Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 43 (9.11.1928)
- Date
- 1928-11-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 43 JÜDISCHE PRESSE Seite 275 sdmedmosl יי." - ^■ ־ Vor den Wahlen. Die Wahlen für den Landesausschuß und die Bezirksvertretungen sind Sonntag, den 4. d. M. für den 2׳. Dezember ausgeschrieben worden. (Die!Kandidatenlisten müssen bis spätestens Sonntag, den 141. November, 2 Uhr mittags, cingereicht werden. Von jüdischer Seite• wirbt um die Stimmen der Wähler vor allen Dingen die ״Jüdische Wirtschaftspartei“, die unter!Führung der religiös-gesetzestreuen alle Juden umfaßt, die in der tschechoslowakischen Republik auf dem!Boden der vollständigen, uneingeschränkten, gesetzlichen und praktischen ׳Gleichberechtigung der Juden mit den anderen Staatsbürgern stehen und aus der Tatsache ihrer selbstbewußten und überzeugungstreuen Zugehörigkeit zum Judentum ein politisches Problem nicht!machen wollen. Die Jüdische Wirtschaftspartei organisiert die Wähler auf Grund eines rein wirtscha!ftlichen Programms und bezweckt, die wirtschaftlichen ׳Interessen der Juden im Staate zu wahren und dadurch das allgemeine Wohlergehen zu fördern. ׳Die Jüdische Wirtschaftspartei erblickt in der Umwandlung der bisherigen jüdischen religiösen!Gemeinschaft in eine politische!jüdische ״Minderhcitsnationalität“ eine eminente ׳Gefahr für die geistigen, religiösen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Interessen eines jeden einzelnen Juden und der jüdischen Gesamtheit überhaupt und erstrebt daher programmatisch die Ausschaltung aller jüdisch-nationalistischen Tendenzen aus dem politischen öffentlichen ׳Leiben der tschechoslowakischen 'Republik. Ihr gegenüber wird wohl auch bei den bevorstchenden Wahlen die nationalistisch orientierte sogenannte ״Jüdische Partei“ der Zionisten stehen, die unter Führung des Preßburger ׳ Advokaten iDr. Julius!Reis'z im /Laufe der letzten Jahre aus agitatorischen Gründen bald zu dem einen und!bald zu dem anderen der verschiedensten sich gegenseitig aufhebenden Programme ihre ׳Zuflucht nahm. Im Augenblicke steht es noch ׳nicht fest, welches ihrer unzähligen Programme sie '׳für die Zeit der!Wahlpropaganda als gültig erklären wird.!Hierüber bestehen am Tage der Wahlausscbreibung die größten Differenzen innerhalb der Parteileitung, namentlich zwischen der obersten Parteileitung in Prag und einem Teile der in der!Slowakei an der Spitze der Partei stehenden Advokaten, denen es — wie es aussieht — um Prinzipien gar nicht, wohl aber sehr viel um die!Mandate •zu tun ist. Wenn die Gegensätze hinter den!Kulissen nicht noch im letzten Augenblicke auf irgend eine Weise ausgeglichen werden, dürfte es zu einer offenen Spaltung in der nationalistischen ״Jüdischen Partei“ ״kommen. .In diesem Falle würde vielleicht ׳jede der beiden Gruppen separate Listen einreichen. In der einen würden dann die ׳persönlichen Anhänger der Advokatengruppe R e i s z - F ä r b s t e i n; in deranderen die; Gesinnungsgenossen der Advokatengruppe Singer -Margulies um die Vormundschaft über die Juden in der Slowakei ringen. So dürfte es eine Frage von eigener Komik werden, wenn die Juden in der Slowakei mit dem Stimmzettel in der 'Hand darüber werden entscheiden müssen, von wem sie als unmündig erklärt werden sollen. Darauf deutet auch ein kurzer!Bericht hin, den wir wörtlich aus der ,jüngsten 'Nummer des offiziellen