Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 15 (20.4.1928)
- Date
- 1928-04-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2629891-2630244-2630258--2939-2634874- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Košice 1× ep/1000233
- Prešov 1× ep/1045481
OCR text
JÜDISCHE PRESSE Nr. IS Seite 106 SEIDENHAUS S.WTTTHETMl jüdische Kolonisation ״O-zet“, Katz, nach den Vereinigten Staaten begeben, um dort über den Plan einer jüdischen Großkoionisation im Rayon Biro Bidschan in Sibirien Vorträge zu halten und die amerikanische Judenheit über den Charakter. des Landes, das als ein autonomes jüdisches Land ausersehen ist, aufzuklären. Haifa Luftfahrstation der Linie England—Indien. (J. T. A.) Das englische Luftverkehrsministerium ersuchte die Palästinaregierung, in den Plan des großen Hafens in Haifa auch eine Luftverkehrsstation einzuschließen, da Haifa als ein wichtiger Punkt der beschlossenen Luftlinie London— Indien über Athen, Cypem und Haifa ausersehen ist. 20 Millionen Dollar für die jüdische Kolonisation in Rußland. (J. T. A.) Der bekannte Chikagoer Philanthrop Julius Rosen wald hat eine Summe von 5 Millionen Doliar für die Fortführung und Erweiterung des Kolonisations- Werkes des Joint in der Krim und der Ukraine unter der Voraussetzung gespendet, daß weitere 5 Millionen für den gleichen Zweck von anderen Personen zur Verfügung gestellt werden. Die Kolonisationsarbeit im Fernen Osten wird in Angriff genommen• — 3000 jüdische Familien haben sich in die Siedleriisten eingetragen. (J. T.-A.) In der soeben abgehaltenen gemeinsamen Sitzung der Gesellschaft OZET und der Landwirtschaftsexperten des KOMZET wurde mit- I. Tuchiauben Nr. 8 bringt *ur Frühjahrssaison die allerneuesten Seiden- Stoffe in größter Auswahl zu fabelhaft billigen Preisen zum Verkauf Cr§pe de Chine imprimä, neueste Dessins. Cröpe Georgette imprime, neueste Dessins ... , . S Seidenfoulard, französ. Muster . . S Mongol, alle Modefarben.S Mantelseide, schwarz und farbig . S Seidenbrokate für Füller.S Chinesische Rohseide . . , . . . S Original Japan-Pongis.S S 15.-, 12.-, 9.- 18.-, 9.80, 19.-, 5.60, 15.-, 12. 7.50, 6. 16. 12.-, 4.90, 5.80, 9.- 3.80 4.90 2.90 Seidenreste zu bevor sie sich halben Preisen 1 n!cht von unserem überzeugt hat Keine Kunde kaufe, seriösen Angebot Unser aütes iPringEg*: Verkauf per Kassa zu billigsten Engrospreisen geteilt, daß sich bis jetzt 3000 jüdische Familien durch Eintragung iri die Listen bereit erklärt haben, nach dem Rayon Biro-Bidschan im Fernen Osten zu gehen, um sich dort seßhaft zu machen. Für die Siedlungstätigkeit in Biro- Bidschan in diesem Jahre ist eine Summe von 1,3 Millionen Rubel bereitgestellt worden. Die Sitzung billigte diesen Bericht und beschloß ferner, unverzüglich den Bau von 70 Kilometern neuer Straßen und die Ausbesserung von 70 Kilometern bestehender Straßen im Rayon Biro-Bidschan in' Angriff zu nehmen sowie mit dem Bau von Häusern und dem Ankauf von Maschinen für die neuen Einwanderer zu beginnen. Der Agronom Kamenetzki teilte mit, daß in diesem Jahre zehn jüdische Siedlungen mit je 100 Häusern in Biro-Bidschan gebildet werden würden. 