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Jüdische Presse · 1929-03-08 · 10 (8.3.1929) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
10 (8.3.1929)
Date
1929-03-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Seite 5 Nr. 10; glicd dt's'GeschäfiisiiUirenden Ausschusses der Weltörgamsajjon, ihr.Erscheinen zugesagt haben 1md daß ,,angesichts der /^;b6v:0Vst^end'eri 2. Keneisijölt';>ÖieHkai%>h.: ttiifd; der;, anderen widhtigeit.Fragen, die,;in dpx Viersamnr'king zum; •Wbhie, dei orthodoxen Judentüins*beraferl;werden soHen“, das Erscheinen aller!Mitglieder, erwartet :־wird. Das ge-׳;!rügte, ׳ utn ,den Saal bis auf derr letzten-Ätz dicht zu : füllen. Besonders zahlreich waren!die בני תורה und die thoraiemendo Jugend vertreten. An dör Tete saßen der Herr Oberrabbiner, der ’dhtstre Gast: mit den Mitgliedern des!Rabbinates. Herr Oberraibbiner Schreiber und Herr Wolf Pappenheim wurden bei ihrem Erscheinen von den Versammelten mit rauschendem Juibel begrüßt. Den Vorsitz führteder!Präses der Ortsgruppe ׳Herr Markus F ü r s t. Herr Fürst eröffnet die Versammlung und wendet sich mit einer herzlichen Ansprache an den •Herrn Ober- :rabbiner, in 'der er der Freude der Agudas-Jisroel-Orts-;gruppe darüber 1beredten!Ausdruck verleiht, daß es ihr in ■Gemeinschaft mit dem geistigen Führer für die Ziele der!Aguda und für all das, was die Herzen der orthodoxen Juden!bewegt, ׳zu arbeiten gegönnt ist.!Darauf ergreift Se. Ehrw. ■Herr Ob e r r a bbin e r S c h re i׳b e r das Wort ■zu einer Rede, jn der er •in ge- •!meSsenen und nachdrücklich betonten Worten die neue Aktivität der Aguda-Ortsgruppe als die Vereinigung aller :יראי חשם die sich zur Gefolgschaft der ״Großen der : Thora“ bekennen und nicht thorafremden Strömungen nachhängen, mit aufrichtiger Freude (begrüßt. Es sei!höchste Zeit, daß sich die Mitglieder der Aguda zur Arbeit aufraffen, um das, was ihnen unter ׳Führung der נדו ל ים״ וצדיקים; als programmatisches Ziel ■vorsebwe/bt, unbe-!kümmert um die חירופים ונדופים denen jedes Streben zur Pflege und Stärkung des orthodoxen Judentums in unserer Zeit, wie, zur ■Zeit des עגל הזהב ausgesetzt ist, in die T a t u men s e t׳z e n. Die Agudas Jisroel sei eine Organisation, die sich unter das Diktat der תוה״ק stellt und trotz aber ׳Hindernisse, die sich;ihr in den Weg. stellen, •mit dem Aufgebot ihrer•־ Kräfte überall, wo es nottat, für die תוה״ק einsetzt. Früher sei es nicht nötig gewesen, •durch Organisationen und Massenbewegungen für die Ziele des Thorajudenltums ■zu arbeiten. Was die נדולי 2 ה ור ה zusammen mit einigen wenigen orthodoxen Führern (für richtig erkannten, wurde von niemand bestritten ׳und!konnte mit G-t'tes Beistand durchgesetzt werden. Das habe sich Setzt in der ׳Zeit!der Gesinnungs- und Prinzipienlosigkeit, des laut tönenden קול ענות של חירופים וגידופיס von Grund auf ׳geändert. Da ist es Pif li’ch t e i 11"e,׳s j e ׳d •e-n e i n z e I n e n,«de r!Ag u d a.s. J i s r 0 e 1׳ a n ■z u gehöre o u 11 d!dort 111 c h t u ritätig den Dingen z u z11׳schaue n, s 0 11 de r n mit a 11 e r 1K r a •ft «dafür zu arbeiten, \v a s die נדולים im Interesse des Kial zum Beschluß er- ׳hebe n.!Die Kenessüjoh Gedauloh sei ein כינוס לצד קים, ,,das die'Mitarbeit aller wahren ירא* השם in der Aguda bewirken solle.!Mit guten Wünschen für!den Erfolg der