Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 14 (1928)
- Issue
- 6 (10.2.1928)
- Date
- 1928-02-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 42 JÜDISCHE PRESSE Kr. 6!FASCHING! PURIM!!■HMMMHnDunBHnHnnnKn über ■die Entwicklung des Keren Hathora in den Ländern seiner Tätigkeit. Das ehemalige Riesenreich Rußland, in dem vor dem Kriege über eine Million Kinder im altjiidisehen. Geist erzogen wurden, bedeutet zugleich eine krasse Gefahr, für die jüdische Zukunft. Kein Mensch darf und kann au dieser furchtbaren Lage Vorbeigehen. Angesichts dieser Notlage haben auch Jehudim nicht orthodoxer Weltanschau- 1mg dem Keren Hathora gegenüber ihre Sympathie ausgcdrückt. Durch Beispiele aus dem Leben der Juden in Kowno, Krakau und Wilna ׳beleuchtet der Referent den Unterschied zwischen einst und jetzt. Durch das Schtilwerk des Tarbus und der Kulturliga, die mehr oder minder ver־ hüllt alles Religiöse aus ihren Schulen verbannen, wächst ein Geschlecht heran, das dem Heiligtum unseres Lebens oftmals feindlich gcgcnüberstcht. Nur durch systematische Arbeit der gesetzestreuen Kreise ist cs möglich geworden, in Litauen und Polen einen Gesnndungsprozeß zu begründen. In den beiden Schulorganisationen . Jawnc und Bcs-Jacob sind bereits 20.000 Kinder erzogen worden. Die dringendste Gegenwartsaufgabc ist die Schaffung eines Lehrerseminars in Krakau, da die bis־ hörigen Räume hygienisch eine große Gefahr bilden. Die Kosten dieses Baues erfordern etwa 25.000 Dollar, wovon bisher noch nicht die Hälfte aufgebracht ist. Aber nicht nur für das Schulwesen und insbesondere das Mädchenschul־ wesen arbeitet der Keren Hathora, sondern auch die großen und kleinen Jcschiwaus aller Länder des Ostens seien in den Aufgabenkreis miteinbezogen, ganz zu schweigen von den Gründungen eigener Talmud Thoras in den westlichen Ländern. Der Referent propagiert die Kehillausaktion, cs dürften keinerlei Bedenken bestehen, bei der Thora für den Keren Hathora zu schnödem. In vielen Kultusgemei.nden wurde beim Aufrufen fii'r den Keren Hajessod gespendet, der doch eingestandenermaßen t th o r a w i d r i g e Lehranstalten unterhalte. Wie sollte cs da ein orthodoxer Gemeindevorstand verant־ Worten können, im Anschluß an die ׳Brocho für die Thora eine Spende für den Thorafonds zu verwehren, für den Fonds, dessen Gelder nur und*ausschließlich für Nimmud- und Chinuchzwccke verwendet werden. Der Referent gab dann ein ergreifendes Bild der heutigen Verhältnisse, aus dem die Delegierten die Erkenntnis gewannen, daß eine vertiefte: und verbreitete Kcren-Hathora-Tätigkeit cinsetzen müßte. Mit diesem Referat schloß die Vorinittagssitzung. Nach der Mittagspause berichtete Herr A. W. R 0־ s e n z weis •über den schweizerischen Keren Hathora, der nunmehr schon ,drei Jahre bestehe. Insgesamt seien in diesen Jahren nach dem Kassabericht Frcs. 30.000 vereinnahmt und verausgabt worden. Die einzelnen Kommissariate. Zürich, Luzern, Baden, Lugano und Basel, arbeiten regelmäßig und systematisch. Es seien einige Vorträge auswärtiger Referenten gewesen, um den Keren-Hathora-Gcdanken zu stärken und zu vertiefen. Auch die Büchsen- . aktion sei im letzten Jahre besser durchgeführt worden, auch, lasse der schweizerische Waisenfonds der A. J. auf seine •Kosten einige Lehrerinnen für Bes-Jaakauw ausbilden. In der Diskussion forderte, zunächst Herr Konsul Guggeiih ei m.