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Jüdische Presse · 1928-06-15 · 23 (15.6.1928) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
23 (15.6.1928)
Date
1928-06-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Seife *59 83 &ו JÜDISCHE WffiSSL VOM TAGE Hans Schober 10 Jahre Polizeipräsident. Es ist zehn Jahre her, daß Hans Schober an der Spitze der österreichischen Bundespolizei steht. In diesen zehn Jahren ist die österreichisch-ungarische Monarchie nach einem mit beispiellosen Opfern geführten Kriege untergegangen und aus den Trümmern stiegen dunkle Gewalten auf, welche die Ruhe und Ordnung besonders in Wien gefährdeten. Viele von den Entbehrungen eines mörderischen Krieges verwilderte Soldaten suchten in der Anonymität der Großstadt Schlupfwinkel für allerlei dunkle Machenschäften, eine ausgehungerte Bevölkerung sah sich in ihren Hoffnungen betrogen, soziale Gärung brodelte und zischte und entwiäclte giftigen Brodom, diese anmutige Stadt war drohend verdüstert, antisemitische Instinkte wurden freventlich entfacht, um das Leben der jüdischen, Bevölkerung unsicher zu machen. Inmitten all dieser Gefahren bewährte sich die Wiener Bundespolizei als sicherer Hort der Ordnung. Als die Wellen des Antisemitismus gar hoch gingen und exzessive Formen anzunehmen drohten — wir erinnern nur an das Roscb-Haschano-Fest im Jahre 1921 — da war es wiederum die Wiener Polizei, der die Beruhigung der Bevölferung zu danken war. Dann kamen die großen jüdischen Kongresse in Wien, die den Antisemiten zu neuer Hetze Anlaß gaben. Aber all diese Machenschaften scheiterten an dem festen Willen des Polizeipräsidenten,, der, ein aufrechter Mann, seiner amtlichen Pflicht, die Sicherheit aller Bürger in Wien zu schützen, auch in diesem1 Falle unerschrocken nachkam. Nicht vergessen darf es auch werden, daß in den letzten zehn Jahren die Frage den jüdischen Flüchtlinge, die während des Weltkrieges nach Wien kamen, wie die Frage der in den Nachknegsjahren in Wien stecken gebliebenen jüdischen Emigranten geregelt werden mußte; die Wiener Polizei hat diese komplizierten Probleme in verständnisvoller Zusammenarbeit mit den entsprechenden jüdischen Stellen unter Vermeidung aller unnötigen Härten und human liquidiert. Pie jüdische Bevölkerung Wiens anerkennt dankbar diese Leistungen und beglückwünscht herzlichst den Exponenten dieser bewährten Institution, den PolizeipräsiV deuten Hans Schober, anläßlich seiner' zehnjährigen Priisidentenschaft. Die Jewish Agency-Verhandlungen in dem Landhause von Lord Mond. Die Mitglieder der Jewish Agency Commissioti versammelten sich heute im Landhause von Lord Alfred Mond in der Nähe von Southampton zu einer ersten, vorläufig inorfiziehen Beratung. (J. T. A.) Der neugebackene Lord versteht es gut, sich in Szene zu setzen. Seit Wochen widerhallt der jüdische Blätterwald von dem tausendfachen Echo des Namens Alfred Mond. Anläßlich des Geburtstages des englischen Königs wurde der Sohn des kleinen Kasseler Kaufmannes mit dem Lordtitel ausgezeichnet und in das englische Ober- •haus berufen; Veranlassung genug •für' die jüdischen Zeitungen, um mehr odier minder ausführlich sieb mit der Person •und Abstammung des Ausgezeichneten zu beschäftigen. Um sich von den vielen Ehrungen auszurnhen, zog dieser sich auf sein Landhaus nächst Southampton zurück, wohin er die Mitglieder der Jewsh Agency Commission zu ihrer ersten Beratung eingeladen hat. Es ist sicher, •daß die ehrenwerten Mitglieder dieser Kommission, •Dr. Weiz- •in a n n, den Präsidenten der Zionistischen Organisation