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Jüdische Presse · 1928-12-14 · 48 (14.12.1928) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
48 (14.12.1928)
Date
1928-12-14
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 30S JÜDISCHE PRESSE Nr. 48 Konferenz von Vertretern der jüdischen Gemeinden ganz Rumäniens. Frauenwahlrecht abgefeimt. («J. T. A.) Auf •Einladung des Verbandes der jüdischen Gemeinden Altrmriäuiens und des «Landesrabbiners Senator Sercteanu. Das Zentralkomitee der bcssarabischen «jüäisehen Gemeinden Großntmäniens statt. Aus lAltrumänien waren anwesend•. Senator Dr. Nknnirawcr, der Präsident des altrumänisclien Gemeindeverbandes Eli iBorkovici, Al. Solorni. Ing.!Groß, J. L. Sternbach und seitens der Union ntmänischer Juden: der Vorsitzende iDr. Fildermann und ■Sercteanu. ,Das Zentralkomitiee der bcßarabischen jiidisehen Gemeinden war durch Oberrabbincr J. L. «Z i r e 1sohn ,(«Kisehinew), Rabbi 1M. Schulmann (Sora) •B. Aberman (Bender), das demokratische Zentralbiiro in Bessarabien durch Dr. Mutsclmtk. Ing. ■Kusohnir. J. Skirs'ky (Kisehinew) und Rabbiner «Berger (Ackerman) vertreten. Transsylvanien war vertreten durch den Hatiptrabbiner Dr. Eisler und den Generalsekretär!Lachs, die spaniolischen ■Gemeinden durch Dr. Gnlimir und Alrnosnino. D i e Orthodoxen T r a 11 s s y l v a n i c 11s lehnten c i n c Be t c i 1 i g 11 u g an d c׳r ,K o 11 f c r c n z a b. Es ׳wurde ein vom ,Generalsekretär Schweig ausgearbeitetes Gemeitidestatut angenommen. Man erörterte sehr ■lebhaft die!Frage •des!Wahlrechtes der Frauen. Der demo- «kvatische Block forderte aktives und passives Wahlrecht für •die Frauen. Rabbi Zi re Iso 1111 lehnte kategor i s c 11 s e i u e Z 11 s t i m nt ■ti ti g zur V e r 1 e i h u n g des Wahlrechtes an 1F r a 11 e n a!b und drohte, bei w c i t c r e r 1B erat u /?1 g d ■e s 1G c •g e 11 s t a 11 d e s die •Konferenz zu veranlass e 11. R a b b i Z i r e 1s 0 11 n s S t a n d p ■u 11 k t f a n d eine ■M c ■h r. 11 e i t: •der demokratische Block meldete ein votum separatum an. Das WahfaUer wurde mit 21 Jahren festgesetzt. Das Wahlrecht ist proportional. flÄCHRicHTEfl Zur Beachtung! Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab זמן הדלקת הנר עמוצ״ש nach den מנהג יתילזי nach welchem unsere ostländischen Brüder sich richten, veröffentlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithachduth Jereim“ zur Verfügung gestellt. "התאחדות יראים" ׳ווינה ״Hitachdut äesr&lm“ Vereinigung Thoragesetzestreuer Juden in Wien II., Heinestraße 80. T. 15. ב״ה פ׳ מקץ זמן הדלקת הנר עש״ק שעף, 3 עם 48 מינוט! זמן שקיעת החמה עש״ק שעה 4 ע□ 01 מינוט ן זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 5 עם 00 מינוט ן Vierzigjähriges Jubiläum des Bethausvereines Achdus Jisroel. ■Der Belliausverein Achdus Jisroel (Reinbrandtscluil)!feiert '׳dieser T a«gc ׳das Fest •seines!v i e r z i •g* jährigen!Bestände s. Im Jahre 1888 hatten sich einige •jüdische!Männer, •die!in •der ׳Rembrandtstraße wohnten, einen Bethawsverein gegründet, der allmählich große Bedeutung erlangte. Ttichti«ge Vorsteher und hervorragende ׳Rablbiner verstanden es, 1die Synagoge zu einer Stätte «würdigen G־ttesdlie11stes und eifriger Lehrtätigkeit zu gestalten. Besonders unter der Wirksamkeit des so׳wohl als Kanizelreidner wie als Philanthrop bekannten Rabbiners Moses Kramer s. A. war der Bethausverein ein Mittelpunkt jüdischen Lebens geworden. Die denzeitiigen Vorsteher des Vereines führen denselben in streng orthodoxem Geiste, und trotz ׳der schweren ,wirtschaftlichen Erschütterungen der;Nachkriegszeit gelang es ihnen •dank der Mithilfe ■der israelitischen Kultusgemeinde, die .Synagoge un׳d den Bet«h- Ham'idrasch auf ■der Flöhe zu erhalten. Zurzeit winkt als Vereiinsra'bbincr Herr ,Rablbiner •Dr. Joel Pofllak, der all- Spendet für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 täglich früh tmd abends öffentliche Schümm a'bhält. D'er Vereinsvorstand hat anläßlich dieses Jtfbiäämns eine Fcs-tsc.hrift veröffentlicht, die eine kurzgefaßte Geschichte' des Vereines enthält. Am 29. d. wird in der ׳Synagoge •des. Vereines, IL, ■Rembrnndtstraße .32, ein Festg-ttesdienst abgehalten. Chanuka-Feier zugunsten der Schüler« ausspeisung an der jüdischen Volks* und Hauptschule, IL, Malzgasse 16. Es war ׳von der «Leitung der Schiilerausspcisung eine glückliche Idee, während des ChanukaiHFestes einen K a!11 0 r e n - ■A'b.euid zugunsten der «Schüleransspeisung zu veranstalten. Die «Herren Oberkantoren F ■r ä n k e 1, «M a r g «u i •i e s, M ii 'Her und «W e i ß ׳haben vollkommen uneigennützig ihr wunderbares!Können!in den Dienst der guten Sache gestelllt. Die Veranstaltung selbst iibertraf alle Erwartungen. •Der große «Fcstsaal des Hotei Con'tiinental war «lange •vor Beginn «derart überfüllt, daß eine große Zahl Neugieriger, die ihre Karten nicht «rechtzeitig besorgten, infolge Einspruches der (Poiizei nicht mehr Einfluß finden konnte. Die Chnmikah-Liohter ■wurden von einem Schüler «der zweiten Volkssohulklasse, Arthur Kunstadt, augezütidet.!Hierauf folgte die «Begrüßungsansprache des Horm!Uniiv.-Prof. 1D׳r. iMax Eisler, der in kernigen Sätzen!die;B c ׳d e u t 1׳( u g de •r 1־ c 11 «i g׳i ösc.n E r >z ■i c 11 u n g und die große ׳Mission d e«r einzige 11 j ü«d i׳s ch c 11 Volks- und ,Hauptscliuilc in ׳Wien hervorhob. Die Tal 111:11!d ־ T111 0 r ■a - ׳S c 11 ule ist a b e •r 11 i c 111 n u r eine St ä «t «t c «d ■e r E«r z 1 e •h u 11 g, sondern d «u ■rch i h!r e S c 11 ü!1 e r a u s s .p c i s 11׳ n g ■ eine der wichtigsten s o z ■i a l e 11 i n ■s t 1 t u t i o n e 11 unsere r G e m e i n d e. •Prof. «Eisler appellierte denn -auch zunächst an die K ti.fl t׳u«sg c m e i nd e, dann aber an alle AiiW'Csetidcn, dafür zu sorgen, ׳daß ■diese Schufle. die •ständig mit maitevüc'Uer Not izu kämpfen hat, •den wachsenden Anforderungen, die «glücklicherweise ■a!11 si׳e gestellt werden, entsprechen könne. Schließlich dankte er all jenen Künstlern, ■die ■sich unentgeltlich!der Leitung zur Verfiiguu'g gestellt und so dieses schöne Fest ermöglicht haben. Die •Reihe •der gesanglichen IDarbiortui.igen eröffnete Obenkantor M a ■r g •u lies, der!feinfühlig uiiid .mit vollendeter miusikali'scher Durchbildimg hebräische und!jiddisohe Lieder vortrug. ׳Der rauschende Beifall war noch nicht zu Ende, als schon Ernst