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Jüdische Presse · 1928-11-23 · 45 (23.11.1928) · page 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
45 (23.11.1928)
Date
1928-11-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Novh»ov4 vtfplatn4 povolend rfadlt post a telefrafov v Brat!s!ave eis. 4!572-111-20. Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expOdfe par 1‘editeur. ORGAN FÜR DIE INTERESSEN DES ORTHODOXEN JUDENTUMS. 5^‘ffilSLWÄ 1 Abonntmentsprelse! 0«״j»hrlg•, Für Oesterreich S 14 mhecboBlowakeV Bratislava, Postfach 140. I Tschechoslowakei tschecb. K. 70, Einzelnummer öst. Gr. 40, erscheint Jeden Freitag. — Redaktionsschluss: 1 das übrige Ausland 2 Dollar.?ftr Artikel Sonntag, für Nachrichten Montag. | Zahlungen IQr Oesterreich: PostsparkaasenamtWIeu, Konto Kr. 13.458; IQr Polen: PoBtsparkassenamt Warschau, Konto Nr. 190.409; für Ungarn: Postsparkassenamt Budapest, Konto Nr. 50.170; für Tschechoslowakei! Postsparkassenamt Prag, Konto Nr. 53.386; für Jugoslawien: Postsp.-Amt Agr am,Ko, N. ♦0.217; für die Schweiz! Postscheckkonto Zürich VIII. 41171 für Deutschland! Postscheckkonto Berlin Nr, 122.619 Nr. 45 Wien-Bratislava, 23. November 1928 ב״ד׳ רנה־פרעסבו־מ יי כסא תיפ״ט 14. Jah1*g• Eine Sehenswürdigkeit Wiens sind d.c neueiöffneten VII., Neubaugasse 10 Enorme Auswahl. Erstklassige Qualitäten. Billigste Preise. Sensationeller Resten verkauf. שרמז JL . . כשי (תחת השגחת הרב ד ישעי פורסט שיפשוהל) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaia Füist (Adas Jisroel) U eberall erhältlichl Sonntag den 9. Dezember 1928 (dritter | Chanuka-Abend) im Festsaal des Hotel j Continental, II. Taborstraße 2 jj Beginn präzise 8 Uhr ff PROGRAMM | 1. Anzünden der Chanukaltchter: g Obeikantor Braun mit Schülerchor §| 2. Begrtissung: Unlv.-Prof. Dr. Max Eisler g 3. Oberkamor Margulies: ff Jiddische und hebräische Lieder 4. Ernst Friedländer: Ü Richard Strauß, Sonate F-Dur für Cello und Klavier (I. Satz) §§ Obeikantor JVJüller: 1a אמר ח »לעזר &) הבט משמים PAUSE 1 8. 6. Obeikantor Weiss: 7. Oskar B e 1 e g i: Vortrag Oberkantor F r ä n k e 1: Lieder ' ברח דורי י י (a 1 עקביא בן סהלאל אומרb * Karten ln allen jüdischen Buchhandlungen und in de! Schülerausspeisung, II. Malzgasse 16, ielephon R-45-4-94 Progtammänderung Vorbehalten! Reingewinn zugunsten der Schülerausspeisung an de! jüdischen Volks- und Hauptschule, Wien, II. Malzgasse 16 Schiffschul, Kultusgemeinde und Wiener (udenschaft. Eine Rede, die ׳in der Generalversammlung der Adas Jisroel gehalten werden sollte. Von einem prominenten Mitglied der Schilfsciiul erhalten wir nachstehenden Beitrag, den wir mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der darin berührten Frage an bevorzugter Stelle bringen, wenn auch die Redaktion Wert darauf legt, zu erklären, daß der Artikel nicht zur Gänze ihre Meinung vertritt. Die Redaktion. Meine Herren;! Wir alle, die wir heute zur General- Versammlung zusammengekommen sind, •haben den Tätigkeitsbericht, der in der vorigen Woche veröffentlicht wurde, mit Eifer studiert, um zu erfahren, welche Fortschritte ׳die Adas Jisroel seitdem der vorige Bericht erschienen ■ist, gemacht ■hät. Wlir waren um so begieriger, von unseren Vertretern Auskunft über ihre Tätigkeit zu e-rhalten, als wir in der ganzen, langen Zeit niemals über die Vorfälle und Ereignisse in der Schiffschul unterrichtet wurden, selbst wenn diese von der größten׳ Wichtigkeit waren. ■Alles geschieht, vom verehrlichen Vorstände in camera caritatis, wenn es.auch in dem heimlichen Liebeskämmerlein ■manchmal unliebenswürdig zugegangen sein soll. Wir, die wir nicht zu dem vertrauten Kreis der Kulissenschieber gehören^.