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Jüdische Presse · 1928-02-17 · 7 (17.2.1928) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
14 (1928)
Issue
7 (17.2.1928)
Date
1928-02-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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KVtT K ts JÜDISCHE PRESSE seKe 4r י -.. forderuns stellen, die bestehenden Talmud-Thoras und!kleinen Bethäuser reichlicher zu subventionieren, denn die Schiffschule verlangt keine Subvention und unter den Leiter dieser Institute,* für die ich plädiere, sind viele, die •zu meinen Antagonisten zählen. Ich kenne aber hi jüdischen Dingen nur sachliche Momente. Der Herr Finanzreferent hat erwähnt, daß ich gegen eine Belastung der Adas Jisroel mich sehr gewehrt habe, endlich aber doch zugestimmt habe. Dasselbe war auch in der Mikwah- Debatte. Nun meine Herren! Ich habe mich gegen die kleinste Belastung der Adas Jisroel wehren müssen, weil wir unser Budget von 3.5 Milliarden, zu dem noch unser sehr bedeutendes Schulbudget kommt, allein mit schwerer Mühe tragen müssen, und in den 80 Jahren unseres Be- Standes nie von der Kultusgemeinde eine Krone Subvention angenommen haben. Ich durfte also annehmen,. daß die Knlfcusgemeinde in einer kleinen Frage und durch dieses 'kleine Entgegenkommen uns Anerkennung zollt. Mit der Mikwah ist es eine andere Sache. Meine Herren! Ich brauche es nicht zu sagen, weil Ich es wiederholt betont habe, daß wir orthodoxe Juden an dem Bestand der Kultusgemeinde für nichtorthodoxe ein ungeheures Interesse haben, weil nach unserer Ansicht deren gegenwärtige Gestalt allein imstande ist, die 150.000 Wiener Juden, die nur noch einzelne Teile des Religionsgesetzes beobachten, bd dieser religiösen Uebung zu erhalten. Daß wir uns geistig und materiell unendlich besser entwickeln könnten, wenn wir die Kultussteuern, die ich aus meinem engeren Kreis auf eine Milliarde jährlich veranschlage, für den Ausbau unserer Institutionen verwenden könnten, ist ja klar. Nun ist das einzige Institut der Gemeinde, das wir benützen können, die Mikwah, deren ganzer Betrieb nur einen kleinen Teil unserer Steuern absorbiert. Es ist dies eine Institution, die von einigen tausend orthodoxen Familien benützt wird, um eines der wichtigsten Postulate zu erfüllen und infolge der Zusammensetzung ihrer Benützer ungemein heikel zu handhaben ist, und wenn wir das Verlangen gestellt haben, daß man uns da freie Hand läßt und nicht durch kleinliche Maßnahmen vom grünen Tische die Leitung erschwert, glaube ich, daß das kein unberechtigtes Verlangen ist. Wenn ich schließlich, wie der Herr Referent anführt, zugestimmt habe, so hat das seinen Grund darin, daß wir schließlich doch nur eine kleine Minorität sind und daß wir bis nun alle sich ergebenden Differenzen immer mit dem Präsidium und der Amtsdirektion in der freundlichsten Weise austragen konnten. Herr Kollege Bauminger hat sich nun, daß wir eine Nation sind, auf Kaiser Franz berufen. Gewiß hat Kaiser Franz gewünscht, uns als Nation behandelt zu sehen, um uns noch •mehr drangsa- Heren zu können. Ich möchte da Kollegen Bauminger bitten, verschiedene kaiserliche Dekrete aus derselben Zeit naclizulesen, wo immer der größte Nachdruck darauf gelegt wird, alle Maßnahmen zu treffen, daß die Juden in Oesterreich sich nicht, G-tt bewahre, vermehren. Aber meine Herren! Wir sind ja eine Nation. Nach der heiligen Schrift sind wir am Tage der Offenbarung ein Volk geworden, und zwar G-ttes Volk. Ohne Thora halben wir keine Existenzberechtigung, sind also auch kein Volk, und meine Herren, wenn wir die Griechen und Römer, Perser und Meder und zahlreiche alte weit größere Völker überdauert!haben, so ist daran nur ׳die Thora schuld und wenn sich das Bekenntnis zum Nur-Nationalismus im Judentum verbreiten wird, so wird es in einem Jahrhundert überhaupt keinen Juden mehr geben. Der hervorragende zeitgenössische Dichter Max Brod schrieb!und sprach wiederholt, ״der orthodoxe Jude ist so sehr Natianaljude, daß ,er sich schämt, dies auch nur betonen zu sollen“. Und, meine