Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 6 (8.2.1929)
- Date
- 1929-02-08
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr, b ' JÜDISCHE PRESSE Seite 5 gebogen betreffend die Kongriia, nebst einer ausführlichen Instruktion, die eine genaue Belehrung über alle bei der Ausfüllung der Fragebogen in Betracht zu ziehenden Einzelheiten enthielt. Von einer Anzahl von Rabbinern steht ■die Beantwortung dieses Rundschreibens immer noch aus. Da der allerletzte Termin zur Einreich'iing der Fragebogen beim Landesamt durch das orthodoxe Zeutralbureau mit Ende Februar abläuft, das Zentralbureau also spätestens bis zum 28. Ftbruar sämtliche Fragebogen überprüft, instradiert und begutachtet haben muß, werden die eh'rw. Herren Rabbiner, sofern sie noch im Rückstände sind, auf diesem Wege in ihrem eigenen wichtige u intercs s e dringe n d s t gebet e״n, das Rund- •sahreibcn sofort zu erledigen und die Fragebogen, genau nach der ihnen zugegangenen Belehrung a u sgefüllt und mit alle 11 erforderlichen Doku 111 e 1!■ ten und Beilagen versehen an das Zentralbureau in Bratislava zurückzusenden, um die rechtzeitige Ausstattung und Einreichung technisch zu ■ermögliehen. J e d e Versau■ m 11 i s i n dieser B e z i ehung kann für d i e b e t r ef f e n den R a bbb i ne r 41 11 tsv i e d eribr׳i n gFi c11׳ e 11!Sc11׳ ad e n z u r F 0.1 g e ׳h a ■ b e 11. Beginn der Kenessljoh-Gedauloh-Aktion in der Slowakei. Die Landesorganisation der Aguda s־Ji s r oe 1 - Ju - gendgruppen in der Slowakei hat dieser Tage die Aktion zur Vorbereitung der Zweiten Kcncss i 011 G e d a 1110 h d e r Agu da s J isr 0 e 1, die _mitgeteilt wird — im nächsten Sommer stattfinden soll, begonnen. In einem Rundschreiben an die Jugendgruppen ■des Landes wird zur sofortigen und energischen organisatorischen Arbeit aufgefördert. Die vorbereitende Arbeit soll ü b e r a 11׳, w 0 M i tg l i e d e r, Anhänger’ 11 11 d F־r e u 11 d •d e r A g •u d a v 0 r h a ii d e 11 ׳ sin d, das heißt fast in a 11 6 n größeren und kleineren Gemeinden der Slo-, wakei, wo orthodoxe Juden wohnen׳, unverzüglich in Angriff genommen und im Einvernehmen mit . den, eigens zu diesem Zwecke ־erfolgverheißend zu reorganisierenden Agudah-Ortsgruppen in der kürzesten Zeit durc’hgeführt werden. ,Es sollen 1g e n a u e L i s t e n d e r M i t g li e d e r ■angelegt und der Preßbürger Landeszentrale mitgeteilt werden. Denn ■diese .Allein werden.für die Wahl von Delegierten zur Kennessijöh Gedauloh in Betracht kömmen können. Das Bestreben :,der Organisierungsarbeit; muß darauf gerichtet sein' a 11 e f r ü h e r e ■n ü n d ■die z ä h 1 r e ich en.in den letzten Jahren neu gewonr n e n e n A n h ä n g e r der Aguda als Weltorganisation der thoratreuen von fcde,r Abfallsströmung unabhängigen jüdischen Gesamtheit in 4®r Slowakei vollständig zu erfassen und auf der Zweiten Ke nessijöh Gedauloh ׳die slowakische Orthodoxie zählengemäß und qualitativ würdig vertreten