Arbeit schließt Se. Ehrwürden seine mit enthusiasmiertem Beifall auägenommene Rede^ (Herr Jakob Joel Braun ■dankt dem ׳Herrn Oberrabbiner. für. ׳die wohlverdienten Vorwürfe, ׳die er der Ortsgruppe wegen! ihrer zeitweiligen!Untätigkeit machte, und beantragt,!zunächst ■zum Zeichen des Geistes und der Grundprinzipien, nach denen eine ‘jede Aguda-Ortsgruppe und jugendgruppe ׳ihre Mitglieder ׳umschließt, die bereit! vorbereitete .Verteilung ider מסכתות הש״ם unter den Mitgliedern, die dieselben erstmalig zum Andenken an.den jüngst heim gegangenen!Raibbi ־Elieser!Katz זצ״ל bis zu seinem Jahrzeitstage (12. •Schwat) beendigen sollen, ׳zum Beschluß■ zu erheben. ׳Nachdem dies einstimmig geschehen ist, erhält das Wort Herr Wolf P ap p e 11 h e i m. ■Mit bewundernswerter Jugendlichkeit,!die an geistiger und körperlicher Frische .sein Alter (עד מאה ועשרים שנה) Lügen straft, entwirft dieser ׳Nestor der Wiener AgudazentraJe ein reiches und;buntes Bild ■von der!vielseitigen und fruchtbaren Tätigkeit, die von der Aguda* während der ■letzten Jahre entfaltet wurde. Ihm, dem Mitarbeiter an den großen Kämpfen zur Verteidigung der Orthodoxie während des berühmten ״Kon- ■gresses“ ■vor '60 Jahren, sei es eine große Genugtuung, infolge der Aguda-Arbeit •nun ,auch in!Wien eine Jugend erstehen zu sehen, die eine Blütezeit der Orthodoxie vorausahnen ■läßt. Als altem Preßburger bildete es eine Sehnsucht seiner Seele, das Judentum in seiner Vaterstadt von der Gedanken- und Tatenwelt getragen zu wissen, die der Agudas Jisroel •innewohnt. Die heutige Versammlung erscheint ihm als Bürgschaft dafür, daß der alte Glanz, der den Namen Preßburg im orthodoxen Judentum umgibt,.!nicht verblassen werde. In ׳leichtem, abwechslungsreichem Plauderton ׳streift der 'Redner Erinnerungen aus •der Vergangenheic und bringt sie anregend in Beziehung ׳zu den Ereignissen der Gegenwart, bis er mit einem warmen Appell zur rüstigen und gedeihlichen Arbeit unter brausenden■ ׳Beifallskundgebungen der Versammlung sein Referat beschließt. (Hierauf setzt Herr Braun ׳abermals in einer aus-!führhohen Rede die Grundgedanken der Agudas Jisroel auseinander und arbeite! dabei hauptsächlich die Auffassuug des orthodoxen Judentums vom Wesen und von JÜDISCHE?RESSE den" histömcheff' lAüfgäbeit des jüdischen Volkes heraus. -־ •Die /Anwendung, dieser Prinzipien auf die .!Jüdischen Pro* ihferrieJeincc jeden!Geget1wärt;}b|de: die:uS^iv10rf׳ge,.äiferr zur ׳;:Erhaltung :;der jüdischen , \Vahrheltunerläßliche •Arbeit ,ז der Agudas Jisroel. Dazu bedarf;!sie einer 'adäquat e n; Organisation■ die auf ,!sich d e.n . S t e-in p e 1 ihrer!bewegenden Ideen ■tragen müsse, wenn sie zur Erfüllung ihrer Aufgabe tauglich sein wolle. Deshalb bilde der ״Rat!der Th'oragelehrten“ :מועצת גדולי התורה nicht nur einen!verschönernden äußeren Aufputz, ׳ sondern das aus dem tiefsten Gedanken des ׳Programmes naturnotwendig sich ergebende* Cha r aik t e r i s t i ׳k 0 n des organisatorischen Gerippes!der Aguda. Ihr Daseinsrecht bezieht sich auf diese richtungweisende!Körperschaft an der 1Spitze!der Organisation. 