende Fachmänner eine ״Ak Menge s eil Schaft f ü r 1M i 1 c •hi w i r t s c h a f t -und. V i e 1h 2 u׳ c ׳b t“ ge.gründeb. Die ׳Aktiemgesetlilschaft gründet in AfuUeh eine Milch- Wirtschaft großen׳ Stils und wird dort und in׳ dem damit ׳ verbundenen :Nebeniindustrien 50 bis 60 frommen jüdischen Familien- 1Lebensex׳is׳tanz, bieten können. )Herr ׳Bra'un. forderte die Anwesenden aiuf. Aktien dieser ■Gesellschaft zu zeichnen. Sie •ist der Weg, um dem alten Jischuw in ‘Erez Jisroel eine im: Geilst konforme Fortsetzung aiuf Wirtschaft־! lieber!Basis ■zu! :geben. Die lebenswahren Schilderungen des Redners machten auf die Zuhörerschaft tiefen! •Eindruck und׳ ׳lösten ׳Zustimmung aus. Seinem ernstem Bemühungen um die ׳wirtschaftliche :Aufhilfe der orthodoxen Kolonisten, die mit dem Zionismus keine Verbindung eirngehen ׳wollen, ist tatkräftige (Unterstützung und reicher Erfolg zu wünschen. Sljum in Lücenec. Aus Lu׳cen ec berichtet man uns: Die hiesige Scbaß-Chewra veranstaltete ani 7. Ad'ar eine schöne Si'jufnfeier, welche joden thoüakreuen Julien mit Freude erfüllen kann. ׳Es ist! das erstemal״ daß Mer: ganz Schaß tzu’jEnde gelernt ׳wurde. Wir danken dies dem imemmdMdhen' Eifer!unseres Harm׳ Oberrabbiners Hilei Un sdorf e r, der die Balebaitiim der ganzen Gegend heranzog undl di׳a Mässechtos unter lihnen verteilte. Zur Feier, ׳die an der TaJnjud Thora sfbatKfamd', erschienen Gäste, äus dem ganuzem Beziiik. An die Beendigung der Mässechtos ■ demüpifite!Herr Oberrabbiner Un s׳d o rf er eine ׳gediegene1 homiletische Betrachtung; Bei Tisch hielt Herr Zische: )Kün's'tH eher,־ Sohn des Ujhalyter Räws!, einen tiefgrtindiigem Charifusvortrag. /Die Herren Leser Schwarz umd.Br au n. sagten Magidus.!Das gute Arrangement ist. den Herren׳ Ghaijwn Haas«, Nathan Singer, Herrn. Beck, ... A. V. Rusizmalk, Satn. Braun, und Bersch Fischer zu' dahkeur

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