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Jüdische Presse · 1929-02-08 · 6 (8.2.1929) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
6 (8.2.1929)
Date
1929-02-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 6 £■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ *■■■aaaaaBftaiMMftaaMaaaaMiiMfl'MaaaaBaHMMMBfiMBS [ Tschechoslowakei j xaBMVflBMMaBaaaaaaaanaBaaaaaBa1aaaaflaaBBaBaBaaaaBaaBBBaBaaaaaaBan■■■■■■■■■■■* Die orthodoxe Schule. stonen an. Der alte Kampf zwischen Dr. Reich und Grün ba.um hat in der letzten Zeit. mvoh der Spaltung der zionistischen Organisation in Polen und nach dem Austreten der!Reich-Gmppe a-us dem Sejmklub. an Intensität angenommen. Die offizielle .•zionistische Leitung vc׳rteidigt Doktor Reich, so daß die Grünbaum-Grüppe aus der offiziellen zionistischen Organisation austreten mußte. Beide Parteien wollen selbstverständlich die Ocffentlichkeit für sich gewinnen und da sind zionistische Versammhingen, die recht stürmisch verlaufen, an der Tagesordnung. Boi einer bewegten Versammlung in Warschau, die vorige Woche Sonntag im großen Konservatoriumssaal stattfand, ist die Griinbaum-Gruppc mit ״schlagenden“ Beweisen für die Richtigkeit ihres Standpunktes eingctreten. Sowohl Dr. Reich wie seine nächste Umgebung mußten, terrorisiert von der blutigen Schlägerei, auf die Abhaltung ihrer Versammlung verzichten. Polizei mußte einschreiten, und wenn! es ihr auch •nicht gelang, den Frieden zwischen der Grtinbaum- und Reich-Gruppe herzustellen, so sicherte sie mindestens für beide Parteien einen ungestdrten Abgang. Amtliche Verlautbarungen der Wiener isr. Kultusgemeinde Kundmachung. Z. 65 ex 1929. Die in der konstituierenden Sitzung des Kultusvor- Statutes vom 3. Jänner d. J. gewählten Mitglieder des Präsidiums und des Vertreterk ollegium s haben Mi re Aemtcr zurückgclegt. Sohin wurde in der Plenarsitzung des ‘Kultusvorstandes vom 31. Jänner d. J. die Neuwahl des Präsidiums und des Vertreterkollegiums vorgenommen wie folgt: Präsidium. Präsident: (gewählt für eine vierjährige Funk•־• tronsperiode): Univ.-Prof. Dr. Alois Pick. Gencralobcr- Stabsarzt d. R. Vize •p ras idente n (gewählt für eine einjährige Funktionsdaticr): 'Dr. Jaikob Ornstein, Rechtsanwalt; Dr. Josef Lö wctihcrz, Rechtsanwalt. Vertreterkollegium. Mitglieder (gewählt für eine einjährige Funktionsdauer): Dr. Jokob Ehrlich, Rechtsanwalt; Doktor Desider Fried mann, Rechtsanwalt; Dr. Rudolf Glanz, Rechtsanwalt: Ing. Wilhelm Kemp! e r, Baurat; Max Markus, Kaufmann; Dr. Hermann Oppenheim, Bankdirekter; Wolf P a p p e n 11 e i in. Schriftsteller; Dr. Josef Tic ho. Rechtsanwalt. Wien, I. Februar 1929. Der Präsident; Prof. Dr. Aloitj Pick an. ,p. Kegieruugsrat Guido Fuchsgelb ■m. p., Amtsdirektor und Erster Sekretär. Z, 646 ex 1929. Wien, i!m Februar 1929. Konfirmandenunterricht. Der Vorstand bringt zur Kenntnis, daß der afljährlieh in den Tempeln •der Gemeinde stattfindenden Konfirmation der israelitischen Mädchen ein Konfirmanden-!unterricht vorausgeht. Die Teilnahme an diesem Unterrichte steht solchen Mädchen frei, welche im Laufe des Kalenderjahres das 14. Lebensjahr bereits erreichen. Die P. T. Eltern oder Vormünder werden demgemäß •emgeladeh, ihre Töchter bezw. Mündel zu veranlassen, sich,!bei ihrem Religionsilehrer oder im Schulamte der israelitischen Khltusgeme'inde, 1., Seitenstettengasse 4, HL Stock, 'bis spätestens 