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Jüdische Presse · 1929-01-18 · 3 (18.1.1929) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
15 (1929)
Issue
3 (18.1.1929)
Date
1929-01-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE PRESSE ,Nr; 3 כשד SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשר ^e8 Orth. Rabbinatsasseasors, KoSice, erzeugt ,,POUO« FRIEDMAN N & CO. ■BHBB Seifen- und Kerzenfabrik, KO^ICE ■■■■ Wähler über die!zukünftigen Geschicke der Berliner jüdischen Gemeinde entscheiden zu lassen, ln dem Abkommen haben unseres Wissens ferner die Zionisten für die Zeit bis zum Ablauf der jetzigen Periode auf samtilictoe Forderungen für Palästina sowie auf die Durchfühnuig ihres Schul Programms verzichtet, wobei ihnen die Liberalen die Bewilligung der Kosten für einen Lehrstulhl für deutsche Literatur an der Jerusalemer Universität und die Ucbemabme einer in der PykeStraße in Berlin bereits bestehenden privaten ׳jüdischen Volksschule konzedierten, die alsdann selbstverständlich der (Kontrolle und Aufsicht der zuständigen Gemeindeinstauizen unterstellt wird. Es ist ferner in dem ,Abkommen geregelt worden, daß die Besetzung wichtiger!Beamten- .Posten usw. nur in!beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Schließlich haben ׳unseres Wissens die Zionisten noch Zugeständnisse in der Frage des Zusammensitzens von Männern und Frauen in der Primzregentenstraße gern acht und dem Bau einer neuen Synagoge für die Jüdische Refornigcmeinde im Berliner Westen zugestimmt. Durch dieses Abkommen dürfte also erreicht sein» daß trotz der Wahl des Herrn Kareski zum Gemeindevorsitzenden die zionistischen Sonderwünsohe־ in der Gemeinde zurzeit ׳nicht verwirklicht werden!können.״ Ammanullah und die Aguda. Nur keine Aufregung. Es ist durchaus nicht von einem ״Verrat“ der Aguda die Rede, die in ihrem politischen Ehrgeiz sich erlaubt hätte, mit einem orientalischen Souverän Ohne Befragung der Zionisten zu verkehren. Es ist ■dem Schreiber dieser Zeilen überhaupt nicht bekannt, ob der Padischah der Afghanen je .mit Juden, geschweige denn mit Agudisten zu tun gehabt hätte. Dessenungeachtet ist der (innige Zusammenhang zwischen dem tragischen König der Afghanen und ,zwischen der Aguda offenkundig. Amrnanullah mußte auf seinen Thron verzichten, weil er seine nichtsahnenden!Untertanen •auf einmal mit den Segnungen der europäischen *Kultur beglücken wollte. Es ׳ist bekannt, daß nichts schwerer zu. ertragen ist als eine Reihe von glücklichen Tagen. ,Und die Afghanen hätten nach dem weisen!Plan ihres .Herrschers Ammanullah fortab, ununter-;brochen sich des Glückes. Europäer zu werden, zit erfreuen. Eine Zeitlang ging es. Dann aber lehnten sich diese alleruntertauigsten .aller Untertanen auf und Ammanullah mußte abdanken. Was dies, mit der Aguda zu tun hat? Nun,!sehr einfach. Auch w.ir Juden haben unseren Orient und auch wir haben unseren Padischah in einer weisen ׳zionistisehen Leitung, die aus dem vernachlässigten Palästina auf einmal ein von ׳amerikanisch-europäischer Kultur beglücktes ׳Land machen möchte. ׳Unsere jüdischen Brüder wehreu sich trotz aller Aufklärungsarbeiten •de!r Aguda leider nicht genug ׳kräftig gegen diesen Absolutismus. Stehen wir denn tiefer ■als die -Afghanen? Oder fehlt der ,zionistischen Leitung die tragische Kraft, die einen Ammanullah noch im Sturze ehrt? _• Die Grundlinien des neuen Abkommens zwischen der Sowjetregierung undAgro- Joint. 