Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 6 (8.2.1929)
- Date
- 1929-02-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JÜDISCHE PRESSE Nr. 6 Oie ׳ cöaKf‘Dn gMmt iD keinem Felle Oie Verantworten!! lieiügiidi Oes Kaste im Annoncenteile und ist es Sadte der Leser, siti! 20 Minieren Grabsteine XI.,Zent atfriedhoff, neben d. 1. Tor, Tel. U• 18*0*85 WIEN, I., Seltenstetteng. 2 Tel. U-28-1-28 Familien Kanan-Rosenbaum aus Sigeth, Bratislava, Bugapest usw.!und1 mehrerer Freunde statt. Die Trauung vollzog Se. Ehrw. •Herr Obenrabbiner Weber aus PSestany als Oberrabbiner seiner Zilinaer Filialgemeindc. Bei der vom Restaurateur Fried.zur vollsten Zufriedenheit vorbereiteten Festmahkeit sprachen anregende דברי תורה Herr Oberrabbiner Weber, der Onkel des ‘Bräutigams Herr Max R 0 s e n b a u m, sein Bruder!Herr Doktor Karl Rosen bäum und!Herr Rabbiner Klei n tmd beglückwünschten das Brautpaar;zu ihrem Bhebund. (Auch wir wünschen dem Brautpaar herzlichst מך׳ט!! Die Red.) Ein dankbarer Mandatar der Jüdischen Partei. Aus Nove Mesto n. V. wird uns berichtet: Wir •haben das unschätzbare •Glück, einen ׳jüdischen Vizebürgermeister zu haben. Herr Hugo Tauber, ein leibhaftiges Enkelkind des in den• weitesten׳!Kreisen als bedeutender Tailmid Ohoohom und •Kozin noch in der Erinnerung ,forliebenden Rabbi Meier Tauber s. 1., Verfassers des ,,!Beth Meir“, verdankt seine Wahl ausschließlich den Juden und auch den orthodoxen Juden, die sich •bestimmen ׳ließen, ihre Stimmen auf diesen Kandidaten der Jüdischen Partei abzugeben. Wie erkenntlich sich dieser Herr Vize bürge rmeister seinen orthodoxen Wählern dafür zeigt, geht a!us seiner folgenden, gut 1bezeugten! Aeußeruug hervor. Im Zusammenhang mit den Differenzen, die hier zwischen der orthodoxen und der Status-quo-Gemeimde bezüglich der Ghewra Kadischa bestehen, tat Herr Vizebiirgermeister Tauber vor dem nichtjüdischen Bürgermeister Julius Tomek die ׳ebenso freundliehe wie durchaus geschmackvolle, eines gebildeten Mannes würdige Aeußeruug: ״Wenn d i e O •r 1110 d 0 x e n in einem Jahre sterben, will ich erwirke«, daß sie alle Ehrenplätze am Friedhof gratis bekomme n.“ Die Orthodoxen •nehmen dieses freundliche Wohlwollen ihres ׳jüdischen Mandatars zur Kenntnis und werden1 es auch bet künftigen Wahlen auf das Ruhmeskonto der Jüdischen Partei verzeichnen. Ein sensationeller Prozeß in Chisinau.!Dieser 'läge fand in Chisinau die Verhandlung in einem Prozesse statt, der großes Aufsehen hervorrief:!Die Vorgeschichte dieses Prozesses ist: Ln einem Dorf in der Nähe von Balti wohnt die jüdische Familie Roi&man. Die sechzehnjährige 'rochter dieser Familie hatte nun ihre ׳Eltern gelbeten, in Jassy einen Posten aüfnchnien zu dürfen, was ihr schließlich nach langem Bitten gewährt worden war. Auf der Fahrt nach Jassy machte nun das junge!Mädchen die ׳Beikanntischaft eines Popas aus einem Nach1b‘ardorf: 'namens Rasü’, der, ’ verwitwet^ ihr ‘einen Heirätsantrag stellte und sie bat, b׳i׳s zur Trauung mvit ihm im Konkubinat zu leben. Das Mädchen ging auf den Vorschlag ein, wurde getauft!und erwartete, daß der Pfarrer sie heiraten werde.!Inzwischen hatten die!Eltern ׳von ihrer Tochter gar keine Nachrichten erhalten, bis eines Tages beim Vater des Mädchens ein!Bauer erschien, der ihm gegen eine Geldsumme über den Verbleib seiner Tochter Aufschluß gab. Sofort begab sich der Vater in!Begleitung •seines Sohnes in ׳das Nachbandorf, da aber d'as Mädchen Wind bekommen hatte von der Ankunft ihrer Verwandten, versteckte sie. sich. Vater und Sohn fanden slie bei ihrer Ankunft nicht und da auch, der Pfarrer nicht zu