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Jüdische Presse · 1928-02-17 · 7 (17.2.1928) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
7 (17.2.1928)
Date
1928-02-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Hr.T JÜDISCHE PRESSE Seite « ..1.וווווווווווו ... ästina-Weine PALASTIN A § כשי של פסח .aus den Baron Rothschild’schen Kellereien RKHON LE ZION / S mit Hechscher des Herrn Rabbiner J. Halevy, Richon le Zion, und 5 — Beglaubigung des Herrn Oberrabbiner Chaim Sonnenfeld! Jerusalem '5 E ■R ln allen einschlägigen Geschäften erhältlich I ■ | 5 Repräsentanz uiut Alleinverkauf für die 4** a g ■B■ *» mm |gf| H g» n Wien! IV., Blechturmgasse Nr. 12 5£ — ehemaligen Gebiete Österreich-Ungarns ^3 w 8 V wm 8 a> I» E> 8$ ■■WWW Telephon 539-92־ NM■ *■“ S Die vorzügliche Qualität und Beliebtheit der Weine aus den Baron Rothschild’schen Keilereien in Richon le Zion hat vielfach zu Nachahmungen 5 S der Etiketten und Markenbezeicitnungen geführt. Es ist empfehlenswert, beim Einkauf auf Firmenbezeichnung, Etikette (Richon le Zion) und ” S ' Kotkbrnnd 7n achten! IZ?iiiiiiiiiiuiiiniiiiiimiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiniuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiilr Ersprießliches zu leisten. Der Präsident widmet der Tätigkeit der Agudas Ji sroel anerkennende Worte, er hebt besonders den großen Kampf für das Gemeindegesefz in Erez Israel hervor, dcssentwillen der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses der Agudas Jisroel in Wien. Rabb. Dr. K o h n. schon zum zweitenmal nach Erez Israel fahren mußte. Hernach schildert der Präsident ausführlich die ersprießliche Tätigkeit des Talmud-Thora. der dem Verein angegliedert, der unter der Leitung des ehrwürdigen Vereinsrabbiners, Herrn Moritz Fl ■es.ch, steht, dem, wie auch dem Lehrkörper der heiße Dank aller frommen und thoraliebenden Juden in den westliehen Bezirken gebührt. Die Bestrebungen des Vereines, das Thorastudhim zu fördern, wurden durch die unter Leitung des Herrn Viktor Deutsch (Sohn des Vizepräsidenten des Vereines, Herrn Eduard Deutsch, der durch eine Geschäftsreise an der Teilnahme an der Generalversammhing verhindert war) stehende Jugendgruppe aufs beste unterstützt. Nach diesem Bericht kommt Herr Felsen bürg auf Punkt 8 der Tagesordnung ״Stellungnahme z tt m Projekt eines T cmpclbaue s" zu sprechen. Auf Grund seiner Ausführungen hat •die Generalversammlung den Vorstand beauftragt, ein Komitee cinzusetzen. mit dev Aufgabe, die Verwirklichung des Projektes in die richtigen Wege zu leiten. Der Jahresbericht des Präsidenten wurde einstimmig zur Kenntnis genommen. Den Bericht der Rcvisoren erstattete Komm.-,Rat Adolf Fürst. Der Bericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen und dem Vorstand das Absolutorium erteilt. Die ausgeschicdenen Mitglieder, die I ierren M. F c I s c n b u r g, M. Rot h -und S. Z e i s l e r wurden wiedcrgewählt, ebenso die Revisoren Komm.