Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1929-02-15 · 7 (15.2.1929) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
7 (15.2.1929)
Date
1929-02-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2629891-2630294-2630301--3230-2635198
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 2 GRAMOPHONFREUNDE^ 1 /sr DER SCHLAGER VON 1929. Skeimäckdhaus‘ WENMWIEDNER HAUPTSTR. 79 '. tel: 0*8-2-52 vf' AUCH TEILZAHLUNG! Wir liefern 10 neue Platten mit S IO.— Anzahlung und S 2.— Wochenrate ohne Preiserhöhung Suggestion des Ammenmärchens vom Ritualmord •gefoltert und ipogroiniert :zu werden. Erst bei eingehender Lektüre erfährt ,man. daß die •Ritualmorde in Indien mit dem Judentum gar nichts zu tun haben. Der religiöse Fa natismus der Hindus und Mohammedaner gleichmäßig in seinem ,Banne!hält, vergiftet auch dort• die. Seelen •und läßt die Menschen zu Bestien werden.. Gegenseitig beschuldigen sie sich des Mordes aus religiösen Gründen und gehen aufeinander wie wilde Tiere los.!Bei aufmerksamerer Lektüre überlege ich mir aber, ob dieser •Ritualmordkrieg nicht doch etwas ׳mit dem jüdischen Schicksal gemein ׳hätte. Ich will, G־tt behüte, die Engländer nicht beschuldigen, daß sie diese RituaJmordhetzen schüren, aber ,bei der ganzen Sachlage des indischen ■Problems muß cs ■mich 5>Cho׳n bediinken, daß die Engländer ihr stilles Vergnügen daran haben müssen, wenn die Hindus und Mohammedaner nicht Schulter an Schulter unter der Führung eines Gandhi oder eines anderen Nationalheros gegen die englische Macht Vorgehen, sondern :u n t e r e i n an d e r blutige Kriege führen. Und so war zu jeder Zeit manchem Staatsoberhaubt das ׳alberne Rituailmordmärchen ein willkommenes Mittel, die Unzufriedenheit der Bevölkerung gegen die Machthaber auf die Juden abzulenken. Die!Hindus 1111 d Mo 11amm e dan e■r ■in •dlem wei t e n Indien e r I e i d e n 1z u r 7, c i t ein j ii d I s c h c s S c .11 i c •k s a 1, nur.in der kleinen Abart, daß, während1 in der europäischen Tradition die Machthaber nur immer gegen eine ׳Partei losgiugen, ■die Engländer in Indien das Vergnügen 'haben, ge ge n ׳b eid e P a r tei e n mit Bajonetten und Maschiriengewehren loszugehen. IV. Das ׳jüdische Schicksal, wie ich es oben behandelt habe, ist tief in der Geschichte und der allgemeinen Ent- Wicklung des jüdischen Volkes verankert, es ist ׳kollektiv. Wenn ich dieses kollektive Schicksal individualisiert, so treibt es so manche interessante ׳Blüte, die uns dann eher komisch als tragisch berührt, also zusammen tragikomisch. Da war unlängst •in den Zeitungen folgendes, zu lesen: r. ׳;, ־ ״In Prag lebte vor ,langen Jahren ein schlichter jüdischer Mann, der ein koscheres Restaurant führte und, der Tradition der jüdischen Kochkunst getreu, Gänselciber, iBelik; gefüllte Hälse], iRitsohert mit!Kam, Schalet und Kugel den Gästen verabreichte. Ihm :zur Seite, im Glauben der Väter treu erzogen, wuchs ein Knabe heran, ׳der einstens d׳c,m Vater im!Beruf nachfolgen sollte. Er war der Sonnenschein des