Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 7 (15.2.1929)
- Date
- 1929-02-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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-Nr. 7 ten de? Wiener Orthodoxie.. So!gehört er seit dem Jahre!908 döin Vorstande der Adas J isr oel (Sehilfsehul) an. und füngiert seit 'dem Jahre’ 1911 Ununterbrochen als Vize- Präsident derselben.. Auch ist er;1Vorstandsmitglied der A g u d a s J i s r o e 1, der er seit ihrer Gründung angehört. Die Ernennung des Herrn Dr. Reiniger zum Medizdnalrat wird aber nicht nur im Kreise der Orthodoxie, sondern von allen ■jüdischen Schiohten!!Wiens, welche Gelegenheit hatten, die ausgedehnte und segensreiche Wirksamkeit des (Herrn Dr. Reiniger ׳kennen zu lernen, mit aufrichtiger 'Freude und- Sympathie auf genommen werden. Die Redaktion der ״Jüdischen Presse“, in deren Spalten Dr. ׳Reiniger die Interessen der Orthodoxie püblizistisch zii vertreten pflegt, schließt sich dieser Gratulation herziiohst an. Die Schiurim der Mädchengruppe der Agudas Jisroel In Wien. Ergänzend ■zu unserem vorwöchigen Bericht über die Schiurim der!Mädchengruppe der ׳Agudas Jisroel in Wien,• teilen wir mit, daß der Sidrah-Vortrag des, Herrn Rabb. Dr. P. K o h n im E 1׳ i s a b e t h h e i m!jeden Samstag von 1! bis 12 Uhr stattfindet. Ferner findet jeden (Dienstag von 8 Ibis 9 Uhr abends ein CliumesehJVortrag von Fräulein A s c h k e n a s y statt. Die XV. ordentliche Generalversammlung ׳der ״Einheit“,. Verein ״zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisehallen und iMiittelstandsküchen, Wien,!II., Malzgasse 12, findet am ■Montag,!den 18. Februar 1929, 7 Uhr abends, im ersten Stock der Vereinslakalitäten ('Mittelstandsspeisesaall) statt. Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls der X׳I׳V. ordentlichen Generalversammlung. 2. Rechenschaftsbericht .׳des Vorstandes. 3. Verlesung des Kassenberichtes. 4. Wechselre.de. 5, ׳Neuwahl de!s Vor- Standes und der!Revisoren. 6. Allfälliges. Die Generalversammlung des israelitischen Bethaus־ Vereines ״Emuhas Aves“, Wien. XIV., Storohengasse 21, findet Sonntag, den 24. Februar 1929 um 9 ׳Uhr vormittags im Vereinshause statt. חברה קרושה בקור חולים für den vi. und vn. Bezirk. Die V®. ordentliche Generalversammlung findet Sonntag den 17. Februar 1929 um halb 10 Uhr vormittags im Vereinslcukale, VI., Stumpergasse 42, statt.' Die C'hewra Sude ist für den 19. März 1929 im!Hotel, Palace. V1I., Mariahilferstraße 99. festgesetzt. Vereinigung Jüdischer Akademiker. Samstag, den 23. Februar, 8!Uhr abends, findet ׳im Cafe Silier (Blauer Saal) ein Vortrag Sr. Ehrw. ׳Rabb. Dr. David Feuchtw'äng über ,Die kulturgeschichtliche Bedeutung der Bibelübersetzungen“ statt. ׳Gäste benzlichst willkommen. Kein Konsumzwang. Die Firma Eisen & Co., VII., Neubaugasse 15, bringt Feinwurst- und Selchwaren in deu Handel, welche ausschließlich aus dem Betrieb stammen, der der Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Adas Jisroel untersteht, jedes Stück trägt daher eine deutliche Marke der Adas Jisroel. ׳, Neunkirchen. Vergangene Woche fand die K011stituierung einer Jugendgruppe namens ״Tiferes Bachurhn“ in Neunkirchen . statt. Als!Ehrenpräses würde, ,Kultusvorsteher Ludwig .Neumaun, als Präses Rabbiner ß. Ziirmnermann. als Vizepräses ׳Edmund Löibl, ■׳als Kassier, $. Hirsch(!, als Schriftführer Karl Wündholz, als .,!Kontrollor ß. Gerstl und als Bibliothekar E. iBlumenfeld ׳gewählt. Der Verein,!beabsichtigt, ׳durch Veranstaltung von