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Jüdische Presse · 1928-12-21 · 49 (21.12.1928) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
49 (21.12.1928)
Date
1928-12-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 314 JÜDISCHE PRESSE Nr. 49 sagen mußte:!Hier ist gut weilen! So wohl, so ׳heimisch fühlte •man sich in ihrer Nähe. Klara ׳Hofbauer hatte keine Kinder; aber die an sehnliehe Kinderschar-ihrer ganzen Familie, die hegte und pflegte sie und umgab sie mit mütterlicher Zärtlichkeit und - Liehe. Doch auch da draußen, wo sie wohnte, an der Pdri־ pberi-c unserer Stadt, da weiß so mancher kleine, arme ßauernbu'b zu erzählen, wie Heb und gut die freundliche Frau zu ihm gewesen, und manch ein armes,;kleines Mädel 'hat es am eigenen Leib erfahren, wie weich und zart und wohltuend ein!jüdisches Herz •zu sorgen versteht. Sie war eine Kinderfreundin im wahrsten Sinne des Wortes. Sie war ein Menschenfreund von G־ttes!Gnaden. Ihr war wohl!jeder!Mensch ans Herz gewachsen, ob jung, ob alt, sie sonnten sich in ihrer Güte. Wir aber, aus deren Mitte sie hervorgegangen, die wir sie von frühester Jugend auf gekannt und an ihrem freundlichen, herzerquickenden Wesen uns ergötzt haben, 7־ werden diesen eiseskalten!Hauch des Todes, der uns jetzt -erbeben macht, überwinden, wir werden seiner ver- ■*essen. — Und sonnig-warm und in herzinnigem Gedenken wird Klara Hofbauer in uns fortle'bcn bis ans Ende unserer Zeiten, — Ihr Andenken, es sei gesegnet. Henny Schreiber. , f jähriges Jubiläum ries Bethaesvereines ״fldulus Israel“. Der Vorstand des Bethausvereines ..Achdus Israel“, Wien, II., Reinbrandtstraße 32. veranstaltet anläßlich des 40jährigen Bestandes des Vereines, am Samstag, den 39. Dezember 1928. ׳ ויחיS שבח um 9 Uhr vormittags, in der Vereinssynagoge einen Festgottesdienst. Die Festtede hält Herr Rabbiner Dr. Joel Pollak. Die kantoralen Funktionen wird Herr Oberkantor Braun versehen. Ein Festbankett wird im Jänner stattfinden. Karten hiezu sind teim Vorstand zu haben. Chanukah-Feier der ״Thoras Chajim“ im IX. Bezirk. Sonntag, den 9. d. <M. veranstaltete der!seit Jahren Ibestehende Verein ״Thoras Chajim“, der in den Räumen ׳des Bethauses ״Adass Jcschurun“, IX.,!Pfluiggasise 5, eine erfölgreich wirkende Ta1!׳mu!d־Thorascbu11c unterhält, eine Ohamilkah-Feicr.!Nach dem ׳vom Kantor Josef :Scliiffmann in weihevoller Weise verrichteten!Minchahgcibet ■wurden die Lichter entzündet, worauf Kantor Schiffmann!mit seiner ■klangvollen ■schönen •Stimme in;formvollendetem SClo und im Chore mit Schülern der ״Thoras Chajim“ ״Haneros ihalolu“ und ״Moaus Zur“ zum Vortrag (brachte. Herr R׳abbiner ■S. Benedikt würdigte in!längerer Rede die Bedeutung des ׳Ohamikahfestes und forderte ׳die Jugend auf, durch fleißiges Lernen dem Geiste der Vorfahren ■näherzukommen. Dann folgten (Rezitationen einzelner!Gedichte und die Aufführung eines!Einakters ״!Haiinah und ihre ■sieben Söhne“ durch Schüler ■und ,Schülerinnen der ״Tlioras Chajim“. ׳.Die Regie dieser Darbietungen hatten;Frau!Hal'berstaitnm und Lehrer Jeleüko in mustergültiger Weise besorgt und •so konnten die -zahlreich erschienenen;Gäste mit Befriedigung den echt jüdischen!Geist •der Erziehung •durch die ״Thoras Chajim“ ׳konstatieren. Den Schluß 'bildete die Verteilung kleiner Geschenke an die Kinder und das Maariwgebet. Um ■das Gelingen der eindrucksvollen׳ iFe'ier haben sich außer den genannten Personen noch!die Vorstandsmitglieder •der ״Thoras Chajim“' ■und •der ״Adass Jeschurun“ und miment- (lieh die Herren 1B. Kolb und!Elias Schön •verdient gemacht. Frauensektion des Bethausvereines ״Emunas Aves“, XJV., Storchemgasse 21. Sonntag, den 9. d. um 5 Uhr nachmittags fand 1i!m Sibzungssaalc des Bethausvereines ein!Kinderbekleidungslfest, verbunden mit einer Chanu'kaieier der Tailmud-Thorascimic desselben Vereines־ statt.