Organes der ״Jüdischen!Partei“ und der Zionisten entnehmen. Die ״S e 1 b s t w e h r“ vom 2. November berichtet: ׳״Anläßlich der am 1. November abgehaltenen Tagung des Zentralkomitees des zionistischen iLandesverbandes für die tschechoslowakische Republik, über die wir in der nächsten Nummer berichten werden, wurde nach eingehender!Debatte über ׳die. zionistische :Landes- Politik mit Bezug auf die bevorstehenden Wahlen der!Beschluß gefaßt, in die Wahlen in Karpathorußtand und die Slowakei mit dem alten Programm als selbständige ״Jüdische Partei“ einzutreten. Die Wahlparole für die Wahlen in den historischen Ländern wird rechtzeitig ausgegeben werden.“ Das will also — wenn es mehr als eine!Drohung der Prager zionistischen!Advokaten an ihre slowakischen Gesinnungsfrennde von der Gruppe!Reisz-Färbstein bedeuten soll — besagen, daß die Prager Leitung.der ״Jüdischen Partei“ entschlossen ist, der!Bratislava׳ er Leitung derselben Partei, die eines der ׳vielen neuen Programme der Partei als Wahlparole ausgeben will, eine eigene 'Liste mit dem alten Programm (extrem ״minderheitsnationalistisch“) entgegenzustellen. In den Kreisen der Jüdischen Wirtschaftspartei sieht man ׳den!Ereignissen in der Ueibcrzeugung entgegen, daß der G׳roßteil der slowakischen Judenheit der hohlen Phrasen einer Jüdischen Partei, an der nichts ״jüdisch“ ist, längst sat'tgeworden ist, und daß alle Juden, die eine gedeihliche •Entwicklung der! jüdischen Verhältnisse in diesem Lande wünschen, sich für die!Durchsetzung, der Jüdischen Wirtschaftspartei einsetzen worden, deren Programm allein d i e ß 11 li g u n g a 11 e r gu t g e s i 11 n t c n Juden ׳finden 1kann. Großes Massenmeeting in Kosice. Sofort am Tage ,der Wahlausschreibung hielt die Kosicer Ortsgruppe der• Jüdischen Wirtschaftspartei eine große Versammlung a'b, in ,׳der.- sic ihr .Programm \ erläuterte. ־ ־ ׳׳ ׳.Sonntag, den 4. November!vormittags berieten die Delegierten aus der ׳Ostslowäkei, die in großer ■Zahl erschienen waren, über die gegenwärtige ׳politische Situation unter dem Gesichtspunkte der!bevorstehenden Wahlen. Das Resultat dffr eingehenden!Besprechung bestand in ׳dem ein: stimmigen Beschluß, unter allen •Umständen in die Wahlen einzutreten. Vorher ■jedoch sollte ׳noch ein Versuch gemacht werden, mindestens den Teil der national- . j ii d i s c h e 11 ״J ii d i s c 11 e n P a r t e i“, der in der Kpsi׳c e r T ag u 11 g der Part e i; ohnehin si qh di e wesentlichsten Punkte der Wirtschafts- Partei zu eigen m achte, und der öffentlich erklärt hatte, die nationalistischen Tendenzen seien ein Ballast für die Partei, von einer separaten K a 11 d id i e r u 11 g a b z u b r i!1 g e 11. Die persönlichen Ambitionen des Dr. Relsz und einiger seiner Gefährten, deren polltisciies Programm von ihnen selbst als gescheitert betrachtet wird, dürfen der Durchsetzung der Jüdischen Wirtschafts- Partei und einer einheitlichen politischen Aktion keineswegs noch länger ein Hindernis sein. Nachmittags 3 Uhr wurde die Volksversammlung im dichtbesetzten großen Saale des ״Schalkhauses“ vom Vorsitzenden Herrn Simon!E 11 r 1 i c h eröffnet. Als erster Referent ergreift Herr Jakob Joel Braun aus Bratislava das Wort und entwirft in einer tiefgreifenden politischen Rede, vielfach vom rauschenden!Beifall der Versammelten unterbrochen, das Bild einer wahren ״jüdischen Politik“, wie sic allein in der tschechoslowakischen