Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 46 (30.11.1928)
- Date
- 1928-11-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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5זי T*t.'4S --- - ---— --LL ־UT1ורו .׳ froßen Rabbi in den Räumen der Jugendgruppe statt, ei‘ welcher Veranlassung das Andenken des großen Lehrers in mehreren Ansprachen gewürdigt würde. Jugendgruppe Wien % Unter dem Vorsitz des Herrn Wolf Pappenheim, fand Sonntag, den 18. d. M., im Lokale der Agudas Jisroel-Jugendgruppe eine Beratung statt, in welcher Herr Emil Stenzei über die dritte polnische Landeskonferenz (der Aguda referierte. Aid Qrund dieses Referates wurde in Erwägung gezogen, nach dem Beispiel der polnischen Landeskonferenz einen ״Keren Hawroath Hepoajim" zu schaffen. Dieser Fonds soll religiösen Poalim einen zwei- bis vierwöchigen ErhcilungsUrlaub ermöglichen. Di« Durchführung der Angelegenheit wurde der Jugendgruppe überlassen. An der obigen Sitzung .beteiligte sich auch der Vizepräsident der polnischen Ägudaörganisation Rabb. Tobias Borowitz, der neben einem Referat über den zugunsten der Poalim zu schaffenden Fonds auch über den Verlauf der polnischen Landeskonferenz im allgemeinen einen ausführ־ liehen Bericht, erstattete und das Problem der dritten Kenessio ausführlich erörterte. Vereinigung jüdischer Ausiandsberichterstatter m (Wien. In der vor kurzem stattgefundenen ordepiljchm Generalversammlung der Vereinigung jüdischer Auslandsberichterstatter (früher Vereinigung der hebräischen und jiddischen Pressebericbterstatter) in Wien, wurde folgender Vorstand gewählt: M. H e « i s c h (Präsident), S. Haber (Vizepräsident), Dr. 3. Wolf (Sekretär), D. Weinstein (Kassler),. M. A. Jenen b lat t, ing. D. Scheck et, Dr. J. Finkelstejn und M. Ungarfeld׳ Bureauaaresse: II., Praterstraße 9-5. Telephon R 4049־9־, Orthodoxer israelitischer Bethausverein ״Emunas Aves“. Der in allen Schichten der Wiener Judenhelt hochgeschätzte Rabbiner des Bethausvereines ,,Emunas Aves“, Se. Ehrw. Herr Rabb. Aron Weiß, lag wochenlang schwer krank im Spital der israelitischen Rultusgemelnde Wien, das er G, s. D. vollkommen gesund verlassen konnte. Der Verein hatte aus diesem Anlaß eine Feier veranstaltet. Außer der Mitgliederschaft, die fast vollzählig erschienen war, kam noch eine größere Anzahl illustrer Gäste zu diesem Feste. Der Präsident des Bethausverelnes, Herr Emanuel Weiß, begrüßte die FcstversammJung ln herz» licher Weise. Man sah hier den Vater des Rabbiners, Herrn Max. Weiß aus Tapolcsany, den Bruder. Herrn Oberrabbiner Weiß aus Rete, und den Schwager aus Tirnau, ferner Se. Ehrw. Herrn Dr. T a g 1 i c 111. Herrn Rabbiner FJesc.h, Herrn Rabbiner Schenk. Herrn Kommerzialrat Bernhardt, Herrn A1 b e r s. Obmann der Bezirks״ kommission, Herrn Kultusrat Do •ha 11, Herrn Kuner, Obmann des Hietzinger Tempelvereines. Herrn Medizinalrat Dr. Nö'Umarin und Herrn Karl A11 m a nn, Nach der Begrüßung wendete sich Redner mit einer herzlichen Anspräche an Se. Ehrwürden, in welcher er seine große Freude im Namen aller Mitglieder des Vereines aussprach, daß der ärztlichen Kunst durch G-tte$ Hilfe gelungen ist, Se, Ehrwürden der vollständigen Genesung