Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 12 (22.3.1929)
- Date
- 1929-03-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 4 JÜDISCHE‘ PRESSE ♦ Ür.'ltf geschleckt ־war <R ei c׳h t.« m,, W0hl t irn und Reifg i o $ i t ä t,-®u harmonisicher Einheit verschmolzen. Diese Ttroße Tradition hat :Frau Chäiriotte Königswartor *bis an ihf Lebensende hochgehalten und sie!leider mit sich ins Gfa/b genommen. Dehn nur sehr ,wenige aus •der •Familie WertheJmstein-Königswarter gehören noch dem Judentum ih• Es;־ hat nicht einmal die originelle Idee des alten Köfllgsrwärter gehoben, der in seinem Testament alle seine Effcbh zu der Zahlung eines PönaJe ׳von 1,000.000 Gulden veröäiditete, wenn sie sich tauifen ließen. Sie tauften sich dfcnäoch. Das Judentum hat eiben die menkiwtirdige Eigen- $c׳halt« daß es!weder mit Geld noch mit FamiJiewverbindüngen erhalten werden kann; nur persönliche Hingabe, innige Verknüpf theit mit seinen!Leiden und Freuden!kann es lebendig erhalten. Mit dieser Erkenntnis ■kehre ich! vom Friedhof in ■die lebendige Gegenwart zurück. ' II. ■Diese Gegenwart ist augenblicklich in Wien von der Ha s encl e<v er- Aftfäre erfüllt. Die Komödie Hasendevers!hat unter ' allen Umständen׳ einen großen Erfolg gehabt. Einen Pufoliikumserfolg. Sie ist in ■den Mittelpunkt heftiger Debatten ■gerückt und! wenn schon die Gegner Basienclevers hier und■ dort es erreichten, daß die Auiffühfung der!Komödie verboten wurde, damit der iie'be G-tt nicht aulf die!Bühne gebracht!wird!, so!haben sie es nicht Verbindern!können, daß nun über den lieben ■G-tt überall, Srti Kaffeehaus und׳ im Salon!, debattiert wird Ich hörte einmal einen weisen talmudischen Spruch, nach welchem der liebe G-tt, seitdem er die Schöpfung ■vollendet, nichts anderes zu tun hat, als Ehen zw schließen. Als einmal eine römische Patrftzierin diesen! Spruch vernahm und spöttisch diese IBeschäiftigung als G-ttes un1w!ürdig verurteilte/ erklärte sie sich selbst ■bereit, diese angebliche g-ttiliche Kunst ׳zu• vallibringien.. Gesagt, ■getan. Sie verheiratete ׳ku,rzerhaud ihre Sklaven und) ,Sklavinnen miteinander, konnte sich aber des Erfolges nur sehr kurze Zeit erfreuen, denn schon am ersten!Morgen׳ nach der!Hochzeit traft sie die hingen Eheleute verbeult und blutig geschlagen am, denn es waren eben nicht *düe!Richtigen, die sie zur Ehe vereinte. Durch diesen Mißerfolg begann diese Frau die Größe G-ttes zu ahnen, der es doch ■fertig bringt, daß ■düe Mensehen ׳die׳ Ehe ohne größeren ׳Schaden aushalten, ja sich darin! noch ■manchmal glücklich fühlen•. ׳Nach diesem Aus- Spruch scheint es■, als ob nu r die guten Ehen im Himmel g e s c ■h l o s s e n werde n:, •die ׳schlechtem hingegen von Menschenhand. gestiftet werden. Der ■moderne Mansch ,denkt gerade umgekehrt!