Republik betrieben werden sollte.!Die ׳f a s t d r e i s t ü 11 d i g e Rede hält das Publikum andauernd in atemloser ׳Spannung, so daß der Versuch einiger Gegner, den ׳Redner durch!Zwischenrufe zu stören und Verwirrung ׳hervorzurufen, an der'vor- •trefflichen Disziplin ׳des Publikums kläglich scheiterte.!Hierauf spricht ■das inzwischen angelangte!Mitglied der Exekutive Herr Dr. Wilhelm W e 11 w a r t aus Topolcany zuerst slowakisch und fortsetzend ungarisch. Er schildert die politischen Verhältnisse in bezug auf Juden und Judentum in der Tschechoslowakei!und unterwirft!die politischen Wandlungen ■u׳nd Taktiken der Naitiomaljuden und .(ihrer ■ ״J ii d ■i ׳s c h e 11 P ׳a r t e i“ einer scharfen, aber durchaus sachlichen Kritik. ׳Immer und iminer wieder!werden seine klaren und vom Pathos der Wahrheit beliebten1 Ausführungen ׳vou der Versammlung mit Beifallskundgebungen begleitet. ,Ein erhebender Moment war es, als der Redner, durch den -Zwischenruf eines'׳aniwesenden Führers der ״Jüdischen ,Partei“ herausgefordert,!die!von ■den ׳i!m!Dienste!dieser .Partei und der Zionisten stehenden!Presse des ׳Im- ■und Auslandes teils gefälschten, ■teils ׳verschwiegenen Vorgänge beim jüngsten M ׳a r g!u 1 i e ■s - 1P r 0 ,z e ß wahrheitsgemäß ׳auf ׳Grund der dem Publikum!vorgelegten Prozeßakten erzählt und die ganze große Versammlung den von den Zionisten zu politischen Zwecken nachweislich bewußt verleumdeten rabbinischen Führern der Orthodoxie eine spontane mächtige Ovation bereitet. Einige gutgläubige Zionisten ׳gaben . offen ׳ihrer Entrüstung über die!falschen Berichte ihrer Parteiizeltungen Ausdruck. Der ׳Redner ■wird am Schlüsse •seiner ׳auch rednerisch vorzüglichen Leistling von allen •Seiten beglückwünscht. Als der Vorsitzende die Versammlung •schließt, war es ׳allen Anwesenden ohne Unterschied der Partei- Zugehörigkeit klar, daß ׳diese erste Wjaihiliversamimlunig ׳der Jüdischen Wlirtsohaftspartei ein Vorzeichen des wahrscheinlichen. Wahlsieges bedeutet. >. ״••*■• Bücher ״Ozar Chajim“, kulturhistorische Denkwürdigkeiten aus der Rechtsgutachten-Literatur des Judentums. In dem Wüsten, wirren Durcheinander der trüben Gegenwart, drängt eine frohe Kunde an die Freunde der jüdischen Kulturgeschichte: Chajim Bloch,vder bekannte Wiener Gelehrte und feinfühlige Kenner chassidisch-kabbalistischen Wesens, geht daran, seine auf mehreren Bänden berechnete Enzyklopädie, die Frucht jahrelanger Arbeit, zu veröffentlichen. Die Rechtsgutachten־ (Responsen, Schaalot u’Tschuwath)-Literatur ist jener Zweig des jüdischen Schrifttums, das fast unmittelbar nach Abschlußvdes Talmuds entstanden ist und sich bis auf den heuUigen Tag fortpflanzt und entwickelt. Seine ersten Blüten machten sich im achten Jahrhundert bemerkbar, und es kommen da auisschließlich berühmte Männer des Judentums, Wegweiser des Volkes, zu Worte. Bloch gibt eine Auswahl aus! den gewaltigen Massen dieser Literatur. Das Leben der Juden in einer langen Zeitperiöde wird nach verschiedenen Seiten hin gezeigt und ein tiefer Einblick in den Venhältnissen der jüdischen Gemeinschaft damit eröffnet. Schicksal und Eigenart, Sitte und Brauch der Juden in allen Zeiten und Ländern werden mit einem Male deutlich sichtbar. Bloch hat aus dem Staube der Bibliotheken die alten Responsenvverke, soweit sie aus den Stürmen des Zeitlaufes, trotz der Verheerungen und Verfolgungen erhalten blieben, hervorgeholt und aus ihnen Werte ausgegraben und ans Tageslicht gezogen, die nun für die Geistes!