F r'i e׳d 1 ä n׳d e r, begleitet ■von •M. W e b- 11er, mit seinem Cellospiel einsetzte und das Publikum in neues Entzücken versetzte. Hierauf folgte Oskar Beregi, der •aus «der «Bibel ״die Schöpfung“ und ״die zehn Gebote“ vortrug. Die fast jedem Juden geläufigen Sätze haben in de׳r!Interpretation dieses großen Künstlers ■einen neuen und tief einprägsamen Sinn erhalten, •den die Zuhörer nicht so bald vergessen werden. Nach beigeisterter und nicht enden wollender Ovation mußte sich Beregi enstchließen, das Schflaflied ״Mirjam“ ■von IBee!־-Hoffman 11 «zum Vortrag zu •bringen. Herr Oberkantor Müller schloß hierauf ■den ersten Teil des Programmes mit einigen ׳liturgischen Stacken, in denen es 'ihm wie immer ׳geilang, ׳mit ׳seiner I wunderbaren Stimme ■in die Herzen der .Zuhörer au ■drini gen. «Die nun folgende Pause gab dem 1Pub11iku!m «Gelegen- •heit•, sich an dem reichlichen ■Büfett, •das von edlen •Damen gespendet und• geleitet werde, sich gütlich zu «tun. Hier waren Frau Sandor lAdfler, Frau ׳Hilde Bondy, Frau Elia F r e 1111׳ •d '!und Frau ■Sophie P a p p e n!11 •c i in, unter- ׳ stützt von einer Schar Damen, in ihrem Element. Es gelang ihnen auch in der kurzen Pafise, •dank ■ihrer unwiderstehflichen )Zudringlichkeit soviel abzirsetizen, daß die Schiilerausspeisung auf. . einige Zeit ■der drückendsten Sorge enthoben ist. «Nach der. Pause kam Oberkantor Weiß an •die Reihe, «der mit seiner reinen, hellen Tenorstimme und seinem herrlichen Vortrag die Zuhörer immer wieder •zu neuen Beifallsstürmen hinriß. Nachdem •dann noch Ernst F r «i edl.ä 11 d e r und M. Webao«r nochmals ihr künstlerisches Können am Cello und Klavier zeigten, betrat Oberkantor Frankel das Podium. Trotz vorgeschrittener Zeit — es war schon 11 Öhr geworden — lauschte ■das Publikum in atemlosem Entzücken seinen ,herrlichen ■Gesängen, die er in bekannt meisterhafter Weise vortrug. ׳Er sang zunächst den aus dem Pessachmachsar bekannten Pint ,/Brach Dodi“, um dann durch sein Haben Jakir ili Efraim in sinnvoller Weise ,auf das «jüdische Kind himzuweisen, dem dieser ganze herrliche Abend gewidmet war. Die KlavierbegieitiMig ,besorgte in •überaus tüchtiger Weise Ernest Ed e fl ׳man 11. Die •Regie versafli Lehrer G. 'F r «i e d 1 ä n d e r zu vollster Zufriedenheit. Oeffentliche Danksagung. Die Leitung der Schülerausspeisung an der jüdischen Volks- und Hauptschule, II., Malzgasse 16, spricht hieoiit all jenen Damen, die durch Spenden und durch ihre Mitarbelt zu dem Gelingen , des zugunsten der Schülerausspeisung am 9. ׳Dezember veranstalteten Kantorenabends in so reichem Maße beigetragen haben, ihren herzliebsten Dank aus. Die Leitung,! NEU ERÖFFNET! שטרענג ארטה. כשר שטרעג ארטה• כשר! Selchwaren-Restaurant EISEN & CO. VII., Neubaugasse 15, Tel. B» 3 0-9-61 Die alte führende Harke. Zuleder Tagesaeit frisch gebratene Canal. Chanuka-Feier In der israelitischen Versorgungsansfalt. Samstag־, den 8. Dezember d. fand in der isn Versorgungs- und Siechenanstalt, IX., Seegasse 9, anläßr lieh des Chanuka-Festes eine Beteilung der Pfleglinge statt. Dank den Bemühungen des Obmannes, Herrn Kultusrat David Dohan, des Herrn Julius Berger und vieler