zuzuführen. Se. Ehrw, Herr Rabbiner Weiß beantwortete tiefbewegt die herzliche Ansprache und 1dankte zunächst dem Obmann und dem Obmannstellvertroter Herrn Emanuel Schulz für die große Teilnahme, die sie während seiner Krankheit bekündet hatten, und betonte, wie sich diese beiden Herren alle erdenkliche Mühe gaben, kein Opfer scheuten und alles au'fwcndeten, ׳um ihn der vollständigen Genesung zuzuführen. In bewegten Worten sprach er dann dom Ge* samtvorstand und der ganzen Gemeinde seinen Dank für ihre so überaus große Anteilnahme aus. Dann sprachen Herr Rabbiner Dr. Tag 1 ic<ht, Herr Oberrabbiner Weiß aus..Retc, Herr Rabbiner F! esch und־ Herr Rabbiner; Schenk. In besonders sinniger Weise beglückwünschte ׳nu Namen der Frauensektian der Vizepräsident Herr Emanuel Schulz den Rabbiner und überreichte ihm einen von der Frauensektion anläßlich seiner Genesung gewidmeten schönen silbernen Pokal. Dann überreichte der Obmann der'Bezirkskommission. Herr Alber?, mit einerherzlichen Ansprache ein Glückwunschschreiben der israelitischen Kuitnsgemeinde. Im Namen des Unter- Stützungsvereines ,.Gemilas Chesed“ beglückwünschte Herr Artur Gr einer Se. Ehrwürden zu seiner Genesung und überreichte ihm aus diesem Anlaß eine vom Vorstände gewidmete silberne Menor-a. Aus der Reihe der Mitglieder beglückwünschten Se. Ehrwürden die Herren Medizinalrat Dr. N eu mann, Gärtner, B a r r c r und Kästner. In den Zwischenpausen erheiterten in besonders wirkungs* voll vorgetragenen Gesängen die Herren Oberkatitor Einhorn und Kantor Schwarz die Gäste und ernteten reichen Beifall. In vorgerückter Stunde wurde das Ben* sehen amerikanisch verkauft. Um das . Gelingen dieses, schönen ,Festes hat sich' die Frauensektion mit Frau Präsidentin Cäcilie S c h u 1 z an der Spitze hervorragend ausgezeichnet. A, j(. Mehr als eine Million Juden in Rumänien. (J. T. A.) Laut offizieller Statistik lobten im Jabre 1923 in Rumänien 13,062.806 (75 Prozent) Rumänen; 1,412.742 (8,2 Prozent) Ungarn; 717.683 (4,2 Prozent) Deutsche; 1,093.191 (6,3 Prozent) Juden; 981.844 (5,6 Prozent) Rulhenen, Russen, Bulgaren, Serben usvv. Tournee W0H S, Jacobson durch Galizien. Auf Veranlassung des Beis Jakow-Baukornltöes. Krakau, besuchte Herr Wolf S. Jacobson (Hamburg) die Städte Kattov/it,z, Lemberg, Stanislau und Kolomqa. um die dortige Judenschaft fiir den Bau cles Beis-Jakow-Heims in Krakau zu interessieren. Die Reise hatte guten Erfolg; durch sie ist die Vollendung des vierten Stockwerks gesichert. Die Anwesenheit Jacobsons •iri Galizien wurde von den agudistischen Kreisen zur Veranstaltung von Versammlungen und Propagandakundgebungen benutzt. Neben den Vorträgen über Be'is-Jakow selbst hielt Jacobson rein agudistischc Vorträge in Krakau (2mal), Lemberg (2mal), Kolomea, Stanislau (2mal), Besonders Imposant waren die Massehansammlungen in Lemberg und Stanislau; in Stanislau sprach Jacobson getneisam mit dem Sohn des Wicznitzer Rebbe vor 2000 Hörern. Die Subventionen der polnischen Regierung für jüdisches Religions- und Schulwesen. (J. T. A.) In der am 31. Oktober stattgofundenen Eröffnungssitzung des polnischen Sejm wurde das staatliche Präliminarbudget vorgelegt, das u. u, eine Summe