Hauses. Doch wie es oft zu geschehen pflegt' — der. Sohn wandte sich schnöde vom!Berufe des .Vaters ab. ward dem Glauben der Väter untreu, ,beugte sein Haupt unter ׳das Taufbecken und ׳machte Karriere. Und1 ward׳ der allmächtige Generaldirektor der Witkowitzer Eisenwerke. Sein Ehrgeiz aber ging weiter. Der ״Schundfleck“ seiner Herkunft sollte ausgemerzt werden. Er •wurde christlichsozialer Landtagsabgeordncter ,und ,als solcher vergaß er das Reich der koscheren Gänseleber ׳vollends. Flur manchmal flog über seine Seele ein Schimirner aus alter Zeit und,׳fernen‘Tagen: Er sah das koschere Restaurant seines Vaters—׳ und da übernahm er bei einer festlichen Gelegenheit das Protektorat des jüdischen Sport-!klubs'ijHagibor“Was tut man nicht wegen ein bischen •Kowed?;.,״־ .. •; : . / . V. ׳ ' v, . Nicht;minder. tragikomisch ist das Schicksal׳ des Sekretärs des jüdischen Kulturkreises in Wien, des Herrn Siegmu 11'd׳ ׳Lö.\v, der von einem Wiener Gericht izu einer!Geldstrafe, von •S 15, eventuell zu 24 Stunden Arrest verairteilt, wurde, weil. ■er. einen Postbeamten des Antisemi- •tismus bezichtigte.• Der Postbeamte ,erblickte in diesem Vorwurf eine Ehrenbelcidigung. Da die Affäre während dcrAmtsstmiden erfolgte, eine Am t s ehrenbeleidigung. Herr Löw wollte, a-m 27. Oktober v. J. auf dem Telegraplienamt 'ein in jüdischer ׳Sprache aibgcfaßtes,. mit lateinischen Let-;״■ Rechnitz, I;: Von L. Möses. ’• ' (Fortsetzung.׳) -! Dein Kunstsinn der Rechnitzer Juden ist es auch "iiizuschreiben, daß dort in alten Gemeindebüchern ein XVolf 'Musicaijt .vorkommt, dessen •Nachkommen den Namen!Stern annahmen. •Ein Angehöriger dieser. Familie Stern spielte ln Wien in der .Kapelle ׳des Walzerkönigs Johann Strauß •und ein anderer ist heute noch als Photograph — also ebenfalls in gewissem Simie ein ,Künstler — ׳in Rec'hnitz ansässig.!111 ihrer (Blütezeit besaß die Rechnitzer Gemeinde ständig ihre •jüdische ,Musikkapelle, wie dies ja 1auch in den Judenstädtchen, des Ostens der Fall ist, lind ,es ist wohl sehr charakteristisch, ׳daß der Verfasser des ׳Wiener ׳Fiakerliedes, Pick, ein Kind der Rechnitzer Judengemeinde war. Ein wahres Kleinod besitzt Rechnitz denn auch in einer von Künstlerhand geschriebenen und iilustrierten Rolle, die sämtliche Haftaroth des Jahres enthält und bis vor ,kurzem hoch benützt wurde. Es dürfte in ganz Europa!kaum noch zwei oder ,drei ähnliche Exernplare geben, und die wenigen noch in Rechnitz wohnenden •Juden ,haben wahrlich allen Grund, auf ihre Synagoge :mit dem reichen Fundus und auf ihre!Haftarah-Rolle stolz ■•z!u sein. Aber •bei allem Sinn für Schönheit und Kunst 'besitzt die Synagoge ׳von Rechnitz doch einen nicht zu übersehenden Schönheitsfehler. Seit der oben erwähnten Reno- Vierung itn Jahre 1855 befindet sich ihr Almemor vor der Bundeslade, wo er, abgesehen von allen anderen Bedenken, in diesem sonst so ehrwürdigen und stimmungs- JÜDISCHE PRESSE Nr. 7 tern geschriebenes Teldgramm äufgeben. Der diensthabende Beamte erklärte, das Telegramm, da es Ihm unleserlich sek nicht annehmen zu ׳können. ,,Der!Herr wird wohl ein Antisomit sein!