Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 13 (29.3.1929)
- Date
- 1929-03-29
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 JÜDISCHE PRESSE Seite I KUNEROL!•t verbürgt reiset Fett ans Kokosnüssen. Die Erwägung stefct vnter atreng ritueller Aufsicht des Herrn Bezirksrabfciners S. Ehren Feld *« Mattershurf. K U N E R O L kann daher von allen Strenggläubigen tur Zubereitung von Osterspeisen verwendet werden. 0 NACHRICHTEN Das Präsidium der Wiener Kultusgemeinde beim Bundespräsidenten Miklas. (J. T. A.) Der Bundespräsident Dr. iMiklas empfing die!Mitglieder des Präsidiums der!Wiener!Israelitischen Kultusgemeinde, die ihm anläßlich seiner Wahl zum Bundespräsidenten die Glückwünsche der!Gemeinde entboten -und dabei den Wunsch aussprachen, der (Bundes- Präsident möge sich ibei der!Bundesregierung dafür einsetzen, daß den Forderungen der ■Kultusgemeinde betreffend eine Staatsdotierung für die ׳kulturellen und ׳religiösen Bedürfnisse der!Kultusgemeinde stattgegeben werde. Sie wiesen darauf hin, daß, während die jüdische Religion übergangen wird, die Posten für die katholische und die evangelische Kirche im Staatsbudget erhöht worden sind. Bundespräsident Miklas erkannte die ׳jüdischen Forderungen, die sich auf der Basis des Gleichbereohtigungsprinzips bewegen, als berechtigt an, erklärte aber, der österreichische Bundespräsident sei ■auf Grund der Verfassung außerstande, in die Regierungsmaschine einzugreifen׳.!Er sei nichtsdestoweniger bereit, sich bei den zuständigen Ministern dafür einzusetzen, daß die berechtigten Wünsche der Israelitischen (Kultusgemeinde erfüllt werden. Auszeichnung des Präsidenten der Klagenfurter jüdischen Gemeinde. )Herr Max Stössel'. seit Jahrzehnten Präses ׳der israelitischen. Kultusgemeinde Kl age nf u r t» wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die ■Interessen ׳des jüdisehen /Kultus- und Gemeindewesens in Kärnten vom ■Herrn Bundes-präsidenten durch die Verleihung ׳des!Goldenen Eihir emz e׳!i chems• für Verdien s te um di e 1R ep •u >b 1 >i!k!0 e s t׳e r ■r e i c h lausgezeichnet. Die '׳israelitische Kultusgemeinde Klagenfurt, eine der jüngsten;und kleinsten im Bundes«t'aaf'e Oesterreich, ist dank ׳der hervorragenden Leitung und ■umsichtigen Wallung ihres langjährigen Präses Herrn Max Stössel nunmehr auch gegenüber der seit!jeher fast durchwegs judenfeimdlioh eingestellten ׳Bewohnerschaft Kärntens, ein achtunggebietendes Gemeinwesen geworden. Herrn Präses Max Stössel ist es ■hauptsächlich zu verdanken, wenn heute die Interessen der Jud'enschaft /in )Kärnten bei der )Landesregierung ׳Verständnis!finden. Da Präses Max Stössel׳ derzeit leider ׳krank damiederliegt und ■eine offizielle ■Feier׳ erst'!nach seiner hoffentlich!bald erfolgenden Genesung geplant ist, böslichten ■der!Klagenfurter V.1 z e b ür g e r m e i s t e r R okit ansky und!der Oberm׳agistr׳atsr>at Dr, •Gr azhofer den Kranken, um ihm in Anwesenheit der Familie ,und des versammelten 'Kultusrates die Auszeichnung zu überreichen. Der Vizebür1ge׳r!meister beglückwünschte Herrn Stössel in überaus herzlichen Worten und sprach :gleichzeitig ׳die Bitte ■ans, den offiziellen Akt der lUeiberreiahung der ׳hohen Auszeichnung .gelegentlieh einer noch zu׳ veranstaltenden Feierlichkeit ■vor der versammelten!Gemeinde vornehmen zu■ ׳dürfen. Herr Stössel dankte tief!gerührt für die, Auszeichnung, die nicht■ nur seiner Person, sondern der!gesamten! •jüdischen Gemeinde in iKlagenfiiint!zugedaobt ist. Aguda Jisroel. Ortsgruppe