über die Ehe. Oie guten Ehen, die vinditzaert er׳ für sich. Intelligenz, Schönheit, Reichtum oder tiefes menschliches Verständnis, also lauter irdisch-sinnliche Dinge!, führen und 1halten die Ehegatten zusammen. Fällt aber einmal eine Ehe schlecht aus, so ist man rasch mit der Anklage gegen׳ den Himmel fertig, indem dann von oben diese unglückliche Ehe geschlossen wurde. Wenn׳ ich auch׳ durch eine orthodoxe!Brille lin die Welt schaue., bleibt׳ mir doch nicht verborgen, daß auch nicht aille jüdischen, nicht einmal alle orthodoxen Ehen im Hirnmel geschlossen!werden׳. Zumindest glauben selbst d׳ii e ort•hödo x e n J ti de n n׳u■ r <z׳u,m׳ Teil׳ an diese hi-imroils-olhen■ E he n■, ׳denn sonst könnte!man e׳s nicht verstehen, •daß die g-ttliche; Vorsehung e r.s t nach Sicherstellung von ׳so und soviel tausend■ Schilling in Wirksamkeit treten soll. In den heilligen Schriften steht wohl geschrieben, daß nur G-ttesfurcht. und Abstammung . von einer tugendhaften, frommen Familie ׳bei einer Eheschließung!maßgebend sein soll' Nicht einmal Schönheit soll die Augen des Freiers betören, von!Geld! und! Reichtum gar nicht zu sprechen. Wie geht es heute ■zu? Gelingt .e:s einem! jungen Manne, die Verbindung 1mi!t einer reichen Mitgift und m׳i׳t •dem diazugeihö.reniden!Mädchen izu ׳vorwirkliichen, so beugt er sich tief vor. der Allmacht G-tte!s!und spricht: ״Die Ehen werden im!Himmel geschlossen“. Nach einigen Jahren, da zumeist das so eingebrachte Geld!zerronnen, ׳kommt der orthodoxe!Mann erst darauf!daß die• Ehen wirklich i!m Hirnmeü geschlossen werden, dicht des Geldes halber, nicht der Schönheit halber 1(׳die moderne Schönheit ist leider alkzu! schnell vergänglich), sondern daß!zwei ׳Menschen zueinander liiniden, um den g-ttilichen Willen zur! Erhaltung des Menschengeschlechtes zu verwirklichen.!Nicht immer erschließt sich dem!jungen orthodoxen Manne rechtzeitig der tiefe Sinn der Ehe. Er Ibäuirnt sich auf, ,nachdem die Mitgift verloren ging, und' empört sich׳ — gegen ׳wen? — dicht •gegen die eigene Dummheit und Blindheüt, sondern gegen G-tt. Er hat wohl seinerzeit gesprochen■, die! Ehen werden im!Himmel geschlossen, er handelte aber, als ob diLe Ehe nur eine ganz gewöhnliche menschliche Einrichtun« wäre;, ein Vertrag zwischen .zwei1!Menschen, die sich gegenseitig wirtschaftlich ausniützen und überhaupt ׳nur miteinander in einem *frieddichen׳ Krieg leben. Da klafft ein gewaltiger Gegensatz zwischen Wort und Ta׳.t, eine gähnende Kluft zwischen Lehre und ׳Leben. ■Da findet sich׳bald ein Hasenclever, der darüber eine Komödie schreibt, und bald ein Reinhardt, der sie in Szene setzt. Wir sollten Hasenclever dankbar sein, daß er durch seine groteske, au Blasphemie grenzende Komödie ״Ehen werden ■im tanmel geschlossen" die Kardinale und Superintendenten der Welt •zu einem Protest, zu einer Kritik, zur Ablehnung herausgefordert.» Unsere Rabbiner werden wohl zum Theaterstück Hasenclevers keine Stellung nehmen, ■es wäre aber klug, w׳enn sie zu der Komödfie ׳״Ehen werden im Himmel geschlossen“, wie sie in ihren •eigenen Häusern und in ihren Gemeinden vor ihren Augen sich alltäglich afbsipielt, meinetwegen■ in der Farm eines Anathema, Stellung nehmen würden!. NACHRICHTEN 0 Zur Beachtung! Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser' geäußert wurde, werden wir fortab זמן הרלהח הנד עסיצש״ק nach den מנהג ותיקיי nach welchem unsere ostländischen Brüder sich richten, veröfefntlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithachduth Jereim“ zur Verfügung gestellt. _,, _ "התאחדות ירא-ם" ווינה ״Hlftacheüut Jeralm“ Vereinigung Thoragesetze treuer Juden ln Wien II., Heinestiaße 30 T. 15. ב״ה ס׳ ויקרא זמן הדלקת הנר עש״ק שעה 6 ע□ 00 מינוט זמן שקיעת החמה עש״ק שעף, 6 ע□ 13 סיגוט זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 7 עם 12 טיניט Dr. Jonas Bondi דל Wohl selten begegnet der Heimgang eines führenden Mannes solch allgemeiner Teilnahme, wie es bei dem Ableben des!Mainzer Raw der!Fall ist. Kind eines Hauses, in dem altjüdische Traditionstreue Fundament und Lebensinhalt ■war, hatte er das Glück, stets unter den Augen führender Männer der Orthodoxie seine Entwicklung ,zu nehmen, und als sein Oheim, der unvergeßliehe Dr. Lehmann ז״ל das Zeitliche segnete, da ward er, der ,Enkel eines Reib Scheumel!Bondi ז״ל und eines Josef Kirsch ז״ל zum Raw von ■Mainz gekürt. Er ,bewährte sich gleich groß in der Arbeit für den engeren Rahmen seiner Gemeinde wie für Kelal Jisroel. Ein Genie des Herzens, •eine vollkommen integre Persönlichkeit, von Jugend auf eingeführt in die Tiefen der Thora, ein ׳Mann, der sein ganzes Sein und Wollen ausschließlich an der Thora orientierte, erwarb er sich bald die größte Achtung aller Kreise. Entschlossen in der Tat, milde und gütig in der Form, ,gewann■ er das Vertrauen in allen!jüdischen Lagern. Der ׳Glaube seiner 1■Gesinnungsgenossen an ihn und seine Kraft stellten ihn •an. die!Spitze der ,Vereinigung ,traditionell-gesetzestreuer Rabbiner in Deutschland, berief ihn in das Kuratorium ״seines“ ■Rabbinerseminars' in Berlin. Dr. Jonas Bondi ז״ל war einer der ersten׳, der die Bedeutung der Forschungen Halevis erkannte und,!mit feinem historischen Sinn .und Takt, mit reichem Wissen auch auf diesem Gebiete ■begabt, war er einer der wenigen, der die jüdische Geschichte durch seine Forschungen ’bereicherte und an der Spitze!der jüdischen literarischen Gesellschaft unermüdlich an den ׳Publikationen derselben arbeitete. Er war der ׳Gelehrte .par excellence, anspruehslos und bescheiden, an dem •nur ׳der Eingeweihte und Vertraute ■die souveräne!Beherrschung des Wissens ■bewundern konnte. Ein!Heros' der Treue zu׳m!Banner der Orthodoxie ist in ihm dahingegan:g׳en. . mH festgestellt werden, daß der seinerzeitige Präsident dieser Gemeinde, F. Edmund Spiegler. während •der Ver- Handlungen über den Anschluß an die orthodoxen Gemeinen des Burgenlandes sich sehr für diesen ■Anschluß einsetzte und erklärte, wenn auch •nicht aus Ueberzeugung, so ■doch mit Rücksicht auf die gesetzestreuen Juden, denen dCT Besuch des Tempels damit ermöglicht würde, auch ■mit ■materiellen Opfern diesen Plan zu unterstützen. Bei der Abstimmung wollte er sogar, als die Mehrheit gegen Ihn entschied, sein Mandat sofort niederlegen, und es ist umso bedauerlicher, daß trotz dieser Bereitwilligkeit •infolge einer augenblicklichen!Mißstimmung •das. Projekt fallen mußte, wobei natürlich ׳auch heute noch die Möglichkeit besteht, die Verhandlungen unter gegenseitigem Vergessen des Geschehenen wieder aufzunehmen. Purim-Ecke Mir war es nicht zum Lachen. Von S. IzchakL Meine erste Predigt. Es sind wohl dreißig Jahre her, ich war damals noch ein Jüngling mit oder ohne lockige ,Haare und ״der Herr Lehrer“ einer Zehnfamiliengerne.inde ׳in einem ■Dörfchen am linken Rheinufer, das, nach irgend einer Volkszählung der letzten׳ Jahnzehnte, aus 30 Ochsen, 20 Gäulen, einer ,er- JdeckHchen Anzahl von Borstentieren und Federvieh und ungefähr 300 ■Bauern sich zusammensetzte. In meiner Schule führte ich den Kommandostab über 5י/* Kinder.!Denn der ״erste Vorstand“ konnte auf Grund seiner!hessisch-bezirksamtlich 1festgelegten! Autorität als erster . Führer der Religionsgemeinschaft verlangen, daß auch sein dreijähriges ■Kind, für das die Mutter daheim bei der •vielen Haus- und Stallarbeit keine Zeit hatte, ■sich in der ^Unterrichtszeit ׳in der Schule aufhaite. ־In der!deinen Synagoge gab es am ■Sabbat Minjangottesdienst, auch am Freitag abend. Aber der Sabbat kam Sommer wie Winter, in diese!Gemeinde erst um 7 Uhr abends, und zwar •mit dem!Zuge von W . . I angerückt. I,n W . . . war Freitag Fruchtmarkt, und die braven fleißigen ׳Leute gehörten dort 'zum Marktbilde. Glockenschlag sieben, auch!im ׳Winter, ■kamen ■sie mit dem Nebehbähnchen von 0׳ . . . angefahren. Damit zog der Sabbat in der Dorfgemeinde ein. Keiner ging nach Hause, ohne erst die kleine Synagoge aufzuaicbien. ׳Und dann 1begann regelrecht der Freitagabend daheim ■mit allem, was dazu gehört. Alles gütige Zureden, doch einen früheren Zug für die Heimreise zu benützen, verhalilte.!Für •energischere 'Maßnahmen reichte die Autorität!der 1?3 Jahre nicht aus.!Aber der!Parties der ZehnfamiJiengemeinde hatte doch etwas wie Großmannssucht. Wie wäre er ,sonst auf die Idee gekommen:, mir :so um die Purimzeit etwa folgendes zu ■eröffnen: ,,!Herr ׳Lehrer, Sie werden uns am Pessach eine Predigt halten.“ ‘Widersprach schien bei der hessisch-bezirksamtlich fundierten Ents«c.hieden!heif!im- Tone des Gemeindegewältigen von .vornherein aussichtslos.!Ich wierde eine Predigt, halten. Es war •mir., als wäre ich plötzlich auserkoren worden, große Dinge zu ,voUbringen׳,!Heilsbotschaften tzn künden. ,Emen Glorienschein fühlte ich um •meinen Kopf, 110'h hätte mich gern im •Spiegel besehen, leider besaß meine Amtswohnung, ein Zimmerchen zwischen Schale und ■״Schul“, ein solches Requisit menschlicher .Hochkultur nicht. Noch am gleichen •Abend schrieb ,ich nach Frankfurt. Alles!bezieht man in Frankfurt, ■auch Heilsbotschaften, die man zu verkünden hat. ,Zwei Tage später brachte mir der Die sdidnsten Bubikopf-Perücken kaufen Sie Damenfrlsiersalon ״Fav crll“ Bratislava such« Myto 16 Fertige Perücken jeder Art tn großer Auswahl stets am Lager. town1i11n11n1m₪t1r1111n11t<B11f1mH1111H1n1»1u11M1tt1Mwa1m«mn111uain11111an1nnaBmnnagBaaaaa Der Allmächtige, gebe seinen Hinterbliebeneni seiner Witwe, dem großen׳ Familienkreise die Kraft seines Trostes. Sein Angedenken ist und: biejbf ein Segen, derselbe Segen, der stets von Thm^•härftiönisch. äuss-tr^hite. 7 חנצב״ה Der 7.; Adar lri.Wten. Dienstag, am 7׳; Adär«־ Uattdeö Tn döit meisten orthodoxen Synagogen Trauerg-ttesdienste abgehalten» in denen Mosche Rabbenüs. Tind ‘ der (m• : Vorjahre VerjMir. f chenen Thorafursteh . gedacht. wurde. Zumeist .tvü.rdö ’ BcL der Aufzählung der!.verstorbenen Rabbiner; Von der. 1h der ״Jüdischen Presse?