-Rat Adolf Fürst und Bankdircktor Adolf Hecht. Hernach ergriff Herr Kultusrat Dawid Dohan das Wort, um seiner großen Freude über die Leistungen des Vereines Ausdruck zu geben. Er versprach, sein Möglichstes zu tun, um das Defizit des Vereines durch eine Erhöhung der Subvention der .Kultusgcmeinde zu tilgen. Herr Kultusrat Dawid Dohan gab außerdem in einer instruktiven Rede Aufschlüsse über wichtige Kapitel der Tätigkeit der Kultusgcmeinde. Seine Worte wurden mit ■gespannter Aufmerksamkeit äuge,hört und mit lebhaftem Beifall quittiert. Nacli ihm kam Herr Präsident Bernhard Hof bau er zu Worte, der die Ver- Sammlung mit der angenehmen ,Mitteilung überraschte, daß er bei •den bevorstehenden Wahlen in den V orst ■a nd der Kultus g e in e i n d e kandidieren werde. Er entwickelte gleichzeitig sein Programm, in welchem er betonte, daß die KuKusgcmcindc verpflichtet sei, Stätten des wahren Kultus, wie die Stumperschulc eine :st, kräftig zu fördern. Nach ihm spricht Herr Komm.-Rat •Wci ß, der sich für ■die ihm zuteil gewordene Ehrung herzliehst bedankt. Herr Komm.-Rat Weiß hat am Sabbath Gliani'kali herrliche silberne Thorageräte für die Synagoge gespendet und war bei diesem Anlaß Gegenstand der herzliebsten Ovationen. Nach Erledigung der Tagesordnung dankte Herr Fclsemburg nochmals für das zahlreiche Erscheinen und schloß die imposante Generalversammlung. Siumfsier in der ״Jesod Hathora“ der ״Adas Isroel“. מש״ק סרר יתרו fand in der יסורו התורה ein סיום עלמס׳גיטין statt. Nachdem der Direktor der Jesod Hathora, Rabb. S. N c 11 wirt h, die Anwesenden, Herrn Oberrabbiner S. Fürs t, die Vorstände und die Eltern der Schüler herzliehst willkommen geheißen־ hatte, lernte Herr Rabbiner L. Rubeinstein mit den Schülern der 7. Abteilung die מסכת ZU Ende und beschloß dieselbe mit einem tiefgründiiehen halachischcn und agadischeu Vortrag. Während der darauffolgende סעויה של מצוה ergriff Herr B. Stroh im Namen der Eltern das Wort. Er hält es für seine Pflicht, öffentlich der Schulleitung und dem Vorstände dafür zu danken, daß sie sich für den Besuch des ganztägigen Kurses Für jene Schüler cinsetz.cn, die eine Jcscliiwo besuchen wollen. Er hatte Gelegenheit, mit den Leitern ungarischer, slowakischer und burgcnländischer Jeschiwaus zu sprechen, die alle rühmlichst hervorhoben,, daß die Schüler, die aus der Wiener יסודי התורה kommen, zu ihren bedeutendsten und best vorbereiteten Bachurim gehören, die aber auch in bezug auf Jiras Haschern nichts zu wünschen übrig lassen. Im Namen des Vorstandes spricht Herr J. Frommer zu den Schülern. Den berifus- und Megidtisworte der Schüler Julius Galansonders hcrvorzuhebcndeti Teil des □סיו stellten die Chadauer, Hans Neurath und Alfred Wesel dar. Die mit großen! Verständnisse, Begeisterung und mit Liebe zur חורה ה״ר die Aufgabe des jüdischen Jünglings ihren Mitsein!lern schilderten und die Lösung dieser Aufgabe als die elementarste Pflicht eines jeden Zöglings der Jesod Hathora hinstellten. Ihre Worte wurden mit großem Beilall aufgcnornme», haben sie doch gezeigt, was eine gut geleitete Schule auf dem Gebiete jüdischer Erziehung, und Belehrung selbst unter den schwierigsten Verhältnissen leisten kann. Darauf hielt Sr. Ehrw. Herr Oberrabbiner F ii rst-eine begeisterte und zu Herzen gehende Ansprache, in der Sr. Ehrw. an den Schild! der מסב׳ und den Worten der Schiller anknüpfend, die große Bedeutung der “יסודי