Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 15 (1929)
- Issue
- 5 (1.2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2629891-2630294-2630299--3219-2635185- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 5 JÜDISCHE PRESSE Seite 3 DER SCHL AGER VON 1020- ■■■uraMraMMMraMumMMraMraaraBMraHMBwnHMMHMB8aas«m*aiBHy1ara5 Tschechoslowakei MIHI IBII IBI H ■ R . m B B IK9 ־ ■•r ׳WEHMWIEDNERHAUPTSTR.79 ¥^AUCHTEILZAHLUNG! ' PEL. UiB-2-52 Wir liefern 10 neue Platten mit S IO.— Anzahlung und S 2— Wochenrate ohne Preiserhöhung letzten Sitzung a*berm׳als sehr!lebhaft beschäftigt. Stadt rat Kolnik schilderte als Referent ■alle Phasen der Angelegenheit. Im Jänner 1923 wies der Magistrat das Legat ungeachtet der Intervention der jüdischen Gemeinde zurück. Der Wojwode in Posen und der Innenminister in :Warschau bestätigtem den;Magistratsbeschluß, ln Amerika machte die Zurückweisung des Legats, das inzwischen auf 160.000 1Dollar amgewacihsen war, einen sehr schlechten Eindruck. Der polnische Generalkonsuil in Washington informierte hierüber das Außenministerium und empfahl die Revidiejung-des /Bromberger Beschlusses. Der Außenminister Graf j2a;!esky ■schilderte in einem Schreiben an den!Bromberger Magistrat die wirtschaftlichen und iPoJiti seihen iKomplikatiohen, die für Polen inr!Hinblick auf die in Amerika ent- ׳stehende )Mißstimmung sich ergeben ׳könnten. Auch der Wojwode befürwortete eine Revision des ersten Be- Schlusses. Der Referent begründete die 'Forderung mach “.einer!Revision auch vom reim rechtlichen Standpunkt. Iu der darauffolgmden Debatte ׳drückten die ׳Nationaildemokrar ־ten ihre Verwunderung darüber!aus, daß die!jetzige־ Regierutig ׳den Standpunkt der Regierung von 1924, die den Bromberger ׳Beschluß sanktionierte, ■nicht respektiert, und!beantragten die ׳Uoberwei'sumg der Angelegenheit a׳n die •städtische Rechtskommdssion. Dieser Antrag wurde gegen die S't’ifnmen ׳de'r deutschem Fraktion izum ,Beschluß erhoben, so ■daß ׳eine weitere Verscihleobterumg der Angel egen- ■heit!zu ungunsten der Bromberger )jüdischen Armen eingetreten ist. Man hofft aber, daß inzwischen die übergeprd- «lete •Behörde Remedur ׳schaffen ׳wird. AngeStelltenbuno ״Agudas Jisroel“. Um die speziehen wirtschaftlichen Rechte der sabbathaltenden jü- ■dischen Arbeitnehmer wirksam zu vertreten, hat sich ein Angestelltenbund ״Agudas Jisroel“ mit dem Sitze in Frankfurt am. M. gebildet,. Der Bund betreibt in Gemeinschaft mit ihm gesinnungsgemäß nahestehenden Kreisen eine SteUenverntittlungü na vertritt die Rechte der orthodoxen Angestellten vor der Öffentlichkeit, den Behörden und gegenüber den Arbeitgebern. Ortsgruppen aa verschiedenen Orten des Reiches sind in Vorbereitung. Schließung einer. Jeschiwah, Beschlagnahme von drei Synagogen, Verhaftung von: Rabbinern. Riga 0.1. T. A.). Die ׳Zeitung ,JFrimorgm“ .!erfährt, .daß die Sowjctbehördem die bekannte JesChiwah dn!Neyel .!geschlossen! und drei Synagogen. der. Stadt' beschlagnahmt haben. Hunderte von Bäcburim 1(JesChiwah-Jünger) '׳mußten die Stadt verlassen. Die 1Rabbiner Samuel ׳Levdtin, Zewi• Astronower, Elia-׳Woltsdholmik,. Salman .lUsahischkin und Blchanan Maharak wur- •den verhaftet ■und!ins Gefängnis, von VeJikiilm'ki ■gebracht.!Der Prozeß gegen ' sie ׳soll' ■in kurzem stattfönden. Der;80 Jahre ׳alte• Rabbiner Isaäc Miizraohi ■und sein Sohn wurden aus :Cuba; ׳■־Distrikt Regln( st ämigub, ätisgewieseih unter der Beschuldigung, d׳aß' sie •für die ׳Unterstützung von :JesahrwQth :!und Ohedarim Propaganda machten׳!'und solche (Anstalten ■auch selbst unterstützten■. Die Synagoge Esrath Israel , in jBriansk ■ist auf •Verlangen ׳der lokalen •düdlsdhen. Arbelterpjiganisatdon beschlagnahmt und in'.einen!jüdischen!Arbelferklti'b ■u׳mgewandelt worden. i Die Rechte der Juden auf das Rachei.