'Die Zugehörigkeit zur Aguda als Mitglied bedeute •demnach das tätige und prim zipielle Bekenntnis zur unverjährbaren!Führerschaft der Thora!im Jüdischen Volke, zur Anwendung ■des einheitlich vom ganzen Volke gelobten געשה ונשמע auf das Leben der (Gesamtheit in unserer Gegenwart. Es sei ein großer Erfolg der (Aguda, die Frage so ■a Utgast eilt und dabei außer der praktischen Arbeit auf manchen wichtigen Gebieten auch organisatorisch den Erfolg!zu haben, daß sich tausende und albertausende — wenn der Ruf an sie ergeht — willig dem Worte ■der Thoraträger unterwerfen. Die Jugend in 'den!Reihen der Aguda zu sehen — wie dies die heutige Versammlung zeigt —, ist Gewähr dafür, daß . der Eikenntnis von der großen!jüdischen Wahrheit, die die Aguda!kündet, die Zukunft gehört. Mit einigen wenigen, aber scharfen Strichen zeichnet sodann!der Redner das geistige Bild der sogenannten. ׳״Neutralen“. Sie suchen . namentlich der Jugend einzureden, man könne ein voll- . gültiger ״guter Jude"!bleiben1, auch wenn man dem Rufe der גדולים וצדיקים in. 1bezug auf die!Mitarbeit!in der Agudas Jisroel!nicht folge. Das orthodoxe Judentum, das •vorn ganzen Judentum auf allen Gebieten des Lebens für die Thora!Gehorsam im!Sinne des נעשה ונשמע fordert, müsse in einer solchen erdachten und .Verhängnisvollen ״!Neutralität“, die nur den Gegnern des historischen Judentums zugute kommen ‘kann, eine ׳veridedkte■ Verleugnung!der Gt- ■ f0!1 gschaft gegenüber ■den גדולי התורה והיראה den wahren Führern des (jüdischen Volkes, und 'dadurch allein schon eine uneingestandeue Hilfeleistung an entgegengesetzte Bestrebungen erblicken. Redner schlägt als!Resümee seiner Ausführungen zur wirksamen Vorbereitung der Kenessi'joh iGeidauloh vor: 1. Die baldige Einberufung einer G e n e r.a.l v e r,s a׳mml׳u׳n g ׳der Ortsgruppe zur Ergänzu'ngswahl einer, aktvonsifähigen größeren Grupp etil ei tu 11g, 2. . sofortigen.!Beginn einer Werbeaiktion von Mann zu Mapn und •durch öftere Veranstaltung von Vorträgen mit anschließender Aussprache ,über d׳ie ,Fragen!des Judentums ׳und der Kenessüjoh Geidauloh, 3. zweckdienliche Anteilnahme an dem iK e n e s s i j o h- G ed au 10 h - IF o n d s durch größere Sonderbeiträge außer dem obligatorischen ״Trumas C'hower“ und!wendet sich zmn!Schluß ׳mit einem ■vierten Vorschlag an!Herrn Oberrabbiner Schreiber, den er bittet, seihe Zustimmung zu geben, daß idie P r e ß b ■u r ig e r Ortsgruppe i m W e g c der iAg׳u!da־.Zentr׳ale den großen ׳״Rabbinisehen ' Ra t“ der •A g u d a s Jisroel e i n 1 a ■d e. seine ■für Anf ang 111 a r f e s t g e s e tz t e Tagung in Preßburg abzuhalten. Se. Ehrw. Herr Oberraibbiner Schreiber' antwortet auf!der Stelle, daß er!diesen Vorschlägen zustimme, und er würde es im besonderen als eine große Ehre für . die!Preßburger Gemeinde betrachten, wenn die גדולי התורה und צדיקים aller Länder, die in der ׳ מועצת גדולי התורהder Agudas Jisroel ■vereinigt sind, ihre vorbereitenden Beratungen zur iKenessijöh Gedauloh ׳hier halten würden, wo!das זבות der גדולי ישראל, die hier für• תורה ויראה gewirkt haben, den Sachwaltern des orthodoxen Judentums auch in unseren Tagen zugute käme. Er ■fordert die Versammeltenauf, 'für den ׳Fall, daß dieser Einladung Folge gegeben; wird, ■sich rechtzeitig zum würdigen Empfange ׳der Fürsten der Thora ■zu organisieren und alle Vorbereitungen umsichtig zu treffen. Im Anschluß ■daran legt der ehrwürdige!Rabbiner den Versammelten abermals in einer eindrucksvollen Rede die Bedeutung ׳der zielbewußten rastlosen Arbeit in der Aguda ans •Herz, um gegen!die