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Jüdische Presse · 1928-04-02 · 13-14 (2.4.1928) · page 9

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
13-14 (2.4.1928)
Date
1928-04-02
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Seite 97 Nr. 13/14 JÜDISCHE PRESSE nis derer, die sieji von uns führen und anführen lassen, wiederum auf andere pfeifen und der ״Partei‘ ebensogut ein umgekehrtes!Programm verschreiben. Unsere ״Leute“ werden auch dieses Programm — natürlich immer und unaufhörlich als ״stolze und selbstbewußte“ Juden Heuen ״nationalen“ Schlages! — gern schlucken,, wenn nur — und .das ist doch die Hauptsache — ein ״Mandat“, ■je nun. irgend ein (Mandat aus der Perne so lockend, so beseligend und versprechend zu uns herüberwinkt . . . Gedacht, gesagt und —-getan! G c t an am IS. März in Kosice. Drei-!bis vierhundert Juden waren im Zuschauerraum anwesend und dennoch — getan, getan, ohne das ׳Hohugelächtcr der ganzen Weit zu scheuen. Hieß cs früher einmal unter Juden (auch unter Zionisten!), man sei bereit, für eine Idee alles zu opfern, so lehrt!jetzt die ״Jüdische Partei“, nach dem!Spruche ihres großen Führers •Dr. Margulies!in Leitmeritz die ״Partei ■ der Aufklärung und des Lichtes“, man solle eine Idee f ti r alles opfern. Da versammelten! sie sich in Kosice, sic allein unter sich — denn einen orthodoxen Juden konnte unser Berichterstatter dort nicht entdecken — und taten beraten -eine Weile gleich ernsten Menschen, die etwas ‘Ernstes wollen. Bald aber fand sich ein lieber Freund, ein Vcrwandtcr, ein' Gesinnungswandelsgefährte und der Pferdefuß kam heraus. Die ״Jüdische W i r t s c 11 a f t s- Partei“, diese Partei der Rabbiner, der ׳Rückständigen, der Antizionisten, der Nichtniindcrhcitsnationalen. die unter Mißbrauch ■ihres (Einflusses auf das ״jüdische Volk“ die heiligsten Wuhlinteressen eben dieses jüdischen ,,Minderheitsvolkes“ für schnöde ׳Münze an die ״Feinde des jüdischen Volkes“ verkaufen und verschachern, hat ein famos vernünftiges und!verflucht e.iu- 1 e u c 11 t e n d c s ■Partciprogr a in tu. ,Das ״jüdische Volk“, das bekanntlich die zionistischen ׳Advokaten allein mit allen Fasern ihres :Herzens in Leben und Tod lieben,!könnte einmal zur ■Besinnung kommen und erfahren, daß sogar ■die ,;Feinde des ■jüdischen Volkes“ die jüdischen Interessen besser wahren als die Zionisten, wenn sie an einem solchen Programme Gefallen finden׳. Darin liegt eine furchtbrae Gefahr! :Eine Gefahr für die vielen hundert- .tausende schwercrrungencu :Kronen, ■die in das erstrebte Mandat der ״Jüdischen Partei“ — investiert wurden . . .!Als einfachste Lö.sung erscheint nicht etwa — wie es weniger ״selbstbewußte“ ׳jüdische Politiker tun würden — die offene, ehrliche politische 'B a n k r o 11 e r •k 1 ä r u n ■g ■der Partei, sondern — die generelle Uebernahme wesentlicher Prinzipien! der angefeindeten, verfemten und mit allen Mitteln der politischen Hetze verfolgten Gegenpartei als Programmpunkte der eigenen meisterhaft wandlungsfälligen zionistischen ״Jüdisehen Partei“. Man ׳diskutiert ein wenig, regt sich noch ein wenig auf und schließlich wird man — handelseinig. So geschehen, den 18. März in Kosice am ״Delegierten- :tage“,!der um keinen Preis ״käuflichen“, den ״•KJeri- •!kalen“ so wenig holden ״Jüdischen Partei“. S 0 s c i d i '11 r! C i v i s J 11 d a e 11 s. Aguda oder ״Machasike Hadass“ in der Slowakei. Von Ch. J. Weiß, Bratislava. I. ln der starren geistigen Atmosphäre der