1(J. T. A.) •In der!Plenarsitzung der unabhängigen Gesellschaft für jüdische Kolonisation ״Ozet“ teilte Herr Mereschin, der bekanntlich Vizepräsident ׳der ,Regierungskommiission für jüdische Landansiedlung jKomzet“ ist, ־mit, daß ein neues Abkommen zwischen der amerikanischjüdischen Gesellschaft Agro-Joint un׳d der Sowjetregierung demnächst unterzeichnet werden wird, dessen Grundlinien die folgenden sind: Agro-Joint gewährt der Sowjetregleru׳ng im Wege durch ״Komzet“ eine Anleihe in Höhe!von 8 ׳Millionen Dollar zur Verwendung für das!jüdische Landsiedikingswenk in einer Zeitdauer von acht Jahren. Die Sowjetregierung garantiert die Rück- Zahlung des Kapitals ■nebst 5 Prozent Zinsen jährlich. ׳kn weiteren Verlauf seiner Rede übte -Mereschin R. Süßmann Elieser Sofer דל. Von Rabbiner Ph. Fischer in. Särasoatak. (Schluß.) II. Jedoch:ואחד שקראי לו בס׳ חולרוח ברייתו .Den einen Namen erhält der Mensch ln dem Buche der Entwicklungsgeschichte seines Daseins.“ Die Hauptsache bleibt, daß der Mensch die in seinem geistigen Wesen schlummernden Kräfte zu beleben, zu entfalten sich bestreben soll. Und wie herrlich entwickelte mein Großvater all die schönen und großen Gaben, die ihm Gott verliehen! Auch über ihn kann dasjenige ausgesagt werden, was der Midrasch von Elieser, dem treuen Knechte Abrahams, erzählt: ״Elieser, der־ Knecht Abrahams, war ein Altmeister der Weisheit!und saß inmitten eines Schülerkreises, denn so heißt es: •»,Und es sprach Abraham zu seinem Diener, dem Aeltesten «eines Hauses.“ Was bedeutet der Ausdruck: ״Der da herrschte über alles, was ihm gehörte“? Dies will sagen: Elieser beherrschte das ganze Wissensgebiet seines Herrn und Meisters. Weiter heißt es: ״Und er war Elieser aus Damessek.“ Dies will besagen: Elieser schöpfte aus dem ewigen Jungbrunnen der Lehre seines Meisters auch für andere.“ Diese Worte enthalten auch dio treffendste Chalakt'eristik meines' Großvaters. Auch dieser Elieser, dieser R. Elieser Süß mann Sofer s. I. war ein זקן ויישב בישיבה ein Altmeister der heiligen Thorawissehschaft und saß inmitten eines Schülerkreises. Er speicherte gewaltige Goldbarren der Thoragelehrsamkeit in seinem Geiste auf יקרה היא מפז ומפנינים ״Denn wertvoller ist die Thora als allerlei Schätze und Kostbarkeiten.“ Die Werke, die der große Lehrer in Israel verfaßt und herausgegeben hat. sind ein klassischer Beweis dafür, daß deren Verfasser die Nächte zu Tagen gemacht, urft ununterbrochen in dem heiligen Paradiesesgarten der Thora zu lustwandeln: sind ein untrügliches Zeugnis dafür, daß es vielleicht keinen Buchstaben und kein Wort in חניך in.der Heiligen Schrift gibt, worüber er nicht nachgedacht, daß es vielleicht keine hemerkens- Spendet für den Kindergarten 1d Jessade Mora der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 Kritik an dem Joint Distribution Committee und sagte, die Sowjetkreise seien ungehalten ׳darüber, daß Joint nur die Häliftc der infolge der Mißernte notwendig gewordenen Summen zur Verfügung gestellt hat. Ferner ׳besteht in Sowjetkreisen eine ׳Mißstimmung darüber, daß die Herren vom American Joint Distribution Committee Verhandlunigen mit ■den Zionisten führen, die auf eine Stärkung der Artbeit in!Palästina •׳hinawsgehen,!wo doch nach der Meinung der Sowjetkreise die in Palästina bestehenden Perspektiven und Mög- Uchkeiten eine solche Unterstützung weit weniger gerechtfertigt erscheinen lassen als die Förderung des aussichtsreichen jüdischen Kolonisationswerkes ln* den Ländern der Sowjetunion.!Mereschin übte an011 Kritik an der Art, wie die