Heren, Sie werden mir zugestehen, daß ich und meinesgleichen, die alles tun, um als Juden erkannt zu werden' mud jede Vermischung mit Andersgläubigen vermeiden, auch Nationaljuden sind. Nun, meine Herren, komme ich zu dem Punkte Keren Hajessod. Ich habe mir vor zwei Jahren erlaubt. Ihnen in der Budgetdebatte in einer mehr als eitistündigen Rede alle unsere Gravamina gegen die Art der Verwendung der Gelder des Keren Hajessod, vom religiösen Standpunkte aus, vorzuibringen. Ich habe Ge- Iegenheit genommen, im Vorjahre diese Gravamina kurz zu resümieren und erlaube ׳mir im Namen meiner Kollegen hier, sowohl als der ganzen in Wäen organisierten Orthodoxie, entschieden Verwahrung dagegen einzulegen, daß die Wiener Kultusgemeinde Mittel einem Werke beisteuert, daß direkt antireligiöse Institutionen unterstützt und in deren Institutionen in Erez Jisroel überhaupt ׳dem Religionsgesetz gar keine Rechnung getragen wird. Für uns Orthodoxe ist es geradezu ein Verbrechen, unsere Steuergelder für solche Belange zu verwenden. Selbstverständlich spreche ich mich ebenso gegen die Dotierung des Keren Hajischuw aus, weil wir uns nicht anmaßen Jonathan EybenschUtz und seine Gegner. (Aus einem Vortrag, gehalten im Verein für jüdische Geschichte und Literatur am 30. Jänner 1928 von Dr. Josef Löwy.) Alle Rechte Vorbehalten, L MemungsverscMedenherten, Gegensatz der Anscliaungen, Widerstreit der Ansichten nehmen in der jüdischen Geschichte einen breiten Raum ein. Wenn Kontroverse im gewissen Sinne als das Salz im geistigen Leben aufgefaßt werden kann, dann mag es uns nicht wundernehmen, daß bei einem Volke von solch ausgeprägter geistiger Regsamkeit, wie es das jüdische ist, der prinzipielle Gegensatz der Meinungen eine bedeutende Rolle spielt. Der Talmud ist voll von Kontroversen, aber es ist der sachliche Kampf der Geister, der sich, getragen von dem Idealismus, der Wahrheit näher zu kommen, im Namen des Himmels — um einen talmudischen Ausdruck zu gebrauchen — לשם שמים abspielt. Leidenschaftliche Formen nimmt der Kampf der Pharisäer und Saduzäer an; heiß umstritten ist das Prinzip, ob der Geist der Ueberlieferung oder der Buchstabe des Gesetzes Kraft erhalten soll. Das Echo dieser Kämpfe tönt uns aus unserem täglichen Achtzehngebet entgegen, dessen Segenssprüche in dieser Zeit verfaßt wurden. Im 13. Jahrhundert hält der Gegensatz der Anhänger 1ווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווווון | die | I SCHÖNSTEN I EROCKEN i AUS BESTEM HAAR ZU 3 I BÜRGERLICHEN PREISEN i Ü imiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiui i WIEN I. i I KÜKR NTN ERSTR ASSE 28 j piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniininiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiii können, daß unsere Schöpfungen unterstützt werden, wenn gleichnamige, einer anderen Richtung, von uns aibgclehnt werden müssen. Ich eile zum Schlüsse und will ich Sie nur wiederholt bitten, eine reichlichere D 0 t i erung der ׳kleineren orthodoxen Bethäuser v o r z u n e h m e 11, damit deren Angestellte nicht verhungern müssen und damit selbe sich der Würde des Judentums ׳und der der Großgemeinde entsprechend ausgestalten können. Fördern Sie die Talmud- Toras, errichten Sie neue, :u m ein Geschlecht zu erziehen, das religiöser wird und der Gemeinde zu neuem Glanze und zu e w igem Bestände verhelfen wird. Dritte Sitzung. 1 Die dritte Sitzung, Dienstag abends, war der Spe- ■zialdebatte •gewidmet. Dr. Glanz beantragt die Erllöhung der Subvention der Bethausvereinc von 70.000 Schilling auf 100.000. Herr Vizepräsident Dr. Löwenherz nimmt in einer eindrucksvollen Rede zu den Problemen der Wiener Bethausvereine Stellung, deren triste Situation dem Präsidium sehr wohl bekannt ist. Grundsät'zliiic.h anerkennt kl i e Kul t;u sg em e i 11 d e, daß diese Bethausvereine als bewährte Stätten des Kultus Anspruch auf h i n r e ichende Subvention erheben würden. Der Antrag des Dr. Glanz ist aber überflüssig, weil das Biidget selbst durch eine Reserve von 80.000 Schilling für die Bethausvereinc ihren Bedürfnissen