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Jüdische Presse · 1928-06-01 · 21 (1.6.1928) · page 6

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
21 (1.6.1928)
Date
1928-06-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 148 JÜDISCHE PRESSE Nr. 21 eil ® €5 ho m 1 O 1V1T » k ® Ä Antwort der Munkacser ßemeindeleitnng den Vorschlag der ant Auf unseren Vorschlag,!den innerhalb der Munkacser Gemeinde seit Jahren andauernden schweren Konflikt, der die besten Kräfte dieser!bedeutenden Gemeinde verzehrt, in seinem ganzen Umfange einen •aus den גדולי הרבנים ׳unseres Landes zusammengesetzten Besdin vorzulegen und das Wort der תוה״ק׳ vorbehaltlos rcchtsprechen zu lassen, wie dies überall im Judentum und zu allen Zeiten als selbstverständliche Rflicht •galt, hat als erste die Partei der sogenannten ,;Beizer“!vorbehaltlos zustimmend und bindend geantwortet.!Ihre Antwort haben wir in Nummer 18 unseres ׳Blattes veröffentlicht. Vor einigen Tagen erhielten ׳wir auch die offizielle Antwort der!Gemeindeleitung auf!unseren Vorschlag. W!ir ׳übergeben im fol- ׳genden auch diesen Brief unverändert in seinem genauen Wortlaute der Oefifentlichkeit und werden am Schlüsse einige Bemerkungen daran knüpfen: Exh.-Nr. 366/192S ב״ה יום ם נשא א׳ ל״ו למב״י חרפ״ח M u k a c e v 0, den 31. ׳Mai 1928 Titl. Redaktion der ״Jüdischen Presse“ in Bratislava. ■Verblüfft standen wir, als bezüglich des, von einer winzigen Gruppe in unserer wohlgekannten echt orthodoxjüdischen Gemeinde •provozierten!Zwiespaltes, die Auseinandersetzungen in der!vorjüngsten!Nummer!Ihres gesell. Blattes wir zu lesen bekamen. Ein jedweder treuer orthodoxer Jeluidi •kennt diese schonungswerte Sachlage ja zur Genüge. Sie dürfen nicht ungehalten sein darob, als •mit ehrlicher ׳Offenheit wir ausrufen, daß es •in der Geschichte des glaubenstreuen Juden- .tums vielleicht vereinzelt dasteht, daß •das Amtsblatt der Orthodoxie einer neologen!Gruppe zur Seite steht. Wir können diese ׳Ihre Stellungnahme ihrem Gehalte und Inhalte nach unmöglich anders deuten — als eine ׳Liebäugelei mit unseren!Neologen •in Mukacevo. 'Nichtwahr!!Der Grundpninciip vo!n!uns orthodoxen Juden gipfelt darin, daß im allen Wechselfällen •des Lebens wir unentwegt treu!bleiben der orthodox ־jüd.!Fahne, •jener Fahne, •die im Jahre ת רב ״ט unsere □גדולי□ וקדושי hochhielten und •kraft ihrer heroisehen!Entschlosseheit für die תורה הקרושה ,und die וינהDא mit heiligem •Eifer sie uns •die Orth. Organisation ,geschaffen, :;ati’■׳‘welch’׳'Orthodoxie mit einem ,jeden Pulsschlag unseres Herzens jw.ir •hengen und sie fortpflanzen von Generation •zu Generation. ע ב" נ צ ב" ב א (Es kann da;keinen Mi,lderu!ngsumstand geben, ■um dessen Willen wir dieser Orth. Orgnajsation den Rücken wenden dürften! ׳Unsere netten ״Beizer“ haben •aber in einem Nu, in einem •Handumdrehen sich ׳zur ״Neologie“ (Kongreßler) bekennt. Gibt es nun einen Ausdruck mit welchem man rechtfertigen könne das Vorgehen dieser ״Neologen-Belzer“ ln Mukacevo?!Um so größer ist also das Erstaunen, daß die ,Presse •der