zu lassen. Diese organisatorische Arbeit ist nunmehr deshalb äußerst dringlich, weil der große ״R a b b i n i s c h e R a t“ der Aguda, die מזע צ ת tfl )An נ ד י ל י die bedeutungsvollste rabbinische Korporation des jüdischen Volkes, voraussichtlich schon im Jjar seine vorbereitende Versammlung ׳abhalten wird und das organisatorische Material diesen Sitzungen vorgelegt werden soll. Die zweite Aufgabe, die sogleich und unaufschieÖbär gelöst werden muß, ist die Teilnahme der slowakischen Orthodoxie ,an dep recht be׳trächtlic)1eti wmammmmammkäaämmmmmmmmmmmmmammammmmmmmm :248 Gebote und 365 Verbote und sagt» daß diese'Ein* Teilung nicht ursprünglich sei. - ׳ י Große Jüdische National-Biographie mit mehr als 8000 Lebensbeschreibungen näinhhjjter judl-, scber^Mähher und Frauen aller Zelten und Läikter. Ein Nachschlagewerk für das jüdische Volk und dessen Freunde.- Von S. Wininger, Cernauti. Erster Bänd: Abarbanei— Esobi; Zweiter Ban: Dafiera--4Hardeh. Es ist ein erf reinlich es!Zeichen des!pulsierenden iiidisch-lirerarisohen Schaffens, daß in ■der jüngsten Zeit mehrere große;lexigraphische Werke im Entsteihen ■begriffen sind. .Unter diesen ׳nimmt die ,,׳Nationl-Biographie‘1 Winingers einen vornehmen Plate ein. Dieses ׳großamgelegte 'Werk ׳befriedigt in geradezu vorzüglicher. Weise das bei; allen... Sohiehieh lebhafte. Bedürfnis •nach" Kenntnis des Lebens unserer großen Männer. Aber nicht nur Juden fanden, :in diesem großen Werke Aufnahme, sondern auch ־all jene hfüiitier urid ׳Frauen nichtjüdisciher Abstammung, ,die־ im guten oder schlechten Sinne die jüdische ׳Geschichte be- •einflußt haben. ■Bei der Fülle — fast Ueberfülle — des Gebotenen berührt es uns Orthodoxe besonders schmerzlich, daß namhafte Verfechter der orthodoxen ,Idee keine Aufnähme in diesem Standardwerke fanden. So fällt es •uns auf. daß von der Frankfurter Rabbinerfamilie Breuer weder der Vater, noch die ׳beiden literarisch *bekannten Söhne, Dr. Rafael und Dr. Isaak Breuer, dem Verfasser entgangen sind. Aber auch ■Dr. Leo De u t s c h׳l än d e r, der sich durch sein Werk ״Goethe und das Alte Testament“ und ״West-östliche Diohterklänge“ ■einen geachteten Ruf erworben ׳hat, fehlt in diesem Werke. Diese und ähnliche kleine Mängel, die hoffentlich in einem Nachtrag verbessert werden* 11:11ז dem!großangelegten Werke keinen Abbruch. Es wird ein großer;Gewinn für die :moderne ■jüdische Ute.- rabur sein, wenn es dem Verfasser gelungen sein wird, das VYiedk je. frtrber,.desto besser zu vollenden.!Upd dies wj ihm sicher gelingen, ׳wenn das Publikiirh das Interesse diesem Werke entgegenbringt, das es unter allen Umständen verdient. r. Kosten der Zweiten Kenessijoh Ged a u 1 o 11.!Die!Kenessijoh Gedauloh ist mit ganz etiormen Kosten verbunden. Diese müssen von der Gesamtheit getragen werden. Bei der großen Bedeutung, die einer Kenessijoh Gedauloh der Agudas Jisroel für das gesamte jüdische Volk zukommt, darf!nach .