־ und Kulturgeschichte der Juden einen der wichtigsten und glaubwürdigsten Stoff bilden. Chajim Blocn war es beschieden, sich an diese Riesenarbeit heranzumachen, um das ganze zerstreute Material zusammenzufassen und zu einem Ganzen zu gestalten. Eine gründliche Abhandlung über die Entwicklung der Responsenliteratur, ein ausge־׳ zeichnetes Register, chronologisch und geographisch gegliedert, wie auch Anmerkungen und biographische Notizen sind dem Werke beigegeben. Das Werk wird für Juden und N i c h t j u d e n von hohem Werte sein. Die Johann N. Vernay, Druckerei- und׳ Verlags(-A,-G. in Wien hat sich bereit erklärt, das Werk1 herauszugeben und für eine weitgehende typographische Ausgestaltung desselben zu sorgen, macht aber diesen Entschluß von der Gewißheit abhängig, daß sich für das) Werk eine entsprechende Anzahl Interessenten finden wird. Es wird mit dem Druck des ersten Bandes begonnen wehden, wenn bis zum 1. Mai 1929 mindestens 500 festet Bestellungen einlangen werden. (Vorauszahlungen werden nicht beansprucht.) Achtseitiger he־ bräischer Prospekt wird auf Verlangen kos t e 111 o s versendet. Bestellungen auf das Werk sind an Johann N. Vernay, Druckerei- und Verlags-ArG., Wien!, IX־., zu richten. Die Kunst, als Jude zu leben! Von Heinrich York Steiner im Verlage M. W.!Kaufmann, Leipzig. Schon der Titel ׳dieses ׳großangeilegten Werkes ׳zeigt uns, daß nach Ansicht ׳des Autors es eine Kunst ist, als Jude z!u leiben, idaibei ׳macht es sich!d׳er Verfasser insoferne leicht, ■denn eine viie'l ׳größere und ׳schwierigere ■Kamst scheint es uns heutzutage, als religiöser Jude zu leben und seine Künder religiös zu erziehen.;Immerhin bleibt es interessant zu hören, was uns unser Landsmann ' in 20 logisch aufgebauteri Kapiteln zu sagen ׳hat und •eine historisehe Uebersicht bietet über die St0111mg ׳des Judentums in allen Zeiten bis zur jüngsten Gegenwart. Den Leitgedanken dieses G70 Seiten!umfassenden Werkes — •des ersten seiner Art — ׳zeigt uns ׳schon die 'E i׳n!l׳e i t1u׳n!g mit dem Motto: Minderheit verpflichtet. Die vielllbekämpfte Stellung der Juden äst eine Min de rh eits ers cbei nu n!g; der Amtlisemitismus eine Melhrheitsempifindung. In ■der MinderheätssteMiimg liegt!das Geheimnis!uiniserer Kraft,!dem widerstrebenden Aufigehen in der Allgemeinheit ■erfolgreich zu 'begegnen, E׳s würde hier •zu׳ weit führen, ׳jedes einzellne Kapitel•!kritisch zu beleuchten; es ׳soll mur jenen Eindruck wieder geben, ׳den der!Leser im Vertiefen der sich ihm eröffnenden!Gedankenwelt des Autors empfängt und spannend festhält. Es äst das Buch einer Persönlichkeit, die ׳alle durch Studium und Lebenserfahrungen in sich aufgenmmenen Erkenntnisse zu Bekenntnissen umformt und einem Leserkreise weiitergelben will als heiliges Vermächtnis, ohne erst die Vorbildung oder die Stufe der Kenntnisse auf!jedem einzelnen Gebiete ׳zu prüfen.!Es äst kein wissenschaftliches Neuland, das der Autor •zu ibieten hat, nur von der Absicht!beseelt!und •getrieben, Laien und Jüngeren den Weg ׳zu ebnen zu einem Wissen, wie er es •sich sellbst ,im!Laufe von Jahrzehnten aus Theorie und Praxis mühselig errungen hat. Es zeigt ■eine wunderbare!Belesenheit auf allen Gebieten und immensen Fleiß. auch aus d'er iFiülle der Erscheinungen!alles festzu halten, was ihm der Alltag zuträgt. Die