Strömungen, die!jetzt das ganze Judentum mit ttrijüdischeh Ideen ׳zu überfluten suchen, standzuhalten. Diese zweite Rede des Herrn!Oiberrabbiners steigerte die begeisterte Stifnmung der, ersten Ansprache ׳noch mehr in der ganzen Versammlung und löste jubelnde Jechi- Rufe aus. Hierauf hält Herr Rabbiner 'Simon Hi r schier , eine sowohl in rhetorischer als ■auch in gedanklicher Be- Ziehung meisterhafte, ■die (Gedanken des Herrn Oberrabbiners Schreiber ,weiterspinnende!Rede. •In ׳überaus wirkungsvoller Weise zeigt er den!Gegensatz zwischen dem Geist der Thora, der in dieser Aguda־Versam׳mlung sich offenbarG und einer ■anderen ,zur gleichen Stunde stattfindenden״• im Namen des Judentums: ׳segeln wollenden Veranstaltung, dem ״blau-weißen“ Maskenball. ׳Der entgegengesetzte־Geist dieser beiden Veranstaltungen schließe , einander unversöhnlich aus. "Wer an der Thora ׳festhalten will und die Jugend in Treue ׳zu ihr heranerzogen zu בשר של פסח ׳ :Market[; mit מכשוי des orth. Rabbinatsassessors► Kolice, erzeugt ״POLIO“ & SEIFEN- UND KERZfcNFÄBRlK, KOSICE wissen wünscht, wird den Weg ׳der •Agudas jisroel wählen und für: sie arbeiten. Der nächste Redner,!Herr Raibbiner!Lebo vi t s c h, freut sich nunmehr in Preßburg in einem •Milieu zu ■leben, in welchem er sich in die ׳Gedankenwelt!der Aguda vertiefen kann, un׳d ergreift gern die 'Gelegenheit, um seine Anhänglichkeit an die Agudas Jisroel zum!Ausdruck zit bringen. Br wünsche, daß!die heutige ׳Begeisterung im Herzen :der Versammelten anhalte und ׳mit G־ttes Hi Ms zu segeiwolien Taten ■führe.!Herr Philipp Benedikt spricht Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber im Namen •der Erschienenen den Dank für ׳die anregenden und anspornenden. Worte aus, ׳dtie auch allen denen, die etwa noch ■an der Richtigkeit der Aguda zweifelten, am heutigen Abend ,die Ueberzeugutig verschafft haben, durch den Anschluß an die Aguda!den Weg zu beschreiten, der den Thorawährheiten und den Thorainteressen entspricht. Der Vorsitzende Herr Fürst enunziert hierauf unter einhelligen (Zustimmungsrufen der Versammlung die einstimmige Annahme der von Herrn Braun einge* brachten Beschiitßaiiträge und schließt die Versammlung mit geistreichen und wannen Dankesworten an die Erschienenen ■und die Redner. •Während der Versammlung' wurden ׳von den Ersohlienenen. recht ansehnliche Beiträge für den Ken essij oh- Gedauloh -Fonds gezeichnet, die sich am ■nächsten• Tage schon spontan um weitere!Spenden ver- ■mehrten. Sämtliche Eingänge werden nach dem ■Inkasso in der ״Jüdischen Presse“ ausgewiesen werden. So bedeutet ׳diese erste Versammlung der slowakisehen Aguda dm ■Zeichen der 2. ■Kenessi'joh Gedauloh einen Erfolg für die Sache des orthodoxen Judentums. Die Preß- , burger Jugendgruppe und die zur ׳Vorbereitung der Ver- Sammlung ׳gebildete (Kommission, ׳bestehend aus den Herren Jeremia D׳u s c hinsiky, M. J. Ungar, J. B. Fisc hof, Wilhelm ׳K o h 11, David H ab e •r if e 1 d; Juda G 01׳ d- ׳berget und Salomon Fdschof, haben sich um diesen Erfolg sehr verdient gemacht. Ihnen allen sei auch auf diesem Wege Dank ausgesprochen. R. Binjaniin Wolf Eckstein s. z. 1. Der Tod hielt in .!den letzten Wochen ר״ל große Ernte i׳ 11׳den Reihen.der Preßburger Judenschaft. So.wurde auch eine Persönlichkeit hingerafft, die ,׳eine klaffende Lücke hinterließ, die