-Grab. ׳•־0 .־ '*׳ T. A.)” ׳Zwischen ■der Jerusalemer ״■jüdischen" Gemeiride und dem Ddstdktsko!mmissär von Jerusalem-Major Kelfh Roacli ist dm Zusammenhang ■mit der ׳Reparaturbedürftigkeit des Rakel-׳Grabmals ■ein!Konflikt entständen. Die Kapelle über dem Grabe: bedarf dringend einer Reiparatur, die •die Jerusalemer!jüdische ׳Gemeinde in Angriff neh/nen weilte. Keith Roaoh. aiber verweigerte die; Erlaub-: nis zur Durchführung .und begründete dies damit, daß neberrden Juden ■auch die Moslems Rechte auf_das Grab' haben. ־,Die Regierung, erklärte er, wolle' selbst־ für die Reparatur des Grabmals Sorge, tragen,!Nach dieser Rieh- ׳fung .wurde• aber! von den Regierungsbehörden, nichts unternommen.!Von jüdischer Seite wurde beim Oberkommissär Sir John Robert Chancellor Interveniert. Der Oberkommissär ■befaßt sich gegenwärtig mit der Frage des Rechtes der Juden auf ■das Rahei-Grab.; Wiederum Lehrerstreik in Palästina. (J. T. A.) Die Organisation der ■hebräischen!Lehrer •i׳n Palästina hat die Lehrerschaft aller!hebräischen Schulen aufgeföfdert, in den Streik zu ,treten, weil die ,Gehälter ■in den Monaten November und :Dezember 19,28 und die älteren;׳Gehaltsrückstä!nde noch nicht gezahlt worden sind. Miß!Henrietta Szold hatte der Organisation mitgeteilt, daß die Exekutive ■die sofortige Auszahlung des Gehaltes für November verfügt hat. Die ■Organisation beschloß trotzdem, ■auf dem Streik zu beharren, da über die Auszahlung des Dezembergehaltes, sowie über die Erstattung der Rückstände in Höhe ׳eines Orei-lMonate-Gehaltes nichts Sicheres in Aussicht gestellt worden ist.; * Die Zionistische Exekutive in Palästina hat sämtliche F 0 r d e r u n g e n ■der Lehrerschaft der hebräischen •Schulen erfüllt, wodurch der ■eben erst begonnene Streik sein schnellstes Ende gefunden hat. Der Unterricht wurde an allen Schulen bereits aufgenomine 11. Palästina-Wanderung in den letzten drei Jahren. 192!6 kamen 14.646 jüdische Einwanderer nach Pa- ׳lästin-a; in dem ■gleichen Jahre wanderten 7364 Juden aus. 1927 zählte man 3450 Einwanderer und 5070!Auswanderer; 1928 (!Dezember nicht eingerechnet);zählte man 1991 Ein-, lind 2069 Auswanderer. ׳In Palästina gibt ׳es heute im ganzen 1200 Arbeitslose. Bekämpfung der Heuschreckenplage in Palästina. 1(J. T. A.) Die Bekämpfung ■der aus Transjordanien eingefallenen iHeusohreckenschwärme wird energisch fortgesetzt. Der iHauptschwarm versucht bei der Allenby- 'Brücke Verzückungen, ein! anderer ging vier Meilen östlich von Jeriehow nieder. Eine mit Gewehren und Flammenvverfern ausgerüstete Kompagnie, von zahlreichen Einwohnern unterstützt, vernichtete einen Teil des Schwarms. Zum Andenken Rabbi Elieser Katz זצ״ל Sogleich nach dem Bekanntwerden der Nachricht vom ■//״eben des Rabbi Elieser Katz s. z. 1. traten ׳zahlreiche Schüler und Verehrer des ׳Verblichenen gemeinsam mit der Leitung der Preßbur r Jessode Habhora- ■Schule spontan zusammen, um ange essene Anstalten zur Ehrung seines Andenkens zu treffen.!Da ׳das Testament des Heimgegangenen die Abhaltung von Hespedim untersagt, wird bloß i׳m engen Rahmen ■vor den Schülern der Jessode Hathora, an der er annähernd fünf Jahrzehnte als Lehrer gewirkt ■hat, eine Rede gehalten werden, die sich , darauf beschränken wird, der heranwachsenden Schülergeneration die Persönlichkeit des Rabbi Elieser s. z. 1. als leuchtendes Vorbild ׳zu schildern. Zur Durchführung weiterer Maßnahmen bildete sich ein Komitee, dem ältere und jüngere Mitglieder angehören. 