Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 13-14 (2.4.1928)
- Date
- 1928-04-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 92 JÜDISCHE PRESSE Nr. 13/14 ^1111nm111n»m11m11m1UHU1Hmn1Nnn1111nm1n11111111n11n1n11H111m1m1mH1nnnH1»»nH11n1111u1H11uHnmn1y § Teleph. 319 Streng rituell! Teleph. 319 g I פסי in Baden ( | Im Hotel-Restaurant Schey | | Baden bei Wien, Annagasse 23 ן §§ Unter persönlicher Leitung des Besitzers Dawid Schey j§ § Ganze Verpflegung: 1 || Frühstück : Kaffee, Mazzes 1 M Mittagmahl: Suppe, Braten nach Wahl (eventuell j| Geflügel), Beilage, Mehlspeise 1 §§ Jause: Kaffee, Mazzes g §§ Nachtmahl: Fleischspeise (nach.Wahl), Beilage g §f f»esjr» Vag O*— | § Grosse Portionen Anerkannt beste KUche Ü Grösstes jüdisches Etablissement Badens. Schöne Zimmer, einbettig S von S 3.—, zweibettig von S 4.— aufwärts |= Anmeldungen werden bis 4. April entgegengenommen ü illllllllllllHIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIillllllllllinillllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIinilllllllllllllllllllllllilllllllilllllllllllllllllUllllllil I ■ 111111111111111111111111111111111111111111111 ■ 11111111111111111 ■ 111111 ■if I Palästina-Weine! ״CARMEL'-ORIGINAL (FRIED MAN N-PETACH-TIKWA) § § so auch andere, edle Sorten-Weine E | | . של פסח ״ |Wienea“, II., Ob. Donaustr. 91 J E Telephon Nr. 49-1-75 ־־ EiimmimmimmimmimimmiiiiiiiiiimmmimimmiirT: Die weltberühmten und bevorzugtesten Amerikanischen GRIES ש11וווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווו1וו11ון | מאנישעורטץ־מצות. | illllllllllllllllllllllUlllllllllllllllllllllllllllllllllllll FARVEL sind bereits eingetroffen und sind in allen besserer! Lebensmittelgeschäften erhältlich Manischewit? Matzos -Vertrieb Wien, Bl., Fugbachg. 24 (Nordbahnstr. 38) Telephon Nr. 75-9-32 und 42-3-58 Filiale: lg. Frost, II., Haidg. 9, Tel. R 46-8-89!Miletu!im Jahre 1421 aufgehoben ersten Wiener Ghetto Vorfahren ׳dieser Familie wohnten. Einer der Ahnen der Schlesinger dürfte vor einer ׳der im 15. Jahrhundert in Schlesien vorgefallenen Judenverfolgungen1) nach Wien geflüchtet sein und und hatte von da ab seiner Familie den Namen vererbt, den sie nach ׳mannigfachen ■ ,Wandlungen! als ihren endgültigen führen sollte. Die erste ׳in keiner Weise •anfechtbare Nachricht über die Familie Schlesinger ׳bringt uns ein zufällig erhaltener jüdisch^deutscher Privatbrief aus dem Jahre .1619,־’) in dem von Jtitla, der Tochter des Moses Margulies die Rede ist. Dieser Moses Margitlies, der ׳im Verkehr mit der nichtjüdischen Welt ״Moysses Schlesinger Hoff Judt“ hieß, war einer der ersten in den Jahren 1624/5 im ״unteren Werd“, •der heutigen Leopoldstadt,׳, angesiedelten Juden und so erscheint er ׳denn auch־") im ״Grundtbuch über den Juden Gezürckh(-Bezirk) enthalt» der Schlagpruckhcn in der unteren Wörth!gelegen, Anno 1632״ als Eigentümer eines ״sibenden Thail Hauß gethailt von ׳ainerri gantzen Hauß zum Gulden Pfaben (Pfauen) genannt“ ׳im Ausmaße von 20 Daumhellen ״in die Leng •einwendig im Hoff“ und ״außen in der Praittcn 25 'Daumbellen“. Daß die Familie vor rund ׳dreihundert Jahren neben dem bürgerlichen Namen Sohlesinger jn jüdischen!Quellen, ständig den Namen Margulies, den sie wohl einer Stammutter Margolia (Perl) verdankte, zu führen •pflegte, der später immer in Verbindung mit dem Namen Jaffe auftrat, führte, dazu, daß eine ׳Abstammung der Familie Schlesinger von Mordechai Jafe (מרדכי, לבוש) angenommen wurde. 