Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 10 (8.3.1929)
- Date
- 1929-03-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Nr. 1& JÜDISCHE PRESSE 11 efi f&k'B n k u •r r o n z e 11 in Europa iührehd geworden. Den S^ÜieffspfeiS•‘ e^tefi^^s^K^ifejfiefJÄaifr^rriiia^, mId י diö Pä1flie gäri-z Etrfoiiasfle>l in dan Schoß eines e1wac|£rt Jitdenin^cihens^ ävi$■,•Ü1MIM&׳Se&sfoeMäriälich l$t dieses'. jg^air^äh’ J§5kadejtten |#äft»hssberjlch^v,ä|ä^i! bestürmten sie um Aeußerungert über ihre ■Persönlichkeit. Doch weich Wunder! Äiis der Antwort der schönsten Ft&ü׳ Uropas dtjiugt ^er .,erfri^hende>iNaturiau\;, ■gi^^eh Sprache, an juiiser; Qjjr. :1 tfi Gru n<^.na-t sie,rn^t‘ mehrvsätg,ed iröttpen,äJ&<iaB sie;die’TQchjtef^jnes ^d^pem1Ar«t|s.{h|tö •- . Vl J-L-ILiJ4*. .׳I —...~ '.»*!' '־**Li li״ A^'G .,'ill''“ •T?ti£LU** ^tpdtte_<ך _y .ין . ^‘nddaJl ^s(%va׳lf^./^pr<wjljiäge J{i1^lMe%tpri^ י‘ Riesen tjpij^^^enn ,sie \bab%3btf v; ^^pjß ri ctl/nvZj.gßh Ji ms 0$ 2v1|p'1 e ij ja t e ß, n'pcTiJ dazu eipeiji, i:jiVd‘i s c;h e'm JH-.se«•.»; täeine.A'Ugeri leuchteten hinter .ideloerjlQjthödp^ Brille auf. •als ich mir eitiihilden könnte, daß in dem schönstcn Mädchen!Europas nicht nur eine Jüdin, sondern jüdisehe Schönheit z!u ׳begrüßen ist, jüdische Schönheit, die :kein .Selbstzweck war, sondern.!Mittel, um mit eihem jüdischen Mann eine!Familie zu gründen. Eine ' jüdische Familie, deren Zweck und ׳Bestimmung, deren Sinn und Seele der Kindersegen war, ein Segen,!bei dessen Ausbleiben unsere Stammutter Rachel sterben wollte, bei dessen Ausbleiben •die biblische Hanna eines der schönsten Gebete, die die (Menschheit kennt,, 'aus ihrem gequälten. Herzen zu Gott emporsahdte. Jüdische Schönheiten an diesem Sinne werden auf den Schild׳־Europas gehöbeh; , das heute, in •einein erschreckenden Niedergänge sich befindet, in einem ,Niedergang, ׳der die Juden in Europa mit sich zu reißen droht, wenn nicht im letzten Augenblick die jüdische Kraft und Schönheit sich aus den ■Netzen europäischer Schein,kultur •befreit. , m NflCHRicHTEri־~ |Q| Zur Beachtung I Auf vielfachen VVunsch, der aus dem Kreis ,unserer aus den Gastländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab הדלהת הנר עמיצש״ק IDT nach den סנהנ ותיקין nach welchem unsere ostländischen Brüder sich richten, vetöfefntliohen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vorn ״Hithachduth Jereim“ zur Verfügiing ■gestellt. "התאחדות יראים"':;ווינה ״Hitathdut JereSm“ Vereinigung Thoragesetzestreuer Juden in Wien II., Heinestraße 30 T. 15. כ״ה .׳ ס׳רקהל זמן הדלקת הנר עש״ק . . שעה 5■ עם 39 מינוס זמן שקיעת החסה עש״ל; שעה 5 עם 52 מעוט זמן הדלקת הנר מתיש׳ק שעה 6 עם 51 מיניט Rabbiner Schenk aus Erez Israel ztirüekgekehrk .יי Mittwoch, den 27. Februar gehrte׳ der Rabbiner des Talmud-Thorä-Betbauses von einem;mehrwöchigen Aufenthalt"in Erez Jisroel ׳zurück. .Am'Bahnhof ׳halben ihn die Mitglieder des Vorstandes •seiner Synagoge!u:ndr!zahlreiche Freunde erwartet. Unserem •Mitarbeiter'•' gegenüber' hat Herr Rabbiner Schenk sehr interessante ׳״''Einzelheiten über seine ■Reiseerlebnisse und über seine •Konferenzen und!Be- Segnungen mit ■den׳ führenden Persönlichkeiten der Orthodoxie in Erez Jisroel mitgeteilt. Er!hat!in 'Erez Jisroel viel Schönes, aber auch viel (Depriimiereiides igesbhein.!Schon׳ die Reise , nach;Erez Jisroel bat!ihm ׳einen• Vorgeschmack von den großen ׳Gegensätzen gegeben, die in Erez Ji:sj־oel die jüdische Bevölkerung entzweien. Auf dem Schiffe' ‘fuhren :nebst frommen jüdischen Menschen auch ungefähr fünfzig Ghahraäm und Ghaiunzoth. von denen •die ,meisten ähr'Samstag ungeniert Zigaretten rauchten und diese äücfi nach Aufforderung •des!Herrn '׳Rabbiners nicht beiseite ■legen wollten.!Le.ider ist auch unter den ׳Jereim in Erez ׳ Jisroel die Spannung sehr• «roß. (Die Austrittspropaganda aus der Kenessoth Jisroel wird von agudistisaher Seite mit ׳Hochdruck betrieben, und׳!bei den Versammlungen, die meistens am Sabbat ״und in den Synagogen stattünden, :prallen di׳e Gegensätze so öftere!» Polizei ׳;f^>bStter!Ghäi'fn SölftwnäR^iä:1׳i^-Rabl4 KMc ih friedlicher'Arbeit ztüaüuiieli. Chätm Sahneitfeld und Rabbi Kuk. Rabbiner Schenk wird •übef.'seine Palästina reise im Rahmen eines •Banketts, das seine Synagoge ihm zu Ehren Sonntag, den 17. März veranstaltet, öffentlich Teferierbri. ־, Lv'ZlUnzv ■itl■-'« uZ ■״*.!; .•üj« Es wktf aatUeH,MW"Mmae«(.!das ii, WolBitebäcft (Sbmhiälö^bt1) viebach'Miföh odefMäri^arine Verwendet wird. Wer äuf koschcröh *iftättsihaft baß צמלות Tn ' “ö:־־* bringt;' , V ־ X' ..“■'" .. •;:(;V ,. ‘ Wolf Pappenhelm.''. ׳ Frau äindä Fi4a1ikef1 be! Herrn Hersch Nathansohn, Falticenl (Rumänien), Str. Budnari No. 145-7, sucht ihren, seit dem Kriege vermißten Gatten, Herrn Moses FrankeL Derselbe ist im Jahre 1883 in Lubacew (Kleinpolen) geboren, war der XL Kompanie des Infanterieregimentes Nr. 90 zugeteilt und befand sich bis zum5 ־. Juli 1915 an der Front bei Zaleszczyki. Angaben über den Vermißten werden , an obige Adresse erbeten. לדיסי* מכשיר Bezüglich der unter obiger Ueberschrift in der vorwöchigen Nummer der ״Jüdischen Presse" veröffentlichten Warnung des Herrn Wolf Päppcnheim erlauben wir uns mitzutellen, daß beim Verkauf von Tefilin und Mesusoth tatsächlich vielfache Mißbräuche Vorkommen, sowohl bei Händlern wie bei Sofrira. welch letztere dieselben selten selber schreiben, sondern aus bestimmten Duellen beziehen. Unsere Firma, wie wahrscheinlich auch andere gewissenhatte Kaufleute, löste diese überaus komplizierte Frage so. daß, man diese Ritualien von einem gewissenhaften und «ach jeder Richtung unabhängigen סו§ר Stück für Stück auf ihre Verläßlichkeit prüfen läßt. In Budapest, wo eine straffere Organisation auf diesem Gebiete vorhanden ist, sind diese Stücke mit einer Plombe des Machslke- Hadass-Vereine versehen. Diese sind auch in uni serem Wiener Geschäfte erhältlich. Josef Schlesinger. Wien-Budapest. Der Hundsdorfer Raw ־ in Wien. Oberrabbiner E.'H'o r.O'Wii t z, Htmdsdorf, wecüt ׳seit voriger Woche in Wien, •um •die für seine Jeschiwä zu ׳werben. ׳Er hielt ver^ gangenen Sabbat in ider J/u •g e n d g'r u p p e eine massenhaft ,besuchte -und überaus!beifällig auigenomrriene!Droscheri JUGCNDGRUPPfi, WICH, H. ■Ft66gass«!■MiiiiMMMadii .