slovakischen Orth. jüd.!Zentrale für diese ״ ׳Neolog- •Beizer“ ihre!Spalten zur Verfügung stellt, sic einigermaßen in •Schutz nimmt, sie wenn auch indirekte, •doch unverkennlieh beschirmt und beschützt, als ׳fände die ״Jüdische Presse“, somit die ״Kanzlei“ eine!Rechtfertigung für die Gründe dieser!Neologengemeinde in •Mukacevo!! Sonach hätten wir ja auf den anfangs genannten Artikel der ״Jüdischen Presse“ kaum etwas zu reflektieren, ln der ׳Wirklichkeit haben wir ja •hier in׳!Mukacevo!Frieden,- jetzt als die •kleine Gruppe der sich als ,Neologen bekennten •Beizer von uns aus,geschieden, herrschen ja in unserer Gemeinde, G-tt sei!Dank, Einheit, Eintracht und Friede. Die weit große Majorität der Gemeindemitglieder blieben dem glaubenstreuen Judentum und somit unserer Kultusgemeinde treu und herrschen in unseren Reihen nach der Aus- Scheidung der ״Neologen“ von uns, kein Hader, kein Zwie- Spalt, und ist ב״ה unser Gemeinde fortan׳ die altbewährte Heimstätte der חוה״ק und eine Burg der jüdischen Orthodoxie. ' ״ Es braucht also .nicht viel des Federlesens gemacht .zu werden um es zu verstehen zu geben, daß wir unablässig zu einem ד״ת die!Beizer riefeh, die aber immer einen Vorwand fanden, in einen v 0 r b e h a.jü lso §.״e n . .ריח nicht eingehen zu wollen. Sprechen für •dfeises' unser redliches Vorgehen unsere •diesbezüglichen Protokolle, die ein beredtes Zeugnis sind für unser'!Bereitsein zu einem wirklichen also vorbehaltlosen ר״ת zu welchem ד״ת aber diese Beizer (nunmehr Neologen) kein Ohr leihen, uns kein Gehör schenken wollten. Die ׳jüngst unsererseits ergangenen קול קורא besagen ja unverkennlich, daß all unser Beten und Rufen zu ר״ת leider vergeblich war. •Einen gewaltsamen Irrtum verfolgt dieser jüngste Artikel der ״Jüdischen Presse“ als er donnert für einen ר״ת mit ׳״Neologen“?! Das Groll רוב מנין ורוב בנין unserer hochgewerteten orth. □רבני haben ja einmütig den איסור gegen diese neuesten ״Neologen“ in ■Munkacs ergehen lassen und •mit Recht uiid Fug, .־־ ist ja die heiligste Pflicht unserer רבני□ הגאוני□ שליט״א sich für ■das Orth. Judentum, für unverfälschte orth. Religiosität in die •■Schranken’׳zu stellen, wie lächerlich ist es also, wenn die hierin durch die slovakische orth. ״Jüdische Presse“ ermutigteil hiesigen Neologen Brüder uns ■zurufen, daß nur diejenigen □רבני die ihren חות רעת!»!diese ■Sache noch nicht abgegeben haben, befugt sind da zu führen. Ist es denti logisch gedacht ׳keine Geringschätzung unserer רבנים הגא־נ־ם שליט״א die ריבם ככולם י!die. Treue, ja Hingebung : ״Jüdischen Presse“. für die Orthodoxie bei uns mit ihren איסירים unterstützten, sie als unwürdig zum Urteilsspruch zu deklarieren, wo gerade das Gegenteil gilt, daß nähmlich, diejenigen wenigen □ רבני, die sich von uns fernhielten und nicht zur Hilfe der Orthodoxie eilen, als שליש eines solchen TD ernstlieh zu bekritteln sind! Se. Ehrwürden הגאי[ מטארנא hat in seinem jüngsten Rundschreiben ja alldies meisterhaft erläutert. Wir verfechten den •durch unsere גאוני□ וסתשים □1O^O^Dver.fochtenen Standpunkt