-Basel eine wirksamere Propaganda, und zwar nicht nur für die beiden hier vertretenen Länder, sondern auch für ־ Italien, das unbedingt herangezogen werden müßte. Ferner müsse bei allen traurigen und freudigen Anlässen allen'• Brüdern und Schwestern der Keren Hathora ins Gedächtnis gebracht werden. Die Zeitungen müßten häufiger Berichte bringen. M. Müller-Paris betonte, daß die westliehe Judenhcit von den verheerenden Zuständen des Ostens, 5 über die Herr Dr. Deutschländer gesprochen habe, viel zu wenig wisse, um sich zur Hilfe bcreitzustellcn. Man solle genaue statistische Aufstellungen machen und sie vor allem denen zur Kenntnis bringen, die Interesse für den Keren Hathöra haben. Ucbcr allem ׳dürfe man aber nicht vergössen, daß cs auch im Westen wichtige Fragen der Thoraerziehung gebe, und er propagiert . die Gründung einer Tboralehranstalt in Frankreich. Der nächste Redner. Dr. med. Rob, Guggeiilieim-Luzern, fordert ebenfalls mehr P1*0׳paganda für die Fernerstehenden. Als Nächster beleuchtet Herr Rabbiner Brom das Verhältnis der A. J. zum Keren HathoTa» Redner gibt die Unzureichenden Leistungen des Keren. Hathora im Hinblick auf die großen und beroch- Tafte . . . Georgette ... ״ Crepe Satin . . ״ de Chine . ״ Lam6 ....... alle Farben S 11.80, 8.90 13.80, 9.80, 7.80 19.—, 18.—, 13.- 13.80, 9.80, 5.80 5.80, 3.90 Gold* u. Silbersfoffe, Spitzen in grüßter Auswahl. I. Tuchlauben Nr. 8 Beulen Sie sieh aei diese tonte, Bekommen Sie S Prozent. tigten Forderungen zu, die aber nicht durch eine zu geringe Propagierung zu motivieren sei, sondern damit, daß cs viel leichter sei, einen Hurrapatriotismus für einen Nationalismus zu erzeugen, als eine wahre Begeisterung für die Thora. Einer Aufforderung zu irgend einem Vergniigen komme inan viel eher nach als einer Aufforderung, die Entbehrung verlange, und Thora und. Keren Hathora fördern von •uns im wesentlichen große Opfer. Der Keren jJathora kann sein Ziel nur dann erreichen, wenn auch die ׳innere^ Begeisterung für die Thora und die Verwirklichung Ihrer Gesetze im Leben wachse. Herr M. Schwarz-Basel bekennt, daß er nach den Ausführungen des Herrn Dr. Deutschländer ciusclien müsse, daß auch er weit mehr noch für den Keren Hathora tun müsse, obgleich doch das Baseler Konimissariat in manchem erfolgreich gearbeitet habe. Er verlangt eine regelmäßige •Orientierung der Presse •und auch eine erhöhte Propaganda in der Presse. W׳em1 der Keren Hathora auch eine gesonderte Verwaltung habe, so brauche er seine Mutter, die A. J., •darum nicht verleugnen. Der Redner regt die Gründung kleiner Lehranstalten auch im Elsaß an. Herr Max Mannes schlägt die Koopticrung neuer Mitglieder ins Züricher Kommissariat vor, die sich verpflichten müßten, regelmäßig wenigstens monatlich einmal zur Beratung zusatnnienzukommen. Herr J. Goldschmidt- Zürich wünscht, daß öfter aufklärendc Reden über den Keren Hathora in beiden Ländern gehalten werden. Herr Botschko-Montreux spricht •mit seiner gewohnten Bcgei- Sterling über die Gründung •der Jeschi wo Montreux und fordert in schwungvollen Worten eine ideelle Unterstützung seiner Bestrebungen. Herr Dr. ׳Deutschländer gibt in seinem ausführlichen Schlußwort zunächst ״die gewünschten Aufklärimgeri über Möglichkeit und Umfang