0 Braun, Geschichte der juden in Schlesien, Jahresbericht des jiid. theol. Seminars,!Breslau 1907. 8) Jüdische Privatbriefe aus dem Jahre 1619, herausgegebeu von Alfred Landau und Bernh. ■Wachstem, Wren 1911, S. 38. °) Das Wiener Ghetto, seine •Häuser und seifte Bewöhner. von ׳Dr. Ign. Schwarz, Wien, 1909, S. 193. Zweite Tagung der Agudajugend in der Schweiz. Zürich. Es war wieder einmal ein untrügerisches Zeichen dafür, daß sich ein großer Teil der schweizerischen jüdischen Jugend zur wahren Thauro-ldee bekennt, als am Sonntag den 4. März sich nahezu 150 junge Leute und Mädchen in der Tonhalle in Zürich versammelten, um sich mit großer Begeisterung über unsere heiligen Ideale in freier und ungezwungener Weise auszusprechen. Herr E. Stern buch, St. Gallen, Präsident des Jugend-• verbatides begrüßte in warmen Worten die von der Schweiz herheigeeilte Jugend. Er wies eingangs auf die vor eineinhalb Jahren stattgehabte erste Jugendtagung in Baden hin und hob dabei insbesondere hervor, daß der damals geäußerte Wunsch nach einer Thorastätte in der Schweiz seine glänzende Verwirklichung gefunden habe. Er begrüßte hierauf die anwesenden Vertreter des Landesverr Landes sowie die Vertreter der deutschen lind Österreich!'- , sehen Jugendorganisation, die es sich nicht hatten nehmen; lassem an der Tagung ihrer Schwesterorganisation teilzunehmen. Es wurde sodann das Tagespräsidium bestellt aus den Herren M. D. Lcwensteim E. Sternbuch, Moscheh! Erlanger, Dr. Gottlieb, Nordmann, Domb und Ollacli. Den Tätigkeitsbericht für den Jugendverbandsvorstand seit der ersten Tagung erstattete Herr E. Sternbuch. Mit Freude konstatierte er sowohl die Stärkung der einzelnen Gruppen als auch die intensive Arbeit, die in denselben geleistet, wurde. In der dem Bericht folgenden Diskussion wurde bedauert, daß der J. V. V. der individuellen Bearbeitung, der Mitglieder zu wenig Aufmerksamkeit schenkte, sowie daß es mit den Finanzen immer , noch nicht am besten bestellt sei. Mit großer Spannung verfolgte hernach das Auditorium das klar aufgebaute Referat, das Herr S. Stern (Wien) über Politik in der Agudas Jisroel hi.elt. In aus'n führlicher Weise schilderte er den Werdegang der selbständigen Orthodoxie und betonte an Hancf einer Reihe geJ schichtlicher Tatsachen, die Notwendigkeit derselben. Politik der Agudas Jisroel bedeute nichts anderes, als die praktische Umsetzung des Thoragesetzes im öffentlichen Leben, und es sei deshalb notwendig, daß die Jugend mit dieser Politik vertraut sei. Die mit allgemeinem Beifall aufgenommerien Ausführungen riefen längere Diskussionen hervor. Dabei wurde das Verlangen laut, daß sich die Jugend den politischen Beschlüssen der obersten Leitung zwar zu fügen habe, sich jedoch andererseits׳ eingehend über die verfolgte politische Richtung aussprechen sollte. Herr Stern ergriff dann nochmals dag Wort zu ergänzenden Ausführungen und Richtigstellungen. Sogleich nach dem Referat von Herrn Stern begaben sich die Mädchen in ein separates Zimmer, um einen Vortrag von Fräulein R. Sternbucn über traditionelles Jude».