von 213,572 Zloty für jüdische religiöse Zwecke vorsieht. Die jüdische Religion erscheint gegenüber deu anderen, der katholischen Staatskirche nicht augehörenden Glaubensgemeinschaften stark zurückgesetzt, Die im Memorandum des jüdischen Sejmklubs aufgestellten jüdischen religiösen Forderungen wurden nicht berücksichtigt. Im Budget sind ferner die folgenden Suvenbkmen vorgesehen: 135,000 Zloty für die JÜd'i* sehen Handiwehkersclvnlen, 45.000 Zloty für die ״Ort“- Schulen, 10.000 Zloty für das judaistische Institut, 60,000 My für die jiddischen Schulen, 5 2 5.000 Zloty für die Zentrale der' Talmud Thora-Schulen, 49.770 Zloty für die Schuten der jüdischen Gemeinde, JÜDISCHE PRESSE MJSL ' : BRIV 20 MBU ERÖFFNST! שטרענג ארטה. כשר שמרעג ארטה• כשר Selchwaren - Reslaurant EISEN & CO׳ VII., Ne11bau|18«e 15, Tal■ Sie alle führende Marke. Z« Jeder Tageaaeit frisch gebratene Canal. 22,155 Zloty für die hebräischen Tanbuth-Sehuten. 50,000 Zloty für den jüdischen Waisenschufcz, 30.UOO Zloty für das jüdische Rettuiigskonütee, 24.000 Zloty für das Medern- Sanatorium, 60.000 Zloty für die jüdische Pflegerinnenschule. Prof, $!mon Aschkenasi zum Vertreter Polens beim Völkerbund fMisersehcn. (f. T. A.) Die Ernennung des bekannten jüdischen Politikers Professor Simon Aschkenasi zum Vertreter Polens beim Völkerbund steht bevor. Professor Aschkenasi hielt mit dem Präsidenten des pariamen־ •tarisohen Regle rungsblGcks Oberst Slawek eine Konferenz ab, in der die Angelegenheiten Polens beim Völkerbund eingehend besprochen wurden. Zum Schlüsse richtete Oberst Slawek an Professor Aschkenasi die formelle Frage, ob er bereit sei, die polnische Abordnung beim Völkerbund zu führen; in diesem Falle würde Aschkenasi zum ständigen polnischen Vertreter beim Völkerbund ernannt werden. Bekanntlich war Professor Aschkenasi in den ersten Jahren des Bestehens der Republik Vertreter Polens beiin Völkerbund, er mußte aber den ■unablässigen Angriffen der polnischen Nationalisten, die. nicht dulden ■wollten, daß ein Jude Polen heim Völkerbund repräsentiert, weichen und gab seine Demission. Seither!hat er an'ihn ergangene Aufforderu-ngen, wiederum die Führung der polnischen Delegation in Genf zu übernehmen, konsequent abgelehnt. Jetzt aber nimmt man allgemein an, daß er der an ihn ergangenen Einladung Folge leisten wird. Der litauische Vertreter beim Völkerbund über die Vorfälle in Wllkowyschkl. (J. T, A.) Herr Zwi Aberson, der Vertreter des Rates für die Rechte der jüdischen Minderhalten •in Genf, hat den Führer der litauischen Delegation beim Völkerbund, Herrn Sidzikauskas. über die Vorfälle in Wilkov/yschki befragt. Der!litauische Repräsentant versicherte, daß weder die jetzige «och!irgend eine vergangene litauische *Regierung antisemitischen Tendenzen gehuldigt baf. Bei!den Vorfällen in Wilkowyschki handelt cs sich keineswegs um einen Pogrom, wie eine gewisse ausländische Presse, um .dem guten Rufe Litauens zu schaden, sie dargestellt hat, sondern um einen sehr beklagenswerten Zwischenfall, hervorgerufen durch das skandalöse Verhalten dreier subalterner Beamter, die in der Trunkenheit nachts Passanten ,an fielen und dabei keinen Unterschied zwischen Juden