Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 15 (20.4.1928)
- Date
- 1928-04-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2629891-2630244-2630258--2937-2634872- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Atfctnt-ic City und dann auf dem Baseler Zionistenkongreß fhre Auswirkung gefunden und sind nach dem . Kongreß vor allem ln einer Reihe persönlicher Reibungen in Erscheinung getreten, die gewisse Veränderungen •in leitenden Stellen zur Folge hatten. Zu Weidmanns Ankunft hat man eine besondere Zuspitzung inszeniert, indem eine Reihe von Mitgliedern der amerikanischen Exekutive ihre Demission gegdben haben. Dies dürfte damit Zusammenhängen, daß man von Wcizmanns Intervention eine Stärkung der gegenwärtigen amerikanischen Führer, das heißt der Lipsky- Gruppe, erwartet; aus diesem Grunde haben die -Gegner Lipsikys — als Protest gegen die Einmischung von London — sich zurückgezogen ... Wedgewood fordert die Umwandlung Palästinas In einen britischen Teilstaat. I׳m Verlage der englischen Arbeiterpartei ist unter dem Titel ״Das siebente Dominium“ ein Buch über den Zionismus erschienen, dessen Verfasser der bekannte Zionistenfreund Wedgewood, der Arbeiterführer und Minister im Kabinett Macdonaid, Ist. Wedgewood stellt׳^ vor allem fest, daß England als Träger des Palästinamandates verpflichtet Ist, den Aufbau des jüdischen Palästina materiell und moralisch zu fördern. Die englische Vcrwaltung darf nicht, wie bisher, untätig mit ansehen, wie sich die Juden unter den schwersten Verhältnissen abrackcrn urjd englische Beamte ihnen tibch Hindernisse bereiten. England als Mandatarmacht hat die Pflicht, seine Macht, seinen Einfluß und seinen Kredit in den Dienst der Sache des Aufbaues zu steilen. So legt Wedgewood die Pflicht Englands fest. Dann aber spricht er vom Rechte Englands und wirft die Frage auf: Soll England das jüdische Palästlna aufbauen auf die Gefahr hin, daß dieses mit seiner Hilfe geschaffene politische Gebilde von dritter Seite benüfczt werden kann, utn England in seinen Stellungen in Asien u׳nd Afrika zu •bedrohen? Wie kann eine Garantie geschaffen werden, daß dieses jüdische Palästina, auf einem für das britische Reich so lebenswichtigen Punkte gelegen, nioht in־ den Dienst der Feinde gerät oder sich in diesen Dienst begibt? Wedgewood gibt dazu die Antwort: Pa- 1 ä s t i n a muß ein Bestandteil des britischen Reiches׳ werden, ein Tcllstaat des b r i t isehen I m p e r i u m s,. d a s siebente Dominium. Oer Rücktritt des Rotterdanier Raws, Oberrabbiner Dr. B. L. Ritter. Perücken 11. Scheitel vom lauer zu den denkbar killigsien Men Hanl im Speiita für HaaraMen mm wgen, 0.9 Mah&arsfraße 5, TeB. 774-54 Schilderung eine überraschende Nachricht gleichsam wie eine Bombe aufplatzen. Der ehrwürdige, von allen hochverehrte Oberrabbincr von Rotterdam, ein Greis von 73 Jahren, hat abgedankt! Die Vorgeschichte dieses in ,den Annalen des holländischen Judentums fast unerhörten Ereignisses, zeigt uns leider deutlich, daß unter der ruhigen Oberfläche gefährliche Klippen lauern und für das Judentum im Staate Holland etwas faul j$t. . einiger Zeit an die Gemeinden ein Rundschreiben gerichtet ,oes luhaltes, daß Geineindenii Glieder. die eine heimisch Ehe eingehen, keine öffentlichen Aemter und keine Ehrenstellen in der jüdischen Gemeinde bekleiden sollen. Noch vor hundert Jahren, ja fünfzig Jahren hätte man einen solchen Schritt als einen Kampf gegen Windmühlen betrachtet. Und