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Jüdische Presse · 1928-05-11 · 18 (11.5.1928) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
18 (11.5.1928)
Date
1928-05-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 432 - - ■ Ji■ י־ י ‘; JÜDISCHE PRESSE ■Nr. 17 Sorgfültigsta Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack 50 kg angefangen franko Haus, ebenso in Fuhren und Waggons 5V JULIUS HABER Kohlen- und Koksgroßhandlung Nordbahnrutschen 3. Kohlenhof Nr. 372-376 Wien, II., TaborstraOe 9 Fernsprecher Nr. 41-0-22 zu, erklären und Sie zu ermächtigen, davon jeden Ihnen beliebigen Gebrauch zu machen. Was zunächst Ihre Stellung selbst betrifft, so waren Sie auf ausdrücklichen Befehl des k. u. k. Ministeriums des Aeußern auf Grund Ihrer eingehenden Kenntnis yon Land und Leuten, der führenden Persönlichkeiten Rumäniens und der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse am Balkan, der Gesandtschaft in Bukarest als Vertrauensmann und Berater attackiert und waren so in die Lage versetzt, das Ministerium des Aeußern und mich in besonders schätzenswerter Weise zu beraten. Ihre Stellung war demnach keine private und Ihre Berichterstattung an den Gesandten und den Minister des Aeußern war von demselben Gesichtspunkt zu betrachten wie die des Gesandten oder eines Mitgliedes der Gesandtschaft. Ich hebe aus Ihrer Arbeit folgende Tatsachen hervor: Sie haben durch richtige Erkennung der Situation viel dazu beigetragen, daß es in den kritischen Monaten nach dem Eintritt Italiens in den Krieg und dem Falle von Przetri^st gelang, die Neutralität Rumäniens zu verlängern. In richtiger Erkennung der künftigen Entwicklungsmöglichkeiten haben Sie jederzeit darauf gedrängt, daß in den ,von den k. u. k. Truppen besetzten ,.Tellen Rumäniens und den wiederbesetzten, von Rumänien besiedelten Ge- ,.bieten der ehemaligen Monarchie der Bevölkerung rumanischer Nationalität besondere Schonung zuteil werde; insbesondere haben Sie in diesem Belange und bezüglich einem weitgehenden Entgegenkommen der ungarischen Regierung gegenüber der rumänischen Bevölkerung׳ bei seiner Exzeljenz dem Herrn königlisch ungarischen Ministerpräsidenten Grafen Tis za wiederholt vorgesprachen und gehen die diesem Rechnung tragenden Maßnahmen der königlichen Regierung zweifellos auch auf Ihre Initiative zurück. Sie haben die der Valuta Oesterreichs und Ungarns in Rumänien drohende Gefahr vorausblickend erkannt und im Verein mit mir die dagegen ,. notwendigen währungspolitischen Maßnahmen .erwirkt.•"‘’.'■. Bei der Versorgung der Mittelmächte mit .Nahrungs m i 11 e 111 sind Sie, ohne . jemals selbst mit. dem Einkauf, in' Rumänien oder dem Verkauf an die Kriegszentraleh zu tun zu haben, den Zentralmächten un■4 eigennützig mit.Rat und Tat an die Hand gegangen und es^ war zu wiederholten Malen speziell Ihrer Initiative und Tatkraft zu verdanken, .daß die .darbende Bevölkerung der verbündeten -Reiche Hilfe in der Not erhielt. Ich erwähne auch rühmend Ihr' Philanthrop isch es Wirken, indem durch Ihre Vermittlung die Ge- Seilschaft vom Roten Kreuz namhafte Zuwendungen erhielt; als bei der Evakuierung Ostgaliziens und der Bukowina die Bevölkerung in den heißen Sommermonaten 1916 durch Rumänien nach dem Westen der Monarchie flüchtete und den bitteren Unbilden des Transportes ausgesetzt war, haben Sie die Organisierung dieser Transporte in die Hand genommen und durch die Errichtung