Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 5 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE Nr. 5 sich zu geben. Au anderer Stelle unserer heutigen Num־ mer bringen wir die Notiz vom Zusammentreten jener braven Männer, die im Register des Vereinsbureaus deit Behörde als Vorstandsmitglieder der Agudas Jisroel verzeichnet sirtd. — Agudas Jisroel in Wien konnte nicht dem Schicksal der meisten Wiener Vereine entgehen. Ein bis zwei arbeitsame, eifrige Männer in einem zwölf- bis achtzehnköpfigen Vorstande, und die übrigen ... Staffage, Dekoration im besten Falle. Ein solcher Zustand ist selbstverständlich bei jedem Vereine zu mißbilligen, geradezu sträflich aber sind solche Verhältnisse innerhalb der Aguda, die doch eine Bewegung sein sollte, die den jüdischen Menschen auf rüttelt, zur Pflicht׳ ruft und in die erste Reihe des Kampfes für die Interessen des thoratreuen Judentums stellt. Unsere Aufgabe ist es nicht, mit der Wiener Leitung der Agijda zu rechten und ihr die Sünden der Vergangenheit vorzuhalten. Gerne begrüßen; wir, als erste günstige Wirkung der zweiten Kenessio, die Wiederaktivierung der Wiener Ortsgruppe der Aguda, nur wollen wir schon im vorhinein feststellen, daß selbst der günstigste und glänzendste Ausgang der zweiten Kenessio der Wiener Ortsgruppe nicht den Rechtstitel geben darf zu einem weiteren süßen» fünf Jahre dauernden ungestörten Schlafe. Erez Jisroel-Gesellschaftsreise im März 1929 Adar II 5689 veranstaltet von der - Palästinazentrale der Agudas Jisroel. Erez. Jisroel steht ■immer ׳mehr im Mittelpunkt der. lüdischen' Gegenwartsinteressen, und es ist -daher!begreifliüh, wenn die Sehnsucht, durch eigene Anschauung Erez Jisroel!kennen!zu lernen, in weitesten!Kreisen wach geworden ist. Doppelt empfindet diese 1Sehnsucht!aber der igfesetzestreue ■Jude, dem Erez Jisroel das;Land bedeutet, auf welchem •einstens -die SChechiina -ruihte!uind «nt welchem die heiligsten'!Hoffnungen des :jüdischen -Volkes verknüpft sind. Die Stätten'׳zu seihen,!welche den historischen Schauplatz eines, großen Teiles der Thora -darstellen, ist der heiße ■Wunsch Tausender von Juden.!Um diesem Wunsch entgegen izu kommen -und!mit verhältnismäßig geringen Mitteln!seine Erfüllung im!Rahmen einer!Gesellsohaftsrei'se izu ermöglichen, veransbaitet die iPalästinazentrale der Aigiudias Jisroel eine Gesellschaftsreise. ♦ . ׳ Die Abreise erfolgt ab Triest am Donnerstag, den 14.. März 1929 (2. Adar II) abends 8 •Uhr mit Dampfer ,.Caiharo“. ‘ . _ ' N Ankunft in Jaffa Mittwoch, den 20. Marz (8. Adar), 7 Öhr morgens. Der: Aufenthalt!hi Palästina Ist für •etwa zwei Jochen berechnet, in weikthein!Gelegenheit ist. die Städte Jerusalem, T!el־Awiiw, )Hebron, “Tiberias, -Jaffa, Haifa, jeri'oho!zu besichtigen, sowie, die Kolonien. ‘ י Petach-Tikwa. R-ischon le Zion. Miikwe־• Israel und die jüdischen!' Siedlungen im Emek.. - s .!Für Teilnehmer, die dm. Anschluß- Aegypten besuchen .