Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1928-11-09 · 43 (9.11.1928) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
43 (9.11.1928)
Date
1928-11-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2629891-2630244-2630286--3136-2635091
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 274 JÜDISCHE PRESSE Nr. 43 128.40, Agudas Jisroel 32.65, C-hewra!Kadischa 62.25, Blindeninstitut 35.25. ׳Als Eingang fiir Mitgliedsbciträge weisen wir 7933 S aus, ein bedauerlich niedriger Betrag! Diese Klage wiederholt sich Jahr fiir jahr. Sie ist betrübend und beschämend zugleich, wenn man bedenkt, ■daß oas Verständnis für die Bedeutung der organisatorischen Zusammenfassung ganz allgemein ist. Alle, selbst die wirtschaftlich Schwächsten finden es selbstverständlich, fiir die Schaffung und Ausgestaltung der Organisation ihrer Berufs- und Gesellschaftsklasse ansehnliche ־Opfer zu bringen. . Bei uns scheint diese Einsicht zu fehlen. Ein Vielfaches des!Betrages ■müßte hereingebracht werden. Man halte sich vor Augen, daß cs sich um eine Organisation handelt, die stark genug sein soll, ■für die Verteidigung unserer heiligsten Ueberzeugitng. fiir die Währung unserer idealsten Interessen Sorge zu tragen. Nicht die (Möglichkeit der zwangsweisen Eintreibung!von Steuern ist das Merkmal einer fest- ■gefügten, ganzen Gemeinde. Vielmehr das!Gefühl der überzeugungstreuen Zusammengehörigkeit und die Erkenntnis der pflichtgemäßen Leistungen fiir dieselbe ist imstande, eine dauernde ׳Grundlage fiir eine Gemeinschaft zu bilden. Wer Herz und Einsicht für die Erstarkung des jüdischen Lebens im Sinne unseres ,überkommenen, unverfälschten Judentums hat, wird kein Opfer scheuen, und sich in unsere Reihen stellen, ■in welchen während des abgelaufenen Jahres der Tod schmerzliche 'Lücken gerissen hat. Seit der!letzten IGeneralversammlung /sind •dahingeschieden die Herren: Adolf Figdor, Michael L. Freistadt, Meschulein Friedmann, Wilhelm Kaufmann, Michael Lazar Lowy,!Moritz iLöwy, Hermann Pollak, Hermann Schacherl, Isaak Schischa, Gustav Wesel. Warme Freunde, treue Weggenossen, die stets ׳mit ,.inniger Liebe an ■der Erfüllung unserer Aufgaben nach besten!Kräften mitarbeiteten. Wir werden ihrer stets in •Liebe und Treue gedenken• Während dieser Bericht sich im Drucke befindet, erhalten wir die Mitteilung von dem Hinscheiden des 'Herrn Ignaz Back. Er war der Sohn des vor 71/» Jahren ■im Alter von 95 Jahren verstorbenen ׳Obmannes und Ehrenmitgliedes der Adas Jisroel,!Philipp ׳Back. Seine!Beziehungen zur Schiffschul reichen weit zurück. Als ׳Knabe wohnte er der Einweihung ׳unseres ׳Bethauscs bei. In jungen Jahren wurde er in den Vorstand der Schiffschul und des Beth Hamidrasch berufen, und als die Adas Jisroel sich organisierte, wurde er in den Vorstand gewählt. Er gehörte ihm seither ununterbrochen an. Die innigste und zärtlichste Liebe verband ,ihn mit der Schiffschul; ihr gehörte all sein Sinnen ■und!Denken. Zahllose, überaus wertvolle ■Geschenke, der