■• Die zahlreich erschienenen!Mitglieder und (Gäste des!Frauen- ' Vereines füllten den S&ail bis auf ׳das!letzte!Plätzchen und folgten voll finteresse dom Verilaufe des!Festes. Frau iPrasidentin C. iSch'ulz!begrüßte ׳die!Gäste und •danikte ,für iden regen Anteil, mit •dem die!Mitglieder und!Gönner sich an der ■Kinderbekleidung beteiligten.!Hernach wurden von einem Schüler der Tallmud-Thoraschdle die Gharmkahchter angezündet; und alle Schüller der Talmud-Thoraschule •vereinigten4 sich zu einem Chor, •der unter!der ׳Leitung •des Lehrers Schwanz das!Moatis!zur zeschuosi sang. Hierauf hießt 'Se. )Ehrw.!Herr Rabbiner Weiß in gewohnt meisterhafter We'ise die Festrede. Hierauf ergriff die ׳Schonführeriu Frau ■Winkler das ׳Wort und ■führte -aus, ׳daß; es mir-durch!Beiträge und Spenden!des Frauenvereines!mog-!lieh war ■die lBetkleidumg der 20 •jüdischen Kinder zu verwirklichen. Durch!die hochherzige Spende •der •Inhaber!des Caf6;Mariensäle und Cafe iMeicr wurde ■für 100!Kinder eine reichliche Jause verabreicht, nach welcher ein!Gesangvortrag unseres Oberkantors •Herrn Einhorn folgte, der mit reichem Beifall aufgenommen wurde. Die •Kinder selbst lohnten unsere!Bemühungen •durch reizende gefühlvolle Vorträge. Den Abschluß des so gelungenen Festes bildete die feurige Rede des Obmannes ■der neu gegründeten Jugendgruppe des!Bethausv-ereines Ernunas Aves Herrn Kövcsdy. Er entrollte •die Fahne des Glaubens •und der!Religion mit solch schwungvoller Begeisterung, •daß es kein Wunder ist, wenn auch diese Sektion siegreich ■ihren Weg •zu den vorgefaßten Idealen findet. E. Sch. Das neue Schulhaus der Adass Jisroel. (J. T.׳A.) Am Sonntag, den 9. Dezember fand im Tiergartenhof die Einweihungsfeier •der neuen Schulräume des Realgymnasiums der Israelitischen .Religionsgemeinde Addas Jisroel zu Berlin statt. Der große Saal war von etwa 1000 Teilnehmern ■und ■den Schülern und Schülerinnen der 1höheren Schulen der Adass Jisroel voll besetzt. Die Feier wurde mit dem •Largo Arioso eröffnet, vorgetragen vom verstärkten Orchester des Realgymnasiums und Oberlyzeums unter Leitung des!Musikdirektors Paul Klebs. Dann sprach die Obersekundanerin ■Helene!Haarpuder •einen Prolog und der •liuiidertstimmige Ohor der Adass-Schuleii trug das Filiale aus •der Phantasie für Klavier, Chor und Orchester Op. 80 von Beethoven vor. Herr Martin Bondi, Vorstandsmitglied der Adass Jisroel, begrüßte die Ver- Sammlung im Auftrag der Gemeindeverwaltung und dankte insbesondere den! 'Behörden und Organisationen für ihre Teilnahme. Es waren u. a. vertreten das Pronvinzialschulkollegium durch den Dirigenten fiir das höhere Schulwesen Geh. Regierungsrat Israel und 0!bersc׳hulrat Dr. Lamla, das Rabbinerseminar zu Berlin, die!höhere israelitische Schule zu Leipzig, der Bund •jüdischer Akademiker, ■der Bund gesetzestreuer jüdischer Lehrer. Der Redner dankte den Beliörden ■für ihr außerordentliches Entgegenkommen und die Förderung •der Schule, sowie •den Gönnern, die durch ihre Mithilfe den!Neubau ermöglicht .hatten. Für die Schulbehörde ergriff das Wort Geh. Regieruugsrat Israel. Er beglückwünschte die Gemeinde