slowäkisehen Orthodoxie ist mit der neuerlich aufs Tapet gehobenen Frage der ,;Machasike Hadass“ ein ׳Strahl von "״m 11.0^ vor'11a״denen lebcnzieiigendeii Kraft gedrungen. Es darf als gutes Omen gedeutet werden, daß die luitiatoren aus ■der Erkenntnis heraus handeln, daß der Pflichtenkieis des orthodoxen Jehudi weit über den Tätigkeits- Dereich einer Kehillo reiche und die Religionsinteressen ״cies g r 0 ß e 11 K 1׳ a 11 J i s r 0 e 1 den weitgespannten IBogen seines!Aktionsradius zu bilden haben. Der Imperativ der תורה lautet: אין לך כל מצור,/ ומצור, שכתורה שלא כרתי עליה ארבעים ושמנה כריתות של שש מאות אלף ןג׳ אלפי□ וחמש מאוח וחמשי□ נמצא וגו׳." ״Es gibt 'kein Gebot ׳in der 1 hora, welches nicht mit acht-!mdvierzig Bündnissen — jedes 603550fach stark — besiegelt wäre. ״Mit achtundvierzig ,Bündnissen bat also השי״יז jede der sechshimderttausend jüdischen Seelen iiit •die *Erhaltung des Gesetzes als 'Bürgen ׳verpflichtet Das Individuum ■und die Gesamtheit des ganzen!jiidf־ sehen V 0 1 k es bilden c 1 ״ e E i d g e 11 0 s s e 11» c h a f t der Gesetzerfüllung und nicht kann der Jude 'Litauens eine \ erantwortung für die religiösen Zustände •Deutschlands und ebensowenig der Jude Slovenskos für die Erez Jisroels aiblehuen.!Das ist• das ■leitende Postulat der Aguda s J i sr 0 e 1. Wenn wir also an die Spitze dieses Aufsatzes die Alter na tivform ,,Aguda oijler Machaslke Hadass‘ gestellt haben, müssen wir auch der Unterschiede zwischen beiden klar werden. ׳Wir!bemerken, daß wir die!Frage als eine 1m Stadium akademischer Erwägung sich befindende betrachten. Eine!freie Meinungsäußerung erscheint daher als zweckmäßig, ohne deshalb der reinen Absicht der ׳Iriitiatoren auch nur im geringsten Abbruch zu tun. -1Die Weltorganisation ■Agudas Jisroel ist aus jener!Notwendigkeit der Stunde entstanden, welche eine generelle Lösung des!Problems des Weiterbestandes der Orthodoxie erheischte.!Deshalb mußte eine g e n erelle!Lösung gefunden werden, •weil die Verfallserscheinungen im Judentum ebenfalls nicht vereinzelt da- *stehen, vielmehr, den Gesamtbau des Judentums in seinen!?Grundfesten bedrohen. Von diesen Gesichtspunkten aus- \ gehend und unter 1Berücksichtigung der gegebenen Verhältnisse können wir zur ״Machasike" Stellung nehmen. Was ist ״Maohsike ׳Hadass“?!Eine gewiß ׳löbliche Institution zur Hebung der, Orthodoxie im Inlande. Doch ist es fraglich, öb sie über genügende' T r i eb,k r af t verfügt, um die verschiedensten Probleme auch nur dieses unseres jüdischen!Lebens einer gedeihlichen Lösung zuzuführen. — Die allzureiche Erfahrung ]׳ehrt, daß auch das slowakische Judemum in den nivellieremlen Zeitstramungen eingeummiimimmmmimmmimtimmimmmmiiiiimiiinp | ב׳ה S Einzig in Mitteleuropa unübertroffen 5 מי□ אללע מעלות s מצות sind die s I Vortrefflich-Mazzoth I «5 der bestrenommierten 1. Wr. orthodoxen Mazzothfabrik, S 5 welche unter Btreng orthodoxer Aufsicht des ehrw. 5 5 Rabben der isr. Kultusgemeinde Wien erzeugt werden. S jjjj Atteste der größten 5 •נאומם 5 Durch die modernsten technischen und hygienischen «5 5 Einrichtungen bin ich in der Lage, sämtliche 5 מצוח =■ und feinsten lichten Grieß wie auch die dünnsten 5 E Mazzoth aus dem garantiert feinsten Nullermehl £ כשד של פסח streng orthodox zu erzeugen. S כל דכפיו ויחי ויאכל S | Israel Vortrefflich E Fabrik: Wien, II.» Obere Augartenstraße 52 5 •jjj Telephon Nr. 44-814־ und 46-3-90 2 E Detailverkaufsstellen in ganz Wien u. Oesterreich 5?iimmmiiiiimimmmiiimiiiiimmmimiiimmiiJimimü schaltet und von diesen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die heutige triste Lage der inländischen Orthodoxie unterscheidet sich im allgemeinen mir in ׳Nuancen von der der übrigen Welt,׳ insbesondere aber dadurch, daß die Orthodoxie Gefahr läuft, k a in p f e s u n f ä h i g zu werden.!Ihre Gegner können sich den Kampf schon erspareil, weil sie fast mühelos die Positionen in ■die Hände gespielt •bekommen. 