verschiedensten Art geben Zeugnis für seine , Anhänglichkeit. Gelegentlich ■der Feier seines siebzigsten Geburtstages wurden seine Verdienste in einer Adresse ׳gefeiert und ihm ein Album mit ■den Abbildungen ■der von ihm gespendeten Gegenstände überreicht. Er war ein überzeugter, unerschütterlicher Verfechter der Grundsätze der Adas Jisroel, ein treuer wahrer Jehudi, ■der fiir arme Brüder eine offene Hand hatte, hing er mit Innigkeit am heiligen Lande. Vor Jahren hat er dort zehn Häuser erbauen lassen, in denen Talmide Ghachomim wohnen. Wenn auch während ■der letzten Jahre die aktive Teilnahme an der Verwaltung ■der ׳jüdischen allgemeinen Angelegenheiten ihm unmöglich war, blieb sein Interesse . für die Schiffschul, und was dazu gehörte, unvermindert., Er hat sich ein dauerndes Denkmal gesetzt..’Der Name Ignaz •Back und ■die Schitffschul blei'ben unzertrennlich. Er wird immer ■dankbar genannt werden.!Die S׳it®m׳iet!e ergab ׳i!m Berichtsjahre im Ganzen den ׳ Betrag ,von S 16.338.72 (nietht wesentlich ׳mehr als im vorherige'henden Jahre S 15.211, etwa zwei ׳Drittel des ■irn Jahre 1913 einigegamgenen Betrages). Wir haben bis jetzt noch immer ׳vermieden, •die SitiZipreise, wie die bei allen büiigerliclien Werfen!geschehen ist, •und wie es alle Bethausveiiwialtunigen ׳In Wien bereits vor längerer Zeit ge- ’ tan haben, den Friedenspreisen anzugleichen, obgleich ge- ' wisse Erneneriingisarlbeiten (׳Herstellung eines neuen Fuß- ׳boden, In׳sta׳nid׳seteun;g der ßetpmlte. Binndesliade etc.) eine weitere Verzögerung nicht vertragen. An ,würdige Besucher wurde wie immer eine ansehnliehe Anzahl von Betsitzen unentgeltlich überlassen. Wie ׳in •den früheren Jahren wurde wegen des 'Raummangels im großen Saale 1de׳r" Jugendgruppe!für die Jomim iNaraim ein iBethaus eingerichtet. lim Be nichts iah re wunden im 1Beth׳a11!se29 ׳ Trauungen vorigenommen!(!davon 9 gebührenfrei). Mit Widmungen• •wurden wir bedacht von den Brüdern ׳Goddsteln ein Betrag von S 300, Herr Dr. Feingold . alis Ergänzung einer früheren Widmung ׳S 100,!Herr Richard Griiinwiaild S 150, von Iden Herren Bniilder Kritzler wurde ein schönes Sefer Thora gewidmet. Allen sei der herzliebste ׳Dank ausgesprochen.!Drei Jahrzehnte sind verstrichen, ■seit die alte Schiff- ׳•schul!nach 5Qjäl1ri1gem Bestände sich ■als ״Adas Jiisroel“ neuorganisiierte. Es war eine Zeit des Kampfes, eine :Zeit mühseliger Anbeit. Zähe Widerstände ■mußten aus dem Wege geräumt werden, um!auch ׳nur einen!!Schritt zu tun. Mühselig konnte ■auch nur ■der kleinste Stein in unserem -Bau eiugefiigt werden.!Es kann •uns׳!wahrhaftig nicht i1!׳ den Sinn kommen, uns zu rühmen, ׳wie herlich weit ־wir es gebracht haben.!Der erste Bericht der Adas Jisroel schließt •■mit"dem bescheidenen, aber doch hoffnu׳ng׳ssicheren Ausruf:!