der echten Orthodoxie. Einer solchen ׳Zentralkauzlei sehnen wir ■in der Podkarpatske Rus und mit Beistand G-ttes sind wir beinahe ׳beim Ziele angelangt.!Unsere Zentralkanzlei für die Podk. Rus beiindet sich ,ב׳ד schon in Gründung. ,Uns »wird der Titel der hiesigen Neolog-Belzer: Kongreß- כנסת יראים nich irreführen, ja perhorrcsciren wir und mit uns eine jede aufrichtige orth. jüd. Gemeinde ■die Ausscheidung von •der Orthodoxie und das Eintretten in den Verband der Nicht-orthodox jtid. Gemeinden, ,wenn ■man!sich auch dreister!neben dem amtlich ■gewährten Titel ״Kongreßgemeinde“ freizügig der Benennung כנסת יראים sich zu bedienen. Kongreßgemeinde bleibt Kongreß-iNeologengemeinde, auch mit diesem eigenwilligen ׳Nebentitel, mit denen jede Gemeinschaft durch גדולי הפוסמים versagt ist. Mit!Neologen דין תורה zu halten wäre ein frivoles •Spiel, etwas ׳fremdartiges, unerlaubtes, was eine orth. Gemeinde nicht über sich bringen darf, ein mißlicher Umstand sondergleichen. •Gegen 'Neologenjuden, für Neologenjuden in •Konflikt zu •gehen verbietet ja die תוה״ק die unser ׳Born, unser •Alles war, ist und bleibt! Munkacevskä aut. orth. isr. nabozenskä obec. G ii n s m. p. Kroo Bela!m. p. Sekretär. Präses. •Zu diesem Briefe, dem in der weiteren Entwicklung der Munkacser Affäre ■vielleicht eine entscheidende!Bedentun׳g zukommen!wird, sei uns gestattet, unsererseits nur einige wenige Bemerkungen •zu machen, soweit wir dadurch dem Zustandekommen des!Friedens dienen zu können glauben. 11.!Die ״Jüdische Presse“ ist nicht Amtsblatt der orth. Landeskanzlei. Diese Kanzlei!hat׳ ihre ׳Tätigkeit in Podkarp'athskä Rus — ׳wie der Munkacser Geme'indeleitung gleich aller Welt Wohl bekannt ist — längst eingestellt und übt auch auf die'Dinge׳• •in iMukacs keinen •wie immer gearteten Einfluß aus.!Die 1,;jüdische Presse“ hat ihren Vorschlag aus eigener Initiative gemacht, ausschließlich um dem unerhörten ׳ חילול הש*םein Ende zu ö ereiten!un d ■dem Frieden unter Partei e.n, deren .Anführer in ihrem ■persönlichen Leben als שומרי תורה ומצוה bekannt irn ■d a nerkannt sind, •eine Gasse zu brechen. 2. Die ״Jüdische Presse“ braucht über Wesen und Grundprinzipien •der unabhängigen Orthodoxie, •wie sie von unseren נתלים וקדושים imJahre 5629 geschaffen ׳wurde, nicht erst von der!Munkacser Gemeindeleitung belehrt zu werden. Die ״Jüdische Presse“ kämpft für die Reinheit ׳und Klarheit ■dieser Prinzipien in unserem!Lande!mit offenem Visier und tritt für sie ehrlich und unerschütterlich ein zu jeder Zeit, wenn ihnen Gefahr droht, •mitunter auch wenn sie in ׳diesem schweren Kampfe ganz allein! dasteht. Die ״Jüdische Presse“ steht ,;Neologen“ (was!unter ״,Neologen“ zu verstehen ist, weiß man, G-tt sei Dank, in diesem Lande sehr wohl!) ■nicht zur Seite, sie ״liebäugelt“ mit ihnen nicht, ׳sie nimmt sie a׳uch ׳״einigermaßen“ nicht in Schutz, sie beschirmt und beschützt sie auch ״indirekt“ nicht und!findet!für die Gründung einer ,;Neologengemeinde“ keineswegs eine ׳Rechtfertigung. Das weiß die Munkacser Gemeindeleitung besser als jeder