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Jüdische Presse · 1928-11-16 · 44 (16.11.1928) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
44 (16.11.1928)
Date
1928-11-16
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seife 282 JÜDISCHE PRESSE Nr. 44 Pollak (Schriftführer), Alexander Frankel, B. Abe- 1 e s, M. Nagel, S. Stern, A. Holzer, D. Weinb e r g e r, J. Moskovic, L. Haupt, A. Herzog, A. F u c 11 s (Ausschuß). Nach den Wahlen richtete Herr Vizepräses Groß einen kurzen Appell an die Mitglieder, in dem er sie zum fleißigen Thoralcrucn ermahnte. Der Vorstand dankte sodann den Mitgliedern fiir das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versprach, seine Aufgaben stets mit größter üpfcrwilligkcit zu erfüllen. Verehisrabbmerwahl in Kosice. Der seit Jahren bestehende Verein ״Poel Zcdck“ in K o s i c e wählte zum Vereinsrabbiner und Vortragenden Herrn Rabbiner Josua F a 1 k ־ F r i e d tn a n n. Schwiegersohn Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners Brach in Kosice. S. 13. Bar-Mizwa. Am שיק פ׳ וירא wurde im Hause Sr. Ehrw. des Herrn O.berrabbiner Brach in Kosice das Bar-Mizwa- Fest seines bnkcls in imposanter Weise begangen. Der Bar-Mizwa hielt eine kurze, aber von reicher Begabung zeugende Droschoh. Darauf richtete der Herr Oberrabbiner beherzigenswerte Worte an sein Enkelkind und an die zahlreichen Gäste. Im Rahmen der S’udoh Schlichis sorach auch der als Gast anwesende Sohn unseres Herrn Oberrabbiners, Herr Oberrabbincr N. Brach aus Magendorf schon Diwrc Thora. Am gleichen Tage feierte auch der dritte Sohn ■שלוס משה־*־ Sr. Ehrw. des Herrn Oberrabbiners S. D. Ungar in T rnava sein Bar-Mizwa-Fest in Gegenwart der ganzen Gemeinde. Der Held des Tages hielt im lies Hamidrasch eine schöne Droschoh. aus der alle Anwesenden die besten Eindrücke vom Pleiße und dem Lerneifer •des jungen Rabbinersohnes gewannen. Gemeinde- Vorsteher Herr Israel Abel cs ergriff die Gelegenheit, um Herrn Oberrabbiner in einer warmen Ansprache zu beglückwimschen und ihm im Namen der Gemeinde Dank zu sagen für die unermüdliche und erfolgreiche Tätigkeit, die er seit zehn Jahren im Interesse der Gemeinde entfaltet. Zum Schlüsse dankte Sne. Ehrw. unter Zugrundelegutig: schöner דברי חי ר ה für die allgemeine Teilnähme an seinem Familienfeste. B. B. Schomre־Schabbos-5teI!envermittlung der Agudas Jisroel-Jugendgruppe Bratislava, Postfach 140. Offene Stellen: 15. .Kommis für Galanteriewaren (Brat.) . 19־. Bucnd.ruckerlehrJing (slow.) Prov. 20. Kommis für Spezerei (Prov.) 22. •Schneidcriehrling (Brat.) 23. Lehrling für Konfektion und Texfil (Brat.) 24. Kommis für Wirkwaren (Prov.) Stellengesuche. 103. Praktikant für Glaswaren li5, Biiropraktiikant 121. Modewarenpraktikantin 123. Holzbeamter 131. Zwei Kommis für Mode- und Kurzwaren 132. Arbeiter 138. Geschäftsdiener 139. Kommis für Kurz- und Textilwaren 141. Lehrmädchen (slow, perr.) 142. Kommis für Lederwaren 143. Bäckerlehrling 144. Chauffeur 145. Kommis für Galanterie- und Spielwaren 146. Zwei Lehrlinge für Textil- und Modewaren 148. Buchhalter (deutsch-ungarisch). N. B. Bewerber berufen sich auf die Anmekhmgstut mm er. Wir bitten, jedem Briefe Rückporto beiznlcgen. R. Ahron Braun דל . Am 18. Marchesohwan wurde Herr Ahron Braun, Vizepräses der orthoxen jüdischen Gemeinde in Nove Zamky unter Teilnahme der ganzen jüdischen Bevölkerung zu Grabe getragen. Der Verblichene war durch seine' Bescheidenheit, Friedensliebe und Leutseligkeit von jedermann hochgeschätzt und geachtet. Eben das prädestinierte ihn vor einigen Jahren, als der Parteihader die Gemüter aufgewühlt hatte, das Lenkrad der Gemeinde zu übernehmeii. Er führte als Präses die Agenden zur Zufriedenheit aller Parteien. Als die Wogen des Zwiespaltes