Hause war, verließen sie das Dorf. Inzwischen schlug aber das Dienstmädchen des Pfarrers ׳Lärm, daß sie von Juden überfallen wurde, und als der Pfarrer heimkehrte, erstattete er die Anzeige gegen die Roismans, van welchen er behauptete, sie wären ׳in seine Wohnung eirugebrochen und hätten einen Betrag von 40.000 Lei geraubt. Die Sache kam vor das Tribunal in Balti und die Angeklagten wurden) wegen Mangel an Beweisen (freigesprochen. Der Pfarrer, der ein!bekannter Cuz'ist ist und der sich auch von einem cuzikstischen Advokaten ׳vertreten ließ, appellierte!gegen dieses Urteil, worauf die zweite Instanz den Freispruch bestätigte. Währenddesen hatte das Mädchen dehn doch Raue empfunden über ihr Verhalten. Sie!bat ihre Eltern um Verzeihung, die ihr schließlich auch gewährt wurde, und kehrte zum Judentum zurück. Vater und Sohn aber haben gegen den Pfarrer eine Strafanzeige wegen Verleumdung erstattet. 111 in Bl Ml ,Jüdische Presse‘ Intelligenter Haus-iins wird gesucht, welcher bereits nach langjährigem Lernen einen Beruf erlernen möchte. Bedingung: Gute Lehrmethode, festes יראת שמים und Beherrschung der deutschen Sprache. Wilhelm Springer! Kleiderfabrik, Boskowlfz!Mähren) Philipp Fleischmann u. Frau laden auf diesem Wege Verwandte, Freunde und Bekannte zür בר מצרה ihres Sohnes Siegfried נ״י welche אי״ה ש׳ק פ׳ משפטים am 9. Februar כ״ט שבט in 11 בית הכנסת ,מיפא לנפש״., Glockengasse 4, um 8 Uhr vormittags stattfindet דרשה um 3 Uhr nachmittags, 11., Karmelitergasse 13. Fridei Hannes Zürich Selnaustraße ]5 Meier D. Lewenstein Verlobte 5689 שבט Zürich Gerechtigkeits;:a se 20 Cilla Kaafman ßeni Perl Wien Boripalär Verlobte Oralulation Nickelgasse 3, Tiir 7 Der Schomre-Thora-Verelii, Scene, gratuliert herzliehst seinem eifrigsten Mitarbeiter und Vorstandsmitglied Heim Elcbooon Bonyhadl, Senec, zu seiner Verlobung mit Fräulein Rozsi Paschkus, Dunajska Streda. Der Agudas-Jlsroel-Mädchenverein in Dunajska Streda gratuliert herzlichst seiner verdienstvollen Vizepräsidentin Fräulein Rozsi Paschkus zu ihrer Verlobung mit Herrn Eittö Bonyhadi. Senec. Für einen jüdischen Schneider- oder Schuhmachergesellen bietet sich ,in einem Provinzort Einheirat. Für Möbei und!Betriebskapital ist vorgesorgt. Gefällige Anträge unter ,,Masol“ an die Bratislav. Adm. d. Bl. Purimspiele •im Ausverkauf billigst zu haben bei Wwe. Josef Gemeiner, Bratislava, Judengasse 59. 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Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur: Dr. Joel Pollak, Wien, II., Leopoldsgas.se 26. — Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz, Bratislava. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. lg. Steirnnaan, Wien, '• IX . Undversitätsstraße 6—8. Einzige orth. Konditorei und י־י כשר Karlsbaderoblaten - Erzeugung die unter Aufsicht des Rabbinates steht עדה ישראל (שיפ׳יוחל) ורעו übernimmt Aufträge für חתונות׳ סעודות׳ כר מצות und für sämtliche Festlichkeiten unter reellster Bedienung und mässige Preise Karlsbader Zwlebaft and eistklass. Eis mit Stblagoberx Erzeugung Abs-aham leib Pomsrans TeL A-417-78־ Wien, U. Herminong. 18 Tel. A-41-7-78 Varsu*ff »lokal: Wien, 2. Bezirk, Floeegssse 7 i׳Ä? Schebath Feber Sehebuoih Sonntag 30. 10. 45. Montag 1. 11. 46. Dienstag 2. 12. 47. Mittwoch 3. 13 48. Donnerstag 4. 14. 49. Freitag 5. 15. Ab. Zorn 1. Samstag 6 16. 2. Adas Jisroel (Schiffschul). Gebetstunden in der Zeit vom 28 S chebath bis 5. Adar 5689. Freitag, den 28. Schebatte Minchah 5.10JtUhr; משפטים ,ö ש״פ: Morgengebet 7 und 9.3Ö Minchah 12.15 und 3.30 Uhr, 55 5 מעףק Uhr. An Wochentagen Morgengebet 6.25 Uhr, M nchah 5.15 Uhr.