nicht ausgenommen, dieser freundlichen Einladung Folge leisten werden. Schön ist es, die wichtigsten jüdischen Probleme, besonders, aber die Schwierigkeit •des Palästina- Aufbaues in dem idyllischen Landhaus eines neugebackenen Lords zu lösen. Minder schön ist es, •daß führende jüdische Persönlichkeiten so ganz und gar vergessen können, daß Seine Lordschaft Alfred Mond, der Solm des kleinen jiidisehen Kaufmannes aus Kassel, seine Tochter vor einigen Jahren eigenhändig dem christlichen ׳Bräutigam in •der Kirche entgegenführte. Mag Lord Mond eine noch •so gewichtige politische Persönlichkeit, mag er noch so erfolgnefch in seinen Industrieunternehmunigeti sein, für einen gibt's keine Entschuldigung, wenn er eigenhändig seine Kinder zur Taufe führt. Besonders unverständlich ist die Vorgangsweise der Zionisten. Man hat ׳es den Zionisten immer hoch angerechnet, daß sie durch ihre Bewegung der Tanfscuche einen Riegel vorgeschoben haben. Was soll •man aber sagen, wenn von ihnen ein Mann auf den Schild gehoben wird, welcher der!Letzte seines Geschlechtes ist, indem er seinen Kindern unter Pauke und Musik das Geleite gibt, da sie das Judentum verlassen? Alfred Mond, der seine Tochter in die Kirche führt, kann in der jüdischen Welt keine Rolle spielen. J4äCH$ICHTEN. Zur Beachtung! Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurde, werden wir fortab 1 הדלפת הנר עימצ״שDI nach den מנהג ותיקין nach welchem unsere ostländischen Brüder sich richten, veröffentlichen. Die Zeitbestimmung wird uns allwöchentlich vom ״Hithachduth Jereim“ zur Verfügung gestellt. "התאחדות יראים" ווינה •,Nitachdut JJereim“ Vereinigung Thoragesetzestreuer Juden in Wien II., Heinestraßc 30 T. 15. ב״ה פ׳ שלח זמן הדלקת הנר עש״ק שעה 7 ע□ 45 מיניט זמן שקיעת החמה עש״ק שעה 7 עם 53 מינוט זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 8 ע□ 57 מיניט D. H. Oesterreicher ז£י״ל I׳m Alter von 72 Jahren verschied der in allen Kreisen der Wiener Judenheit geliebte und •hochgeachtete Lehrer Dawid Heinrich Oesterreicher. Er stammfe aus Prcßburg, wo er seine Jugend verbrachte und •zunächst als Kaufmann tätig w׳ar. Vor dreißig Jahren kam er nach Wien, wo er sich dem Lehrberuf widmete. •Er war dreißig Jahre hindurch Hauptlehrer der Religionsschulc der Jcssode Hathora und auch Religionslehrer der Kultus'gcmcinde. in den!letzten dreizehn Jahren hat er auch an der Bibelschule des Tempelvereines Escbel Abraham unterrichtet. Er wirkte segensvoll auf die jüdische Jugend ein, da es ihm gelang, nicht nur religiöse Kenntnisse zu verbreiten, sondern auch religiöse Gefühle zu erwecken. Sowohl im öffentlichen Unterricht wie im seinen Privatstundeii brachten •ihm die Schüler Liebe und Anhänglichkeit entgegen. Also winkte er als Jugendbi.klner dreißig Jahre hindurch und da er •mit Ende dieses Schuljahres sich zur Ruhe setzen wollte, da kam der Tod zuvor und brachte ihm die Ruhe. Die Bestatturig. fand Freitag unter zahlreicher Teilnahme seiner iBerufsgenossen. .seiner •Freunde und Bekannten und seiner Schüler statt. Herr Rabbiner Fürst (Schiffschui, Jessode Hathora) und Inspektor Rediscli (Kultusgemeiiidc) würdig- ST| äm,mrannBU&naשי Iäßt sich nicht in wenigen $37« Tagen beseitigen, auch sind die Wirkungen von Entfettungsmitteln auf den menschlichen Körper sehr verschieden. Mancher hat a'le möglichen Entfettungskuren durchgeführt, ohne nennenswerten Erfolg zu erzielen. Versuchen Sie genau nach Kurtabelle die pflanzlichen, gutwirkendenF£/C.4i?OftüV£/V, diein jeder Apotheke m Original-Schachteln, ii 4 Dekagramm, erhältlich sind. Der Erfolg ist