'Es wurde zunächst .׳beschlossen, die Schüler und Verehrer des •Verblichenen im In- und Auslande aufzufordern, während des Trauerjahres לעלוי נשמתו (Elieser •hen Gittel) Mischnajoth zu lernen. In Preßburg wird ש״ס משנח schon Während der שלשים gelernt und am 13. Adar I. beendet. Mitteilungen hierüber sind an Herrn Philipp Benedikt, Bratislava, Tatrabanka-Haus, zu richten. ־ Es wurde zur Kenntnis genommen, daß -die Verteilung der מסכתות ד.ש״ס die im Rahmen der ,Preßburger Orts- •und J u ge ri ■d •g r u p p e d e r A g u da s Jisroel vorbereitet wird, nunmehr beschiepniigt werden, soll, damit der Sijum auf ganz Schaß zum ehrenden Andenken des R. Elieser Katz s. z. 1. gleichfalls an seinem Jahrzeitstage erstmalig ahgehält'en werden kann. Außerdem wird zur dauernden Ehrung seines Andenkens eine S t i p e ndie n siif t ung ins ׳Leben, gerufen. Diese Stiftung . wird ׳den Namen:., ״Sichren .Elieser, Rabbl-EUeser-Katz-Stlpendlenstlftung“ tragen. Zu diesem Zwecke wird sofort ein möglichst großer Fonds aus Spenden und Zuwendungen ,gesammelt, der von der Leitung der Jessode Hathora;bestimmungsgemäß gesondert verwaltet werden soll.; •Die Zinserträgnisse dieser Stiftung sollen alljährlich am Jahrestage•׳ des Ra!bbi Elieser Katz s. z, I. (12. Schewat) an Schüler der Jessode Hathora, ■die sich in־ seinem ׳Geiste ■durch-fleißiges Lernen und Jiras Schomajim ausze'ichnett/ als׳ Prämien verteilt •werden*'••• Dl« ersten Spenden •für diese Stiftung wurden auf: der Stelle In ansehnlichen Beträgen •‘gezeichnet.. ..!A)׳V1 e fr üb er e n Schü1er und.'die Tausenie von Verehrern des Rabbi Elieser Kat-z s.; z.!.:werden ge• beten, sich zu melden und sich־ an dieser Stiftung durch Spenden und /aktive Mitar beat an der Sammlu ng zu hetei 1 igen. Die Angabe der Adresse von Schülern Im Im und Auslande ist sehr erwünscht. Briefe ׳und. ,Mitteilungen sowie Geldsendüngen für diesen Zweck wolle, man. an Herrn Arnold Kämpfner, Bratislava, Promenade 26, adressieren. Elüiges über den Verein ״Mewaksche Thora“ In PreBbiirg. Preßburg genießt in der •jüdischen Welt den.Ruf als!Metropole der Thora und das! ■mit vollem Rechte, da dn dieser altehrwürdigen. ׳Kehillo, 'Thorälehranstalten für alle Schattierungen und Kategorien in reichlichem Maße vorhanden sind., . Ueber die Weltruf genießenden Thoralehranstalten, wie die Jeschiwah und Jesoda Thora, wurde in diesen Spalten des öfteren ■bereits •berichtet. Es sei mir nun gestattet, über einen Verein, der!im ■Gegensätze zu den rfüher ■erwähnten ■mehr von ׳lokaler Bedeutung ׳ist, einiges zu ׳berichten. ״יי # Vor 13 Jahren wurde auf iMtda'tive einiger Herren — und, da sei des ,Herrn David Kästner s.;z. 1.!gedacht — denendie Zukunft der ׳i׳m lErwerhslebem stehenden Jugend und ihr seelisches ׳Gedehen am Herzen lag ׳und die sich um die Verankerung derselben :im Geiste der Tlhora Gedanken machten, obgenannter Verein •gegründet. Ganz •bescheiden, ■mit kleinem Teilnehmerkreis, gelang es diesen rührigen Herren allmählich, den Großteil der im Erwerbsleben stehenden Jugend zum Besuche ׳täglich veranstalteter