Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 28 (20.7.1928)
- Date
- 1928-07-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 186 JÜDISCHE PRESSE Nr. 28 iliiihilnliHtH Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack SO kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons K JULIUS HABER Kohlen• und Koksgroßhandlung Nordbahnrutschon 3. Kohienhof Nr. 372376־ Wien, II., TaborstraBe 9 Fernsprecher Nr. 41-0-22 nahmen!;Die!Geschichte ׳des ׳Krajnkeiwereines ist in knappen Worten balid erzählt.!Ein langer endloser Wieg des Leides und der!Leiden, bedrängt von Not ׳und Tod und doch besonnt von menschlicher Liebe und g-ttlicher!Hilfe! Wer wird •sich ansschließen wollen, den fünfzigsten Geburtstag dieses Vereines — eine Schöpfung unserer Väter — ׳mitzufeiern? O. N. Professorale Talmide-Chachomim. Hin der Juni-Nummer des Berliner ״iGemeindeblatt“ veröffentlicht der ׳bekannte Professor und iZionistenführer Heinrich ׳Loewe einen gelehrten (Aufsatz über ״Jüdische Bräuche!bei Verlöbnis und Heirat“. Dem zerstreuten Professor unterlief dabei ein ׳arger Lapsus, über den sich Herr 0׳. E. in dem Frankfurter ״Jüdischen Wochenblatt“ folgendermaßen lustig macht. Kleines Reiseerlebnis. Das ד D לא ת ח ist nicht immer leicht zu!halten! Wenn ׳wir Provinzler, deren!Gemeinde oft die größte Mühe hat, ihren Etat notdürftig aufrecht zu halten, ׳zum Beispiel das ״Gemeindebilatt“!sehen, daß die!Berliner!jüdische Gemeinde jedem ihrer ,200.000 Mitglieder allmonatlich gratis und franko zugehen läßt, da!kann man leicht in die Versuchung geraten, jenes Verbot zu übertreten. Bei dem Abschied auf dem Anhaiter Bahnhof, ich war für einige Tage ׳geschäftlich in Berlin, ׳hatte mir mein Geschäftsfreund die Juni-Nummer des ״Gerneindeiblatt“ in die ׳Hand gedrückt mit den Worten: ״Daran kann ׳sich ihre fromme Seele erbauen!“ Al׳s loh darin -während der ׳langen Reise wirklich zu dem Blatte griff, die vielen schönen IHlustrationen ׳sah, die klangvollen Na men der Autoren las, da stieg so -etwas!wie ׳Neid auf unsere Berliner -Glaubensgenossen in mir auf. Bin Artikel ״Jüdische 1Bräuche!bei Verlöbnis und Heirat“ fesselte zunächst meine Aufmerksaimkeit. Das meiste war!mir zwar!bekannt, aber die Schilderung war frisch und lebendig. Plötzlich stutze ich. Es handelt ‘sich mm diie .״Kethulbah“; von ihr heißt es dort, daß -sie heute noch ■abgefaßt sei in den gleichen Worten und Formeln wie zum Beispiel! der Papyrii von Elephantime, nur sei damals noc-h nicht die Rede davon gewesen, ״daß der junge Ehemann -seine -Gattin -so halten wolle, wie die vornehmen Juden in!Konst,anti-nopei.“ Ich las diesen Satiz einmal, zweimal, ׳aber das Verständnis wollte nicht kommen. Den!Inhalt der Kethubah, die ׳ich doch auch einmal -selbst unterschrieben und seitdem unzählige -Male vorlesen hörte, glaubte ich zu ׳kennen;!aber auf eine Erwä'hnung der!Kons-tantinopler Juden konnte ich;mich nicht erinnern.!In später!Nachtstunde langte ich zu Hause -an. Kaum hatte ׳ich ׳meine Angehörigen begrüßt, als ich von meiner Frau ihre Kethuibah forderte. Aus dem besorgten Blick, mit dem ׳mir das seit unserer Hochzeit noch niemals verlangte Dokument ׳überreicht!wurde, las ich ׳allerlei Befürchtungen über!den Einfluß der Reise׳ auf!meinen Geisteszustand. ׳Ich kümmerte mich nicht darum, sondern vertiefte mich