5000 Hektar Land werden in diesem Jahre landwirtschaftlich angebaut, davon werden 3000 Hektar mit Dampfpflügen, 2000 mit Pferden gepflügt werden. Zu diesem Zwecke werden 50 Traktoren und 800 Pferde angekauft. Die Versammlung beschloß, von den eingetragenen 3000 Familien 500 Familien auszuwählen, die sich noch in diesem Jahre als die erste Pioniergruppe nach Biro-Bischan begeben sollen. Die Regierungskommission für jüdische Landansiedlung KOMZET hat unter dem Vorsitz von Mereschin beschlossen, das gesamte Kolonisationswerk in Biro-Bidschan der Gesellschaft OZET zu übertragen. Es wird ein diesbezügliches spezielles Abkommen zwischen KOMZET und OZET abgeschlossen werden. Aus dem jüdischen Oemeindeleben Gemeindewahl in Beregsas. Wie aus Beregsas berichtet wird, vollzog sich die am 8. April stattgefundene Vorstandswahl unter der heftigsten Agitation. Wie bei der vorigen, von den Behörden annullierten Wahl kämpften auch diesmal zwei Parteien um die Leitung der Gemeinde. Die eine Partei stellte Herrn Mor. Korach als Präses auf. Ihr stand abermals die vereinigte Partei der zionistischen und nichtzionistischen Unfrommen mit einer Gruppe von — Munkacser Chassidim (so unglaublich dies auch klingen mag!) gegenüber, die sich wieder Herrn Alexander V a r i zum Präses der orthodoxen Gemeinde auserkoren hatte. Zum tiefsten Schmerze aller prinzipiellen orthodoxen Juden unter den Gemeindemitgliedern dieser angesehenen orthodoxen Gemeinde in Podkarpatska Rus hat diese Partei sich als überlegen erwiesen und diie Leitung einer großen orthodoxen Gemeinde geht wieder an einen Vorstand über, an dessen Spitze ein Mann steht, dessen persönliche Lebensführung nicht im entferntesten auf Verständnis oder gar Opferbereitschaft für Thora und Mizwoth schließen läßt und dessen religiöse Gesinnung für die Jugend der Gemeinde keinesfalls beispielgebend sein dürfte. Die Gemeindeleitung wird nunmehr aus folgenden Herren bestehen: Alexander V a r i (Präses), Jos. Kroh jun. und Sam. Klein (Vizepräses), Eugen Adler, G. Braunstein, F. Beermann, Franz Berkovits, Ign. 'Berkovrts», S. C. Braun, Ad. Bornsteinr G. Endzweig, L. Fleischmann, Emil Fuchs, A. Fodor, S. Fischer, M. Friedmann, D. Fuchs, Mor Friedmann, K. Grünfeld, F. Hartman», S. Hamburg, A. Hausmann!, M. Indig, Edmund Izsak, M. Korach, Jakob Katz, Ign. Kestenbaum, Wilh. Klein, Eugen Katz, Ed. Kertesz jun., Ign. Kroo, Ign. Kroh sen., M. Klein, Mos. Katz, S. Kroo, Ad. Kahan, G. Kestenbaum, Andor Laszlo, Wilh. Landau, Sal. Markovits, Sam. Mehes, Ludw. Nemeti, S. Oesterreicher, L. Rooz, Ign. Rothmann, H. Rosenbaum, Sal. Aron, Sal• Spitz Sam. Schwarz, Sal. Schwartz, Sam. Schwartz (Muzsaly), F. Weiß sen., Mart. Weisz, Wilh. Weisz, Sam. Weisz, ■M. Weißberger, Jos. Wachtenheim, Jakob Winkler, M. Wolkovits und H. Williger. In ersten orthodoxen Kreisen sinnt man angesichts dieses neuen Schlages, den die Orthodoxie in Beregsas erlitten hat, nach Mitteln, um aus Zuständen herauszukommen, wie sie sich der letzte Kegelklub' nicht gefallen ließe. Gemeindewahl in KoSice. Unter großer Erregung und heftiger Agitation der Parteien ging am 2. Chol-Hamoedtag die Vorstands- und Repräsentantenwahl der orthodoxen Gemeinde in Kosice vor sich. Es standen sich auf der einen Seite die bisherige! Gemeindeleitung, die bei der vorigen Wahl die Majorität erlangt hatte, und die rigorosere Richtung, wie sie von den früheren Gemeindeleitung vertreten wurde, gegenüber. Das Zünglein an der Waage bildeten die Chassidim, die in der ״Klaus“ ihre Zentrale haben. Die Wahlbeteiligung war außergewöhnlich stark; 464 Mitglieder haben ihre Stimmzettcl abgegeben, was einer Wahlbeteiligung von 95 Prozent