Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 35 (7.9.1928)
- Date
- 1928-09-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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JÜDISCHE PRESSE Nr. 35 Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack SO kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggone K JULIUS HAB( Kohlen- und Koksgroßhandlung Nordbahnrutschen 3. Kohlenhof Nr. 372-378 Wien, II., TaborstraBe 9 Fernsprecher Nr. 41-0-22 Gemeindepolitik ist, •den modernen Großstadtjuden in der letzten Etappe -des Erdenwallens, am Friedhof, zu erfassen und für das Judentum zu interessieren. Es ist vi el zu sp ä t, i m Tode u nidi d u r c h den Tod f ii r das Leben zu werben. Bei der Fortführung einer solchen Gemeindepclitik muß befürchtet werden, daß der moderne Großstadtjude nicht nur :im Leben, sondern auch im Tode dem Judentum und last not least auch den Finanzen der Kultusgemeinde verlorengeht. Nur ein lebendiges Judentum kann die Gemeinde groß machen. Daher sind unsere Gefühle nicht ungetrübt, wenn war an ■die feierliche Scblußstcinlegung der mit dem Kostenaufwand von 2 Millionen Schilling errichteten Zeremonienhalle denken. Es ist dies •das erste monumentale Werk, das die Kultusgcmcinde in den •letzten Jahrzehnten errichtet hat und diese außergewöhn- 4i che . Bc vor zu-1gu ng de:s Todes gegenüber allen Bedürfnissen des!Lebens kann mit einer gesunden Gemeindepolitik kaum im Einklang gebracht werden.-Kein G־t׳teshaus, kein Schulgebäude, sondern eine Zeremonienhalle des Friedhofes •ist das erste monumentale Wenk, das die Wiener Kultusgemeinde in •dem ersten Nachkriegsdezennium errichtet hat. Der Posten Friedhof ist eben in das Budget der Kuitusgemeinde mit goldenen Ziffern eingetragen, viel, viel dürftiger schauen die Kapitel für die religiösen und kulturellen Bedürfnisse aus. Möge die feierliche So'hlußsteiulegung a׳m neuen!israelitischen Friedhof, •die wir trotz unserer kritischen Stellungnahme als . ein bedeutsames Ereignis i׳m Leben .der Wiener Judenheit werten, auch den Schlußpunkt für eine Gemeindepolitik bedeuten, die den Hauptkonzentrationspunkt des jüdischen Lebens auf den Friedhof verlegt. Möge der feierliche Akt am ersten Slichothtage unsere Gemeindeväter zur Einsicht bringen, zu T’schuwo — Rückkehr zu jüdischer Tradition und jüdischem Leben. Möge der neue •israelitische Friedhof ein Beth •Hachajim im alten Sinne sein,’ ein ״Haus des Lebens“, aus dem man Verständnis •und moralische Rüstung• für die Notwendigkeiten eines jüdischen Lebens während eines langen, mühsamenj aber •dennoch alle Hindernisse überwindenden Erdenwäilehs schöpft. P. Spesi&et für den der Adas Jisroel, Wien, II., Nestroygassa 11 In diesen Wochen war •für Hunderte von Eltern, die ihre Kinder jüdisch erziehen möchten, die Frage aktuell, in welche Schule sie ihr Kind schicken sollen. Die allgemeine Volksschule in Wien steht wohl auf einer Höhe, um die sic in allen Kulturstaaten beneidet wird. Die Schulreforrn, die gerade jetzt, nach siebenjährigem Experintentieren, eine feste Form angenommen hat, trägt ■den tnodernsten psychologischen und erzieherischen Errungenschäften Rechnung. Würden jüdische Eltern keinen höheren Anspruch an die Erziehung ihrer Kinder stellen, als sie zu. modernen Weltbürgern aufwachsen