Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1928-11-23 · 45 (23.11.1928) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
45 (23.11.1928)
Date
1928-11-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2629891-2630244-2630288--3150-2635107
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 286 JÜDISCHE PRESSE Nr. 45 כשר SEIFE Marke: ALEFBETH mit הכשר des otth• Rabbinatsassessors, Koiice, erzeugt ״POLIO« FRIEDMAN N & CO. Seifen- und Kerzenfabrik, KO £ ICE Und trotzdem werden die Märchen von der Zurück- .s e t z u n g der 0 s t j u d e n hc; den .,ungarische.11“ herumgetragen. Es ist ja wahr: Die Anständiffen und Ehrliehen, die wahrhaft religiösen unter •den Ostjuden wissen, dafl alle diese Redereien Verleumdungen sind, erfunden von Leuten, die Interesse, persönliches Interesse an Vcrhetzungen und Unfrieden haben. Aber wenn die Herren Vorsteher des Adas Jisroel sich auch dazu entschließen wollten, eine derartige Statistik ihrer Fiirsorgclätigkeit zu veröffentlichen, müßten •schließlich ■die Hetzer verstummen •und man könnte endlich zu dem großen Ziele kommen, das alle ehrlichen Juden anstreben, zu einer gemeinsamen Organisation der glaubenstreuen Juden in Wien: dieser sind selbstverständlich auch. die orthodoxen Bethausvcreinc in den verschiedenen Bezirken eirizugüedern. Die ungeheuer wertvolle Arbeit für das jüdisch-religiöse Leben, das diese Vereine unter den denkbar schwierigsten Verhältnissen leisten, ist zu bekannt und wird auch in dem uns vorliegenden Bericht anerkannt. Was aber könnte alles geschaffen werden, wenn alle Zusammenwirken und sich .gegenseitig stützen und fördern würden! ׳Die Aufgäbe und Pflicht der Adas Jisroel ist cs, diesen Gedanke n, der i m mer angeregt wurde, endlich zur Tat zu machen. Man wende uns nicht ein, das Budget der eigenen Verwaltung der Adas Jisroel hat die Summe von 230.000 S erreicht und langt nicht, die bisherigen Anstalten angemessen zu erlialteil, eine Steigerung der Lasten für die Mitglieder ist nicht möglich; wie erst soll cs werden, wenn die Zahl der rituellen E1 \t r i c h t u 11 g e n, der Unterrichtsa n s t a 11 e 11, die V 0 r a r a g s g c 1 e g e 1111 c i t e n. 11 sw. eine Vermehrung erfahren sollen? Wenn eine Zusammenfassung der Kräfte in aufrichtiger Weise erfolgt, dann müssen, dann werden sich neue Hilfsquellen eröffnen und die. Aufgaben werden gelöst werden können. Es wird . möglich sein, cs wird von keiner Macht verhindert werden können, daß wir glaubcnstreue Juden unsere religiösen Angelegenhelfen vollständig selbständig und unbehindert werden regeln und verwalten können. Das Schlagwort von der Einheit der Ge in e i n d e, die dadurch gestört würde, ist schon als hohl erkannt worden. Es ist nicht w a 11 r, d a s d i e v/ a 11 r c Ein- 11 eit und das w i r k 1 i c 11׳ e, aufrichtige Z11 s a m- -m e ng eh ö r Lg k ei ts g e f ü h 1 ׳in einer Judenschaft dadurch S c 11 a d c 11 11 e 11 rn c 11 kan n, ׳.wenn religiöse Juden allein, unbeeinflußt •und unabhängig von r c li g׳i ö s - f r ei d e n k e n . d c n, ihre E i n r ic 111 u n gen schaffe 11 11׳ n d v e r- ■ walten. Zu dieser Erkenntnis hat sich auch schon der Vorstand der Wiener Isr. Kultusgemeinde durchzuringen