und Christen machten. Die Schuldigen sind verhaftet und wurden dem Gericht zu exemplarischer Bestrafung übergeben. Das Organ der Regierung hat das Verhalten dieser Beamten scharf getadelt •und deren Aburteilung gefordert. Der litauische Minister versicherte, daß die Regieruug aut eine •intime Zusammenarbeit zwischen Litauern und Juden auf allen Gebieten großen Wert legt. Aus privater Quelle beim Büro des Raten fiir die Rechte der jüdischen Minderheiten eingegaugeno Auskünfte bestätigen vollauf die Darstellung des litauischen Ministers betreffend die Zwischenfälle ■in WHkowyschki. Mussolini stellt die Fruchtbarkett der Juden als Beispiel hin. (J. T. A.) Der Regierungschef Mussolini, hat bekanut'lich an ■einer Verlautbarung durch die Presse den Italienern dringend empfohlen, sich von ■den modernen Tendenzen der Einschränkung■ der. Geburten fcrnzuhalten. Dabei wies •er ,auf den niedrigen Prozentsatz der Geburten in den Vereinigtei1 Staaten hin und schrieb, dieser Prozentsatz würde ein ■noch kleinerer sein, wenn' nicht Jude u, Italiener und Iren mit ihrer Fruchtbarkeit einen Ausgleich schaffen würden. Der Landesrabbiner von Marokko gestorben. Sonntag, den 28, Ghcschwan, verschied ץ in Fez der Landesrabbiner von Marokko, Rabbi Salomo Ben Dan, im Alter von 80 Jahren. Mehr als 20.030 Juden schritten Hinter der Bahre des im gesamten jüdischen Orient verehrten Rabbiners und Gelehrten eines Nachfahrs des großen jüdischen Weisen ׳Maimonides. Der französische Generalresident ücß sich durch• Oberst h Hu et vertreten. Hinter dem Sarge schritten der ■ Bruder des Verstorbenen, Rabbi Danan, und die anderen Mitglieder der Familie, das Oberhaupt dek Magistrats, Courtin, Ka* pitän Cruchet, der Kommissär der Scherefischen Regierung, die Kalifen von Pacha und Metasseb, der Kotnmandant Arbalos, Pater Kolher u. a. m• Mehr als 8000 Personen hatten sich auf dem Friedhot eingefutiden. Nachrufe hielten Rabbiner Ouakmine aus Palästina, Dajan S. Malka und der Direktor der Schulen der Alliance Israe-! litc Tarrägano. Der Generairesldent ließ der Familie! Kohfe S 6.70 per 100 Kilogramm frei ins Hans iu! ab Grube plombierten Säcken liefert die ebenso seriöse! wie beliebte Kablenfirma Rupert S t c c 11, Wien, 2. Be:׳.,! Praterstraße 11, Telephon R 44-2-19, und ist daher zur allj gemeinen Abnahme bestens zu empfehlet!. i Schlägerei zwischen Jlddischistcn und Hebraisten in j TePAwiw. Bei ■der Feier des 20jährigen Jubiläums seit j Einberufung der Jiddischen Konferenz in Czernowiiz kam j es in Tel-Awiw zu einer blutigen Schlägerei. Die Feier i wurde vom Klub der Ponte-Zion veranstaltet, natürlich wurde bei •den Ansprachen nur jiddisch gesprochen. Mitgliedcr des ״Gdud ivri“, versuchten, in die Versammlung einzudringen und die Feier zu stören;־ wobei es zu Skandalszenen kam. Dreizehn Personen, unter ihnen Mitglieder des Stadtrates wurden verletzt; eine Anzahl der Ruhestörer wurde verhaftet. Der Zwischenfall hat besonders in der Arbeiterschaft peinlich berührt, de.r ״Brith Trumpckior“ erklärte, daß er in keiner Weise beim tteberfall beteil'igt •sei. l&ötfcs ■a.y5aupls(&u&für%naSen, ■und flädduui mäOfmlädiitahrtcfU ». fflalzgassz/6 Beduirtenangritf auf das