zu lassen, so würde die* Beantwortung unserer Frage sehr leicht sein: In •die allgemeine Volksschule — würde die ׳klare Antwort lauten. Viele Hunderte jüdischer Eltern stellen aber mit Recht ganz andere Ansprüche an die Erziehung ihrer Kinder. Jüdische Eltern möchten ihre Kinder nicht nur zu wohlgebildeten Weltbürgern, sondern auch zu guten, selbstbewußten, iiberzeugungstreuen und vor allem zu wissenden Juden hcranbiiden. Dieses Mehr, das jüdische Eltern verlangen, kann immöglich in der allgemeinen Volksschule gewonnen werden. Jüdische Eltern wissen sehr wohl, •daß •die allgemeine Volksschule ihnen dieses Mehr an jüdischer Gesinnung und jüdischen Kenntnissen nicht nur nicht geben kann, sondern daß •das jüdische Bewußtsein ihrer Kinder in der allgemeinen Volksschule geradezu verkümmert. Der Geist der modernen Volks- und Hauptschule ist durchaus nicht danach angetan, jüdische Gesinnung, jüdische Gesittung zu fördern. Gerade umgekehrt. Der Geist, •der das niedere Schulwesen in Wien erfüllt, ist bestrebt, das jüdische Bewußtsein des Kindes wohl unauffällig, ohne Gewalt, in langsam nivellierender, aber systematisch zielbewußter Arbeit zu ertöten. Das jüdische Kind muß die Schule auch au Sabbat- und Festtagen besuchen. Selbst an Schulen, wo die Zahl •der jüdischen Kinder oft 90 Prozent der Zöglinge ausmacht, findet Samstag der Unterricht und Sonntag der Ferialtag statt. Wohl wird jeder, der Samstag nicht schreiben oder zeichnen will, von den sab'batentweihenden Werktagshanditingen befreit. Aber der Geist des Sabbats, die Festesstimmung werden in der Seele des Kindes mit überlegener Sicherheit erstickt. Es ist eben *) Aus •dem diesjährigen soeben erschienenen Luach der Talmud-Thora-Knaben- •und Mädchen-Volks- und Hauptschule mit Oeffentlichkcitsrecht, II., Malzgasse 16. £0*4 *0*40 000000000040400 ***0004***0*4 *00* «•❖*>♦*<►«>♦♦4 Zu t ראש השנה wünschen Sie allen Ihren Verwandten, Freunden, Kunden, Gästen u. Bekannten כתיבה וחתימה טובה in der 5 5 «ösp wte? .SS aß? %! ö® SSe (Birspeayeca Mfiähe, PorSo und gaiäauffwared i | Das Inserat laut nebenstehendem Muster kostet einschließlich aller Steuern nur S S resp. Kc 2S Bestellungen sind zu richten:- Für die Slowakei an die Adresse: | S13yf&2g{iEKiSi PKEiSE“5 Bratislava, Turnerg. 114 | Für Wien: I ,,jyöBSSfcaE PRESSE“, WB<sn, 33. LeepoBdsg. 2® f f*******************************************************S II. Kleine Pfarrgasse Nr. mein Kind?י eine psychische Unmöglichkeit, von den Kindern zu verlangen, daß sie acht Jahre hindurch, das ist vom sechsten bis zum vierzehnten Lebensjahre, Woche für Woche nicht in der Synagoge, im sabbatlichen Elternhaus den Sabbat feiern, sondern in die Schule gehen, wo sie eine unangenehme Sonderstellung einnehmen, und dabei noch einen Schimmer von Jubel und Begeisterung, von Festesfreude in ihrer jugendlichen Seele bewahren. Hunderte jüdischer Eltern sind nun allwöchentlich einer furchtbaren Pein ausgesetzt und für sie gilt in aller Schärfe die Frage: in welche Schule schicke ich mein Kind? Nun, auf diese Frage gibt es heute Gott sei Dank eine klare und beruhigende Antwort. Diese Eltern mögen ihre Kinder in ■die Volks- und Hauptschule •des jüdischen Schulvereines ״Talmud Thora“, II., Malzgasse 16, die, mit Ocffcntlichkeitsrecht ausgestattet, in