Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 46 (30.11.1928)
- Date
- 1928-11-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 292 Nr. 46 JÜDISCHE PRESSE SorgfSftigsis Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack SO kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggon• JULIUS HABER Kohlen• und Koksgrotlhandlung Hordbahnrutsohen S. Kohlenhof Nr. 372478 Wien, II., Taborstraße 9 Fwnspr#ch8f ttt. 41 -d-2a wir e׳ben keinen Porges mehr haben «nd ein anderer gleich tüchtiger •begeisterter Organisator nicht vorhanden ist. Es blieb also nur Kooperation übrig. Alle Möglichkeiten wurden erwogen. Die ״w.e r kt ä tig ö 11“, denen Religion Privatsachc ist, kamen nicht in Betracht. Die ״Zionisten“ und ״Misrachr, die ausgerechnet -in Erez jisroel einen Terror־ ivben zur Drangsaiicruüg unserer Orthodoxie, sind unsere geschworenen Feinde. In Erez Jisroel haben die Zionisten der Bibclkritik eine Stätte errichtet, ׳haben der Regierung ein Gemeindegesetz unterbreitet, das die freie Uebung des Religionsgesetzes unmöglich ׳gemacht hätte, haben sie unseren Ra'bbi Chain! Sonnenfeld die Schechita geraubt. So ungern wir jüdische Schmutzwäsche in der ()Öffentlichkeit waschen, mußten wir infolge der maßlosen Denunziationen und verlogenen Informationen der Zionisten an den Völkerbund herantreten. Welch unsagbare Mühe und mehrjährige Arbeit es kostete, den Mitgliedern des Völkerbundes Verständnis für unsere Not beizubringen, läßt sich nicht beschreiben, aber^pD'n TD G׳־tt erleuchtete die R׳cfcrenün, eine edle Dame, eine christliche SchxVcdin, Madame Wicksei, ihr Angedenken sei ׳gesegnet — die ihr herrliches Referat mit den Worten schloß: ״So schwer es auch für die ,britische Regierung sein mag, ■mit zwei jüdischen Organisationen zu tun zu haben, muß es andererseits als gänzlich ausgeschlossen erscheinen, daß man Männern, die gar keine Religion haben, die Macht gäbe über Menschen, die nur in dör Religion leben.“ Die gläubige Judenschaft Ercz Jisroels ist endgültig von dem antireligiösen Terror der Zionisten gerettet. ' Nicht besser steilen die Misraciiistcn, ׳mit denen als gehorsamen Diener der zionistischen Leitung wir nicht zusamfnchgC'hCM können. . Blieb nur die Union. Bei derselben haben wir während der acht Jahre des Zusannnenarbeltens stets Förderung unserer Postulate gefunden und das aufrichtige Bestreben, dein religiösen Judentum die Bruderliaud zur Erreichung seiner Ziele und zur Erhaltung der Religiosität zu reiclien. Auch die Erhaltung und gute konservative Erhaltung der Gemeinde kann nur durch eine unionistische Majorität gewahrt werden. . Die hier anwesenden Herren K׳uUusv6rsfe׳her Doktor Tic,ho,;der bei allen religiösen Belangen sich mit aller Kraft seines großen Ansehens im Vorstande für uns einsetz/,. •Herr Kom.-Rat Buchwald, der erst jüngst in Müayab-Angelcgeulieit uns einen großen Dienst erwies, sind stets Befürworter orthodoxer Wünsche. . .. ,,Meine Herren, ich danke Ihnen für die lautlose Stille, mit der Sie, in! wohltuenden Gegensatz 211 den Wähler- Versammlungen, mich angehört haben. Ihr Interesse für die Orthodoxie, wird, wie ich hoffe, sich auch kundgeib'en in den Stimmen für die Liste, die die Namen der Vertreter der Orthodoxen Interessen enthält. , Preis and Qualität unerreicht! Sie müssen schon jet2t Ihren Bedarf decken, weil wir wieder vergrößern und während des Umbaues unser Lager reduzieren müsset). Alle Herbstneu־ «eiten in reichster Auswahl zu beispiellos billigen Preisen! Stoffe t Modc-Bordiiren-Kasha S 3 Kleiderstoffe. 100 br, . . . . . , . , . S Kieider-Popeline, 100 br.. . 