in die4 Kethubah. loh las und las — von den 1Konstantinapler 'Juden konnte ich nichts entdecken. Aber in dem Gemeindeblatte stand es doch ׳klar und deuti-ic׳h, und der Verfasser, ein Professor, und, wie ■mir aus den jüdischen!Blättern!bekannt, eine Leuchte des Gemedndeparlaments, der konnte sich doch ׳nicht irren! Mit solchen!Zweifeln sc-hilief -ich ein. Mein erster!Gang am nächsten Morgen ׳war zu unserem!Rabbiner, dem ich unsere KeÜhubäh mit der Frage vorlegte, ob sie ungültig -sei, ׳da nichts von den iKonstantinopler Juden darin stehe. Als Antwort auch hier wieder der besorgte!Blick und die Gegenfrage, -ob loh mich nicht auf der Reise überangestrengt ׳hätte. Ich war entrüstet und ׳zog statt der Antwort das ׳״Gemeindeblatt“ ׳aus der Tasche. ׳Ich deutete auf den erwähnten Passus und fühlte mich als Triumphator. Der Herr!Rabbiner las, schüttelte den Kopf,!las wieder und fing dann an ,laut zu lachen. Ich war verblüfft und sprachlos, ׳bis -mir das!Rätsel gelöst wurde. Der gelehrte Berliner Professor habe, so -wurde mir gesagt, das aramaische ׳Wort ו ש ט א V ב das ״in!Wahrheit“ bedeutet, mit der ähnlich lautenden Abkürzung für ״Konstantinopel“ verwechselt. Es 'bestehe also für -mich ׳keine Verpflichtung, meine Frau zu halten, wie die ״vornehmen Juden :Konstantinopeils“. Mir fiel -ein Stein vom Herzen. Wenn!ich aber wieder nach!Berlin komme, werde ich meinem Freunde sagen, daß!mein ,Glaube au die!Unfehlbarkeit der (Berliner Professoren einen starken Stoß erlitten hat. O. E. 0 Nachrichten. (gl Volizugskommission eingesetzt, welcher die Ausarbeitung der Wahlplattfcrm und die Erstattung der Wahlvorschläge obliegt. Gast-D’raschoth in der Wiener Jugendgruppe. Sommer, da in Wien das geistige Leben erstirbt* da in der drückenden Hitze alles draußen im Grünen Erfrischung sucht, bleiben die Lokalitäten der Jugendgruppe die einzige Stätte, wo Leben, pulsierendes, frisches, geistiges Leben herrscht. Sommer; da kommen aus aller Herren Länder führende jüdische Persönlichkeiten, die auf der Reise nach irgend einem Kurort in Wien Station machen, um hier1 auszuruhen, oder den Rat berühmter Wiener Aerzte einzuholen. In den jüngsten Wochen war eine erlesene Zahl von Chassidimrabbis und Rabbinern da, die gerne einige Tage in Wien verbringen, das ihnen heute besser gefällt denn je. Die Wiener Juden sind frömmer geworden, man lernt in Wien heute mehr als früher. Die Jugendgr.uppe der Aguda hat ihren Löwenanteil an diesem erfreulichen Aufschwung. All die großen jüdischen Führer, welche diese Wochen Wien passiert haben, so der Komarnoer Rebbe R. Jakob Safrin, der Bojaner, der Grodzisker, der Cieszanower Rebbe, Rabbi Joel Teitlbaum, Rabbi 'S. Brach' (Kosice) Oberrabbiner Kornitzer, Krakau, Oberrubbinet־ Lipschiitz (Kalisch), all diese berühmten Rabbiner, mögen sie zu Aguda Jisroel verschiedenartige Stellung einnehmen, im Lob für die Wiener Aguda-Jugend sind sie alle einig, Besonders soll an dieser Stelle zweier Aguda-Führer gedacht werden, die trotz drückender Sommerhitze sich’s nicht nehmen ließen, von der Tribüne der Jugendgruppe aus Worte herzlicher, begeisterter, erhebender Ermahnung an die Jugend zu richten. Vor zwei Wochen sprach Rabbi Lazar Hager, der Wiznitzer Oberrabbi, den votigeni Sabbat Oberrabbiner Schapira (Petrikow). Beide Redner haben wieder den