25. Februar 1929 wegen Teilnahme an •dein Konfirmandcnuinterridite zu melden. Mädchen, die keinen öffentlichen Religionsunterricht genießen und ׳über Wunsch der Eitern oder Vormünder konfirmiert werden sollen, sind gleichfalls «m Schulamte der israelitischen Kultusgemeindc bis zu dem angegebenen Termin anzumclden. Der Unterricht ist imentgdfclich. Der Vorstand der israefitischen Kultusgemeindo Wien. Mein ׳erster, in Nr. 1 dieser Zeitung erschienener Artikel über die Leitung der Preßburger orthodoxen Genicindc in ihrer neuen oder erneuten Zusammensetzung hat der Gemeindelcitung ׳begreiflicherweise mißfallen. Das ist durchaus nicht erstaunlich. Ich schreibe aber meine Artikel .nicht, •um ׳Beifall oder Mißfallen z usn;lösen, sondem ausschließlich, um der Wahrheit und dem orthodoxen J11 de n tum!zu dienen ׳und• um denjenigen Mitgliedern der' orthodoxen Gemeinde in Preßburg und anderwärts, denen das Wohlergehen der •jüdischen orthodoxen Gesamtheit wichtiger ist als jede Art von -persönliehen, Wünschen, deutlich und ungeschminkt ׳zu zeigen, wo der Weg hinführt und welche Tendenzen und Moglichkeiten neue Richtungen ׳bei ihrer ungehinderten Ent- Wicklung in sich bergen. •Das Ist meine Pflicht auf dem Posten, auf dem •ich nun einmal stehe, und ich erfülle •diese Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen, niemandem zuliebe und niemandem!zuleide, einzig und allein, um nicht mitschuldig!zu sein an den schlimmen Folgen, die jede Unterlassung einer rechtzeitigen und wahrheitsgemäßen Aufklärung •und' Warnung der gutgläubigen Treuen für das gesetzestreue Judentum ׳in Gegenwart und Zukunft!zwangsläufig •nach sich ,ziehen muß. (Die beiden ׳zionistischen Organe, •die allem ,Anschein nach mit nuancierten Unterschieden bevollmächtigte Sprachrohre der von ■mir scharf genug gekennzeichneten Richtungen geworden sind, welche jetzt in der Gemeinde- Verwaltung auf!Grund des ׳zahlenmäßigen Wahlresultats nicht!zu Unrecht die Herrschaft innehaiben, überfielen mich darauf mit ׳persönlichen ,Beschimpfungen und Drohungen und ׳verlegten sich überdies *— ein sehr bequerner Standpunkt — auf die glatte Leugnung von Tat- Sachen, die einen! j׳cden als unumstößliche Wahrheiten!bekannt sind. Persönliche Schmähungen und Drohungen,׳ und was ,sonst derlei Dinges sind, interessieren mich ebensowenig, ׳wie ׳sic imstande sind, mich von der absoluten Sachlichkeit meiner ׳publi'zistischen Tätigkeit auch nur um Haaresbreite abzulenkeu. Was die Aibicugnungsversuche ambetrifft, •so erkläre ich, daß ich den ,Inhalt meines Artikels uneingeschränkt aufrecht erhalte. Ich habe meine Ausfiihrungen •im!Bewußtsein meiner Verantwortung •mit •meinem ‘vollen ,Namen gezeichnet •und stehe für meine Worte •ein. Auf die sachliche •Bedeutung •dieser Wahl und ihre ‘Folgen für die prinzipielle Entwicklung der zahlreichen orthodoxen ׳Gemeinden des ׳Landes ׳und damit in ׳weiterer Konsequenz •für die gesamte unabhängige Orthodoxie, in •der ׳Slowakei ׳werde ich, so 1G-tt will, •selbstverstündlich noch zuriiekkommen, sobald die Verhältnisse ein offenes Wört erfordern werden. ׳Diese wenigen Sätze waren aber •jetzt schon nötig, um etwaigen;falschen Schlüssen bei den Lesern ׳über die Wirkung der naiven 'Eiinschüchteniugsversuche!vorzubeugen. •Heute möchte ich bloß einige ׳Bemerkungen über ein!Detail ■anfügen, das inrohr als alle Argumente und ׳weitschiweLfigen Auseinandersetzungen über Gemeindcpro- ®ramme geeignet!ist, ■zu beweisen, wie sehr der Geist, der jetzt in den orthodoxen .