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Jüdische Presse · 1927-12-23 · 47-48 (23.12.1927) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
47-48 (23.12.1927)
Date
1927-12-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr; 47/48 Seite 292 jüdische Presse der jüdischen Bevölkern11g des Landes starken Widerhall geweckt, Tn den!Empfängen beim Staatspräsidenten wurde das religiöse Erziehungsprogranmi dargelcgt durch zahl- , reiche T3es11che der Chinuchanstalten selbst, durch Konferenzen mit den Lehrern und Schulverwaltungen für die innere Festigung der Schulen Sorge getragen. ln Lettland galt unser Besuch vornehmlich dem großen Erziehungswerk, das unter dein Namen ״Thora we derech Erez“ in Riga begründet ist. Auch hier wurde neben pädagogischen;Konferenzen mit der orthodoxen Lehrerschaft Fühlung mit den staatlichen ■Behörden gesucht und in einer Audienz beim Ministerpräsidenten und Unterrichtsminister das Erziehungsideal der Agudas Jisroel beleuchtet. Oberrabbiner Dr. Carlebach hat in seinem sehr ■interssanten Bericht darauf 1hingewiesen, daß es für den ■Keren Hathora keine günstigere Betätigung gibt, als die Becinflussung des Erzichungswerkes, natürlich nur im Einverständnis mit den örtlichen rabbinischen Autoritäten. Er schreibt: Noch sind in den;Ländern des Ostens alle Dinge im Fluß. Was sich jetzt durchsetzt, sein Daseinsrecht aufweist, wird bei der endgültigen ׳Regelung der ■Dinge nicht übergangen werden können. Es ist ■auch unzweifelhaft, daß der Osten auf dem Chinuchgcbiet unsere Hilfe fordert. Der Name S. >R. Hirsch hat Klang bekommen in den dortigen Ländern. ■Man führt ihn dort im Munde als den Josua ben Gamla ■der ■Gegenwart, als den großen Erzieher. Diese Stimmung kam ■der Arbeit des Keren Hathora zu-!gute und ■das Echo der Keren Hathora-Arbeit in Litauen!und!Lettland war ungeheuer, sic zwang zur Achtung, sie fand eine;Resonanz selbst bei ■den Gegnern. Diese Konferenzen ■und Besuche waren für Litauen und Lettland ein ■ großer Anfang, der Gutes für die ■Zukunft ■in sichere Aussicht stellt.“ Wir streifen jetzt nur noch ■in Kürze unseren Verstich, in systematischer Weise der Mädchenerziehung in ■anderen Ländern eine Heimstätte zu bereiten. In Wien wurde eine Bajs Jakob-Schule errichtet und fand ein Ausbildungskurs für Lehrerinnen statt. In der Slowakei stehen eine Anzahl von tüchtigen Kräften;mit uns ■in Verbindung, um die Erfahrung anderer Länder für dieses Gebiet nutzbar zu machen. Gaflz unmöglich ist es im Rahmen der vom Präsidenten uns zur Verfügung gestellten Zeit ausführlich über Keren Hathora-Arbeit einzelner Landesverwaltungen zu ■berichten, .