heute? Der Rottcrdamer Kerkeraad. d, i. Gemcindevorstaud. hat diese, man möchte doch meinen, ganz selbstverständliche Forderung abgelehnt! Wir werden es nun begreiflich finden, wenn Oberrabbiner Dr. Ritter zum Zeichen des Protestes gegen einen solchen Gemeindevorstand seine Demission anbietet. Aber sollte damit diese Angelegenheit erledigt sein? Wir hoffen, daß nein. Im Interesse nicht nur des holländischen, sondern des gesamten Judentums muß ein Weg gefunden werden, um diese Schmach abzuwehren. Die Stadtratswahlen in Pabienice. Ein glänzender Sieg der Aguda. Die Gemcinderatswahlen in Pabienice, in dieser an und für sich nicht sehr bedeutenden Fabriksstadt Polens, wurden von der öffentlichen Meinung in Polen mit fieberhaftem Interesse verfolgt. Es fanden hier nämlich nach den Parlamentswahlen zum ersten Male Wahlen in eine öffent- Hohe Körperschaft statt, welche über die Stimmung der Bevölkerung und über ihre Stellung zu den politischen Partaien Aufschluß geben kann. Auch die jüdische Bevölkerung rüstete sich eifrig für diese Wahlen, Die Zionisten wollten durchaus den Beiweis liefern, daß sie auch ohne die übrigen Minderheiten eine führende Stellung erobern können. Es gelang ihnen auch, die Handwerker und die unparteiischen Orthodoxen für sich zu gewinnen, Dessenungeachtet konnten sic bloß 1300 Stimmen (dre׳i Mandate) erobern. Agudas Jisroel, die ganz selbständig zur Wahlurne ging, konnte 1700 Stimmen auf sich vereinigen. Nach diesem Wahlausgang zu schließen, werden jene recht behalten, die in der Niederlage der Agudas bei den Sejmwahlen bloß eine Verkettung van unglücklichen Zufällen und somit nur eine vorübergehende Erscheinung erblicken, die ohne wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung der Aguda bleiben wird. Der Oberrat ׳der holländischen Rabbiner hat vor .... So wie inan, nach einem bekannten Dichterwort, die beste Frau und den besten Staat daran erkennt, daß man von ihnen nicht spricht, ebenso war es die längste Zeit mit dem .holländischen Judentum der Fall. In der Tat befindet sich kaum irgendwo auf Erden das Judentum in einer solch günstigen geistigen, kulturellen und materiellen Situation wie gerade in Holland. Infolge des liberalen und vorurteilslosen Geistes seiner Bewohner, fanden unsere verfolgten Brüder daselbst immer die freundlichste Aufnahnie und erfreuten sich auf allen Gebieten vollster Gleichberechtigung. Durch die friedliche und auf das Praktische gerichtete Politik seiner Staatsmänner blieb es von allen Schrecken und Greueln des Krieges verschont und wurde wieder wie in alter Zeit ein Zufluchtsort für viele unserer Glaubensgenossen, besonders aius den ,östlichen Ländern. Auch ein großer Teil der Antwerpner Judenschaft fand während des Krieges in Holland eine Zuflucht, und in unser aller lebhaftem Gedenken sind noch die Wochen, ja ,Monate, die unsere von den Kriegsentbehrungen so hart mitgenommenen Kinder , in Holland verbracht haben und die viele von diesen Kindern vielleicht als die glücklichsten ihres Lebens zählen werden. Aber nicht nur der ökonomische, auch der religiöse und kulturelle Zustand ist ein äußerst günstiger. Vielleicht der günstigste von sämtlichen westeuropäischen Ländern. Das kleine Holland besitzt neben großen jüdischen Bibliotheken ein Rabbincrseminar. das auf streng religiöser Grundlage steht und dessen Leiter seit ichcr weltberühmte jüdische Gelehrte sind. In ganz Holland gibt es keinen sogenannten liberalen Rabbiner, ja nicht einmal