11 ' 111׳ n s c r c m L a g er he r r sehe •n desolate Z ti s t ä n d e. e s 11 c r r s c 11 t Apat 11 i c, (D c'sor g a 11 is a t i 0 » und Disziplinlosigkeit! Die au sich gewiß förderuugswerteu Bestrebungen einet־ ,;Machasike Hadass“ mußten deshalb angesichts ■der all gerne)- nen tristen Lage in den Hintergrund ׳treten. Der Versuch ״Machasike Hadass" würde jener ärztlichen Behandlung gleichen, die bei einem Herzleidenden ■das Hauptleiden vernachlässigt und auf irgendwelche Nebenerscheinungen das Heilverfahren konzentriert. II. Was gebietet ■der Imperativ der Stunde? Der eingängs zitierte Ausspruch lehrt: daß es Pflicht ■des Ein-, zclncn und der Gesamtheit ist, fiir ■die Einhaltung und Hochhaltuug des Gesetzes ׳durch das ganze Volk Sorge zu tragen. Es geht nicht an, daß das •geistige Leben breiter Volksschichten durch *irreligiöse Anschauungen irritiert wird. Es geht noch weniger an, daß zur ׳Zeit solcher religiöser Not die berufenen f ii h r e n d e 11 Kr ׳e i s e, zu d e n e n •d och ■d i e Initiator(; n •d er Ja c hs i k e“ g e 11 ö 1־ e n, die W a f f e n Sc n k e 11 und sich zu ei n e m E ■i n s i e d 1 e r 1 c b e 11 z u r ii .c k z i ׳c •h e 11 oder z 11 r ii c k d r ä u g e u lassen! Was der Imperativ der Stunde fordert, ist: .Eine ausgedehnte religiöse V olksbewegung, eine gutorganisierte — Agudas Jisroel! Die Forderung ■des Tages ist: ׳Eine Ralliierung aller Kräfte unter •der Fahne der Aguda, eine Sammlung aller Energien in dem großen Becken unserer Weltorganisation. •Denn nur diese birgt in sich all jene organisatorischen und geistigen Elemente, die — wenn sie aktiviert werden —- Triebkraft genug besitzen, um allen Lebensbedürfnissen des thoratreuen Judentums — 11 n d darunter a u c h jenen der P r o g r a!tu m p u n k t e d e r ״M a c 11 a s i k e H a d a s s“ — gerecht zu werden. MI. ■Warum aber eine ״Machasike Hadass“ neben der Aguda nicht!bestehen kann, ist mit Organisationsmomenten allein ׳begründet. Wir müssen die vorhandenen Kräfte konzentrieren und dürfen sie nicht durch Zersplitterung ■in Neben- oder Parallclvereinen dezentralisieren. Wir ■müssen das!Bestehende auf- und ausibaueu und dürfen unter keinen 1Umstände 11 durch Ableitung der Kräfte •die Aguda, das Fragment Agudisnuis, das wir besitzen, ■der Auflösung zitführen. 4m Gegenteil ■handelten!die!Begriinder der Aguda in der Slowakei: M׳a׳n löste die ״Machasike Hadass“ im Interesse der Aguda mit Zustirnmutig der!Rab'bonim, ja ■der führenden Persönlichkeit ■des ״Machasike“, Oberrabbiners K׳a t z - Mitra שליט׳ auf. Ein der Betrauung des Ministeriums für Schulwesen und Volksaiifklärung vom 9. Jänner 1928, Zahl >90.571/•26-1VI, daß das dortige Amt in׳ seinem administrativen Wirkungskreis die Verhältnisse der Tempelangestellten untersuchen möge. Als Tempclangestöllte kommen in!Betracht in der katholischen Kirche Tempeldiener. Organisten, Chordirigenten u. dgl.. in der evangelischen!Kirche Tempidiener, Organisten, Sänger u. dgl., in den jüdischen Gemeinden Tempeldiener, Diener