׳die selbständig ihren großen Aufgaben nachkommen. Deutschland hat, wie bekannt, in umfassender Weise die Arbeit für ■die Ausbauung und Vertiefung des Lernens im alten ■jüdischen Sinn zu seinem Ideal erhoben. Der Keren Hathora hat dort eine Reihe eigener gutgeleiteter Talmud Thora-Schulen errichtet, ferner einen; eigenen Markus Hachinuch ■unter Leitung von ■Bernhard.! S. Jacobson, welcher wertvolle pädagogisch-Wissenschaftliehe Arbeit leistet. Holland veranstaltet für seine Lehrer alljährlich Fortbildungskurse und hat ■der gesamten Judenheit des Landes durch die Herausgabe eines Chumesoh mit Uebersetzung und Erklärung von Oberrabbiner Vredenbürg einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Wenn . Sie, sehr geehrte Herren des Zentralrates, einen ■Blick auf die Arbeit der vergangenen Jahre werfen, . so wird auch Ihnen der Weg ■der Zukunft, ■der vor uns liegt, länger erscheinen, als die Strecke, die wir zurückgelegt haben. Aber auch für uns gilt ■das tröstende Wort, daß im menschlichen Leben der Weg bedeutungsvoller ist als das . Ziel, das Streben wichtiger als ■die Erfüllung. Der Keren ■■■Hathora mit seinen historischen Dimensionen kann nicht der Wieg eines einzelnen sein, nicht einmal der einer Generation. ■Die Zukunft lagert aber auf dem Fundament der Gegenwart. Dieses zu festigen für unsere ■und unserer Kinder Zeit ist;■unsere Aufgabe. Ihr widmen wir ■unsere Kraft: der Erfolg wird nicht ausbleiben und wird unser Volk und die Menschheit führen zur prophetisch ersehnten Zeit, da ״die Erde von G-tteserkenntnis so erfüllt wie ■die Meere vom■ Wasser“. Verzeichnis der Jescliiwoth und anderen Lehranstalten, die vom Keren Hathora subventioniert wurden. Berichts Periode: 1. Juni 1926 bis .1. November 1927. Polen: Jeschiwoh Mesitwa (Warschau) Jeschiwoh Kibutz Nowogrodek Jeschi woh Lorncza ■ Jeschiwoh Przemysl ׳Jeschiwoh iKibutz-iLubawicz (Warschau) Jeschiwoh Kleck Thoras Chajim, Warschau Chewra Aliawat Thora, Warschau ' Thoras Chesed, ■Baratnowiczi- Jeschiwah, Brody Jeschiwah ■Rowno Abendkurse Riki Talmud Thora Jabwisaga Talmud Thora Turok Talmud Thora Dumbia Talmud Thora Rurnanow Talmud Thora Sanok Untericht im Knabengefangenhaus Studnitz Ferner Bajs Jakob Seminar, Krakau Fortbildungskurse Jordanow Zirka 40 Bajs Jakob-Schulen. Palästina: Jeschiwoh. Kuesses Jisroel. Hebron Sefath Eines Ohel Mosche Talmud Thora Tiberias ' ־ . Talmud •Thora Tel-Awiw . ׳. ‘..Waisenhaus Diskin . , , . . Schul werk ' der Agudas Jisroel: Knaben- und׳ Mädchen- ־ ‘ schulen- Jerusalem; Tiberias,'Safed usw.'- : Litauen:; - •.־.: ■. ' Jeschiwoh Telschi Kaulel, Kosvno Kassenbericht der Keren-Hathora-Zentraie. Zentralratstagung Berlin 1926 bis Zentralratstagung Berlin 1927, Juni 1926 bis November 1927. Einnahmen: Landesverwalt. des K. H. in an Zentrale Dollar Amerika. 10.259.--. Deutschland. 4.883.90 Holland .. 2.562.50 Schweiz. 1.424,— Schweiz, durch andere Fonds. 707.— Elsaß .. 1.070,— Oesterreich . 447.— Oesterreich für Erez-Jisroel-Schulen .... 743.— Rumänien . 826.20 Tschechoslowakei .211.40 Polen .. 373.50 Dänemark . 176.50 Dänemark für Erez-Jisroel-Schulen .... 78.— Norwegen . 128.30 Afrika (Germiston) .. 63.— Argentinien (Buenos Aires) ,. 30.50 Jugoslawien (Zagreb). . 31.— Lettland (Liepaja). 31.— Belgien . 24.— Palästina . 23.— Italien (Fiume). 17.— Rückzahlung für Spesenbeiträge. 