׳wolleneist!Möglichkeit• hierau!gekeben. ־/■־ . Die Reise —ל!Abfahrt von Triest bis!zur Wiederamikunft in Triest. ־— dauert ungefähr vier Wochen. ׳ד-■ . - Preise: '-■׳• Die etwaigen-Reisekosten 1betragen‘- bei 3.׳Klasse Schiff etwa RM. 700, doch läßt sich dieses deshalb nicht präzisieren, da wir die Ausgaben in Palästina für Kost, Logis!und Aufenthalt ־ den einzelnen Teilnehmern überlassen möchten. , ׳Es bleibt den Teilnehrnerü ferner überlassen, nach (Belieben 1., 2. oder 3. Klasse auf dem Schiffe zu benutzen lind auch in erst- oder zweitklassigen!Hotels •in Erez Ji׳scoel 011 logieren. , ,V *־־ .Preis des!Schiffsbilletts für die!Hinfahrt: . V Klasse ‘Pf. St. 22־' :RM. 450, 2. Klasse Pf. St. 13 f=PM.:307, 3. IKliä-sse Pf. ׳St. 5 ־= RM. 102; diese Preise verstehen sich! inklusive Bett und Verpflegung.. ,Wir!bitten., unsere Teilnehmer, uns ׳mdtzuteilen, mit weicher Klasse sie zu reisen belieben ,und uns gleichzeitig den betreffenden Betrag -entweder in engl. Pf. oder sh Mark (Postscheckkonto (Nr. 53.900, Frankfurt a. M.) an die Adresse der ,Palästinazentrale der Agudas Jisroel, Frankfurt-׳a. M;, Hanauerlandstraße 15, ׳zukommen zu lassen. IDie Teilnehmer erhalten ,dann׳ eine Anweisung, d,;h. ׳eine ■Quittung' des!Lloyd «Triestino. Diese Anweisung ׳wird in Triest vor Antritt der Reise gegen de Schiffskarte urnge tauscht. Wir!bitten, ■daß der!Betrag bis spätestens 1. ■Februar 1 92 9 an ■uns überwiesen ist; nach Eingang ־ desselben melden wir den Teilnehmer zur Röscher-yerpflegung auf dem Dampfer und für Unterkunft!in'Palästina.׳an, W׳ir bitten aber um!Mitteilung, ob Logis und Verpflegung •in Palästina, erst- oder,zweitklassig be- Stellt' werden sollen. Die!Leitung im Lande wurde einem Ehfenkpmitee ׳unter .Vorsitz von Sr. Ehwr. Herrn Ober- ,rabbiner!Horovicz ׳übertragen. r * Pässe: Jeder Teilnehmer muß im Besitze •eines für ■das Ausland gültigen .!Nationalpasses ■sein. Erforderlich ist das Visum für!Palästina. Da׳s palästinensische Visum kostet für Deutsche ׳M, 15,40. Wieweit Visa für die zu durch-!reisenden Länder für ׳die einzelnen Teilnehmer :erf order- Sich :!sind, :richtet sich nach der Nationalität des Teilnehmers; wir bitten ׳die Teilnehmer, . sich!hierüber in einem Reisöbureau g e n ׳a u ■e s t e •n szu informieren. ■ * Allgemeines: Es empfiehlt sich, eine Versicherung einzugehen. Wir sind ׳gerne bereit, eine 1solche hier auf Wunsch für ■unsere Teilnehmer abzu-schlleßen und bitten um entsprechende Mitteilung. Wir bitten die Mitreisenden, uns geil, auzitgebe«, was sie!in Palästina besonders interessiert, •damit wir!bei Festsetzung des Programms ■nach ׳Möglichkeit Einzelwünschen gerecht werden können. Wir bitten ferner ׳um «Mi-ttei-hi-ng, Ob der Teilnehmer auch Aegypten besuchen will. Wir stehen unseren Teilnehmern auch gerne weiter •mit Informationen jeglicher Art zur Verfügung und bitten, sich dieserh-alb an Herrn Julius Schwabacher, Frankfurt a. Main, Höldetliustraße 5, zu wenden. 