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Jüdische Presse · 1928-06-01 · 21 (1.6.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
21 (1.6.1928)
Date
1928-06-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2t JÜDISCHE PRESSE Seite 147 Oeffenflicher Vortragsabend der Vereinigung Jüdischer Akademiker (V. J. A.) zu Berlin. Am Mittwoch, den 22. Fe- Imiar veranstaltete die Vereinigung Jüdischer Akademiker zu Berlin (im B. J. A.) einen öffentlichen! Vortragsabend, iiir den Bbr. Rechtsanwalt Dr. Abraham Lob als Redner gewonnen war. Der Abend wurde durch eine Ansprache des 1. Präsidenten Alexander Artmann eingeleitet, der zunächst Wesen und Ziel des B. J. A. entwickelte, um dann das Thema des Abends: ״Die Wiedergeburt des jüdischen Kcchtslebens“ in seiner ׳Bedeutung aufzuzeigen. Der nun folgende Vortrag Dr. A. Lobs, dem es trotz der Sprödigkeit des schwierigen Stoffes in hervorragender Wieise gelang, warmes Interesse für den Gegenstand hervorzurufen, baute sich auf historischer Vergleichung talmudiscber' und römischer Rech!«begriffe auf, bewies die Originalität der zum Vergleich heraugezogenen talmudischcii Rechtsprinzipien, stclite die Eigenart des biblisch-talinudischen Rechtes in formaler Beziehung dar und knüpfte daran die Anregung, ein Lehrbuch des jüdischen Rechtes aus dem Ohoschcii Mischpat abzuleitcn, das nicht mehr in kasuistischer, soudem in begrifflicher Darstellung verfährt. Löb hält ein solches Welk, das in erster Reihe in Kreisen des B. J. A. ,Bearbeiter rinden müßte, für dringend notwendig, vor allem für die Praxis der jüdischen Rechtsprechung, deren Wiedererwachen sich auch in Deutschland in der heutigen Zeit aiikündige. Einen wesentlichen Teil des Vortrages nahm mm der Nachweis ein, daß, abgesehen vom absoluten Wert unseres biblisch-talrnudischen Rechtes, auch seine praktische Anwendungsmöglichkeit in der modernen Zeit außer Frage stellt. Nach Dankesworten des Vorsitzenden setzte mm eine ausgedehnte,'außerordentlich anregende Diskussion ein, die eine Reihe neuer wesentlicher Gesichtspunkte aufrulite. Erst nach Mitternacht schloß die Veranstaltung, die zu den wertvollsten der von der V. J. A. zu ■'Berlin im verflossenen Wintersemester abgehaltcuen Abenden zu zählen ist. Das ״Elie-Miciiaei-Haus“ der Frankfurter ״Jeschiwa“. (J. T. A.) Der bekannte Finanzmann Herr Jakob Michael, Berlin, hat zum Andenken an seinen ׳vor Jahresfrist verschiedenen Vater, ׳Elle!Michael s. A., in seiner Vaterstadt Frankfurt a. M. das schöne und geräumige Flau«, in dem sich Jahrzehnte das Dr. Heinemannschc Erzichungsiiistitiit befand, der unter Leitung des Gemeinderabbiners Doktor J. Hoffmann stehenden rabbinisc'hen Lehranstalt ״Jcschiwa“ als Stiftung überlassen. Am Rauschchaudcsch Siwati 20)׳. Mai) fand die *Einweihung des neuen Hauses statt. Budapest. Der Verein der orthodox israelitischen Ku'ltus'beamten ersucht _ um Veröffentlichung folgender Zeilen: 'Es sind viele, die ihrem Seelenwitnsche, die Gräber der Eitern, Großeltern, Kinder, Geschwister und Verwandten am Jahrzeittage aufzusuchen und dort zu beten, nicht nachkommen können. Daher ־■(hat unser Verein der orthodox israelitischen Knltiisbcaintcn in Ungarn ׳beschlossen, die im Auslände weilenden Glaubensbrüder aufmerksam ׳zu machen, daß unser Verein, dein die orthodox israelitischen Kultiisbeainten im Lande zur 'Verfügung stehen, die pietätvolle Pflicht übernimmt, die Gräber ■der Verstorbenen zu pflegen, am Jahrzeittage ■für das Seelenheil