Wien.!Der in der letzten Generalversammlung gewählte 35gliedrige Parteirat trat am Montag den 18. März ■zur Konstituierung zusammen. Es wurden gewählt:!Herr M.!Hornstein, Präsident des Hifhachduth Jereim, als Obmann: die!Herren J. S. Silberstein und M. Pappenheim als Obmann-Stellvertreter; die!Herren •M. D. Rachmann und!Moritz Spitzer als Schriftführen. Die erste Massenversammlung in Wien im Zeichen der II. Kenessio. Sonntag den 12 Adar!11 fand im großen Saale des Hotel Central die erste Massenversammlung der Wiener Orts- und Jugendgruppe ■im Zeichen der II. Kenessio Gedaulo statt. Die!gut besuchte Versammlung wurde van Herrn Wolf Pappen heim geleitet. Die Redner der Massenversammlung, die ׳Herren Meier Sch׳wa׳rzmann (Warschau), Wolf S. Jacobsohn (Hamburg), Israel M. K i e i n 1׳ e h r e r (Warschau) haben großen Beifall erzielt. Besonders tiefen!Eindruck rief Herr W, S. Jakob- 90 hm mit seinen aus dem Herzen kommenden, begeisterten und begeisternden Worten hervor. /Rabbinerwahl In Stary Sambor (Altstadt). Auf den altehrwürdigen Rabbinersitz von Altstadt (Galizien) wurde durch einstimmigen Beschluß des Gemeindevorstandes Rabbi F eiw!e 1 J eruchem, ein Sohn des in Wied lebenden berühmten Gaon, Oberrabbiner Ch. I. J e r uchem berufen. Der junge Gelehrte, der in Wien, im Hause seines Vaters emporwuchs,' erfreut sich hier der größten Beliebtheit. (Im Namen aller seiner Freunde rufen wir sowohl dem Vater, wie dem Sohn, herzlichen Maseltovv zu. Red.) Der 7. Adar in der Stuiijßerscttul. Vor einem zahlreichen Publikum hielt am 7. Adar, Herr Rabbiner F1 e 6 c h einen Hespöd, in welchem er aller im Vorjahre verstehbenen Thoragrößem gedachte. Besonders ergreifend wür־׳ digte er das Hinscheiden seines ersten Lehrers, des berühmten Rabbi Elieser Katz in Preßburg. Abends fand ein Festmahl der Chewra Kadischa im Hotel Palast statt, bei welcher Gelegenheit Rabbiner Flesch eine großangd? legte Rede über die Pietät im Judentum und über die Aufgaben der Chewra Kadischa hielt, die von den Anwesenden, unter denen man in Vertretung der Kultusgemeinde, Kultusvorsteher Kommerzialrat B u c ff• wald, Amtsleiter Wilhelm Freistadt, Vertreter der Jugendgruppe des VI. und VII. Bezirkes, Herrn Viktor Deutsch und Herrn F i 9 c h e r, bemerkte, mit viel Interesse angehört wurde. Es sprachen außerdem Präsiident der Chewra Herr Leib, Herr Moritz Felsen*־ bürg, Obmann der Stumperschül, Herr Amtsleiter Freistaat und Herr Med.-Rat Dr. Kö l i e t>. Krankenunterstützungs-Frauenverein für den VI. und V!M>. Bezirk. Wien, VII., Stumpergasse 42. Die vierte ordent- ■liehe ,Generalversammlung des (Vereines findet •Dienstag. den 2. April 1929 um halb 7 Ohr abends im ״Cafö Palace“, VI., Mariahilferstraße 99, statt. Geschäftsübernahme. Herr Simon!Raab, ׳Schwiegersahn des bestbe.kaunten Restaurateurs Josef!Nagel s. 1A., eröffnet im Mai das von ihm übernommene altbewährte Restaurant ״Goldener- Schlüssel“ in Marienbad, Es steht zu erwarten, daß das ■renommierte Restaurant unter der zielbewußten!Leitung des ׳Herrn .S. Raab, der auch das Grand Restaurant ״Fürstenhof“ in Franzensbad führt, regen Zuspruch des Kurpublikums in Marienbad finden wird. Für vorzügliche streng orthodoxe Küche bürgt der Name des neuen Pächters. Der siebente Adar am ßord. Eine ganz eigenartige (Siebente-Adar-Feier fand am Bord des!Ozeandampfers ״Olympi'k“ statt. Auf diesem Dampfer fährt zurzeit unter der Führung des, unseren 'Lesern wohlbekannten . Mitbegrümders des Joint und bewährten Arbeiters in ver.