Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 21 (1.6.1928)
- Date
- 1928-06-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr 21 , . jDDiSeHE PRESSE Seite 149 Verhältnisse atich zwischen Gleichgesinnte und Gleichorientierte errichtet haben, einfach w egzudenken und über alle Hindernisse hinweg einander zu gemein׳ sanier Arbeit an sich selbst die Hand zu reichen' Was Wunder also, wenn die . Aguda-Jugendgruppen von Wien und Preßburg von dem Wunsche erfüllt sind, von Zeit zu Zeit zusammenzifkominen und einen Tag verwirklichter Aguda zu erleben? Und welcher Anlaß ist hiezu geeigneter, agudistischer als das Sijumfest eines* in ernstem ״Lernen“ beendeten Traktats unseres ewigen jüdischen Weis'heitsbuches? Diese Gedanken klangen aus den Begrüßungworten heraus, die Herr Wilhelm Donn ebäum namens der Preßburger Jugendgruppe an die Wiener Freunde richtete. Sein Gruß galt besonders. dem! Redakteur des ״Israelit“ Herrn S. Schachno witz au.^ Frankfurt a. M., der sich in Wien dem ״Ausflug“ der Jugendgruppe nach Preßburg anschloß, um - wie er sich ausdrückte — ״wieder einmal jung zu sein“ und' in dem die Aguda-Jugend den geistvollen und sachkundigen orthodoxen Kommentator der wechselreichen Gegenwart{ verehrt. In langem Zuge״ zogen die jungen Leute durch die Stadt in ihre Hotels. Bald verteilten sie sich in kleinere und größere Gruppen, um, geführt Von Mitgliedern der Preßburger Jugendgruppe, die jüdischen Sehenswürdig־ ׳keilen von Preßburg anzuschauen, dem Oberrabbiner und Herrn Rabbiner Hirschler ihre Aufwartung zu machen! und Freunde aüfzusuchen. Daran schloß sich am Nachmittag ein Spaziergang in die Umgebung von Preßburg und die Absolvierung eines GemoroHl-Schiurs im Lokal der Jugendgruppe:) Der Abend gestaltete sich sowohl für die Wiener' Haste als auch für die einheimischen jungen Agudisten zu. einem im besten Sinne des Wortes a g u d i s t i s c h e n! Erlebnis. Der langgestreckte Speisesaal der Jeschiwa-;Mensa war schön geschmückt, die Tische geschmackvoll gedeckt und von der Ostwand herab schaute das wahre. Erhabenheit und in seiner ganzen Haltung stolze, selbst־, bewußte ' jüdische Menschenwürde widerspiegelnde, noch mit grünem Schewuothschmuck umrankte große Bild des ״Schewet Soter“ ehrfurchtgebietend, aber — lobspendend auf die geräuschvolle, unruhige, lebensprühende Jugend hernieder, die sich in diesem Saal zusammenfand, um •השי״ח freudig zu danken für die זכיה wieder einen rpDD beendet zu haben. Der Saal und die anstoßenden Raumlichkeiten erwiesen sich zu eng, um die Teilnehmer zu fassen. Zusammengepfercht saßen, oder richtiger: standen;: die agudistischen jungen Leute und ihre Gäste 1m SaaleJ jede Fußbreite ausfüllend. An der Tete nahm Se. Ehrwürden Herr. Oberrabbiner Schreiber, bei sei- -nem Eintritt mit rauschenden Jechi-Rufen empfangen, Plat4־ an seiner Seite der eigentliche כעל השמחה Herr Rabbiner Hirschler, der unermüdliche Vortragende Lehrer de! Jugendgruppe, der *auch die jetzt beendete rODD »vorgelernt“ hatte, und ringsum die 'Gäste, die Vertreter der Aguda-Ortsgrupe, der Jeschiwa, der.Mensaleitung, der Jeschiwa'-Vereine und der sonstigen .gleichstrebenden orthodoxen Jugendvereinigungen. Nach dem ״Schlußlernen 1 unq einigen erläuternden , Bemerkungen' (des 'Herrn Rabbiners Hirschler begann die Mahlzeit: '!■־;.