התור » die allseits anerkannten Leistungen und die Verdienste der Leitung und des Lehrkörpers hervorhohf. So oft Sr. Ehrw. im Kreise der Schüler weilt, bewundert er die Lernfreude und den Eifer derselben, und nur der Fähigkeit־ der Lehrer, die Schüler für die 1 ר ה H z״ be־ geistern, ihnen das Lernen zu einer Freude zu gestalten,, sind die schönen Erfolge zu verdanken. Direktor Rabb. S. Neu wirt 11 spricht allen, dift ihm mithalfen, das Werk der Jesod Hathora zu dieser hohen Blüte zu bringen, seinen Dank aus. Mit der Hoffnung, daß noch viele Generationen durch die Jesod Hatliora zur תורה ועכורה erzogen werden mögen, fordert er alle Anwesenden zur Mitarbeit an der große» jüdischen Sache auf. Mit שירות und תשבחות wurde diese für alle Beteiligten erhebende שמחה של מצוה in der späten Abendstunde geschlossen. Generalversammlung' des iüdischen Unterstützungsveremes ״Ahawath Achim“, Wien, VI., MHIergasse 43. In der am 20. Jänner d. J. stattgefundenen V. ordentlichen Generalversammlung dieses Vereines wurden Beschlüsse hinsichtlich der Gründung einer Frauensektion zwecks Ausgestaltung der Vereinstätigkeit sowie die Errichtung einer Talmud-Thora-Schule gefaßt. Die bisherigen 12 VorstandsmitgJieder wurden einstimmig wiedergewählt. Als Präsident des Vereines fungiert nach wie vor der bekannte Holzindustrielle Herr Oskar Preminger. Rabbiner Mendel Friedländer aus Kkiusenburg, Schwiegersohn des Liszkaer Rabbiners זצ״ל und Enkel des D6ser Rabbiners M. Panelh זצ״ל ist in Wien eingetroffen und im Hotel Nebenzahl, II., Holiandstraße 10/18, »bgesttegea. Frau Hertninc Haber, Gattin des Herrn Dir. Julius Haber, verschied ■nach langer schwerer Krankheit am 5. d. M. Die Dahingeschiedene war eine wahrhaft jüdische Frau, die ihr Haus iiu Geiste der jüdischen Tradition führte und ihr!ganzes Leben dem Wöhle ihrer Angehörigen und ihrer Mitmenschen widmete. Das Leichenbegängnis fand Dienstag den 7. d. M. unter großer Beteiligung statt. Preußischer Landesverband und Halberstädter Verband zum Judeugesetz. H a! b e r s t a d t. (J. U.) Auf Einiadung des Preußischen Landesverbandes, Berlin, ist eine Kommission gemeinsam mit dem Preußischen Landesverband gesetzestreuer Synagogengemeinden gebildet worden, die gemeinsam in einen Gedankenaustausch eingetreten ist, ob von beiden Verbänden ein gemeinsamer Entwurf znm Judengesetz deni Ministerium vorgclcgt werden kann- Diese Kommission, die am 15. Jänner zusammentrat, 'hat. eine Untenkonimission beauftragt, die diese Arbeit fortsetzen soll. Dr. Nathan Birnbaum In Köln. K ö 11t. (J. U.) Auf Einladung des ״Vereines iiir jüdische Geschichte und Literatur“ in Köln sprach Dr. Nathan Birnbaum au einem vorwiegend von Agudoh-Kreisen besuchten Vortragsabend über das Thema ״Der Weg des Judentums“. Der Gedankengang des Referats kann hier nur kurz skizziert werden: Es gab kultivierte Völker schon in frühesten Zeiten und die Sehnsucht nach dem G-ttliclien war schon immer vorhanden, blieb aber im Sinnlichen haften. Sie kamen nicht zur G-ttesidee, sondern hatten eine g-ttlosc Religion. In diese Welt von Völkern trat plötzlich Awrohom als einer, der anders empfand. Als Verkünder des unerhört neuen: Es gibt nur