sich legten, sah er es gerne, daß die Prüscsstelle einer tiiehtigen, energischen Kraft überantwortet wird, neben der er sich als Vizepräses an der Arbeit beteiligte. Ein ewiges Ruhmesblatt hat sich der Verblichene in unserer Gemeinde mit der Stiftung eines Neubaues für die Talmud Thora gcsichert. Mit dieser Stiftung allein waren aber seine Leistuiigen für die Talmud Thora nicht erschöoft. Als Präses der Talmud Thora hat er stets mit Opferfreudigkeit und persönlichem Interesse an dem Gedeihen •und der Entwickhing'des Linmd Hathora tatkräftig gearbeitet. Er war auch ein Förderer Erez Jisroels, dessen Gabbai er Jahrzehnte hindurch war und dort auch selbst ein Haus bauen ließ. Ferner war er Vorstandsmitglied der Chewra Kadischa. Sne. Ehrw. Herr 0 b e r r a b b i n e r T i g e r ni a n n beklagte •in seinem warmen Nachruf tränenden Auges sein Hinscheiden, als eines guten Freundes und wohltätigen, ehrlichen Juden. Herr Josef R c i c h f e 1 d sprach im Namen der Talmud Thora, Herr Jakob Herzog in dem der Chewra Kadischa. Eine große Menge gab ihm das Geleite zum Bes Hachajim. Die Abenddämmerung war bereits hereingebrochen, als die Menge die Stelle verließ, wo ein kleiner Hügel die körperliche Hülle eines Mannes birgt, der.sein Vermögen richtig zu verwenden verstand. G. M. Rabbi Abraham Amsel זצ״ל Die orthodoxe Gemeinde Kosice hat vor einigen Tagen einen •herben Schlag erlitten. Der seit mehreren Jahren treu und pflichtbewußt im Amte wirkende Schocket R. Abraham Amsel ist in Wien infolge einer schweren Krankheit vom allzufrühen Tod ereilt worden. Der Verbliehene erfreute sich iu der ganzen Gemeinde einer allgemeinen Beliebtheit. Die Gemeindelcitung ist bestrebt, das Leid der Witwe und der unversorgten Kinder ihres Beamten naoh Möglichkeit zu verringern. Semestereröffnuiig an der Presover Jeschiwa. Aus Presov berichtet man uns: Am 21. Oktober wurde der Wintersman an der hiesigen Jeschiwah ״Thorath Chajim“ feierlich eröffnet. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. C11. Lau, der zugleich Jeschiwalileiter ist, hielt aus diesem Anlasse eine schöne פ ח י ח ה , in welcher er die Baale Batini zur weiteren Unterstützung der Mensa und der Jeschiwa ermahnte. Die Rede machte einen solch starken Eindruck, daß mehrere Herren auf der Steile größere Spenden leisteten. Die Jeschiwa entwickelt sich sehr gut und zählt bereits etwa 100 Baclmrim, die fleißig lernen. Die Bachurim machen in ihrer chassidischcn Tracht einen eigenartigen Eindruck und erringen sich infolge ihres guten Benehmens allgemeines Lob. M. L. K. Gastvortrag und Sljum in der Tymauer Aguda- Jugendgruppe. Wir erhalten aus T rnava folgenden Berieht: Sonntag, den 21. Oktober hatte unsere Agudas Jisroel-Jugendgruppe das Vergnügen, den Präses der Aguda-Jugcndgruppc in Prcßburg und allseits bekannten Vorkämpfer der Aguda-Jngend Herrn C11. J. Weiß zu begrüßen. Sein Besuch galt auf unsere Einladung Besprechutigen.mit der hiesigen Leitung. Halb Vier Uhr nachmittags versammelten sich alle Mitglieder der Jugendgruppe und zahlreiche Gäste und Mitglieder der Ortsgruppe unter Führung des Gemeindepäses Herrn Herrn. Koth im Beth- ״•Hanridrasch, wo namens der Jugendgruppe Herr Bcla Beck den Gast ׳ und alle Erschienenen begrüßte. Darauf hielt Herr C11. J. Weiß einen Vortrag über das Thema ״Der geschichtliche Sinn der Agudas J i s r o e 1“. Redner schilderte mit wissenschaftlicher Genauigkeit die so rapid entstandene Vcrfallsperiodc im Judentum seit der Mcudelsohnschen Reformbewegung und verglich sic mit den störenden Erscheinungen im Judentum unserer Tage. In packender Weise gelangte er zu dem Schlüsse, daß die Notwendigkeit einer thoratreucn Gesamtorganisation, wie sie allein die Agudas Jisroel repräsentieren kann, für unsere