in einem größeren Maße Rechnung trägt, als der Antrag Dr. Glanz. Herr Bauminger bittet um die Berücksichtigung der kleinen orthodoxen Bethäuser, da unter den 28 subventionierten Bethausvereine, 5 insgesamt 36.000 Schilling und die übrigen 23 •Bethausvereine insgesamt 28.000 Schil- Ung an Subvention erhalten. Herr Bauminger trat dann sehr energisch für die Beibehaltung der früheren Gepflogenheit, Mazzoth für die Armen und Mittelständler •in natura zu geben. Herr Regierungsrat Doktor Oppenheim erklärt, daß ein gemischtes System geplant Ist. nämffch für dl« rituell lebende» Juden werden Mazzoth in natura, für die übrigen aber Geldbeihilfe erteilt. Die Mazu oth Verteilung wird mit Rücksicht auf die berechtigte Scham der Petenten auf dem Wege der einzelnen!Be th au sver e׳i n igungen du rc-hgeführt. Herr Moses Rath erklärt, daß er mit Ausnahme eines einzigen Punktes vom Anfang bis zum Ende mit den Ausführungen י der ״Jüdischen Presse“ sich identifiziere und wenn er doch im Gegensatz zu Herrn Wolf Paptpenheim für den Keren Hajessod eintrete, so beweist dies, daß die beiden Gruppen, die orthodoxen und Zionisten, das positive Judentum, das gleiche Ziel aber auf versohiedenen Wegen, verfechten. Herr Rat trat dann für eine kräftigere Förderung der Bibelschulen und für die Gründung einer in hebräischer Sprache geführten Bibelschule ein. Auch der Talmud-Thora-Schule in der Malzgasse spendet er reiche Anerkennung. Herr Dr. Josef T i c h 0, Obmann der Sohulkommission, erklärt, daß das wichtigste Pr o b 1 e m der Schulpolitik der Kultusgemeinde, der Religionsunterricht wäre. Vor dieser Hauptaufgabe der Kulfcusgemeinde auf dem Schulgebiete tritt alles zurück. Herr Dr. Ticho erörtert dann die Schwierigkeiten, denen der Religionsunterricht in Wien notwendigerweise begegnet, konstatiert aber mit Befriedigung, daß sowohl die Jugendg-ttesdienste, wie der Religionsunterricht heute ersprießlichere Resultate als früher zeitigen. Es freut ihn außerordentlich, daß dies selbst Herr Pappenheim konstatieren konnte und ein Deutchen Anerkennung von Herrn Pappenheim auf diesem Gebiete wiege •bei ihm mehr, als Lobhymnen von anderer Seite. Was nun die weiteren Schulaufgaben betrifft, erklärte Herr Tiche, daß er und seine Gruppe wohl gegen eine jüdische Zwangsschule seien aber nichts gegen die Errichtung von fakultativen Volksschulen, die auf streng religiöser Grundlage errichtet sind, einzuwenden habe. Er ׳hofft auch, daß der Wunsch von Herrn Rath nach einer höheren Sub.־ ventionierung der Bibelschulen, falls der Finanzrelerent zustimmt, in vollem Maße wird befriedigt werden können. Regierungsrat Dr. Oppenheim erklärt, daß er nichts dagegen einzuwenden habe, falls das Plenum eine Summe von 35.000 Schilling aus der allgemeinen Reserve für Zwecke einer weiteren Förderung des Schulwesens heranzieht. Dr. Glanz schlägt die ׳Errichtung eines Bi 1dungshauses zu Ehren des verstorbenen Oberrabbiners Prof. Dr. Chajes vor, in welchem die Gemeindebilbiliothek, das Jüdische Museum und entsprechende Vortragssäle untergebracht werden sollen. Er beschäftigt sich mit den Problemen der Gemeindebibliothek und schlägt cfrner die V e r g e m e i n d u n g der Talmud-Thora- V 01!k s- •11 n d Bürgerschule und des jüdischen Realgymnasiums vor. Herr Pappenheim tritt für eine kräftige Förderung der neuerrichteten Beth- Jaakob-Schulc im XX. Bezirk ein und berichtet über die erfreulichen Resultate der religiösen Erziehung der weibliehen Jugend an der Jessode-Hathora-Schiffschul und an der Talmud-Thora-Mädohenschule. Dr. Sanel Beer tritt für die freie Aerztewahl am Rothschild-Spital und •für die Förderung der jüdischen Sportvereine ein. Herr Baurat Kempler bespricht in eingehender Weise di« Probleme des Spitals der Israelitischen Kultusgemeinde und gilbt sowohl Herrn Dr. •Beer, wie Dr. Bader Aufklärungen über die Verfassung und Organisation des Spitals. Zum Schlüsse sprach noch der Finanzreferent Herr Regierungsrat Dr. Oppenheim und nahm zu den allgemeinen kritisehen Bemerkungen der Opposition Stellung. Das Gem e i n d e 