“ gab Herr, Löw seinen geheimen• Gedanken lauten Ausdruck; Das?eiegramm wurde auf.einem anderen Postamt anstandslos weiterbefördert. Dessenungeachtet scheint der Vorwurf •des Antisemitismus gegen den ersten •Postbeamten unbegründet zu sein, denn wäre er ein Antisemit, so würde er in dem Vorwurf des Herrn Löw ■keine Eihrenbcleidigung erblickt ,haben, . es sei denn, daß er, wirklich ein Antisemit,' sioh gefreut hat, einmal' einem Juden aus . seiner unvorsichtigen Aeußerung einen Striok drehen zu können. Antisemiten ׳haben!meistens keinen so felsenfesten Charakter, •daß sie nicht von der Gelegenheit Gebrauch machen würden, dem verhaßten Juden eins a׳m כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit ה93ך des orth. Rabbinatsassessors, KoSice, erzeugt ״POLIO«« FRIEDMAN■ A CO. ■MM■! Seifen- und Kerzenfabrik, kosicb m₪₪m Zeuge zu flicken. Es wird wohl ein Geheimnis ׳bleiben, ob der Postbeamte (Herrn Löw geklagt hat,, weil er ein Antisemit ist, oder weil er in dem Vorwurf des Antisemitismus wirklich eine Antastung seiner Ehre erblickt ׳hatte. Sicher ist bloß, daß!Herr!Löw seine Strafe abbüßen muß, weil er Jude Ist. Ein überempfindlicher .Jude, ,und das ist tragikomisch. Das Schulwerk der Agudas Jisroel in Erez Israel. Aeußerungen führender Persönlichkeiten. Oberrabbiner Flirt für das orthodoxe Schulwerk. Sie wünschen von mir eine Meinungsäußerung über das religiöse Sdiuihvenk der Agudas Jisroel. Es ist von überragender Bedeutung und bedarf der Würdigung nicht — das von Josua (bin Nun eroberte אדמת קודש ging uns בעוה״ר verloren. Jedoch ewig unverlierbarer Besitz ist und soll uns bleiben ירושלם של מעלה mit seinen תורה Lehrstätten בהמ״ד רבנן Das Süliailwerk: der Aiguda beinhaltet Josua bin Nun, Eroberung jüdisch-geistigen Bodens auf jüdisch-heiligern Boden und erhebt מושבע ועומד מהר ם*ני den gebieterischen Anspruch auf das Mitwirken der יראה ה׳ בכל תפוצות המלה Schulter an Schulter mit ihrer Tragfähigkeit und Tragwillligkeit — — איש כדרבתו והבינה ירושלם הוא יחזקם ויאמצם לפעול ולעשות חיל לחזק מיסדוח תירה ייראה ער תבנה ותתכונן עיר ה׳ שעה ~ מוקירם ומכבדם כערכם הרם הק׳ ישעי׳ פירזט אב״ד קה״י ע״י וויען תע״א diesen. Weg vom ersten Schritt ׳an!betreten,׳ iihn geradHnig verfolgt nnd ihn niemals verlassen ׳habe. Wer also ein wirklich jüdisches Palästina will, jüdisch im Sinne des Strebens und der Erfüllung, der muß dem Keren Hajischuw helfen, das Ideal der jüdischen Gesamtheit in idealer Weise zu erreichen. 1Ueber alle Sorgen lind Widrigkeiten des materiellen Ausbaues ׳hinweg!hat Keren Hajisohuv den ׳geistigen AuSbau zum ׳Inhalt seiner wesentlichen Arbeit!gemacht. Vielleicht wäre es richtiger, ,zu sagen, die Erhaltung der Geistigkeit. (Diesem Ziele gilt das Schuiwerk der Agudas Jisroel und es war mir stets ,besonders erhebend, wenn ich Gelegenheit hatte, sowohl dem Unterricht in der ׳Schule Ibeizuwobnen, als auch mit solchen Menschen zusammenzukommen, die jetzt schon im Leben stehen und ihre Ausbildung diesen Schulen verdanken. ,Ein e U n t erst ii t z u n g d׳es Sch u l׳wer-k׳esder Agudas Jisroel bede!u t e t ein e E rtü ch tig u n g d er Me nsch e n i n P a I ä s t i n a. Rabb. Or. Pinchas K 0 h n. Wien. 