der Verstorbenen und •für das Wohlergehen der Lebenden zu lernen lind zu ■beten. Nähere Auskünfte erteilt unser Präses Herr Rechtsanwalt Dr. Artur Stein,!Budapest, VI., ■Ha'josgasse 12. Verein der orthodox israelitischer Kultus'beamteu, Budapest, VI., .Hajosgasse 12. Die Zahl der jüdischen Gemeinden in Jugoslawien. (J. T. A.) ׳Laut Mitteilung des 'jugoslawischen jüdischen Gcmeindebiindcs zählt Jugoslawien .gegenwärtig 111 jiidisehe Kultusgemeinden. unter - ihnen 70 aschkenasischc, 32 sephardische, 6 aschkenasisch-orthodoxeund 2 gemischte Gemeinden. ■Die Mehrzahl •der!jüdischen Gemeinden bcfindet ׳sich in den neuerworbenen Gebieten. Söhne mißhandeln ihren der jüdischen Tradition anhängenden Vater. (J. T. A.) Die ׳Moskauer jiddische Tages- Zeitung ׳״Eines“ berichtet über eine eigenartige Gerichts- Verhandlung, die sich vor einem Gericht in der Krim abgcspielt hat.;Hin alter Jude, Jizchak Ginsburg, verklagte seine Söhne, die über ihn hcrgefallcn sind und ihn geschlagen haben, weil er die Abendandacht (Maariw) verrichtet hat. Vor Gericht erzählte er, daß seine Gattin Rahcl sowie seine Söhne, von denen der eine ein ׳Arbeiter, der zweite ein Angehöriger der ׳Miliz ist, ihn mißhandeln, weil er die jüdischen religiösen Gesetze beobachtet. Die Söhne und seine Gattin gaben zu ihrer Verteidigung an, daß der Kläger Versuche macht, sie ebenfalls zur Beobachtung der religiösen Vorschriften zu zwingen, und daß er z. B. seine älteste Tochter, die mit einem niclitjiidischen!Kommunisten verheiratet■ ist, aus dem Flause ■gewiesen hat. Als Zeugin •erschien eine Enkelin des Klägers, die erzählte, ihr ׳Großvatcr habe ihr verboten, an Sonnabenden die Schule zu besuchen, und habe sic in die Synagoge mitgenommen. In der streng rituell geleiteten , Israelitischen Waisenknaben-Anstalt, Poznafi ist das ' v zu besetzen. Bewerber mit pädagogischer Bildung, aus Polen stammend, müssen neben der Landesdie deutsche Sprache beherrschen und befähigt sein, den Unterricht in der Gemeinde-Religionsschule von den Anfangsgründen bis חנ״ך, משנ?ח, רש״ו erteilen zu können. Zweisprachige Bewerbenebst Zeugnisabschriften und Referenzen an JACOB WOLLHEIM, Poznan, erbeten. Das Gericht wies die Klage des alten Jizchak Ginsburg ab und begründete dies damit, er habe seine Kinder provoziert. Das Gericht hat die Trennung der Ehe des Jizchak Ginsbnrg ausgesprochen, der aber gegen die Entscheidung protestierte und erklärte, die Scheidung einer jüdischen Ehe könne nur ein Rabbiner aussprechen. Der Atheisten-Kongreß in Charkow stellt eine Stärkung der jüdischen religiösen Bewegung fest. (J. T. A.) ln Charkow, der Hauptstadt der Ukraine, tagt gegenwärtig der Kongreß der Atheisten der gesamten Ukraine. Mehrere Redner führten Klage darüber, daß •die Rabbiner eine erhöhte religiöse Propaganda entfalten. Die die ״Chcdarim“ besuchenden ■Kinder erhalten Nahrung und Kleidung unentgeltlich, auch werden religiöse ׳Konzerte arrangiert, um ■die!Bevölkerung zu religiösen Ucbungen hcranzaiziehen. Religiöse Lesehallen werden errichtet, ■die ״Maggklim“ (orthodoxe Prediger) haben starken Zulauf auch von der Seite ■der kommunistischen Jugend. Es wurde beschlossen, Atheisten-Scminare zu gründen, die einen systematischen ׳Kanvpf gegen die religiöse!Bewegung führen sollen. Antireligiöse Schriften ■sollen herausgegeben lind verbreitet, ein antireligiöses!Museum mit angcschlossenem Kino soll eingerichtet werden. (Jeder Vorstoß gegen die Reiigiou wird von russisch-kommunistischer