anderer, war es heuer möglich, den Insassen durch Aufbringung wertvoller Geschenke, eine besondere Freude?111 bereiten. Nach der guten Jause und der erfolgten Bescherung fand im Betsaale ein G-ttesdienst statt; Ober־ kantor Matyas, brachte die feierlichen Gesänge unter Chorbegleitung zu erhebender Wirkung. Herr Rabbiner Dr. Schwarz richtete an die fast vollzählig erschienenen Insassen eine zu Herzen gehende, auf das Fest bezugnehmende Ansprache. Ganz besonders geehrt wurde die Anstalt durch die Anwesenheit des Herrn Präsidenten, Generaloberstabs- ^lrzt Alois Pick, der ■es sich trotz der in den letzten Tagen besonders anstrengenden Tätigkeit nicht nehmen ließ, dem G-ttesdienst beizuwohne». All die alten Frauen!und Männer, welche die Anstalt bewohnen, waren voll des Lobes und Dankes!, für das ihnen Gebotene. Eisenstadt. Mau schreibt uns: Am 2. Kisiew!fand hier ein dreifaches Sijjum •auf die Traktate •Kesuboth, Jeb a«m 0 O h und K idd u s c h׳i 11 statt. Herr Lehrer Lieberm a 1111 hielt den Hadran. Bei ■der darauf folgenden 'Seudoth- Mizwa zeichnete sich Herr Oberkantor G 0:1 d s t e i 11 ׳duroll seinen Gesang aus. Z׳um iGcHtngcti des Festes trugen •die Herren W er 11 •d 0 r!f e r und Moses viel bei. Abgesehen von der betrübenden Tatsache, daß Herr Qibcrrabbiiner Klein durch 1Krankheit am Erscheinen verhindert war, vorlief die in Eiscustadt seltene Feier in überaus gehobener Stimmung. Dev Bund jiulischci• Akademiker (B. J. A. Oe.) hält Ar011 Sonntag־, den 23. Dezember bis Mittwoch, den 26. Dezember in Berlin seinen 8. Bundestag ab. Am Sonntag ■abend wird im Plenarsitzuugssaal des Herrenhauses nach der offiziellen Eröffnung' und den Bogriißungsworten der Dozent am Berliner Rabbinerseminar, Dr. Jos. Wohlgemuth das Wort zu einem lieferat über: ״Die Erwählung Israels“ ergreifen. Die weitere Tagung findet im Hause der ״Gesellschaft für Freunde“ statt und bringt am Montag־ vormittags zunächst ein halacliiscb-pädagogiscbes Referat des Herrn Dr. Ochs, Berlin, über: ״Die Verantwortlichkeit für die religiöse Führung des Minderjährigen“. Ferner sprechen Oberrabbincr Dr, Jos. Ca1־lebach, iVltona, und Rechtsanwalt Dr. Wiener, Berlin, über: ״Die Bedeutung־ des Din Tliaure in der Gegenwart“. Für den Abend ist eine geschäftliche Debatte angesetzt. Das Hauptthema der Tagung־ bringt der Dienstag mit dem Referat des Studiendirektors Spier von der Talmud Thora, Hambürg, über: ״Die naturwissenschaftliche Erkenntnis als immanentes Problem jüdischer Weltanschauung“. Der Mittwoch dient ausschließlich den geschäftlichen Beratungen. Falls im Rahmen dieses Programms noch Zeit verbleiben sollte, sind Besprechungen einzelner Fachgruppen geplant, für die bereits Redner vorgeselten sind. Gleichzeitig kann die Berliner V. J. A. auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Das Stiftung«־ fest aus diesem Anlaß findet am Dienstag׳, den 25. Dezember abends in den Räumen der ICleistloge statt. Erez-Jisroel-Gesellschaftsroise. Wfie bereits •kurz mit- «geteilt, fbealbsichtigt «die •Pallästina-Zentrafle «der Agudas Jflsroel ■in Franlkifurt a. M., im!kommenden Frü'hljahr eine E r e«z ־ J i s r 0 eil - G e s e H■s ch af