Rähel-Grsb« (LT. A4 Ein Trupp Beduinen versuchte einen Ueberfaff auf d«r Wächter des Rahel-Grabes, wahrscheinlich mit dem Ziele, die im Gebäude befindlichen Wertgegenstände 2a rauben. Dem Wächter gelang es, sich geschickt ihren Händen zu entwinden und sich im Innern deS Qefeäudes euizuschließen. Die Bedpinen versuchten vergebens, die Tür des Gebäudes zu sprengen! sie mußten unverrichteter Dinge abziehen. Neue Kommunistenverhaftungen m Palästina!, (JTA ) In der jüdischen Kolonie ״Neß Zicma“ in der Nähe von, Jaffa ist von der Polizei ein, kommunistisches Bureau mit Geheimdruckerei ausgehoben worden,. 8 Juden und 2 Araber wurden verhaftet. 50 Jahre Israelitische Religkmsgesellschaft Stuttgart. Am 10. und 11. November beging die Israelitische. Religionsgesellschaft Stuttgart, die Feier ihres 50jährigen Bestandes. Nach einem Festg-ttesdienst am 10. November versammelten sich die Mitglieder und Freunde der Rehgionsgesellschaft am Sonntag abends im Oberen Museum. Der erste Vorsitzende, Herr Siegfried Kahn, hielt eine Begrüßungsansprache und würdigte die großen Verdienste des früheren Rabbiners Dr. Ansbacher und des jetzigen geistlichen Führers der Gemeinde, Rabbiner Dr. Bitmberger, und forderte die Jugend auf, wie bisher die Thora in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stelien. Er begrüßte sodann den Präsidenten des Isr, Landesversammlung R. Nördlinger, den Vertreter der Isr. Landesversamtnlung R. A. Dr. Wolf, den Vertreter des Stadtrabbinats, Stadtrabbiner Dr. Rieger, den Vorstand des Isr- Vorsteheramtes Arthur Essinger, die Herren Rabbiner Dr. Esra Munk-Berlin und Dr. Ansbacher und zahlreiche andere von auswärts erschienene Persönlichkeiten. Rabb. Dr. Bambergcr zeichnete die wechselnden Geschicke der Ge״ meinde. Seine Rede gipfelte in einem eindrucksvollen Bekenntnis zum gesetzestreuen Judentum• Rabb. Dr. Esra׳ Munk, hielt dann einen Vortrag über ״Kulturaufstieg und Traditionstreue“, der auf alle Anwesenden tiefen Eindruck machte. Bei dem sich anschließenden Festessen ergriffen das Wort Stadtrabbiner Dr. Rieger, R. A. Dr. Wolf, A. Essinger, Rabb. Dr. Ansbaclier, Rabb. Dr- Kahn» Lehrer Sulsbachcr, Adolf Kops und M. Herz. Erfolge der Mode. Das Problem für jede Dame, modern, gesehmackvoll und individuell gekleidet zu seilt, muß nicht üiibedingt durch den Aufwand, großer Mittel gelöst . werden. ־ Die Modeküustlerin Clara Flandrak, Wien. L, Jasomirgott-• Straße 5, weiß Rat, ohne daß ihre Schöpfnngon den Er- Zeugnissen der anspruchsvollsten Modehäuser m irgend einer Beziehung nachstehen. Ihr außergewöhnliches Tnteilt, zu wohlfeilen Preisen vornehmste Kleidungsstücke•' zu entwerfen, farblich abzutöueu und zusammenzustcllen, ist geradezu verblüffend. Mit den einfachsten Stoffen werder. von ihr Formen und Farbwirkung erzielt, die unter Berücksichtigung der mäßigen Preise, tiefste Bewunderung auslöscn. Es dürfte sich ihr wohl keine Frau vorstellen, fiir deren Bewegungen und Wesensart sie nicht• sofort das passende Kleid wüßte oder erfände. Uebrigens■ ist Frau Clara Flandrak von jeher dafür bekannt und beliebt, daß sie selbst .die geheimsten Wünsche in der Mode, rückhaltlos berücksichtigt und erfüllt! , . . Die