'Der Aufbau!Palästinas :an der Hand und nach der Norm des!ReUigionsgesetzes wäre die ׳Erfüllung eines geschidhtilichen Ideals, wie sie seit Esru nicht mehr m verzeichnen war. Es!besteht heutzutage keine Meinungsverschiedenheit darüber, daß die für ein sö schwieriges Ko 1 anisationswerk unentbehrliche Begei- Sterling nur ׳auf diesem Wege wachzu'halten •ist. Auch solche Bewegungen innerhalb der Judenheit. die ׳einst glaubten, es genüge . hiefür das rein geschichtlichnationale.!Moment, :.^sind eines Besseren belehrt worden. Sie wissen,!daß 1gesdhichtfliche Taten, denen ein Ewigkeitswert dnnewohnen soll, nur dann vollendet werden, wenn sie das irdische Geschehen in den' Dienst einer ׳überirdischen Idee stellen. . Es bleibt1 das historische Verdienst des K e r e n ׳H 1a j i s c 111u v d e r A g u d a ׳s J i!s r ö e 1, daß sie HPoths-u. Wik Si Nachrichten Dr. Isidor Reiniger — Mediziiialrat. Seine Ehrung als Schularzt der Wiener Talmud-Thora- Schule. Der Herr Bundespräsident hat den Wiener praktischen Arzt ׳Dr. Isidor• 1R e ׳i n i g e r, II., Große Schiffgasse 5, znrn Mediizlnalrat ernannt. Dr. Isidor Reiniger ist eine führende ׳Persönlichkeit der Wiener Orthodoxie. Er stammt aus Mähren, absolvierte seine ׳medizinischen Studien in Wien, woselbst er seit dem Jahre 1902 als praktischer ,Arzt tätig ist. Dr. Reiniger Ist nicht nur ein bekannter Arzt,. Sondern auch ein ׳Idealist im besten Sinne des Wortes,- der ׳seihe, freie Zeit dein Dienste der ׳jüdischen Geffentlichkeit widmet. So ward er bereits im Jahre 1902 der S c h u 1 a r z t •d b r Wiener Talmu׳d-Thora-Schule:׳und er ‘.bekleidet dieses ,Ehrenamt mit vollem Pflichteifer ׳unverdrossen und arbeitslustig, vollkommen uneigennützig, .seit ׳mehi1 als 25 Jahren. Diese altruistische Tätigkeit konnte auch׳ den!Behörden •nicht ׳u׳nboka׳n•nt' bleiben und das Gesundheitsamt hat• die Vollendung seiner \25jähr׳igen Tätigkeit irrt •Dienste der Oeffentlichkeit als- Schularzt ari einer Schule, ׳die im •Brennpunkt des jüdischen ׳Lebens in Wien steht, benutzt•, urri diesen verdienstvollen ,׳Arzt und guten ,Menscheu zur allerhöchsten Auszeichnung vorzuschlagen. Dr. Reiniger betätigt sich aber nicht nur• als Arzt auf :philanthropischem Gebiete״ sondern er trägt einen Löwenanteil von den anderen Arbeivoll wirkenden . Pauime ziemlich stilwidrig wirkt. In neueren Tempeln, wie etwa in Wien, •mag dies nicht so augenfällig werden, da ja ׳die ganze Anlage dieser Synagogen von vornherein •mit dem nicht an der,Mitte stehenden A'lmemor rechnet,, in der Rechnitzer Synagoge aber mit ihrem ׳ Rechteck "und dem Kronleuchter in der Mitte stört die Lage des Almemor!bloß die Harmonie. Mein Gewährsmann meinte ,zwar, die jetzige Gemeinde fülle ohnehin 1kaum mehr die vordersten zwei Bänke und die Tho^ Vorlesung geschehe noch immer so sehr in ihrer Mitte, als st'ünde ׳der Tisch viel weiter rückwärts. Ich *bin mit dieser Ausflucht aibe'r nicht zufrieden und glaube, daß in dieser scheinbar rein ׳äußerlichen Frage tieferer Sinn liegt. Es war vor sechs bis acht Dezennien in Ungarn Mode, ohne Rücksicht auf die Tradition gewisse Dinge in Synagöge und ׳Leben einzuschmuggeln, die der patriotischen Verschmelzung mit .