153.40 Darlehen. 163.90 Saldo der Zeitrale pro Juni 1926 . 603.— Einnahmen der Zentrale. 25.030.10 direkt für ausw. Anstalten f. d. eig. L ind Dollar Dollar — 19.604 '־׳ —.160 48.— 382.— Mazzotaktion*) Jesch.Montreu :i:) 680.— 283.— für Erez Jisroel 1.985.— außer Lublin **) 735.— Einnahmen der Landesverwaltimgen .... 23.877 Gesamtsumme der Einnahmen Dollar 48.907.10 Ausgaben: 1. Subventionen der Zentrale .... Dollar 17.505.— 2. Subventionen der ■Landesverwaltimgen direkt an ausw. Anstalten und für Bedürfnisse ■des eigenen Landes . 23.877 ״,— 3. Reisen, Broschüren, ■Bureauspesen . . 2.083.20 ״ 4. Gehalte (Zentralbureau).. 2.160.20 5. Büchsen (außerordentlicher Kredit) . 906.20 ״ 6. Abgabe an den Organisationsfonds ... 831.10 ״ Saldo per 30. November 1927 . . ... 1.544.40 ״ Dollar 48.907.10 Wien, am 2. Dezember 1927. Gez.: Wolf Pappeiiheim. Dr. L. Deutschländer. Den Rechnungsabschluß der Keren-Hathora-Zentraie für Juni 1926 ■bis November 1927 habe ich an der Hand der ordnungsgemäß geführten־ Bücher, Belege und Kontoau sztige geprüft und bestätige ■den Richtigbefund derselben. Wien, arn 10. Dezember 1927. Für den Revisionsausschuß: Gez. Moritz Felsenburg, Vize Präsident des Zentralrates ■der!Agudas Jisroel. *) Genauer Bericht fehlt. **)!Für die Lubliner Jeschiwah durch Piotrkower Raw Dollar 26.000.— ■gesammelt. Jeschiwoh Slobodo Jawne Kowno-Telschi. ln der früheren Periode sind folgende Jeschiwohs subventioniert worden: Jeschiwahs Chajim, Wolozyn Jeschiwahs Mir Jeschi wahs Slonim Jeschiwahs, Rabbi Meiles, Wilna Jeschiwahs Beth Talmud’ Kelmi Jeschiwahs Chofez Chajim, Radin Jeschiwahs Thora Chesed, Brisk Jeschiwahs Knesses Jizchok, Wilna Jeschiwahs Ohel Thora, Baronowicz Jeschawhs Schaare Thora, Grodno Jeschiwahs Potiiwesch. Slowakei: Jeschiwoh Tirnati Jeschiwoh Galanta Jeschiwoh ■Hundsdorf Jeschiwoh Stampfen Tiferas Bachurim verschiedenen Jeschowaus. Rumänien: Jeschiwoh Bubischkin-Kischinew Jeschiwoh Szatmar Jeschiwoh Wischnitz. Oesterreich: Jeschiwoh Mattersdorf Jeschiwoh Zelem 14 Talmud Thoras, Wien Bajs Jakob, Wien. Deutschland: Eigene Talmud Thora des Keren Hathora: Magdeburg Gelsenkirchen Duisburg Hannover. * Lehrkurse des Keren Hathora: Ensfeld-Friesland Hessen-Cassel Fulda,. Braunschweig, Dresden, Mainz. Regelmäßige Subventionen an . Talmud Thora, Rabbiner Wolf, Köhl Talmud• Thora Offenbach . Talmud Thora Karlsruhe . . Lehrerseminar in Köln Lehrerseminar in Wiür'zburg 7 ‘Glieder, •Hamburg-Altona ׳••>-: Gesetzestrenen Lernzirkel, Breslau j. Jeschiwoh Frankfurt ■ ~ . . Jeschiwoh Hamburg Jeschiwoh Nürnberg .. Realschule Fürth Javnc, Köln ■A׳dass Jisroel, Berlin. Holland: Talmud Thora, Schcveningen. Lettland: Talmud Thora, Libau Thora w. derech Erez, Riga Dänemark: Talmud Thora, Kopenhagen. Griechenland: Talmud Thora, Griechenland. Moritz Felsenburg. Die Bestattung von Oberrabbiner Prof. Dr. P. C. Chajes. : Freitag den 16. ■Dezember wurde unter außergewöhnlieh großer Beteiligung der Wiener Judenschaft