- tum und Emanzipation des jüdischen Mädchens anzühören. Die Refere״tin führte aus, daß die Emanzipation des jüdischen Mädchens keine Vermännlichung und kein Lossagen von ihrem Kreise bezwecke, sondern die innere Freiheit der Frau, die sie durch Pflichterfüllung (Mizwaus) erreicht, bedeute, daß sie dank ihrer natürlichen Gaben, wie Vervständnis für andere, Güte usw., den ihr zugewiesenen Posten vollständig erfüllen könne. Ueber diese, von allen Zuhörerinnen mit größtem Interesse aufgenommenen Ausführungen wurde die Diskussion erst am Nachmittag geführt wobei Anregungen betreffend gute, jüdische Literatur, engeres Aneinanderschließcn ־ der Mädchen usw., gegeben wurden. Das gemeinsame Mittagessen vereinigte nach der arbeitsreichen Vormittagssitzung die Teilnehmer zu einer gemütlichen haiben Stunde. Der neue Verbandsvorstand wurde alsdann einstimmig aus den Herren E. Sternbuch (St. Gallen) als Präsident,׳ M. Erlanger (Luzern), Feldinger (Basel), R. Goldschmidt und Ollech (Zürich) sowie M. D. Lewenstein als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Sodann ergriff Herr Dr. S. Stein (Köln) das Wort zu seinem Referat über ״Unsere Probleme“. Er stellt die Forderung nach Individualbehandlung der Jugendlichen auf. da es keine Jugend gebe, sondern nur Jugendliche. Zu tieferem Verständnis für diese Jugendlichen müßten Führer herangebildet werden, die durch ihre Jugendlichkeit befähig sind, der Psyche des jungen Menschen genügend Verständnis entgegenzubringen. Er beantragt die Einführung von Führerkursen. In der darauffolgenden Aussprache stellte Frau Irma Erlanger eine Anfrage über den seinen׳' Diese Annahme wird von Wachstem1) mit guten Gründen ׳bekämpft; dennoch!bleibt aber die Mög- •lichkeit der Verschwägerung eines Mitgliedes der Familie Schlesinger ׳(Margulies) mit Nachkommen Mordechai Jafes unbestritten. Eine eigenartige Persönlichkeit ist nun der Sohn des Moses Margulies namens Mordechai Margulies-Jafe oder Marx Schlesinger, der im Jahre 1660 ׳im unteren Werd ein Haus besaß, dessen Beschreibung Schwarz •a. a. O. veröffentlicht. Wir gewinnen aus -dieser amtlichen Schilderung einen lehrreichen ׳Einblick in die Behausung dieses Mannes, der zu den Vorstehern und Führern der Wiener Judengemeinde •zur Zeit der größten Bedrängnis gehörte. Ein aus dem Jahre 1671 stammendes Schätzungsprotokol'l •der Wiener Judenhäuser, das nach der Vertreibung der Juden aufgestellt wurde, verrät uns auch die Lage des Schlesingerschen Hauses und wir können feststellen, ׳daß es ungefähr an der Stelle des ׳heutigen ׳Hauses Große Sperlgasse Nr. 31, also in unmmitelbarer Nähe der Wohnungen seiner heute lebenden Nachkommen (der siebenten Generation) stand. Marx 'Schlesinger setzte gemeinsam mit den übrigen Vorstehern, a'ls das Unglück des Jahres 1670 herein;brach, alles daran, die Ausweisung rückgängig zu machen, und als von Nikolsburg aus mit der Regierung Unterhandlungen wegen der Rückkehr eines Teiles der Juden nach Wien angeknüpft