äugefangen. Diese Erkenntnis ■muß vollständig zur Geltung kommen. Man muß es wissen, daß wir glaubenstreuen Juden in dem Punkte der Religion niemals Kompromisse schließen können und daß wir für die unverfälschte und ungetrübte Erhaltung der überlieferten Thora immer eintreten wercen.!Indem wir das tun, treten wir ein für die Erhaltung und Erstarkung des gesamten Judentums, für die Ehre und für die Einheit der ■ganzen Judeuschaft. I. B. R. I. Rabbi Joel Ungar s. A. V o u R abhiner P h. Fischer in Sarospata k, Ungarn. Ergänzungen und Berichtigungen. Dem zum ersten Male in מלאה קטרת und dann abgedrudctenD״W7^^mn״Waker111als in הספד meines Großvaters und Lehrers R. Süßmann Sofer זצ״ל des ältesten Schwiegersohnes von R. J. U., und den an letzterer Stelle beigefügten Anmerkungen meines Onkels It. Simeon Sofer נ״ו Rabbiner in Paks, entnehme ich folgende Daten: R. J. (U. wurde im Jaln־e 5560 in Reehnitz geboren. Sein frommer Vater liießR. Elieser und seine Mutter Jentl, Der Knabe wurde jedoch im Hause seines Groß* Vaters R. Aluon ltechnitz, *) der zu der Zeit Vorsteher der Judensdmft in der ganzen Gegend war, ein gliinzendes Haus führte und auch bei den nichtjüdisdien führenden Persönlichkeiten großes Ansehen genossen hat, erzogen. Diesen R. Aliron beseelte eine selten große Thoraliebe, so daß dieser, über ein großes Vermögen verfügende Mann für seine Tochter ndit, wie; man erwarten würde, irgend einen reidien jungen *) Derselbe nannte sidi eigentlich ״Ahron Joel Unger“ und fühlte den amtlidien Titel ״Comitats- J u d e n r 1 c 111 e r“, während die Juden ihn ראש מדינה nannten. (S. Jahrbudi des Imit, S. 190 u f.) Doch schrieb » sich unser R. Joel stets ״Ung^r“ und nicht ״Unger“. Und zwar unterfertigte er sidi im Hebräisdien stets ייאלאינגאר מרעכניטץ (Joel Ungar aus Redmitz). Dies gesdiali auf ausdrückliches Verlangen der Gemeinde seines Gebürtes, so sehr war dieselbe stolz darauf, daß er aus ihrer Mitte hervorgegangen war. VOM TAGE Wenn zwei dasselbe tun... Anläßlich der Propagandatournee des Colonel Wedgwoo'd in Deutschland hat der Präsident des deutschen Propalästinakomitees, Graf Bernsdorf in München, Erklärungcn über die deutschen Interventionen zugunsten der Errichtung eines!jüdischen Naüonalheimes in Palästina abgegeben, •die verdienen, aus der Flucht der Tagesereignisse herausgegriffen und als eine nicht uninteressante historisehe Anekdote festgehalteri zu werden. Graf 1Bernsdorf sagte unter anderem, er möchte erklären, wie er dazu gekommen sei, Präsident des Propalästinakomitees zu werden. ״Ich war,“ führte er weiter aus, ״im letzten Jahre des Krieges?Botschafter in!Konstantinopel und habe dort für die deutsche Regierung die Verhandlungen geführt über die Gründung einer nationalen Heimstätte für die Juden in Palästina. Wir wollten nämlich, wenn der Krieg anders ausgegangen wäre, das gleiche tun. was heute von der anderen Seite geschieht. Sie haben!vielleicht ■das Gefühl, das könne man jetzt leicht sagen; ich kann '׳Ihnen aber sehr viele ׳Zeugen aus den zionistischen Kreisen anführen, die damals täglich bei mir ein- und ausgingen. Dadurch wurde ich mit den Herren bekannt, und die Zusammenarbeit hat mich ihnen näher gebracht amd sic dazu vcrführt, mich