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Jüdische Presse · 1928-06-22 · 24 (22.6.1928) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
24 (22.6.1928)
Date
1928-06-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 166 JÜDISCHE PRESSE Nr. 24 W׳ien, II., Im Wierd 1, unter!Aufsicht des lehr.vv. Rabbinatcs der Adas Jisroel (Schiffschul), offeriert aus eigener Schlachtung Ia!Extrem-Rindfleisch z-um Preise von S 2.60 bis S 3.40 per Kilogramm, sowie Ia Kalbfleisch zum jewelligen Tagespreise. Wlirid! auf Vierlangen kostenlos ins Haus gestellt. Wenn die Bestellung einen Tag vorher erfolgt, auf Wunsch kostenlos כשר gemacht. Ein einmaliger Versuch genügt, ׳damit Sie unsere stete Kunde bleiben. Feriallairse der Jesod-Hathora. Wie alljährlich, werden auch heuer für jene Schüler; die während der Ferien hier bleiben, in der Jesod-Hathora Feriaikurse für Chumisch, Raschi, Gemorah und Meforschim eingerichtet. Jene Eltern, die ihre Kinder an diesen Kursen teilnehmen lassen wollen, mögen diese noch vor Schulschluß in der Direktionskanzlei, II., Nestroygasse 1, zwischen 8—12 Uhr vorm, und 2—6 Uhr nachm, an,־ melden• Trauerfeier. Dienstag ,den 8. Tammus (26. Juni), um 7 Uhr abends, findet eine Trauerfeier (Hespcd) fütf den verewigten Rabbiner Dr. S a I o m o tt Funk s. A. im Gotteshause II., Pazmanitengasse 6, statt. Gedenkrede hält Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. David F euchfw a n g. Druckfehlerberichtigung. In 1de.n1!Leitartikel ״Die Lage der Orthodoxie lind die Aguda“ (Nr. 23 der ״Jüdischen Presse“) haben sich!einige absolut sinnstörende Druckfehler eingeschlichen, und zwar: Zeile 12׳ muß cs heißen statt ״sie steht nicht auf dem Standpunkt“ ״sie steht zwar auf dem Standpunkt“; Zeile 38 muß es heißen statt ״Traditionstreue“ ״Traditions u n treue“.!Ferner muß in Zeile 16 nach dem Wort ״es“ das Wort ״aber“ eingeschaltet werden. Mitteilung. Die Fabrikation der von mir vertriebenen Zwieback und Keks, in Packungen ä 10 Stück, her-gestellt mit מי פתח erfolgt, wie dies ■auch von mir niemals anders erwähnt wurde, seit Beginn unter der ständigen Aufsicht Seiner Ehrwiirden Herrn Rabbiner A. J. A r a k, Wien, Taborstraße רב דב״ח. אחוה ורעות Neffe des berühmten רב הגאון ׳ מבוטשאטשזצ״לder wöchentlich persönlich beim Bocken anwesend ist. Im übrigen!ist dies auch!aus ׳jeder Vignette meiner Packungen deutlich ersichtlich. Die Herstellung erfolgt לצד יתר הטוב so daß ׳die ״Kaufmann^Erzeugnisse von jedermann אף למהדרין מי המהדרין ge,nos׳sen werden •können* Ich stelle ׳jedem frei, sich ■hievon ׳selbst ׳z!u׳ überzeugen. S. Kaufmann, Baden bei Wien. Wegen Ueberfiillung meiner Mastanstalt verkaufe ich vollgemästetc IPoulards,!Brathühner, Suppenhühner, zu tief!herabgesetzten!Preisen. M. Frledmann, II., Gr.