Vorträgen. tm׳d durch ׳die ■Schaffung , einer jüdischen ׳Bibliothek im Kreise der Jugend zur!Belebung jüdischen ׳ Lebens und Wissens ■zu wirken. ׳ ׳! Sijumfeler in Zehle־m. In Zehlem wurde מוצ״שם׳ משפטים, kine seltene סעודת;מצוה gefeiert. Galt es ■doch, den סיום auf ^טס' יבמוeiner ■der schwersten Traktate von Danach zweijährigem^ fleißigem, mit ׳voller!Hingabe geführtem Lernen festlich zu ■begehen. Aus vielen Ländern ׳waren Gäste, ehe-; vVoillte, könnte sich - mit demselben ׳Rechte 'konservativ nennen wie ■der Mattersdorfer Raw. ■Deutlich wird bei diesem Vorgehen nur das Unrecht 'der Bezeichnung ״Tren-, nungsorthodoxie“; auf der a n d e r e n Seite das tren- «ende Prinzip der Auflehnung gegen ׳die Thora ■und ihre Träger liegt. Der ׳Großvater ■ist wahrlich nicht schuld an der" Kluft in der ■Familie, wenn er am Tische seines Enkels fyich't speisen ׳kann, s'ondern ■der Enkel, der sich über die Speisegesetze ׳hinwegsetzt. ׳ י Ihren Höhepunkt;fand die wahrscheinlich schon lange!in Rechnitz ■latent.:vorhandene Auflehnung gegen das Uberli.efe.rte Judentum in der Anstellung des im Jahre 1815 ii| 13. Gyarmat geborenen Rabbiners von Stuhlweißenburg Dr.!Meier : Zipser. Es dapf ׳ nicht verschwiegen werden, daß ,dieser. Mann als ׳Prediger und Gelehrter Anerkennenstve^tes .geleistet hat. •Zipser. war aiber mit Haut und ■Haaren der von Aron Chorin eingeleiteten und gerade zu jener Zeit infolge der Tätigkeit der Männer wie Löw, Hochmuth usw. in höchster ׳Blüte stehenden Reformbewegung ih ■Ungarn verschrieben und ■hat während seiner Amtszeit viefl an dem Niedergange ■seiner Gemeinde verschuldet. Er ׳hat in einer Reihe gediegener Artikel in ■dem von Löw in Szegedin herausgegebenen ״Ben Chananja“ die Schicksale der Rechnitzer Gemeinde ׳behandelt, aber schon bei der Lektüre dieser Arbeit ka.nn man sich des Eindruokes nicht erwe'hren, daß hier ein Verführer die ׳Biographie 'seines Opfers ■schreibt. ׳Mit• Zipsers frühem Tode (6. Tebeth 5630 — 1869) schloß ׳die Reihe glänzender Namen, die den Rechnitzer Raibbinajssit’z einnahmen. Sein Nachfolger, der frühere Lehrer!Moses Ehrlich,!der auch Zipsers Witwe heiratete, verfaßte in ungarischer Sprache Studien 'über das Königtum in Israel. Er ׳war der letzte Rabbiner von Rechnitz 1!nd starb während des Krieges; seine Grabstätte befindet -«cb neben der Zipsers, ist aber nicht einmal durch einen Denkstein gekennzeichnet. Das jetzt geistig ganz verödete, Städtchen Rechnitz hat!in der Vergangenheit bedeutende malige תלמידים der WesigM'ישיבה erschienen, tin» auch gleichzeitig mit ihrem hochver^irten רבי׳שליטיא einige Stowtden fröhlich eu verbringen, itn.; ביה״ם versammelten sich die תלמידים die Gäste, sowie die Vertreter der KehiHa und t c(er חומבי,ישיבה Die Feier wurde mit der Beendigung der• ,DD eingeleitet, woran der רבי שליס״א in gewohnt meiste r-י «hafter Weise eine scharfsinnige חריסות״דרשה anschloß. Die . Mahlzeit selbst verlief sehr angeregt und trug den Arran-,;getiren viel Dank ein. Der chasonische Teil des Festes, den Herr M. Karniol übernommen hatte, fand großen Ariklang. Audi der unterhaltende Teil, dessen Leiter der immer fröhliebe Elje Roth war, löste!bei den Anwesenden wahre Lachsalyen aus. In tiefer Nachtstunde schloß das Fest; die Teiliiehmer entfernten sich ■mit dem ׳Bewußtsein, einer echt ׳jüdischen שמחה beigewohnt zu haben. H. Der Radziner Rebbe gestorben. .