׳Gemeinden programmatisch inauguriert werden soll, entfernt ist von •dem!Geist, •der zu allen Zeiten das jüdische ,Leben beseelt ■hat. (Eine seit annähernd fünfundzwanzig Jahren aufs ׳beste bewährte, ihre!jüdisch-erzieherische!Aufgabe stets über alles ernstnehmende ׳Lehrkraft der orthodoxen Volksschule soll am 17. Scbwat angeblich ein Kind darüber ,zur Rede, gestellt ׳haben, daß es Tags •zuvor am Vormittag unter dem Vorwände des ungünstigen Wetters der Schule fernblieb und a!m Nachmittag trotzdem ein!Fest besuchte, •das ein ,hiesiger zionistischer Verein (Misrachi) veranstaltet •hatte. Wir sehen ■davon ab, daß die ■ganze Geschichte — wie ich höre — •erfunden ist. und •es soll auch nicht in Betracht gezogen werden, daß es sich dabei um eine Lehrkraft handelt, die sich gerade wegen ihres treuen Pflichtbewußtseins und!ihrer Liebe, zu den ihr amvertrauten Kindern allgemeiner Anerkennung erfreut. Von sympto- ׳matischer Bedeutung ist bloß der Umstand, daß ein ׳solcher Vorfall — als wahr angenommen — den Gegenstand schärfster Angriffe bilden!kann gegen eine Lehrkraft, die nicht etwa an einer national-jüdischen Zionistenschule, an sondern an einer orthodox-jüdischen Voliksschule in Pr c ß b u r g winkt.;; : ׳. ,!Die Frage, ob die zionistischen Bestrebungen und die Förderung dieser L'cStrebungen und damit die Teilnähme an zionistischen Veranstaltungen und Propagandafesten vom Standpunkte des g.lauibenstreucn Judentums religiös zulässig sind oder nicht, wurde für sämtliche orthodoxen!Gemeinden in der Slowakei im Sinne aller für orthodoxe Juden maßgebenden rabbinischen Autor!- täten ׳von der L a n d e s r a b ׳b i n e r v e r s a m in 11 u n g, die statutengemäß für alle ׳Gemeinden bindende Kraft hat, entgültig entschieden. (Die ׳Beschlüsse •der. Propaganda- Rabbinerversammlung, die von sämtlichen Rabbinern• des •Landes eigenhändig bekräftigt wurden, sind allen Aegehörigen der orthodoxen Gemeinden durch öffentliclw: Bekanntmachungen zur •Kenntnis gebracht worden. Für den Lehrer und Jugendbildner an einer orthodoxen Schule bedeutet die Respektierung der rabbinischen Kundgebungen, auch wenn er etwa — was kaum ange- •nommen werden darf — persönlich anderer Ansicht wäre, das selbstverständliche Axiom des J i r a s Sahomajltn und eine u n au s w c i a1h 1 iche Weg- •Weisung in seiner erzieherischen Arbeit ii׳be r h au p t. Wer sein Kind in eine der von den o r thodoxen Gemeinden erhaltenen ׳Schulen ■schickt, ist sich dessen ׳bewußt und soll sich von ׳vornherein dessen •bewußt sein, daß sein Kind dort zu in orthodoxen Juden •mit allen theoretischen Erkenntn i s s!e n und ■praktischen Lehren des o r t h 0־ döxe 11 Judentums für •das Verhalten i m!Leben der Gegenwart belehrt und herangcbildet!wird. Wenn •Eltern sich in ihrem persönlichen Leben über die Grundsätze des orthodoxen Judentums und über alle oder einige Voraussetzungen der!Erziehung in einer orthodoxen׳ ,Schule!hinwegsetzen, so bleibt •iihr eigenefl Verhalten freilich ihre Gewissenssache. Wissen sollten solche •Eltern aber, und es wäre Sache der Gememdeleltung, ihnen dies recht deutlich ׳!zu sagen, daß die Schule •und •der Lehrer, der au •einer orthodoxen ׳Schule tätig ist, die klare Aufgabe haben, mit allen Mitteln einer gesunden׳ ׳und vernünftigen ■Pädagogik dahin zu wirken, daß das Kind •den Weg der ׳Eltern verläßt und den Weg der Thora geht. ״'Ehret!Mutter und Vater, aber;meinen Sabbat sollet ,ihr hüten!