•י .?:■■■־־ ׳ Als erster ergriff Herr Ch.!.Weiß namens der Preßburger Aguda-Jugendgruppe das Wort zu einer glänzenden Begrüßungsansprache. Er wandte sich zunächst an den Herrn Oberrabbiner und zeichnete in äußerst treffenden Worten das Hörigkeitsverhältnis, in dem die .Jugend nach: den Anschauungen der Aguda zu dem religiösen Führer der Gemeinde steht. Er dankte Herrn Rabbiner Hirschleu für seine Bemühungen um die Jugend, begrüßte die Gaste -und besonders die Wiener Freunde herzlich und erläuterte das Aguda-Programm vom Gesichtspunkte der thoratreuen Jugend in ihrer Beziehung zur Gesamtheit. Im Rahmen einer eng bemessenen Begrüßungsrede entwickelte der Redner ein Jugendprogramm, das von ungewöhnlich ernster Beschäftigung mit den großen Problemen der^Zej und verständnisvollem Eindringen in die Gedankenwelt der Aguda zeugte. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Schrei b e r dankte darauf für die Begrüßung, hielt zunächst, at> knüpfend an den Schluß der beendeten מסכת einen התפיח Vortrag und schloß daran eine Fülle von auserlesenen .ך^ךר ^ךף jn die er beherzigenswerte Belehrungen iibez־ das Wesen der Autorität 1m Judentum* und über das idealHüdische Verhältnis zwischen Jugend und Alter, zw*־ sehen Schüler und Lehrer eintlocht. Se. Ehrwürden gab seif׳ mer Befriedigung über den festen und prinzipiell gut ba־ sierten Geist, der unter der Aguda-Jugend sowohl in Wien als auch in Preßburg herrscht, freudigen Ausdruck-und bezeichnete er als selbstverständlich, daß ein jeder jiidisch erzogene und jüdisch gesinnte Jude zur Agudas Jisroel gehört und in ihr organisiert ist, zumal die Aguda kein anderes Programm hat, als die Erfüllung der תורה ומצות t1nd! die Vereinigung der Kräfte zu diesem Zwecke Mihuteiiiang'dätverfidbr frenetischer Beifall zeigte, daß di״״ AguÜas-Jugend'ian den Worten des ehrwürdigen Redners sich begeisterte1 und in ihnen ihre eigensten Gedanken und ihre eigenen Wünsche zum Ausdruck gelangen hortQ Rabbiner Hirschler, der nächste Redner, begann 11:1 Anschluß an die Worte des Vorredners mit dem Wunsche, daß die Zeit des Ringens der Aguda1,-Jugendgruppen um die allgemeine Anerkennung bald abgeschlossen sei’i möge. Den Hauptteil seiner groß angelegten Rede bildeten, halachische Erörterungen zum Schluß von ׳ פסחיםDD und zur 1” סיגי׳ אין ביעור חמץ אלא שרפה denen er seine gründliehe, die Materie durchdringende Lehrweise in glänzen־ der Weise auf die ganze Versammlung wirken ließ. Jü gendlich überströmender Beifall folgte der auch rednerisch hervorragnden Leistung (clesi beliebten Vortragenden Unter größter Spannung der Versammlung gab Herr Re.־ dakteur■Schachnowitz dem allgemeinen Drängen nach und behandelte in einer geistreichen Tischrede die Bedeuttung Preßburgs in der Geistesgeschichte des orthodoxen Judentums im letzten Jahrhundert. Er fand bewegte Worte für die Stimmung, in die ihn sein Aufenthalt m Preßburg׳ auch diesmar' versetzte und pries den Wert des hier eingeführten Erziehungssystems, das vielleicht als Grundlage zur Lösung des orthodoxen Erziehungsproblems überhaupt genommen werden könnte. Auch er beschäftigte sich in seinen ausgezeichneten ^Ausführungen mit der ,frage des אבות ובנים vom Gesichtspunkte einer vertieften ,Thora'* treue und dankte zum Schlüsse für die reiche Anregung!, 1 die ihm der, Aufenthalt ״in der Stadt des Chasarn Sofer“• geboten hat. Im Namen der Wiener Aguda-Jugend sagt£ Herr Siegfried Stern der Preßburger Jugend Dank Tür. . die freundliche Aufnahme. Seine^schöne Rede gipfelte . Iiu ■' dem Ausdrucke der Freude darüber, daß sich m Preß* bürg eine innige Geistesgemeinschaft und ein reges Zusam- '׳ menwirken zwischen der JeSchiwoh und der Aguda-Jtiger^' herausgebildet hat. Einige Lieder schlossen nach Mitternacht das eindrucksvolle, schöne und m jeder Beziehung wohlgelungene, wahrhaft jüdische Jugendtest ab. Nachdem- Herr Oberrabbrner Schreiber das Benschen verrichte? 