herzlichst zu ihrem Fortschritt und gab der Hoffnung Ausdruck, daß •die ■hohen F.rziehut1gsziclc dieser Schule auch weiterhin reiche Früchte tragen werden. Schuldirektor Schlesinger überbrachte den Wunsch ■des Lehrerkollegiums, daß in dem Die sucht eine erste Kraft als verheiratet bevorzugt. Als Jahresgehalt wird in Aussicht genommen: für Unverheiratete Fr. 8000 10 000 und für Verheiratete Fr. 10.C0O—12 000. Streng orthodoxe Kandidaten, welche sich über erfolgreiche Tätigkeit ausweisen können, wollen ausführliche Offerte mit Referenzen richten an den Präsidenten Herrn Jos. Ettlinser, Zürich Sternensirasse 11. Illllll unter großen Opfern errichteten neuen Hause der Geist der Gottesfurcht und;Bildung eine •Stätte finden möge. Rabbiner Dr. ■Munk ■wies ■darauf bin, daß :im;selben 'Hause als ■erstes ein •Gotteshaus errichtet worden sei und daß diese Tatsache als Symbol -für den Charakter der Schule gelten solle. Der Primaner Hein rieh ,Biberfeld iiberb rächte die Wünsche der Schüler. Die •Feier schloß mit dem Vortrag einer Festkantatc von!Paul Klebs mit •hebräischen Texten •unter!Mitwirkung •des Oberkautors Spitz. Anschließend' fand eine Besichtigung der Schulräume (Siegmundshof II) statt. Die Veranstaltung (hat •einen tiefen Eindruck hinterlassen. Das Schulwerk der Adass Jisroel in Berlin. •Die Schule wurde :im Mai 1919 mit ■zwei Vorschul־ klassen eröffnet. Sie umfaßt heute 8 Gntndschulklassen, 5 Volksschuiklassen, 8 Klassen des Realgymnasiums bis Unterprima i. E., 7 Klassen des';Mädchen-Oberlyzeums i. E. Der Lehrkörper besteht aus: 1 Direktor, 1- ■Rektor, 20׳ akademischen Lehrkräften, 11 Volksscliullehrkräften. 7 technisehen Lehrkräften; zusammen . sind es 40 Lehrkräfte. •Es werden 'Unterrichtsstunden‘ erteilt: •irn •Realgymnasium wöchentlich 308 Stunden, im Oberlyzeum wöchentlich 249 Stunden, :in der Grund- und Volksschule •wöchentlich 365 Stunden. Das Lehrziel der Schule entspricht hinsichtlich der allgemeinen Fächer dem der staatlichen und städtischen Schulen!. Die Eigenart der Schule beruht in der ■Durchdringinig des Lehrstoffes mit den!jüdisch-religiösen ■Ideen' :des positiv •gerichteten Judentums und Vermittlung einer abgcschlossenen jüdischen Ausbildung. Hamburg. Man schreibt uns: •Es ist nun ein volles Jahrhundert her, seitdem von Hamburg aus jener Unheilvolle Riß in die Judenheit getragen wurde, der mit zwingender Notwendigkeit zur Spaltung .der Gemeinde führen mußte. Und nun!macht Hamburg wieder von sich reden. Da Ihre Leser nicht informiert sind, gestatten Sie mir, sehr geehrter Herr Redakteur, •die Weitschweifigkeit folgender Erklärung. Es existieren in .Hamburg zwei Töchterschulen, •nach ihrem Domizil[ genannt,!Karolinen- Straße und Bieberstraße, die erstere. eine!Einrichtung ■der Gemeinde, ■die zweite getragen -vom Synagogenverband, bei maßgebendem Einfluß unseres ehrwürdigen Herrn Oberralbbiners. Darin liegt ■die •Garantie, •daß der religiöse Charakter der Schule stabil bleibt. •Ich möchte!freilich auch nicht verschweigen, daß auch die Sc'h!u(Ie der Karolinen- Straße religiös geführt wird. Nun haben die •Nöte der Zeit der Schule der Bieberstraße starke finanzielle Schwierigkeiten gemacht. Dies veranlaßte die ■Leitung, an die Gemeitide mit der Bitte u׳m eine Subvention heranzutireten. Wir wollen über diesen Schritt jetzt nicht dislkutieren, jedenfalls •hat die Antwort gezeigt, daß es ein •verfehlter Schritt war. Die Unifiikationsbestrebungen, ■die heute in der ,׳Gcmeindestube vorherrschend