andere unter unseren gesch.!Lesern noch aus der Anfangszeit •des M!unkacs'er Konfliktes her, als die orthodoxe Gemeindeorganisation in jenem Landesgebiete, noch nicht behördlich suspendiert •war und die Munkacser Gemeinde als einzige!unter allen ehemaligen ungarischen orthodoxen Gemeinden auf dem Gebiete •der Tschechoslowakei sich zum tiefsten Leidwesen aller יראים ושלמים trotz aller noch zu Kraft bestehenden strengen איסויים unserer גדולים וקדושים vom Jahre 5629 trotz der einstimmigen Bekräftigung dieser איסורים durch die orthodoxen Rabbiner der •Slowakei vom Jahre 56S3!und trotz des am 12. Kislew .5683 in Uzhorod gefaßten einhelligen Beschlusses aller Rabbiner und Gemeinden von Karpathsko •Rus von der Zugehörigkeit zur •L and e s 0 r׳ga n isatioti der orthodoxen Ge- •meinden d e m 0 n s t r a t i v 11 11׳ d b e h a r r- 11 ich ausschloß. Wer ,setzte sich damals für die Verpflichtungskraft der orthodoxen ׳Prinzipien ein? Wer außer unserer ״Jüdischen Press e“ trat damals der Munkacser Gemeinde öffentlich entgegen und mahnte sie an ihre h eilige Pflicht gegen •d i e O r th 0 d o xi e, die sie ja jetzt zu■ unserer f r e u d i g e 11 G e 11 u,g tu u 11 g i n vollem Maße erkannt zu haben scheint? Uns dünkt, die Munkacser Gem׳eindeleitu;n׳g, die jetzt — wie ׳wir aus ihrem obigen Briefe freudig!konstatieren — den Weg zurück zur organisierten Orthodoxie sucht, sollte uns für die undankbare Vermittlerrolle, ׳die wir im Interesse des orthodoxen Judentums auf uns genommen haben, Anerkennung zollen, anstatt uns der ׳״Liebäugelei“ mit der Neologie zu zeihen. 3. Was die ״Neologie“ der ״Beizer“ Partei aiibetrifft, so können und wollen w i r uns darüber in diesem Stadium schon deswegen nicht äußern, weil es ja gerade mit zu den Aufgaben des von uns •vorgeschlagenen Besdin gehören müßte, ע״פ ד ן תורה ודעת תורה endgültig zu entscheiden, ob sie als ׳״Neologen“ zu gelten haben. Wenn das Besdin in diesem •Sinne entscheidet, so ist doch!klar, daß!sie ihre 11 e u e G e m e i ׳ 11׳d e auf der Stelle a u f 1 ö s e 11 müßten, 0 d e r aber mit vollem Rechte in ׳jeder Beziehung als ״Neologe“ z u b e .11 an dein s e i n׳ ■w ׳ii rld en. 4. Bevor diese ׳Frage nicht durch das Besdin בדין ובדת entschieden ist, dürften wohl die im letzten Absatz ihres Briefes von• der Gemeinde!ei hing erwähnten!Bedenken gegen unseren Vorschlag ׳(ob ׳man nämlich mit Neologen zu einem דין תורה gehen dürfe, auch wenn diese sich im. voraus verpflichten, sich •der Entscheidung des!Besdin zu unterwerfen) gegenstandslos ׳sein. 5׳. In der Frage des שליש •beim Besdin möchten wir die verehrl. Gemeindeleitung bitten, •etwas mehr Ernst an ■den Tag zu legen. Wir haben mit keinem!Worte irgendeinen unserer führenden Rabbiner als ״unwürdig zum Urteilsspruch“ deklariert. •Uns schien ■§s •bloß ׳gerecht •und auch dem דין entsprechend, daß einer der .zahlreichen רבנים הגאונים שליט״א in der •Slowakei oder Podkarpathkä Rus, die ihr Urteil in dem 'Streitfall noch nicht;vorweg abgegeben haben und •vor Entscheidung eines regelrechten ׳Besdin auch nicht abgeben wollen, zum entscheidenden Obmann des Besdin berufen werde. Die verehrl. Gemeindeleitung meint in einer •Anwandlung von Humor, ״gerade!umgekehrt!