u. dgl. Angestellte von Synagogen, insofernc sie im Tempel!fungieren. In den übrigen vom Staate anerkannten Kirchen ׳kommen in ׳,Betracht Angestellte, die in Kirchen oder Bethäusern derartige Funktionen versehen.!Das ׳Ergebnis der Untersuchung hat dem Referat des Ministeriums ■für Schulwesen und Vdlksaufklärung spätestens bis zmn 30. Juni 1928 mitgetcilt zu werden.!Hiebei ist dem hiesigen Amte in zwei!Exemplaren' bekanntzugeben, wieviel Tempelangcstellte die betreffende, vom Staate anerkannte Kirche insgesamt hat. welcher Art dieselben sind, wie auch die Verrnögensverhältmsse derselben. Für den Minister Kunz ■in. p.“ 'Entsprechend dieser Verordnung ersucht das Zentralbureau sämtliche!Gemeinden, spätestens bis 1. •Mai 1928 die gestellten Fragen nach dem beigefügten Schema zu seinen Händen zu beantworten. ,׳Zur!Orientierung wird bemerkt, daß in der Rubrik 3 anzugeben ist, in welcher!Eigenschaft der Betreffende augestellt ist, ob als Kantor, Chordirigent, Schächter, Vorbeter, Thoravorleser, Tem׳pcld!iencr.!Diener. In der Rubrik 5 ist die Anzahl nur der unversorgten Kinder. Söhne und Töchter, anzugeben.!In der Rubrik 6 ist anzugeben, wie lange der ,Betreffende insgesamt in seinem ,Berufe tätig ist. 1111 der Rubrik 7 ist ■separat ■das Stammgehalt (Friedensgehalt) und separat die Teuerungszulagen anzugeben. 411 der Rubrik 8 sind die Vcrmögeusverhältnisse des ‘Angestellten anzugeben.- ' Ebenso ersucht das!Zentralburc.au, auch von den ■A 11! g c ׳s ׳t c 111 e n der 1F i 1 i a 1 g c m e ,i n!d e 11' ■je _ ein Verzeichnis nach obigem Schema (für jede Filialgemeinde besonders) einzusenden. ' ■ Schema für die einzusendende Konsignation. Gemeinde: 1. Laufende Zahl: 2.!Name ■des (Beamten: 3.!Beschäftigung: 4. Alter: 5. Kinder: , 6. Gehalt, a) Stamingehait: b) Zulagen: 7. ■Wirkungsjahre: ■ ־ 8. Vcrmögemsverhältnisse: IDie Sc hoc 11 tim und!Beamten d e r. Fi 11 a y gemeinden werden auf diesem Wege besonders ■daran aufmerksam genitaoht, ׳dafür zu sorgen, ■daß ein!Fragebogen auf ,ihren ׳Namen ausgcfiillt wird. Fiir ׳jeden!Beamten ist eine besondere;Konsignation auszustellen. Die כופר נפש -Aktion. Die von der Agudas Jisroel nunmehr seit Jahren eingeführte!Institution des כופר נפ',ש als ״Lösegeld für die Seele“ in Form einer Abgabe von einer Goldkrone (tsch. IK 6) für!jede jüdische Seele zum Zeichen ihrer imilösbaren Verbundenheit mit ■dem Laude der Väter als heiliges Land des Judentums findet auch in diesem Jalhrc allgemeinen Ank׳l׳an׳g ■überall, wo sich die orthodoxe Jugend in den ׳Dienst der guten Sache stellt. Laut ■den Nachrichten, ■die an ■die!Prcßburger Aguda-Zentrale gelangen, wird die Sammlung diesmal in zählreicheren Orten durchgeführt. als!in den vorangegangenen׳ •Jahren,!Noch liegen die Resultate nicht von überall vor. Einen recht schönen Erfolg hat die Aktion ■in!Bratislava anfzuweisen. ׳.Dank der Arbcitsfrendigkeit der überzeugnngstreuen Preßburger Aguda-Jugend und der unermüdlichen Arbeit ihrer Leitung wurde die Aktion vorzüglich ׳vorbereitet. An zwei Sonntagen ״verteilten“ sic die!ganze Stadt in ״Sarnmclrayous“ und paarweise besuchten sie weiteres, nicht zu unterschätzendes Moment ist die Gefährdurig des Prestiges der Aguda. ׳Solange ■diese allein besteht, •ist und ■bleibt sie die einzige Organisation des ׳Landes. Mit •dem neuerlichen Auftret ender 1״M, FI.