־■ :סי : yt6 ühr 1,y,neischmarict ^)ptaJffitiÄten AOUDAS JISIIOiL EINLADUNG istf haben Päläsfina-GeseHschaftsreise des Pro-Palästina-Buhdes der ungarischen Jtfddii. Der Prö-Palästina-ßund der ungarischen Jaden, aardessen ׳Spitze Baron Dr. Adolf., v. Kdihner und •׳Hofrat ’iKarJ Baracs stehen. Veranstaltet im nächsten Mai eine Gesellschaftsreise nach Palästina unter Führung des ■bekannten Schriftsteiiers und Redakteurs Professor Dr. Josef ׳Patai, der bereits einige .Maie Palästina •bereist hat und dessen großes Palästinabuch überall mit •großem Beifall aufgenommen wurde. Das Reiseprogramm ist!für vier Wochen geplant und umfaßt sämtliche Sehenswürdigkeiten des biblischen!und neuen Palästina. Auch •sind einige Tage ׳Aegypten gewidmet. ׳Der Gesellschaftsreise, deren Bedingungen überaus günstig sind, können sich •auch Ausländer anschließen. Anmeldungen sind an die ■Redaktion .der Zeitschrift für jüdische!Kunst und Kultur ״Malt.es Jövö“, Budapest. VI., Revay utca 14. zu richten. Baden bei Wien. •Unter •großer' Beteiligung wurde עש״ק ס׳ כי תשא Frau. Nctti K olm ע״ה das letzte. Geleite gegeben. ,Reich an edlen Taten, erreichte■ sie das. Alter von 70 Jahren. Die (Dahingeschiedene war die Witwe , des vor zwei Jahren verstorbenen iHerrn Jakob Kohri,!Gründers, gewesenen ältesten Mitgliedes und .Ehrenmitgliedes der israelitischen KuJtusgemetnde r. Ghewrol 1Kadfscha Baden. Ste selbst war ausübendes Vorstandsmitglied ■des isräe־- Ütisohen' Frauenvereines!Baden •und erfreute sich allger meiner Wertschätzung und Beliebtheit. 16.205 Mitglieder der Aguda-Scmdergemeinden in Palästina. Das Bureau der Agudas Jisroel .in Jerusalem teilt der Jüdischen Telegra'phen-Agentur •mit, daß bis!heute ,16.205 palästinensische!Juden -ihren Austritt aus der. Knesseth ׳Israel und ihren Anschluß an die unter der Aegide der Agudas Jisroel sich bildenden separaten Gemeinden vollzogen haben.׳ Von dieser Zahl entfallen auf Jerusalem 10.917, auf Ti'berias 1766, auf Tel-Twiw 1197, auf Safet .823, auf ׳Haifa 490, auf Petach Tikwah 533. ׳ I Tschechoslowakei f ■ ■ 5 Große Aguda-Versammtung in Erster Auftakt zur 2. Kctfesslloh Gedauloh. Die!Nachricht lyoti der;bevorstehenden Einibenifung der 2. Kenessiijoh Gedauloh •hat auf die Tätigkeit der Agudas Jisroel in ■der Slowakei 1belebend u׳nd aneiiernd gewirkt. ,Die Landesorganistionen!der. Orts- Und der Jugendgruppem wandten sich in einem Rundschreiben an die einzelnen lokalen Vereinigungen!mit der Aufforderung, zur 2. Kenessijoh zu rüsten. •Die Preßburger Jugendgruppe ergriff die ׳Initiative zur!Reorganisation ihrer Mitglieder titnd der richtigen Verteilung der Kräfte nach den!Bedürfiiissen der ihrer ׳harrenden Arbeit. Nach ׳gründlicher Vorbereitung konnte!nun auch ׳die Aguda's-Jisroel». O r t s g r u!p p e von Bratislava ihre -Aktivität erneuern. Diese Aktivität wurde in einer großangelegten '!Mitglieder- Versammlung in feierlicher Weise und — das soll vorweggenommen werden — mit bestem Erfolge begonnen. Diese Versammlung darf, ganz abgesehen ׳von ihren direkten organisatorischen .Zielen, als denkwürdiges Ereignis im jüdischen ■Leben Preßburgs!verzeichnet werden. :Denn seit Jahren fand sich ׳hier nicht ein solch großer iKreis von orthodoxen .jüdischen; älteren und jüngeren Männern ■unter Leitung •ihres religiösen Führers zusammen, um!über Angelegenheiten des orthodoxen iKlal Jisroel zu!beraten und um seine Zielgem ei n sc haft anit det jüd׳i-. scheu thoratreuen .Gesamtheit, wie sie durch die Agudas Jisroel vor aller Welt; zum klaren ׳Ausdruck gelangt, in Wort und' Tat. zu •bekunden. 