1hatte, geleiteten ihn die Versammelten unter שירים יתשבחות an seinen Wagen. Um das Wohlgehngen des'Festes haben sich die bewährten Arrangeure der Jugendgruppe, die Herren Wolf W e i s z, Benö K ohimann und Emu K o besonders verdient gemacht. Montag morgens blieb ein Teil der Wiener Gruppe in Preßburg, um die Stadt und ihre jüdischen Institu- . tionen genauer zu betrachten, während ein anderer Teil unter Führung des Herrn Schachno witz die Jeschiwos in T y r n a 11 und G a 1 a n t a sehen wollte. In Tyrnau wurden sic von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Ungar und in Galanta von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Buxbaum aufs freundlichste aufgenommen. Sie gewannen von diesen Stätten des לימור התירח die besten Eindrücke und wertvolle seelische Bereicherung. Aut der Durchreise am Preßburger Bahnhof gesellte sich iVmea der hier zurückgebliebene Teil der Gäste zu, um; geleitet von den guten Wünschen der Preßburger Jugendgruppej die Heimreise gemeinsam anzutreten. Zuschriften an die Redaktion. ״Das Monopol der Schiffschul.“ Auf den!in der letzten Nummer der Wiener ״Jüdischen Volkszeitung“ unter obiger Spitz- ■marke erschienenen Angriff gegen die Schiffschul!erhielten wir von informierter Seite folgende Zuschrift, der. wir hiemit Raum geben.’ (D. Red.) Unter diesem Titel erschieii in der Wiener ״J. V.“ vom 17. Mai ein schwerer Angriff gegen die Schiffschul. Nachdem derselbe geeignet erscheint, speziell in den! Kreisen der Wiener Orthodoxie verwirrend und verhetzend zu wirken, erachte ich es für meine Pflicht, die unrichtigen Ziffern, absichtlich entstellten Angaben und die der Wahr- 1heit ins Gesicht schlagenden Konklusionen klarzustellen. Vorerst sei bemerkt, daß die Wiener Kultusgemeinde bis' vor dreißig Jahren keine eigene Schechita besaß, wogegen die Schiffschul seit 70 Jahren, ohne jede Einflußnahme der Kultusgemeinde auf ihre Schechita, für koscheres Fleisch sorgt. Erst nachdem Oberrabbiner Fürst aus zwei ungarischen. Trennungsgemeinden nach Wien kam (1897), beschloß der damalige Vorstand der Kultusgemeinde, dem jede Regung der Orthodoxie als Einbruch in die Einheit der Gemeinde erschien (der jetzige Vorstand ist deil Ueberzeugung, daß jedes Entgegenkommen die Austritts■«, bestrebungen vermindert), für die־ ־Schechita als hervor[-־ ragendstes Kriterium einer jüdischen Gemeinde zu sorgen und übernahm die Schächter und Machgichim in den Dienst der Kultt1sgemeinde.-;Auc;h; wurde eine rabbinische Aufsicht bestellt. Seit 80 ־־Jahren sorgt die Schiffschul für die Beaufsichtigung der Mikwa für einen׳ jüdische n Religionsunterricht (vor 70 Jahren wurde im öffentlichen Religionsunterricht das Beten ohne Kopf־! Bedeckung eingeführt, obwohl in den Tempeln noch immer, mit Kopfbedeckung gebetet wird) und für Schaalaus* paskenen. Nun zu den Behauptungen des ominösen Artikels•‘ Schon der Umstand allein, daß bei der Ver;-> gemeindung der Schechita das .ersessene Rech! + der Schiff sch ul auf eigene Schechita aner»• kännt wurde und bezüglich