übereinstimmender Ansicht aller Kenner der Verhältnisse des orthodoxen Judentums ihre Einberufung wegen der Geldfrage keinen Aufschub erlei den. Die Mitglieder der Aguda vor allem, denen die Arbeit in der Aguda den Sinn für orthodoxe Klal- Interessen geöffnet hat, müssen größere finanzielle Opfer bringen, um die Einberufung und Abhaltung der Kenessijoh zu ermöglichen. Diesem Zwecke dient ein ad hoc geschaffener Fonds, zu dem ein jeder nicht ganz unbemittelte Anhänger der Aguda gern beitragen wird. Die Sammlung für diesen Fonds in der Slowakei ist bereits eröffnet, und zwar in der Weise, daß ein jeder Anhänger der Aguda, wenn er nur nicht zu den Aermsten zählt, einen Betrag von mindestens einem halben Pfund Sterling (= tsch. K 85) sofort erlegt. In diesem Betrag ist auch die ,.Truirias Cliower“, der Beitrag (= 1 Mk.), den ausnahmslos ein jedes ■Mitglied der Aguda zur Erhaltung der Gesamtzentrale zu leisten hat, und nur in diesem Falle stimmberechtigt zur Kenessijoh Gedauloh ist, mitenthalten. In ׳Preßburg haben sich sofort bei Beginn dieser Halbpfundaktion eine größere Anzahl von Mitgliedern ohne jede Aufforderung zur Leistung dieses Beitrages gemeldet. Und ihre Zahl wächst mit jedem Tage. Es ist zu erwarten, daß auch in der Provinz dieses erfreuliche Beispiel von Verständnis für die ׳Bedürfnisse des orthodoxen. Klal Jisroel recht zabirekhe Nachahmer finden wird, ׳Die Aufgabe der J u g e n d g r u p p e n ist cs, das belebende undanspor n e n ■d e E 1׳ e m e n t in der gesamten Arbeit, zu sein, die auch der slowakischen Agudah angesichts der bevorstehenden. Ein- ׳berufung der Zweiten Kenessijoh Gedauloh harren.!Das Rundschreiben ihrer Preßburger Zentrale hat von der Agudajugend — und das ist die g e s a rn i e orthodoxe Jugend unseres Landes — als ein Mahnruf zur Arbeit, zur ernsten und energischen Arbeit gewertet ■und beherzigt zu werden. 'י F J- B. Die חלדי׳ des R. Jakob Faber s. z. 1. Mittwoch den 19. Sehe wat versammelte sich ׳eine große )Anzahl von Gemein deimtglieder auf dem orthodoxen ביח עלמין in Preßburg, von aus die Uoberfiihrung der irdischen Reste des R; Jakob Faber s.׳ ׳z. 1.׳nach• seinem früheren langjährigen:! Wohnorte Turna stattfand. Herr Rabbiner Samuel, Dojn a.th widmete, ihm einen warmen •NachriK Darauf beklagte Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schreiber den Verlust dieses trefflichen Talmid Chocliom in einem er greifenden Hesped, in welchem er auch auf aktuelle Ange.genbeiien des Gemeindelebe.is und, auf die Kämpfe, die sich ini'Zusammenhänge mit den jüngsten Wahlen in der Gemeinde abspielten, mit scharren Worten hinceutete und von der Gemeinde, vor ׳allen Dingen׳ Aufrichtigkeit u.1!d selbstlose Arbeit im Dienste de״ Wahrneit forderte, £.11 Sohn des Verblichenen, Morr Laznr Faber aus Turna, gab seinem Schmerze übe•; dar. unerwartete Hin? scheiden ■des Vaters beredten Ausdruck. Zum Schlüsse sprach HerrPetenyi im Namen der Freunde des Heim- :. gegangenen.