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Rabbi Clräim Joseph S o n n e n f e 1 d, שליט״א Ober• rabbincr des Waad lioir haaskasi und Führer der Agudas Jisroel, beging am 19. November in strenger ZurückgCzogenheit seinen SÜ.; Geburtstag. Er ist allen Vcrsitchen, ihm aus diesem Anlaß zu huldigen, aus dem Wege gegangen und hat cs bei seiner. Gemeinde durchgesetzt, daß der aus Anlaß seines 'Geburtstages geplant gewesene große Empfang unterbleibe. Im Hause Rabbi Sonneufelds erschienen am 19. November der Disttriktskommissär von Jerusalem mit den Distriktsbeamten, der Vizebürgermeister von Jerusalem, der tschechoslowakische Konsul (Rabbi Sonnenfeld ist tschechoslowakischer ׳Staatsbürger) und viele andere prominentc Persönlichkeiten Palästinas, um dem angesehenen Rabbi zu seinem SO. Geburtstag zu1 gratulieren. Rabbi' SöiinCnfcld, der in der ganzen Welt bckannte Gelehrte, lebt seit 50 Jahren in Palästina als Führer der orthodoxen Juden Erez Israels. Er ist ein scharfer Gegner des Zioniä'miiS’utild bekämpft auch, tiie im Misraciii ,vereinigten orthodoxen.-.Zionisten. Wegen seiner großen Gelehrsamkeit und seiner, absoluten Aufrichtigkeit genießt er persönlich auch unter Seinen entschic•1־ densten Gegnern•', unbegrenzte Achtung. Er• hat wiederholt Einladungen zur. Uebernahme bedeutender rabbinischer Posteil zuriiekgewiesen und zieht es vor, hl Jerusalem in Armut zu leben. ' 1 Eine Botschaft des 80jährigen Rabbi Sonnemeld. Der Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur besuchte das religiöse Oberhaupt des mit der Adidas; verbundenen orthodoxen Telleii des palästinensischen Judenheit, Rabbi Chaim S 011 n e 11 f e 1 d, der vor kurzem sein SO. Lebensjahr vollendet hat. Der greise Rabbi, der seit 1872 in der Jerusalemer Altstadt, in der Nähe der Klagemauer, lebt, entwickelte in temperamentvoller Welse und in einem glänzenden Hebräisch mit sephärdischer Ausspräche seine Ansicht, wie dem, jüdischen Palästina und dem heutigen Judentum überhaupt zu helfen sei. Wie in. den Tagen von Esra, sagte er, müßten sich jetzt die Vertreter ganz Israels versammeln und ln Rabbiner und Professor. Von Öbdrrabbincr Thal* Uit'sclU. 1. Spätsommer 1709. Arn Bilde der großen Mittclstraßc, die damals quer durch das Städtlem Metz ׳itef, Stand ein einfaches Haus; ein paar Zimmer, oinc kleine Küche und eine Art Warenlager, an •das ein, kleiner Stall grenzte — das war alles. ' Es Wurde bewohnt von Josef Bachberger, einem Kaufmann, der durch Kleiderhandel in den uinheriiegenden Dörfern für Frau und Kinder ein ehrliches Stück Brot ver-; diente. Dieses Stück Brot zu verdienen, war erst sehr hart gewesen, doch näch und nach milderto. sich seine Lage. Er handelte mit alten Kleidern; viel andere Ernährung$n1ö£lichkeiten erlaubte die nichtjüdische Welt damals den Juden nicht. Josef Bachborger arbeitete sich 1unter Sorgen und mit großen Anstrengungen aus seiner Armut heraus. Er war nicht reich geworden, auch nicht wohlhabend, ■doch besaß er genug, um in Ruhe leben zu können. Es war jm Spätsommer. Diie Hopfen Ücker im El.saß waren den ganzen Tag von der Sonne heiß durchglüht worden. Und nun gegen Abend fing es an, sich ein wenig abzukühlen. Josef Bachberger kam nach Hause. Er war ermüdet. Br hatte über viele sonnige Wege fahren, hatte oft absteigert und Kleider ab- und aufladen müssen. Er ließ sein Pferd in den kleinen Stall einfahren und ging in das Wohnzimmer. ״Guten Tag“, sagte er zu seiner Frau und setzte sich Jn seinen Sessel an den Tisch. ״Guten Tag, Sender“, grüßte er seinen' ältesten Sohn, einen Jungen von sechzehn Jahren. Ein...paar, ,Kinder.!.s.plelten vor, dem Hause, •die jüngeren lagen schön im Bett. ״Komm, gib mir eine Kleinigkeit gegen den ersten׳ Hunger, ein'Glas Milch und etwas vöhi übriggebliebenen Schabboskuchen. Nur $0 eine Kleinigkeit, dann ׳kann Ich nachher mit euch zusammen essen,“;;—;—ר :-—; -;-ז—,r-. ... Esther ging 111 die Küche, um das Verlangte zu ׳holen. ״Vater,“ sagte Sender zaudernd, ״Vater, Ich darf es vielleicht 11 i c h t sagen, aber darf ich dich etwas fragen?“ ״Was denn, mein Kind?