9 Nachrichten @ Zur Beachtungl Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab זמן הדלקת הנר עמיצש״ק nach den מנהג ותיקין nach welchem unsere ostländischen Brüder sich richten, veröfefntlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithachduth Jereim“ zur Verfiigung gestellt. י "חתאחדות יראים" ווינה «,Hltachdut Jereim“ Vereinigung Thoragesetzestreuer Juden in Wien II., Heinestraßc 30. T. 15. ב״ה פ, יתרו זמן הדלקת הנר עש״ק שעה 4 ע□ 44 מינוט זמן שקיעת החמה עש״ק שעה 4 עם 57 מיגוט ■זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 5 עם 56 מיגיט Sitzung des großen Aktionsausschusses der Agudas Jisroel-Landesorganisation Oesterreichs. Samstag abends, den 7. Schwat fand im großen Sitzungssaale der ׳Agudas: Jisroel-Ortsgru!ppc Wien eine überaus zahlreich besuchte Sitzung des Äk t i o n s a u s- Schusses der Agudas Jisroel ׳unter Teilnahme des Ortsgruppenvorstandes'• und der orthodoxen Kultusmandatare statt. Der Vorsitzende, Herr Wolf Pappenh e im, eröffnete die Sitzung mit einer kurzen Einleitung, in der er auf die bevorstehende G e n e r a 1 v e r s a m mi'uug der ׳Agudas Jisroel-Ortsgruppe Wien ׳und die Vorarbeiten der K e n e s s i o G e d!a u 1 o im heurigen Jahr, die voraussichtlich in Wien stattfinden wird, hinwies. Herr Rultusrat!Moritz!Leitner •erstattete einen sehr ׳ansdhauche« Bericht über die!Lage •der Orthodoxie in Oesterreich״ nach den Kultuswahien, indem er die Pairteikonstellation bei den heurigen Kultuswahlen kritisch beleuchtete, um daraus die Konsequenzen für ■eine durchgreifende •Reorganisation •bündig׳ zu ziehen; An ,den Bericht •schloß sich eine sehr!angeregte Debatte■ an, an ■ welcher sich die Herren Alfred Stroh, Nathan Herzka, Alter Kamm. Salomon Türkl, Samuel Nüsserabaum und viele andere beteiligtem!Insbesondere die ausführlichen Betrachtungen des Herrn Nathan Herzka über Kehilö- und Agudapolitik gaben Anlaß־ zu -einer •anregende« Auseinande rsetzumg über versohlesohiedenblichen Mißverständnisse, die in der •letzten Zeit das orthodoxe Leben in. Wien; beeinträchtigten. .Herr •Nathan Herzka hat ausgeführt, daß die Reorganisation «iaht allein im Hinblick auf die nahende!Kenessio Gedaulo, sondern hauptsächlich zur Aktivierung der Ortsgruppe nötig sei, die speziell hier in Wien die ׳hohe.. Mission habe, alle Gegensätze ׳innerhalb •der.: Orthodoxie auszugieiahen und namentlich ,׳Ost- und Wcs^üden zu vereinigen. Er drückt am Schlüsse seiner Rede besonders heirzlichst den Wunsch aus, daß die Agudäi die ' jilngst das •;!Glück hatte, ein Fest Ihres Führers;: des•■ Herrn^-Wqif .'Bappenlheiim,. zij feiern, ihn «och ungezählte Jahre,..an •׳ihrer;Spitze sehen möge. Der Antrag der.• Leitung ,׳auf ׳Einberufung der Generalver- Sammlung •für Sonntag, ־den124; Februar, ebenso wie der der Einberufungund ׳ endgültigen Konstituierung des Großen orthodoxen ,Parteirates wurden einstimmig äugenommen. ..