(J. T. A.) Im Alter von! 63 Jahren verstarb iii Warschau der ׳in der Chassidim-Welt berühmte Rabbi von Radzdn, Mordechai Joseph Deiner. Der Rabbi hat noch in den letzten Tagen in-׳Lublin an einer Sitziink des Komitees der ״Jeschiwath-Chachmej Lublin“ teilgenommen. Nach seiner Rückkehr nach Warschau erkrankte er an einer Lungerientzündurig, der er nach 1 wenigen Tagen erlag. Der ' Radziner. •Rebbe verfügte ■über eine große religiöse Gelehrsa.mk'eit und wurde als ״Gaan‘'4 betitelt. ■Sein Großvater war Das Gewerbegesetz'der Slowakei. , Volle drei Jahre sind׳ es nun her, seit dem das Gesetz Nr. 259 vom Jahre 1924 im Juli 1925 ins Leben getreten ist, respektive daß die meisten Gewerbekorpora־ tionen auf Grund dieses Gesetzes im Jänner 1926 konstituiert wurden. Die Mandate der für den ersten dreijährigen Zyklus gewählten Präsidien laufen nun ab und müssen durch Wahlen erneuert werden. Es scheint daher nützlich, auch in diesen Blättern die auf diesem Gebiete gewonnenen Erfahrungen zu besprechen» damit sie auch weitere Kreise jüdischer Gewerbetreibender und Kaufleute verwerten können. Im folgenden wollen wir damit einen Anfang machen, bitten aber auch andere, an der Leitung dieser Organisationen beteiligte; Genossen, auch ihre Erfahrungen der jüdischen Oeffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dadurch daß der Landesverband der Gewerbekorporationen auf Drängen der. Amtsstellen nach langen Kämpfen am 9. Dezember ä. p. und 20. Jänner ä. c. in Trencin auch schon konstituiert und damit ein Faktor des öffentlichen Lebens wurde, gewinnen diese Korporationen erhöhte Bedeutung־. Das orthodox-jüdische Publikum war naturgemäß von jeher nur fernstehender Zuschauer der vielen Aemter* Die in der Slowakei kreierte Gewerbekorporation ist aber nur sozusagen ein Halbamt, welches von nichtamtlichen; Personen geleitet wird. Das ist ja der Hauptzweck des Gesetzes, daß sich die Handwerker und Kaufleute ihre! eigenen Angelegenheiten selbst versehen. Sie ist keine• freiwillige Vereinigung; das : bezügliche .Gesetz schafft vielmehr.eifien.ehernen Ring, welcher tausende mühsam Erwerbender mit unzähligen nationalen, Standes-, Konkurrenz-, religiösen und Interessengegensätzen in eine Gemeinschaft hineinzwängt. Das Gesetz will natürlich nicht» daß diese vielen Gegensätze behandelt und verschärft werden, solche sollen im Gegenteil ausgeschaltet und nur die allen gemeinsamen Gesamtinteressen gepflegt und gefördert werden. , .;; ' - .. In der Mehrheit rekrutiert sich dieses Publikum aber — schon infolge der großen Armut — aus der mehr ׳unteren Schichte des Mittelstandes. So ist es — trotz gutem Willen der Behörden — nur , natürlich, daß die Minoritäten, oft Ursache zu Klagen haben. Daß Juden. Rabbiner besessen,- von ■denen wir einige erwähnen wollen. ־- ־ ■ •Der •erste 'bekannte Rabbiner von Rechnitz war um :das Jahr 1690 ׳R. Arije Jehuda‘Löib, dessen Sohn R. Sa'iomon Rechnitz Schüler des R.'!Näftali Kohn (Frankfurt a. M.) war und , als Vorsteher von!Loschitz (Mähren) das Werk שער נפתלי Verausgab. Sein Nachfolger war R. Isa׳k Prostitz (Proßnitz), der im Jahre 1700 ׳in Rechnitz starb. Sein Grabstein ist von Zipser veröffentlicht; dieser Stein soll sich einmal bei Nacht ■umgedreht haben, damit man ihn' in Zeiten ׳der Not leichter finde. Tatsache ist, daß das• Grabmal in einer ׳den ■anderen Denksteinen entgegengesetzten Richtung ste'ht, doch ist diies nicht vereinzelt, und!ist dasselbe auch in Mattersidorf bei dem Grabstein ■des 1R. •Isächar Bär •Bloch der Fäll, der, ebenfalls in Bedrängnis aufgesucht werden soll. Die Gedenktafel am Eingange der Synagoge von ׳Rechnitz verewigt das Gedächtnis des