eine Orgel in einem jüdischen Tempel, Noch heutigen Tages sind in Amsterdam viele Geschäfte am Sabbat geschlossen und sogar in der berühmten Diamantenbörse, deren Präsident ein Jude ist, ruht am Sabbat, der Betrieb. _Und nun hören wir aus dem idyllischen Bilde dieser Danksagung. Der Verein ״Frauenhilfe der Adaß Jisroel“ hat diesen Pessach einer großen Anzahl unserer notleidenden Glaubenskinder Unterstützungen' In größerem Ausmaße zuteil werden lasse«. Die Mittel für diese Aktion sind durch die Mitglieder der Frauenhilfe zustande gebracht worden, die durch eifrige Sammeltätigkeit dieses schöne Werk edelster Menschenliebe ermöglichten. Allen Frauen, die sich dabei beteiligt haben, sowie auch den großherzigen Spendern sei hiemit herzlichster Dank gesagt. Pessach in der ״Einheit“. ”Die ״Einheit“ erfüllt wohl das ganze Jahre eine große, große Aufgabe, indem sie Hungernde speist. Aber in den Tagen des Pessach wird diese Aufgabe vermehrt und zur Zufriedenheit des Vorstandes ■ist gerade die Veranstaltung der Scderabeude und die Bereitung ■der Pessachausspeisimg eine seiner schönsten Aufgaben. Zumal in diesen schweren Zeiten. Unsere Küche ist wahrlich der Gradmesser für den materiellen Zustand unserer Glaubensbriider. Heue 1־ g a b c ti wir i in ganzen 16.300 P 0 rti onen Essen, ■davon 1010 Portionen ohne jedes Entgelt. Die Not hat sichtlich zugenomtnen. Schön war es an den S e d e r a b c nd c 11. In der allgemeinen. Abteilung und 1,in den Mittelstandssälen lasen frohe Menschen die Erzählungen der Hagadah uird sangen deren frohe Lieder. Heilige Begeisterung lag auf allen Mienen. Daß wir auch die Studierenden der Mensa aca• demica judaiqa ri Dualis, II., Im Werd 13, mit bester Pessachkost versorgen konnten, hat die Wünsche und Absichten des׳ Vorstandes ebenfalls mit Freude erfüllt. Wie alljährlich, sandten wir auch den Häftlingen der Wiener Gerichte Essen. Es sollte ein Zeichen des Wertes der Freiheit sein, wozu vor allem das Freiheitsfest aufforderte. Durch Gaben des Kultusvorstandes, des amerikanischen Komitees, der israelitischen Allianz, der B’nai B’rit'11 Logen, der. Chewra Kadischa und edler Gönner waren wir zu diesen vielfachen Leistungen befähigt. Wir richten aber, eben im Vertrauen, daß die weiteste jüdische 0 e f ■f e n t :1 i c h k e i t unser Wirken mit Befriedigung a u f n e h men wird, an alle Frauen und Männer der Wiener .1 u d c n s c h a f t die Bitte: G ed e 111k e t stets in Leid und Freu d׳ der ״E in h e i t“. ״Marpe Lanefesch“, Im Bet hause ״Marpe Lanefesch“ wurde in den Pessachtagen der Rabbinersitz des greisen Rabbiners Nochemje Friedmanh, seinem Wunsche entsprechend, seinem Sohne. Rabbiner David Friedmann aus Wiener-Neustadt übergeben. Rührend war es zu hören, wie der greise Rabbiner Worte des Abschiedes und des Dankes au den Vorstand und sämtliche Tempelbesucher richtete. Tn markanten Worten gab sein Sohn zu erkennen, daß er stets darauf bedacht sein wird, an den vom Vater eingerichteten תפנוח festzubalten. Dienstag abend vor תפלה Beginn wurde der neue Rabbiner von dem Obmann des Vereines Herrn Fiilöp Fleischmanu und Tempelvorsteher Herrn Mayer Augapfel abgeholt und in den Tempel zu seinem Sitz geleitet, wo der Obmann וזי einer kurzen Ansprache die Hoffnung und den Wunsch aussprach, daß das Wirken des neuen Rabbiners zum Ruhme des Vereines werde. שביעי של פ״ hielt der neue Rabbiner eine eindrucksvolle דרשה welche allgemeinen Beifall erntete. Der gesamte Vorstand versammelte sich nachher Moses. Die itt Nummer 13/14 der ״Jüdischen Presse“ erschienene ״Moses“-Rezension unseres!!.