“ fordert die Thora.!Befolget die Sipeisegesetze, bekleidet euch nicht mit Schatnes usw.. aber auch: ״Weiche nicht •a׳b von dem Wort, •das ׳sie (die religiösen Führer d ein e r •Z e i t) dir sagen!“ fällt unter das gleiche!Gebot. Wie׳m •diese Lehren der Thora nicht gefallen, mag sein Kind schicken, ׳wohin er •will. In •der orthodoxen Schule •darf ihm nichts anderes ׳gelehrt werden. In dieser Schule — wenn sie ihrer ׳Aufgabe gerecht werden sali — wird demnach auch der zionistischen Propaganda!unter dem Schulkindern!mit!besonderem Nachdruck e, n tg e g e ng e a rb c J t e t ׳werden müssen, auch wenn es den zionistischen A g it'a tor'cii n i c׳h t gefällt. Kaum hat aber in Preßburg die neue Gemeindeleitung ihren Platz eingenommen, so wird!künstlich ein ׳Fall konstru'iert, utn den Versuch zu machen, die •zionistische Forderung nach Einschränkung des orthodoxen ׳Geistes und der orthodoxen Erziehung in d e r S c*h •ule auf die Gebiete, auf denen die Z i o n i s t e n i n ו h r e r g r o ß e n G n ׳a d e den Lehren des orthodoxen Ju nden Uims mich! widersprechen, ■den!Löhrem aufzuizwingen. Wird sich die orthodoxe (Gemeinde von Preßburg beizeiten besinnen? Jacob J o e 1 •Braun. Zur Kongrua der Rabbiner in der Slowakei. Das orthodoxe Zentralbureau in Bratislava versandte am 2. November 1928 sub Zahl 3502/28 an sämtliche orthodoxen Rabbiner des Landes die Frazückt war er von der Mitteilung, daß er wegen seiner geringen Mittel uni Befreiung von den Kollegiengeldern nachsuchen möchte. Gesenius öffnete eine Tür und zeigte dem jungen Manne seine zahlreiche Familie; doch wollte er einem so strebsamen Hörer eutgegenkommen und ihm das Honorar auf zwei Dukaten ermäßigen. Glücklich über dieses Entgegenkommen, verabschiedete sich der Student, der die Vorlesungen in der bisherigen Weise weiter besuchte. Nach Beendigung des Semesters beglich der junge Mann seine Schvdden, aber ach, für Gesenius blieb ihm,!nachdem er alles, was zu entbehren war, ״verklopft“ hatte, nur ein Dukaten. Was tun? Nach langem Ueberlegen macht er mit einem spitzen Instrument einen kleinen Punkt in den Rand des Dukaten, und nun ging ier zu Professor Gesenius. Dieser empfing ihn sehr freundlich, drückte seine Befriedigung darüber aus, daß er auch in diesem Semester ein so eifriger Hörer seiner Vorlesungen gewesen sei. Beim Abschiede übergab der Student dem in guter Stimmung befindliehen Professor seinen Dukaten als schuldiges Honorar. ״Aber“, sprach Gesenius, ״Sie erinnern sich doch, daß wir von zwei Dukaten gesprochen haben?9 ״Allerdings“, erwiderte der Student, ״aber sehen Sie, verehrter Herr Professor, hier nicht den Punkt im Rande?“ ״Gewiß, was soll dieser?“ ״Das ist das Dagesch forte.“ Herzlich lachte Professor Gesenius und gab ihm auch diesen Dukaten zurück mit der Bemerkung, daß er solch praktischen Erfolg von seinen Vorlesungen noch nie verzeichnen konnte. Das Dagesch forte hatte Wunder gewirkt: Aus einem Dukaten wurden deren zwei — aus einem gedrückten Herzen zwei freundlich gestimmte Seelen. — (Aus dem ״Jüdischen Familienblatt.) Spendet für den Kindergarten und Jessode Hora der Adas Jisroel, Wien, 14 Nestroygasse 11 ©00 j Bücher ססר חורת יחד״אל חבוי נפלא על חמשה חומשי תירה י ח״א על ס׳ בראשית ובו דברים עתיקים בהספדו על ה״בתב סיפר" זצי׳ל טאת מיהר״ר יחזקאל זצ״ל שהי׳ אבדק״ק באנאיויץ ולפנים בק׳יק ק״ב, וייא ררושים עתיקים וחיופים מאדיר הגה״ק סוהר״ר יעקב חמ׳ קאפל אלטענקינשטאדט תקרא ד קאסל חייף זצ״ל בשם דרשות יעב״ץ, עם הערות וס־תשים בשם ני ה שלום על הפסיק/א מאת המרל הר״ר משה ר יי ר, אברק״ק באנאווי". גאלאנטא, התרפ״ט, 18 וק״ס עמ׳. Reich an Bänovce (Kom.