wurden, war er einer der Wortführer der Juden.5) Die Verhandlungen waren ׳indessen ergebnislos und so kam es, daß auch zur Zeit ׳der zweiten Belagerung Wiens durch die Türken (im September 1683) Marx *) ׳Die Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien, bearbeitet von Dr. ■Bernh. ׳Wachstein, Wien, 1917, II. Teil, S. 162 f׳f. *) Kaufmann, Die letzte Vertreibung der Juden aus Wien und ׳Niederösterreich, Wien, 1889. und Wölf, Die Juden in der Leopoldstadt, 'Wien, 11164. zeit an der Badener Tagung gefaßten Entschluß, während der Sommerferien einen Führerkurs einzurichten. Hierauf wurde der seinerzeit gefaßte Beschluß laut Protokoll vorgelesen- Der Kurs wurde damals wegen ungenügender Beteiligung, nachdem der finanzielle Punkt sowie das Arbeits- Programm geregelt waren, nicht abgehalten. Die Versamm- Iung beschloß, nochmals nach Mittel und Wege zu suchen, um diesen Plan verwirklichen zu können. Derselbe wurde dem Vorstand zur näheren Behandlung übergeben. Hieran wurden zahlreiche Begrüßungen zur Verlesung gebracht, unter anderem vom A. G. Wien und Frankfurt a. M., von der Jeschiwoh in Montreux, Dr. Michalski, Rabbiner Kraus (Baden) usw. Daran schlossen sich die gedanken׳- reichen Ausführungen von Herrn Dr. Lcwenstcin über die ״Knessich Gedauloh“. Der Referent berichtete über den gewaltigen. Eindruck, welche die vor fünf Jahren stattgefundene Knessich auf die Teilnehmer gemacht hatte und gab sodann einen Ueberblick über die Erfolge, welche sie gezeitigt hatte. Uebergehend zur Knessich Gedauloh׳ entwarf der Redner ein Bild von derselben und hob dabei im Speziellen hervor, daß dieselbe eine Reihe ganz anders gearteter Frage!! zu lösen naben werde, als die vergange!!cn. Mit Rücksicht auf die bereits vorgeschrittene Zeit entspann sich anschließend an dieses Referat eine nur kürzere Diskussion. Die im Laufe des Tages eingelaufenen zahlreichen Anträge wurden nun zur Beschlußfassung vorgelesen und zum größten Teil von der Versammlung als Anregung entgegengenommen. Um 7 Uhr wurde die Tagung von Herrn E. Sternbuch mit einer gehaltvollen kürzere!! Ansprache geschlossen, in welcher die Anwesenden aufgefordert wurden, die Agudah-klee hochzuhalten und für dieselbe weitere Freunde zu werben. Sabbathilfe. 1Die seit einigen Wochen zwischen der Stellenvermittlung der Agudas Jisroel,!Berlin, •und der Jüdisch-Konservativen Vereinigung geführten Verhandlungen zur Schaffung eines großen Verlbandcs für Sab'bathilfe sind diese Woche zu einem vorläufigen Abschlüsse ge- .langt. Der Verband wurde von vorgenannten Organisationen in ׳Gemeinschaft ■mit dein Verein ״Scltoinrc Schabbos“ Berlin und ■dein Misrachi ins Leben gerufen worden. Aufgaben des Verbandes sind die Organisierung •der Ver- ■mittlung von .sabbatfreien Stellen:, Berufs- ׳beratung und Angestelltenfürsorge in ■weitestem Sinne. An die Spitze des Verbandes tritt zunächst ein provisorischer Ausschuß, •der in Kürze mit einem Aufrufe an die (.)