Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 46 (30.11.1928)
- Date
- 1928-11-30
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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rhbünG poföleaS rküti post a W. Bratislava äs. 41S7Wn2״B. «Pik 258־ümwmi vom Vcrteicf viivfwliii^ JoortMri exp€die par reditaar» ORGAM FÜR DIE INTERESSE» PE8 ORTHt 204 .Usivorsitätsbibliothok Wien Io ( 5 L; Redaktion ט.' Administration»Wien,!!..Leopoldsgaise 26, 1. Stiege, 1. Stock. — Tel. R 45-4-94. Tschechoslowakei! Bratislava, Postfach 140. Krscheint jeden Freitag. — Redaktionsschluss: IPfir Artikel Sonntag, rar Nachrichten Montag. Abonnementspreisej Ganzjährig! Für Oesterreich S 14 Tschechoslowakei tsctaecb.K. 70, Einzelnummer Ost. Gr, 40, das übrige Ausland 2 Dollar. Zahlungen lör Oesterreich: Postsptrk&saen amt Wien, Konto Kr. 13.458; für Polen: Postsparkassenamt Warschau, Konto Nr, 190.409; für Ungarn! Posisparfcaaaenamt Bndapest, Konto Nr. 50.170; für Tschechoslowakei: Postsparkassenamt Prag. Konto Nr. 53.386; für Jogosliwien: Postap.*Amt Agram,Ko. N. 40.317; für die Schweiz: Postscheckkonto Zürich. 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Dezember 1928 (dritter Chanukah - Abend) im Festsaal des Hotel Continental, II, Taborstraße 2 Beginn präzise 8 Uhr Reiches künstlerisches Programm unter■ Mitwirkung der Herren Oberkantoren FR'A'NKL MARGULIES MÜLLER WEISS terner der Herren OSKAR BERF81 ERNST FRIEDLÄ'NDER Karten in allen jüdischen Buchhandlungen u. in der Schülerausspeisung, II. Malzgasse 16, .Tel, R-15-4-94 Schiffschul und Kultuswahlen. Die Generalversammlung der Schiffschul einstimmig für die ״Unioh״-Liste. In der Sonntag den 25. November d. J. abgehaltenen Generalversammlung der Schiffschul hielt Herr Wolf Pappenheim ein aufsehenerregendes Referat über das Vorhäitnis der Schiffschul zur isrrael. Kultusgemeinde, das wir mit Rücksicht auf die Aktualität und prinzipielle Bedeutung dieses Probleme im Wortlaut bringen. Die Red. Sehr geehrte Versammlung! Erlauben Sie mir, daß ich hier von der Wahlkampagne in der Kultusgcineindc spreche, damit die krassen Verleumdungen, die in Versammlungen gegen Schiffschul und Aguda hervorgebracht wurden, doch in einigen Punkten widerlegt werden können. Vorher muß ich bemerken, daß die Agu da als solche sich mit lokalen Angelegenheiten nicht zu befassen hat und demnach mit den Wahlen der Kultusgemeinde nichts zu tun hat. Es ist also eine gewollte Unwahrheit, wenn, von nationaler Seite immer wieder die Aguda verleumdet wird. Die Aguda hat Aufgaben, die die. gesamte JudenhcR bctreffen lind der Komplex dieser Aufgaben, ist ■so groß und■ erhaben, daß lokale Streitigkoiten für sic 11ioh!t in Frage , kommen: können. Agudisten beteiligen," sich selbst- ,verständlich an der. ■W:jM,, \veij -mit der Ä d a $ j i s r o c!”(Schiiffsehui) ■identisch sind, und die Adas JisrooJ mit ihren Freunden, welche die orthodoxe Vertretung in den Kultusvorstand entsandt haben, ein gewaltiges Interesse daran haben, dal! der Kultusvorst an d eine Zusammensetzung erhalte, . welche die religiösen Belange nicht nur nicht störe, sondern auch fördere. In einer. misrachistischen Versammlung wurde er- Märt, die Sciiirischul bekomme von der Gemeinde 1300 Millionen und dafür habe sie sich an die Union verkauft. Der betreffende Redner spricht gewiß eine Unwahrheit, die Schiffschul hat von der Kultusgcmeinde niemals eine Subvention erhalten, unter welchem Tdtci auch immer. Der betreffende Redner sollte einmal ■das Budget der Kultusgemeinde durchlesen; da kommt die Adas Jisroel nur einmal vor und da handelt es sich nur um die R ü c k v e 1־ g ü t u n g der von der Adas Jisroel für ihre