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Jüdische Presse · 1927-11-25 · 43 (25.11.1927) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
43 (25.11.1927)
Date
1927-11-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 266 JÜDISCHE PRESSE Nr. 43 sondern zur Orthodoxie des arbeitsireudigon kuin w’aasse — man ist A sr 11 d i s t geworden, auch wenn man sich dessen noch nicht klar bewußt ist. Und wie steht cs mit änderet! sehr wichtigen Angelegenheiten des öffentlichen Lebens? Seit Jahrzehnten exp c ri m e n t.i e r t man auch in Ungarn mit der ׳Schaffung von Machsike-Hadas-Vereinen, deren Tätigkeit sich auf alle Gebiete des religiösen Lebens erstrecken soll. Wozu denn diese Vereine? Gab es solche auch früher? Warum gibt man sich nicht zufrieden mit der Arbeit der Ortsrabbiner und der Gemeindeinstitutionen? Wfeil man erkannt hat, daß für die gedeihliche Lösung aller religiösen Fragen die e i 11■ 7. eine Gemeinde an sich zu schwach und der Zusammenschl 11׳ ß — in Ungarn: von Komitaten oder Laudcstcilen — erforderlich ist. Und so ist es auch: Wenn!man sich vor Augen hält, daß das thö ratreue Jude n tum von allen Seite n ׳v 011 Gegnern u mgeben ist, daun wird man einsehen, daß eine Zer- Splitterung der Kräfte von vornherein den Mißerfolg bedeutet. Der Zusammenschluß, die organisatorische Erfassung aller thoratreuen Kräfte ist aber gerade ein Hauptprogrammpunkt der Aguda. Alle, die danach streben, sind im wahrsten Sinne des Wortes A g ud i s t e n, auch wenn sie diesen Namen nicht oder noch nicht tragen wollen. Der Name ist ja nur Schall und .Rauch und auch dem eifrigsten und propagandafreudigsten Agudisten׳ ׳kommt cs nicht auf die Etikette an, sondern auf die Gemeinsamkeit Sn Gesinnung, und Willen, die gute Tat zu vollbringen. Daß dies keine bloße Phrase ist, beweist die ׳gerade gegenwärtig im Zuge befindliche .Bestrebung der tt i c h tagudistisohen Rebbeim und Rabbonim in West- und Ostgalizien. Diese Kreise, welche die Aguda ab lehnen, haben bisher in ihrer Passivität der jüdischen Sache oft Schaden zugefügt. Bei den G c m e i!nd e wu hl e n in Polen blieben sie mit ihrem!Anhang abseits und die Folge davon ist, daß in vielen Fällen ■die Gemeindeleitung von Assimilanten, Zionisten und Sozialisten und nur in verschwindender Minderheit von Orthodoxen besteht. Solange das alte ׳undemokratische, österreichische Kurialwahlsystem in!Galizien in ׳Geltung war, hatten diese Rebbeim nichts zu fürchten; sie konnten ihre Wünsche bei den einzelnen führenden Persönlichkeiten, welcher!Richtung jene auch angehörten, durchsetzen. Vor einigen Wochen wurde ■aber die neue, sogenannte Pilsudskische Gemeindeordming überall in Geltung gesetzt. ׳Demokratische Wahlen werden in der Hinkunft über das Schicksal der Gemeinden ent- ISC^eiden. Dieses neue System bringt mit sich, daß die früheren Gemeindegewaltigen von der Oberfläche verschwindet! und neue Elemente zur!Herrschaft gelangen, ln Erkennung der drohenden Gefahr beriefen die antiagudistisehen Rabbiner eine Konferenz zusammen, in welche!