1b 1 a 11 konnte aus finanziellen Gründen nicht zustandebracht werden, gegen den Gemcinde'bund war die Majorität aus dem Grunde, weil die Verfassung des geplanten Gemeindebundes für die Wiener Kultusgemeinde unannehmbar war. Unsere Verhältnisse sind dies:• bezüglich mit jenen in Deutschland nicht zu vergleichen. Dann gab Regierungsrat Oppenheim eine prinzipielle Erklärung in Sachen der Wahlrechtsfrage ab und begründete eingehender, warum die Majorität gegen die Er- Weiterung des Wahlrechtes ist. (Wir besprechen diesen Teil der Erklärung des Herrn Regierungsrates Dr. Oppenheim an anderer Stelle.) Nach dem Schlußwort des Referenten wird das Budget einstimmig angenommen. Herr Präsident Prof. Dr. P ick dankt in herzlichen Worten den Kommissionsmitgliedern und besonders dem , R eferenten für seine große und ersprießliche Arbeit in der Kultusgemeinde, der seinerseits seinen tiefempfundenen Dank den mit der Fertigstellung des Budgets!beschäftigten Beamten, an erster Stelle Herrn Regierungsrat Dr. Fuchsgelb, ausspricht. G. des großen Philosophen und Arztes Moses Maimonides und seiner Gegner die jüdische Welt in Spannun׳g. Aber die höchste Sensation erregt der Kampf, den das Auftreten des falschen Messias aus dem 17. Jahrhundert, genannt Sabbathai Zewi, hervorgerufen hat. Bis in unsere Tage haben sich vereinzelte Anhänger des Mannes erhalten, der Zeit seines Lebens die gesamte Judenschaft in einen Taumel versetzt hat und dessen Name von jüdischen Schrift- Stellern der späteren Zeit mit Abscheu und dem Fluche ימ״ש״ו erwähnt wird: möge sein Name und die Erinnerung an ihn ausgetilgt werden. Der falsche Messias starb im Jahre 1676, aber es waren kaum hundert Jahre nach seinem Abgang von dem Schauplatz der historischen Ereignisse vergangen, da hielten noch die bösen Geister, die er heraufbeschworen hatte, ihren Hexensabbat ab, indem sie Haß und Zwietracht in Israel erregten. War es der Leichtgläubigkeit oder einer gewissen Gereiztheit dieser Zeit zuzuschreiben, daß das Judentum in der Mitte des 18. Jahrhunderts ,1in zwei feindliche Lager gespalten war. Die Hauptfiguren in dieser seltsamen Tragödie waren zwei Rabbiner von großem Ansehen und außergewöhnlichem Wissen: Rabbi Jonathan Eybenschütz und Rabbi Jakob Emden. Der Kampf der beiden Antagonisten nahm immer mehr persönliche Formen an und zog die gesamte Judenschaft Mitteleuropas von Holland bis Polen und von Dänemark bis Italien und Konstantinopel in den Strudel der wildesten Leidenschaften. Es war dies nicht so sehr ein Kampf verschiedener Weltanschauungen als zweier entgegengesetzter Naturen und Charaktere. Rabbi Jonathan mit seinem bezaubernden Wesen, seiner Sorglosigkeit und seinem freimütigen, fast künstlerischen Temperament repräsentiert den Typus der frohen Natur, Emden mit seinem tiefen Ernst, mit seiner etwas starren, düsteren; Lebensauffassung und seinem zelotischen Uebereifer, vertrat den entgegengesetzten Charakter. Dieser Streit bewies nur allzu deutlich, daß das jüdische Leben dieser Epocfoe aut ein beklagenswertes Niveau gesunken war und während in der großen Welt außerhalb des Gffcttos die ersten Regungen einer ״freien“ Denkungsart sich zeigten, beherrscht inmitten des Ghettos nbftelalterliche ״Finsternis“ und ,.,Aberglaube“ noch immer die Gemüter. Und nun zur Hauptfigur dieses dramatischen Kampfes. Jonathan Eybenschiitz, auch Ei'beschiitz und Eibeschützer genannt, wurde im Jahre 1690 (| ת ״) nach einigen zu Pinczow bei Radom, einem Städtchen im ehemaligen russischen Gebiet Polens, nach anderen in Krakau geboren. Sowohl väterlicherals auch mütterlicherseits stammte er von den hervorragendsten talmudischen und kabbalistischen Autoritäten ab. Sein Vater Nathan war in die mährische Gemeinde Eibenschütz als Rabbiner berufen worden und von diesem Städtchen rührt der Beiname Jonathans her. Der mit ungewöhnlichem Scharfsinn, einem eisernen Gedächtnis und seltenen Fähigkeiten begabte Junge wurde von seinem Vater in das Talmudstudium eingeführt und der haarscharfe Ver-

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