R. Isak Prostitz, der wohl im Rufe •besonderer Fröntmigkeit gestanden haben mag, ׳mit folgenden Worten: הרב רחסיר הנאץ מי״ה יצחק בן הרב מו״ה אברהם מפרוסטיץ אב״ד רפה מת ליל דר״ח סי1ן ח״ס לם־ק ומצבהו עומדת הפיכה בבית הקברות• . ■Auf R. Isak Prostiz folgte R. Abraham ha Levi Epstein, der zur Zeit des Maharani Asch wirkte und einen Kommentar בינת המשכיל verfaßt haben soll. Nach Grünwalds פארי חכמי מדינתנו war er Schwiegersohn des גאון ח נחמן רפ״פ (Rappaport). Die Rechnitzer Rabbiner ׳jener Zeit wurden •als D TCn bezeichnet, was vielleicht gewissen Einflüssen des gerade zu jener Zeit in Polen auftretenden Chassidismus zuzuschreiben ist; sie gingen am שבת und an Feiertagen weiß gekleidet usw., wogegen kein Geringerer alls R. Meder aus Eisenstadt (Maharam Asch), auftrat, der vielleicht ahnte, daß aus dem Rechnitzer Chossid nur zu leicht einst der!Meschumed werden könnte. (Fortsetzung folgt.) _ Seite 3 der ■berühmte Iszhitzer Rebbe. sein ׳Vater war Rabbi Gerson Henich,. der Verfasser der »,Siphrej Stäre! Taiharoth". ־Dkfev Bestattung fand unter Beteiligung Von! mehr als ■1O.0W Ghassdditn, die aus -ganz Polen ■heibeiströmfen. *..dfem *Warschauer Friedhof Statt. 60 berittene Polizisten und zahlreiche Polizisten zuFuß sorgten für die Anfrechterhalfting . der Ordnung. Auf dem" ganzen; Weg vom Trauerhaus zum Friedhof ־waren ‘die Jüdischen Läden geschlossen und die Bevölkerung bildete Spalier. Unter den Leidtragenden beimerkte man viele ■b&rmhmte Rabbis, so u. ä. dän Gerer Rebbe, die Rabbis v(on Grodzisk, Modzjice,,: Amsznnow, Otwozk, Mankuszow, Novominsk, sämtliche ׳Mitglieder des Wars<3hauer Rabbinats und zahlreiche Stadtrabbirier aus der Provinz. Noch am offenen Grabe wurde der Sohn des Dahingesdviedetven,!Rabbi Schlomo, zum Nachfolger seines Vaters ausgerufen. Der Radziner ׳Rebbe war ein überzeugter und aktiver Anhänger der Aguda. Die Rabbiner Litauens lehnen das Regierungsprojekt bezüglich Schaffung eines Konsistoriums ab. (J. T. A) Oie Konferenz ׳litauischer Rabbiner, die in den, letzten Tagen in iKowno über ein von der Regierung ausgearbeitetes Projekt der!Schaffung eines jüdisch-religiösen Konsistoriums für ganz Litauen!beraten hat, lehnte das R eg re rungspr oj ekt ab und ׳brachte den Wunsch zum Ausdruck, daß als oberste rabbinische!Behörde ■Litauens ein Rabbinerrat eingesetzt werde. mehr als andere dadurch zu leiden haben, ist doch selbstverständlich, und daß dies wieder bei orthodoxen Juden mehr der Fall ist, weiß jedermann. Viele von uns wurden, oft durch die nun unmittelbaren persönlichen Erfahrungen schmerzlich überrascht, wie tief die Vorurteile durch die systematische Anerziehung eingewurzelt sind, so daß krasse Ungerechtigkeiten oft ganz unbewußt, als vermeintliche gerechte Handlungen, begangen wurden. Es ist daher doppelte Pflicht, unser traditionelles׳ Fernbleiben von amtlichen Stellen diesbezüglich aufzugeben und die uns gebührende Position würdig auszufüllen, um gehörig aufklärend und abwehrerid zu wirken; Es ist geradezu erstaunlich, wie sehr selbst bei den geradesten, harmlosen Sachen eine Abwehr nötig ist und bei wie vielen gerechten Bitten deren Gewährung erst erkämpft werden müsse. Es kamen auch zuweilen in gewerblichen oder Handelsfragen Gegensätze zwischen orthodoxen und assimilatorischen neologen Juden vor. Der Neöloge meint, alles Religiöse seinem Assimilantentum׳ opfern zu müssen und geniert sich, bei öffentlichen Fragen auf religiöse Bedenken Rücksicht zu nehmen. Wenn daher auch Orthodoxe öffentlich zur Geltung