gleichkommt. Das Interesse für den Ausgang der Wahl war auch außerhalb der Gemeinde Kosice sehr rege, ist doch der Geist, i n welchem diese führende orthodoxe! Gemeinde der Ostslowakei geleitet wird, in vielen Be- Ziehungen für die Gestaltung der Dinge in der slowakischen Orthodoxie v on entscheidender Bedeutung. Dabei darf allerdings nicht außeracht gelassen werden, daß es sich bei den Wahlparteien in Kosice bloß um Nuancierungen und taktische Fragen innerhalb der prinzipiellen Orthodoxie handeln kann, denn der Kosicer orthodoxen Gemeindet gehören im Gegensatz zu manchen anderen orthodoxen Gemeinden des Landes mit verschwindenden Ausnahmen fast nur streng jüdisch lebende und denkende Mitglieder an. Die jetzt stattgefundene Wahl gewann jedoch dadurch an allgemeiner Bedeutung, daß die vor einigen Jahren eingesetzte Bewegung zur Verdunkelung der orthodoxe»' Prinzipien innerhalb der orthodoxen Gemeinden auch in Kosice Fuß zu lassen begonnen hat und — vielleicht sogan entgegen der Absicht der Beteiligten — in mehreren Gemeinaen der Ostslowakei zur Wahlparole erhoben wurde. Dies hat der Großteil der Gemeinde erkannt, sich jetzt mit dem Stimmzettel für eine Entwicklung der Gemeinde und ihrer Institutionen in der rigoroseren Richtung entschieden. Das Wahlresultat bedeutet einen annähernd vollständigen Sieg der früheren, in der letzten Wahl vorübergehend unterlegenen, Majorität. Die Gemeindeleitung besteht nunmehr aus folgenden Herren: Simon Scharmann (Ehrenpräses), Benj. B a j e r n (Präses), Jerem. G o 1 d n e r (Vorsteher), Dan. Neugröschi (Gabbaj), Ign. Roth (Kassjer), Ernst Weisz (Kontrollor), ls. Finder, Wolf Reichmann, Aron Leser, M. Lichtmann, Eugen Feldmann, B. Weitzen, Simon Ehrlich, R. Bunzel, M. W. Spira, F. Gleich, Ch. J. Berger, Mor. Haas, Abraham Klein, Jakob Kurz, Ign. Schianger, A. Schwalb, L. W. Günzburg, Adolf Weisz, G. Rottenberg, £. Malmed, Mor. Liebermann, Iglodi Berkovics, Jak. Narzisenfeld, Sam. Neitmann, Jos. Schwarz, Jak. Blumenfeld, Leop. Riemer, Aron Glück, Heinr. Elfer, M. Krauß, Isid. Liebermann, Mor Sclnveid, Jakob Ehrenberg, Jos. Kraußmann und Simon Zopf (Repräsentanten); Herrn. Schweid, Emil Weisz, S. Amsterdam, Sam. Blum jun., Adolf Deutsch׳, Majer Krauß, Desider Goldstejn, Sam. Glück, Mor. Guttmann sen. und J. Katz (Ersatz-Repräsentanten). Bei dieser Zusammensetzung der Gemeindeleitung, in deren Vorstand auch die bisherige Leitung durch führende Persönlichkeiten vertreten ist, ist eine gedeihliche und ertolgreiche Arbeit im Interesse der Gemeinde und der gesamten Orthodoxie zu erhoffen. Im besonderen wird von der Gemeindeleitung die Vollendung des während der letzten Jahre begonnenen ,Ausbaus der religiösen Institutionen, die intensive Beschäftigung mit der Erhaltung der Jugend für die Orthodoxie und endlich auch eine der Kosicer Judenheit würdige Beteiliguug an den Klal-Aufgaben der Orthodoxie erwartet. Gemeindewahl in Galanta. ln der orthodoxen Gemeinde Galanta I fand am 25. Nissan die Neuwahl des I Gemeindevorstandes unten sehr reger Beteiligung der Gemeindemitglieder statt. Zum Präses wurde nunmehr zum achtenmal Herr Ignaz Stern, Mitglied der orth. Landesrepräsentanz wiedergewählt und damit Hoffnung auf eine׳ weitere Entwicklung der Gemeinde in der bisherigen religiösen Bahn gestärkt. Wie während seiner bisherigen Tätigkeit wertvolle Institutionen — wie das Altersheim mit einem Kostenaufwand von