“ fragte Bachberger, seinem Söhn ermutigend zuiäChehid. ״Ja, Vater, Ich wollte . fragen: ist das wohl richtig, was du da tust?“ ״Was denn, Sender?“ ׳״'Du . hast •dem Pferd noch nichts zu essen gegeben. Und die Gemorah sagt . . ״Gewiß, Sender,, die Gemorah sagt, daß wir'erst unsere Haustiere, versorgt haben müssen, bevor wir selbst essen: aber deshalb darf ich wohl erst eine Kleinigkeit zu mir nehmen! Jedenfalls werde ׳ich erst dem Pfeerd sein Futter geben“, Sagte Josef und ging hinaus. Ais er zurückkam, sagte er: ״Nun wollen wir einmal sehen. Gib mal eine Gemorah Berochaus, dami kannst ■du es selbst!lesen.“ Sender holte das gewünschte Buch. Es war der erste Teil der Venctiancr Ausgabe des Talmud voll ׳Daniel Bömberg. ״Raw Jehuda sagt in Raws Namen: ״Es ist dem Menschen verboten, zu essen, bevor er seinem Viel! zu essen gegeben hat, denn die Touroli sagt zuerst: ״Ich werde Gewächs auf dein Feld geben für dein Vieh“ und danach erst steht geschrieben ״und du sollst essen, bis du gesättigst bist“.“ ״Du sichst, es,“ sagte der Vater, ״hier stellt doch deutlich ״essen“ und ״essen bis zum Gesättigtsein“. Das heißt nicht nur schnell eine Kleinigkeit zu sich nehmen, sondern eine regelrechte Mahlzeit. Das dürfen .wir nicht tun, bevor wir unseren Tieren Nahrung gegeben haben. Doch nur so eine Kleinigkeit — das darf man wohl.“ Sender schaute das Blatt in der Gemoroh an, als ob er sagen wollte: ״Ja, cs ist währ, aber es stimmt dennoch nicht.“ Er las die Worte nochmals und abermals, während Vater und Mutter lächelnd einander zunickteti. ״Nein“, sagte Sender endlich. ״Nein, Vater, das meine ich nicht Ich hab’;was anderes 1m Köpf . . . ja, ich weiß schon—׳'darf ich eine andere Gemoroh nehmen?“ Natürlich durfte er. Esther strahlte. Sie hatte es wohl כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשר des ortb. RabbinatsaasesdOra, Koiice, erzeugt ״POLIO“ FRIEDMANN ft CO. —MB Selten- und KerzenfabMk, KOSI«® ■HBM ***”**1"11י***** feierlicher Form ihren Entschluß kundtun, daß das Judentum, aas auf der Thora gegründet ist, die Lehre bis 2um letzten beobachten und erfüllen will. Nur aut diese weise können wir die Erlösung beschleunigen. Wäre eme solche Kundgebung des gesamten Judentums sofort nach der britischen Okkupation Palästinas geschehen, uusere Position in Palästina würde jetzt eine viel gefestigte« sein. Würden nicht heute zahlreiche Juden in Palästina ״trefa“ (den jüdisch-religiösen Speisegesetzen zuwider) essen mid den Sabbat entweihen, noch viele Tausende Juden würden nach Palästina strömen. Die jüdische Orthodoxie, fuhr Rabbi Sonnenfeld fort, wäre bereit, in die Jewish Agency einzutreten, wenn die Jewish Agency Bürgschaft geben würde, daß das gesamte palästinensische Aufbauwerk nach den Vor- Schriften der Thora vor sich gehen, würde. Die Zionisten aber haben niemals mit voller Aufrichtigkeit um die Mitarbeit der Orthodoxie geworben. Niemals haben sie die Orthodoxie in den Fragen der Palästina-Arbeit zuratc gezogen. Sie werden es bereuen müssen, sie werden es büßen müssen für alle jene jüdische Arbeit in Palästina, die Ohne Thora und ohne Mizwoth vor sich geht. Rabbi Sonnenfeld und das Schulwerk der Agudas Jisroel. Der achtzigste Geburtstag •unseres großen •Führers in Jerusalem, Rabbi Ghairn Sonnenfeld, gibt Veranlassung, einem größeren Kreise davon Kenntnis zu geben, wie Reb Chaim Sonnenfeld es־ verstand,!in einer schweren Zeit das S c h u 1 w e r k der Agudas Jisroel vor dem Untergang zu retten. •Es war in de!t Inflatiansjaihren und die Gelder von Zontralcuropa reichten nicht irn entferntesten aus, um auch nur die notwendigsten Bedürfnisse der Schulen zu befried'igen. Rabbi Chaim Sonnenfeld berief deshalb zu Beginn des neuen Schuljahres im Cheschwan eine Nötabelnver- Sammlung in Jerusalem ein, legte ihr die prekäre Lage der Schulen •dar und