׳■ : ׳,׳ נ . Rabbiner H. Schenk nach Erez Israel abgereist. ' : Mittwoch, den 19. Schebath, abends, trat Rabbiner H. iS eben k: seine von tder ״Jüdischen Presse“ bereits angekündigte Palästfnarei^e an. Rabbiner Schenk nahm vergangenen Samstag!in ,'seinem aiteabbatlichen Vortrage von seinen Zuhörern' herzlichen Abschied. Bel seiner Abreise; haben ihm der Vorstand des Bethauses Talmud- Thora, die Mitglieder des Vereines wie seine Kollegen und zahlreichen •Freunde einen feierlichen •Abschied bereitet. Rabbiner Schenk stattete .vor seiner Abreise dem Vor-, sitzenden des geschäftsfftHrenden Ausschusses •der Agudas Jisroel in Wien,• •Herrn Rabbiner Dr. iPinchas Ko ihn, einen Besuch ab, mit dem er längere Zeit über die Probieme der Orthodoxie in •Erez Jisroel konferierte. Die Firma Eisen & Co., VII״ Neubaugasse 15, bringt Feinwurst- und ,Selchwaren in den Handel, die ausschließlich aus dem Betriebe stammen, der der Aufsicht des ehrwürdigen Rabblnats der Adas JJsroel untersteht. Jedes Stück trägt daher eine deutliche Marke der Adas Jisroel. - Gründungsfeier. Samstag, den 15. Schewat, um 8!Uhr abends, fand •in dem Festsaal der Restauration Nagel die Gründungsfeier der ש״ס חברה des Bethaus- Vereines Ma.rpe-Lauetesah zunn Andenken ihres Rabbiners ד נחמי׳ פריעדמאן זצ״ל!statt. An der Festversammlung!haben teiigenomm-en die Herren Rabbiner: Schenk, Weiß, Flesoh, Dr. Pollak, Blech, .׳Benedikt Tauber und 'Halberfeld. Die A-das Jisroel-Schiftsdhul •war durch Vorsteher Pappenheim, •Dr. iReininger und Feiglstock vertreten. Aus Wiener- Neustadt kam ׳als!Vertreter der •dortigen Orthodoxen Herr Moses!Rosenberger. Der Vorstand von Marpe-Lanefesdh war durch •die!Herren iM. Augapfel, M. Nagel, Scihif fei drin •und Grünhut vertreten. Nachdem Herr Moriz ,Nagel die Festgäste im Namen ׳des Vorstandes begrüßte, ergriff Herr Rabbiner David Friedmann das Wort ׳und führte in 1längerer Rede aus, daß die!Absicht ׳dieser Vereinigung wäre, •durchintensives Lernen Einigkeit i,n das orthodoxe Judentum *unserer Stadt zu bringen. Nachher ergriff Herr Emanuel iHömgsber im Namen des Mattersdarfe.r Vereines -das Wort und munterte die Zuhörer an. diese Vereinigung tatlkräftigst zu unterstützen. Es •sprachen •noch ׳die Herren Rabbiner!Schenk, Flesch,!Blech und Haberfeld und Herr Rosenberger •ans Wr.-Neu stadt. Die Worte der Herren Wolf Pappenheim und Dr.!Isidor iReininger machten einen besonderen!Eindruck. •Herr Gersan Quitt, als unmittelbarer Vorsteherfl dieser neuen Vereinigung, wußte bei dieser Gelegenheit zahlreiche Mitglieder zu akquirieren. Um •das •Gelingen ■der Feier hat sich •Restaurateur!Nagel verdient gemacht. Für das Benschen wurde ein namhafter Betrag erzielt. Agudas Jisroel wirbt für ihr Schulwerk in Palästina. (J. T. A.) Gemeinsam mit dem Qescliäftsführenden Ausschuß der Agudas Jisroel hat die Palästina-Zentrale der Agudas Jisroel beschlossen, in den beiden Adar- Monaten 5689 eine großzügige Werbeaktion zugunsten des Sch ul werks der Agudas Jisroel in Erez Israel zu veranstalten. כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשף des orth, Rabbinatsassessors, Koiice, erzeugt ״POLIO“ FRIEDMANN & CO. Seifen- und Kerzenfabrik, KQS6CE Palästinazentrale der Agudas Jisroel. Preisausschreiben! Jeder