von Labestationen auf eigene Kosten usw. Tausenden von Menschen zur Rettung verholten. In Würdigung Ihrer zahlreichen Verdienste und Ihres durchaus selbstlosen Wirkens habe ich Sie wiederholt für׳ eine allerhöchste Auszeichnung in Antrag bringen wollen. Gelegentlich einer Ihnen, von Seiner k. u. k. Apostolischen Majestät gewährten Audienz wurde Ihnen ebenfalls, wie mir mitgeteilt wurde, in huldreichster Weise eine Auszeichnung für Ihr verdienstvolles patriotisches Wirken angeboten, die Sie in gewohnter Bescheidenheit a b;־ gelehnt haben; Ihr einziger vorgebrachter Wunsch war, daß der k. 11. k. Minister des Aeußern sein gegebenes Wort einlöse und gelegentlich der Friedensschlüsse, Med. Doctor Markus Moses, Sohri -deä Preßburger Oberrabbiners R. Moscho Charif, praktischer Arzt in Deutschland. 1766 bis 1786. Eine Lebensskizze Von Bernhard Mandl, Budapest. «!Er verfiel in Schwermut. Kaum, daß dies Tychsen erfahren, beeilte er sich, ׳den!gedrückten Seelenzustähd des!unglücklichen!Markus für seine Miss'ionsabsiöhten auszünützen. Jetzt konnte seine Bekehrung'smanie in dem gestörten!Seelenzmstand seines jüdischen Schützlings förmlich schwelgen. Durch ifailsche!Nachrichten und ׳Einflüstern erdichteter Geheimnisse »jagte er ihm ׳solchen Schrecken ein, daß er ׳seine nüchterne (Denk- und Urteilskraft fast .vollständig .׳lähmte. Und so ■wurde!Dr. Markus, der b'is!dahin ein, treuer Adept ׳der talmudischen! und philosophischen Wissenschaft ׳vv!ar, jetzt das Opfer eines ׳seelenzerfleischenden Skeptizisnius. Als Tychsen 'ihm!später gar noch den Verdacht in die Seele einträufelte, als ob seine Glaubensgenossen'ihm nach dem .Löben; trachten, begann in ihm der, Haß ,gegen, seine Verwandten!und Juden Wurzel zu schlagen. Nun war Professor Tychsen erst recht in seinem Element. -Als; er-!merkte, daß ׳es ihm igehimgen, den melancholischen Schützling durch Einschüchterung u׳nd Furchteiiijagen den Juden zu entfremden, schrieb er ihm, um ihn völlig in seine Arme zu treiben,' fol־; genden lateinischen Brief. Der schlaue ■Missionär bedienten, sich!jpfejt nicht ׳des von ihm so ׳meisterhaft gehandhabten Jargops, damit die Juden die darin ent־ halteilen Verleumdungen nicht widerlegen ׳können. insbesondere in Rumänien, die Rechte Ihrer Glaubensgenossen international verbriefen, sowie in den Frle-' densverträgen festlegen lasse. Ich möchte auch hervorheben, daß Sie sich mit der, Ihnen eigenen Energie meiner Vermittlung bedient haben, um gelegentlich der bevorstehenden Friedensschlüsse der Autonomie der Juden in Palästina zum restlosen Sieg zu verhelfen. Ich habe auch tatsächr 1 Uch damals über Ihren Wunsch einen der maßgebenden j Führer der zionistischen Bewegung, Herrn Dr. Hantke^ empfangen und ihm eine nachdrückliche Unterstützung zuj gesagt. Dies hat, wie Ihnen bekannt, mir große Schwierigkeiten verursacht und sogar eine vorübergehende Krise in unseren Beziehungen zur alliier* t e n Türkei provoziert. In Würdigung Ihrer Bestrebungen habe ich gelegentlieh der Friedensverhandlungen von Bukarest Ihnen die Möglichkeit gegeben, Ihren Einfluß für d i e völlige Emanzipation der rumänischen Juden geltend zu machen, wofür ich mich mit meinem ganzen Einfluß eingesetzt habe. In wahrer treuer Freundschaft Ihr ergebener Ottokar C z e r n i n m. p. ״Wachet aal, ihr Trunkenen, und weinet“ ■Wir erhalten von ׳unserem Erez-ilsrael- ' Korrespondenten ׳folgenden, durch seinen Inhalt fcief erschütternden