einer Viertelmillion Kronen und die Talmud Thora — geschaffen wurden, so ist auch für die Zukunft ein reiches1 Arbeitsprogramm zur Hebung der Religiosität vorgesehen. Unter anderem soll jetzt auch die mehr als hundert Jahre alte Synagoge mit einem voraussichtlichen Kostenvoranschlag von etwa hunderttausend Kronen renoviert werden und dadurch der religiösen Opferwilligkeit neue Impulse gegeben werden. P. Gemeindewahl in Secovce. Aus Secovce (Gälszäcs) wird gemeldet: Nach einer mehrjährigen von allen יראים bedauerten Ueber- ■gangszeit hat unsere Gemeinde durch die Wiahl, die am Iczteil ח ו ה מ״ם unter erbitterten Kämpfen zwischen den □יראי und der Partei der bisherigen Gemeinde־ leitung stattfand, eine Führung erhalten, ■ die mit ganz wenigen Ausnahmen aus streng orthodoxen und d!er Orthodoxie mit Herz und Seele ergebenen Mitgliedern besteht. Zum Gemeindepräses wurde Herr Josef Rothenberg gewählt, unter dessen Leitung, wenn seine Bestrebungen von den Geme׳indem׳itg1iedern in gebührender Weise!unterstützt werden, die Gemeinde sich abermals zu einer starken Pflegstätte prinzipientreuer Orthodoxie entwickeln •könnte. Gemeindewahl in Presov. Die am D ״ D ח 1 ה mit Spannung erwartete Wahl der Leitung in •der orthodoxen Gemeinde van Pne׳sav hat, wie zu erwarten war, in ‘ der Gemeindeleitung keine wesentliche Aenderung herbeigeführt und dem Gemeinde- Vorstand unter Vorsitz des Herrn Dr. S. Neuwirth durch das Vertrauen fast aller streng orthodox gesinnten Mitglieder die Möglichkeit gegeben, die schweren Schäden, die das orthodoxe Judentum seit dem Hinsoheiden des Herrn Oberrabbiners Fischer צ ״ ל T durch die Ueberhandnahme nationalistischer und zionistischen Tendenzen in der Gemeinde erlitten hat, mit zielsicherer Energie zu heilen. Vorstandswahl!11 der Chewra Kad!scl1a von Uzhorod. Aus Uzhorod (Ungvar) wird uns berichtet: Die am 10. Apri'l vorgenotnmene Neuwahl in unserer Chewra Kadischa hat den Sieg des bisherigen Vorstandes ergeben. Dem Vereinsvorstaude gehören jetzt folgende Herren an: Jos. Rosenberg, Mor Gellis, Sam. Fischer, Mor Braunfeld, Jos. Glück, Mor Stern, F. Weißberger, M. jakubovics jun., Wilh. Mermelsteiu, Kalman Weiß, Jak. Feldmann, Dr. Josef Szabo, Leop. Hämos, Sim. Sichermann, Jos. Reichfeld, Ab. A. Klein, L. Preuß, B. Guttmann, Wilh. Fülöp jun., Dr. B. Hämos, Leop. Bley, L. Rosenberg, Ign. Ackermann, lg. Abrahamovics, J. Kerkovitsch, S. Roth, Leop. Stern, Eugen Koos. J. Abraham und Jak. Ausländer. Chewra Kadischa-Wahl In Bratislava. Die auf den 2. Tag חוהמ״ס angesetzte General- Versammlung •der Bratislavaer Chewra Kadischa litt unter allgemeiner Interesselosigkeit -der Mitglieder. Trotzdem den Mitgliedern einige Tage zuvor ein umfangreicher, splendid ausgestatteter Bericht mit zahlreichen statistisehen Tabellen zugegangen ist, war nicht die Hälfte der Mitglieder erschienen. Nach einigen opponierenden Bemerkungen des Herrn Markus Fürst über den geplanten Spitalbau und über die Kassabilanz und einer sehr scharfen Antwort des Herrn Isidor Engel wurde die Wahl vorgenommen, die ohne Widerspruch nach!den Wünschen •der Leitung ausfiel. Chewra Kadischa-Wahl in Munkäcs. Die ׳diesjährige am D״D חוה stattgefundene Wahl in der M u n k a c s e r C'hewra Kadischa stand — wie seit Jahren alles, was mit Juden und Judentum irgendwie zusammenhängt — im Zeichen des großen Konfliktes zwischen der ״Munlkacser“ und der ,✓Beizer“ Partei. Die