nicht so. bald ausgefüllt werden kann. R. ß i n j a m i n Wolf ׳Eckst«!1 n s. z. 1. war einer der Besten, ׳Frömmsten und ,Edelsten in unserer!Mitte und ge-׳ noß unter Juden und Nichtjaiden solch allgemeine Achtung, ■wie sie ■in unseren Tagen zu den׳ Seltenheiten׳ zählt. •Als ת״ח im Kreise der בני חורה als Kaufmann von fast u׳nerreichter, peinlicher Ehrlichkeit, als Gatte und Vater von grenzenloser Opferwiligikleit und als!Mensch von unnachahmlicher Bescheidenheit ׳zeichneten ihn Vorzüge aus, die es erklären, weshalb die •Nachricht •von seinem unerwarteten'iHinscheiden in ■seinem!58. Leibensijahr d׳n der ■ganzen Gameindle einer Schreckensbotschaft :gleich wirkte. Ueberall 'wurde ■sein!Lob erzählt und aller!Herzen ■bemächtigte sich ein tiefer Schmerz ■über den Verlust eames saldh treuen,!beispielgebenden Je'hudi, dessen :rastloser Fleiß im Erwerbsleben nur durch seinen ׳hingebungsvollen Eifer im Thoralernen■ und im Dienste seines!Schöpfers Überboten wurde. Aufrichtige Teilnahme wandte sich seinen Kindern zu, die 1er ■von Jugend auf selber in die Wege der תורח geleitet und tu rechtschaffenen Männern und Töchtern erzogen hat. Eine große Trauerversamm!lu׳ng fand sich im Hofe des Jüdischen Spitals ein, um ihm das letzte Geleite zu geben. Zunächst hielt sein Neffe. Se. Ehrw. Her-r Oberrabbiner M. Eckstein aus Sered, einen ergreifenden ׳Hes׳ped ׳von erschütterndem ׳Eindruck. Sodann ׳widmete ihm sein Schwiegersolhn,.!Her׳r Mu nk aus Sv. Jur (einen! wannen Nachruf. Auf dem בית עלמין ergriff Se. Ehrw. Herr’ Oberrabbiner!Schreiber das Wort und beklagte, tief, ergriffen und ergreifend, das .Hirtscheiden ׳eines Mannes,!der eine Zierde der Judenheit war. Se. Ehrw. wandte sich mit strengen Mussarworten an die Gemeinde, die er zur Einkehr und Umkehr ermahnte. Zuvor hatte ׳Herr ׳Rabbiner Sanrue'l Donath im;Namen der ח״ק von dem Verblichenen in der ■gewohnten. eindringlichen, herzbewegenden Weise Abschied genommen. Die allgemeine Trauer!möge den Hinter- ■blieibenen ׳züm Tröste werden und ein Zeichen für den Segen, den sein Anderiken■ allenthalben bedeutet זכר צדיק לברכה! Gemelnderepräsentantenwahl In Tooolcany. Aus Toipolcany wird uns berichtet: ׳Die am jlO. Februar stattgefundene Wahl unserer!Gemeinderepräsentanz brachte eine!große .Ue(berra!scliung. (Es kämpften zwei Parteien mit ihren Listen, und zwar die sogenannte ,,Vorstandspartei“, welche sich zum ׳großen Teil ■aus den ׳Mitgliedern ■der gewesenen!Repräsentanz ׳rekrutierten, und d׳ie ״Friedens- Partei“, in welcher ein großer Teil der ״Jereiim“ sowie die Vertreter sämtlicher Richtungen ׳sich ■verkörperten. Den Sieg hat die sogenannte ״Fri1ed׳e1nspartei“ davongetragen, welcher ein solch eindrucksvoller war, ■daß die ganze ׳Liste mit Ausnahme ׳eines einzigen Mannes in dk jGemeinderiepräsentanz hervorging.; ׳Bei der Konstitutierung wurden folgende Herren gewählt: Präses: Josef M, Bernfeld, Vize- Präses:!David Lorbeer, Kultuschef: Salamon iKatzburg, Gaboüm: IBernat Schlesinger, Moritz Krajniik, Moritz Grauer, Kassache׳f: . Hermann Weil!, WohltätigkeitsChef: Salamon Fri1edma׳n׳n, Oekonom: Armin ׳Lindenberg, Kassier: M. Zarkover, Kontrollore: Klipp Nagel, Karl Polla'k. Diese Namen sind die besten Bürgen für den ׳ständigen Frieden in unserer Gemeinde.

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