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Jüdische Presse · 1928-09-28 · 38 (28.9.1928) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
38 (28.9.1928)
Date
1928-09-28
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 38 JÜDISCHE PRESSE 'Seite 245 In neuerer Zeit, wo die technischen Fächer zu immer größerer Bedeutung für die Gesamtausbildung1 und Freimachung aller schöpferischen Kräfte im Menschen: sich erwiesen haben, hat’ sich auch noch ein großes Gebiet jüdischer Beeinflussung im Gesang-, Zeichen- und Handfertigkeitsunterricht herausgebildet. Der Gesang ist ein Bildungsmittel der Seele im allerhöchstem Maße. Bedarf es nöch der Betonung, daß wir den herrliehen Schatz jüdischer Melodien, in der Israels Seele künstlerische Gestalt gefunden hat, nicht vernachlässigen dürfen? Daß ein mit den Gegebenheiten der jüdischer( Anlage rechnender Lehrer auch das jiddische und hebräische Volkslied für die Gemütsbildung nutzbar machen wird? Der Zeichen- und Handfertigkeitsunterricht aber gibt das unvergleichliche Mittel, den Schüler instand zu setzen, selbsttätig an der Gestaltung eines jüdisehen Milieus mitzuschaffen. Hier gilt es, den Ausdruckswillen des jüdischen Innenlebens sichtbar zu machen, jeden Gegenstand, den die kindliche Hand formt, zu be־ seelen, indem er ein jüdisches Gepräge erhält. Hier} kann der Lehrer die Werke jüdischer bildender Künstler, mit denen uns die Neuzeit beschenkt hat, in voller Ein־ dringlichkeit zu Auge und Herz des Schülers sprechen lassen, um ihnen dadurch den Weg zu weisen, selbst den jüdischen Symbolen und Emblemen und allem, was in der Phantasie und Sehnsucht des Juden lebt, Körper und Form zu verleihen. Wenn ich an die Erfolge denke, die auf diesem Gebiet die Hamburger Talmud-Thora-Schule, und vor allem der ideenreiche pädagogische Künstler; Herr Kalman Rothschild jr., erzielt hat, vor allem, wie er die hebräische Schrift zu einem Stilmittel bei seinen Zöglingen zu verwenden gewußt hat — man fühlte sich' bei den Versuchen der Kinder an die wundervollen alten Hagadas erinnert, in deren Bilderschrift so viel Liebe niedergelegt ist —, dann kann man nicht umhin, zu gestehen!» daß der Gesamtunterricht der jüdischen Note fähig ist;' und daß alle Zweige des Unterrichtes letzten Endes det religiösen Bildung des Kindes wertvollste Unterstützung( leihen können. Das ist aber schließlich der Sinn der jüdischen Schule: Jüdische Milieu-Schöpfung, ein Leben aus dem Ganzen des Judentums, eine Einheitlichkeit aller Seelenfunktionen in der Durchdrungenheit von höchstem* Geist der Thora. So erst werden ganze jüdische Men־ sehen, die keinen Seelenzwiespalt kennen, bei denen es1 keine Lebensinhalte gibt, die nicht Form und Seele aus den letzten Quellkräften des Judentums empfangen. Wie gelangen nun die Schulen zur Verwirklichungi eines solchen Zieles? Hier, wie immer, kann nur die Zusammenarbeit aller zum Erfolg führen. Jede Anstalt muß beginnen, systematisch für jedes Stoffgebiet jüdische Berührungspunkte zusammenzutragen, zu ordnen,' zu sichten, und aus solcher Sammlertätigkeit wird sich als־ dann für jedes Gebiet ein entsprechender Führer in Ge־ statt eines Lehrbuches für Lehrer :und Schüler ergeben',1 entweder daß die jüdischen Elemente mit den allgemeinen direkt ineinandergearbeitet