^wnreii״auf, ■die,. Neuigkeiten angewiesen, die durch die Türritzen durohdringen und am Frühstücktisch ■in •dem bekannten Kaffeesaion serviert wurden. Ist das recht? Wir leben heute im Zeitalter der Demokratie, die geheime Diplomatie ist unmodern. Alles verlangt das helle Licht der Oeffentlichkeit. Vor den Augen der Mitglieder soll alles erledigt werden. Das Interesse und das Verständnis für alle Aufgaben würde dadurch gesteigert und insbesondere wäre es von Vorteil, weil ■durch die Oeffentlichkeit ■der unverantwortlichen Legendenbildung der;Boden entzogen würde. Außerdem bitte ■ich zu erwägen: Jetzt.erschei1.it der Bericht lür das Jahr 1927, :und wir stehen schon am Ende 1928. Alles, was iin Jahre 1928 geschehen ist, ■muß noch unbesprochen bleiben, obwohl es dringend zu besprechen wäre. Als parlamentarisch wohlerzogenes Kind will ich von gewissen Selchwareirfabriken nicht sprechen, denn im vorliegenden Bericht, steht ■nichts'davon. Bis der nächste Bericht erscheint — wer kann wissen, welche besänftigenden und begnadenden ׳Mächte tätig sein werden, u-m alles umzuorduen. Den Mitgliedern muß es dann Wurst sein, die •sie schlucken müssen. Für die Erziehung zum öffentlichen Interesse der!Mitglieder einerseits und für das Verantwortungsgefüh'l, des Vorstandes andererseits wäre es gut, wenn das geheimnisvolle;Dunkel gelüftet würde und die Oeffentlichkeit über die wichtigen Vorgänge regelrruig unterrichtet würde. ׳Die ״Jüdische ■Presse“ bringt alle zwei bis ■drei Wochen Mitteilungen über die Haschgachah- Kundmachungen. Man konnte hier auch regelmäßig Berichte oder Protakollauszüge von den Sitzungen mitteilen, die öffentlich sein sollen, wenn ncht gerade vertrauliche Sachen besprochen werden. N0c 11 wichtiger aber ist es, oder ,besser wäre es, wenn der Vorstand die Pflicht einsehen würde, bei Fragen von besonderer Wichtigkeit die öffentliche Meinung zu befragen. Wenn die Einberufung einer Generalversammlung zu umstündlich ist, kann es ja eine einfache Mitglieder- Versammlung sein, die ihre Meinung zum Ausdruck bringt. Glauben Sie nicht, daß es richtiger gewesen wäre, in der Frage der Stellungnahme zu den Kultuswahlen die Allgemeinheit zu befragen, als einige, ich weiß nicht von wem, ausgewählte Herren darüber entscheiden zu lassen, ob eine Beteiligung erwünscht ist, ob allein oder mit der Union oder init einer anderen orthodoxen Gruppe vereint? Ich für meinen Teil halte wohl die Auswahl der Kandidaten für die beste mögliche. Aber es hätte die Stellung der Kandidaten sowohl in unseren Reihen als auch außen wesentlich gestärkt, wenn die Stimme der Gesa m theit gehört worden wäre. Gut. Es ist ׳ja wahr. Es ist sicher kein einziger hier, der nicht das alte Programm ■der Schiffschul als für unsere Mandatare verpflichtend ahsehen würde. Wie unsere Mandatare ihr Mandat auch immer erlangen, müssen sie Vertreter der Schiffschul sein und unser Programm vertreten. Sie müssen die vollständige Selbstverwaltung de r religiösen A ■n g e 1 e g e n 11 c i t e n für die orthodoxe Judenschaft ans tre bei!. Indem sie das tun, stehen sie nicht nur für die ■Interessen der Schiffschul ein, sondern sie treten auch damit für die Interessen aller religiösen Juden, für die Interessen der ganzen Wiener Jadenschaft ein. Wieder komme ich auf die Notwendigkeit der Oeffentlichkeit. Die Kultusgemeinde veröffentlicht immer genaue statistische Angaben über die Fürsorgetätigkeit ׳und weist damit nach, daß sie keinen Unterschied macht zwisehen Juden und Juden. Wie machen wir es? Alles, was wir machen, geschieht für alle Juden ohne ■jeden Unterschied. Alle unsere Anstalten und Einrichtungen, die unentgeltliche Benützung unserer Unterrichtsanstalten, alle Fürsorgeeinrichtungen stehen allen zur Verfügung und werden ungehindert von allen Juden in Anspruch genommen, gleichgültig, ob er von Osten oder Westen kommt. An die orthodoxen Kultuswähler Wiens. Ein gewaltiger Redestrom ergießt sich gelegentlieh der Kultuswahlen in allen Lagern. Immer mehr befestigt sich die Ansicht, daß nur bei den Kandidaten der Union rellgiös-konservativer Geist herrscht, der bereit ist, die orthodoxen Postulate zu berücksichtigen, orthodoxe Institutionen zu fördern. Ich bitte die Orthodoxie, wie ein Mann zur Urne zu gehen und die L i s t e d e r U11 i o n, in der bewährte orthodoxe Kandidaten enthalten sind, zu stimm. Wolf Pappenheim. Das Darmbad Enterocleaner, Intestin Bath, Bain intestlnat subaqueur Wien« IX.« Borschkegasse 8 Tel. A 234-18־ Klinisch erprobt — verlängert aas Leben, Was bietet d<e führende Weltfirsa Ötbmar Schiff. Wien, I., Kärntnerring 6 BrTstoT Vel.dU-41 -3?62) in Damenperücken? I. Modernste und individuell© Ausführung, II, Tadellosen, mustergültigen Sitz, III, Nur erste Qualität in Material u. 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