frappant. ר ten in tief empfundenen Reden die Verdienste dieses guten Lehrers. Der Vorstand und Schülerschaft der Jessode Hathora hielten am letzten Tag der Schiwo eine Trauerfeier ab. תנצב״ה Trauerieler nach dem Ostrover, Broäyer und Satmaer Raw in Wien. Die Orts- und Jugendgrnppe der Agu •das Jisrooel in Wien veranstaltete für diese ■drei großen Gaonim. die in der letzten Zeit von dannen gegangen sind, Sonntag, den 15. Siwan eine eindrucksvolle Traucrfcicr. Den Hesped hielt Oberrabbiner J er«.ehern, Altstadt. ■ , , Deutschkreuz. Unter groler Anteilnahme wurde Sonntag den 22. Siwan in Oedenburg der kaum 20jährige Schüler der Zehlimcr Jescliiwoh Jehuda Leb Pfeilschuß ץ״ל Grabe getragen. Er entschlief nach achttägigem Krankenlager van den 'Folgen einer Blinddarmentzündung. Der aus Györ stammende Bachhr war ein hervorragender Schüler der Banffylumyatlcr Jcschiwoh und weilte erst seit drei Wochen an unserer Thora-Lehranstalt. Die Bestattung fand unter ganz außergewöhnlicher Teilnahme statt. Die ganze Oedenburger Gemeinde gab ihm mit Oberrabbiner G r ii n w a 1 d an der Spitze das Geleite. Die Zehlimcr und Soproner Jeschiwah-Schiiler erschienen vollzählig außerdem in Vertretung der Györer Gemeinde Oberrabbiner Snyders und für die Tomche Jeschivos, Györ, Samuel Donath, in Vertretung des verhinderten Zehlimer Oberrabbiners der Präses der Tomche Jeschiwo Eugen Poll. Oberrabbiner Snyders, Herr Donath und Herr Poll, hielten ergreifende Hespcdim. Im Namen der Mitschiilcr sprach Herr Chajim Ungar, Zehlim, ferner Herr S. Posen, Sopron, ergreifende Worte des Abschieds. Erklärung• Oberrabbiner Schreibe r, Gorzia, legt Wert darauf, zu erklären, daß er bisher noch keine Möglichkeit hattey auf den rituellen Betrieb der in Grado und Portorse be- Endlichen jüdischen Restaurants Einfluß zu nehmen. Bad Ischl• Die rituell geführte Pension Jupiter teilt ntit, idaß von nun an über den rituellen Betrieb der Harn► burger Speisevercin Auskunft erteilt. Es war wirklich ausgezeichnet, lange schon habe ich >11cht •mehr so gut gegessen, und um mit den Berlinern zu sprechen: ״Das hat, schön geschmeckt.“ Mag cs auch noch so prosaisch klingen, es ist doch was Herrliches um’s gute Essen! — Doch nicht überall)!ißt man gut, — selten, aaß alles klappt,' etwas fehlt meistens, entweder Qualität, oder Quantität, Service oder Bedienung und am meisten die billigen Preise! Drum prüfe stets, bevor du dich bindest,, gehe zu Adolf Veit, Berlin, Rosenthalerstraße 14, oder Kolberg Hotel Max Moses, wo du alles!, aber auch alles, gut, reichlich und billig findest! J. F. ״Genie und Wahrheit“, W c 11 b u c 11 d c r Leben s;- w e i s h e i t, betitelt sich ein mehrbändiges, großangelegtes enzyklopädisches Werk, das clcr Weltbücher-Verlag Berlin- Friedenau demnächst herausbringt. Der Verlag hat sich damit die große Aufgabe gestellt, ein wirk•* liches ״Weltbuch“ zu schaffen, wie es in dieser Form und in diesem Umfang noch nie dagewesen ist. Aus der ungeheuren Menge des Materials, das hier in beinahe zehnjähriger Arbeit von dem Herausgeber S. Gumpel zusamtmengetragen worden ist, seien .,.hier nur wenige Gebiete genannt: Allgemeine Philosophie, Religion, Okkultismus, Literatur, Kapitalismus, Antikapitälisnius, Sozialismus, Anti!