der Keren-Hathora- Propaganda und stellt mit Genugtuung fest, daß •durch diese Konferenz eine Festigung des Keren Hathora in beiden Ländern ungebahnt sei. Er schlägt vor, in nicht allzu fer- 11er Zeit eine Konferenz in der Südschweiz abztihalten, in der auch dann Italien vertreten sein wird. Mit einem herzliehen Dankeswort an alle Erschienenen und dem Hinweis darauf, daß die Zentrale nur dank der Mitarbeit aller Kominissariatc Weiterarbeiten könne, schließt der Vorsitzende Rabb. Brom die Sitzung, indem er bemerkt, daß das Bcwußtsein, sich einer G-ttesaufgabe mit ganzem Können und Wollen zu weihen, der tiefste Dank sei. Vor dein Schlußwort des Herrn Dr. Leo Deutsehländer wurden die nächstehenden Resolutionen angenommen: Resolution Konsul Guggenheim-Basel und Dr. Guggenheim-Luzeru. Die Keren-Hathora-Tagmig der Laiidesverwaltungen Frankreichs und der Schweiz nimmt mit Dank die Berichte der Keren-Hathora-Zentrale, der Landesverwaltungen Frankreichs und der Schweiz entgegen. Sie richtet einen Avarinen Appell an alle jüdischen Gemeinden, Verbände soiriedenen. Ausdruck seines Gesichtes zu verdunkeln vermögen,־ Das ל■ hat eben einen festen Kern, eine unveründerliche Grundgestalt, an die sich ein Jnd in höchster Stellung, wie ein jud in tiefster Erniedrigung eng anschließen soll, um festen Hall zu haben. כל המקיים את התורה מעוני סופו לקיימה מעושר וכל המבטל את• התירה מעושר סופו לבטלה •מעוני. Wer in gedrückter Lage seinen anstrengenden Berufsgeschöften ein Viertclstündchen abgewinnt, um sich dem Thorastudium hinzugebeti, der wird in künftigen Tagen des Wohlstandes dieser seiner löblichen Gewöhnheit noch besser naclikommen können, und wer in Zeiten irdischen Glückes keine Muße für selbstlose Hingabe zur Thorabesschäftigung findet, der wird in Zeiten seiner Not- ,age gewiß keinen freien Augenblick erübrigen können, den er den Geist und Herz erfrischenden Umgang mit der Thora widmen könnte. Die Gestalt des ל ist sogar noch kenntlich,■ wenn die ,beiden Endpunkte fehlen. Aber gerade diese beiden abschließenden י verleihen ihm erst das altehrwiirdige Gepräge und zugleich eine ästhetisch wohltuende Form. So kann auch das •Lernen als ein anerkenhenswenes Streben bewertet werden: aber seine V01U kqmnienheit erreicht es erst, wenn sicli ihm die zwei anderen Grundsteine des Weltbaues zugesellen, wem! sich עבורה und גמילות חסדים der תורה harmonisch anschließen. Die ־תורה bildet den Mittelpunkt. Ihr Aus- Jäufer ist der erhebende Gottesdienst, ist das liimmelwärts führende Gebet, die höchste Blüte menschlichen Denkens und Fiiiiiens. Während diese Abzweigung den Geist und das Gemüt in himmlische Sphären versetzt, schlägt nach der anderen Seite □גמילות חסדי seine tiefgehenden Wurzeln in irdische Regionen, sucht menscli- Heilere Gebiete auf, wo das Materielle eine größere Bcachtung erheischt, worauf aber das ל fußen muß אם א ן הסח אין תירה . Körperliches Wohlbefinden ist die Grundlage zu geistiger Leistungsfähigkeit. Wurzelt so das ל im Bereiche des Vergänglichen, so steigt cs andererseits zur idealsten Höhe empor. Wenn die Bibel die Vernachlässigung der Thora und die daraus entspringenden Folgen mit der Verireibuug aus dem väterlichen Hrblaude bedroht, schreibt sie in dein prägnanten Passus אחרת כהיום mN וישלכם אל הזה das ל in וישלכם auffallend groß, als sollte damit angc- •dentet, sein, daß auch in fremdem Lande und unter ungünstigen Verhältnissen das ל seinen erhabenen Platz 1behaupten soll, daß dem Lernen die grüßte Aufmerksamkcit.