sich in den Dierfst ■der Aüar-A!ktiou stellende •Sammler, der mindestens S 100 zugunsten unseres!Schulwerks sammelt, sei •es durch Vertrieb unserer Coupons oder durch freie iSammHungen, kann!sich •an der am 5. Nissan 5689 (15. April 1929) statt find enden Verlosutig beteiligen. Der Säm׳mler hat folgende!Bedingungen zu erfüllen: Bis zum 2. Nissan (12. April) müssen mindestens S 100 als Samtnelergebnis im Besitz •der Palästinazentrale sein (durch UeberWeisung!auf ׳das!Postscheckkonto des PullistinaHSchulwerks der Agudas Jisroel Nr. 113,621, Wien, oder durch Vermittlung der für lim zuständigen ׳Gruppe). Die Palästinazentrale stellt dem Sammler hiergegen eine numerierte Empfangsbestätigung aus, die •ihn berechtigt, sich an der •unter Aufsicht eines!Notars stattfiudenden Verlosung zu beteiligen. * Preise. 1B e •i ■eine־m S a m m •e!1 •e r ׳g e b 11 i s v o n 111 •i ti d es׳teil׳s S 150: 1. Preis: Eine ׳Reise!nach Erez Jisroel. {SChiffskarte für Hin- •und!Rückfahrt inklusive Bett und Verpflegung.)!Sobald für die Auslosung des 1. Preises ׳mehr als 100 Sammler •in!Betracht kommen, wird als 2. Preis: ebenfalls eine Reise «ach!Erez Ji-sroei 7.11 den gleichen Bedingungen ausgesetzt. Miind'eistens S 12 5: 3. Preis: 500 Palästina-!Zigaretten; 4.•Preis; 1 Kiste Jaffa-Orangen; .5. Preis: 6 Haschen Palästina wein; 6. Preis: 1 Seder-Waschigarni'tur; 7. Preis; 1 1Reise-iHawdo!loh-!Ga«nitur: 8. Preis: 1 Paar Reise-Schabbasleucbter; 9. Preis: ,1 Paar 'Schabbosfeuchter; 10. Preis: 1 10ha na׳kk׳aleu chter; 11. Preis: 1 iMazizöh-Korb; 12.״Preis: 1 Matzzoih-Korb: 13. Preis: •1 ,Mazzolidec'ke in Seide. JMi n-d e s t en!s!S 100:. 14. Preis: 1 Esrogdose aus Messing -mit Schrift; 15׳. Preis: 1 Esrogdose aus ־Bast; 16.. Preis: 1 Brotkorb; 17. Preis: 1 Hawdoloh-TeJier; 18. Preis: 1 lHawdbJoh-D׳eake: 19. Preis:!1 ,Bsomiimbiicbse; 20.. Preis: 1 (Kerzenihalter für die Jom• Kdipipur-Kerze; 21. Preis: 1 1K׳idd׳uschbecher; 22. Preis: 1 K-iddusChbedher: 23. Preis: 1 Tefi'lLinbeutel in Samt; 24. Preis: 1 Tefiflinbeutel!in!Seide; 25. ׳Preis: 1 Buch ״Vom Freigeist zum Gläubigen“. Schochtim-Schule des Halberstädter Verbandes in ־׳ Frankfurt an* Main. — . 0• T: A.) Die Heranbildung tüchtiger Schochtim für Deutschland bildet seit Jahren Gegenstand ernster Beratung der für diese Frage verantwortlichen Kreise. Die letzte Tagung des Orthodoxen Rabbinerverbandes hat sich mit dieser Angelegenheit eingehend befaßt. ., :In Würdigung .. dieser Tatsache . hat der Preußische Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden (Sitz Halberstadt) die Gründung einer Schochtim-Schule in die Wege geleitet. Diese Schule wird der Leitung der Frankfurter Jeschiwah unterstehen. Die theoretische Ausbildung geschieht durch die Schochtim der israelitischen Religionsgesellschaft. ׳ ׳ & Auch die Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums sowie die Frankfurter Synagogengemeinde ״Israelitische Religionsgesellschaft״ haben dieser Schulgründüng Ihre ideelle und materielle Förderung zugesagt. . < . Die Eröffnung ist für das kommende Sominer־ Semester vorgesehen. Anmeldungen sind an die Leitung der Thora-Lehranstalt Jeschiwa z. H. des Herrn Rabbiner* Dr. Josef Breuer, Frankfurt a. M., Rückerfetr. 