zu . ersuchen, •die Stelle des Präsidenten des Propalästinakomitees zu übernehmen." Diese!Erklärung hat auch für •die thoratreue Juden— heit eine große!Bedeutung, denn zu jener ׳Zeit, von det Graf ,Bernsdorf spricht, saßen die Vertreter der A g 11 d a gemeinsam mit den Zioniste u a m V c r h a u d 1 u 11 g s t i s c 11, um an der Lösung des Pa Uislinaproblenis mitzuarbeiteu. Nun sind die •diesbezüglichen Gegensätze zwischen England und!Deutschland soweit ausgeglichen, daß die von Graf Bernsdorf angeführte Tatsache zugegeben werden kann, ohne irgendwelche politischen Hintergedanken zu erwecken und eine Rivalität zwischen England und!Deutschland befürchten zu müssen. Hingegen vermissen wir bis zum heutigen Tage eine ähuliehe Erklärung seitens ׳der Zionistischen Organisation. Die Anhänger ■der letzteren pflegen in ihren Kampfschriften die Agudisten als Feinde Palästinas zu beschimpfen, denen Jüdisches Nationalhcim. Balfour-Dcklaration. PalästinamaiKiat ein Greuel bedeuten. Sie behaupten dies und ähnliches, obwohl sie gut wissen müßten, daß in Konstantinopc! Zionisten und Agudisten sich ge-!!ll!lllllllllllllll!l!!llllillllllllll!|[lll![||||||||||||!l!ll₪ DJiXTi Will §§ Sie müssen schon jetzt Ihren Bedarf decken, weil || §f wir wieder vergrößern und während des Umbaues M Ü unser Lager reduzieren müssen. Alle Herbstneug § hei tan in reichster Auswahl zu beispiellos billigen f! g Preisen! g 1 Stoffe: 1 j§ Mode-Bordiiren-Kasha ..S 2.90! g Kleiderstoffe. 100 br.S 2.90 §! f§ Kleidcr-Popeline, 100 br. ..S 3.90 g g Mantel-Flausche und Veloure, HO br. . . . S 9.80 §f jjf Double für Mäntel, HO br. .S 9.80 g g Zibeline, alle Farben, HO! br.-. . . . . . S 12.90 §§ | Seide, E3S(Ssc9te, Samte: I ff FaiKe de chalre, 80 br.S 2.90 g y Brokate, alle Farben, 80 br.S 2.50 §j Crepe de Chine, alle Farben, 100 br. . . . S 4.90 g H Samt-Chiffonet. 90 br. ..S 4.90 §§ H Plüsche für Mäntel. 120 br. ...... S 9.80 g I Sfrkk■ und Wirhwaresi: § 1 Orig. Pullman-Kappe .S 3.90 1 H Mode-Woll-Jacke . . ..S 6.90 s 1 Bobby-Weste, rein Wolle.S 9.80 n ff Ia Flor-Strümpfe .S 1.25 jf g Mode-Socken .S —.59 §1 | 8m Tiefparterre: | g Wäsche-Flanelle, 80 br.S —.98 1 §f Velour-Barchent, 75 br.S 1.50 s Ü Franz. Mode-Veloure, 80 br.S 1.98 Ü Franz. Modc-Wasch-Samte, neueste Dessins. f§ H 80 breit.. , , S 3.90 §| M Franz. Wasch-Samte, alle Farben . . . . S 2.90 s _ . » _ f| Provlnzveisand per ׳Nachnahme! Jeder Kilufer eihält ein Geschenk! || Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack SO kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons 55 JULIUS HABER Kohlen- und Koksgroßhandlung Nordbahnrutschen 3. Kohlenhof Nr. 372-376 Wien, II., Taborstraße 9 Fernspreoher Nr. 41-0-22 ineinsam bemüht haben, von der Türkei, der damaligen Machthabcrin Palästinas, Autonomie für ■die jüdische Gemeinschaft in Palästina zu bekommen. Graf Bernsdorf hat mit seiner’ sensationellen (Enthüllung nur halbe Wahrheit mitgeteilt. Wir warten geduldig, bis die Zionisten mit der ganzen Wahrheit herausrücken. Das Attentat gegen aas wunaer *vami. ö &י _ inat abgewehrt. heit i2ri?’C1(hlge11 der iesamte״ thoratreuen Judenneit lntoige der Klagemaueraffare nach Jerusalem ״erichtet waren, vollführte die zionistische