“ So kommen wir nicht von der Stelle und der •unselige Hader wird ח״ן niemals ein Ende nehmen. Hier ,kommt es nicht auf ״Kriegstaktik“!an, sondern auf aufrichtigen Willen, einem traurigen und verheerenden (Zustand auf jüdische Weise ein finde z!u bereiten. Wegen der Frage des Ge rieh t s obhtä ri־n:׳e s da rf unser V o r s c h 1 ag n ■ :i׳.c r ■t r!1׳• t■ '<׳ nicht ad a.c fca g-.eyl c.gj'.'we rd en!!Noch gibt es Männer in Israel, denen die Munkacser ׳hadernden Parteien das Recht und die (Befähigung nicht absprechen dürfen, in Fragen der Orthodoxie ע״פ דין תורה ■ein unibefa.ngenes und gerechtes Urteil zu fällen! 6. Wir sehen in den!Mitteilungen der Munkacser Gemeindeleitung!keinen plausiblen Grund,!unseren Vorschlag abzulehnen. Er erscheint ,immer noch als dier einzige gerechte und vor allen Dingen würdige' und jüdische Weg, den Munkacser Hader, der dem gesamten orthodoxen Judentum schon so unendlich viel Schmach und Schande zugefiigt hat, endgültig aus ׳der ׳Welt zu schaffen. Wir ׳rufen deshalb abermals den hadernden Parteien zu: Brüder! Machet ein Ende diesem Streit, übet keine Gewaltakte mehr aus, habet Vertrauen zu G־ttes תוה״ק und zum jüdischen דין unterwerfet euch willig der Entscheidung eines Besdin: der גדולי התורה l Wiener Besuch in Bratislava. Freudiger Jubel quoll aus jugendlichen Seelen Sonntag, den 8. Siwan morgens an der Bratislavaer Schiffsstation, als das Schiff ankerte, aus dem etwa 80 Mitglieder der Wiener• Agudas Jisroeh Jugendgruppe entstiegen, um ihre Preßburger Gesinnungsgenossen zu besuchen und an dem Sijum auf! ן61מ6111״11^16מם׳פסחים, den die P r e ß b ur g e ף Ag u.d a,9 J i s rö'e l-j'ugendgruppe־ auf ,den Abend,, desselben( Tages angesetzt hatte. Annähernd: .!hundert! ,Preßburger junge Agudisten fanden sich vor der Hafenstation ein, um den Wiener Freunden einen herzlichen Willkommgrüß entgegenzurufen. Man sah es diesen jungen Menschen an: da ist Aguda bereits zur Wirklichkeit geworden! Diese jungen Agudisten kennen einander, verstehen einander, und wissen einander zu schätzen und zu lieben!. Das gemeinsame Ziel, das gemeinsame Streben zur Verinnerlichung einer großen Idee, der gemeinsame Wille zur Verwirklichung eines hohen Ideals und namentlich die gemeinsame Arbeit im Dienste des orthodoxen Judentums hat die Herzen zu einem festen Bunde zusammengeschmiedet, die sich heute sicher!■ lieh fremd und kalt gegenüberstehen würden, wenn der von Agudas Jisroel ausgegangene Ruf zur Verbrüderung im Zeichen der Thoratreue an sie nicht gelangt wäre:' Die gemeinsame tiefe• und ernste Sorge um den Fortbestand des orthodoxen Judentums inmitten der mächtigen. Geistesströmungen der Gegenwart und vor allem die quälende Angst um ihr eigenes jüdisches Schicksal hat die Aguda-Jugend beizeiten gelehrt, die künstlichen• Scheidewände, die Grenzpfähle und Lebens- und Kultur-

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