׳ Herr Oiberrabbiner Moses! Dank aller Freunde׳ ׳1Nii'tra, Tschechoslowakei) verdien! •den das zum׳ ,e!r Thora für •die Herausgabe •eines Werkes׳d größten Teil aus!nachgelassenen Geistessclhätzen seines besteht. Aus dem oben ge- זצ״ל Vaters und Großvaters benen Titel des!Buches ist zu ersehen,׳wiedergege׳ kürzt דרשות יעב״ץ daß ein Teil des Werkes, mämliich die h!a r i f (Alten-׳ € b i Koipipel׳ keinen geringeren als!R a!b יעב״ץ den scharfsinnigen Verfasser des *זצ״ל (ik/unstadt zum Autor hat. Bei der Fülle der Mag- על מס, ח״לין gidusUteratur unserer Tage muß es als wohltuend ernpuns einmal auch Neues ספר fanden werden, wenn ein Ist es nicht eine׳ .Alten“ bringt״ von den vertrauten man erfährt, daß׳ wenn איר׳בי חורה Schmach für die die geisfstrolzenden Handschriften hervorragender Meister der ■Halaöha und Agada der vergangenen Jahrhunderte und mit der׳ modern בקרן זי י ח irgendwo ■unbeachtet Zeit der!Nachwelt überhaupt verloren!zu gehen ■drohen, während die Bücherregale mit neuen Werken massenhaft!beladen werden, denen sehr oft der alleinige Wert inne- ,einmal! schreibt), daß man nun weiß׳ wohnt!(wie Lessing ■daß es nicht schade gewesen wäre״ wenn sie nicht gedruckt worden wären? Von R.!Koppel Oharif besitzt die Nachwelt leider viel zu wenig an gedruckten Werken. Diese דרשות sind Perlen in ihrer Art and enthalten auch wertvolle Daten zur Ergänzung der!Zeitgeschichte. Das gleiche gilt vom zweiten, dem eigentlichen Hauptteil des ';Buches. Es sind ׳schöne,!manchmal merkwürdig er-!hellende Deutungen zum ׳ בראשיתD Schade nur, daß es nicht gesondert auf die •ganze חורה als ein ganzes Werk erscheint! Der Hesped ■auf den כחב 0יסר זצ״ל wirkt erschütternd. Unter dem Titel ניה שלום schließt sich •der •Herausgeber mit einigen recht ׳annehmbaren Eriklärungen ׳zur Pesikta und den vier ׳ParsCliijoth an. Das Vorwort enthält ׳interessante Angaben zur Familienge schichte der ׳Nachkommen ׳des 1R. Koppel Oharif זצ״ל durch die seine vor einigen Jahren in London (als Mss. vervielfältigt) erschienene Biographie von Dr. K. Duschinsky vorteilhaft ergänzt wird. B. בחינת המציית לפי מניני סתרן והתחלקותן מאת יתאל מיכל הכ־ן גיטמן - ברסלוי הרפ״ח. בדפוס טה. שאטצקי, הברח מניות בסיכנית מ. וה. מארקוס ברסליי Das Büchlein enthält eine interessante Untersuchung über die Frage der תרי״ג מציח Gutmann weist nach, daß die Zahl חרי״ג nicht etwa von Rabbi Sitnlaji, dem Autor des bekannten Ausspruchs in מס׳ מבית herrührt, daß sie vielmehr viel älter ist und in früheren Midraschim' schon als feststehende, unveränderliche Größe erscheint. Gutm:ann ve?mutet, daß es zur Zeit der Mischna ein altes Verzeichnis gab, eine Art Kompendium der Thora, das 613 Abschnitte enthielt, und auf das auch die Mischna Bezug nimmt. Er erklärt damit, daß die Mischna die Tatsache der einzelnen Mizwoth voraussetzt, auch da, wo sie nicht in der Thora stehen, wie z. B. bei מצות ני חניכה und sich sogleich mit den Einzelheiten beschäftigt. — Der Verfasser behandelt sodann auch die Einteilung in

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