Aufsatz, den wir voll- '•!inhaltlich. bringen. ,Die ׳Red.!Der berauschenden Wirkung ,politischer Schlagworte haben wir es zu verdanken,' wenn uns jüdische ׳Selbstverständlichkeiten zu jüdischen ■Problemen geworden sind.Was!ist so selbstverständlich wie d!ie Forderung, ■daß eine jiidi- ׳sehe iKehilla auf dem •Boden der Thora stehen muß, daß sie den •grundsätzlichen Abfall von der Thora nicht anerkennen und fördern darf und daß im Augenblick, wo sie ׳den Boden religiöser;Eindeutigkeit verläßt und zur!allumfassenden, alles verstehenden und alles.!Verzeihenden Pflege orthodoxer, liberaler, zionistischer ׳Belange, übergeht, für jeden ׳gesetzestreuen Juden die Lossagung von!Ihr zu einem moralischen!Gebot primitivster Selbstachtung erwächst? Das politische ׳Schlagwort von der Einheit des Judentums, die!vom ׳״Austrittsgedaniken":,sträflich zertrümmert ׳werde,: hat ׳diese Selbstverständlichkeit in ein Problem verwandelt. Ein Zertrümmerer der Einheit ,war der Glmsaim Safer, der schon vor 110 Jahren die völlige Scheidung von!Orthodoxie und 'Reform zu einem Postulat, religiöser Ehrlichkeit erhob; Zertrümmerer ׳der Einheit waren die Rabbiner Hirsch und seine 400 Rabbinen, die schon vor 50׳ Jahren die gemeindliehe Trennung vom orthodoxen, und . nichtorthodoxen Judentum als den einzigen ■von Issur freien •Weg .erklärten; als Zertrümmerer ׳der Einheit,werden heuteiin ׳der jüdischen Weit die vielen Tausende ,.gesetzestreuen Juden verschrien, .׳die auf dem heiligen!Boden von Erez Jisroel, ■getragen von der flammenden ׳Ueberzeugung שהחניך של כפירה ומינות אינו מתא*ם .עם הרצוי לגדל דור - כשר בארץ ״daß -der ■Geist der Leugnung ׳der Thora und des Abfalls ׳von der Thora •sich nie und *nimmer mit dem Willen der Heranbildung eines wahrhaft' jüdischen!Geschlechtes im!Lande ■verträgt,“ ׳der ׳palästinensischen!Gemeinschaft der Thorafeiinde, Waad Leumi ,genannt, den Rücken kehren.!Groß ist diie ׳Zahl'׳ clbr 1.׳Nüchternen im heiligen ,Lande,!die nicht ■trunken sind' vorn Rauschtrank ,des politischen 'Sch'lagwortes. Sie müssen sich ihrer Haut wehren. Mit einer an!dem ■Zorn!der Propheten gemahnenden!Wucht ׳des Wor- ■tes begehren sie auf,’wenn ׳ihre Gegner e!s wagen, sie, die die doch nur מתוך מלוי חובותיני לתורתנו durchglüht von den!Pflichten, ■die ■ sich ihrer Thora schulden, die Unabhängigkeit• und׳■■!Selbständigkeit ihrer Thora erstreben, vor ■den Augen der ׳Regierung und aller W!elt ■mit 'dem ■Sahmäh'wort ׳ פירור zu• ,brandmarken und als m׳utwillige Zerstörung des Einheitsjude n t u ms :'b 1 oßzu st e 11 e n. ׳Wir — Zerstörer des Judentums? W׳ir — dier Zer-: trümmerer seiner. Einheit? Wachet auf, ihr Trunkenen!1 מתפרדים הם jene sind's, die sich trennen. הם המפרידים בין האמת לבנים, בין ישראל לאביהם שבשמים, ביי ההוה לעם זה לעברו, אלה הקורעים את נשמח עם וישראל למרים באכזריות נוראה, המחללים אח השבח .'ואת י יכל הקדוש לנו, הם הם pilllllllllllllllllIlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllN^ | Lloyd Sabaüdo, Genua § ן Expreßverkehr nach Nord- und j | Südamerika. | | Nach Südamerika auch Elldampfer 1 1 nur für IBI. Klasse. g § Eilverkehr nach Australien. §f I Repr.: WienKoloumtring 4. ( fälllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllljllllllllllllllllllljllllllllllllllllllllN Ego tua causa saepius tiniore percellor probe s׳cien>s Jutdaeos ad omnia •paratos esse. Nam quum mihi narrareint nostri Judaei te nosrae imagis religionae quam Judaicae :superstitione tfavere, quod sane errectioris inigenii, quäle tu praeditus es, indicium est,!metus ׳nie ■invasit,־ Jaidaeos •te more ׳suo (!!) suplicio clandestino affecturos esse, praeoipue, quum rumor ferne t, :Gaunpertz et Aaronem ׳hostes t׳uo׳s infestisisiimO'S i׳ter ■ad Strelitzhim ׳suscipere. O, <mi carri'ssime Doctor, fuge cen pestem hoc hominum gnus, verirectique nescium, absurdum et summe ■supertitiosium, •si sal'vus et corpore et anima esse velis. Nigri etrim sunt hos tu Romano caveto.