Schiurim heranzuziehen, die von dem sowohl als Personiichkeit als auch als Pädagogen hervorragenden ׳Rabbiner •Salomon Unsdorfer seither abgehalten werden. Die 'Lehrtätigkeit erstreckt sich auf ,sämtliche Ger biete. Die fünf Bücher Moses, die heiligen Schriften, Mischnah, ■Gemoroh •und ׳Dinim. Alle diese Gebiete erfahren ■gemäß der Verschiedenheit ■der ,Altersstufen, des B>e,griffver׳mögens der Teilnehmer eine überaus vielseitige ■Behandlung. Hatte sich der Verein ■die Aufgabe gestellt, seinen Hörern die Gleichwertigkeit der •schriftlichen und miindliehen Lehre zum Bewußtsein zu bringen, so bedient sich der hoeliverehr.te■ Vereinsrabbiner der originellen und■ doch so einfachen Art der Raschi-Erklärung zu den fünf Büchern Moses und ■strebt eifrig dahin, ■mit seinen Schülern. d׳ie im Urtexte!amgedeutete, von Raschi mitgeteilte miindliehe .Ueberlieferung aufzufinden׳. M׳it welcher Meisterschaft unser Rabbi Raschis Worte ׳den Zuhörern bis zum völigem Verständnisse aller ans Herz führt, zeigt die zahlreiche Beteiligung der Mitglieder, ׳die Liebe und Anhang- Iichkeit der Schüler •zum Lehrer. Auch das Studium der Mischnah und Gemoroh findet große Beteiligung. Die Auseinandersetzung der ■Begriffe, mit welchen die Mischnah arbeitet, ruft häufig eine lebhafte Aussprache hervor, die den Lehrgegenstand zu •größerer Klarheit bringt und nicht selten neue Momente zutage fördert. Die Schabos-Vorträge, zu denen sich bereits samtliehe Mitglieder des Vereines ednfinden, widerspiegeln die Tatsache, daß die Chewroh eine Schar junger Menschen besitzt, die es sich zum Ziele gesetzt haben. Thora zu lernen ■und ■in ihrem Geiste zu leben. Was es in der Großstadt bedeutet, junge Leute, denen auf Schritt und Tritt der Trubel einer modernen Stadt mit all ihren demoralisierend wirkenden Eindrücken begegnet, dieser Einflußsphäre!zu ■entziehen und ׳sie ׳in die wohlige, geistig und sittlich adelnde Thoraatmosphäre zu verpflanzen, ist weiter zu erörtern unnütz. Die dringende Notwendigkeit ׳eines streng jüdischen Thoratmlieus für die im 'Erwerbsleben stehende Jugend ist so augenfällig, daß es, wo Tihoraverständnis herrscht, ■als sel'bstverständlieh erscheint, daß ein solcher Verein die weitestgehende Unterstützung allseits erfährt. In dieser Erkenntnis, hat nun der löbliche Vorstand der •Preßburger Kultusgemeinde unserem Vereine im Neubaue (Schreibergasse) zwei schöne. Geist und Auge erfreuende, den hygienischen Anforderungen vollauf ■gerechtwerdende Lokalitäten ■zur Verfügung gestellt. Es!wird nunmehr der Jugend Preßburgs ermöglicht, ihre freie Zelt, auch wenn der Schiur beendet ׳ist, im Vereinsheime unter Gleichgesinnten in einer vom Geiste der Großstadt nicht infizierten, jüdischen Thoraatmosphäre zu verbringen, was aller Wahrscheinlichkeit ■nach eine neue Etappe ■im Gedeihen unseres Vereines bedeuten wird. Max Frommer. Die Vorträge bei der Aguda-Frauen- und Mädchengruppe ln Preßburg. Wir werden von der Leitung der Agudas J i sroel-Frau en-׳ und Mädch engru׳ppe in Preßibu rg ersucht, die iii den Nummern 3 und 4 der ״Jüdischen Presse“ üiber eine Tiätigikdit der Wiener Bet'h Ja׳köb-Zehträte in Preßburg enthaltenen Mitteilungen der Genauigkeit!wegen richtigtzustelilen. 