*'Am'. Freitag den 21 Schwat konnte erst die Bestattung ui Turna stattfihden; Dort beteiligte sich die ganze Gemeinde an der letzten Ehrung in seiner Heimat. . תנצב״ה Mis;cbüäjoth-Sljum in Nove Zamkv. Aus Ncv.e Z a rn k y berichtet man uns: Die früheren Schüier tim; Verehrer des unlängist vo/störbenun 7a!:mu!־I hma, Lehrers R. David T r׳e׳uhaf t s. z. 1. beschlossen, ׳da ׳er keiapn Sohn^bjnterlassen hat, zum שלשים gatix Misch;; W^örmaittis Monatshefte. Za’hlireicheh Lesern itnserer Zeitung'ist "es ein Bedürfnis, über die Bewegungen und den Stand des modernen europäischen. Lebens in ׳Literatur; Wissenschaft, Kunst,• Technik ׳usW. zuverlässig unterrichtet;zti‘ werden, uni, Stützt auf einwandfreie Därstellnngen. zu ilhhen'aus der eigenen Weltanschauung heraus Stellung riehmen zu können.!Man sucht nach einem zuVerläSsigeri Führer, von dem man über alles, was auf ,diesen,.■Gebieten vor sieh!geht, wirklich einwandfrei und bestens unterrichtet wird. Diesen Führer finden wir in ״Westermanns Monatshefteil", der ältesten und schönsten illustrierten deutschen Monatsschrift. Wenn man das Jännerheft dieser seit mehr als zwei Menschenaltern bestehenden Zeitschrift liesj und beschaut, hat man so recht den Beweis dafür, daß ״Westermanns Monatshefte“ in ihrem ‘künstlerischen und hterarisc׳hen,Wer.t nicht teu; über treffen •sind■. Es ist recht schwierig, bei der Reichhaltigkeit ׳und׳ dem!hoben Wert der Beiträge ein!kurz ,zusammenfassendes Bild Uber das soeben erschienene Jänner ־!Heft von ״Westermanns Monatsheften“ ,zu. geben. Im Zusammenhang mit den gegenwärtig im Reichstag zur Verhandlung stellenden Fragen über die Bhereform gewinnt der sehr fein geschriebene: Aufsatz von Hedwig von Soyters über .das Tlmn1a ^Di׳e Wahl — ein BhekaÖltäl“ ganz besondere 1Bede^tiuhg. Julie 'Woiftborri erzählt zu ihren *&c£A$ g. illaLzgasse. tff na':ot!1 r.ubzu.'einen. Vergangeien מוצש״ק 5׳ יתרו W.iide dieser Sijum unter großer Beteiligung, abgehalteu Herr Jeremias S׳i 1 b e r m-a n n trug die letzte Mischna vor. Daran schloß , sich eine frugale Mahlzeit. Bei dieser hielt Se. Ehrw. ׳Herr Rai־ bi ner eine .großangelegte Rede, in welcher er die Vorzüge des R. David Treuhaft s. z. 1. als Menschen. Juden und Melamed schilderte. Im igle.iclien Sinne sprachen noch einige Anwesende. Die Herren •Heinrich D ti x 1 e r und■ Jer. S i 1 b e r in n n 11 habeni sich■ um das Zustandekommen dieser Feier besonders bemüht. Das Benschen wurde zur Deckung der Grabste.i,!!kosten versteigert. (Iwri.) Trauerfeier an der Preßburger Jessode-Hathora- Schüfe. ■Sonntag den 23. Schwat wurde in der Jessode- Hathora-Schnle eine wehmutsvolle Trauerfeier -um Rabbi Elieser K.atz s. z. 1. begangen. ׳Es waren — um das Testament des ׳Heimgegaugenen;zu;respektieren —■ nur die Schüler der Anstalt, unter Aufsicht der Lehrer, die Schulleitung und einige Freunde der Schule versammelt und die ׳ganze Feier war mehr auf ,Belehrung und Unter- Weisung der Schüler