“ In lUebersetzung: Ich ׳bin deinetwegen oft ׳in -Schrecken, da ׳ich wohl weiß, daß die Juden •zu!allem ׳bereit ■sind. Denn als!mir die hiesigen Juden erzählten, ׳daß du mehr unserem •Glauben als dem!jüdischen Aberglauben ,geneigt!bist — was ׳wahrscheinlich Zeichen dessen ist, daß d׳u voll richtiger Gedanken!bist — da ergriff■ mich ׳die Furcht, daß die״Juden nach ihrer gebrauch־ liehen!geheimen ׳Strafweise (!!) dir schaden ׳könnten, besonders als . verlautete, daß Gumpertz ׳und Aron,, deine!größten •Feinde, nach Strelitz reisen wollen. Öh, ׳mein teurer ׳Doktor,'!meide dieses einfältige und abergläubige Menjschengeschlecht wie die Fest, ׳.wenn•. d׳u deinen Leiibiund deine ,Seele retten willst. Schwarz sind sie, weiche ׳ihnen ausj du ׳Römer. ■Mit. ׳solchen Schauerniärchen quälte er die ohnehin aufgeregte Seele!des ׳armen Doktor Markus und forderte ',ihn ׳auf, zu fliehen, wenn ihm ׳sein Leben; lieb ist. Der -erschütterte Arzt flüchtete auch. aus. ■Strelitz; doch möhtj'ium-sich in die Arme des ׳locken־■ den Tychsen zu werfen,sondern begab sich ‘ nach ■ המספררים! ואנחגי הננו המתאחרים, השומרים על ישראל_גוי אחד כאר$ השומרים על ישראל ואורייתא חדי ״Jene s!in׳d‘s, die eine Kluft aaifgerissen haben zwischen Vätern und Söhnen, zwischen!Israel und seinem Vater ,Im Himmel, zwischen!der Gegenwart dieses Volkes und seiner Vergangenheit. Jen׳e sind's, die mit furchtbarer Grausamkeit die Seele des!jüdischen Volkes!in!Stücke zerrissen. Jene, ׳die den ׳Sabbat entweihen und alles, ׳was uns heilig ist, s!i e sind's, d!i e sich trennen! Wir aber sind‘«, welche ׳die Einheit erstreben. Wir s i 11 d d i e W ä c ht e r, ׳die da wachen, daß Israel, dieses ■u n ve rg 1 e I c h 1 i c h e V o 1׳ k a u!f £ r ׳d e n, ׳seine E li n h e i t und Verbundenheit mit!Israels Thora nicht verliere!“ Es ist keine!Uebertreibung, sondern buchstäblich wahr, daß ׳die Gegner unserer ׳Gesinnungsgenossen ׳in Erez J!Israel, die ׳auch unsere Gegner ■un'd des gesamten gesetzestreuen Judentums sind, mit einer!kaltherzigen ׳Grausamkeit, ׳die an den Zynismus eines Jcrobean erinnert, die!Seele des ׳jüdischen Volkes ׳in tausend Stücke zerreißen. Während bei uns zahlreiche ׳jüdische Menschen, ׳die in ihrer persönlichen Lebensanschauung und ׳Lebensführung dein orthodoxen Judentum angehören, trunken von den Phrasen ׳der Einheit, des ׳Friedens und der Liebe, alles jüdische Heil, ja, eine förmliche Renaissance des Judentums ׳von einer liebvohen Duldung, auch des ׳Unduldbarsten sich versprechen, während;bei uns Gesinnungsgenossen, ׳voll ehr- ■liehen Unmuts über die tragische Zerissenheit der• 'Geister!und Seelen ׳im ■heutigen Judentum, trunken genug sind* u׳m die ׳Schuld an diesem פירור unserer ׳Zeit nicht den!Unglück-;seligen Gestirnen ׳des liberalen zionistischen Judentums, sondern ■der selbständigen Orthodoxie und ihren ■Gemeinden und Organisationen, vor allem der Agudas Jisroel zuzuwälzen, spielen si ch ׳a׳u f d e m h e׳i li g e n!B od