Beweis erbracht, daß Aguda Jisroel Führer hat, die an moralischen Fähigkeiten, an rednerischen Qualitäten in erster Reihe stehen, die unermüdlich andem organisatorischen und religiösen Aufbau des Judentums arbeiten. In dieser Aufbauarbeit kommt es in erster Reihe auf die* Jugend an, daher ist ihnen die Wiener Agudajugend — das( Symbol starker, zukunftsfroher Aguda-Arbeit. Stellenvermittlung der Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Die Aguda-Jugendgruppe, Wien, IL, hat ׳ihre S t e 11 e nv e׳nm i 111 u n,g reaktiviert und ersucht in •Anbetracht der!großen Wichtigkeit ider ׳Sache jede freie ״Stelle ,güti'gst;bekanntzu'geben. Stellen,suchende!mögen ׳sich ebenfalls an uns wenden. Agudas Jisroel-Jugendgruppe. Wien, IL, Obere Donaustraße 69, Telephon R-45-7-47 (׳zwischen 5׳ bis 10 Uhr ,abends). Offene >S t e 11 e n: Vertreter -für ׳elektrische iHausartikel (für ׳Privatkiundenbesuch); Schlosserlehrling; Praktikant für Tapezierer und Seilerwaren, iBuchihalteri-n,!Stenotypistin. Stellengesuche: (Bi׳lamzfähiger IBuchhalter; Kommis der!Gesohirrbranche; Kommi-s der Textillbranche; Vertreter; ' י י י ' " ' Schneiderlehrling (1 Jahr);!Buch halt er in; •Hilfsarbeiter. Jossele Rosenblatt in der polnischen Schul. Mit großer Spannung sieht ׳man in allen!jüdischen Kreisen Wiens dem korrimenden Schabbos Nacbmu ׳entgegen, an!welchem der •berühmte Ghasan Jossele Rosenlblatt Freitag abend •und Sabbat ,vormittag ׳in der ׳polnischen Schul vorbeten wird. Jossele!Roseniblatt :hat -wohl mit seinem Konzert, das er vor einigen Wochen in Wlien gab, einen Riesenerfolg err-ungen, aber es steht unbestritten fest, daß er in ׳seinen jüdischem ׳Liedern am stärksten!ist. •So fanden in Warschau, ׳wo!Rosenlblatt •ausschließlich •jüdisch-synagagale Stücke ■sang, bei allen 3 Konzerten ׳die Karten binnen 2 Stunden Absatiz. Und erst Jossele Rosenblatt vor •dem Vorbeterpult! Da ׳ist er geradezu .unübertrefflich. Ein Bischof!im Amerika, ׳der!zusammen •mit ׳mehreren hohen Persönlichkeiten 1R. in einer ׳Synagoge hörte, machte die Bemerkung, •daß!im Rosemblatts Kompositionen das Wehe des gesamten •Judentums ertöne. Hoffentlich wird am!kommenden Sabbat •Nachmu nicht ■nur das Weh, ■sondern auch Frieude, Erhebung und: Tirost ׳des Judentums in seinem Vortrag zum ,Ausdruck kommen. Der Feldmarschall im jüdischen Hotel. In dem streng rituell geführten Hotel ״Germania“ (Besitzer Kritftenstein) weilt derzeit als Gast der Generalfeldmarschal! Kleiderstoffe, doppeltbreit . S 1.90 KostUmstoffef 140 breit S 2.90 Rips-Fagonä, alle Farben . . S 3.90 Kleider-Rips, doppeltbreit . S 4.90 Wipcord für Herrenanzüge . S 14.90 Ihr Vertrauen, —^___ sondern über- Kasha für Kleider. . . S 2.90 zeugen Sie sich Schotten und Pepita, dpplbrt. . S 2.50 durch einen un- Mantel-Covercoats, 130 breit S 8.90 verbindlichen Kasha, für Mäntel, 140 breit S 9.80 Besuch von der Herren-Anzugstoffe, 140 breit S 12.50 reellen und ״״■ ׳״ ״■״■ ungewöhnlichen Billigkeit unserer Angebote in Kasha für Kleider. . . S 2.90 Schotten und Pepita, dpplbrt. . S 2.50 Mantel-Covercoats, 130 breit S 8.90 Kasha, für Mäntel, 140 breit S 9.80 Herren-Anzugstoffe, 140 breit S 12.50 י! Generalversammlung der Jessod-Hathora.!Sonntag, ׳den 12. A׳w (29. Juli a. c.) präzise 10 ׳Uhir vorm, ׳wird die Generalversammlung der ״Jessad Hathora“ im Schulgebäude, II., Nestroygasse 11׳, stattfinden. Die Wiener Zionisten und die Kultuswahlen. Oer!zionistische Parteirat hat :in seiner Sitzung vom 9. 