-Schiffgasse 6, Tel. R. 47-6-42.!Unter Aufsicht der Adas-Jisvoel (Schiffschul). Bad Ischl. Von zuständiger Seite werden wir להסיר מכשיל ■darauf aufmerksam ■gemacht, ■daß der Schochet und Maschgiach 1D. Weinberger in idier Pension Jupiter nicht mehr tätig ist, wovon auch der ״!Hamburger Verein“ verständig! wurde. s E Aus Bad Ischl wird gemeldet: Entgegen den Gerüchten, die von unlauteren iKonikurrenz-manöveriii gegen ein an ׳erster Stelle stehendes Unternehmen ausgestreut werden, ■wollen w;ir tfolgenldies ■erklären;' Der hier beschäftigte שוחט und משגיח hat sich durch seine Unfähigkeit unbrauchbar erwiesen. Von drei a int lieh en Stellen wurde ihm die Bewilligung ztini Schächten untersagt und Schlachtliaiisverbot ausgesprochen. Das Linzer Rabbinat verlangte, daß er sich rechtfertige, was der Schochet nicht tat. Vor die Alternative gestellt, nach Linz zu fahren oder auf Ablöse zu warten und dann den Betrieb zu verfassen, flüchtete sich derselbe. An seine Stelle trat sofort ©in anderer v e rläßlicher, streng orthodoxer Schochet und Maschgiach, so daß der Betrieb in einwandfreier und verlaß- 1 i c h e r Welse weitergeführt wird. Die Verleumdungen des früheren Schochet sind ein Racheakt des mehrmals gekündigten Herrn. Fleisch und Geflügel ausschließlich aus den Betrieben, die unter Aufsicht der Adas Jisroe! (Schiffschul) stehen. Der interne Kiiclienbetrleb unter verläßlicher orthodoxer Aufsicht. Wlir!bitten, diese Erklärung gefälligst zur!Kenntnis zu nehmen. Pension Jupiter Bad Ischl. uns Sie Kleiderstoffe, doppeltbreit . S 1.90 Kostümstoffe, 140 bielt S 2.90 Rips-Faponö, alle Farben . . S 3.90 Kleider-Rips, doppeltbreit . S 4.90 s Wipcord für Herrenanziige . S 14.90 Ihr Vertrauen, sondern überzeugen Sie sich durch einen unverbindlichen Besuch von der reellen und Kastia für Kleider. S 2.90 Schotten und Pepita, dpplbrt. . S 2.50 Mantel-Covercoats, 130 breit S 8.90 Kasha, für Mäntel, 140 breit S 9.80 Herren-Anzugstolfe, 140 breit S 12.50 ungewöhnlichen Billigkeit unserer Angebote in FRÜHJAHRS- STOFFE Herrenhemden, weiß und liirbijj . S 2.90 Herrenhemden mit Seidendamastbrust. S 3.90 Damenwäsehegarnlturen, ajourlert 11. gestickt, Hemd oder Hose . . . .S 1,98 Hemdhose, ajourlert und gestickt. Batist-Taschentücher, gestickt . S 2,90 nur 20 g Warenhaus Brüder (]österreichische Spezialbettwäsche bekannte Schutzmarke mit herrl. Toledo- Stickereien zu staunend billigen Preisen II.» Taborsftraße 48 Billiger Sonder-Verkauf auch in allen anderen Abteilungen Jossele Rosenblatt ln Frankfurt. Es wird uns aus Frankfurt berichtet: Nun hörten wir Jossele Roscnblatt, von dem wir in der amerikanischem Presse seit Jahren Wunder über Wunder lesen, dessen Ruf;und Ruhm unzählige Platten über die Ozeane in die Welt!hinaussingen. Ja, diese Platten! Wie gerne hätten wir das Original mancher dieser Reflexionen aus dem ״toten Kasten“ gehört! Wir hätten schließlich auf das ganze Italienisch und Englisch und erst recht auf das Deutsch־ im Programm verzichtet, zugunsten eines ״Rczeh“, oder eines ״Haben jakir“. Aber Rosenblatt, ein Jude von starken Qualitäten •und von ■bewußt g c s e t z c s t r e il e r Ein- Stellung, widerstrebt es, das Beste, das er für seinen Gott; im’ Aufträge seiner Gemeinde hat, zur Attraktion für die Konzertbünne zu machen. Er hält sich im hebräischen Teile mehr an die Peripherien des Gebetbuches: •״Achenu kol bes Jisroel“, ,,Omar Rabbi Elosor“ u. a. m. Aber wie leuchtet und strahlt es in diesem Vorhofe auf, wenn der kleine Mann ntit dem chassidischen Vollbart und dem breiten Käppchen auf dem Kopfe dasteht und, ohne Spur vonl Gestik und Mimik, frisch