והי־ ראשיחך מצער ואהריחןד ישגה מאד Auch wir!Sühlen es. >c}aß wir noch immer ■be׳i einem!bescheideneni, ׳selir ,bescheidenen Anfänge stehen, und ■daß wir Großes zu leisten halben. Allzuviel i׳st noch ungeschehen! Eines aber können ׳wir ׳mit Beruhigung sagen: Die Grundsätze, ■auf denen vor 80 Jahren die ersten!Anfänge unserer Gemeinschaft gegründet wurden, die Ziele, ׳die unseren Vorgängern vorschweibten, sind immer ׳die ■unseren. Wir halben ׳stets an!der!Schaffung ׳und Ausgestaltung aller י Einrichfungen gearbeitet, ■die wahres jüdisches Leben im Sinne unserer alten, unverfälschten Thora fordert. Nicht fiir uas!allein! Nein! Für alle, ohne Einschränkung und ohne jeden Unterschied, die im alten jüdischen Geiste leben wollen und unbekümmert und unbeirrt durch keinlichc Nörgeleien!und soheelsiichtige!Kritik sind wir immer den geraden 190&IS u'Jdauphsduife.fürJ%naJ>e/t md ffleüMai mrfOfiwl&dkeihrecfit //. Matzgasse. /ff möiejütisclje Schule ‘BoChs -a.2ßaupts(Au&./ürJtnalw, Eingang Gebarungsausweis für das Jahr 1927 Ausgang Jänner 1. Vortrag:־Bargeld und Bankgut- Gehalte. 94.924.60 haben ...... . . . 4.613.02 Remunerationen. 8.067.28 Mitgliedsbeiträge . . . . . 7.933.50 ■Pensionen. 2.760.— Sitzmiete. . . . 16.338.72 Steuer für ׳Beamte. 2.273.49 Bethaus- und sonstige Spenden . . . 24.979.74 Kranken- und Versicherungskassen . 8.423.68 Mathan Basesser und Sammelbüchsen . 3.087.74 Instandhaltung der Devotionalien . 1.082.15 Trauungstaxen .... . . . 1.672.— Kosten der Reinigung, ׳Wache, Garderobe Widmungen. . . . 1.800.— usw. im Bethause. 2.249.24 Haschgachah (allgem.: Rinder, Geflügel, Ueberweisung von Spenden und Büchsen- Milch, Gastwirtschaften usw.) . . . 105.062.34 gelidem. 9.733.60 Spenden für Pessachbeteilung . . . 608.30 Auszahlungen fiir Trauungstaxenanteile . 1.045.56 Darlehen. . . . 14.000.— Kosten' der Jahrzeiten. 148.88 Kaution.. ״ ״ Widmungen. 1.096.38 Zinserträgnis. . . . 218.95 Subventionen .. 21.368.-— Zinsen . : . . 13.72 Stipendien. 200.— Erlös für M'azzoth . . . . . 30.729.92 Fürsorgekonto: Armenbeteiiung . 2.428.— Rückzahlung von Vorschüssen . . . 1.740.— Brautausstattung 400.— Rückzahlung von Gehältern . . . . 16.808.— Pessachbeteilung 3.129.36 Rabbiner Arak Komitee . . . . 139 — Kosten der Mazzoth. 26.102.92 Bäckhausherrichtung. 556.40 Versicherung. 279.64 Mietzins . . . . . . 758.12 Drucksorten und Porti. 1.092.04 Beheizung und Beleuchtung .... 3.726.50 Diverse Spesen. 1.820.87 Reparaturen. 1.180.39 Rückzahlung von Darlehen .... 21.038.04 Vorschüsse an Beamte . . . 1.700 — Bethausrenovierung ...... 771.79 Geflügelschlachthaus. 5.030.93 Diplome und Hochzeitsgeschen'ke . . . 583.— Rabbiner Arak!Komitee . . 87.— ,Dez. 31. Barbestand und Bankguthaben . 5.987.09 230.044.95 230.044.95 Soll Bilanz 1927 Haben Dez. 31. An ׳Bargeld, Bankguthaben ,und Dez. 31. Per Rabbiner Arak Komitee . 52.— Einlagebücher bei Banken . 6.263.65 99 Bethausbau .... .. 948.90 99 lEffektendepot ,Länderbank 3.23 99 jMewiprchim . . . . 193.57 99 Bethausbaiikonto beim Wiener 99 ׳Darlehensschuld . 5.— ׳Bank-Verein .... 311.— (י Transitorisches ,Konto . 35.— 99 ׳Brautausstattung . . . 135.17 99 ׳Stiftungen .... 11.10 Darlehen .. 