einen G-tt. Er hat die Tradition des G-ttcsgedankens in der Familie geschaffen, und diese wurde die Voraussetzung für das Volk des einzigen G-ttcs. Dieses Völkchen tritt in die Weltgeschichte ein, tim den anderen zuztirufen: Ihr irrt seit Jahrtausenden. Wieso sind die Völker, darunter ganz hervorragende (Griechen), trotzdem Helden geblieben? Weil die einzelnen Hervorragenden unter ihnen, die g-ttgläubig waren (Plato), die G-ttesidee nicht hinaiistrugen. Dies deeshalb, weil sic nicht ״brufen“ waren. Ganz anders Moses, der nicht Philosoph gewesen, aber Agudas Jisroel Jugendgruppe, Wien. II., Floßgasse 1 EINLADUNG zu der am iMontag. den 5. März 1928 tun 8 Uhr abends im Fesisaalc des ״Bayrischer Hof“, 11״ Obere Augarten- Straße 5, stattüadenden PURIMVERANSTALTUNG mit erstklassigem Programm. Karten (Damen und Herren) sind allabendlich von 6 bis 10 Uhr im Lokale der Jugendgruppe zu haben. Telephon 45-1-47 Keine Abendkassa! Telephon 45-1-47 Ein Abend ununterbrochenen Lachens! Auftreten Sigi Hofer, Wiens bester Komiker, zum ersten Male unter Sch iffsclm!-Aufsicht! durch Tat und beben den Anfang eines Volkes begründet hat, das ein ״Ansnähmsvofk“ sein sollte und das durch seine Auscmvählthcit auf die geschichtliche Entwicklung eimvirken konnte. Es lagen keine Ökonomisc(j£11, rassenmäßigen oder klimatischen Gründe liiefür vor, sondern die Heranshobung des jüdischen Volkes am Sinai war eine besondere Begnadung und bestimmte die ganze Geschichte des jüdischen Volkes. Die G-tteserkcnntuis ׳führte zu Unterschieden im Leben des Menschen. Zu einer Mehrheit widerstreitender ״Götter“ gibt es für den Menschen keine innigen Beziehungen; •nur zu G-tt. Götter werden vermenschlicht; im Judentum wird der Mensch G-tt ähnlich. G-tt, gewissermaßen das ״Prinzip der Einsamkeit“, schuf sich einen Genossen im Menschen, der einsam auf der Welt ist •in der G-tteserikenntnis, Es wird gefragt, ob das Judentum universalistisch ist, von Welt- und Menschheitsgedankcn erfüllt? Heidentum kann nicht universalistisch sein, hat kein Ziel vor Augen. Das Judentum hat vom ersten Augenblick an ■ein Ziel: alle Menschen mögen gebracht werden zur Erkenntnis G-ttes. Ist das nicht universalistisch? Der Weg znm Ziel ist der Gedanke der Berufung zu etwas, was die anderen nicht können, und gegen alle Anfeindungen unverdrossen z׳u gehen, die Landstraße Tausende von Jahren, als Volk einsam durch die Welt!zu gehen als Zeugnis und Beispiel. Als wir in eigenes Land kamen, leimte sich der Heidengcist in uns selbst noch auf, es war ein Ringen mit sich selbst; aber am Ende stellt das Judentum siegreich• Wir halben zwar Undank geerntet־ unseren Geistes- und sittlichen Leistungen gegenüber, aber Millionen haben sich vor der G-ttesidee, weunglcih auch in anderen Formen, gebeugt. Judentum ist keine ״Weitreligion“, sondern diejenige des jüdischen Volkes iiir die Welt. W i r müssen Juden sein, verlangen es nicht von den anderen. Wir sind die Auftriebskraft der Menschheit. Was ist seit Christentum und Islam aber weiter geschehen? Ein Wichtiges ist geschehen: wir sind das ״berufene, einsame Volk“ geblieben, haben aus nicht vermengt und nichts von unserem Bestand abgegeben. Und