ersuchte um Vorschläge, wie man die Schulen retten könne. Die Mehrzahl der Anwesenden empfahl, einen oder mehrere Sendboten in die westeuropäischeu, valutastarken Staaten und nach Amerika zu senden. Rabbi Sonnenfeld erwiderte darauf, daß, um diesen Vorschlag, zu realisieren, er nicht nötig gehabt hätte, eine Versammlung einzuberufen. Zunächst sei Erez Jisroel selbst verpflichtet, alles zu tun, um die Schulen zu erhalten. JEr, Reb Chaim Sonnenfeld, selbst habe eine monatliche Einnähme von acht Pfund (ein größeres Gehalt zu beziehen, weigerte er sich mit aller Entschiedenheit); von diesen acht Pfund könne er, wenn er sich einschränke, noch zwei Pfund entbehren. Er v c r p!f 1 i c h t e sich, sechs M 0 n a t e I a 11 g j e zwei Pfund pro Monat für d 1 c Schulen zu spenden und fordere •d i c Anwesenden a 1t f, seinem Beispiel zu folgen und je nach VermögensverihäJtnissen einen Teil ihres Monatseinkommens ■demselben Zweck zuzufiihren. Das Beispiel des greisen Rabbi wirkte zündend und in der Tat wurden die Schulen über die •schwersten Zeiten hindurch erhalten. Das Schul ■werk׳ der A g.u •d a s J •i s r o e 1 i s t a 11 c 11 h e 11׳ t c n och liac h ׳d e r t i e f en Leber ze 11g 1111 g Rabbi Sönnenfel-ds die erste Voraussetzung für •den von i 1h m so heiß ersehnten Aufbau Erez Jisroels auf Grundlage der Thor ׳a. Es gibt daher wohl keine sinnigere Ehrung des Jubilars anläßlich seines achtzigsten Geburtstages, als die Gründüng einer Reb Chaim Somienfeld-Stiftuug fiir das Schulwerk der Agudas Jisroel in Ercz Jisroel. Die Palästinazentraie fordert alle Verehrer der ragenden Persönlichkeit ׳unseres palästinensischen Fbrers auf, sich an dieser Stiftung zu beteiligen. Spenden erbeten auf das Postscheckkonto der Palüstinäzeriträle der Agudas jisroel Nr. 53.960,^ Frankfurt ä. M., mit der Bezeichnung Rabbi Chainl Söttneiifeld- Stiftung oder Palästinazentraie der Agudäs Jisroel, Wien, österr. PöstsparkäsSenkörtto Nr. 33.406. Die ״Jüdische Presse“ wird die spenden öffentlich ausweisen. vorher gewußt. Sender ging zum Schränk und holte eine Giitliu Gemoroh. Er schlug die erste Seite des ׳Blattes, Ende des fünften Kapitels, auf. ״Sieh nur, Vater, da steht es: ״Da sagtoii sie zu ihm: Will der Herr etwas zu sich nehmen? Da antwortete er ihnen: So sagt Raw Jehuda in Raws Namen: Es ist dem Menschen verboten, otwas zu sich zu nehmen, bevor Cr seinen! Vieh Essen gegeben hat, denn •die TöUföh sagt erst: Und icii werde Gewächs auf dein Feld geben fiir dein Viel! und erst nachher Und •du sollst essen bis du gesättigt bist.“ Siehst du, Vater, hier steht: etwas zu sich nehmen.“ ״Ja, Sender, du hat rocht, insofern hier steht, was du eben sagtest. Aber in Berochaus steht •doch ״essen“ und nicht ״etwas zu sich nehmen“.“ ״Vater, wenn feit das noch sagen darf,“ sagte Sender wieder, ״dann ist cs doch am sichersten, es so zu tun, wie in Cittien steht, und die Chunire zu nehmen!“ Vater und Sohn kamen überein, den Rabbiner um seine Meinung zu befragen. M. Jakob Reischer, der Qberräbbiner von Metz, saß itt seinem Studierzimmer. Die beiden Längsseiten des großen Zimmers waren durch volle Bücherschränke eingenommen. Manches wertvolle Werk war darinnen. Es war eine schwierige Sache gewesen, das alles von Worms unversehrt 11 er über zubringen. Er saß am Tisch beim!Fenster und sann über seinem fast vollendeten Werk ״Cholk Jakob“. Es klopfte und herein trat ein junger Mann in schwarzem Sämmetanzug mit schwarzer Sammetmütze. Er nahm die Mütze ab und eine hohe Stirn mit langem braunen Haar zeigte sich. Ein Paar offener, klarer Augen, ein frisches Antlitz — der junge Mann machte auf Jakob Reischer einen sympathischen Eindruck. ״Ich zog hier durch Metz, ehrwürdiger Herr Rabbinor!“ fing der junge Marin ׳an •und'machte ׳•eine höfliche Verbeugung. Jakob ■Reischer stand auf, wies ihm einen Stuhl an