1d.,!wie wir erfahren, den Beschluß gefaßt, idaß ■die ׳zionistische Organisation in den Wahlkampf •ein tritt, und' zwar allein!und ohne e i n 1K 0 m p r 0 m i ß m ׳i t einer n i c h t z i o n 1 s t li s c h e n 1G •r u ׳p p ׳e abzuschließen. Zur Durchführung dieses Beschlusses wurde eine Spendet für den FRÜHJAHRS- STOFFEN Herrenhemden, weiß und farbig . S 2.90 Herrenhemden mit Seidendamastbrust. S 3.90 Damenwäschegarnlturen, ajouriert u. gesückt, Hemd oder Hose . . . . . S 1.98 S 2.90 nur 20 g Hemdhose, ajouriert und gestickt. Batist-Taschentücher, gestickt Warenhaus Brüder Oesterreichische Spezialbettwäsche bekannte Schutzmarke mit herrl. Toledo- Stickereien zu staunend billigen Preisen II., Tabor- Straße 48 Billiger Sonder-Verkauf auch in allen anderen Abteilungen 1 Lloyd Sabaudo, Genua §!* Expreßverkehr nach Nord- und ן | Südamerika. § | Nach Südamerika auch Elldampffer | 1 , nur für III. Klasse. | 1 Eilverkehr nach Australien. 1 1 Repr.: Wien l.. K010uratrin§ 4. ן Abdul Rachmari Khan aus Afghanistan, einer der Begleiter des Königs AmanuIIah, der auf seiner Reise von einer Nierenkrankheit befallen wurde und Wildungen zu seiner Heilung aufgesucht hat. Als streng religiöser Mohamme1daner, dem׳ bekanntlich durch den Islam der Genuß von Schweinefleisch untersagt ist, sah er sich veranlaßt, in einem jüdischen Hotel Wohnung zu nehmen. In seiner Umgebung fühlt er sich außerordentlich wohl und hat durch die Vermittlung seines Dolmetschers mit einigen Gästen engere Bekanntschaft geschlossen. Für die jüd;i־ sehe Religion und die jüdischen Gebräuche zeigt er ein ■ lebhaftes Interesse. Häufig wohnt er den im Hotel stattfindenden Gottesdiensten bei. Oberrabbiner Menachem Mendel Schick ץ״ל. Samstag, den 12. Tamus, ist R. Menachem Mendel Schick, deri Oberrabbiner von Szikszo, im After von 61 Jahren gestorben. Der Verblichene war zwei Jahrzehnte hindurch der geistige Führer dieser großen orthodoxen Gemeinde in Ungarn. Schon als junger Bachur ragte er als Schüler des berühmten Gaon Rabbi Amrom Blum, Berretj'oujfalu ץל," durch sein Wissen und durch seine ,Frömmigkeit hervor. Später lernte er beim Schebeth Sofer in Preßburg. Er heiratete die Tochter von Rabbi Samuel Jungreisz in Bihornagybajom. Seine öffentliche Wirksamkeit begann in Großwardein, im Verein ״Machsike Hathora“. ,Dann kam er als Oberrabbiner nach Szepesvaralja. Von da aus wurde! er auf den berühmten RabDinatssitz in Szikszo berufen!, Der Verblichene hat vor "einigen Jahren gemeinsam mit seinem Bruder, dem Oberrabbiner von Onod, das Werk seines Vaters,(Rabbi Jakob Schick, unter dem Namen ״Jaschresch Jaakob“ veröffentlicht. Die Bestattung fand Montag unter Teilnahme der ganzen Umgebung und fast samtlicher Rabbiner der Nachbargemeinden unter ungewöhnlich' großer Beteiligung statt. Auch die Behörden sowie die übrigen Konfessionen haben an den Trauerfeierlichkeiten teilgenommen. Bajs Jakob-Ferienkurse in Polen. Die diesjährigen Baijs Jakob-Ferienkurse finden in!Raibika, einem schönen ׳Gebirgsort der!Hohen Tatra, ׳statt. De׳r Unterricht wird zunächst in ׳zwei Abteilungen erteilt, und zwar für •schulentlassene ׳Mädchen •unter Leitung von Fräulein