jetzt unsere Aufgabe: Ein neuer Feind ist da, die G-ttlosigkeit! Es fehlt jetzt die G-ttes- Sehnsucht. Große Menschen sind keine G-ttesJeugiier. Jetzt müssen wir wie eine Mauer dastelven, um Zeugnis abzulegen und Beispiel zu sein durch ein gerechtes, sittliches, keusches Leben; müssen Fortschritte machen in unserer Aufgabe. Der ״Weg des Judentums“: das Gute suchen, das Böse ׳meiden, ein ganz neues Leben zu־ leben, um ״Beispielvolk“ zu sein! »pesxdet für den Kindergarten und lessode Hatliora der Mas Hsml, Wien, H* Nesir0%d**** U Vom Niedergang des Wiiener Judentums. — Traurige Ziffern. Im Verlauf der Budgetdebatte i.m Vorstand der Kultusgemeinde Wien wurden recht traurige statistische Daten vorgebracht. Die Zahl der Geburten in jüdischen Familien ist von 2557 im Jahre 1924 auf 1579 im Jahre 1927 gesunken, demgegenüber sind die Sterbeziffern von 26<>r■ auf 2739 gestiegen. Die Austritte aus dem Judentum sind von 881 im Jahre 1924 auf 1063 im Jahre 1927 gestiege!*. während die Zahl der Eheschließungen von Juden von 147״ auf 1159 gesunken ist. Diese Ziffern werden ergänzt durcl die offizielle Statistik der jüdischen Gemeinde für der. Monat Jänner 1928, in welchem 125 Geburten. 234 Sterbe fälle. 66 Austritte aus dem Judentum und 23 Wiedereintritte verzeichnet worden sind. Tagung des GruppOnverbandes Rhein ־ Main der Jüdisch-Konservativen Vereinigung. (J. T. A.) Am Soun־ tag, den 5. Februar, wurde in Frankfurt a. M. eine Tagung der Jüdisch-Konservativen Vereinigung abgchalten, zu der sich etwa 120 Delegierte des Gruppenverbdndes Rhein- Main eingeftmden halfen. Rechtsanwalt Horovitz begrüßte die Delegierten, die anwesenden Rabbiner Dr. Hoftnanu- Frankfurt, Dr. Neuhaus-Leipzig, Dr. Wreschner-Hombur;.׳ sowie die aus Berlin herbeigeeiltcn Mitglieder des Ge־ schäftsführenden Ausschusses, Siegbert Seckclsohn und Mo• ritz a. Loeb. Herr Moritz a. Loeb referierte über ״Zwecke und Ziele“ der Vereinigung. Es gilt, alles zu sammeln» was sich zu der Fahne des traditionellen Judentums bekennt Von dem Bestehen der Jüdisch-Konservativen Vcrciniguni׳ ist zu einem großen Teil das Schicksal des thoratreuen Judentums in Deutschland bestimmt. — Hauptlehrer Mann• iieinier referierte über ״Die Lage der jüdischen _ Land• gemeinden‘‘', Prof. Dr. Hanauer sprach über ״Jüdische Bevölkerungsproblemc“. Es entspann sich eine sehr rege!Diskussion über das Verhältnis der Achdutli zur Jüdisch- Konservativen Vereinigung, die Frage des Lehrernach wuchses, die Bildung von Kassen zur Ermöglichung de! Friihehc usw. Rechtsanwalt Horovitz referierte über di׳ ״Arbeit im Preußischen Landesverband“. Das Rabbinat der Budapester ״Schass-Chcwra“■ Die durch das Hinscheiden des•• Rabbiners Jecliiw H e r s c ii ■k 0 wil s c!h צ״ל I vakant gewordene Stelle k; nunmehr wieder besetzt־ worden. Am 14. Schavat fand ein׳ gemeinsame Sitzung des Vorstandes •und des Ausschusses der ש״ס הברא Statt, in der einstimmig beschlossen ward־.