- . . . Aus ׳seiner Anschauung hat Professor Einstein vom •ersten Tage an praktische!Konsequenzen gezogen. Obwohl er wirklich ein Recht gehabt!hätte, seine d׳as Weltbild ■verändernde Gedankenarbeit für ■wichtiger zu halten als Reisen für den (Keren Hajessod־, ist er immer den1 ■Anforderungen! der Zionistischen Organisation mit vorbildlicher Disziplin gefolgt ... So Einstein und die Zionisten. Bei׳ uns Orthodoxen ist es anders. Noah selten ist es gelungen, •iTigend einen Prominenten zu Reisen für die A'guda oder ihre Fonds zu bewegen . . . ׳ Eine interessante Entscheidung des sächsischen Oberverwaltungsgerichtes. )Das sächsische Ofbervenw!altungsger׳icht hatte sich mit einer ■Anfechtungsklage!wegen Heranziehung zur Gemeimdesteuer!zu beschäftigen. Der!die spanische Staatsangehörigkeit besitzende Kläger war von der Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden zur Gemeindeeinkoin'mensteaier ׳herangezogen worden. Der Kläger hatte gegen die!Heranziehung Einspruüh eingelegt mit der Begründung, ■daß er zwar zur jüdischen Rasse gehörte, sich aber nicht zur israelitischen Religion bekenne, ■viehn'ehr freireligiös sei. Der Vorstand der!Israelitischen Reiigionsgemeinde hatte , den Einspruch zurüdkgewiesen, da nach •dem sächsischen Gesetze Mitglieder der Gemeinde ׳alle Israeliten seien, die im Bezirke der Gemeinde ■ihren Wohnsitz oder •wesentlichen Aufenthalt hätten, der (konstruierte ׳Unterschied ■zwischen Angehörigen der!jüdischen!Rasse und!Bekenner zur israelitisehen Religion bestehe nicht. Seine!bloße Behauptung, freireligiös ׳zu sein, sei nicht von Bedeutung. Jede Glaubensgemeinschaft!habe *unter ihren (Mitgliedern solche, die von den religiösen (Einrichtungen keinen Gebrauch machen; das entbinde sie ׳aber, soweit sie einer öffentlich-Techtliehen Religionsgesefschaft im Sinne der Reichsverfassung angehören, nicht von ihren Pflichten gegen die Religionsgemeinschaft; vielmehr werden sie solange als!Mitglied ihrer Glaubensgemeinschaft ■angesehen, als sie nicht ihren Austritt aus• der Religionsgesellschaft vor de׳m Standesbeamten ihres Wohnsitzes zu ׳Protokoll erklärt haben, Das ׳Urteil des Oberverwaltungsgeriohtes vom 14. •Mai 1928 bestätigt zunächst die Reehtsgültigikeit der von der!Israelitischen Religionsgemeinde zu Dresden erlassenen Steuerordnumg und stellt dann fest: Nach dem Gesetze sind sämtliche Israeliten, die in Dresden Wohnsitz haben oder ein Gewerbe betreiben, Mitglied der Gemeinde. Ausländer und Inländer stehen in ׳dieser ׳Hinsicht völlig gleich. Der Kläger behauptet nun, daß er zwar zur ׳jüdischen Rasse ■gehöre, sich aber nicht zur israelitischen 'Religion!bekenne. Allein, daß er!irgendwo aus dem Judentum ausgetreten sei,!kann er Offenbar nicht geltend ׳machen. Hiernach steht nur fest, daß der Kläger von jüdischen Eltern abstammt. Er ׳ist also öffentlich-rechtlieh selbst!Israelit oder wenigstens als solcher zu behandeln. Um in Deutschland als Dissident staatlich anerkannt zu .sein, genügt nicht 'die bei ׳den polizeilichen Anmeldungen gemachte Angabe, freireligiös zu sein, da ■der Austritt aus einer Religionsgesellschaft an die Erfüllung gewisser Förmlichkeiten geknüpft ist. Steht aber!hiernach fest, daß der (Kläger steuerrechtlich als ,Israelit zu behandeln!ist, so bleibt nur noch zu untersuchen, ob einer der im Gesetz aufgeführten, die Mitgliedschaft eines Israeliten zur Reiigionsgemeinde begründenden Umstände vorliegt. Da .er innerhalb des Gemeindebezirikes ein selbständiges Gewerbe betrieben bat, ist die Steuerpflicht des Klägers begründet. ,!Nach diesem Ausgange des Verfahrens ist also festzustellen: A. Auch das Oberver.waltungsgerioht macht keinen Unterschied zwischen Judentum und Religionsgesellschaft in Sinne der für das Verhältnis des einzelnen zu seiner Glaubensgemeinschaft geltenden (Gesetze und Verord* nungen. 