amerikanisch-jüdische K 010 n i sa t ionsge s eil sch af t Agro-Joint bei der Aufbringung der Gelder für das jüdische Kolo uisationswerk in Rußland zu Werke geht. Agro-Joint, sagte Mereschin, konzentriert •seine Arbeit a!uf •eine!kleine Gruppe amerikanischer!Kapitalisten, wie Julius Rosenwald, John Rookefellcr, Felix 1M. Wariburg usw.. und hält auf diese Weise die ,}indischen Massen in Amerika von einer!Beteiligung an dom jüdischen Kolonisationswcrk in Rußland zurück. ׳Di׳e Rede iMeresohins IkJamg in eine Apotheose auli den ■Plan der Schaffung eines!jüdischen -Landes i׳.m ׳Fernen Osten aus. ״Biro-Bidschän muß ein jüdisches Land werden!“ rief Mereschin in den Saal. ,Das Hauptziel der jüdischen Sektionen der kommunistischen ׳Partei ist es, nicht einen jüdischen Siedlumgsrayon, ähnlich dem im Distrikt Cherson!bereits bestehenden Kalinin-Dorf-Rayon zu schaffen, sondern ein!großes autonomes ׳jüdisches Territoriuin ■erstehen zu lassen. 1Für die Sowjetlbeamten, die jüdischen Siedler und alle in!Betracht kommenden!Kreise i׳rn ׳Fernen Osten versteht sich die Errichtung eines jiidischeu!Landes ׳von selbst. Alle ׳glauben an!die Verwirklich'ung der Idee von Biro-Bklschan. (Es ist aber notwendig,“ schloß Mereschin, ״diese Parole als einen weithin hörbaren Schlachtruf ״Aut in das jiddische Land!“ ertönen zu lassen. Es ist zu!bezweifeln, ob ohne eine ׳solche .Parole die bisherigen Biro-Bidscban-Siodier in dieses ׳Land .gegangen und dort!geblieben wären. Mit dem Aufbau von .Biro- Bidschan als jüdischem Land .bauen wir mit an unserem großen sozialistischen Vaterland.“ (Auf diese eigenartige Emmziation des Herrn Mereschin werden wir demnächst zurückkommen. D. R.) Die Anti-Agency-Propaganda von Stephen Wise. 4d׳n •duer in der Carnegie HaJ.1 .gehaltenen׳ Predigt erklärte Dr. Stephen S. Wise, infolge der Erweiterung der Jewish Agency durch Auslieferung■ des .ziouistischen Werkes an die!Nichtziomsten drohe dem Zionismus in Europa wie in ,Amerika der :Untergang. Stephen Wise stellte •die Fo׳rde!ru׳ng auf, daß die gesamte zionistische ׳ F ü!I1״r ■e r s clh a f t z1׳t r ü ck t׳r •et e n ׳und, anderen, Mäuuern die Führung überlassen möge. Er werde, schloß er, bis zum 16. Zionistenkongreß den ׳Kampf ׳gegen die Erwei- .׳ter-ung der Jewish Agency •und für seine sonstigen zionistisehen ,Ueberzeuguugen fortfiibreri. Der getaufte Jude als Judenhetzer. (J. T. 1A.) Vor dem Großen •Disziiplinarsenat des Kainmergerichtes, der sich aus vierzehn Richtern zusammensetzt, fand kürzlich unter dem Vorsitz des Kammergerichtspräsiden-tea Dr. Tägiges die Berulfungsverhandilung in dem Disziplinarverfahren gegen den Breslauer Landgerichtsrat Gelliti statt. Getlin war ׳wegen eines ö׳f׳fentliehen Skandals, den er ׳in einem!Breslauer Weinlokal herbeigeführt ׳hatte, vor dem ׳Disziplinargericht der ersten I׳nstanz zur Versetzung in ein anderes Richteramt!und z׳u einer Geldbuße von 300 Mark verurteilt worden. Sowohl er wie die Staatsanwaltschaft hatten gegen dieses Urteil wertere Stelle in der riesigen Literatur der Midraschim gibt, worüber er nicht nachgegräbelt, daß vielleicht keine wichtigere Partie in dem Riesenwerke des talmudischen Schrifttums zu finden ist, worüber der Verblichene keine tiefsinnige Bemerkung nie der ge schrieben hätte, daß vielleicht kein einigermaßen bekannteres Werk auf dem unendlich weiten Gebiete der hebräischen Literatur vorhandeti ist, sei es ein pilpulstisches Meisterwerk wie z. B. der כרתי וסלהי oder ein hervorragendes religionsphiiosophisches!Buch, wie