׳, das Rabbineramt dem Sohne des Verewigten, Rabbii^t; David H e r s eih k 0 w i t s c'h, zu übertragen. Rabbiiic Hersehikowitsc.il ■ist ein bevorzugter Schiller der Prcßburge! Jeschiwa, tüchtiger Redner und in jeder Beziehung ein würdiger Nachfolger seines Vaters זצ״ל. Die Installierun.g des neuen Rabbiners findet ש״ק 0' משפטים statt, zu-׳ ׳gleich mit der Einweihung eines ספר תורה, weicht• Herr Gaza S a I a m o 11 o v i t s der ״Schass-Ghewra“ ge• spendet hat. Die jüdische Gemeinde von Kischinew weist eine Subvention der Regierung zurück, (j. T. A.) Der Finanz minister hat bekanntlich während der Budgetdebatte er ■klärt, daß im Budget eine Subventionierung ■der jüdischen Gemeinden nicht vorgesehen sei, jedoch sei er ■bereit, ■dies mal für jiidi.sche religiöse Zwecke eine Summe «von zehn Millionen Lei ins Budget aufzunchmen. Daraufhin hat ■du Union rumänischer Juden die Gemeinden aufgefordert, .statistische Daten bekanntzugeben, um die Verteilung dieser zehn Millionen vornehmen zu können. Die jüdische Gemeinde von Kischinew, der Hauptstadt Beßarabiens, lehnte durch Beschluß die Annahme eines Betrages *am dieser Subventionierung ab und begründete dies damit, daß die. Subventionierung nicht mittels Gesetz erfolgt, sondern durch ein einmaliges uiclitbindendes Versprechen des Finanzrninistcrs. Trotz unausgesetzter Forderungen von jüdischer Seite nacli Subventionierung habe sich ■die Re•־ gieruug erst unmittelbar nach den Vorfällen in Großwarden in Verfolgung eines bestimmten Zweckes zu einer einmaligen Gabe entschlossen. Darum sei sic abzulehnen. Die polnische Regiernns: und die jüdischen Kolonisttionsbestrebungen. — Die Pinsker Sümpfe als Kolonisationsgebiet. War sei! au, lü. Februar. (J. T. A.) Der Ministerrat hat ein vom Landwirtschaftsministcr Moraczewski unterbreitetes Projekt ■der Austrocknung und Urbarhiachung des Sumpfgeiändes in dem Distrikt von Pinsk angenommen. In jüdischen Kreisen wird der Plan der Austrockming der Pinsker Sümpfe mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die im Dezember 1926 in Polen begründete Ge- Seilschaft für jüdische Kolonisation ״Tor“ sicht in ihren! Programm ' die Ansiedlung zahlreicher jüdischer Familien in dem trockengelegten Sumpfgebiet bei Pinsk vor. Die Sachverständigen .sind sich darin einig, daß das Stunpigeländc nach der Urbarmachung einen vorzüglichen Bode״ für die Landwirtschaft abgeben werde. Die Kosten dev Urbarmachung des gesamten Geländes werden auf etwa 50 Millionen!Dollar geschätzt. Aguiioth. Warschau. (J. U.) Die Agudas Horab- ׳bonim hat vor etwa zwei Monaten eine Agunoth-Koimnis• sion gebildet, uin den tausenden jüdischen Frauen iu Polen. dere/1 Männer infolge des Weltkrieges verschollen sind und die, da bisher beglaaibigte Nachrichten über die Gründe der Nichtheimkebr nicht Vorlagen, nicht wieder heiraten konnten, ihr Los zu erleichtern. Der energischen Anbei f der Kommission ist es gelungen, bereits über hundert Fälle aufzuklärem das heißt durch Zeugen festzustellen, ob die Verschollenen tatsächlich gefallen sind. Die Kominissioi bittet, alle, die Mitteilungen über den Tod eines jüdischen Kriegsgefangenen machen können, rnn Benachrichtigung, insbesondere bittet sie die deutschen Rabbiner, •die Gefangenenlager betreut haben, Listen von den ■in den Lagen verstorbenen iüdischen Soldaten auizusteilea ■und ihr zu ii&ersejade«.

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