^'.veröffentlichten''Liste Gebrauch" gemacht. Wir wollen > daher zwei Namen hier'nachtragen, die in der vorwöchigen Liste durch ein Versehen keind (Aufnahme gefunden haben. Es sind dies der berühmte Gaon Rabbi Abraham Mendel Hälevy Steinberg (Oberrabb. von Brodyj und Rabbi Falk Juhgreisz (ÄbäujSzättto!)* Besonders eindrucksvoll war die! Träuerkunefgebüng,. in der S c h fif f s c h.u I, wo ',Obetrabb.' Fürstderi HeSped h:|elt. Im zweiten,’Teil .seiner Redd ״beschäftigte Sich Oben■ rabbiiner Fürst mit aktuellen‘ Problemen , und .federte־"seiner Gemeinde an, die. unvCrbrüchliciie Treue zur Schiffschül zu wahren, von ■deinen Rechten kein Jota aüfgegeben \Verden kann. . /' .״r;.:׳’- '"׳-■■ V"'״ ׳ :;EpklaiPuiig. _ Bezugnehmend auf verschiedene vou mlsraclH^tisciier Seite erschienene Angriffe und Erklärungen betreffs der von צעירי מזרח י.בריח. העולמית של. berausgegebenen. Broschüre finden wir uns bemüßigt, mltzuteilen, daß besagte Broschüre in unseren Händen ist und; die von Rabb. Baum•‘ garten seinerzeit erhobenen Angriffe vöUkommen berechtlgf waren. Wir veröffentlichen einen diesbezüglichen an düs gerichteten Brief RabbL Cb. Soitnenfelds. worin ■S den 4^0611־םיגוח וכסירה! def!BrosctiilTe. bestätigt, und 1Werden ln einer Denkschrift mit' ausführlichen Bewelseii ln Kürze auf die ganze Angelegenheit zurückköinmeii. Die Leitung der .Agudas-Jlsroel-Jugendgruppe Wien.;, Rabbiner Schenk über seine Eindrücke in Erez Jisroel. Im Rahmen, eines vom Vorstand des B e t h a u s e s T a 1 m u d - T h o r a veranstalteten F e s t b a n k e 11 e. s, referiierte Rabbiner H. Schen'k> der, \vfe, die ״Jüdische Presse“ berichtet, vor einigen Wochen , aus Efez Jisroel zurückgekehrt ist,, über ,seine dpft gewonnenen Eindruck^ - Rabbiner Schenk gab’ ׳, vor.. eine!h' •zahlreich;״,erschienenen Publikum, unter dem man den Vorsitzenden ׳des'öeschäft»:. führenden Ausschusses, der Agudas Jisroel, Rabbiner Dr. Pinchäs Kohn, Herrn Wolf Pappexnheim und die Herren Rabbiner Flesch, Friedmann;' Weiß; ’Dr. Pollak, Blech;; Tauber, Chefredakteur äef• ,^Wahrheit“, ■ Herr Hirschfeld und andere mehr bem,erkfe, e(|rianschauliches Bild über das Leben itn Erez Jisroel ׳־ und " über die ׳;Kämpfe,l; die ׳das jüdische Leben in Erez jisroei aüfwühlen. Iri seinen Ausführungen spendete■ er •wärmen ■ Dank' und Lob für das Schul werk der 'Agüda's Jisroel in Erez , Jiferoel, das allein in traditionellem Geiste die Jugend in Erez Jisroel erzieht. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Referat;,hieß Herr Rabbi A. Wei ß im Namen der Kollegen Rabbiiner Schenk herzlich willkommen. Das hierauf folgende Bankett hielt; die Anwesenden bis in dief späten Nachtstünden zusammen.׳ Herr׳ Wolf ■ P ä p jje'rth e i| m und Rabb. Dr. ■Pinchäs' -Ko hn, •würdigten im' Zusammenhang mi:t der״Reise voh' Herm׳!Rabb.י H.; Schenk1 die große und wertvblle -Arbeit, •־welche die Orthodoxie für den Aufbau Etezv-Jisroels; im* religiösen.׳ Geist gelei׳stet. Es sprachen nöeh ׳Rabb: T a u b er. lind' die Hetretnj S. Adler, G. Braun: imd׳:A. Kohn. .:Herr Kahto» Samuel Roth trug niit seinem;trefflichen ■Gesang, viel zum Gelingen des Abends־ bei: r; /! ׳ ״:!:;''.! .