z. B. der More Nebuchim, Cusari, Akedath Jicchaik usw., welches unser verstorbener Meister nicht genau durchforscht hätte. Zugleich sind seine aggadischen Schriften in einem glänzenden ׳hebräischen Stil a'bgefaüt, dessen bestechende Eigentümlichkeiten und häufige prägnante Abkürzungen in einer seltenen Bekanntschaft mit sämtlichen Zweigen der Thorawissenschaft wurzeln. Wahrlich, wahrlich, mein Großvater, dieser R. Eliese>r Süßmatin war ein treuer .Kriecht D י*א ב ר ה, des Vaters, der oben in den Höhen •thront, er wüt ein Altmeister der ■g-ttliohen Lehre.אליע־ר עבד אברה□ זקן Er war aber auch ein ויושב בישיבה היה Er war nicht neidisch auf die Wissensschätze, die er sich mit Selbstaufopferung ex worben. Sondern er teilte davon mit vollen Händen auch anderen mit. ״Er stellte viele Schüler aus.“ העמיר תלמידים הרבה Die hn ganzen Lande berühmte volkstümliche Kanzelbercdsamkeit. meines Großvaters s. 1. kam demselben auch bei. seinen talmudischen Vorträgen zugute. Wie verstand derselbe es, selbst die sprödesten Materien, eine unendbeh scharfsinnige und!komplizierte Stelle aus dem פני ישיע כיתי ופלתי usw. derartig mundgerecht zu machen, derartig vorzutragen, daß selbst die jüngsten Bachurim, so sie es nur wollten, sie verstehen mußten. Und mit was für Anerkennung lohnte er selbst die schwachen Versuche seiner Schüler. Wie hat er so manche Bemerkung seiner Jünger mit Namensnennung in seinen ,Werken .yerewigt! Und •nicht bloß für den geistigen Fortschritt, sondern auch für die leibliche Wohlfahrt seiner Schüler war dr •aufs innigste besorgt. Und hievon kam er auch infolge des von seiten manchen Jüngers erfahrenen schnöden •Undaakes nicht ab. Sorgtiltigsto Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack SO kg angefangen franko Haus, ebenso ia Fuhren und Waggons * JULIUS HABER Kohlen- und Koksgrollhandlung Nordbahnrutschen Wien, 11״ Taborstraße 9 3• Kohlenhof Nr. 372376־ FarnspreelHr *1. 41-0-23 Berufung eingelegt. In der jetzigen Verhandlung wurde aus den Akten! noch einmal der Tatbestand vorgetragen. Am 23. September 1927 gegen halb 11 Öhr abends kam Gellin in das vollbesetzte Lokal der Krögenschen Wein- Stuben in Breslau, setzte sich dort ati einen Tisch, an dem bereits mehrere Herren •saßen, und begann gegen das ,-Berliner Tageblatt“ •zu sc-hiinpfen. Er ׳sagte ungefähr: Das .Berliner Tageblatt“ ist ein ganz gemeines Judeabiatt, es dürfe gar nicht geduldet, werden. Alle Juden sind Betnüger. Der a!1n Nebentisch sitzende demokratische Abgeordnete Hermann trat au Gollau heran ׳und forderte Ihn auf, ilhm in den Vorraum zum Austausch der Personalien zu folgen. Gellin. der ein getaufter Jude ist, rief dem •nichtjüdischen Abgeordneten Hermann, zu: ״Sie sd-nd wohl auch ein solcher Jude!“!Die über *dieses Verhalten empörten Wirt's'hausgäste riefen: ,Das will ein deutscher Richter sein! Sie solten sich schämen!“ Als Abgeordneter Hermann darauf ■hdnwies, daß der preußische Justizminister mit GCHins Verhalten zweifellos nicht einverstanden sei, erklärte Gelilin: ״Ich lege gar keinen Wert auf den preußiselten Justizminister!