Lotta S ׳z c •z a r a n :s k a-!KraJkau und für!Kandidatinnen des Seminars!unter Leitung von Fräulein Eva Landsberg- Breslau. Diese Kurse haben!bereits am 1. Juli begonnen. Am 1. Augu-st wird d׳er ,Sommerkurs für!bereits amtierende Lehrerinnen unter Leitung von Fräulein Judith Rosen-!b au im- Frankfurt a. M. eröffnet. Die 1Ba׳js Jakob-Leitung hat •beschlossen, ■in diesem Jahre ׳auch einen Sonderkurs für die ■Absolventinnen d׳es ■jüdischen Mädchen-Gymnasiums ״Ghaiwazeles“, Warschau, einzurichten,!ferner einen Kurs für Kandidatinnen aus Oesterreich •unid der Slowakei. Die Gesamtleitung liegt in den (Händen von!Herrn iDr. Deutschländer-Wien, der diese am 4. August ׳übernehmen wird. Jahresversammlung der. holländischen Aguda. Die iLandesorgariisation ׳der holländischen Agudas Jisroel hielt Sonntag den 1. Juli!in ׳der Diamaintenbörse ihre Jahresversammlung ab. Der Vorsitzende, Oiberrabbiner S. J.!L. Hirsch ■aus Zwolle!gedachte in seiner Eröffnungsrede!zunächst der ii׳m 'letzten Jahre in die Ewigkeit abberufenen überragenden ׳Gestalten!des großen ra'bbinischen Rates der ,Aguda, Rabbi (Me:ir Don Plotzlki,!und 1R?b^; *•ס־י”־- hom iSteinlberg ׳s. A. Die holländische Aguda hat ihre •Ortsgruppen um!zwei vermehren können׳: Leauiwarden •und! Norldbrabant. Redner erinnert a׳n die erfolgreiche •Arbeit des Keren!!Hathora ■in Holland und!gebt dann zu den großen organisatorischen!Fragen dea־ Agudas Jisroel, insbesondere der!bevorstehenden ׳zweiten Kenessio iGedäulo über. ,Die holländische Aguda!müsse!verlangen׳, daß das Sabbat- Problem eine!zentrale Stellung auf ider kommenden •Kenessio Gieldaulo einnehme. Wichtig ׳sei, daß!für Holland ein ׳zentrales aguidiistiscbes 1Presseorgan geschaffen werde. Den Sinn ׳der!politischen Arbeit in lErez Jisroel wußte ׳der Redner in eindringlichen Ausführungen beredt ׳darzu'legen. Nachdem ׳die Regularien ׳durch!den Schriftführer Herrn Josef A. Lissauer erledigt und ider JKassa,bericht erstattet war, wurde •beschlossen, ein iHuldigungstelegramm an O'berrabbiner Dr. Ritter zu richten, worin ihm der Dank der Agudas Jisroel für seine aufrechte Arbeit i׳m Dienste des Judentums ׳gezollt •wird. Die Abemdiversammlung ׳wurde von!Herrn!M. van Gelderen geleitet. *Die austretenden Vorstanidsmitglieder wurden!wieidergewählt, ׳neugewählt die Herren Josef VromeniRotterdam und A. de Haas-Ommen. Zum Vorsitzenden wunde •wieder unter großem •Beifall Oiberrabbiner Hirsch gewählt.!Beschlossen wurde, daß im Jahre 1928 ■abgesehen:!von ׳der!Kopfsteuer von •holl, fl. 0.60 eine ׳Extraabgabe ׳von mindestens holl. fl. 1!pro Mitglied für dle Kenessio ׳Gieldaulo ,zu leisten!ist. Das Rotterdamer Rabbinat. Die Leitung des durch die Demission des Oberrabbiners Dr. Ritter erledigten Oberrabbinates in Rotterdam übernahm provisorisch Oberrabbiner S. T. S. Hirsch (Zwolle). Oberrabbiner Hirsch hat nach vorhergehender Beratung mit dem Vorsitzenden der holländisehen Oberrabbinerversammlung Oberrabbiner Onderwyzer Amsterdam, das neue Amt unter der ausdrücklichen Bedingung, daß die Prinzipien, die in dem bekannten ZirL kular der Oberrabbiner festgesetzt sind, vom Vorstand angenommen werden. "®oCks 41.lßcu1ph(fat&fiirJMaSen, wd Iflädden mdOßmlß&kahraM //. Ulatzgasse <6 Mejüöisclje Schule ISoEhs 41.lßcuiphdu&/tirJwczSt dar Adas Jisroel, Wien! II., Nestroygasse 11