'Fräulein 'Helene B aümgarten ist nicht vom der B e t'h J a'koib - O rg a n׳isation ׳ziur Abhaltung eines Vorbereätungslkurses nach Preßburg entsandt worden. Sie hat ausschließlich als Mitglied der Agudas Jisroel-M’ädchengruppe 1 n Wien der Einladung ihrer Preßburger Schiwestergruppe Folge gegeben und hält ihre allwöchentlichen Vorträge'n u׳f. im Rahm eil. (dieser Frauen- und MäidchengTu pip'e ab.; Diese Vorträge erfreuen sich allerdings der größten Beliebtheit 'und Fräulein'Baumgarten gebührt für die wa'ssensreicheh und die Zuhörerinnen geradezu begeisternden Vorträge und für die viele Mühe, der sie sich ■mit den •allwöchentlichen׳ Reisen nach Preßburg in Lebens- ׳würdigster Weise unterzieht. Dank •׳u׳n.d; A.׳n׳erkenm u m g d m!11 ö c Ih s t e •m M >a ß e. Die Leitung der Preßburger Frauen- und Mädchebgruppe ergreift gerne die Gelegenheit, dies auszusprechen!. Hochzeitieler. ,Am 23. Jänner wurde Im Hause des hochangpsehenen. ,Großkaufmannes Jakob Schl e s i n g e r in Zlate Morawce. die :.Vermählung seiner Tochter Jenny ■mit Herrn. Zoltan’Link in ilipolsky Saihy ■׳gefeiert. An der Hochzeit nahmen diie Mitglieder der Familie aus Topolcany, Bratislava ustw. teil. Bei-:der Tafel sprachen die beiden Onkel ider Braut, die Herren Oberralbbin’er'SChlßsin.geT aus Zlate Morawce. und׳ Moses Fischer aus Sfpisskä- S'tarä-Ves, sowie die ,Herren Josef L i n k und' sein Söhn sehr schöne דברי תורה und טוס ר und begeisterten mit Ihren eindrucksvollen Reden alle• Anwesendem . Gast-Deroschoh in Zlate Morawce. Am שיה ס' בשלח hielt Herr Oberräbbiner Moses Fischer aus Stpisska- Starä-׳Ves in Zlate Morawce auf Einladung der orthodoxen Gemeinde eine fulminante iKamzelrede über die jüdische Kindercrkiehung. Die Rede fand bei den Gemeindemit'gliedern einen starken Widerhall und alle Ahwesenden waren von :der Gelehrsamkeit und: der begedsteauiden Beredsaimkeit des 'ehrwiirdiigen!Gastes enth!usdasmi!ert. ־ ' . Rabbiner R. Jizchok Aron Schwarz זצ״ל ׳Nach langem. Leiden verschied dix Nit r a im Alter von 78 Jahren der.in weiten Kreiselt ajs .גאון :bdkanhte Rabbi J i z c h!0 k Ar'on; Schwa rz׳, •Er,entstammte einer angesehenen RaSbbinerfanid'lie und wiikte mehrere Dezennien hindurch als Dajan1 ' in Medizi Laborce. . Vor einigen Jahren zog er!zu seinem Schwiegersohn Herrn Juda Jona׳p, Schochet •in Nitra״ wo er die sorgsamste Pflege genoß und von der Gemeinde und den בני׳ חורה dbr Gemeinde allgemein verehrt und geschätzt wurde. Die ,הלוי gestaltete slich auch demgemäß zu einer iimposanten Trauerkundgebung, die von der allgemeinen Beliebtheit des Venblichenlen Zeugnis ablegte. Die Gemeinden Med'zidaborce, Hlohovec und Urmen ließen sieh deputativ vertreten. Ebenso die orthodoxe Gemeinde und die Öhewra Kadischa von Nitra. Letztere wies ihm auch einen Ehrenplatiz an. Se. Ehrw. Herr Olberrabbiner Katz hielt ihm einen bewegten Hesped, in welchem er sein Wesen und Wirken schilderte. Schon in der Jugend erfreute sich der נפטר durch seine ungewöhnliche geistige Begabung eines Rufes גדול DT) und erwarb sich infolge seines uuermüd'l'ichen Forschens im י□ התלמוד eine •gründliche Kenntnis von □ש״ס ופוסקי ■Neben seinem Wissen zierten ihn die schönsten persönlichen Eigenschaften, allem voran seine seltene Bescheidenheit. Während seines Aufenthaltes in Nitra gewann er sich alle Herzen der Gemeinde, die jetzt um seinen) Heimgang trauert. Hierauf widmete ihm sein ältester Sohn, Herr Oberrabbiner Schwarz aus Hlohovec, •einen warmen ׳Nachruf, in welchem er ein Lebensbild von der Frömmigkeit und Gelehrsamkeit und dem entbehrungsreichen Wirken seines Vaters entwarf “&o£As <1.töa11pkcfi1d&/ÜrXna£e. ■und ffläddtti milOßmUüfikeUsredl u. Ulatzgasse 46