1Es Ist ein erhebendes -Bewußtsein, fesfcstellen zu!dürfen, daß alle diejenigen, denen orthodoxes Judentum nicht ein leeres!Wort •ist, an ׳dessen Stelle ebensogut Jedes andere gesetzt werden könnte, auch in tausend Fäden aufs ■engste verknüpft sind. Wir fühlen uns schon bei dem flüchtigen Blättern in diesem prachtvollen ׳Werke, ■zumal es auch mit vorzüglich'•reproduzierten ,Bi ldn:׳iss׳en und Fa k s’itnile m reich ausgestattet erscheint, über Raum und Zeit!hinweg in die ■Gesellschaft dieser Torafürsten• versetzt, wie ■sie sich im Kr'eise •ihrer Angehörigen,!Freunde, Schüler •und ■gleichwertigen Ge- .5innu׳t1gsgenosscn ohne ■jede!Pose, ohne ,zuan!Fenster hinauszubHcken, frei und׳ offen1 über alles aussprechen, was ■aufs Tapet gebracht• wird. Da sind sie ■nicht die großen ״!Lehrer“ ihrer Zeit,, auf deren Wort ganz Israel!gespannt aufhor.cht, sondern, ■schlichte ,,Menschen1“ ln ihrer alltäglichen!intimen •Häusiioh'keit. Aber diese Menschen steigen gerade in ihren Privatbriefen vor unseren Augen ins ■Riesen!hafte. Da wird ,man niemals einen Zwiespalt zwischen dem ״Sein“. utkF dem ״Schein“ entdecken: Was diese großen Ühöra- ■Iehrer uns ■aus ihren -Lehren und Werken geworden sind, das waren sie auch wirklich in ihrem ver- ׳bor ge ns t e n ilinmern. Will man!Beweise dafür, so lese man• ihre Privatkorrespondehz. Von der Ihre Schreiber ganz gewiß■ nicht annahmen,’daß sie einmal• veröffentlicht und der ganzen Nachwelt eine Duelle der Belehrung über jüdisch-moralisches Verhalten' •im täglichen Leben werden wird׳. Wir werden an der ,Band dieser Briefe in die ■Privat-״ gemächer"vott Geistesfürsten eingeführt ■und. werden stau¬ ■nerid! gewahr, daß auch!hier alles in Sonnenglanz erstrahlt wie in ihrem LetinhauseV - Mensch und '׳Lehrer, Familienvater und Führer fließen in eine einheitlich abg'erund et e ■Pe r s ö n 111 ׳ cih ■k ei t ■zusammen, Mit einem soicheri W!erke werden wir uns noch Öfter zu!beschäftigen haben und versuchen, •aus ihm auch!Kulturhistorisches ׳ zu erschließen. Für diesmal׳ soll -die Oeifentlachkeit darauf bloß verwiesen werden. B: Rabbiner Dr. Artur Cohn: Von Israels Lehre u tt d L eb en'. Reden •udid! Aufsätze. Verlag Rimon, Bas-ek 493 Seiten. XV3|. . Die Tiinterbliebeneu ■ des Verfassers,!haben durch die Herausgabe der nochvon diesem, selbst dusgewähKen Reden uud Aufsätze nicht •nur detn, Dahingeschiedenep ein Eirtendenkmal gesetzt, sondert» auch der ׳jßd&chen Gesamt* heit -einen «roßen Dienst geleistet. Es ist für. diese' ein rei^he'r Gewinn, wenn % die Leben0ar!b#t einer starken, dupcbaus• el'uheitlichen FdbteP^rsiikdfchkeit auf' w^it vtjjrgeschobenem Posten.■ vorgefjlbri wind. '•Db4■ so, vorg^filbtt wird, wie es in ■diesem Büche -mit seiner klugen Anordnung und;Einteilung des Stoffes geschieht. ■Denn was an dem Buche so. •fesselt, ■ist —- abgesehen, von der Fülle •und Mannigfaltigkeit •des ׳Gebotenen, von!dem überaus!klaren Stil und ■dem Gedankenernst — ■das aus ihm ,plastisch•!hervortretende BiM:'dbs '׳Maiines selbst, ׳.wie er ••auf einer vom. Gesichtspunkte';' ׳ des' ׳;überHefenu׳ngstreu׳en Judentums gefä'hrdetsten; Stelle Europas vierzig Jahre lang, in verbindliehster Form ׳festbleibend. dem religiösen! Niederbruch seiner Gemeinde mit Erfolg wehrt ,und für sein. Volljudentum