Seite, nach bewährter Methode, mit der Erstarkung der religiösen Bestrebungen ״begründet“.) Austritte aus den jüdischen Gemeinden ziehen in Polen die Ausstoßung aus dem Judentum nach sich. (J. T. A.) ■Das Warschauer Rabbinat hielt soeben eine sögenannte ״große Beratung“ ab, die der Frage der überhandnehmenden Austritte aus den .jüdischen Gemeinden gewidmet war. Solche Austritte erfolgen überwiegend aus Gründen der Steiierseheu. Das Rabbinat kam!zu dem folgenden Urteil: Kein Rabbiner darf die Trauung eines Paares vornehmen, wenn der ׳Bräutigam nicht“ einer jiidischeu Gemeinde angehört. Stirbt ein Mann, der aus der I Gemeinde ausgetreten!ist, so darf er auf einem jüdischen Friedhof nicht bestattet werden. ׳Das Rabbinat forderte den Vorstand der jüdischen Gemeinde auf, an alle diejenigen, die aus der Gemeinde ausgetreten sind, eine Wartut 11 g ergehen zu lassen und sie auf zufordern, blnueu 30 Tagen ihren Wiedereintritt in ■die Gemeinde zu vollziehen, ansonsten das obige. Rabb׳i11׳at׳s urteil auf sie ■e-tidgültig Anwendung findet. Jahresversammlung des Maschbir. Auf der vor kurzem in!Haifa abgehaltenen Konferenz der Arbeiter- Konsumgenossenschaft ■Maschbir erstattete ׳Brudny den Geschäftsbericht für das Jahr 5687, das gerade für. die Institutionen der Arbeiterorganisation ein besonders schweres gewesen ist. Die neue!Leitung hat den Maschbir in einer Zeit übernommen, in der •die Schulden sehr hoch waren und wo auch sein Kapital hauptsächlich aus Immobilien bestand. Die Leitung war daher gezwungen, überall abzubauen. So wurde -die Filiale des Maschbir in Jerusalem, ■die mit Defizit arbeitete, geschlossen, ebenso die Bäckerei und eine Abteilung •in TelnA'vviw und die Abtcilung ׳in ׳Schchuiiath iBorochow. Eine rigorosere ■Ein- Ziehung •der Außenstände verkleinerte diese auf Pfund Sterl. 12.000. Die Verwaltungsspesen wurden um!Pfund Sterl. 800 pro Jahr ermäßigt. Die sogenannten ״Maschbirzcttel“ sind mit dem 1. Juni gänzlich abgeschabt worden. Der allgemeine!Erlös aller Abteilungen des Maschbir im Jahre '5687 betrug Pid. Sterl. 147.395, -bedeutend weniger als in •den vergangenen Jahren, davon in Haifa 20.440, in der Zentrale in Tel-Awiw 17.500, in Kfar Jecheskel 9200, in Afuleh 7700, in der Molkerei in Haifa 24.700, in der Molkerei in Tel-Awiw 11.700, in der Molkerei in Jerusaiem 3000, in der!Gemüseabtcilung in Haifa 7600 und in der Gemiiscabteilung in Tel-Awiw 3600. *Durch Gründung des ״!Masch'bir-Textil“ wurde auch dieser (Handelszweig, der bis jetzt kooperativ sehr vernachlässigt war, in das 7'ätigkeitsgcbiet des Maschbir einbezogen. 0001 Bücher |®®Q Das Protokoll der Frankfurter Jugendtagung. Es ist nicht leicht, für den,.■der auf die Zeichen der Zeit zu -hören gewohnt ist, daran zu glauben, daß es in irgend einer (Beziehung 'bald (besser wird. Ein 'Blick in unsere Zeit oder in ihren Spiegel — die Tageszeitung — genügt, um!zu ׳zeigen, daß der Kampf ums tägliche Brot gleich dem Kampf gegen den Strom ׳der ' Zeit, täglich schwerer wird. Wer sollte sich und wer könnte sich auch einem ׳Zeitstrom gegenüberstellen, der längst schon alle Dämme sittlicher und religiöser!Lebensauffassung fortgerissen hat? Womit wollte man auch die reißenden ׳Fluten einer falschen!Lebensbejahung eiiidämmen, wenn das Flußbett längst nicht mehr kenntlich ist. Die Weitblickenden hatten also recht gesehen, als sie ׳die Parole ausgaben, nicht zu kämpfen, sondern zu retten, was zu retten ist, und abzuwarten. Während 111111 die