■;Einiacljimg;!!,;•' T. •zu der s. G. w; am .־Sonntä«; deh-'.24:׳'.Märlz 1929. -Vormittags halb 11 UhT, im «roßen Saale׳ des •Hotel Central»• •1171, Tabor- " straße: 8,׳ stattfindenden ־•• י ■ Massenversammlung . ■ Referenten:. Herr Mej׳er Seihwarzmann, W׳ars.chau:, jDie polnj.scjie Orthodoxie und die: Keness.io •■Gedaulo“, •; Herr Wo׳l!f S. Jacobson, 1Hambnr«•;•■! ,;Unsere 'Vei:־■ pflichtungen für .diß:..Kenessip Gedaulo“. , .,; t i Herr IsraeLM. Kteinlehrer,. Warschau•:!!,׳pplön^;. kürif: •tige Rabbiner“, " 'V;‘,";-';’;'•1..';.י; Erscheinet in Masseni!:!G(äste.,^.‘ajjcH!Rarfien ^^il.k־bfft5|i'eh;׳ Orts- und Jugendgrttppe der Agudas JisrpeC;W^n.!!, ,^״.■.•.:.^:^״.,,,,,:״,״■,;Wolf^Pappenhelm,;!Obmann..,:! Poistbote, dar einmal tägilich, von .weither!kommend, durch das Dorf stapfte, das sauber verpackte F׳redigte1nbuch von der Frankfurter Buchhandlung..!Ich •blättere herum. Da •war eine für :Pessach, und!säe begann mit: den schönen Worten: ,;In!herrlichstem •Sonnen«lan2; .,׳prangt die Welt,; )blühende duftende Pracht, •ringsher׳uiffii;‘‘'1..!Sofort setzte ich mich hin und schrieb in;;eiffe’r‘Töur .;■«!•׳ •!»^׳זהןי״סצח^י׳י״סןäj). Es war leichter,'. SÄs\^fi%n.ött5?l(lanu^kripf? zU; memorieren. U׳nd nun an die ei;ge1\tlich‘e: ArbejtV" *'־״' י •י ־' " ■־' ',־•'•־;-;'־• :; ־ loh ■lernte ■au:s!\Ve'ndrg^ lernte1 ün׳d;.le׳rht'e:, uhd*׳‘־lVälte ic:h einen der krauson,;‘kömiia'sife611en Sätze iiitickMch^Tm Kopfe, entschlüpfte־^JeP■andöre^le' fein Bail. Eine härte 'Ai־׳ beit begann. ' '. .:;.. "'■י, T, ־ 'י" . ׳”'’ ’״׳ 1י''׳' In den •nächsten Tagen und 'Wochen •ging ich ganz in mich ■versunken daher, sah ■nichts und ׳hörte nichts. ־ In meinem Kopfe ■rumorte es nur: ״!Im!herrlichen Sonnengianz prangt die Welt* ׳blühende duftende Pracht,“ halt , nein, ״duftende ■blühende!Bracht ■überall .’•rings umher,“ . öder warte, ״überall“ stapd,, .glaubte 1011, ,nicht, drin!. .. .T . Ich merkte, nicht,, daß. 'einige'!Leute. mif. sorgenvoll und bedenklich nachsahen. Der )Schlaf ,war meijifen, Atigen gewichen. Mitten •$11$־ ^erR.-SchftU^nier. er wachte'־'ich.unter schwerem Al'bdruckTun^; ^chrjie. in.efife ׳Nacht: V;I?h :herrlichen Sonnenglanz usw.!V:j^uphiharn sich..-Aber' ich sah und hörte •nichts. ' .. ...! '"״ Mein väterfichfer••Fr'äund;%; der ,,erste• ׳Vorstand,“ meinte nur so von TingefähVrV.Hck iLehfer, der Dpktof von O ... Ist heute־ gerade!hier,'■wie wäre es; wenn Meine Antwort lautete: ״Irri herrlichsten Sonnengianz erstrahlt die Welt usw)“ Da ׳k!am das ׳Unheil, plötzlich, unvermittelti׳ von oben. ,Etwa ■acht• Tage vör dem Feste, ich hatte endlich die fürchterlichen׳ Sätze im ,׳Kopfe :b'eisamthen• ,׳und tso' festgenagelt, daß sie!nicht; me׳hr 'fiitscheri und : duTQihednätiderkommen ׳konnten, ,Gestöber und Schneewjrbei;׳Vfet^ahH^e1r'!!׳iniVv1l’ägfi:l;• ein: 0ie’ ־Wihdfe, heulten׳.‘ als hätte,, sfdji׳‘'.:':•äfer,: ';noch׳ feinmaP;auf die ׳Hinterfüße «.estepimü.war'׳gräßlich; mifteh׳f:ih ^dfen Schneesturm Taig.und' Mac^’t; hlne14׳ztfund <zü: federt: ״Ini herrlichsten ^öp:n^^läd^;er|ftrd׳n1|•••׳^.^.. Wfeft, WÜhendfe, duftende Bracht Tingi'Vnrhfeff'* ־׳;;יי"''!'־! j;׳־ . 1