und ausländischcr jüdischer Delegationen der verstorbene Oberrabbiner von Wien, Prof. Dr. P. Z. Chajes, dessen Persönlichkeit und Wirken wir bereits vorige W'oche gewürdigt haben, zu Grabe getragen. Schon zeitlich früh versammelte sich eine große Gemeinde, darunter auch Oberrabbiner S. F ii r s t und Vorstände der Adas Jisroel, im Trauerhause. ■um dem Verstorbenen bei der ■Uebcrführurig von seiner Wohnung in den Tempel in der Seitenstettengasse die letzte Ehre zu erweisen. Bei den Trauerfeierlichkeiten im Tempel waren der Präsident der österreichischen Bundesrepublik Dr. Michael Hainisch, Polizeipräsident Dr. Schober, Minister Schmitz, Vizebürgermeister!Emmerling sowie zahlreiche Vertreter verschiedener Behörden und Korporationen anwesend. Die Gedenkrede hielt der Rektor des Wiener Rabbinerseminars ׳Prof. Schwarz. Dann wurde die Leiche aus der Synagoge auf den Zentralfricdliof geführt. Tausende Personen schritten hinter dem Sarg. In allen Straßen, die der Kondukt passierte, bräunten die Laternen. Alle jii- ■dischen Geschäfte Wiens waren eine halbe Stunde lang geschlossen. ■111 ■der Zcremonienhalle des Zentralfriediiofes hielt Rabbiner Dr. Fcuchtwang, der Präsident der israelitisehen Kultusgemeinde Prof. Dr. Alois Pick und zahlreiche Vertreter auswärtiger und inländischer Korporationen Gedenkreden. Alle Chaiiukaveranstaltungen, ■die in die Trailerwoche fielen, wurden ohne Parteiimterschied abgesagt. Am Vorabend der ■Bestattung von Oberrabbiuer Chajes hielt ■der Vorsitzende des Wiener geschäftsfiihrenden Ausschusses, Rabbiner Dr. K 0 h 11, am Beginn seines Vortrages über Pa- ׳lästina einen Nachruf über Oberrabbiuer Chajes, der von dem gesamten Publikum stehend angehört wurde. Als Kuriosität darf verzeichnet werden, daß zur selben Stunde in Prag ein Festbankett der ■dortigen Zionisten unter Vorsitz des Präsidenten ■der Zionistischen Exekutive Nachum Sokolow stattfand, und ■die zionistische ״Selbstwehr“ in ■Prag ■glaubt, nicht verschweigen zu dürfen, daß Herr Sokolow dieses Bankett 11״ i c 111 ohne liebenswürdige Scherze e i n z u f 1 e c h t e 11“ zu einem fiir die zionislischc ■Sache äußerst erfolgreichen Abend gestaltete. Man wird schwer den Tränen von Herrn Sokolow, die er während seiner Trauerrede diese Woche Dienstag in den Sophiensälen in Wien vergossen hat, glauben, wenn er Donuerstag vorher, ■bevor noch Oberrabbiner Dr. Chajes zu Grabe getragen wurde, einem zionistischen ■Festbankett — . ״u ■i c h t o 1111c lieben s w ii r d i g e Sc h e r z e e i 11 z uflechten“ — beiwohnen konnte. Uebrigenswollen das die Zionisten miteinander ausinachen. Die Wiener Judenschaft, ■selbst jene, die in politischer und religiöser Hinsicht andere Wege gewandelt ist ■als Oberrabbiner Chajes, betrauert in ihm .