“ aber wurde dieses ein ,fiir allemal eingebiißt. ספיקא דאורייתא לחומרא" lautet die halaohische Maxime, und wenn nur der ׳mindeste Zweifel um die Existenz der Aguda sich einstellt, ist לחומרא zu handeln. Mögen daher die verehrten Initiatoren ihre Erfahrungen, ihren persönliehen Einfluß, ihren Arbeitswillen, ihre materiellen und geistigen!Kräfte im ׳Rahmen des arbeitsreichen Gebietes der Aguda betätigen, mögen all diese □בע״ב היראי□ ושלמי das so hochaktuelle Gebot, das in der ׳Konklusion ״ברוך אשר יהי□ את דברי התורה" u sk 1 i n g t (siehe sota doots.), vermöge ihres Könnens zum Segen •des Judentums erfüllen. _' Die jüdischen Gemeindebeamten und das Kongruagesetz. Die orthodoxe ■Zentralkanzlei in!Bratislava versendet soeben unter ,Zahl 930/4928 die ׳folgende Verordnung des Ministeriums für Schulwesen lind Volksaufklärung an! samtlidhe Gemeinden: Referat ministerstva sklostva a närodnej osvety v Brati» lave. Gegenstand: Das neue Kongruagesetz. Zahl: 1.22/1926, S. •d. G. ,u. V.!Resolution, betreffend die!Untersuchung der Verhältnisse der Tempelangestellten. Zahl: 3444/11V. Mai 1928.!Bratislava, den 26.1. 1928. An das Zentrafbureau der aut. orth. isr. Gemeinden, Bratislava. Der Senat der ׳Nationalversammlung der tscheqhoslowakischen •Republik hat in!seiner 35. Sitzung ani 25. Juni 1926 bei Verhandlung des Kongruagesetzes eine!Resolution nachstehenden Wortlautes angenommen: ,Pie Regierung wird verhalten, daß sie die Verhältnisse der Tempelangestllten untersuche. Mit Rücksicht ׳darauf ersucht •das Referat des Ministedums •fiir Schulwesen und Volksaufklärung auf Grund jedes jüdische 'Haus, mm den כופר נפש eiuzuheben. Die Erfahrungen bei dieser Sammlung sind durch ,aus ermutige 11 d und zugleich fiir die Sammler selbst — ׳ungcmein belehrend! 'Es zeigt sich immer aufs neue, daß die Juden ׳aller Gesellschaftsklassen einer tiefen reli- R.lösen Idee, •wie sie der מפר ג0ש -Aktion:.zugrunde liegt, bei verständnisvoller Einwirkung sehr zugänglieh sind. •Nur von sehr wenigen ,Leuten ■wurden ■die Sammler ״aus!Prinzip“ zuriickigcwiesen. 1.11 den meisten Hämsern, ■namentlich bei den weniger Bemittelten, fanden sie eine!geradezu rührend ׳freundliche Aufnahme. Bei •diesen Sammlungen lernen unsere!jungen Agmdisten, die zukünftigen orthodoxen!Baalebatim,!jüdische Menschen beurteilen und richtig ciusehätzen. Der heilige ,Ernst des jüdisehen Daseins zeigt ■sich ihnen da in den mannigfaltigsten Offenbarungen und hebt ihr Denken und Fühlen ■in eine Welt sinnfälliger Verwirklichung agudistischer Ideale. Auch vom finanziellen Gesichtspunkte verspricht ■das Rcsultat befriedigend zu sein. Trotzdem ״Nachzügler“, die von den ׳Sammlern entweder übergangen oder ,zuhamse nicht angetrofifen wurden, sich noch* täglich bei den Sammlern oder direkt im Agudabureau melden, sind in Preßburg bereits an zehntausend Krone n eingegangen. Der Ertrag des כופר נפש Wird, wie in den früheren Jahren, zur Förderung eines d a ai e r nd e 11 p r a k t ischeu ‘Unternehmens der t h o r a g e m ii ß e n Kolonisation in!Erez Jisroel verwendet. ,Die diesjährige ׳Sammlung wird zum!Bau eines Hauses!fiir eine Beth Jakob-Schule in Jerusalem, zu •dem der!Baugrund bereits gesichert ist, ׳bestimmt. Solchergestalt trägt jede jüdische Seele, für die das ,Familienoberhaupt ■den מפר entrichtet, zur Verbreitung der T h o r ■a, zur Hebung der Religiosität und zur ,B e Siedlung des h e i 1 i g e n L a n d e s bei. Allen denen, ■die an diesem schönen Werke Anteil nehmen, sei auah an׳ dieser Stelle öffentlicher Dank gesagt. ,Im ,hesonderen gebühr enlDan'k und

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