der Gebühren, die die Gemeinde einhebt, bestimmt wurde, die ganzen Gebühren der Schiffschul unverkürzt rückzuvergüten, beweist wohlt zur Genüge, daß der Wunsch des geehrten Autors, daß1 man der Schiffschul die Schechita entziehen möge, keine Aussicht auf Erfolg hat. Die Kultusgemeinde vergütet der Schiffschul nur jene Beträge zurück, die für die Schlachtungen der von der Schiffschul bezahlten Schächter ait die Kultusgemeinde zu leisten sind. Die Adas Jisroel kostet weder aus diesem noch aus irgend einem anderen Titel der Kultusgemeinde einen roten Heller. Es kann also von einer Subvention keine Rede sein. Wenn in dem Artikel, behauptet wird, daß vom Stück Vieh nur 60 bis 70 Kifto verwendet werden, was also die Aufsichtsgebühr verteuert, so ist dies einfach erfunden. Es handelt sich um 150 bis 200׳ Kilo per Stück Vieh, so daß die Kosten der Haschgacha per Kilo Fleisch nicht ganz 6 r G r o s c h e n ausmachen. Bei einem Preis des Fleisches von 3 bis 4 Schilling per Kilogramm ist das wohl keine übermäßige Belastung. Der Autor will auch nicht wissen, welche Unisumme von Arbeit und Mühe in einer guten Aufsicht liegt und behandelt diese Aufsicht als ״Schacher mit Firmentafeln“. ׳:׳.■•׳ Der Autor, spricht ferner von einem Reingewinn von 70.000 bis 120.000 Schilling pro Jahr. Das ist eine, bewußte Unrichtigkeit, weil von der Bruttoeinnahme von 100.000 Schilling für Gehälter, Löhne und Kosten 80 Prozent entfallen. In dieser Summe ist die Rückvergütung der Kultusgemeinde (unter Abzug der Inkassogebühren) inbegriffen. Da die Schiffschul ein Heer von Schächtern, Maschgichim und Beamten aus diesen Gebühren erhalten muß und diese Angestellten sehr gut besoldet sind, muß die Schiffschul eine separate Gebühr einheben;. ־ Mit besonderer Genügtuung sehen wir, daß der geehrte Skribent entsetzt und in seinem religiösen. Gefühl: tief verletzt ist, daß durch die Ausbeutung d u r c h: die Schiff sc hui viele das Kaschruth ablegen. Nun zum Verhältnis der/Orthodoxie zur Kultus*• gemeinde. Ob der. Eintritt der orthodoxen Verfteter in ׳den. ' •Vorstand •' Prinzipien der Adas Jisroer und dem Vermächfms des Herrn Rabbiner Spitzer'' ■s. z. I. entspricht oder nicht* kann wohl nur die Schiffsdhuk selbst beurteilen. Als dieser Eintritt aus zwingende!! Gründen vor acht Jahren erfolgte, bemühten sich die Vertreter der Wiener Orthodoxie durch eineinhalb Jahre in zahllosen Sitzungen, für das KaschrUth bei der Kultusgemeinde zu sorgen. Nachdem sie aber iur Einsicht ge-' langen mußten, daß sich auf diesem Gebiete Widerstände geltend machten die nicht zu bewältigen waren, traten ' die Herren aus der F 1 e i s c h k o m m i s s i o n aus und! erklärten öffentlich, daß sie unmöglich noch weiterihre/ Zeit vergeuden können für eine ganz erfolglose Arbeit."; Wenn der Schreiber die Schechita der Kultusgemeinde' einwandfrei und großzügig findet, so erlauben wir uns,/ anderer Ansicht zu sein. Wenn die Schechita der Schiff-/ schul einen Großteil der Wiener Judenschaft beliefert', so scheint das ein Beweis zu sein, daß die maßgebenden). Kreise nicht der Ansicht des Artikelschreibers sind. Die! Orthodoxen haben ein ganz gewaltiges Interesse, daß die Schechita der Kultusgemeinde einwandfrei gestaltet wird, da sie schon aus dem Grunde des Arewus (solidarische Verpflichtung eines jeden Juden, alles was in seiner Macht steht, auf religiösem und Wohlfahrtswesen zu ver- , bessern) hiezu