jeder Beziehung den allgemeinen Volks- und Hauptschulen gleichgestellt ist, und überdies noch jüdischen Eltern die Möglichkeit gibt, ihren Kindern die Saibbatfreude, die Heiligkeit des Sabbats, zu gewähren. Aber auch Eltern, die Wert darauf legen, daß ihre Kinder in jüdischem Milieu jüdische Kenntnisse erwerben, daß ihre Kinder das jüdische Gebetbuch, die Bibel, die heilige Sprache beherrschen, werden auf die Frage, in welche Schule sie :ihr Kind schicken sollen, keinen anderen Hinweis geben ■können als auf die Volks- und Hauptschule des Schulvereines ״Talmud Thora“, die diese unentbehrliehen Kenntnisse eines wissenden Juden den Kindern vermittelt. Für jene, die an jüdischen Kenntnissen ihren Kindern noch mehr ■beibringen wollen, st eben freiwillige Kurse zur Verfügung, •die über die Grundkennfnisse hinaus in den heiligen Büchern der Propheten,!in Mischna und G’mora und in jüdischer Geschichte sowie der späteren jüdischen Literatur ausgezeichnete Kenntnisse vermitteln. Der Volks- und Hauptschule ist auch ein einjähriger Handeiskurs angegliedert. Der Handeiskurs wird in den Nachmit'tagsstunden in getrennten Gruppen für Knaben und Mädchen abgehalten. So hat auch die reifere Jugend die Möglichkeit, sich eine gründliche 'kaufmännische Ausbildung an einer jüdischen Anstalt zu erwerben. Jüdische Eltern, die auf eine jüdische Erziehung ihrer Kinder Wert legen, tun daher gut, wenn sie sich die Mühe• nehmen und vor der schicksalsschweren Entscheidung, wohin sie ihre Kinder schicken, der jüdischen Schule ■in der Malzgasse einen Besuch a'bstatfen. Sie werden einen ausgezeichneten Lehrkörper, ein wunderbar ■modernes Schulhaus und 'hunderte frische, •lebensfrohe und vor allem jüdisch erzogene Kinder vorfinden. Es ist nicht schwer, wenn man all das mit eigenen Augen •gesehen, die richtige Entscheidung zu ■treffen. J. P. Ein Wort des ״Chofez Chajm" über die unjüdische Schule. Auf eine Anfrage, wie sich jüdische Eltern einem Gesetze gegenüber zu verhalten haben, das sie zwingt, ihre Kinder im jungen Alter Schulen, die sie zur כפירה erziehen, zuzuführen, antwortet Rabbi Israel Meir aus Rabbi Joei Ungar s. A.*) Von Rabbiner Ph. Fischer in Sarospatak, Ungarn. Zueignung. Und du strahlst auf vor meinen geistigen ■Blicken, du herrliche Gestalt aus meiner Kindheit frohen Dämmer.ungsjahren. Die efeuumrankte Erinnerung an dich war es, die an der Scheidegrenze zwischen dem!hinschwindenden verträumten Knabenalter •und dem ahnungsreichen Frühlingserwachen der Jugendjahre mich empfangen und den träumevollen •Knaben aus der heilig-süßen, zaubermärchenerfüillten Kinderweit -in den erhabenen Tempel!unserer nationalge- Schichthöhen Geister hinübergeleitet bat. An dir, an deinem legendenumwcbenen, ■lichtumflossenen Bild ׳lernte ich kennen jene Heldenschar der G-ttes- Streiter, die, ohne, Schwert oder Lanze in der Hand, ohne Panzer auf der Brust, große Siege erfochten, herrliche Triumphe gefeiert haben. Du •hast als Jorbeergeschmückter Triumphator volendet deine •irdische ■Lebensbahn. Du hast dich als Sieger bewährt inmitten aller Anstürme irdischer Wünsche und Triebe. Auf der Jakobsleiter in deinem Innern stiegen die Gefühlsregungen des Herzens und die gedanklichen Aeußerangen des Geistes, Engeln gleich, gen Himmel empor. Dein Erdenleben war