öund Sorgfalt gewidmet werden muß, wodurch auch das zerstreute G-ttesvölk als ein großes ל, als ein Lehrmeister der höchsten Ideale, als ein Prediger des reinsten Monotheismus auftritt. Auch aus einem anderen, scheinbar ganz gering- •tägigen Umstande läßt sich die bedeutungsvolle Stellung des t;abstrahieren. Hat man sich mit dem ganzen Inhalte der Thora vertraut gemacht und nähert sich dem Schlußsatze לעיני כל ישראל . da stellt sicli im letzten ׳Buchstaben des letzten Wortes unserem Blicke ein ל dar, als wollte es die Mahnung aussprechen: Glaube nicht, daß du die unergründlichen Lehren der Thora erfaßt, sondern ל beginne von neuem zu lernen, suche dich noch weiter in den unerschöpflichen Inhalt der Thora zu vertiefen, bedenke• התורה אינה ירושה לר ואינה מתסיימת אלא כמי שממית עצמי עליה . Daß du nur durch Eigenerwerb die Thora in deinen Besitz m bringen vermagst und uur״ durch ununterbrochene Wechselbeziehung zu ihr au dich, fesseln kannst, ln diesem Sinne verdienst du erst den aristokratisehen Namen י ש ר א ל■ Kämpfe!• für die höchsten Güter. Aber so wie ישראל erst durch das ל am Schlüsse vollständig ist, so •bist auch du erst dann ein vollkommener Israelite, wenn dein ganzes Wesen zu dem Endziele hindrängt: ל, lerne' wie an alle Brüder und Schwestern, das heilige Werk des Keren Hathora durch regelmäßige Spenden zu stützen. Die Tagung begrüßt insbesondere die Schaffung eines weit verzweigten jüdischen Schulnetzes in den östlichen Ländern als wirksamstes Mittel, um dem Niedergang südisch-religiösen Lebens zu steuern und somit eine glückliche Zukunft des jüdischen Volkes vorzubereiten. Mit der Hilfe für den Osten müsse die Stärkung der Thora und des Thora*» lernens stets verbunden werden. Resolution A. W. Rosenzweig-Zürich. Alle jüdischen Gemeinden Frankreichs und der Schweiz sollen ersucht werden, an allen Krias-Hathora- Tagen für den Keren Hathora in den Synagogen spenden zu lassen. Anregung Eirs u. a. Es sollen in Bälde Konferenzen ln Straßburg, Paris für Frankreich sowie in der Südschweiz (Lugano oder Locarno) für die Schweiz, Italien und Frankreich veranstaltet werden. Anschließend an die Tagung fand abends ein großes Meeting statt, an welchem die Herren Rabbiner B r 0 m - Luzern, J. R 0 •s e n h c i ni-Frankfurt a. M.. Dr. J. Lewenste i.n- Zürich, Rabbiner Lange r־Paris. Rabbiner J. L e v i-Obernai, Maitre Mathieu M ii 11 e r-Paris, Dr. D e u t s c h 1 ander und Rabbiner •Dr. P. K oh 11-'Wien in überaus eindrucksvoller Weise sprachen. NACHRICHTEN. Zur Beachtung! Auf vielfachen Wunsch, der aus dem Kreis unserer aus den Ostländer stammenden Wiener Leser geäußert wurdet werden wir fortab למן הדלקת הנר עו״מצש. nach, den מנהג ותיקין nacli welchem unsere .ostländischen Brüder sich richten, veröffentlichen. Die Zeitbestimmung wird utis allwöchentlich vom ״Hithachduth Jereim“ zur Verfügung gestellt.