50. zu richten. Kenesslo-Gedaulo-Nadel Laut Beschluß der Leitung (der. Weltorganisation der Agudas Jisroel ■soll im Eluil kommenden Jahres die zweite Kenessiio-Gedaulo, der Weltkongreß, stattfinden. Es ist der Beschluß. gefaßt Worden, einen M. 100.000 Fonds z׳u schaffen, der die Tagung des - großen rabbinisChen Rates ׳und den Weltkongreß׳ sefliber sichern .söH,־: vor alflem afber. zur Duroh'iühcürig der wieihtiigsten Aufgaben der Agudas Jisroel dient. Die Aufgaben, die den Weltkongreß ׳beschäftigen werden, sind neben den orgariisatörischen und ׳innerpalitischen Fragen Aufgaben allgemein jüdisch-sozialer und jüdisch-kultureller Art, wie z. B. die Schaffung eines jüdischen Versicheruiigsamtes׳ für jüdische Arbeitslose,!die •Schaffung einer, jüdischen Zentralbank, d'ie Schaffung eines Systems von Lehrerbü'ldungskursen i׳m Osten; Die auf Deutschland u-mgeie'gte Summe dieses Fonds beträgt M.. 25.060, von der bereits mehr als die Hälfte gezeichnet ist. Eine •in Kürze stattfinfdenlde Klein- Sammlung soll neben dein finanziellen Erfolg dem jüdischen Mittelstand die Möglichkeit bieten, sich auch •durch •kleinere Beträge an •der Schaffung des Fonds zu beteiligen, der ja der Agudas-Jisroel die Möglichkeit zur Lösung wichtiger jüdischer Aufgaben bietet. Wir erwarten, daß die jüdische Oeffeiitflichlkeit sich im weitesten Maße beteiligen wird, um dadurch ihre Anerkenntnis der -von Aguidas J'-isroel zu lösenden Aufgaben zum Ausdrucke zu bringen. Um den Sammlern einen Ansporn ,zu geben, veranstaltet die Agudas Jisroel ein Preisausschreiben, an dem sich jeder, der M. 75 an den Kenessio-Gedau!io־Fon׳ds abfiührt, beteiligen kann. Wir weiden es nioht unterlassen, die jüdische Oeffentliclike.it ,auch weiterhin über die Fortschritte für die Vorb er ei tung zu informieren, und werden vor allem auch in aller Kürze durch Vorträge, Versammlungen und Artikel die ideelle Vorbereitung für die Keness'io Gedaulo beginnen. Wir bitten auch auf diesem Wege alle jüdisch- •interessierten Kreise, keinem unserer Sammler eine Absage -zu geben. Die zum Kauf gelangende Kenessio- Gedau'lo-Nadel von M. 1 per Stück muß zum Schmuckstück werden. Es muß, in Variation eines deutschen Dichter- Wortes, heißen: ״Agudas Jisroel rief und alle, alle kamen.“ Der Kamp! u!n das Legat der Lena Cohen im Bromberger Stadtrat. (J. T. 1A.) Das 100.000-Doliar־Leg׳at der in Amerika verstorbenen Frau!Lena Cohen!zugunsten •armer ׳jüdischer!Greise in B/romberg. das seinerzeit vom, ßromberger Magistrat unter der ■wahriieitswidrigen Begründung, daß e-i in Bromberg keine armen Jüdischen Greise •gäbe 1(•in Wirklioh'keLt existiert in ,Bromberg ein ■um seine materielle Existenz schwer kämpfendes ׳jüdisches Greisenasyl). zurückgewiesen wurde, hat den Stadtrat von •Brcinberg :in seiner