ein Blumengarten der Jugend und Lebensbeiligkeit. Die sphönsten und süßesten Früchte reinster G-ttesverehrumg und echtester Menschenliebe blühten darin. Der Paradiesbaum abgeklärter Lebensweisheit und harmonischer Seelenruhe überschattete deinen Lebensgang auf Erden. Dein Lebens bäum wurzelte aber im heiligen Mutterb öden der Thora, darum wurde deine schönste L eb e n sf r u c h t: Ein Leben in u«nd nach der Thora! Und darum schwebt dein Leben s sb ei s pi e 1 auch den Na chfah-ren als leuchtendes Ideal vor! I. Meine Herren! So wir eine Gemäldegalerie besuchen, da werden wir ׳unter den dort angesamrnelteu Schätzen der Malkunst zwei Hauptarten •unterscheiden. Wir werden unter denselben solche wahrnehmen, die nur das Außerordentliehe, das Erhabene und Große darstellen; ihren Gegenstand *) Diese Arbeit enthält ׳im wesentlichen einen Vortrag, den ich beiläufig vor dreißig Jahren in Frankfurt am Main in einem Jugendverein gehalten habe. Einzelne Teile dieses Vortrages sind seinerzeit •in der ״Jüdischen Presse“ erschienen. Doch erscheint der Vortrag erst hier vollständig. Die hierauf folgenden nachträglichen Anmerkungen sind vor einigen Jahren niedergeschrieben worden, bilden die ■hervorragenden, gewaltigen Persönlichkeiten oder •die folgenschwere Entwicklungen verursachenden Ereignisse in der Geschichte. Neben diesen ■aber bemerken wir noch andere Gemälde, in denen nur einfache, gewöhnliche Szenen aus dem Kreise des alltäglichen Lebens dargestellt werden, solche stellen sozusagen das Stilleben dar. Und wenn •der Anblick jener gewaltigen ■Gestalten der Vergangenheit gewiß nicht ohne tiefe Wirkung auf •unser Gemüt sein wird, indem er — demgemäß ob Haß oder Liebe es war, dem sie ihre Weltberühmtheit zu verdanken haben — uns bald Schrecken, bald Bewunderung einflößen wird; nun so wird auch die Besichtigung jener Schilderungen aus dem gewöhnlichen Leben nicht ganz spurlos an uns vorübergehen. Ja, noch viel mehr, wenn diese hervorragenden, mächtigen Erscheinungen Furcht oder Bewunderung, aber keineswegs unwiderstehlich sich hingezogen fühlende Sympathie in uns wachrufen können, so werden jene Darstellungen aus dem schlichten Leben, zum Beispiel die Darstellung eines traulichen Familien׳zir!kels und dergleichen, auch die Herzenssaiten unseres Empfindens in freudige Schwingung versetzen. Eine solche ׳liebliche Szene wird uns gar sehr anheimeln, denn sie wird uns all jene angenehmen Stunden in Erinnerung bringen, in ■denen auch wir so glücklich waren, Mitglieder derartiger Kreise zu sein. Meine Herren! Wenn gewöhnlich nur solch eine Persönlich'keit zum Gegenstand eines geschichtlichen Vortrages genommen wird, die eine Weltberühmtheit erlangte, und derartige Vorträge uns demgemäß nur ״weltberühmte“ Persönlichkeiten vorführen und darstellen wollen, so wünsehe ׳ich diesmal von diesem Usus abzuweichen und Ihnen, meine Herren, ■das Lebensbild eines Mannes zu zeichnen, der, wenn auch in seinem Heimatland hochberühmt und uusterblich ist, dennoch sich einen Weltruhm nicht erworben hat. Demjenigen Künstler nachahmend, der die stillen, aber dennoch nicht minder majestätischen Bilder der Natur und des menschlichen Lebens zum Objekt seiner Kunst machte, will auch ich Ihnen, meine Herren, jetzt den Lebenslauf eines stillen, nicht