Terrain ■gewinnt. Besonders sei in dieser 'Hinsicht;auf die Predigt, die er anläßlich, seines fünfundzwanzi'gjälirigen Amt&jubiiäums iliielt, •und■ diif'■'den Abschiedsbrief 'hingewiesen, •den er, drei Vierteljahre vor seinem Tode, •bei seinem lUebertritt in den Ruhestand an •die Baseler. Gemeinde richtete. Es sind Dokumente aufrechten Judentums und Menschentums von großem -biographischen und zeitgeschichtlichen Wert. ׳ Dr. ׳Nathan IBi r n b a u m. Aufruf! Herr',Rabbiner Prof. Dr, K. Kupfer, israelitischer Straf Seelsorger in Stein a. d. ׳Donau. 1״ Seitenstettengasse 2 (Israelitische Ku 1 tusgemeinde), uird Herr Dr. Ernst F e 1 d sb e r g, f.,!Rockhgasse 4, erlassen folgenden Aufruf: Die vom Staate seit einem Jahre neu errichtete und von der Israelitischen Kult'usgemeinde Wien befürwortete!israelitische Strafseelsorge in' Stein a. d. Donau, hat seit ■Wochen und Monaten auf das beispiellose Elend der Entlasseuen und Begnadigten hingewiesen, denen, wenn sie -wirklich reuig sind, mit materiellen und moralischen Hilfsinitte'ln der Weg ■zur Erlangung der Menschenwürde gebahnt werden »soll. , Ein ganz kleiner Kreis von ■!Männern und Frauen hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine ׳jüdische Organisation zu schaffen, deren ■Ziel es •sein soll, diese •Menschen ־wieder aufzurichtep, diesen Ausgestoßenen zu helfen und ihr neues Leben mit .Liebe und 'MitWd zu durchdringen. Jüdische Männer ■und Frauen, ■die religiöses Mitgefühl׳ anit diesen •Unglücklichen unseres Erdendaseins haben» mögen ihren Beitritt zur israelitischen individuellen Straf- Üngslürsorge bei den genannten Herren anrhelden und ihre edle Hilfsbereitschaft ankündigen. Preßburg den Gedanken!der organisatorischen Zusanunenifassung aller Kräfte zur Aüf-v r ech t e r!h a 11•u ng •des g e s ch■ic■h t;1 ic h en re! i* giösen Charakters der jüdischen Gesamt» heit und zur ,zielstrebige n Lösung a 11 e r G e m e i n ■s c 1h a f t ■s ¥ r a g e n ׳des ׳durch d i e Thora allein,!k 0n s t i t u I e r-1 e 11 jüidi sehen Volkes in seiner ganzen Größe *erfassen und sich begeistert .,pan die Fahne ■der Agudas Jisroel scharen, so oft sie sichtbar entfaltet wird. Als eine solche Faluienietitfaltung aber muß' auch die Versammlung betrachtet ■werden, die am letzten Samstag abends von der Agnda-Ortsgnippe äbgehalten wurde und nach jeder Rieh t u 11 g hin einen v 011 e n •E r folg brachte. ' Die. Versammlung wurde in ׳dem langgestreckten großen Saale der Jc־ssoäe-׳Hafhora-Schule äbgehalten, so' daß auch schon der -genius ׳loci in den Erschienenen die Stimmung weckte, die bei der ■Behandlung von Agtidai Fragen vorherrschend sein sollte. I-n der Einladung, die den -bisherigen und den etwa Ihiudert neu hiuzügekommenen Mitgliedern zuging, hieß es bloß, daß Se. Ehrw. Herr O b e r r a b־b i n e r Schreibe r, ■ßlirenpräses der Orts'- gruppe, und Herr Woi5 (P a p p e nh e i m aus Wien, Mit» An die Abonnenten! Die p. t Aboaneotea ln der Tscbechosiowakei werden gebeten, die Bezugsgebtlhr mittels der Ihnen xugegangenen Posterfagschein© einzuzahlen, Die rückständigen Gebühren werden in den nächsten Tagen per Postauftrag erhoben. Wir bitten Jedoch, uns die unnützen Kosten zu ersparen und das Abonnement noch vorher durch Erlagschein zu bezahte». ־.■•־•