Wogen dieses bewegten und ■ mit wechselndem Glück geführten Kampfes zogen die Chewra Kadischa als bedeutungsvollste Institution der Gemeinde fast ebensosehr in den Wirbel des Partei’haders hinein wie die Gemeinde selber. Während aber in der Gemeindeleitung die ״Munkacser“ längst die Oberhand erlangt haben und dort die ״Beizer‘“ — wie es aussieht — ohne Rücksicht auf die Folgen vollständig niederririgen, scheinen die ״Beizer“ in der Chewra Kadischa fest im Sattel zu sitzen, ohne die Zügel der ״Ra׳bbiner!partei“ übergeben zu wollen. Das bewies auch die Neuwahl des Vorstandes, bei der •ungeachtet der wochenlang geführten Gegenagitation die Liste der bisherigen Leitung durchdrang. Es wurden gewählt die Herren: Mor Engel, Josef Blum, Josef Tulipan, Sam. Klein, L. Singer, Ign. Rosmann, Marik. Sternbach, M. Gottesmann, Sal. Ausländer, Jak. Roth, Osikar Fried, D. Jakabowitsch, Lazar Brody, S. S. Bleier, Sal. Seidenfeld, Adol'f Mermelstein, Osias Seidmann, Ernst Hausmann, Sam. Reisimann und Sal. Moskovitsch. Zum Präses wurde abermals Herr Ernst Weinberger unter ehrenden Ovationen wiedergewählt, der einer Deputation gegenüber dem Wunsche Ausdruck gab, in Frieden und Eintracht zum Wohle des Vereines wirken zu dürfen. Nachdem nun durch diese Wahl die Erregung innerhalb der Gemeinde gewissermaßen zu einem Ruhepunkt gelangt ist, glauben die ernsteren und besonneneren Kreise beider Parteien mit größerer Hoffnung auf Erfolg dahin wirken zu können, daß endlich diesem verheerenden unfruchtbaren Hader dadurch ein Ende bereitet wird, daß ein aus. den führenden Rabbinern des Landes, zusammengesetztes Besdin על סי דין תורה ודעת תורה über den ganzen Komplex ,der strittigen Fragen eine klare und unter allen Umständen bindende und endgültige Entscheidung trifft. Dieser Entscheidung müssen sich dann unter dem Drucke des ganzen Landes sämtliche Bet e i 1 i g t e, also sowohl der Mumkacser Oberrabbiner wie die ״B e 1 z e r“ und natürlich auch die Vorstände der Gemeinde und der Chewra Kadischa vorbehaltlos unterwerfen. Chewra Kadischa in Kosice. Am 12. Adar fand die Generalversammlung der Chewra Kadischa statt. Die Neuwähl wurde unter ׳heftiger Agitation der ׳Parteien vorgenommen und endete mit dem Siege der Liste des bisherigen Vorstandes. , Thoraeinweihung ln Sered n. V. Aus S e t e d wird uns geschrieben: Am שבת 0׳ צו war unsere Gemeinde Zeugin einer erhabenen, alle Gemüter tief ergreifenden Feier. Es wurde das ר תורה DD, welches Frau Wiwe. Eduard S a 1 z e r zum Andenken ihres Mannes ע״ה stiftete, einge.weiht und in den Tempel geleitet. Es ergoß sich über die ganze Gemeinde eine Welle wahrer Heiligkeit, als sich der Festzug — das ספר תורה unter der חופה voran — unter den Klängen jüdischer, in Herz und Seele einschmeichelnder Melodien durch die Gassen der Stadt bewegte. Die Gemeinde zeigte wieder לבני זבולון ״סערעד״ daß sie zu den geistigen Kindern D׳}Y?^1gehört, daß sie der זבולוד der Mäzen unserer Zeit für die כני יששכר, unserer Zeü für die 86בחורי ישיבה^ will. Die נדרים ונדבות von diesem שבת gehörten ausschließlich der Jeschiwa Mensa. Am Abend versammelten sich die Gemeindemitglieder im gastfreundlichen Hause des Herrn Alex. Krakauer, Schwiegersohn der Spenderin, zu einer טלוה ומלכה. Die שירים ותשבחות gesungen von den Zöglingen der שיבה’ erzeugten eine echte unverfälschte ״שמחה של מצוה Stimmung. Es zeigte sich, wie leicht und lohnend es ist, die