und frei wie der Vogel im Walde, Tonwellen in den Saal schmettert, Texte malt, nuanciert, unterstreicht, ein Auf und Ab zeichnet, das das׳!Letzte aus dem Sinn der Worte herausholt. Ein stilles, sanftes Säuseln, zart und fein wie das Nicken der Frühlingsrose, das mählich anwächst ziu einem Sturmbrausen, welches nicht erschüttert, sondern die Sinne umstrickt und in ferne Welten entführt, das ist Jossele Rosenblatt und d a s i s t s e i n e Kunst! Und wenn Rosenblatt Volkslieder in jüdisch!־ deutsch singt, .dann öffnet sich uns eine )!»gekannte — oder altbekannte — Welt mfit all ihrer Tragik und Komik, mit all ihrem Lachen und Leiden. Slate weckt ihren, Mann aus den süßen Träumen bei der Gemoro mit ihren Sorgen um das Heute und das Morgen* Wo nimmt man auf Schabbos? Was wird aus den erwachsenen Töchtern? Eine schwere ״Kaschje“. Und er lernt (Bes HamedraschJ־ luft vvleht uns an) so lieblich und so weich und so stark aus der Gemoro •den ״Tercz“: ״Frag’!licht, Slate. Für morgen wird der große Gott sorgen!“ Wenn er hauchfein das ״Eilulu“ des Schlafliedes trällert, dann sieht man den Sandmann in des Kindes Auge, tmd sieht man die Mutter iimd ßiört man die Liebe und die Sorge und die Hoffnung; die aus Mutterherzen in die Wiege gesungen werden. ״Ä Heim, a Heim!“ Aber keiner wollte nach Hause. Man klatschte, man schrie, man applaudierte und erzwang sich einige Einlagen, nicht so viel, als man wünschte. Man klatschte und tobte, bis die Saaldiener die Lichter ausdrehten. Rosenblatt hat seinen eigenen musikalischen Begleiter in CA. E 11 s t e i n, einem jungen Künstler aus New York, defr am Klavier mit feinstem Einfühlungsvermögen durch alle Lagen mit dem Sänger gellt.׳• In Wien gibt Jossele Rosenblatt nur ein Konzert. Näheres im Inseratenteil. £BaflanRBSRBR»BRBBRflflRRBBKlBflBflBBflflflBBBlB!RaBBIIBaBBRBRBBflBflB1nflRBflRBBRBBflRBBflBIIRBB£ B B | Tschechoslowakei ן WWWWWWHWiM—WBWWm1HBi«i—i»M—WiWWIWillBMIHMWWMiS An die Abonnenten in der Slowakei. Unsere Administration begann vor einigen Tagen, bei allen rückständigen Abonnenten, die Bezugsgebiihr — Mio üblich — mittels Postauftrages zu erhebe». Wir bitten die geehrten Abonnenten, uns Arbeit und Port! zu ersparen und die rückständigen Beträge mittels der ihnen zugegangenen Erlagscheine einzuzahlen und für alle Fälle die Postaufträge prompt elnzulösen. ׳Wir bitten zu bedenken, daß die zwecklose. Saum- Seligkeit bei der Bezahlung der Bezugsgebühr uns viele unnütze Mühe und Kosten verursacht und die Entwicklung der Zeitung sehr empfindlich hemmt. Das angekündigte Werk אגרות סופרים befindet sich unter der Presse und wird allen Abonnenten, die das Abonnement für das ganze Jahr rechtzeitig einsandteu, voraussichtlich Ende dieses Monats zugesandt werden können. Die Sitzungen des orth. Verwaltungsausschusses. Die Sitzungen des orthodoxen Verwaltungsaus- Schusses zur Beratung über «die vorgeschlagenen Aenderungen zum Landesstat׳ut dauerten in angestrengter Arbeit bis Donnerstag spät in ׳die Abendstunden ׳hinein. Es ergab sich eine rege und anregende Diskussion, ■an ׳der sich sowohl die Mitglieder des 'Rabbinerkomitees als auch die nichtrabbinisehen ׳Mitglieder des Verwaltungsaiisschusses