1B. Jeder Jude, der in Sachsen! einen Wohnsitz gründet, ganz gleichgültig, ob er sich ׳als Freidenker oder Dissident!bezeichnet, ab er sagt, er sei jüdischer Abstammung, bekenne sich aber nicht ׳zur israelitischen Re« ligion, ■ist zur Steuerzahlung an die Gemeinde, ln deren Bezirk er wohnt, verpflichtet, so lange, als er nicht vor dem Standesbeamten seinen Austritt aus der Relegfonsgemeinschaft anmeldet. schiedenen philanthropischen!Organisationen, ,Herrn Morric E n g e 1 m a n n, eine amerikanische Gesellschaft nach Erez Israel. Nach der offiziellen Order des ׳Kapitäns wurde am 7• Adar um 4 Uhr nachmittags auf der!Route nach ׳Palästina eine (Feier mit ■folgendem Programm veranstaltet; Minchah, Gedenkreden ׳von Mi. Simon Kaplan, Rabbi Pessach Hirsch Frank und Rabbi Aaron Smidt. Statt der üblichen Chewra Su'dde fand nach dem Programm!bloß ein Tee statt.!Herr Morric ׳Engelmann wird nach dem Pessachfest, das er in Palästina verbringt, mit seiner Ge- Seilschaft nach Europa kommen und Wjien, ׳Bratislava und Budapest besuchen. Vortragstournee Urlel Birnbaums in Deutschland. Die ״Münchner Zeitung“ schreibt über den ersten Vortrag Birnbaums in München folgend: U r ie f׳B i r n b a u rn!> ein junger österreichischer Malerdichter, Bauernfeld-Preisträger, der trotz seiner Jugend — er gehört der Kriegsgeneratton an und ist schwer kriegsbeschädigt — als Maler und Dichter bereits einen sicheren Namen hat, las• vor einem ansehnlichen Publikum im Steinickesaal im Rahmen der Lehrkurse der israelitischen Kultusgemeinde München aus eigenen Werken• Es ist eine ernste^ sehr ernste Lyrijk, in der dieser dichterische Genius nach Gestaltung ringt. G-tt und Ewigkeit sind seine Themen» deren — ab und zu groteske ־— Pr(ägnap,z dije Moderne׳ 1ft1 Ihm verraten läßt. Eine auffallende positive ReligiosHJät gibt seiner Poetik e;me gewisse Verklärung, die auch seine malerischen Motive umieuchtet. In dem Ge.- dichtband ״In G-ttes Krieg“ zeichnet Birnbaum das überv wältigende Erlebnis des Jungkriegers in allen seinen Etappen biß zur letzten Hingabe im Dienste des Vaterlandes. Seifrie stark rechts gerichtete politische Einsteilung erlebt ihren stärksten Ausdruck in dem Hymnus auf Kaiser Franz Josef I., ״djen letzten Kaiser, der ein Kaiser war“. Ebenso ernst gemeijit, doch׳ nicht von. der gleichen inneren Erlebnistiefe erfüllt wie etwa die ״Gedichte in. einer neuen Form“, ״Biblische Sonette“ und ״Gebete in Sonetten“ sind seine Schöpfungen ״Leben in Liebe“, deren Grundton wiederum Einigkeitsklänge, Akkorde t'0n Treue und Tod bilden. Alles in allem jedoch Werke, die ernst» zunehmen si(nd und in ihrer sittlichen Reinheit auf eine! Höhe stehen, di!e wiederum erhebt und erfreut. — Der Beifall war denn auch׳ verdient und kam vom Herzen,. *,Der jüdische Angestellte.? Unter diesem Namen erscheint seit 1. März 19^9 in Frankfurt a. M. eine Zeitschrat als Organ des Ängestellten-Buindes ״Agudas lsroel“. Hofrat Aladar Kassab, der Präsident der Pester?israelitischen Gemeinde, 61 Jahre alt, verstorben. (J. T. A.) Die Pester Israelitische Religionsgemeinde, die erst vor einem Jahre ihfeh langjährigen Präsidenten Dr. Alexander Lederer verloren hat, hat nun abermals eiinen schweren, Verlust zu verzeichnen: ihr neuer Präsident, Hofrat Aladar Kassab, ist am Fijeitag, den . 