Mehrheit des Gememderates in Wilna ein Attentat gegen die 1501ahrip׳e Tridition dieser berühmten jüdischen Gemeinde, die allgemein als Jerusalem Litauens bezeichnet wird. In Wilna nämlich SUS ^.11^T-dihon, daß seit dem Ableben des Gaoii diebbR׳,hhf 0be'Tahbinerpostcn unbesetzt bleibt und die Rabbinatsgeschafte von einem Waad Harabbamith, A״ ner ™1fusche״ Kollegium geführt werden. An der Spitze dieses Kollegiums steht zurzeit Rabbi Chaim Ose! Grodzenski, der faktisch, wenn auch infolge der oben erwahnteii Tradition nicht de jure Oberrabbiner der Wi naer Gemeinde ist. Es ist überflüssig zu sagen daß ffin/en Cw״u 9se? ״‘cht m״' in Wilna> sondern in der ganzen weit dank seiner überragenden Gelehrsamkeit sciner Agilität auf dem Gebiete der Fürsorge für die Jeschivvoth und nicht zuletzt infolge seiner Frömmigkeit einen ausgezeichneten Ruf genießt. Dank seiner oben geschilderten Eigenschaften ist er den Zionisten nicht ganz?®!?,eh.m u»d mm versuchten sie, gestützt auf ihre Maiontat in der Kultusstube, einen Streich gegen Rabbi Chaim Gser Grodzenski und gleichzeitig gegen die Tradition der Gemeinde zu spielen. Sie setzten die Frage der Wahl e 1 n e s Oberrabbiners auf die Tagesordnung einer wählten, trotz des Protestes der orthodoxen Mitglieder, che der Sitzung korporativ fernblieben, einen Oberrabbiner und noch dazu den Rabbiner Rubinstein clci woul Senator und Misrachist ist, aber — genxessein an *den Qualitäten des Vorsitzenden des Rabbinatskollegiums, Rabbi Chaim Oser Grodzenski —־ auf dem einstigen Rabbinatssitz des Rabbi Elia Wilna eine empörende Groteske bedeuten würde. In Wilna hat man über den Beschluß der zionistischen Kahalmehrlieit erst gelacht, dann sich geärgert, am Schlüsse aber — als trotz sicherer Er- Wartung Rabbiner Rubinstein die auf ihn gefallene Wahl nicht ablehnte — ernstlich protestiert. Der Erfolg dieses Protestes blieb nicht aus, die Behörde hat die Wahl anuulhert und die Zionisten werden es sich in der Hiukhnft/ wohl überlegen, ob es ratsam ist, die Traditionen der thoratreuen Judenheit so zerstören zu wollen. Die Vorfälle an der Klagemauer in Jerusalem und die Wr. Kultusgemeinde. Die Zwischenlülle, welche sich am Jomkippurtage an der Klagemauer in Jerusalem ereigneten, haben bei der gesamten Judeuschaft der ganzen Welt ohne Unterschied der Parteizugehörigkeit und der religiösen Richtung Schmerz und Erbitterung Iiervorgerufen, 111 Uebereinsthnmung mit den großem jüdischen Gemeinden der ganzen Welt hat auch die Wiener israelitische Kultusgemcinde .jenen Gefühlen des Schmerzes und der Entrüstung Ausdruck verliehen, welche die traurigem Zwischenfälle hei allen Gemeindemitglicdern hervorgerufen haben. Das Präsidium beantragte dem Plenum anläßlich der öffentlichen Vovstnndssitzung um 21. d. die Annahme der folgenden Resolution: Die am heutigen Tage zusammengetretene Voll- Versammlung des Vorstandes der Israelitischen Kultus- Mann, sondern einen armen Thorajünger zum Gatten sidi ausgesucht hatte, den später zum Rabbiner in Steinamanger gewordenen großen Talmudgelehrten R. Löb Königsberg s. A. Dieser R. Ahron hielt ausgczeichnete Tahnudlehrer für den Enkel, der bereits in frühestem Kindesalter seltene Geistesgaben verraten