lebhaft beteiligten. Die einzelnen Bestimmungen des vorgelegten sehr umfangreichen Entwurfes wurden sowohl vorn Standpunkte des Religionsgesetzes als auch andererseits von dem der praktischen Erfordernisse des orthodoxen Gemeindelebens einer gründlichen Kritik unterzogen, wobei — soweit sachliche oder theoretische!Notwendigkeiten, hiezu festgestellt wurden — eine Anzahl von Paragraphen modifiziert wurden. Der wesentlichste Teil des Entwurfes wurde auf solche Weise von den zuständigen Vorinstanzen der Konfession endgültig gntgeheißen. Der nähere Zeit- Punkt, an dem der neuredigierte Entwurf durch die Statutenkomniission der Landesrepräsentanz vorgelegt werden soll, wird noch festgesetzt werden. Die Niederlage des jüdischen ״Nationalismus“ in der Slowakei. «Kämpfe ohnegleichen mußten erst Juden von Juden trennen, Verleumdungen, wie sie keine Wählergruppe im Lande gezeitigt hat, mußten erst Unheil in der jüdischen Welt anrichten, bis jetzt erst die Einsicht sich a 11 g emein durchgesetzt hat, welch geschichtliche Fehlgeburt, die .j ü d i s c h - n a t i 0 n a 1 e ■M 1 u 0 r i t ä t s p 0 1 i t i k in der Tschechoslowakei war. Jetzt erst, in den Berichten .über die Kosicer Ver- Sammlung der sogenannten ״Jüdischen Partei“ und in Auseinandersetzungen über sie lesen wir in der dieser Partei mehr oder weniger nahestehenden Presse, daß die ׳Forderang der jüdischen IMinoritätspolitik etwas Verfehltes war. Jetzt erst bezeichnet Dr, F e r b s t e i n, der ׳bisherige fanatische Kämpfer der jüdisch-nationalen Partei, die ■Minoritätspolitik als einen Ballast, dessen sich die ״Jüdische Partei“ je!früher zu entledigen hätte. 1D!r. .R e i ß, die geistige und materielle Ouelle der Partei, ist ״wieder“ zur selben Ueberzengung gelangt. (Im Jahre 1924 ist er schon einmal wegen dieser Ueberzengung aus. der Partei ausgeschlossen worden!) Das ״Jüdische!Familienblatt“ reproduziert einen Bericht aus der ״Jiiid. Pressezentrale“, die schreibt: ״. . . man muß, an ׳den. Meilensteinen de׳s ersten Dezennium« des iMinoritätsrechtes angelangt, gestehen, daß in!keinem Lande, wo das jüdische iMinoritätsrecht wütet (sehr richtig ״wütet“!), ein Jude von wirklich staat&männischer Bedeutung gewachsen ist . . . Die zehnjährige Bilanz der Methoden des jüdischen Minoritätsrechtes bedeutet iBankbruch ... In Oesterreich brach die Partei katastrophal zusammen... In Polen ist sie bei der letzten Wahl auf die Hälfte zusammengeschmolzen. In Rumänien wagt sie nicht mehr, laut zu ׳werden. In der Slowakei beging sie Harakiri . . .“ Arme ״Jüdische Wirtschaftspartei“! Sie, die diesen iBankbruch prophezeite, sie wurde von denen, die ihn heute endlich einsehen, •mit Verleumdungen überhäuft. In Kosice war es Dr. Si׳pos, der ׳״Miinoritätsrechtler“, allein, der diesen 1״Ba׳nlkb׳r11ch“ nicht einsehen wollte, weil ansonsten die ״selige“ ״Wirtschaftspartei“ zu •neuem (?) Leben erweckt würde. Wir hätten ihn gern überzeugt, daß diese Furch ihn! vor der Einsicht dieses Bankbruches nicht hätte zurückhalten brauchen. Denn die Wirtschaftspartei lebte ׳und lebt, sic ,überlebte sogar die Politik der ״nat!ionalen Minorität“ und will weiteriehen! Die Zionisten in Prag suchen aber das verlorene