eigenen, von den von ihr bezahlten Funktionären vollzogenen Sehächtung ati die Kultusgemeinde bezahlten Gebühren. Ein Zionistenführer meinte in einer polnischorthodoxen Versammlung, die :Balken der Schlffschul wanken, weil die Schiffschul das Vermächtnis ׳ihres großen Chasatn Sofer und ihres großen Rabbiners Spitzer verletzt bat, ■indem sie mit פשעים zusammengeht. Ein Urposche er* .kiihnt sich, die Schlffschul zu belehren. Was in den zioi nistischen Blättern und in den Flugschriften der Nationalen an Begeiferung der Adas Jisroel und der Aguda geleistet wird, übertrifft alle Roheiten politischer Kämpfe. Nun, meine* Herren, bin ich Ihnen Rechenschaft schuldig über unser Verhalten zu den Kultus wählen. Durch Jahrzehnte hat der Schiffschuilikreis trotz wiederholter Aufforderung es abgefeimt, in den Kultusvorstand einzutreten, weil er nur in der Selbständigkeit der Orthodoxie die Möglichkeit der Erhaltung und Entfaltung sah. Als vor zehn Jahren ein Ereignis eintrat, das die Macht des antireligiösen Zionismus ins Maßlose zu steigern drohte und damit die restlose Umformung des religiös basierten Judentums in einen religionslosen Nationalismus zu befürchten war, da mußten sich die Orthodoxen sagen: Nachdem wir gesetzlich verhindert sind, uns der Möglichkeit des religiösen Nihilismus zu entziehen, indem wir eine eigene streng religiöse Gemeinde bilden, so bleibt uns nichts übrig, als in den Kultus vorstand cinzutreten, uin dort die Eroberung desselben durclt die Zionisten zu bekämpfen. Aus prinzipiellen Gründen gingen wir mit •in praxi arcligi- Ösen Elementen keine Gemeinschaft ein und •wir stellten eine eigene Liste auf. Auf diesem Gebiet ohne jede Üebung errangen wir drei Mandate dank der Hingäbe und unermüdlichen Arbeit ■unseres Mosche Porges s. A.!Als Im Jahre 1924 die Möglichkeit besfand, daß der häßliche' Wahlkampf, durch ein Wahlbündnis vermieden werden könne (was durch das Auftreten neuer Parteien illusorisch würde), gingen wir einen Walilpakt ein aut Basis der innegehabten Mandate. . ’ ‘ Wir. haben ln der Kultusstuibe ehrlich •die Tikercssen der Orthodoxie gewahrt,, aber nicht minder e h r 1׳ i c'h e Mitarbeit g e 1 e i s t e t f ü r die K 0 n s 01 i ■d i e r u ■n g der Gemeinde und die Verbesserung ihrer Institutionen. In dem Kampfe gegen den destruktiven Zionismus standen wir ln den vordersten Reihen. Wir haben der Orthodoxie eine moralische Geltung verschafft, die unendlich wertvoll ist. Wir haben den Respekt vor der praktischen Religionsübung in hohem Grade erweckt und haben für Talinud-Thora-Schulen, Bethäuser und Rabbiner ganz bedeutende materielle Unterstützung erwirkt. W1 r 11 a!b en ganz-speziell in den Kreisende r U n i 0 n, d e r einzigen konservativen Partei, Verständnis für religiöse jüdische Dinge gefunden und waren in der Lage, in angen e 11׳ m e m Gegensatz zu früheren ICa m p f- Perioden für die ,orthodoxen Interessen einzu t r e t e n, ohne Kraft u 11 d Zeit •zu v e rg e uden und unliebsame Kämpfe a u s z u f e c h t e n. Als nun die Wahlen dieses Jahres nahten, ,berieten wir mit einer großen Anzahl unserer führenden Persönlichkeifen, darunter dem gesamten S c 11 i ff s c bu 1 v o rstand, über unsere Stellungnahme. Die Erwägung einer eigenen Liste endete mit einem negativen Resultat, weil Das Darmbad Enterocleaner, Intestin Bath, Bain intestinal subaqueur Wien, IX., Borschkegasse 8 Toi. A 83-410־ Klinisch erprobt — »srllhjtrt das Leben. xcc! pälfl ÄK'aiss 8B1a±™ HgnHWUl Othmar Schiff, Wien, I.rEärntnerring © 4%9««ו-V1־.',uS1.3?6a) in Damenperüohen?!. Modernste und individuelle Ausführung, II« Tadellosen? mustergültigen Silz? III. 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