Moücwandiitng, die sich unbestreitbar vollzogen hat und die, die Silhouette der Frau vollkommen verändert, findet ihren beredten Ausdruck •in den von ihr gelieferten Pariser und eigenen Modellen, deren Herstelung und Farbtönung nach deu Grundsätzen eines kultivierten, voriichmeil Geschmackes geschaffen sind. Die großen Erfolge, die Frau Flandrak zu verzeichnen hat, beruhen hauptsächlich auch aiif der Kunst, jede Dame, ob schlank oder stark, ob jung oder alt, moder«, geschmackvoll und individuell ,zu kleiden., ■jedem Kleidungsstück •die eigene Note, das persönliche ,Gepräge־ .. zu geben und so jeder einzelnen Kundschaft die völlige Zufriedenheit abzuzwingen, um so mehr, als man auch nicht die sonst verlangten hohen Preise bezahlen muß.^ Darmpflego durch das Darmbad. Das Darmbad spielt nicht nur eine große Rolle in der Behandlung verschiedener ■Krankheiten, sondern auch . . iu der Gesundheitspflege. Dr. Lorand in Karlsbad war dev ׳ erste, welcher auf .den großen Wert der regelmäßigen . ׳ Darmreinlguiig fiir die Gesundheit aufmerksam gemacht; hat. Er' empfahl hiezu das E'nteroeleaner-Darmbad und nannte diese je mich der Konstitution des Betreffenden in acht- bis dreißigtägigeil Intervallen regelmäßig si.ch wiederholenden Darmsptilüngen zu G.csundhcitszweckeii . ״Enterocure“. 'י , . . ' Weit verbreitet ist die Ansicht, daß ein täglicher Stuhlgang gleichbedeutend, sei mit einer regelmäßigen normalen Darmfunktioii, Das ist ein schwerer Irrtum, dein die Gesundheit vieler Menschen bereits zum Opfer gefallen ist ■und noch immer zum Opfer fällt. Der Umstand, daß jemand täglichen Stuhlgang hat. beweist in Wirkliclikeit iiocli gar'nichts. Jemand, der wenig und schlackenarme Nahrung zu sich nimmt, kann auch nur jeden zweiten Tag Stuhl haben und doch dabei dauernd gesund sein. Worauf es ankommt und was ■die Gesundheit des Mensehen langsam zwar, aber dafür uni so sicherer. untergräbt, ist die Menge des Restsluhles, welchen der Mensch ständig in sich lienimträgt. Rcststuhl ist jene Stulilnicnge,' welche nach einer Stiililcntlcerung noch im Darm zurückbleibt. 111 der Regel soll ■das nicht mehr als höchstens eine frische Stuhlportion sein, Wie sicht es aber damit in Wirklichkeit aus? Wie viele kommen mul erzählet! stolz: Ichmabe täglich meinen Stuhl und habe auch heute schon Stuhl gehabt und •glauben ׳damit «len untrüglichen Beweis fiir einen normalen Stoffwechsel zu besitzen. Und wie bestürzt und kleinlaut werden viele ■derselben dann, wenn sie sehen, welche oft ungeheuren Mengen von altem verfaulten Reststuh! das Darmbad noch aus ihrem Darm herausbefördert, Ein kleiner Vergleich ist hier sehr am Platze. Iu früheren Zeiten heizte man so lauge, bis der Rauchfang verrußt war oder gar zu brennen anfing. Heute haben wir ein Gesetz, «ach 'welchem der Ranchfang alle vior Wochen gereinigt werden muß. ob er verrußt ist oder nicht. Ebenso sollte es auch jeder vernünftige gesunde. Mensch mit seinem Darm halten •und denselben alte vier Wochen wenigstens einmal im Dampfbad reinigen, um sich davon zu überzeugen, ob nicht etwa große Reststuhlmengen schon an der Arbeit sind, unbemerkt Im Geheimen seine Gesundheit zu untergraben. I Presse in das jüdische Hans