kommen, erscheint das . Assimilantentum überflüssig. Der Schmerz der Nfeolögen ist bei solchen Anlässen verständlich. Das sind aber nur sporadische Fälle. Meistens׳ ist, G-tt sei Dank ein richtig erfaßtes Zusammenwirken sichtbar, was doch aut allen Gebieten des öffentlichen Lebens für alle Schättierungen das einzig Nützliche ist. Ob wir wollen oder nicht* werden־ wir ja alle auf diesen Gebieten als e i n e Minorität aufgefaßt. ׳ r ' •־ '' ׳ (Fortsetzung folgt.) . ■ : , Aguda-Ärbeit in der Slowakei. ■Nach, der Jugendorganisation tritt!mm auch. die Agpda s Jis r 0 el - L a 11 d e s or-g-a 11!i sä ti oiv in• de r Slowakei •in Aktion, um die'Reorganisation ׳der Ortsgruppen durchzuführen und die Vorbereitungen zur zweiten KenesS'ijoh Gedau'loh, die im Elul stattfinden soll, zii treffen. In einem Rundschreiben an die , Ortsgruppen und Ver- ׳ trauensmanner in' den slowakischen ■Gemeinden wird auf die Bedeutung ■dieser zweiten Kenessijoh hingewiesen und werden zunächst zwei Gebiete bezeichnet, die erne’schieu-. nige und durchgreifende Arbeit '.aller orthodoxen Juden*;' die Sinn für thoratreue iKlal-Interessen;,;haben, ,eriorder.n. Erstenssollen alle Jude n, die' ihrer Lebensführung lind•’ Gesinnung hach in' die Aguda hinein gehören,, 6 r g a- 1! I s a, t o r i s c h erfaßt werden, tim der slowakischen״ Orthodoxie auf dieser zweiten Hauptversammlung des örthodoxen Klal-Jisroel eine entsprechende Vertretung zu׳ sichern. Und zweitens werden Anordnungen getroffen,' um. auch von seiten der slowakischen AgudarLandesorga׳ni$f1fcion in ׳gebührender Weise zu denf in a n zi.elj e m Kosten der zweiten Kenessijoh ■beitragen zu (können. Wie wir erfahren, wird für die nächste Zeit־ die Oh-, berufung der slowakischen. Aguda-Landesver:*; Sammlung geplant, auf der auch die Chdsuk.-.^ Hadas-Sektion unter Führung der fünfzig der Agudas Jisroel •bereits > angeschlossenen : orthodoxen Ober-, rabbiner in der Slowakei zur intensiven Arbeit zweckdienlich ־ausgestaltet werden soll. Es wäre von größter Wichtigkeit, daß die Orts- und Jugendgruppen die vorbereitenden Arbeiten ehestens abschließen. I. I.׳ B. ־: Jüdische Wohltätigkeit In Nltra. Die ״Jüdische Armenabfertigung“ und die Institution ״Esras Jisroel“ in Nitra, die unter gemeinsamer Leitung stehen, versenden soeben ihre Schlußrechnungen vom Verwaltungsjahre 1928. Diese ergeben ein recht erfreuliches Bild von der Wohk tätigkeit, die von ■der Nitraer Gemeinde sowohl fremden als auch den einheimischen Armen gegenüber geübt .wird. Die Schlußrechnung der Armenabfertigung ׳balanciert mit tsch. K 90.284. Die Einnahmen setzen sich zusammen aus Monatsbeiträgen in der Höhe von tsch. K 64.000. aus ׳ Sub-; ventionen, Sammlungen usw. Hievon wurde an fremde, Armen tsch. K 59.000 und der Rest an einheimische ver-־'• teilt. Die Institution ״Esras Jisroel“ unterstützt die Bedürftigen mit zinsenfreien Darlehen. Ihre Schlußrechnung balanciert mit tsch. K!126.790.50. Im abgeläufenen Jahre wurden tsch. K 67.650 an Darlehen ■vergeben. Dem leitenden Komitee gehören an die Herren: Adolf Stark (Präses), Abr. Steinberg (Vizepr.), Alex Rosenthal. Samu Weisz, Adolf Ungar, Ign. Fink (Kontrollore), Julius Schlesinger, Julius Schick (Kassiere), Heinrich Weisz (Sekretär). Als► Revisoren zeichnen die Schlußrechnung die Herren: Heilig rieh Gratzinger. Benö Mark und Alex Zobel. JÜDlSCHjg PRESSE n •׳■■■־' | Tschechoslowakei I?BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBflBBBBBBIBBBBBBBBBBflBBBBBBBBBBBBBBBflBBBBBBBBBBBBBBBflBBÜ