־ Sozialismus, Antisemitismus. Der erste Band ״Philosophie“, der in Kürze erscheinen wird, enthält unter anderem fol'- gende Rubriken: Raum und Zeit, Wille, Gott, Glauben, Aberglauben, Traum, Glück, Seele, Tod, Unsterblichkeit usw. — Eine unendliche Fülle von Wissen und Weisheit aus der gesamten Weltliteratur, von Dichtern, Denkern, Sehern und Propheten aller Zeiten — von Aristoteles bis Zuckmayer, von den Anfängen menschlichen Denkens bis in die Gegenwart — ist hier zusammengetragen, Edellsteine der Weltscele, Extrakt des Menschengeistes gewoninen worden. Das Werk scheint direkt aus dem Zeitgeist heraus geboren, da es dem Bedürfnis des schnellebigen, nervösen, modernen Menschen, sich in knappster, gemein,- verständlicher Form eine möglichst umfassende Allgemein,־ bildung anzueignen, in idealster Weise entgegenkommt. Ei« wahres Buch für alle! viel zu arm, um mit wohlhabenden Gemeinden wetteifern zu können, und so wäre es bald zur Annahme eine Riickberufung nach Straßnitz durch R. Moscheh gekommen, wenn ihm diese Gemeinde außer dem in Aussicht gestellten größeren Gehalt auch die größere Jeschiwa, die er in Mattersdorf leiten konnte, zur Verfügung gestellt hätte. Die Unterhandlungen zerschlugen sich und auch später, als die große Gemeinde Waag-Neustadt! ihm ,ihr Rabbinat antrug, lehnte er mit der für seinen Charakter bezeichnenden Begründung ab, die Rabbiner, die ohne schwerwiegenden Grund ihre Stellen wechseln, seien wie der Ochs, der, wenn er unten am Berge geweidet hat, auch hoch auf den! Gipfel weiden wolle (וימירו את כבודם בתבנית שור אוכל עשב). Trotz dieser geringen prinzipiellen Geneigtheit zu Veränderungen war R. Moscheh dm Jahre 5562 (1802) bereit, die Stelle in Waag-Neustadtl anzittreten und hielt auch schon an einem Sabbat seine Abschieclsderaschah in Mattersodrf, als ein Feuer in der Judengasse ausbrach und einen großen Teil der Gemeinde verheerte. Dieses Ereignis bestimmte ihn, bis zum Wiederaufbau der Gemeinde in Mattersdorf zu bleiben. Dieser Wiederaufbau war von einer Menge Besitzstreitigkeiten begleitet und so hatte der R-aw viel zu tun, um durch seinen Scharfsinn alle Kortflikte zu schlichten. Trotz der. Nahningssorgen, die ihm in Mattersdorf erblühten, in einer Gemeinde, der er in ihrer Not durch die von ihm eingeleiteten Sammlungen beistehen mußte, schlug er den ■ihm angetragenen Rabbinatssitz von Neutra und im Jahre 5564 (1804) den von Balassa-Gyarmat aus. R. Moscheh entfaltete weiter seine rastlose Lehr- und Lerntätigkeit in dem ihm durch so viele Schicksalsfügungen liebgewordenen Mattersdorf, das durch ihn erst zu einer geistigen Metropole des Judentums wurde. Er vertiefte sich auch in die Geheimwissenscliaft der Kabbala und gönnte sich in seiner Arbeit kaum einmal wöchentlich die Nachtruhe׳. (F. folgt.) v1■ Von Albert Löw ז״ל Unser verehrter Mitarbeiter Albert Löw! s. z. 1. wurde diese Woche A'iontag, tief betrauert von seiner Familie und seinen zahlreichen Freunden und Verehrern, in Wien zu Grabe getragen. Er erreichte ein hohes Alter, '• ׳' vergangenen Sabbath Hagadol feierte er in vollkommener geistiger und körperlicher Frische die Vollendung des 91. Lebensjahres. Wir bringen aus seiner Feder, die ein langes!, grttgeseguetes Leben hindurch rein und u n e i g e n n ü t z i g im Dienste der jüdischen Sache stand, eine kleine Abhandlung über Aschmedai, die einer größeren, aber un!