«dem Staatsvolke die Wege ebnen sollten. Dabei wurde unbewußt oder bewußt Anlehnung an manche kirchliche Einrichtung gesucht, von der Gegen- Seite aber natürlich nur um so schärfer abgelehnt. Dabei übersah man aber auf beiden Seiten, daß die Orgel beispiefsweise auch in der Kirche nicht überall eingebürgert ist, umsoweniger also in der Synagoge erwünscht sein könne, und ׳daß auch in den Kirchen außer dem Hauptaltar noch ein eigener Altar für die Evangeliumvorlesung vorhanden ist, daß afso der Thoravorlesung, die in unserem Gottesdienst eine ungleich größere Rolle spielt, ganz gewiß der eigene Platz dn der Mitte der Synagoge eingeräumt ־ Weihen muß. Bei der ganzen Angelegenheit handelt es sich eben in Wirklichkeit nicht bloß um den Ort der Thoravorfesunk; sondern um die Wertung . der Thora selbst im Volke. -Denn mit der Ver- I Schiebung des Almemors nach der Östwand wurde, die Thora selbst .aus ihrer zentralen und beherrschenden Stellung ini jüdischen Leben׳ verdrängt, und vielleicht nirgends liegt diese Tatsache so ׳klar auf ׳der Hand. wie in unserem Rechnitz. ׳Die •heutigen Ueberreste der ,Rechnitzer .judeh-i gemeinde ahnen den Felder :ihrer Großväter und, Urgroßväter, irregeleitet durch Lehren und Beispiele,, die sie auf ihren Reisen empfingen, indem sie aus einer geistigen Metropole ein Ignorantennest machten. Sie ׳machten ,denn auch nach dem Anschluß an Oesterreich Anstrengungeij, sich den übrigen Judengemeinden des Burgenlandes, die ja streng gesetzestreu sind, anzuschließen und hatten durch Anstellung eines orthodoxen!Beamten langsam auch geistig wieder die Verbindung mit dem lebendigen Judentume hergestellt. Im Zuge der Verhandlungen kam auch der Mattersdorfer Raw נ״י ' nach Rechnitz, wollte aber, als map ihn bat, die Synagoge zu besichtigen, diese wegen der gesetzwidrigen Lage des Ahnemör nicht!betreten. Anstatt nun aber den Standpunkt des ,Raiws ehrend anzuerkenneg und ihm als Zeichen der Annäherung wenigstens das zu versprechen, was die Nachbargemeinde Schiaining aus eigenem Antrieb durchführte (die Rückvereetzung des Almemor an seine alte Stelle), ließ sich der Vorsteher der Rechnitzer Juden zu einer •Beleidigung gegen den ehrwürdigen Raw hinreißen und machte dadurch alle weiteren Verhandlungen unmöglich. Den Rechnitzer Juden erscheint jeder Angriff gegen die •ihnen schon gewohnten Formen von heute wie ein Sakrileg und sie halten sich dabei noch für streng konservativ. Alle diese ׳Begriffe sind ja nur refativ und auch wer heute etiwa den bestehenden Zustand in einer amerikanischen ,Reformgemeinde verteidige»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.