heutigen Verhältnisse unabweisbar geworden ist. Der Vortrag machte auf die Anwesenden einen tiefen Eindruck. Mehrere neue Mitglieder traten in die Agudas Jisroel ein. Zunt Schhisse dankte Herr Simon Schönfcld dem Redner im Namen der Ortsgruppe und gab die Zusicherung, daß in Zukunft auch die Aguda-Ortsgrappe ihre organisatorische. Aufgabe tatkräftiger erfüllen werde. Am Abend veranstaltete die Jugendgruppe einen schönen und überaus gemütlichen S'ijum auf מסי שבת an welchem auch viele Gäste und Baale Batim teilnahmen. Den Höhepunkt der סעודה־ של מצוה bildete das Erscheinen unseres ehrw. Herrn Oberrabbiners S. D. U 11 g a r bei dem Feste. Es sprachen schöne Diwrc Thora . die Herren Alex W e i s z, M. B. W e i s z m a n d 1, Präses, und Nandor Herzog, Vorstandsmitglied der Jugendgruppe, Ch. J. Weiß und Armin Kohn (Bratislava), der zugleich die Grüße und besten Wünsche des Landesverbatides übcnbrachte. Eine begeisterte Fesfesstimmung bemächtigte sich aller Versammelten, als Se. Ehrw. Herr Oberrabbincr Ungar das Wort ergriff und in gewohnt meisterhafter Art seine herzlicherr'Worte an die Anwesenden und besonders an die Jugend richtete. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Jugend seiner Gemeinde auch in Zukunft sich auf das Thoralernen festlcge, damit ihre Mitglieder sich zu guten, thorabewußten Baale Batim entwickeln. Die Aguda empfahl er als unerläßlich für die Orthodoxie. Ihm folgie Herr Simon S c h ö 11 f e 1 d mit einer Ansprache. Das Fest dauerte in bester Stimmung bis nahe an'Mitternacht. Das wohlgelungene Arrangement ist den Herren Vorstandsmitgliedern Alexander Bernfeld und Nandor Herzog zu danken. B. B. Lehrerjubiläum in Nitra. Nach vierzigjähriger Tätigkeit als Direktor und Lehrer unserer orthodoxen jüdischen Volksschule wurde Herr Heinrich Brenner in den wohlverdienten Ruhestand auf eigenes Ansuchen versetzt. Aus diesem Anlasse veraustalteten dessen gewesene Schüler ein Abschiedsfest im großen Prachtsaale der Gemeinde; ■der Saal war zu diesem ßchtifc prächtig dekoriert. Anwesend waren von seiten der Behörden das Stuhlrichteramt durch Herrn Dr. Cico, der Bürgermeister Csobory, Schulinspektor Klock an, sämiliclie ■Volksschul- und Mittelschulprofessor. Nach Eröffnung durch Herrn Fiilöp F ü r s t im Namen des Arrangierungskomitecs hielt Sclmlpräses H. Adolf Kohn eine großangelegte Rede, in welcher er die Verdienste dieses großen Pädagogen schilderte, wie er während dieser vierzig Jahre diese Schule zu einem orthodoxen Musterinstitut ausgebaut hat, und daß unsere Schule allgemein und überall die .größte Anerkenmmg findet, in erster Reihe das Verdienst des Herrn Direktors Brenner ist. Der Schulpräses dankte dem Jubilanteu im Namen des Vorstandes und des Sclmlstuhles für seine hervorragenden Dienste, die er •im Interesse dieser Schule entfaltete. Es sprachen noch Schulhispektor K 1 0 c h a 11, Bürgermeister C s o b 0 r y, Stadtschuldirektor M 0 j t 0, Nachfolger von Direktor Brenner Direktor Feher und Direktor der jüdischen Volksschule in Topolcany Herr W c i s z, nachdem noch Herr Fülöp Fürst und Herr Miksa Kramer zwei prächtige schöne Geschenke als Zeichen der Liebe und Anhänglichkeit dem Herrn Direktor Brenner übergaben und der Schulstuhl ein Sparkassenbuch mit ״Wid- ,mutig Direktor Heinrich Brenner“ im Betrage von K 5000 mit der Bestimmung übergaben, die Zinsen dieses Betrages alljährlich als Stipendium an fünf arme jüdische Volksschulkinder auszufolgcii, dankte noch Herr Brenner von Tränen gerührt einem jeden einzelnen für •die ■besondere Aufmerksamkeit. Das Jubiläumsfest der tschechosfowakischen Republik in der orthodoxjüdischen Konfession. Wir veröfentlicheu im nachfolgenden die bei uns bis Redaktionsschluß dieser Nummer angelangten Berichte über Veranstaltungen, Feiern. Sitzungen, Versammlungen. Stiftungen und Fonds, in orthodoxen Gemeinden, Körperschaften und Vereinen in der Reihenfolge, wie sie eingelaufen sind.