sind, oder daß wenigstens Anhänge an die vorhandenen Lehrbücher, Sonderbroschüren,! die das gesammelte Material zusammenfassen, heraus}1 gegeben werden.! Für den Deutsch-Unterricht ist ein verheißungsvoller Anfang in dem Lesebuch ״Westöstliche Dichterklänge“ von Deutschländer gemacht. Da es ein modernes! Prinzip ist, daß der Sprachunterricht sich von einem fest-' gegebenen Lehrbuch unabhängig macht, so kann det fremdsprachliche Lehrer aus jüdischen Zeitungen, Berichten der jüdischen Organisationen usw. Lehrstoffe jüdischen Inhalts gewinnen. Auch Erez Jisroel mit den unendlichen Problemen seiner Neukolonisation, wo alle geographischen und wirtschaftlichen Fragen in das aktuellste Interesse1 der jüdischen Gesamtheit gerückt sind, wo jeder Bahnbau, Gemeinde anwesend. Sie alle waren begierig, zu erfahren, wer doch den Siegespreis davontragen werae. Ein leises' Murmeln entstand, der riet diesen, jener einen anderen, endlieh1 erschien die ehrwürdige Gestalt des1 Rabbi. Alles» lauschte gespannt den Worten, die da folgen sollten. Der Rabbi meinte, daß die Fragen wohl zu schwer gewesen! wären, da im ganzen nur einige Antworten eingelaufen sind und auch diese sich nicht auf sämtliche Fragen beziehen, sondern nur einzelne von ihnen behandelten. Nur ein einziges Schreiben sei da, das sämtliche beantwortete und zugleich am richtigsten. Der Unterfertiger desselben׳ sei ein gewisser Joel Ungar, den er aber nicht kenne. Er mag jedenfalls hervortreten, denn der Preis gebührt ihm. Das Resultat hat großes Aufsehen verursacht. Die Fragen sind so schwer, daß selbst die auserlesensten(, namhaftesten Jünger sie nur teilweise lösen konnten. Da kommt einmal ein selbst in den Schülerkreisen gänzlich Unbekannter und vollführt glänzend das Wagestück. Jeden־ falls erwartete man, daß der Hervorgerufene ein erwachsener langjähriger Schüler sein werde. Wie wuchs erst das Erstaunen, als man in dem bei Nepnung seines Namens! schüchtern Hervortretenden einen Knaben erblickte, den. sein ohnedies kleiner Wuchs noch jünger erscheinen ließ, als׳ er in Wirklichkeit war. Und ganz verwundert fragte ihn der Rabbi, ob denn wirklich er diese Antwort geschrieben habe. Erst nachdem er einer gründlichen Prüfung unterzogen ward und er seine Antwort auch mündlich vorgetrageni und verteidigt hatte, wurde ihm der Erisapfel, gegenwärtig! in Gestalt eines Goldstückes׳, übergeben. Und von dieser! Episode aus wurde er von jetzt an nur ״der Dukatenbochur“ genannt. Daß er durch diesen Fall die Auf1־ merksamkeit seines Lehrers auf sich gezogen und infolgedessen aus seiner momentanen Verlegenheit — in die ihn׳ die Beraubung seiner ganzen kleinen Habe gestürzt — befreit wurde, dies brauche ich gar nicht zu erwähnen. Und diese Episode gleich beim Beginne seines Preßburger Jeschibahlebens mag zugleich die Charakteristik der ganzen Dauer desselben bilden. Er oblag mit riesigem Fleiße seinem Studium und zeigte einen erstaun- Jichen Scharfsinn, bis er endlich von seinem großen Lehrer die Hatarath-harooh erhielt und so nach seiner Heimat״ woher er vor Jahren als kleiner Knabe ausgezogen^ nunmehr als gereifter Talmud - Chacham zurückkenrte. (Fortsetzung folgt.) jede Flußregulierung, jede soziale Neugestaltung und jeder industrielle Versuch unsere Kinder mit dem Ringen