“ Der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Rhode (!Berlin) .hob hervor, daß, abgesehen von dem Ernste und der!Schwere des Falles, 1festgestellt werden!müßte, daß hier ein .Mann, der selbst au׳s jüdischem Hause stamme, einen Christen dadurch zu beschimpfen •gesucht ׳habe, •daß er ihn einen Juden nannte. Er ׳müsse •über den ,Antrag des Anklagevertreters der ersten ׳Instanz ׳hinausgehen und •beantrage, die Amt׳senltiassun׳g auszusprechen. Nach kurzer Beratung erkannte der Senat ■gegen den Angeklagten ,Landgerichtsrat Gellin auf Dienstentlassung unter Zubilligung von drei Vierteln seiner gesetzflrehen Pensfionsansprüche. In der ׳Begründung des Urteils führte!Kammer- Gerichtspräsident Tig.ges aus, •daß in beiden Fällen schwere Dienstvergehen des!Angeklagten ׳Vorlagen. Welhd!» er auch immer versetzt werden würde, es besteht dre Gefahr, ■daß er sich wieder in ähnlicher Weise vergehe, und cs (könne deutschen Staatsbürgern!jüdischen Glaubens sowie auch anderen Bürgern nicht zugemutet werden, vor einem . solchen Richter zu erscheinen. |©| Nachrichten |®| Zur Beachtung! Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostiänder stammenden Wiener ׳Leser geäußert wurde, werden wir fortab זמן הדלקת הנר עמיצש״ק? nach den מנהג ותיקין nach welchem unsere ostländischen Brüder sich richten,, veröfefntllchen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithachdut-11 Jereitn“ zur- Verfügung gestellt. -חתאחדווד יראים" ווינה ״Hitachdut Jer im“ Vereinigung Thoragesetze treuer Juden in Wien II., Hrinestiaße 30 T. 15 ב״ה פ׳ בא זמן הדלקח הנר עש״ק שעה 4 עם 23 מיניט זמן שקיעת החמה עש״ק שעה 4 עם 36 מינוט זמן הדלקת הנר מיצש״ק שער, 5 ע□ 35 מיגוט Ja, mein Großvater war eben ein פישל בתורת רבי Er beherrschte voll und ganz das überkommene große Gebiet der Tlhora Wissenschaft. Es gibt nämlich große Thoragelehrte, die wohl riesiges Wissen in ihrem Geiste angesammelt haben, aber denen die Fähigkeit abgeht, ihr Wissen!in leicht verständlichen Formen darzubieten. ,Die־ selben werden eben von ihrem Wissensschätze beherrscht. Nicht also abeT mein Großvater s. 1. Derselbe beherrschte frei das von ihm angesammelte große Wissensmaterial. Er verstand es, sein •tiefgründiges Wissen in leicht-faßliche Ausdruckswdse umzuprägen. Sowohl in seinen schriftlichen Werken wie in seinen gesprochenen Worten offenbart sich diese Kunst und Kraft der Darstellungsweise. Der Talmud im Ghullin, Folio 22, bemerkt za den Worten der Hl. Schrift: ״Und siehe, die Engel G-ttes stiegen (auf der Leiter, die Jakob im Traume gesehen) empor und kamen herunter,“עיליפומסתקלייבדץקנאשלמ לה והנה מלאני ״אלקים עולים ויורדים ביDie Engel stiegen empor und betrachteten das Bild von oben,“ יוריק ומסתבלין :דיוקנא של מטה dann aber kamen sie herab und betrachteten sich das Bild von unten. בעיר לסכיניה ופני הי נצב עליון Nun gerieten sie aber in große Gefahr, jedoch: Siehe, G־tt steht über der Leiter.“ Die Engel G־ttes, seine Boten, die Verkünder seines hl. Wortes haben• ־sich zu den Himmelshöhen des Ideales empörzuringen. Und mit diesem höheren himmlischen. Ideal im Herzen und vor den Aueen haben.sie dann die einsame Höhe zu verlassen und sich unter die Menschenkinder zu' begeben und sie zu betrachten. ום&תכיין בריוק*א של ניטה ob denn diese Menschen in ihrer Lebensweise und Strebezielen diesem Idealbilde entsprechen, welches sie dort oben .in. lichter, g-ttnaher Höhe erschaut halben. Finden sie aber zu ihrer größten Betrübnis, da,ß dteßes nicht geschieht, so haben sie die heilige Sendung,׳; für die Verwirklichung dieses Ideales im Menschenkreise tätig zu sein. E׳ei Erfüllung dieser hi. Sendung geraten sie aber .oft in Gefahr, sie werden verkannt und verfolgt. Die. große Welt vergißt, daß.•nicht egoistische Zwecke deren Leitstern sind, sendern die Förderung , des wahren Heiles iljrer me^sohliehen׳ Umwelt, G-tt aber hält Wache um seine Aus־״ erwählten.

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