15. März, 61 jährig, nachl kurzem Leijdien verstorben. Aladar Kassab wurde in Szucs' ton Jahre 1868 geboren, absolvierte die Handelsakademie i|n Budapest und betrieb dann mehrjährige Fachstudien i*m Auslande. 1893 gründete er in Budapest eine selbständijge Firma, die ungarische Indestrie bereicherte er durch die Gründung der Kassabschen Schraubenfabrik und andere, große Unternehmungen• Er war Leiter verschiedener großer wirtschaftlicher und philanthropischer Organisationen und Institutionen. 1911 erhielt er den Titel Hofrat. Er hinter* I-'ieß ein großes Vermögen, davon größere Legate für Institutionen der israelitischen Kultusgemeinde. Die Adar-Aktion der Palästinazentrale in Ost und West. Schon ׳i!11 der erstem (Hälfte der für •die Adar- Aktion der Palästina Centrale der Agudas Jisroel.:zur Verfügung gestellten! Zeit zeigt sich erfreulicherweise in dem!größeren Teile der •agudistisahen• Landes Organisationen ein reges Interesse, insbesondere für das Schul werk •im Erez Jisroel. In Amerika• hat das Joint Distribution Committee, wenn auch ■im wesentlich verringertem ׳Umfange wie dm Vortjähr. eine Subvention bewilligt. ■In E11 g- Land hat ׳einer der!Lehrer!der •agudistisohen Schule ״S׳h׳e׳eritih Jsräel“ im Tel-Awiw, Herr Koohanowitsch. die 'Pro- •pagandatätigkeit übernommen•• lln Litauern haben׳ idl- ׳gende Rabbiner einen zu Herzen •gehenden Aufruf für •das Sc'hulwerk. unterschrieben׳: Rabbiner Selig Rulben!Bengis- Kaiwaria, Rabbiner NaChum!Baruch Gimzberg-dCibarti, Rabbiner •Elijahn Aron Grin-Wilkowischki, ׳Rabbiner Schraga Felwel■ ׳Gawran-iGheW'iidam, Rabbiner Aron ׳Zvv!i iHalevi ׳Grin- Schapischki, Rabbiner Awroham Arie Leiw Großbart-Schirwind. Rabbiner Awrobom Dow Terna-Jaswen!, Rabbiner Jehud׳a JasohI0ns!k׳i-Aliat 11. Rabbiner Arle!Leeib •Lew- Auf i na, Rabbiner Schlomo Feimsilber-Kedan,!Rabbiner David Ascher Zecbanowski-Fakrai. Rabbiner Ephraim Schlomo Kramitziki-iLukmik. Rabbiner Awrohom Aba Resmik- Filwiscliki. ׳Rabbiner!Obaim Awrohem Schaß-Saßli, Rabbimer Schmul Jossef Schoham-Wilki, Rabbiner Mosche M. Schmuei Sp'iro-!Rogowo. ,Rabbiner!M. Sipiro, ׳Ziezmariai. In Rumänien hat׳ trotz der ungünstigen Wdtterungsverhältmisse im ׳den letzten׳ Wochen Herr ,Glick man 11- Po rusch aus Jerusalem eine ׳Propaganda-Tournee unternommen, •welche ׳sich angesichts der schweren finanziellen Verhältnisse dort sich, zwar finanziell nicht in dem Maße auswürikt, wie es dm Interesse der Schulen ׳z׳u wünschen wäre, aber ideell hat die Aguda durch ׳die Propaganda vielfach!neue Gebiete erobert. So wurde beispielsweise •die erste Orts- und Judengruppe tu Czernowitz (Cernauti)!gegründet. Im ,Polen hat die unter der Leitung ׳des Herrn Dr. •Bemzian Feßle r stehende ostgalizisohe Palästina Centräte ׳bereits mit dem Auftakt zur Adar-Aktion begonnen. Eine Reihe dortiger Gemeinden haben ,eine Subvention für den . Keren Hawischuw in ihren Etat aufgenommen. In Deut s ch•1 and hat auch• in diesem Jahre in allen Kreisen großes ,Interesse •erweckt,!daß über 80 deutsche gesetzestreue Rabbiner sich durch einen öffentlichen Aufruf ■an die deutsche Judenheit für das Schulwerk der Agudas Jisroel •in Erez Jisroel eingesetzt haben. Vom Deutschland •ging auch die initiative zu •einer ׳Palästinareise aus, •welche unter •Leitung von Herrn Julius Schwabaober. Frankfurt a. M.. mit ׳der Einschiffung mit ,dem!Dampfer ״Carnaro" arn 5304