t s r e i s e »u voranstaiteu. Die Leitung •der!Reise ׳liegt in ■den Händen des Herrn Julius Schwaibacher,!Frankfurt a. «M., •Hö׳klerili!1- Straße 5, ■an weflehen alle Anfragen und!Anmeldungen direkt zu richten sind. Prospekte wenden!Interessenten gern ,zur Verfügung gestelllt. Um am 'Purim «bereits iu Ere>z Jisroel zu sein, wird voraussichtlich das ain 14.!März von Triest angehende Schiff ,benutzt werden. An unsere Leser! Wir bringen hiemit zur Kenntns, daß das bekannte Musikhaus Excelsior, Wien, I., Adlcrgasse 5 und II., Kleine Pfarrgasse 28, sein reichhaltiges Lager in jüdischen und hebräischen Schallplatten durch ■die neuesten original amerikanischen Aufnahmen kantoraler und jüdischer Gesänge ergänzt hat. Zu Propagandazwecken wird eine große Serie von Schallplatten an diejenigen Leser unseres Blattes, die sich auf diese Ankündigung berufen, zu bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben. TWWM1IBB •und agadischen Werken, mit denen dieser גאון die. rab- «binische Literatur bereichert «hat, werden auch diese חשובות als ein litcrarisch-wissenscliaftliches Ereignis auf •dem Gebiete de«r Haiache gewertet werden. ,Immenses Wiissen vereinigt sicli •in den umfangreichen Werken des großen Verfasse-ns!mit fest •uuibe/irrbarer 'Verstandesschärfe «zu ■geistigen «Leistungen von .unschätzbarem Wert für alle diejenigen, die im ״Lernen“ und in! Leben gleichermaßen mitten darinnen stehen und gerade von der haiacliischen Literatur :immer wieder Aufklärungen über neue Pro'bleme der Zeit, neue!Behelfe zur thoragernäßen!Lösung der Aufgaben, die das rastlos pulsierende ,Leben an den Juden stellt, erwarten. D׳ie □ספרי» die Rabbi Elosor «Deutsch זכרון צדיק לברכה speziell als zeitgenössischer פיסק uns geschaffen hat, täuschen niemals solche Erwartungen. Sie sind dort, wo sie sich mit הלכה befassen, Meisterwerke der ש ט ע ת ת א אליבא רהלכתא ■im «besten Sinne •und genießen als treue und sichere Wegweiser auf den «Gefilden ■des Talmud hohes und allgemeines Ansehen.!Hier wird uns gezeigt, wie selbst in unserer Epigonenzeit wirkliches Wissen trotz aller 1Neigung zu פלפול •und חידושי חורה klare •und unangreifbare Rechtsentscheidiiugen her1vorzü׳br׳u1!ge11 vermag, die über ihre unmittelbare Veranlassung hinaus dauernd wertvoll 'bleiben. Eia Blick in •den Inhalt dieser aus der handschriftlichen «Hinterlassenschaft des Verfassers von seinem!Schwiegersöhne 'Rabbiner Josef Schwarz in Großwardein ■edierten •und von seinem Sohne Oberrabbiner «Moses •D e u t sch in «So«botica «(Szabadka) herausgegehenen תשובות" «Sammlung belehrt uns bald darüber, welche Fülle von Fragen im besonderen die הלכות אבלות •in ■unserer •Zeit aufs neue aufwerfen. Man• denke zum •Beispiel an die schwierigen Fragen, die ׳im Gefolge des Krieges •in bezug auf Bestattung iiind T r a u ׳e >r, auf •Exhumierung,!Sektion, Transport. Grabsteinsetzung ■etc. vom Standpunkt der הלכה למעשה eine zuverlässige und sachbcherrschende Beantwortung forde 111־. Aber nicht nur mit diesen, sondern auch mit den Fragen, die aus den geistigen «Verirrungen der «Zeit der Hälacha •erwachsen, wie etwa 1L e i c h e n v •e r b 1־ ■e n- 111111g, Mischehe und