sind, gehen darauf aus, den Bereich des Seilbständigkeitattributes des Synagogenverbandes möglichst zu!verringern. Das ist ein Standpunkt. Nun hat aber die :Gemeinde ,ihren ablehnenden Bescheid, wie sali ich sagen, nun sagen •wir einmal, mit einem gewissen Hahn verbrämt; •sie führt nämlich aus, daß die Schule •in der IBieberstraße ■deshalb keiner Subvention würdig sei, weil sie eine ״Standesschule“ sei ׳(!); zwar wurde nachgewiesen, daß dies den Tatsachen nicht entspreche, indem die ׳•Schmie •in der iBieberstraße gerade im Gegenteil durch •die!Menge von •Freiplätzen einen!bedeutenden Entgang von Schulgeldern habe י— allein das blieb wirkungslos. W,as die jüdische!Gemeinde der orthodoxen Schule versagt, •gewährt ihr •die .'Freistadt Hamburg, indem nach Vorlage des Senates das Parlament der Stadt Hamburg gegen das Votum der Deutschnationalen und der Kommu- ■nisten, die also in diesem Falle die Anschauung •der . jiidisehen Gemeinde Hamburg vertraten, dem Synagogenverband ein!zinsfreies Darlehen in beträchtlicher Höhe gewährte, lieh schreibe Ihnen ׳deshalb so ausführlich, weil ich ■ho!Sfc, in Ihrem werten!Organ eine ׳weitere Veröffent- Hcihngn zu folgender Bemerkung zu finden. Unser Ham- ■bürg Schulbeispiel — im doppelten Sinne des Wortes —, wird viele vieles!lehren. Es ist •ja kein!Geheimnis, daß gerade hier in Hamburg die Achdusbestrebungen hoch im Schwang sind, un diese Herren können eben — vielleicht müssen sie .so handeln — nichts ertragen, was irgendwie der israelitischen Kuitusgemeinde Wien. Israelitische Kuitusgemeinde Wien. Z. 8921 ex 1928. , . 11 , . K U N D M A,C HUNG betreffend die Errichtung und; den Bestand von Privatbethäusern. Gemäß ß 25 des Gesetzes vom 21. März 1890, R.- ’G.-Bl. Nr. 57, ist die Errichtung und der Bestand von Privatbethäusern sowie die Veranstaltung von Zusammen- Ränften zu gottesdienstlichen oder rituellen Hebungen von der Zustimmung der Kultusgemeinde abhängig, deren Aufsicht sie auch unterstehen.' Der ß 81, des Kuiltüsgemeindestatutes bestimmt, daß der ’Kultusvorstand die. Zustimmung zur Errichtung von Vereins- und PrivatbetH häusern nur dann erteilen kann, wenn a) ein religiöses oder lokales Bedürfnis dafür vorhanden, b) die Errichtung und: der Bestand des Privatbethauses gesichert ist und c) die für das Bethaus gewählten Lokalitäten weder an sich selbst, noch durch ihre Nachbarschaft Aergernis erregen. In letzter Zeit hat es sich wiederholt ereignet, daß von Vereinen oder Privaten beim Kultusvorstande um die gesetzlich erforderliche Zustimmung zur Errichtung eines Bethauses erst in einem Zeitpunkt eingeschritten wurde, in welchem die Miete und Einrichtung des Betlokales bereits vollzogen war. Der Kultusvorstand sieht sich veranlaßt, vor einem solchen Vorgänge zu warnen, weil diesfalls die Gefahr besteht, daß bei Nichtzutreffen der im Kultusgemeindestatute festgelegten Voraussetzungen die Inbetriebsetzung des Bethauses unterbleiben, beziehungsweise eingestellt werden müßte. Diese Warnung gilt ebenso hinsichtlich der temporären, wie der ständigen Bethäuser. Der Vorstand der Israelitischen Kuitusgemeinde Wien. Wien, 17. Dezember 1928. Israelitische Kuitusgemeinde Wien. Z. 5089 ex 1928. Kundmachung. 1111 ider Plenausitzung des!Kultusvorstandes vom 13.;Dezember 1928 wurden die am 2. Dezember 1928 vorgenommenen W׳ahlen in den Kultusvorstand und der Vertrauensmänner anerkannt wie ■folgt: Als Mitglieder des Kultusvorstandes fiir eine vierjährige Mandatsdauer sind gewählt die Herren: 1. Bernhard Altmann, Kaufmann, XIII., •Kopfgasse 1. 