*) Nove Zainky: Audi in Nove Zamky wurde die Jubiläumsfeier würdevoll begangen. Der Geincindevorstaiid sandte ein G 1 ü c k w ■u 11 s c h t c i e g r a 111 in an den Präsidenten der Republik. Vormittags wurde in dem schön dekorierten, ganz beleuchteten Tempel der Festg-ttesdienst abgehalten, bei welchem die Vertreter der politischen •und städtischen Behörden und die des Militärs erschienen sind. Mit dem ׳״Borüch Haboh“-Gesang des Kantors begann die Feier. Dem folgte das Gebet der Gemeinde. Hierauf bestieg Sne. Ehrw. Herr Oberrabbiner J o s e f T i g e r m a 11 die Kanzel, um in seiner wohldurchdachten, tiefsinnigen Festrede die Bedeutung des Tages und die erhabene, glörreiche Person des Präsidenten der Republik Thomas G. Masaryk zu würdigen. Der greise Oberrabbiner hat in seiner Rede mit ihrer sein Alter verleugnenden jugendlichen 9) Die Veröffentlichung der Berichte geschieht nach der Reihe ihres Einlangens in unserer Redaktion, Siehe auch .Festiimnincr (41 a), Nr. 42 und 43. Frische sich diesmal selbst Überboten. Der Festrede folgte das Gebet für Staat, das Staatsoberhaupt und die Regierung. Darauf hat die Schuljugend die Hymne gesungen. womit di(? Feierlichkeit im Tempel zu Ende war. Nachher zog das Publikum in die Schule, welche reichlich beflaggt und schön dekoriert war. Herr Lehrer Reif begrüßte die Festversammlung und erzählte den Kindern die zehnjährige Geschichte der tscliechoslowakü sehen Republik. Dann deklamierten die Kinder in ungarischer und slowakischer Sprache Gedichte. Zum Schlüsse haben sie unter Leitung ׳des Lehrers Herrn Schwarz Gelegenhcitsliedcr und die Hymne vorgetragen. Huncovce: Sonntag, den 28. Oktober, vormiFags, veranstaltete die forihodoxe Gemeinde von Levoca einen Festg -11 e s d i e n s t in dem schön dekorierten Bethaus in uegemvart der Vertreter der zivilen und der militärischen Behörden. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner.Hörovitz aus Huncovce hielt eine formvollendete Festrede/ die reichen Beifall fand. Am Nachmittag desselben Tages tand der F estg-ttesdienst hier in H u n c o v c o statt. Außer den Gemeindemitgliedern war die große Jeschiwa vollzählig zugegen und auch die Behörden entsandten ihre Vertreter. Die Festrede des Herrn Ober׳־ rabbiners, in der er die religiöse Bedeutung der Staatstreue erläuterte, übte einen tiefen Eindruck aus auf alle Anwesenden. Nädas: Es wurde ein imposant veranstalteter Fest-?־tt es dienst abgehalten, an dem auch die Mitglieder etlicher 15 Filialgemeinden teilnahmen. Aus den Gemeinden erschienen auch die Ortsbehörden. Herr Oberrabbiner Julius Müller hielt eine begeisternde Fest׳־ rede und würdigte die Bedeutung des Tages. Um das Arrangement und die würdevolle Abhaltung der Feier hat sich Herr Gemeindepräses David Doh an besonders verdient gemacht. Huinentie. In unserer Gemeinde wurde ebenfalls am 28. ük~ tüber eine Feier im reich dekorierten Tempel veranstaltet. Zu diesem Festg-ttesdienst versammelten sich außer den Gemeindemitglicdcrn die Vertreter der gesamten Behörden und der anderen Konfessionen. Nach den vorgeschriebenen Gebeten betrat Sc. Ehrw. Herr Rabbiner Richard die Kanzel und widmete der Bedeutung dieses großen Tages eine schwungvolle, allgemein begeisternde Festrede, welche bei allen Anwesenden Beifall hervorgerufen hat. Prievidza. Zum Festg-ttesdicnstc in unserer orthodoxen Filialgeincinde erschienen Sc. Ehrw. Herr Oberrabbiner Armin Reich und die Spitzen der hiesigen Behörden, welche von den Vorstandsmitgliedern empfangen •und in das sehr schön geschmückte Bethaus geleitet wurden. Herr Kantor