Großtaten der jüdischen Kultur werden entsprechend gewürdigt und ganz besonders!der Sabbat, ■der!wöchentliche Ruhetag, der Tag der Seelenlkonzentration. Neu .und originell ist der Gedanke, daß auch andere Völker, die -inen Ruhetag ׳voll einhalten, wie z. B. ■die Engländer, -dieser Sammlung ihrer Kräfte ein gut Teil ihres andere 'Völker überragenden Erfolges verdanken. Aus jeder Seite spricht so!vidi •hingebungsivolle Lidbe zur Sache, die mitreißt und fortreißt. Es äst der Bodensatz eines Lebens, reich und schwer an Erfahrumgen auf den!mannigfaltigsten Gebieten und ׳doch begrenzt und beikränzt von einer leidenschaftlichen Liebe zu seinem Volke, voll liebevollem Verstehen und Verständnis für!alle Nationen und Religionen, doch erfüllt von ragendem Nund tragendem ׳Stolz für seinen Stamm ׳und ׳Abstammung. So sprächt ein Vater, ein Patriarch ־zu seinen )Kindern denen er :alles geben ׳und vererben ׳will, seinen .Reichtum und sein Wissen, •seine Liebe udd seine Ziele, so spricht ein Lehrer in Israel zu -seinen Schülern und Hörern,■ mehr geben zu ׳wollen ׳wie nur Lehrgegenstänide, seine Ueberzeuigung, seine Auffassung, seine!Richtung!im Verlangen s׳ioh ganz hinzugeben ohne Hemmung und ohne Schonung für sich. So wächst der Autor hinaus über ׳sein umfassendes!Programm, über sein ohnedies ihoahgeisteoktes Ziel, und wiie ein roter Faden — •das Herablut!des Autors — zieht durch dieses Werk das Hochgefühl der nnumstößliehen .Erkenntnis, daß Jude!sein nichts anderes ׳heißt, wie Kämpfer sein für alles Große und Erhabene, ׳unheirr-!bar urid' unverwirrlbar i׳m Kampfe mms :Dasein. Diese Tenldemz entwaffnet jede Kritik, und wir halben es auch absichtlich ׳vermieden, uns in Details eimzulassen, denn die letzlte und •tiefste Weisheit dieses Buches liegt u. E. dariii, daß es :keine Kunst ist, als Jude zu leben, wenn wir erst Juden sind!und werden l!m!besten Sinne des Wortes. 0. N. Die unbedingte Zuverlässigkeit der Bibel auf geschiehtlichem und naturwissenschaftlichem Gebiet. Von Heinrieh Cornelius.!Selbstverlag dies Bibelbundes. Litten-!bürg, 64 S. Ein ׳Vortrag voll ־wunderbarer!Hingabe an das Thema, ein Stolzes Denkmal der Treue zur Tradition. Apologeten, die sich der grundlegenden!Unterschiede 'zwischen Judentum und ■Christentum ■bewußt sind, sei die Lektüre oder das Studium bestens empfohlen. Seite 1-15׳ ist einer gründliehen Darlegung und Diskussion des Inspirationsgedankens in seinen verschiedenen Abstufungen gewidmet, 1530י־ gibt eine Harmonisierung der allgemeinen Geschichte und Chronologie mit dem biblischen Berichte, 30-35 behandelt das!Problem des Wunders, der Rest ׳ist eine Auseinander- Setzung mit den naturwissenschaftlichen Angriffen. Leicht und flüssig geschrieben, bietet der Vortrag in vornehmer objektiver Form gleichzeitig einen ausgiebigen Quellennachweis. * .!p־ r. Altiüdlsches Schrifttum außerhalb der Bibel von U.-tP. 'Dr. Paul Rieß ler, Dr. Benno Fjlser, Verlag G. m. 1b. H., Augsburg.!Preis ׳brosch. ׳Rm. 30, ׳geb.Rm, 32. ׳In einem auf feinstem!Dünndruckpapier hergestellten zirka 1400 'Seiten starken!Bande findet man eine Literatur vor, die wohl außerhalb der ׳kanonisierten 'heiligen Bücher der Bibel blieb, dennoch von •größter Wichtigkeit für Theologen, Religions- und Kulturhistorüker und für all!jene ist, die Verständnis für eine der bewegtesten Epochen ׳jüdischer Geschichte gewinnen wollen. Von den 61!Schriften, die i־m /