e 11 •i n Erez J i s r 0 ei •z׳u r z e i t ׳D i n g e von solch 1111■ ■g 1 a •u ׳b 1 i c h e r F r i v 0 1 i t ä t ab, ׳daß s e 1 ׳b ׳s t der t!iefste bis zur völligen ׳B e w 11 ß t 0 1׳ s i g k e i t fortgeschrittene Rausch zu schreckhaft au f ׳f ah r e nd e r, hell und klar ׳b lli c k e nd e r!Nüchternheit erwac׳hej1 müßte. In einer jüdischen ,Krankenkasse, welche von der Zionistischen!Organisation mit ägypt. ׳Pfund 13.400 unterstützt wird, ist die Anstaltsküche tref o! Werden die 'Kranken an den ׳P e s a c h t a g e n mit C'homezkost verpflegt; wird an jüdischen ׳Kindern die •Milch, wenn überiliaupt, ■in traditionswidriger Weise, ׳mit Weglassung der ׳Mezizah, 1 •e d i g 1׳ i c h ׳a u s n ׳a t ׳i 0 n a!1 e n u n d!h y g i ■e 11 ׳isc ■hen-Gründen aus טעמים לאומיים יבראותיים wie ׳Herr Dr. H'irscihowitz konstatiert, vollzogen. In einer Protesteiinga'be ■der ׳Gesetzestreuen und in einer Prozeßhandlung, ׳die im Anschluß ׳daran vor jüdischen Richtern ׳in Tel-Awiw stattfindet, weisen die in ihren heiligsten Gefühlen verletzten ׳Kläger darauf •hin, איך ירגיש את עצמו יהודי' חרד בפסח כשמגישים לו מאכלים של פסח באוירה של אכילת חמץ was ein gesetzestreuer Kranker empfinden muß, wenn man ihm ■am Pesach »in einer Völlig unjüdischen!Atmosphäre, in einer ׳Umgebung, die ■sich am Pesach ■mit •Ghomczspeisen •nährt, Pesachspeisen reicht; wie durch die!Handhabung der ßris-!Milch in diesem von ■zionistischen Geldern finanzierten Krankenhause. מתרבים ערלי□ בישראל die ׳Zahl derer, die über, ׳das Gebot der ,Milch ׳sich •hinwegsetzen, sich immer mehr und mehr •vergrössern werde in Israel. ׳Und ׳während der in Tel־Aw׳iw erscheinende ״Haarez“ lin spaltenlangen 'Berichten .von!den Einzelheiten dieses Schadprozesses ■berichtet, erfahren wir ׳gleichzeitig au׳s einem Artikel!des ״Haolarn“, daß einer der konsequentesten Wortführer .׳des religionslosen ׳Nationalismus Breslau zu seinem schon!früher erwähnten Onkel Jesajas Pick, ׳der ׳ihn ■zu ׳sieh lud, ׳und!dem es auch gelang, sein erschüttertes ׳und schwankendes Gemüt wieder ins ■gehörige ׳Gleichgewicht zu!bringen. ■Daß ׳zwischen Dr. Markus und ׳seiner Familie vorher tatsächlich ein Zerwürfnis eimgetreten, geht auch׳ aus ׳der ׳schon erwähnten, in 'Stockholm 1897 ■erschienenen Autobiographie des Aron Isak hervor. Dieser •erzählt!dort (S. 15), daß Dr. ׳Markus׳, ■dem er auch Undank 1vorwirft, •1׳sich ans Strelitz ׳unter einem Vorwände entfernte und ■Weib ׳und!Kind im Stiche ließ. * Von!Breslau ging er nach Lissa in Posen, wo er von ׳der jüdischen Gemeinde mit einem jährlichen Geha'lt von 500 Talern als Spitalsarzt angestellt wurde*). Schon nach einem Jahre ließ er seine Frau und sein •Kind nachkommen. Von seinem Trübsinn und •Skeptizismus!geheilt, übte er dort von 1772 bis 1786 auch ׳bei ׳den ׳Bürgern ׳seine ärztliche Praxis a׳us. Kurz vor seinem Tode ׳ging er nach Strelitz ׳zurück, wo er am 28. ׳März 1786 starb. So endete ■der schwer־ geprüfte!und vielgelästerte Rabbinersohn in verhältnismäßig noch jungen Jahren. Tyclbsen verbreitete über ihn das Gerücht, da8 er an ■Breslau zum Christentum übergetreten ist. Dieser ' falsöhen Behauptung steht aber ׳die Tatsache ׳gegen• über, daß laut einer Eintragung im Altstrelitzer Cliewra-Kadisdia-tBudi Dr. Mozes dort als Jude starb**). Wir ׳schulden der Wahrheit ׳und ׳dem Andenken *) Leviu, Geschichte d. Juden in Lissa S. 156. **) Donath a. a. O.

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