T c i c 11 in a 11 tr trug einige Psalmen vor. Hierauf begrüßte Herr Oberrabbincr Reich die Festgäste in slowakischer Sprache und erfreute seine Zuhörer mit einer vollauf gelungenen, ticfdurclidachtcn Festrede, welche einen tiefen Eindruck hinterließ. Nach dem mit großer Andacht vorgetragenen Fcstgebet sang Herr Kautor Teichmann’das Schlußgebet. Poprad. Der J u b •i ■1 ä u in s-Festg-ttesd-i cu s t!fand in unserem Tempel in vorgeschriebencr Weise liebst einer von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbincr H. Prage 1־ gehalteuen Festrede im Beisein sämtlicher Gemeindemitglieder und Vertreter aller Körperschaften und Aemter feierlichst statt. Auch in der israelitischen Schule wurde die Bedeutung des Tages hervorgehoben und erklärt. ׳ Nitra. Am Vorabende der Nationalfeier des zehnjährigen Bestandes der Republik hielt die Repräsentanz der Nit r a e r orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde eine F c s t s i t z u 11 g ab. Vorsitzender Vizepräses Kobi A dl e r weist auf den Umstand hin, daß laut Veranstaltung der hiesigen Jubiläumsarrangcure das Jubiläum in Nitra schon am 14. Oktober ■in würdiger Weise auch im Tempel der orthodoxen Gemeinde in Anwesenheit der Spitzen der hiesigen Behörden gefeiert wurde, aus welchem Anlasse auch unser ehrw. H. Oberrabbincr Aron K a t z eine schwungvolle Festrede hielt, die bereits in der Sondernummer der ״J ü d i s c h c n Presse“ wiedergegeben war. Dessenungeachtet wollen und werden wir auch den morgigen 28. Oktober festlich begehen. Zufolge der Anregung der orthodoxen Zentralkanzlci nimmt die Nitraer Kultusgemeinde gerne an jener patriotischen Ehrenbczeigung teil, daß sie zum bleibenden Atidenken^des Jubiläums zu Ehren unseres greisen ailbeliebten Präsidenten T. G. Masaryk eine ״M a s a r y k - S t i f t u n g“ im. Betrage von tsch- K 20.000 errichtet, deren 6 Prozent Zinsen alljährlich am 28. Oktober zu jüdisch-kulturellen Zwecken zu verteilen seien. Anwesender Herr Oberrabbiner Katz würdigte die Bedeutung dieser Feier in einer schönen Anspräche. Er schilderte die großen Verdienste unseres deinokratiscli gesinnten Präsidenten und beantragte, daß_von den Zinsen der kreierten Stiftung teils auch die religiösen Anstalten des heiligen Landes bedacht sein sollen, da es auch dort — von wo wir soeben •die bedauerlichen Vorfälle an der Klagemauer hören — sehr nottut. die religiösen Anstalten zu unterstützen. Es soll den beteiligten Anstalten zur Pflicht gemacht werden, daß sie an der Jahreswende des Erstehetis unserer Republik» so auch am Geburtstage des Präsidenten für das Wohl der Republik und dessen Oberhaupt an geweihter Stelle die üblichen Gebete verrichten. Der Antrag wurde zum Beschlüsse erhoben. Gleichzeitig wurde von der Sitzuno aus an den Präsidenten eine Hukligungsdcpesche abgeschickt, worin auch von der kreierten Stiftung Mitteilung gemacht wurde. Mit Hochrufen auf den Präsidenten wurde die Festsitzung geschlossen. . Eugen Hoff. Secorce; Die orth.-isr. Kultusgemeinde ln Secovce feierte um 28. Oktober 1928 die zehnte Jahreswende ^der Gründung des tschechoslowakischen Staates, ln dem feierlich geschmückten und hell beleuchteten Tempel, wo nicht nur die Schuljugend und unsere Glaubensgenossen, sondern auch Vertreter der Behörden. und Körperschaften anwesend waren, fand ein feierlicher Festg-ttesdienst statt. Beim Festg-tlesdienste wurden rezitiert die Psalmen 29, 46, 67, J00, 150 wie audi das reguläre Vaterlahdsgebet. Herr Rabb. Samuel Edlis, Dajan der Gemeinde, hielt eine Festrede, in welcher er die Staaistreue als heiliges religiöses Gebot den Gerne!‘ndemitgliedern ans Herz legte und G-ttes Segen verlangte auf alle, die das Wohl und HeiJ ua-

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