weltberühmten, aber dennoch .geistig vollkomenen und sittlich!heiligen Mannes darstellen. — Und dieser Mann ist Rabbi Joel Ungar s. A. Da mein geehrter Herr Vorredner*) Ihnen den Lebenslauf •des berühmten 5J a b •b i M 0 s c h e •h S 0 p h e r, des Verfassers der autoritatives Ansehen genießenden Responsen תשובות חחם ס1פר dargestellt 'hat, so wollte ich eigentlich, seinen Vortrag ergänzend, Ihnen diejenigen großen Meister der talmudischen Wissenschaft vorführen, *) Es war dies mein damaliger Studiengenosse Doktor Haschander, gegenwärtig Professor am Draps-College in Philadelphia. die aus der berühmten Schule des ebenerwähnten frommen Lehrers hervorgegangen sind und die •das erhabene Werk ihres unsterblichen Meisters: die Verbreitung und Verallgemeinerung der Kenntnis des Talmud, fortsetzten־, da dieses aber ln einem kurzen Vortrag keineswegs sich hineinzwängen läßt, so will ich nur einen einzigen aus dem Kreis der hervorragendsten Schüler des DT1 בעל herausgreifen und dessen Lebenslauf Ihnen mit der Hinweisung schildern, daß man sein Lebensbild als einen Spiegel betrachten kann, in dem auch die Charaktere und Bestrebungen seiner übrigen Schulgenossen zu erblicken sind. Denn alle diese Männer waren ihrem frommen Meister gleich, nur von dem einen Wunsche beseelt, ■ihr ganzes Leben hatte nur das eine Streben: die •ihnen überlieferte .Lehre Israels den nachfolgenden Geschlechtern ebenso ganz, ebenso heilig, wie sie sie empfangen haben, wieder zu übergeben. Und wahrlich, auch der güldene Ring wird nur an •einer Stelle ״geeicht“, und •doch wird sofort das Ganze als aus echtem und reinem Golde bestehend erkannt. Und wenn wir den Lebenslauf jener gewaltigen, außerordentlichen Heroen unserer Geschichte, deren Namen Klang in alle noch so weit zerstreuten Hütten des jüdisehen Volkes gedrungen ist und ■in ihnen ewig klingen wird, wenn wir nun den Lebenslauf dieser hervorragenden Gestalten staunend verfolgen und, ihres Waltens Lichtspuren bewundernd, betrachten, aber ihnen nicht nachfolgen können, nicht naobzufolgen wagen, so werden wir uns beim Anblick jener frommen •Männer, deren Namen wohl nicht in den Ruhmestempel der Mit- und Nachwelt emporgetragen worden sind, die aber dennoch in ihrer Zeit, in ihrem Lande nicht minder eifrig und ernst für die Verwirklichung deT jüdischen Ideale strebten und die in ihrem geistigen Leben vollkommen, in ihrem sittlichen heilig waren, desto lieblicher angezogen fühlen. Und die Lichtgestalten jener namenlosen Helden, jener sozusagen stillen Größen werden vpn ihrer Idealshöhe herab uns freundlich zuwinken und uns au ebensolchem g-ttgemäßem Leben und Wirken einladen. Und dann, wenn wir ihnen nachzuahmen suchen, hat die Verfolgung •ihres Lebenslaufes für uns einen Wert gehabt, denn wie der berühmte Kan׳zelredner zu Preßburg, R. Feisch Fischmann s. A., einen Satz in den Psalmen aus: legte: תלך בדרך טובים damit auch du den Weg der Guten wandelst 1 רD וארחות צדיקים ת ש und deshalb, nur zu diesem Zweck beachte den Lebenslauf der Gerechten. Die Ursache aber, daß ich aus dem Schülerkreise des בעל חתם סופר eben R. Joel Ungar herausgreife, um •mit seinem Lebensbild zugleich die Charakter!- stik seiner anderen hervorragenden Studiengenossen zu entwerfen, ist, wetil ich eben seine Lebensgeschiohte als die