־Mitarbeiters glaubt der Autor des besprodienen Werkes nicht unwidersprochen lassen zu können. Wir geben selbstverständlich gerne seinen Bemerkungen Raum. D. Red. Löbliche Redaktion! ltn Vertrauen auf Ihre Loyalität ersuche ich Sie höflichst, mir zu der in Nummer 13/14 der ״Jüdischen Presse“ vom 2. April erschienenen Besprechung meines ״Moses“ einige Bemerkungen zu gestatten. Ohne darauf eiuzugeheu, daß Rezensent anscheinend den Gedankengang meines Buches gar nicht begriffen hat, möchte ich heute nur ganz sachlich all das berichtigen, was Rezensent aus meinem Buch zitiert, ohne daß ich es dort sage. Ich sage nirgends, ״daß letzten Endes aber der Volks- Wille und die Energien, die im Volke ruhen, es sind, die das Volk seine eigenen Wege gehen lassen!‘‘ So spräche ein Demokrat, ich bin aber g-ttlöb kein Demokrat. Sondern ich sage (Seite 5): ״,., und sind letzten Eudes die großen geistigen Führer eines Volkes nur die Spitzen von dessen innerem geistigen Leben•“ Ich sage nirgends, daß das jüdische Volk, ״sich ziisammensetzend aus wilden Bauern (!), sich allmählich zur Stufe einer Geistigkeit emporringt, die weit über derjenigen irgend eines anderen Volkes seiner Zeit liegt,“ Sondern ich sage (Seite 6): ״..,der nicht materialistisch Denkende wird bewundernd das geheimnisvolle Gesetz erkennen, das aus wertlosen und wertvollen Einzelmenschen Pöbelhaufen gruppiert, die Pöbelgruppen zusannngnfaßt zu urteilslosen Menschenmassen, die Mensohenmassen jeden Zeitalters weiter vereinigt zu einer verkommenen Generation und aus verkommenen Generationen große Völker aufbaut — Hellenen, Deutsche und Juden.“ Ich schildere Moses nirgends ״als einen rohen und ungebärdigen Hirtenknaben (!) voll urwüchsiger Natur- Instinkte, mild und jähzornig, gutmütig und hart, Kontraste, die bei ungebildeten und unerzogenen Menschen sich je nach der Stimmung in disharmonischer Weise zeigen.“ Sondern ich sage (Seite 17): ״Jedenfalls aber ist eine gewisse Sonderstellung Mosis am Hofe von Theben wahrscheinlich, weniger wohl durch seine Abstammung, als durch sein unägyptisches Wesen verursacht: Der jähzornige, unversöhnliche, leidenschaftliche Moses mußte sich schon in dem Knaben und Jüngling ankündigen .. Ebensowenig sage ich von Moses, ״sein Naturtrieb (!) bricht durch, er entflieht.“ Sondern ich sage (Seite 19): ״So also ging er (Moses) den Weg all seiner Standes- und Altersgenossen, bis seine andere Art mit der Jähheit und Schreckiiehkeit eines Blitzschlages ■die Hülle ägyptischer Fürstlichkeit durchbrach.“ Und sage dann noch deutlicher (Seite 19/20): ״Das erste Mal in der Geschichte tritt hier höhere Sittlichkeit der Gewalt entgegen — Mosis ganze Nachwirkung bis in unsere Zeit klingt schon in den Empfindlingen auf. die ilm zu seiner Mordtat bewogen haben müssen.“ Und am allerwenigsten sage ich, ״er fühlt sich viel wohler im Hause des Bauernpriesters Jitro, bei dem er sich nicht die Fesseln höfischer Sitte anzulegen braucht.“ Vielmehr sage ich von Jitro (Seite 25) ausdrücklich, er sei ״eine zwiespältige Erscheinung. Obgleich ihm etwas unbestimmbar Abstoßendes anhaftet, zeichnet ihn doch manches vor seinen Zeitgenosssen aus.“ Und über Mosis Empfindungen während seines Aufenthaltes in Midjau sage ich (Seite 26): ״,.. und der ältliche Mann in seinem späten Eheglück freute sich vielleicht aufrichtig, dem Hofgetriebe entronnen zu sein.