verpflichtet sind. Die von unseren Gegnern geäußerte Meinung, die Schiffschul hätte ein Interesse) ׳ daran, daß die Kultusschechita nicht einwandfrei sei, weil S'i'/i/ die Konkurrenz fürchtet, ist eine böswillige, mit) rührender Unkenntnis verbundene Erfindung. Denn wenn auch ein Zustand eintreten würde, der es den Orthodoxen ־ ermöglicht, für das Kaschruth der Gemeinde mit Erfolg einzutreten, könnte die S c h i f f s c h u1 ihre separate Schechita nicht aufgeben■ ' Und zwar aus folgenden Erwägungen: In den modernen Gemeinden ist der Rabbiner vv'ohl statutarisch in Ritualsachen anzuhören, es muß ihm־ aber kein Gehör gegeben werden. In letzter. Instanz haben auch auf rituellem Gebiet Laien die EnR Scheidung und da könnte der Fall eintreten, daß Männer» die wohl sozial und ethisch hochstehend, aber Analphabeten im jüdischen Schrifttum sind, über koscher und treffe, entscheiden. (Siehe Einführung krasser Reformen im Jahre 1871, die wohl zum großen Teil wieder abgeschafft wurden, dazumal aber unter dem schärfsten Protest des seligen Herrn Oberrabbiner Dr. Güdemann vom Vor-, stände beschlossen und eingeführt wurden.). Dem kann sich die orthodoxe Judenschaft nicht aussetzen. Es ist1 nur bedauerlich, daß die Vorstandsmitglieder der werktätigen Fraktion, die ja persönlich mit den orthodoxen Vorstandsmitgliedern freundschaftlich verkehren, sich nicht bei diesen Kollegen informiert haben, ehe sie einen so! scharfen Angriff veröffentlichten. Die Schiffschul hätte ihnen unbedingt klaren Wein eingeschenkt und dann wäre von dem ganzen Angriff keir!.,\J0r0/tchen״übrig geblieben• •fi־■//■ w;1. . ••■•:! ' Briefkasten. Orthodox. Sie ,möchten öffentlich ■rügen, daß ׳־die Konfirmation ,jüdischer!Mädchen im Fiinfhauser Tempel am P f 1 -ri g s t s o-nntag statt!fan!d.!Wir finden dar a!n nichts z׳u!rügen:;Die )Mädchenkonfirmation ist kein ,jüdischer Brauch, sie ,ist die!Nachäffung christlicher!kirchlicher Einriohtungen, ist daher mur stilgerecht, wenn s׳ie am '!Pfingstsonntag. stattfindet. Mehreren.!Der mit so viel!Aufmerksamkeit and!Begeisterung aafgeaommene!Aufsatz über die Reiligionssohuie für Mädchen der Jessode Hatora, Wien, in unserer Sehe-. buoth-Nummcr stammt von Frau Henny Schreiber. Im Namen Zahlreicher. Auf (Gnu!nd maßgebender Auskunft teilen wir!Ihnen! mit, daß die von!Herrn!Rabb. M. mit Behagen!verbreitete!Nachricht, es ,hätte!der Schächter der Schiffschul J.!Haan einen zu!m Genüsse verbot einen Hahn!geschlachtet, sich!selbstverständlich als eine b ös.wüi I lii g!e! Verdächtigung■!erwiesen hat. Kein!Schächter der Schiffschul :kann ■einer!solch groben Verfehlung geziehen werden. Kinriprr Spendet für den aptpn nnrl Ipeenrlp Hathnra MllUüllj der Ai dl teil UHU JdooUUg ndlllUI d as Jisroel, Wien, II., Nestroygasse 11 ׳ / {i ־ ־) Streng כשר Streng Vll ' J(■■: אפילו למהדרין מן המהדרין- S&eäsehays Hirsch Prag, 1., Bilkovä 19 Perfekte Kindergärtnerin sprachenkuudig, mit erstklassigen •Zeugnissen, sucht Stelle in einem •besseren ׳jüdischen Hause,!nur 1i11 Oesterreich. Gefl. Zuschriften unter ״,Pädagogin“ an die Wiener Admini- . :stration. Mädchen aus gut jüdischem Hause sucht bei kleinem .Gehalt Posten bei alleinstehender Dame! oder altem Ehepaar. Zuschriften unter ״Verläßlidh“ an die Wiener Administration. mit schöner Handschrift ,für ..sabbatfreien Rosten gesucht. Ausführl. •Offerte unter Chiffre ״F. ■U.“ an :,die •Wiener Adininistratiou des Blattes.