׳den gütigen, selbstlosen Menschen, der so plötzlich und ■unerwartet von dannen ging. VON TAGE ״In der Regel“ ... ln ■der jüngsten Nummer ■des Frankfurter ״Israelit“ ist unter der Rubrik Korrespondenzen ■und Nachrichten folgetides zu lesen: * Frankfurt a. M., 12. Dezember. ״Wir werden gebeten ... in Berichtigung einer in ■der ״Jüdsichen ■Presse“ in Wien erschienenen Ausführung darauf hiiizuweisen, daß nach ■der Satzung der Agudas Jisroel, die Kenessio Gedaulo keineswegs ״spätestens innerhalb fünf Jahren stattfinden muß“, sondern ■daß die Satzung lediglich vorschreibt, es solle eine Kenessio Gedaulo ״in der Regel“ alle fünf Jahre einberufen werden. Der Zentralrat hat also volle Freiheit der Entscheidung.“ Bedauerlicherweise teilt die Redaktion ■des ״Israelit“ nicht mit, von wem sie zum Abdruck dieser Berichtigenug!gebeten würde, denn wenn ■dich eine verantwortliehe agudistischc Stelle wäre, so müßte man sie auf eit! aufmerksameres Studium ■de'r Satzungen der Agudas Jisroel verweisen. Um;ihr dieses Studium zu erleichtern, erlauben wir uns hier auf folgende Punkte hiiizuweisen. ■ln den uns vom Wiener ■Zentralbüro der Agudas Jisroel zur Verfügung gestellten Satzungen . der •Agudas Jisroel heißt es in § 18: ״Die Kenessio Gedaulo tritt min des t e n s alle fünf Jahre auf ■Einberufung durch den Geschäftsausschuß zusammen“, oder hebräisch, nach ■dem anläßlich der Kenessio in Druck erschienenen Satzungsentwurf הכנסיה הגדולה מתועהת פעם לכל חמשה שנים also nicht ״in der Regel“, sondern ״mindestens“ alle fünf Jahre. Auch die Schlußfolgerung der ■im ״Israelit“ abgedruckten Berichtigung muß nach ■dem oben zitierten Paragraphen richtiggestellt werden, da die Kenessio von dem G e s c h ä f t s f ii 11 r e 11 d e n Ausschuß und!1 i c h t vom Zentralrat einzuberufen ist. Unerwartetes Scheitern der Verhandlungen zwischen Waad Hair Aschkenasi und Waad Hair Hacharedis. Die bereits sehr weit gediehenen und vor!dem Ab- Schluß stehenden Verhandlungen zwischen den beiden orthodoxen Gruppen in Jerusalem sind, trotz der unendliehen Bemühungen Dr. Pinchas Kohn, im letzten Augenblick gescheitert. Von seiten des Waad Hair Aschkenasi war bereits der Vorschlag angenommen worden, sofort eine gemischte Wahlkommission eiuzusetzen und Neuwahlen im Waad Hair Aschkenasi auf Grund des •Proportional- Wahlsystems auszuschreiben. Auch hatte man sich bereit erklärt, die Bothe Dinim zu übernehmen. Auf Seiten der Adaß Jisroel Hacharedis wurde jedoch gefordert, daß der Waad Hair Aschkenasi in seinem künftigen offiziellen Titel die Beziehung zu Rabbi Chajim Sonnenfeld streichen und so nach außen eine Art Neutraliität hinsichtlich der Streitfragen, welche die beiden Oberrabbinate voneinander trennen, bekunden solle. Hierzu konnten sich schon mit Rücksicht auf die Ehre Rabbi Chajim Sonnenfelds die Vertretet־ des Waad Hair Aschkenasi nicht verstehen. Dr. Kohn mußte daher die Verhandlungen als geschlossen erklären, gab jedoch der Zuversicht Ausdruck, ■daß für den Fall des Entstehens einer zweiten Austrittsgemeinde diese beiden Gemeinden durch einen Dachverband'zu gemeinsamer Ar- ״beit •vereinigt werden 'könnten. (Israelit.)

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