“ Es konnte mir auch nicht einfallen, Mosis Erlebnis mit dem brennenden Dornbusch ״die beginnende Ahnung eines höheren Wesens in der Natur“ zu nennen. Das wäre phanteistisch gesprochen und ich bin G־tt sei Dank kein Pantheist. Ich sage vielmehr (Seite 27): ״Aber sehr rasch muß ihm die Erkenntnis gekommen sein, daß hier ein Wunder geschehe. Erkenntnis des Wunders war aber gleichzeitig Erkenntnis des einen Gottes ... :denn übernatürliches Geschehen setzt als Urheber den über der Natur stehenden Allmächtigen voraus.“ Ich sage auch nirgends, zur Befreiung seines Volkes treibe Moses ״nicht allein das Diktat Gottes, sondern auch das Verantwortungsgefühl für Menschen, in denen gleiches Blut rollt wie in seinen Adern“. Das wäre nationalistisch gesprochen, und ich bin G-tt sei Dank kein Nationalist, Ich sage vielmehr (Seite 32): ״Moses erkannte, wie begrenzt der Glaube dieser Menschen sei, aber in erwachender Liebe j sah er über diese Mängel hinweg; auf ihr Sklavenschicksa! ן schob er die Niedrigkeit, die er in ihren Herzen las — mit I der Befreiung der Lcioer, so hofft er, würdm auch ihre Seelen sich läutern.“ Und später (Seite 42) sage ich sogar ausdrücklich: ״Moses aber, dem Volke, für das er •mit so blutigen Wundertaten gestritten, innerlich ■fremder, als den seiner Größe verwandteren Aegyptern .. Ich sage auch bei' Schilderung von Mosis Tode nirgends, ״Mosis Selbstlosigkeit soll dem Volke in seiner ganzen Reinheit noch einmal gezeigt werden“. Sondern ich schildere umgekehrt Mosis Stolz und betone sein Recht auf eine Sonderstellung noch im Tode (Seite 89): ״Unfaßlieh blieb es Moses,, daß er, der G-tt so nahe gekommen, wie •sonst nur die Engel, nun sterben solle wie ein Mensch, Fraß fiir die Würmer ... In königlichem Grimm erinnerte Moses den allmächtigen G-tt noch einmal, was alles er für ihn getan, schrie er zu G-tt auf, ob es G-ttes und seines Knechtes würdig sei. daß ■der Todesengel,, ein Niedrigerer als Moses selbst. Macht über ihn gewänne?“ Damit genug. Selbstredend ist es ■das Recht eines Rezensenten, die Worte eines Autors umschreibend wiederzugeben. Wenn ein Rezensent ■aber die Worte des Autors in das Gegenteil der ursprünglichen Bedeutung ״umschreibt“, dann ■ist es selbstredend auch das Recht des Autors, die Falschmeldungen seines Rezensenten zu berichtigen. Mit bestem Dank für die Veröffentlichung dieser Zeilen hochachtungsvoll Uriei Birnbaum. Literarische Neuerscheinungen, Ein deutsches Buch, das in neun Sprachen erscheint. Ein Unikum in der Geschichte des deutschen Buches ist Emil Ludwigs ״Der Menschensolin, Geschichte eines P r 0 p'h e t e n“, das Ende des Monats in Ernst Rowohlts Verlag, Berlin, erscheint. Am gleichen Tage wird nämlich dieses neuartige Leben Jesu in London, New York, Paris, Stockholm, Kopenhagen, Helsiugfors, Prag, Warschau und Budapest in den Sprachen dieser Länder ausgegeben. Da das Thema alle Grenzen der Nationen überwindet, darf man auf die Wirkung in den einzelnen Ländern gespannt sein. Wegweiser durch die Sommerfrischen und Winter״ Sportplätze Oesterreichs. Von diesem im Oesterreichischen Verkehrsbureau, Wien, 1״ Friedrichstraße 1, erschienenen Werke sind soeben Band III Kärnten und Band VI Tirol und Vorarlberg neu erschienen. Die einzelnen Bände bringen genaue Preisangaben über Lebensmittel, Ver« pflegung usw, einschließlich der vermietbaren Privat* quartiere sowie alles Uebrige, was der Sommerfrischlet oder Sportsmarm wissen muß. Preis per Baud S 2.50 bis 3