öffentlichkeit treten wird. (J. U.) ■In Wien gab cs einst einen Schomre-Schab- •b 0 s ־ V c r c i 11, der in den ersten Jahren seiner Existenz mit Eifer und Geschick au die Arbeit ging. Allmählich aber ward es um ihn, \vie um manch anderen! Verein still. Er führte ׳jahrelang hindurch eine!Existenz auf dem ׳Papier und in den verstaubten ■Akten •des polizeilichen Vereinsbureaus. ,Dann!kam Agudas Jisroel, die in den׳ ersten Jahren ihrer 'Existenz in Wien auf allen Gebieten, des jüdischen'-religiö.sen' Lebens eine ersprießliche Tätigkeit ׳ entfaltete. •Auch das Wirkungsgebict des Schomre-Schab-!bos-Vcreincs ward Agudas Jisroel übertragen. Trotz anerkennenswertem Eifer ■gelang es auch •der •Aguda nicht, über die •primitive Stufe einer SteIlen׳vermittl1׳M]g für sabbathaltende Angestellte hinauszukommen. Teils die Orts-, teils die Jugendgruppe der Agudas Jisroel in Wien führen eine .gewisse Evidenz über Stellen, die für sabbathaltende •Arbeitnehmer in Betracht kommen, aber man muß leider sagen, daß ׳die überaus wichtige iFrage der Sabbathilfe in Wien ganz und gar offen steht. Von Zeit za• Zeit ■hört man den verzweifelten A u f s c 11 r e i thoratreuer 'Eltern, die es dulden müssen, daß ihre Kinder •des!Brotes halber die Weihe des Sabbats, •die sie viele Jahre lang im!Elternhaus rniterlcbt haben, mit dem Werktag des ׳Bureaus und der Arbeitsstätte enttäuschen müssen. Von ׳Zeit zu Zeit hört man auch iDeraschoth und Kanzel- Schlesinger, gleich mehreren anderen Juden aus Prag und Frankfurt a. M., die sich nur vorübergehend in Wien hatten aufhalten können, die Stadt verließ, 11m das ■Neujahrsfest in Niko'lsburg feiern zu können, da in Wien ׳die Abhaltung eines Gottesdienstes nicht möglich gewesen wäre. Aber schon in Klosterneubürg wurden die Männer, die wahrscheinlich dort die Donau übersetzen hatten wollen, von Soldaten des ׳polnischen ׳Entsatzheeres ermordet und beraubt. Die Leichen Marx Schlesingers und eines seiner Begleiter wurden von den Wellen der Donau forfgeschwemmt, die übrigen vier Erschlagenen sollen aber von Juden, die sich ,beim polnischen Heere befunden hatten, beerdigt worden sein. Das •Büchlein, dem diese Ahgaben entnommen sind, ist wohl der einzige Bericht eipes Juden über •die Türkenbelagerung des Jahres 1683. Leider ist dieses Büchlein a׳ber, wie Wachstein angibt, nicht mehr aufzutreiben und so sind wir nur auf die von Carmoly in Ben Chaiianja, VII. Jahrgang, gebotene Wiedergabe angewiesen, die zumindest in zwei ׳Punkten zum Widerspruch herausfordert. Es ist entschieden falsch, wenn ׳dort vom November die Rede ist, da das jüdische Neujahrsfest nicht in den November fällt und auch der Entsatz Wiens im September 1683 stattfand, und muß ׳daher wohl September heißen. Nodli unglaublicher erscheint aber die Angäbe, daß die genannten jüdischen Manner an einem Freitag Wien verlassen hätten, um sich nach Nikolsburg zur Feier des Neujahrsfestes zu ׳begeben, da sie!bei den Verkehrsverhältnissen jener Zeit, die noch durch Kriegszustand verschlechtert wurden, kaum damit rechnen konnten, noch vor Eintritt des Sabbat Nikolsburg zu erreichen. Das Neujahrsfest 5444 fiel auf den 21. und 22. September 1683 (׳Dienstag und Mittwoch); der Entsatz Wierts fand aber ■bereits am 12. September 1683 statt und wenn auch angenommen sei, daß auch nach dem . Abzug der Türken noch polnische Soldaten vöt Wien gelagert hätten, bleibt noch immer manches