2. Viktor Bauminger, Kaufmann. VII.. Kirchengasse 44. 3. Dr. ,Saiiel Beer, Arzt, ■Abteilungsvorstand,!IL, Praterstraße 25. 4. Richard Bettelheim, Prokurist. I.. Dominikaiierbastei Nr. 17. . 5. Kommerzialrat •Bernhard ■Buchwald. Fabrikant, VI., Mariahilferstraße 95. 6. •Dr. Jakob Deutsch,;Medizinalrat, XVII., Ortliebgasse Nr. 50. 7. David Dohan, Kaufmann. II., Taborstraße 24 A. 8. Dr. Jakob Ehrlich, Rechtsanwalt. I., Helferstorferstraße Nr. 9. 9. Emil Engel, Handelsgesellschafter. 11.. Seitenstettengasse Nr. 4. 10. Dr. Desider Friedmann, Rechtsanwalt. I.. Schottenring Nr. 26. 11. Dr.. Bernhard Geiger, Univ.-'Prof.. XIX.. •Kaasgrabengasse C9. 12. Dr. Rudolf Glanz, Rechtsanwalt. XV1I1IL. Weimarergasse 19. 13. Ignaz Glück, Börserat, IX., Seegasse 6. 14. Dr. Leo •Goldhammer, Rechtsanwalt. IX.. Roßauerlande 23. 15. Wilhelm Hirschfeld, Oberinspektor ■der •Bundesbahnen 1. R., VIII., Blindengasse 3. 16. Siogmund Kauders, Weingroßhändler, XI., •Hauptstraße Nr. 80. 17. Wilhelm Kempler, Baurat, IX., Liechtensteinstraße 26. 18. Dr. Isidor Klaber, Arzt, IL, iLilienbrunngasse 7. 19. Dr. Ignaz Hermann Körner. Reisebüroinhaber, Alserstraße 51. ,'׳•’ ׳ .20. Dr. Leo Landau, Bankj^" Präsident der ■polnischen 1Schul ״Beth (srael“, I.; Lichtcnfelsgasse •7. 21.!Moritz'“Leitner, Pappeüdeckelerzeuger. IL. Untere Donaustraße 39. 22. Dr. Josef Löwenhevz, Rechtsanwalt,;IX., Nußdorferstraße 42. 23 ־. Kommerzialrat ■Max ■Markus. Kaufmann.• III.. Dißlergasse 8. 24. Gustav Moriz, Versicherungsbeamter, IL. ■Franz Hochlingergasse 17. ■25. Reg.^Rat Dr. Hermann Oppenheim. Bankdirektor,!•IL, Daffingergasse 4. 26. Dr. Jakob Ornstein, Rechtsanwalt. 1IIL, ■Hintzerstr. 10. 27. Wolf Pappenheim, Schriftsteller. II., Kleine ■Pfarrgasse Nr. 1. 28.!Prof. ■Dr. Alois Pick. General-Oberstabsarzt d. R., •I., Rudolfsplatz 12. 29. Isidor Pollak. Generaldirektor, III., Strohgasse 5. 30. Moses Rath, Verleger, Vizepräsident ■der polnischen Schul ״Beth Israel“, IL, Taborstraße 20 A. 31. Adolf Reich, Direktor, II., Rembrandtstraße 26. 32. Komerzialrat Moriz Reif, Kaufmann, III., Veithgasse Nr. 11. 33. Mendel Singer, Sekretär, •IX., Severiiigasse 3-6. 34. Michael Sternfeld, Kaufmann, IL. Große Soerlgasse 6. 35. Dr. Josef Ticho, Rechtsanwalt. I.. Vorlaufstraße 1, 36. Josef •H. Waltudh, Börse'besuoher, I., •Maria Theresieiistraße 24. Die Liste der als V e r t r au e n s m ä n n •e r gewählten Personen ist an den Kundmachungstafeln der Kultusgemeinde verlautbart. Gegen die Agnosziernng dieser Wahlen können ■binnen acht Tagen nach erfolgter Kundmachung im Sinne des § 22 der Wahlordnung Beschwerden an das Schie&sgericht der Kuitusgemeinde (§ 98 des •Statuts) eingebracht werden, Wien, 14. Dezember 1928. Der Präsident: Professor Dr. Alois!Pick m. 0. Reg.-Rat Guido Fuchsgelb -m. p.. Anitsdirektör und Erster Sekretär. Bitte um TaHeshn und TefHIin! ■Es ist eine betrübende. Tatsache, daß viele Eltern jüdischer Knaben,!die vor der •Barmizwah stehen, infolge der hohen Anschaffungskosten nicht ■in ■der Lage sind, Tallis und Tefillin, welche zur Ausübung eines religiösen Gebotes benötigt werden, für dieselben anzuschaffen. Jene Glaubensgenossen, die derartige verfügbare Gebetutensilien ■besitzen, wenden gebeten, dieselben behufs Beteiligung, armer Barmizwah-Knaben •dem Schul'büro der israelitischen Kultusgemeinde, I.. Seitenstettengasse 4, 3. Stock, zu überlassen.

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