Fluten immer höher gehen, bringt uns die moderne Taube, der Briefträger, das neuzeitliche Olivenblatt in unsere agudistische Arche in ׳Form einer kleinen Broschüre, die uns als frohes Zeichen einer besseren Zukunft mitteilt, ׳daß doch schon ein wenn auch kleines Festland sichtbar ׳wird, auf das sich so mancher schon und hoffentlich recht viele '׳bald retten werden. lier Organisationsvorstand der Agudas-Jisroel- Jugendgruppe In Deutschland le׳gt 11ns ein ׳Heft vor, das in gefälliger *Form das Protokoll der Frankfurter Jugendtagung enthält und für!denjenigen, der das Vergnügen hatte, an der Tagung teilzunehmen, eine (bleibende Erinnerung an jene unvergleichlich schönen Tage enthält, aber a-uoh für jene, -die nicht dort waren, interessant ist. Wier also Interesse daraii hat, zu hören, wie ernste jüdische Jugend denkt und fühlt, und wer mit ■ihr empfinden will, ■der lasse sich die kleine Miihe und die nicht besonders große Ausgabe nicht verdrießen und bestelle die!Broschüre. ׳Nebst einigen einleitenden und begrüßenden Reden enthält das ,Büchlein eine auszugsweise Wiedergabe des Referates von ׳Herrn Jakcb Rosenheim über ״Poi i t i k der ׳A gu d a s J i s r 0 e 4“. Weiters sind zwei Referate von!B. S. J 0 c o b s 0 111! und Fräulein Studienrätin Lily Fr ei inan n, Hamburg, ״Ueber die sittliche ׳Ertiichtigütig der Jugend“, welches letztere bei der gesonderten Mädchentagung gehalten wurde. Den Kernpunkt des ganzen Heftes aber bildet, wie es •ja auch der Haupteffekt der ganzen Tagung gewesen ist, das Referat des ׳Herrn Dr. Mär ׳z b׳a ch. ■Frankfurt. ״U eher Z e i t k ׳u 11 u r u n!d Erzieh» 11g s g e m el 11 s c h alt“. ׳Die •weiteren Referate der Herren Dr. Landau und Dr. Ascher, Neuchatei, über Erez Jisroel utvd (Mussar befassen sich in umfassender und gründlicher Weise mit den ׳gestellten! Problemen und sind nicht nur lesens'wert, sondern Fundgruben für ׳jeden, der diese ׳beiden großen Probleme ■unserer Zeit gründlich erfassen will. Dr. Elie Mun k, Berlin, und sein Korreferent U11man n, Kassel, setzen sich in ihren!Referaten über ׳״Aufgaben der Agudas-Jisroel-Jugendbewegung“ mit allen!Problemen unserer Jugendbewegung gründlich auseinander, wozu von unserem Standpunkt nur gesagt werden kann, daß ׳beide, was natürlich ׳kein Vorwurf sein soll, vornehmlieh auf deutsche Verhältnisse eingestellt sind. Nebst einigen Reden der Debatte ist noch der Berieht des Delegiertentages enthalten, die über die Organisation der Tagung und' der gesamten deutschen Jugend- Organisation ein anschauliches 'Bild geben. Alles in allem ein erhebender Beweis, daß es vorwärts geht. Möge das ־־ Heft, das nur der Vergangenheit dienen sollte, Eingang finden in jüdische!Häuser, um wirksam zu helfen an dem Bau einer schöneren ׳jüdischen Zukunft! Das Werkzeug ist gut, mögen viele Menschen sich seiner 'bedienen! S. S. Schicksale׳ jüdischer ׳ Klffdff (J. T. A.) Der Vorfall, daß ein Jude sei״« lOjahrige Tochter an einen Moslemiten verkauft ׳hat, der das Kind Seinem ■14jährigen Söhn zur Frau bestimmt, hat in ׳Padästiuä große Erregung verursacht. Der 1898 aus Damaskus einge* wanderte, in Acco wohnende Schmied Aaron Natah hat. seine 10 Jahre alte Tochter an den arabischen ■Laden- Inhaber Assadi um den Preis von 30 Pfund verkauft: Assadi hat das Kind zur Frau seines 14jährigen Sohnes gestimmt; die Hochzeit sollte In den nächsten Tagen stattfinden. Die Söhne des Juden ׳Natah intervenierten bei der Regierung, dem Oberrabbiuat und dem arabischen Mufti