Gut zu retten. Sie, die in den Jahren 19)19 und 1920 das Politisieren mit einer ״jüdischen 1Minorität“ in die ׳Slowakei brachten und die Juden in der Slowakei auch heute noch als ein politisch unreifes ׳Ding behandeln ׳möchten,!dessen Führung niemand anderem als ihnen gebühre, wollen sich mit ihrem ,Fiasko nicht abfinden. Wie ich höre, sollte eine Versammlung der!zioinislisoheu ״Reichsexekutive“ (sic!) — die Prager Zionisten ׳begnügen sich mit einer ׳״Landes“- Versammlung nicht, sie ,brauchen gleich ein ,,!Reich“ —) alle diejenigen, die ihre großartige ״Minoritätspolitik“ verwerfen, aber auch ihren D׳r. Ferbslein und auch ihren Dr.!Reiß aus der ״Jüdischen Partei“ verbannen. Welch eine Tragödie für ׳Dr. Reiß! •Er wird mm zum zweitenmal das Martyrium einer ״politischen!Ueberzengung“ qualvoll erleiden müssen! Den Juden in der ■Slowakei kann 'und darf — selbstverständlich! — politisch nur das ׳maßgebend sein, •was man in Mährisch-Ostrau auf Befehl des iMinoritätsrechtlers Dr. M a r g u 1 i e s lind seiner ׳Konsorten auf einer ״R eich s“vcrsa׳mn11u!ng beschließt! Ihr Juden in Bratislava, iKosice, Zillina, Munkacs, •Szerdahcly, Nove Zarniky,!Presov,!Nitra etc., ihr alle seid politisch unreif. Die iMährisch-!Ostrauer 1״Reichs“versa׳mmhing der Zionisten weiß viel besser, was den Juden in Nitra fehlt oder sie in Kosice schmerzt, als wir selber!;Ich glaube, daß dies alles eher ein abgekartetes Schauspiel als eine ernste politische Erscheinung ist. Wahlen nahen!heran׳. Die ׳jüdische Bevölkerung!st der ׳Minoritätspolitiker gründlich satt geworden. Diese Herren brauchen somit für die Außenwelt ein neues politisches!Kleid. Vor den Wahlen geben sie sich als Gegner des Minoritätspolitiisierens.!Nach den ׳Wahlen werden sie allesamt wieder in das Lager der ״Reichs“versa׳mmlung aller!Minoritätsrechtler in Mährisch-Ostrau einziehen. Auch im Jahre 19125 hätten Dr. >F e r b s t ei n und Dr, Reiß dem so selbstlos erstrebten!Mandat zuliebe auf das Programm des ,Miuoritätsrechtcs verzichtet. Wer glaubte ihnen damals? •Und wer glaubt ihnen heute? Damals waren wir, die wir die ״Jüdische Wirtschaftspartei“ gründeten, weil wir das ״Minoritätsrechtelu“ von vornehereiu verabscheuten, ״gekauft“. Wird die kMährisch-Ostrauer ״Reichsvcrsanim- Iung“ nun• auch diese Herren, die erst heute angesichts der Wahlen das )Minoritätsrechtein an den Nagel hängen wollen, nicht ebenfalls als ״gekauft und käuflich“ bezeichnen? Die Juden in der Slowakei können u n <1 werden sich nicht e i 11 e r •f 0 1 g v e r s p r e c 11 e n- •des politisches Ansehen erringen können, solange in der Slowakei selbst u n d i n Mährisch-Ostrau und in anderen z i 0 n i s t isehen Lagern j ii d i s c h - p 0 I i t i s c 11 c Parteien möglich sind, die sie nicht als selbständige, reife Menschen betrachten, welche i 11 r e ׳p o 1 i t i s c 11 e S t e 1111 n g aus eigenen Gesichtsp u 11k t e 11׳ heraus bestimme n. Insolange unsere Zionisten für politische Mandate hier im Lande anstatt für Palästina sich!betätigen wollen, ins-olange die Zionisten «hier im!Lande als ״Zionisten“ «und nir;11t als gleichberechtigte jüdische Bürger eines freien

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