und Kämpfen unseres Volkes in Verbindung bringt, ist ein ganz hervorragendes Mittel, in die Prof an Wissenschaft den zündenden Funken jüdischer Begeisterung hineinzutragen. Wie wunderbar würde sich der Unterricht in der allgemeinen! Geographie, einem der interessantesten Gebiete von allen Schuldisziplinen beleben, wenn alle Beispiele an Palästina1 anknüpfen, und so der Schüler sich mit der Erkenntnis! durchdringt, wie die wissenschaftliche Fragestellung die letzten jüdischen Lebensnotwendigkeiten mitangeht. Heutzu־! tage besitzen wir noch nicht einmal für die jüdische Schule' einen Anhang ans Geographiebuch für die Palästinakunde und die des ganzen vorderasiatischen Orients. Hier er־ öffnet sich daher ein Gebiet der Zusammenarbeit aller jüdischen Lehranstalten, die auch befördernd dem Unter־ rieht jedes einzelnen Lehrers zugute kommt, da ,sie zd eigenständigem Schaffen, zur Unabhängigkeit von der Heerstraße aller anderen auf dem Schulgebiet tätigen Kräfte ihm die Möglichkeit schafft. s Wir fassen zusammen: Der spezielle Religionsunter־ rieht an den jüdischen Schulen ist über und über belastet.' Er kann der Unendlichkeit seiner Aufgaben niemals gerecht werden. Die Kenntnis der jüdischen Quellenschriften und des jüdischen Gesetzes zu vermitteln, in Bibel und Thalmud Geist und Herz einzuführen, die hebräische Sprache dem; Kind in Wort und Schrift geläufig zu machen, und auch Proben der nachbiblischen hebräischen Literatur zu geben, das ist schon ein solch immenses Arbeitsgebiet, daß man auf jede Weise bestrebt sein muß, ihn zu entlasten. { Das kann und soll der Profanunterricht tun, indem' er sich mit jüdischen Wissenselementen durchdringt und den Schüler bei Betrachtung der körperlichen und geistigen Welt immer wieder darauf hinweist, wo und wie das Juden־ tum und die Judenheit sich ausgewirkt und betätigt haben.' Dann steht der jüdische Schüler in jedem Augenblick mit der jüdischen Lehre mitten im Leben, mitten im geschieht1־ liehen Weltgeschehen, mitten in dem geistigen Weben! Das!geachtete politische Wochenblatt in Warschau namens ״S ä m 11 i c h e P a r t e ,i e n“ brachte dieser Tage ein Interview mit dem!Führer!der agudistischen Orthodoxie und Sejmdeputierten Elias >K i r s c h b r a ■u n, das einen guten Ueberblick über 'die 'Lage der Juden in Polen gibt. — Wie hat sich die Lage unter den Juden nach den Wiahlen gestaltet? — Die jüngste Wahlaktion bezeichne ich als erstklassiges Ereignis von historischer B e d e u t u n g ׳für die zukünftige!Entwicklung der polnischen Republik und die Erhaltung ihrer politischen und wirtschaftlichen Existenz.!In!bezug auf das Verhältnis zu den Juden ist eine radikale Aenderung zu verzeichnen. Manche Vorurteile ■haben ihre!Kraft ׳verloren, was in ■der einheitlichen W> a h 1 a k t i o n ■d e r ׳Polen und Juden!zum Ausdruck kam.!Ich meine damit — wie Sie woihl, Herr Redakteur, vermuten — ■die Bildung!des Blocks ■für Zusammenarbeit mit ■der ־Regierung. Zum ersten Male In der Geschichte Polens sind wir Zeugen eines gemeinsamen Zusammengehens seitens des besseren Teiles der polnischen Gesellschaft und der in der Agudas Jisroel organisierten orthodoxen Juden im Namen des gemeinsamen Wohles, sowohl des Staates als all seiner Bürger ohne Absnahme der Konfession und Nationalität. Das Zusammengehen äußerte sich in der einheitlichen Wahlaktion zu den gesetzgebenden Körperschaften, die unter der Devise:.Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit durchgefti'hrt wurde. ׳!Ich fühle mich glücklich, daß meine diesbezügliche Aus Vergangenheit u. Gegenwart Schülerbeschreibungen vor 140 Jahren im mold. Landstrich der ehern. Erbländer/) Nach Akten bearbeitet von Dr. phil. Chaim Tennenhaus. (Schluß.) Unter den mit ■Prämien ausgezeichneten Schülern befanden sieh alljährlich ■auch!jüdische •Schüler. Den Schülern wurden Schulbücher und Schreibrequisiten unentgeltlich gegeben.!Die Schulleitungen wurden dazu verhalten, im Laufe des Jahres Berichte über den Stand der Schulen der!Landesadministr.ation einzusenden. Interessant!sind S ■c h u 1ta׳belien, die die Hauptschulen dem Distniktsdirektor zu Ende 1786 eingesendet haben, die die Wege ■erhellen, welche diese Schulen in den ■ersten Jahren ihres.Bestandes wandelten. Vergleichen wir die Sc hu 1t abeil en von anno d a z u ׳m ■a 1 mit dem Sc h ü 1 e ■r b e s c h reib u ■n g sbogen, von heute, so finden wir eine sehr große Ae Ihn lieh keif. Die Schultabellen von 1786 enthalten• 16 Hauptrubriken mit!mehreren Unterabteilungen. ״Jedem Schüler war eine ״Seite“ in der Tabelle gewidmet.“ Diese Tabelle enthielt folgende Ueberschriften: 1. ״Namen des Schülers.“ 2. ״Vom Civil.“ 3. ״Militär.“ 4. ״Jude n.“ 5. ״!Namen und Stand der Eltern.“ 6. ״Alter.“ 7. ״Tag und Jahr des Anfanges des Schuljahres.“ ״ .8׳Wie ■jeder die!beigebrachten Gegenstände erlernt.“ I. Klasse: a) Buchstaben kennen; b) Buchstabieren; c) Lesen, d) die erste Tabelle; e) die zweite Tabelle, f) die dritte Tabelle; g) der kleinste Katechismus; h) die Schulgesetze. 11׳. Klasse: a) Buchstabieren kennen, >b) Bucbstabieren; c) Moldauisch schreiben; d) •Lesen; e) im Schreiben *) Siehe ״Jüd. Presse“ Nr. 36 vom Jahre 1928. Sieder Strenggläubige iiikiLÄiliii kann ohne Bedenken zur Zubereitung der Speisen Kunerol verwenden. Die Kunerol־־Erzeugung steht bis zur Verpackung des gebrauchsfertigen Natur* fettes unter strengster Aufsicht des Herrn Bezirks* rabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. 100% REINES KOKOSNUSSFETT der Völker, mitten in der Mannigfaltigkeit der Natur. Dann wird die jüdische Schule ihn die Wege weisen, sich selbst eine jüdische Umgebung zu schaffen, sein Heim, darin er zu leben bestimmt ist, zu einem wahren Ausdruck seiner Persönlichkeit, zu einem Reflex jüdischer Seelenregungj auszugestalten. Dann wird der ideale Schwung, der den! Unterricht in den Propheten erfüllt, allen Gebieten sich' mitteilen und unsere Schüler mit der beglückenden Ueberzeugung durchdringen, daß die Thora, die Mosche■» seinem' Volk gegeben, alles Größte und Kleinste, alles Ferne und Nahe, gleichmäßig erfüllt, Leben und Religion werden ihm zur Einheit werden. Initiative in den maßgebenden Kreisen Verständnis fand. Indem ׳ich das Entstehen gemischter polnisch-jüdischer Listen als!Erscheinung von erstklassiger Bedeutung für die Gestaltung der polnisch-jüdischen Beziehungen betrachte, erblicke ic!h in dieser Tatsache die Aeußerung ■des guten Willens ׳der Faktoren, die sich am •Regierungsruder befinden.;Ganz richtig bezeichnet das Organ der polnischen Reaktionäre ״Gazeta Warszawska“ dieses Ereignis — ׳das!Gehören jüdischer Deputierter zu einem polnischen Klub —׳ als eine Revolution in den ■polnischen Verhältnissen, wovon auch ׳der Chauvinismus Griinbaumsohen Schlages sehr un- ׳zufrieden ist.!Ich dagegen, und mit mir ■die mächtige orthodoxe Partei, betrachten diesen Schritt als ein neues Blatt in!der!Geschichte der polnisch-jüdischen Beziehungen, die zweifellos in ihrer Konsequenz reale Gestalt annehmen werden. Innerhalb der!jüdischen ׳Gesellschaft wurden die jüngsten Wahlen unter ■zwei verschiedenen ■Losungen geführt: des Blocks mit den nationalen Minderheiten einerseits und des ■selbständigen alljüdischen Blocks andererseits. Der Vertreter •der ersten Konzeption war Herr ׳Grünbäum, der ■zweiten — ich. ■Abgesehen davon muß bemerkt werden, daß ׳die Tendenz, mit den anderen nationalen Minderheiten aus diesem oder anderem!Grunde keine >Verbindung einzugehen, in ■der gesamten ׳jüdischen ׳Gesellschaft als solcher auch unter den Zionisten Galiziens und anderen jüdischen Gruppierungen vorherrschte. Daraus folgt, daß Herr iGrünbaum •hinter sich bloß einen Teil der ■jüdischen Stimmen, ausschließlich in Kongreßpolen!und den Randgebieten, ■hatte. Das Obige in Betracht nehmend, können wir festden Anfang weitergeübt; f) Rechnen; g) Rechtsobreiben; 1h) de,r ■mittlere Katechismus ohne Beweis; li) derselbe mit Beweis; ■j) die Schulgesetze. 9. ״Sitten.“ 10. ״Fähigkeiten.“ 11. ״Wie oft während des Cursus Schule gehalten wurde.“ 12. und!13. ״WSe oft jeder durch diesen Curs ausgeblieben oder zu spät gekommen.“ 14. ״Wie oft während des ganzen Schulgehens des Kindes Schule gehalten!(worden) ist.“ 15. ,und 16. ״Wie oft jeder während׳ des ganzen Schulgehens ausgeblieben (oder) zu spät gekommen.“ Psychologische Bemerkungen seitens der ׳Lehrer ■bei den einzelnen Lehrgegenständen finden sich fast bei! jedem Schüler. So finden wir den ■einen ׳als ״blöden Kopf im Buchstabieren“, den anderen als ״stumpf im Wegzählen“ charakterisiert usw. Die S chlu Berufungen waren ׳besonders feierlich und sowohl die Eltern, deren Kinder ,mit Prämien ■ausgezeichnet worden waren, als auch, die Lehrer •und: deren Gehilfen wurden ׳beschenkt. Jm letzten Hialbjahrsbericht der vier ■Schulleitungen findet ׳sich eine Bemerkung über das ■Ergebnis der Prüfungen, die uns ■recht deutlich zeigt, daß die jüdischen Schüler zu den besten der Schule gehörten. Im Bericht heißt ׳es u. a.daß die Fertig- ׳keif der Jugend in der ׳Beantwortung de׳r denselben unerwartet v o rig e l eg t׳e׳n Fragen alle Erwartungen übertraf, denn die Lehr», länge, sowohl christlicher ׳als ׳jüdischer Konfession ׳bewiesen durch diese׳ Fertig-« keit und׳ ׳erlangten Kenntnisse ■im Lesen, Rechnen und Schreiben, daß sie der ihnen von Seiner Majestät,!unserem ׳aiMergn ädigsten Landesfürsten zufließenden ׳allerhöchsten ,Gnade der N or ׳m al s chu le würdig seien und die Kosten hiezu nicht umsonst verwendet werden.“ Nach der JosephinisChen Judenordnung wurde in ׳jeder Judengeraeinde ׳eine konfessionelle Schmie errichtet.**) Die!Lehrer durften während der!Lehrzeit ׳keine andere« **) Siehe ״Jüd. Presse“ Nr. 24 vom Jahre 1928. Die Lage der Juden in Polen. Ein Interview des Redakteurs der ״Sämtlichen Parteien“ mit Deputierten Elias Kirschbraun.

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