1.963.02 99 Kaution . .... —ש8 99 Geflügelschlächthaus 5.000.— 99 Reinvermögen . . . . 22.786.96 99 Mazzothbackhauseinrichtung 1.056.40 99 ׳Büroemrichtung . . . . m— 99 Amortisierte Rente . 0.06 99 ׳Realität ... 10.000.— ■ י״ י ־ 24.832.53 24.832.53 Wieg unserer Pflicht gegangen. Und wer auch immer!zur Leitung ׳der Adas Jisroel berufen sein wind, ׳wird diesen Weg •weltengeihen ׳müsisen׳, wenn er das!Gedeihen, wenn er den ׳Bestand der Adas Jisroel sichern soll. IDer Geist, der ׳damals die kleine tapfere ׳Schar zur ׳Gründung eines sicheren Heimes fiir das ü'berlieferungstreue Judentum zusammenführte, lebt noch, und er erfüllt eine immer wachsende und erstarkende Zahl •von Freunden. In ■den verschiedenen Bethausvereinen' haben sie sich ׳zu der gleichen Aufgabe zusammengefunden. Wir begrüßen sie als treue, liebe VVeggenossen, mit denen wir in stets innigerem Zusammenschluß unserem •Ziele zustreben ,wollen. Auch bei dem Vorstande der israelitischen IKultiisgernelnde finden derzeit, im Gegensatz zu früher, •die 1Bestrebungen ׳der überlieferungst-reiien Judensehaft das notwendige wohlwollende Verständnis. Wir wollen eine einzige glaubenstreue, große Wiehl er Judenschaft, gleichwohl ,woher sie kommt, einerlei, wo sie ihren Sitz hat, die ■durchdrungen ist von ׳der Erkenntnis, von dem unerschütterlichen Willen, die religiösen lEinrichhingen nur im!Geiste unserer Thora selbständig und unabhängig zu gestalten. Um die ׳Erreichung dieses Zieles ist uns nicht bange. ׳Denn die Wahrheit findet ihren wieVt. 1 האמת יורה ררט ׳Der Vorstand ■der Adas Jisroel:!Der!Schriftführer: Der Obmann: Moritz!Leittier. Siegmund Bondi. Adas Jsroel für den Sabbat. Der Herr 'Minister fiir Kultus und ׳Unterricht fand laut hohem Erlaß vom 19. ׳Februar 1876, Z. 1683, mit Hinweis auf Art. 15 des Reichsgesetzes vom 25. Mai 1868, IR.-G.-Bl. Stück X1IX, Nr. 49, und auf die ׳Erfahrung, daß die 'Nichtteilnahme ׳der israelitischen Kinder m ■den Volksschulen - atn!Schreib-, Zeichen- ׳ זund 'Handarbeitsunterrichte an Samstagen oder sonstigen Feiertagen ohne ,Schädigung der Ordnung ausführbar ist, de׳n Rekursen des Vorstandes des Iisraelit'ischen 1Beth׳a׳11׳se׳s, II.,!Große ׳Sch׳ififgais׳se 8 in Wien, und ׳des Vorstandes der israelitischen ׳Kultusgemeinde in Wien gegen ׳die Verfügung des!Landesschulrates vom 10. November 1875, Z. 7092, betreffend die Behandlung israelitischer!Kinder in den allgemeinen 'Volks- und!Bürgerschulen,!bezüglich ׳des Schreibens, Zeichnens ׳und der Handarbeiten an!Samstagen und an sonstigen israelitischen Feiertagen stattzugeben und diese ange'fochtene Verfügung aufztihebcn. Mit Beziehung auf den die!Mittelschulen׳ betreffenden Erlaß vom 31. Jänner 1• J. Nr. 1208 hat der Herr Minister auch fiir die allgemeinen Volks- und Bürgerschulen, welche von israelitischen ׳Kindern besticht werden, angeordnet, daß bei Verfassung der Stundenpläne auf ■das israelitische Gebot,!am •Sabibat des Schreibens, Zeichnens, überhaupt der Handarbeiten sich zu enthalten, tunlichst Rücksicht