gegen diese Verschacheruug ■ihrer kleinen Schwester. Das Rabbinat erklärte den 9Qjähr;igen Natah für utizurcchtiungsfähig ׳und beauftragte seinen ältesten Sohn, die Schwester vom Araber!zuriiekzufordern. Eine des Lesens^ und Schreibens unkundige Jüdin ■namens Landau, die Frau eines früher in Palästina stationicrtcii,!jetzt ■in England lebenden jüdischen Soldaten, hat vor vier Jahren ׳ihre kleine Tochter dem St. Joseph Catiiclic Convent zur Erziehung übergeben. Im Konvent wurde das Kind ohne Wissen der Eitern katholisch getauft. Nunmehr klagte Frau Landau vor Gericht auf Rückgäbe ■des Kindes, da ■das katholische Institut sich weigerte, das Kind den Eltern znriickzugebeii. Das Gericht entschied, daß ■das Kind der Mutter zuriiekgegeben werde. Vergebung von Lieferungen und Arbeiten bei der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Seitens der isr. Kultusgemeinde Wien gelangen im Laufe der nächsten Zeit die nachfolgenden Arbeiten und Lieferungen zur Vergebung: 1. XVIII., Spital der israelitischen Kultusgemeinde: a) Diverse Verputzherstelimigen in den Krankensälen etc. b) Ausbesserung der Oelanstriche und Malerei in den Krankensälen. c) Instandsetzung eines Einfahrtstores (Tischler-, Schlosser- und Anstreicher-Arbeiten). 2. Lieferung von rituellen Holzsärgen. Jene Firmen, welche zur Offerterstellung herangezogen werden wollen, werden eingeladen, dies bis längstens 10. Juni 1928 dem techn. Amte der israel. Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse Nr. 2, 4. Stock, woselbst auch während der üblichen Amtsstunden (Samstage ausgenommen) alle näheren Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben. Die freie Auswahl unter den sich meldenden Firmen zwecks Heranziehung zur Offerterstellung für die einzelnen Arbeiten behält sich der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde ausdrücklich seinem alleinigen Ermessen vor. Bezüglich der Sarglieferung wird außerdem bemerkt, daß hiefür nur solche Firmen in Betracht kommen, welche ihren Betrieb an Samstagen geschlossen halten. Katö Neufeld Ignatz Kalisch Tochter d. Herrn Aron Neufeld Sala—Nove-Zämky und Frau, Maltersburg Verlobte. Anny Koth Eduard Breuer Tirnawa Oedenburg empfehlen sich als Verlobte. ביה Die glückliche Geburt einer Tochter teilen hocherfreut mit Hathan Kohlmsnn ond Frau Fanny geb. Citroa. Wien, im Monate Siwan 5688. Einheirat! Für 34!jäbr!igen tüchtigen׳!Kaufmann wird ■Einheirat (event. Witwe) in nachweisbar lukratives Unternehmen gesucht. Zuschriften aus sLr en g r e l i!g i ö s e ■u Kreisen an die ßratislavaer Administration unter ״'Bitoohaun“. Heirat. Suche für eia Mädchen יפ״ת (בת ח״ח welches geschält«- tüchtig ist, einen בחור יר״ש Nedaa 25.000 tsch. K. Anträge unter ״Gut“ an die Bratisiavacr Administration, diese«!Blattes erbeten. Der ״E in 1111 0 h“ o r 111. j ü ■d. M ä ■d c h e n v c r c i n, N. Topolcaay, gratuliert herzlichst seiner langjährigen, verdienstvollen ■Kasslerin, Frl. Serene Weil, anläßlich ihrer Verlobung mit Herrn Alexander Schwarz. Geschäftslokal in größerem ungarischen Orte ׳in der Slowakei, für Eisen- oder ■Lederhandlung sehr geeignet, per sofort zu vergeben. Reflektanten wenden sich unter Chiffre ״Rentabel“ ■an!die Bratislavaier ■Administration. כשר SCilVF כשר MARKE ,ALBATROS“ unter ständiger Aufsicht des ehrw. Herrn Rabbiner M. Friedmann hergestellt BRUDER WEINBERGER Wien« II., Untere Augartenstrasse Nr. 18 Telephon R-47-3-82 r

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