__ "התאחדות יראים" ווינה ,*,Hitachduth Jereim" Vereinigung Thora״esetzestreuer Juden in Wien II., Hein^strasse 30, T. 15. ב״ה. פרשה בשלח יחח זמן הדלקת הנר עש״ק שעה 4 ע□ 54 מינוט. יזמן שיייעת החמה עש״ק שעה 5 עם 7 מיניט. זמן הדלקת הנר מוצש״ק שעה 6 עם 0 מינוט• Abreise des Vorsitzenden des Geschäftsausschusses in Wien, des Herrn Rabbiner Dr. Pinchas Kohn nach Erez Israel. Donnerstag den 8. Sclnvat, abends," trat Herr Rabb. Dr. Pinchas K o h n in Begleitung des Sekretärs der Landesorganisation der Agudas Jisroel in Erez Israel, Herrn Rabb. Mosche Glückmann Porusch seine bereits in unserer vorigen Nummer angekündigte Reise nach Erez Israel an. Am Bahnhof hatte eine große Zahl seiner Freunde und viele Mitglieder der Aguda Jisroel Herrn D1> Kohn eine herzliche Ovation bereitet. Die 31. ordentliche Generalversammlung des Israel. Tempel- •und Sclmlvereines, Wien, VI., Stumpergasse 42, findet Sonntag den 12. Februar um halb 10 Uhr vormittags im Vcreinslokale statt. Unter den Punkten der Tagesordnung kommt auch die Frage der Stellungnahme ׳zum Projekte eines T e <m p e •1 ■b a u e s vor. Dienstag, den 14. Februar um 5 Uhr treffen sich die Mitglieder des Vereines ..Frauenhilfe“ der Adas-Jisroel zu gemütlichem Beisammensein im Cafe Deutsch, II., Herminengasse 10. Die Generalversammlung des orth. israelitischen Bethausvereines ״Emunas Aves“. Wien. XIV., Storchengasse Nr. 21, findet im Sitzungssaal des Vereines, Sonntag den 12. Februar tim halb 10 Uhr vormittags statt. Abends um 7 Uhr wird der neuadaptierte Beth-Hamidrasch eingeweiht. Anschließend findet ein Bankett statt. Generalversammlung des Bethausvereines ״Gemilas- Chesed“, Wien, XVII. Sonntag den 5. Februar fand die General Versammlung ,des ״Gemilas-Chesed-Vereines •unter großer Beteiligung statt. Die anläßlich der Generalyer- Sammlung stattgefundene Vorstandswahl bedeutet einen erfreulichen Erfolg für die Orthodoxie. Schon seit längerem waren die zwei agudistischen Vorstandsmittglieder ein Dorn im Auge unserer Zionisten. Sie ließen es denn auch nicht an starker Propaganda für die heurige Generalver- Sammlung fehlen, deren letztes Ziel es war, die Agudisten aus dem Vorstand zu verdrängen. Der gesunde Sinn unserer Bethausmitglieder hat nicht nur diesen Versuch vereitelt, sondern darüber hinaus die zionistischen Kandidaten abgelehnt und dagegen •zwei ׳Parteilose orthodoxe Bal'batim gewählt, so daß die Mehrheit des neuen Vor- Standes nun aus orthodoxen Juden besteht. Wir wünschen dem neuen Vorstand für seine weitere Tätigkeit besten Erf01S'Chamischa-Asaar-Feier an der Talmud-ThoraWolks־ und Hauptschule, II., Malzgasse 16. Als Ersatz für das abgesagte Chanuka-Fest hat die Schulverwaltung ״Das Neujahrsfest der Bäume“ Chamischa-Assar B'Schwat benützt, um den Zöglingen der Schule eine kleine Freude zu bieten. Dank der inunifizenten Spenden einiger Schulfreunde und Eltern konnten alle Schulkinder mit einem Päckchen Chamischa-Assar-Obst beschenkt werden. Außerdem hat Herr Karl Altmann die s e c h z i g Teilnehmer der Schiilerausspeisung in. aufmerksamster weise mit Cha־ mischa-Assar-Obst bedacht. Rühmlichst muß hervorgehoben werden, daß viele große Obsthandlungen mit reichen Obstspenden zum Gelingen des Festes beitrugen. Die Bedeutung des Festes wurde den Schülern vom Lehrkörper erklärt. Herr Altinann, der persönlich zu der Feier erschien, war Gegenstand der herzlichsten Ovation seitens der Schulkinder. Direktor Ungar und Oberlehrer Kohn gaben in einigen schlichten Worten dem innigen Dank Ausdruck für das große Interesse, das unsere Schulfreunde für dj« Talmud-Thora-Schule bekunden.