zu nehmen, und daß jeder direkte oder indirekte Zwang zur Ueibertretung dieses Gebotes ׳von ׳seiten der Schule zu unterlassen ist. Hievon wird der löbliche Vorstand mit dem Beifügen in Kenntnis gesetzt, daß der Wiener Bezirksschulrat unter einem angewiesen wird, den hierortigen Erlaß vom 10. November 1875, Z. 7095, sofort außer Kraft zu setzen und ׳wegen Voilteuges der .vorliegenden! ׳ministeriellen Verfügung, das Entsprechende einzuleiten. . Der k. ■k. n.-ö. Landesschulrat. iKonrad Eiibesfeld, in. p. * Wien, am 1. März 1876. An den löbl. Vorstand des isr. Bethauses, LI. Bez., Gr. Schiffg. 8 Der nachfolgende Erlaß, am 14. November d. J. vom k. k. n.-ö. ׳Landesschulrat herabgelangt, wird hiermit neuerdings zur allgemeinen Erinnerung gebracht. Der ׳Vorstand ■der Adas Jisroel. An ■die Leitung des Vereines ״Adas Jisroel“, (iSchlffsynagpge) in ,Wien, 111׳., Große Schiff ga׳s!se 8, .zur Kenntnisnahme und Verständigung der auf der Eingabe nritunterfertigten Vereine. Der k. k. Statthalter als Vorsitzender:!Bienerth m. p. Wien, am 14. November 11911. Israelitische ■religiöse Vorschriften. An die Direktionen aller ׳Mittelschulen und an alle ,Bezirksschulräte.!Mehrere jüdische Vereine haben •dem Landesschulrate mitgeteilt, daß ■der Erlaß des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht vom (fiir die Mittelschulen: 31. Jänner 1876, Z. 1208, Halma Schilling, S. 43.), (fiir die Bezirksschulräte: 19. Februar 1876, Z. 1683. M. ■BV. 'Bl. Nr. 9), mit welchem angeordnet wurde, •daß bei ,der Verfassung der. Stundenpläne auf das israelitische Gebot, am ׳Sabbate sich ׳des Schreibens, Zeichnens, überhaupt der Handarbeit!z׳u enthaften, tunlichst!Rücksicht 211 nehmen, und daß jeder direkte oder indirekte Zwang zuf Ueber־• tretung dieses Gebotes von Seite der Schule zu unterlassen ist, nicht überall beachtet wird, -und daß es sich wiederholt ereignet, daß ein solcher ungesetzlicher ׳Zwang besonders in ■den!unteren Klassen der Volksschule geübt wird. . , •״ ׳Mit Rücksicht •auf diese ,Eingabe wird der Direktion (dem Bezirksschulräte) der oben bezogene Ministerialerlaß zur genauen iDarnachachtung in ׳Erinnerung gebracht. Gleichzeitig halben die erwähnten Vereine eine Kurrende •der israelitischen Kultusgemeinde Wien ׳vom 15• November 1906, ad Z. 8438 hierher mitgeteilt, wonach die mosaischen Religionslehrer angewiesen werden, den Schülern, deren Eltern es wünschen, zu gestatten, beim hebräischen Lesen oder Uebersetzen den iKopf zu bedecken und zu Beginn des Schuljahres vor!Beginn des Unterrichts die Schüler diesbezüglich zu befragen. Daran haben die Vereine die Bitte geknüpft, diese Bestimmung jährlich zu Beginn des Schuljahres durch die Religionslehrer den Schülern, beziehungsweise deren Eltern zur Kenntnis zu bringen. , , . Hievon wird die Direktion (der Bezirksschulrat) zur allfälligen Veranlassung verständigt. Der k. k. Statthalter als Vorsitzender:!B 1 e n e r t h m. p. Spendet: für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.