־ vollendeten Arbeit des Verblichenen über ״Dät־ monen und Geister“ entnommen ist. D. R. Aschmedai war König der Dämonen und der Wächter und Beschützer des S c h a m i r. Der Schainir ward zur Zeit der Weltenschöpfung geschaffen, um bei dein Tempelhau zu Jerusalem die gewaltigen Quadersteine zu zerteilen, ein Wurm in der Größe eines Gerstenkornes, besaß er ,'die Kraft, gleich dem Diamant, welcher zufolge Härte das härteste Material, das selbst den stärksten Werkzeugen wider-; steht, zu bearbeiten imstande ist. Mit Hilfe des Schamir konnte man auch die kostbaren, durch besondere Härte ausgezeichneten Edelsteine ii« den Ephod des Hohenpriesters fassen. Moses schrieb' die Namen der zwölf Stämme Israels mit Tinte und führte den 'Schamir darüber, die Buchstaben wurden vertieft. Der Tempelhau zu Jerusalem mußte nach dem Baugesetzt* geräuschlos erfolgen. Weder Hammer noch Beil, noch sonst ein Eisengerät durfte gehört werden• Der König Salomon wußte sich zufolge dieser Bestimmung keinen Rat. Da berichtete man ihm von dem Wurm Schamir, welchef'׳von Aschmedai bewacht und beschützt wird. Ein Feldherr des Salomon, der Oberst Benaja, ein Solm des Priesters Jehajada, erklärte sich bereit, diesen, Hotel Max Moses, Seestr. 34־ Tel. 292 Erstes rit Hans am Platze Vor-u. Nachsaison ermäßigte Preise Berlin, Rosenthaler Str. 14 Tel. N01 den 8 03. MiUa״-u Abend* tisch. Ausrichtung v. Festlichkeiten Ersthlass ge Küche Beide Betriebe unterstehend rKaschr.-Kommissiouder jtldischcu Gemeinde Berlin. ADOLF VEtT כשי Aschmedai aufzusuchen. Zufolge seiner besonderen Treue urtd Anhänglichkeit zu dem König David übertrug König Salomon diesem Benaja die Mission, ihm den Aschmedai aufzusuchen. Dieser Aclunedai halte des Nachts seine Schlafstelle auf ׳einem hohen Berge, wo derselbe in einer Zisterne der Ruhe pflegte. Der Feldherr Benaja nähr* zur Ergreifung des Asch!- medai einen Siegelring des Solomon, auf welchem der Name Gottes eingeprägt war. Dieser Ring war an einer Eisenkette befestigt und diese Kette mit dem Ringe besaß di!e Kraft, den stärksten Menschen zu überwältigen• Benaja fand nach vielen Rekognoszierungen den Berg Asch!- medais!und grub an der Seite der Zisterne eine Höhlung, diese füllte er mit! Wein. Aschmedai war ein Geist, der sich durch seine Wollüstigkeit auszeichnete. Bei seiner Heim!- kehr!fand er die Vertiefung neben der Zisterne mit gutem Wein gefüllt, labte sich ausreichend bis zur vollsten Be״, Täuschung mit dem Safte der Reben und verfiel in einen tiefen Rauschschlaf. Benaja benützte diesen Zustand des Aschmedai und warf die Eisenkette mit dem Siegelring um den Hals' Aschmedais,; als derselbe erwachte, fand er sich in der Gewalt des Feldherrn Benaja, welcher ihn zu seinem König: Salomon führte. Salomon beschwor den gefangenen Aschmep dai, ihm den Aufenthaltsort des Schamir preiszugeben. ״Unmöglich könnte ich dir, König, diesen bringeni* sondern nur der Dämon des Meeres und der Auerhahn, sind in das Geheimnis eingeweiht, wo der Schamir zu. finden sei. Der Auerhahn benötigt den Schamir, um Fel► sen zu zcrkliiften, uni sein Nest und seine Jungen zwischen, dem''Gestein zu bergen und auch in den Spalten der Rerge• und Felsen Samen eiiiziistreuen, Pflanzenleben zu wecken׳/•* Auch zu dieser Rekognoszierung war der gewaltige Feldherr Benaja ausersehen, und ist es ihm auch gelungen* das Nest des Auerhahns zu finden. Benaja deckt mit einer passenden Glasglocke das Nest der Atierhahnjungen zu, wartete in einem nahen Versteck den Anflug des Auer'- hahues ab. Der Auerhahn, zu seinen Jungen zurückgekehrt, fand stein Nest mit der Glasglocke verdeckt, Heß den Schamir, den er immer im Schnabel verwahrte, auf. die Glasglocke fallen, um diese teilen zu können. Diesen, Moment benützte Benaja, indem er durch lautes Geschrei) den Auerhahn erschreckte, welcher den Schamir zurückließ, um in weitem Flpg ^ich zu retten. Auf diese,Weise konnten die großen Bausteine zum Tempelbau ohne Klang des Eisens, durch die Kraft des erlangten Schamir nutzs , bar gemaent werden.

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