hat. Schon zu adit Jahren hat er auf Veranlassung des damaligen Rechnitzev Rabbiners; des Gaon R. Sender Meiseis s. A. (derselbe war ein Sohn des Verfassers des תיס׳ שבת) ei״e talmudisdie Dissertation in der Synagoge vortragen müssen. Schon den Knaben zeichnete ein wunderbarer Fleiß aus. So daß man einst, als der Groß■; vater hervorragende nichtjüdisdiö Persönlidikeiten bei sidi zu Gast hatte und dieselben bis in die späten Nachtstunden hinein verweilten, den vermißten Knaben in einem Dachstübdien fand, wohin er sich zurückgezogen hatte, damit er ungestört seinem Studium obliegen könne. Außer der ישיבה des בעל חסם סופר besudite er nudi noch die des R. Mordechai Binet s. A. in Nikolsbürg und lernte bei demselben volle drei Jahre. In der Nikolsburger Jeschibah traf er audi die später als große Autoritäten gefeierten R. Juda Aszod s. Ä. und R. Götz Schwerin s. A. (später Rabb. in Baja) an, doch waren diese bedeutend älter als er. Und so leisteten sich diese zwei bedeutend älteren und hervorragenden בהורים das Vergnügen, dem viel jüngeren Genossen abzufragen, wie oft der חן חזל׳ה דרבא in dem או״ח -Teile des Schulchan Arudi, und wie oft überhaupt im ganzen Talmud zur Anwendung komme. Urid wer verniodite das grenzenlose Bewundern abzumessen, als der noch blutjunge Knabe all diese Stellen genau und präzis angab, und seine Angaben audi mit glänzendster Dialektik rechtfertigte. Von jenem Momente an sdilossen diese viel älteren Genossen innigste Freundschaft mit dem jungen Joel. Audi soll einst der Chatlmm Sofer einem Gaon gegenüber, der auf Besuch bei ihm war, unseren R. J. U. sehr gerühmt hüben. Er soll gesagt haben: ״ld\ habe jetzt einen Talmicl R. Joel, derselbe lernt sehr wohl!“ Und veranlaßte diese Gaon, den jungen Baduir aufzusuchen, um mit ihm in Thoradingen sich zu unterhalten. (S. die Vorrede zu אמרי אש עה*ת H• T.) Noch lernte R. J. U. kürzere oder längere Zeit bei dem Ortsrabbiner in Redinitz R. Sender Meiseis, bei dem בעל שמן רוקח R• Hirsdi Clmrif und R. Kopl Churii in Verbau. Das G-ttvertrnuen von R. J. U. war grenzenlos. Und dieses unbegrenzte G-ttvertrauen verlieh demselben auch den Mut, daß er es wagte, Nichtjuden, die innerer Drang dazu veranlaßte, in den Bund des Judentums aufzunehmen, trotzdem daß in damaliger Zeit solches mit sdiwerer Strafe belegt war. Die Art und Weise, wie er מצית כבוד אב erfüllte, spottet aller Besdireibung. Seinen Vater, der, wie bereits erwähnt worden ist, vermöglich zugrunde gegangen war, hielt er zirka fünfzig Jahre bei sidi, da derselbe sehr alt geworden ist. Und trotzdem, daß derselbe im hohen Alter ganz kindisdi geworden und gar oft kindisdie Wünsdie an denselben stellte, so behandelte er dodi den alten Vater stets mit der größten Ehrerbietung und erfüllte mit größter Geduld audi dessen offenbar kindischeste Wünsche. So war einst R. Chajim Sofer זצ״ל <ler berühmte Verfasser der ש1״ת מחנה חיים, auf Besuch bei R. J. U., da stellte der bereits .neunzigjährige Vater ein gar kindisdies Verlangen an denselben, dessen Erfüllung, lim mit dein Dichter zu spredieri: ״Unwürdig eines Rabbi, Unwürdig eines Diditers“ war. Dodi R. J. U. säumte keinen Augenblick, sondern

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.