dgl. beschäftigen sich diese Responsen in gründlicher Weise. Dadurch ■werden sie zu einem halaohischen iHilfs- und ׳Queilenwerk, au dem der Rabbiner ■unserer Tage nicht achtlos Vorbeigehen d a r f, wenn er an seinen Aufgaben .mit ׳dem erforderlichen Ernst herantritt. Der ■Herausgeber verdient den Dank aller בני תירה dafür, daß er dieses Werk seines Vaters זצומ״ל der Oeirentl'ichkeit nicht länger vorenthalten will. Anerkennenswert •ist auch ■die praktische Zusammenstellung der umfangreichen Register am «Schlüsse des Bandes. Da werden zu!jeder תשובה eine Anzahl Parallelresponse n ,iu •den Werken von anderen גדולים vermerkt. Ebenso willkommen ist die ׳Zusammenstellung •des Verzeichnisses der einschlägigen Themata ׳in den anderen Werken des Verfassers und in den Jahrgängen •der ׳von seinem ■Schwiegervater iherausgegebenen talmudischen Zeitschrift וילקט יוסף* Eine!Schatzkammer des ,jüdisehen Geistes tut sich vor ains weit auf. Jedem בו תורה ist Gelegenheit geboten, aus ihr einzusammeln. Denn der Herausgeber ist bereit, das ס ר D zu billigem Preise zu verbreiten. Interessenten wenden sich au die Adresse: Oberrabbiner Moses Deutsch, Subotica. S. H. S. B. Der Große Brockhaus, Band 1. -Nachschlagewerke gehüren zu ■den meistbenutzten Büchern, nicht nur in öffentlichen Bibliotheken und!Lesesäflen. Der Griff nach dem ,Lexikon «in Fällen des Zweifels oder «Nichtwissens ist für ■jeden modernen!Menschen ,zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch — in •A'bwan׳d!l׳ung eines alten Spruches — kann man!sagen: andere Zeiten, andere «Konversations-Lexika, ,d. h. ■die A11«forderun׳ge11, die man heutzutage an ein ,mustergültiges. •Nachsch'lag.eiweik stellen muß, sind — im Hinblick auf unser erweitertes Wissen ׳und Können und auf ׳die ganz andere Einstellung zum ,Leben — von «Grund aus andere a«is noch vor .zehn oder zwanzig Jahren! Da die ■vorhandenen Vorkriegslexi'ka längst von •den Tatsachen des vorwärtsjagenderi «Lebens überholt sind, •ist es zu begrüßen, •daß •der älteste deutsche Lex«ilk011'verlag «Brookhaus nach «jahrelangen!mühevollen und kostspieligen Vorarbeiten ein völlig neues großes Nachschlagewerlk herausbringt, von dem der erste Band soeben erschienen ■ist. Ein «Gang •durch den ׳Band, ■dessen geschmackvolles Aeitßere Erich ■Gruner-Lcipzi«g entworfen hat, gilbt eine fiiioht'ige Vorstellung von der Vielgestaltigkeit des Werkes; es ist ein «Gang •durch unsere Zeit, ein Gang durch al«le Gebiete «zwischen Himmel und Erde. Die Artikel sind «künzer «und übersichtlicher, dafür aber wesentlich zahlreicher, die Sprache ist knapper und 'klarer «geworden. Nichts ist «von Lebensfremdheit, «von einseitiger «wissenschaftlicher Sprödigkeit zu merken,!die!früheren Nachschlage werken oft anhingen; überall enge Verbindung •mit Leiben und Praxis. In «der Tat, dies ist einer der leitenden Grundsätze bei der Neugestaltung: den ״Großen Brockhaus“ zu einem wahren Volksbuch zu machen, einem!Buch, in dem «man sich Rat umd!Belehrung in allen!Fragen des täglichen Lebens holen kann -— sei es aus!Beruf oder Familie, sei es aus Kunst oder Wissenschaft, sei es •für eine

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