über Lebensart und Lebensziele ihres Altlehrers als auf ein Hcsped oder eine Trauerkund־ gebung abgestimmt. Als erster ergriff der nunmehr pen: sionierte ,Lehrer der Jessode iHathora Rabbi David Leb Groß das Wort itnd schilderte in einer •bewegten Rede die tiefe Bedeutung des G-ttvertrauens im Studiengang des jüdischen Kindes und eiferte die versammelte Schuljugend an, dem Vorbild des Rabbi Elieser Katz s. z. 1. folgend, i׳m Vertrauen■ auf die -Hilfe -G-ltes sich ausschließlich dem Linrud Hathora’ ■zu widmen. Namens des Vorstandes der Jessode Hathora!hielt!Herr Mor iKohn eine ergreifende Ansprache an die Anwesenden, in der er ■die Persönlichkeit des Verblichenen in ihren Haupt-, Zügen dem Fassungsvermögen der Schüler entsprechend zeichnete und d!ie Jugend ׳atifforderte. ihr t1achzustre<ben.!Herr Philiplp!Benedikt -dankte den beiden! Rednenn und flößte den thorabeflissenen Kindern Mut zum Alts harren-. bei der Thora ein. Den Schluß ׳bildete das von Herrn!L. 1L ö w y irü-hrnngsvol-l vorgetragene El-Mote-Rachamim- Gebet. ' ׳ Todesfall an der ״Dreistaatenecke“. Vor einigen Tagen, am 14. Schwat, ereignete sich auf den! Güte ״Fasanengarten“, das dicht an der Grenze zwischen den drei Staaten Tschechoslowakei. Oesterreich und Ungarn liegt, ein Todesfall. Das ׳Gut gehört dem Fürsten Batthyany uiid wird von dem Großgrundpächter Herrn Ludwig Popper in Bratislava;bewirtschaftet. Auf diesem Gute hielt sich seit etwa 14 Tagen ein alter, heimatloser, armer Jude auf. Er hieß ׳Abraham Roka tsch und war 70 Jahre alt.!Er war auf der Wanderung; woher? wohin? das wußte er wohl selber nicht. Denn er war ein ärmer alter Jude, dessen Papiere nicht völlig ausreichten, ihm das Heimatrecht, ■das ihm ja nicht viel mehr!bedeuten konnte, als sich das Recht auf eine Grabstätte in einem der Staaten unbeanstandet zu sichern. Drau6en׳ fror es furchtbar. Auch ■ die Grenzscheide bedeutete dem Wanderer nichts als ein weitausgebreitetes weißes׳ Linnen, ein jüdisches Totenkleid . . . ׳Er kehrte in das Gutshaus ein und fand dort ein freundliches Obdach. Er starb dort und es fanden sich Juden, -die ihm. der ,,unzureichenden Papiere“ nicht achtend, im Schoße ׳der schneebedeckten Mutter Erde eine letzte Unterkunft boten.,;.:Der :nächste jüdische Friedhof liegt . in Karlburg 1 (Öröszvar); D!ort wohnt aber nur noch ein einziger Jude. So fiel denn die große Mizwoh. einen wahren ״Mes Mlzwoh“ zu Grabe, zu betten, ■der Gtoewra Kadis che in ׳Ragendorf (Rajka) zu. Der Eisenbahnverkehr wischen . Ragendorf ׳und Karlburg war jedoch wegen der׳ Schneestürme eingestellt. Die Herren Adolf Schwarz, Hermann׳ Srlb'erberg. Isidor Schwärz, Eugen Nadas, Mor Löwin und Alfred 'Klinger, von der’. Ragendorfer Chewra Kadischa mußten daher ■bei grausiger Kälte, mit Spaten und Schaufeln ausgerüstet, den Weg mit dem Sarge per Schlitten!zurücklegen. Aber der arme, alte, heimatlose Jude ruht nun ungestört, er ruht tief in der Erde — auch ohne ... Bürgerbrief. Laut den 1Papieren, -die er ■bei sich trug, wurde ■Abraham Rokatsch am 21. April 1850 in!Brodno geboren. Wer sich für den Verstorbenen interessiert, wolle sich an den Präses der Chewra Kadischa in Ragendorf."' Herrn Samuel Löwin, wenden, bei dem sämtliche Dokumente hinterlegt sind. ׳Paul Löwin. Hocbzeltfeier. Am 18. Schwat ‘beging ׳Herr Alfred R 0 s e n b a u m, langjähriger, selbstloser administrativer Mitarbeiter der ״Jüdischen! Presse", dm Restaurant:!Fried in Zilina ., seine Vörmähluaig •mit Fräulein IKlara Rubinstelü aus ■^gejtiii.aDdie Jjochgd'tjfeier 1194>״= jrci d;ntimiein,,1KMs..4Vr vier .Kunstbiddem ׳״Moderne Frauentypen“ recht interessant und!lehrreich ttb&r'<3kfö''3ntstelh!u׳nk_׳eines. Porträts. Der &£ kannte Professor Dr. Mäx J. W0׳Jff beschäftigt.sich in seinem fünfsei’tdigien Beitrag sehr e in gehend mit dem Problem ,,Geburtenausfall und Bevölkerungsrückgang, eine Frage; die uns ■alle angeht“. Sehr!zeitgemäß ist auchder;Aufsatz,von 'Karl Oppenheim über ,jDas Problem des. Fernsehens“; Es würde zu■ weit führen, liier noch mehr Beiträge zu nennen und die herrlichen Kuiisibdilder.. bed'eu'tehäeT Mälet‘ ztt besprechen. Wd׳r sind!aber:der AuAassüng; daß,■״W^slefmäh'ni Monatshefte“ bei der blendenden Aufmachung ■ und dein großen ■Mitarbeit er stab' von Ruf immer mehr und mehr Freunde gewinnen werden. Der Verlag hat ja auch durch den günstigen Preis vdit M. 2 je -Heft den׳ ׳Zeätveffoäitnlssert Rechnung getragen, -so daß es }edeih. der ernstliches Interesse daran hat, nicht schwer faßen wird, diese'Zeitschrift, die übrigens jede Buchhandlung liefert, zu. bezielven. 1Probe- ׳hefte versendet der Verlag gern kostenlos. Jüdisches Archiv. Das soeben erschienene Heft 1. des zweiten Jahrganges enthält' eine aui arcbivälßsahen' Försabungen beruhende Studie von Prof. Dr. A, $as!über die Ansiedlurig der Juden in Munikaci CKärpäthenrußfand);' ferner veröffentlicht Dr. Max Schay den ältesten Schutz-' braetf der Preßburger Judengemeinde, Dr. G. Strakosch-׳“ Graßmann liefert Regesten zur Geischichte der •JÄti'-ini• Korneutbufg, die in!ihrer Prägnanz unkt Kürze einen wert-' vciMeu ■Beitrag zur Geschichte der Juden in Naederästerreich Meten, während L. Ruaicka an der Hand im Bilde festgehaltener neuer Gralbsteinlfunde aus Pettau die Geschichte der Juden in der Stefermark gkjibfeH. EtÄch werden Forschungen aus dem Burgeifländ v׳om Herausgeber und Materialien zu einer Bibhögraphie über die österreichischen Juden in der üheresiahischen Zöit von Max von Portheim und Hofrat Dr, M, Holzmänn fortgesefet itnd zum Schlüsse ergänzen Mfsze^en, BeSpfebhuhgen uhd Nbtvzen das Bild einer wchlgelungenen ernsten Säihrrtelpuiblikation vo!n Forschungen upd Arbeiten zur Geschichfe der Juden ln der alten Monarchie. Es ־wäre nur zu wünschen, daß nicht nur alle gebiffideten Juden Mitteleuropas, sondern überhaupt jeder Intellektuelle, der Sinn für Geschichte besitzt, diese wertvolle Zeitschrift abonniert״