• sie beschlossen, eine eigene Organisation zu schaffen. Agudas Jisroel begrüßt diesen!Entschluß ihrer Gegner, der nichts anderes darstellt, als was die Aguda ׳bereits vor fünfzehn Jahren gemacht hat. Man muß kein Prophet sein, um zu sagen, daß diese Kreise bald auch die Herausgäbe einer eigenen Zeitung für notwendig finden werden, wozu sich ein anderer Gegner der Aguda, der!Mankaeser Rebbe bereits entschlossen hat. Also Orgaitisation und Presse, zwei Errungenschaften, die diese Kreise an der Aguda immer ׳bekrittelt haben, haben sie sich nun selber zu eigen ׳gemacht und der Tag ist wohl nicht mehr fern, wo sie auch einsehen werden, daß die Führer der Aguda immer bestrebt waren, den Interessen des 111 o r at r e 11 e n J udentuims ׳mit allen Kräften z u dienen. Wir A g 1t d i s t c tt k ö n!tt e n ü n s dieser W, a n d 1 tt n g nur freue tt, denn, wie g*esagt, uns bedeutet der Name »nichts, die Leistung — a i 1 e s. Aber auch bei wohlwollendster Einschätzung dieser positiven Leistung, die ■nach unserer Ueberzeugung überall, infolge der Gleichartigkeit der Probleme, den gleichen Voraussetzungen entspringt, muß doch gesagt werden, daß der Anschluß an eine weltumspannende Organisation mannigfache Vorteile bietet. 1In Aussprachen, in Konferenzen mit ׳Führern der thoratreuen Judenheit aus anderen Ländern lernt man immer etwas. Mau lernt •zunächst, daß man in dieser heiligen Arbeit nichts vernachlässigen darf. Es kann zum Beispiel keiner sagen, mich interessiert nur die Lage der Jeschiwah-Baehurim, wenn e/aus den Erfahrungen in anderen Ländern lernt, daß die Ertüchtigung der Handel, Gewerbe und Landwirtschaft treibenden Jugend für die Erhaltung des t ho rat reuen Judentums von ■ungeheurer Wichtigkeit ist. Kein geringerer als der C h of e z Cha j i m, der vor einigen Jahren schier gebrochen aus dem bolschewistischen Rußland nach seiner litauischen Heimat zurückkehrte, hat den Ausspruch getan, daß er trotz seines hohen Alters und trotz seiner körperlichen Gebrechlichkeit alltäglich vor die Fabriken und Werkstätten sich hinstellen möchte, um die jüdischeu Arbeiter ■für die ■Ideale der Thora zu gewinnen; im bolschewistischen Rußland habe er Gelegenheit gehabt zu erfahren, was es für das gesamto Judentum bedeutet, wenn die Arbeiter rellgionsfelndllch׳ gesinnt s i nd. Die Arbeiterfrage ist zurzeit in Ungarn in unserem Sinne sicherlich nicht aktuell, aber es gibt sehr, sehr viele Gebiete, wo der Ausspruch des Chofez Ghajim — mutatis inutandis — auch in Ungarn Anwendung finden könnte. iHmtuiuMmtmmttmttmiittmmmitmuiiiiiitmimnu Sorgfältigste Lieferung in plombierten Säcken von 1 Sack 50 kg angefangen franko Haus, ebenso In Fuhren und Waggons K JULIUS HABER und KoksgroßHandlung Kohlen• Nordbahnrutschen 3. Kohlenhof Nr. 372376־ Wien, II., TaborstraBe 9 § Fernsprecher Nr. 41-0-22 | 11111111₪1!n1m11mmt1m1nfTi1M1n1t1rmTmfffm11m111n111111nnmrm11m1inrm111111)N1m1r Bei der Beurteilung der i n 11 e r staatlichen Fragen der Orthodoxie itt Ungarn ist cs also sicherlich nicht bclanglos, ernstlich über das Problem der Agudas Jisroel nachzudenken. ׳Es ist, wie wir bereits itt unserem ersten Artikel bemerkt haben, nicht der Zweck dieser Zeilen, die Diskussion in Ungarn zu beeinflussen, aber eine offene und ehrliche Aussprache tut not. Das Tempo dieser Ausspräche wird vielleicht beeinflußt werden durch die jüngst verbreitete Meldung, daß die Statuten der z 10n i ׳s t i s c 11 c n 0 r g a n i s a t i o n i tt Ungar n nach 25jährigen!Bemühungen endlich ihre Legalisierung gefunden haben, und daß ein sogenanntes Prop a 1 ä s t i 11 a k o m i t e e, itt den» Mantel der Neutralität ge- ׳hüllt, seine agitatorische Werbearbeit in den einzelnen Getneindcu bereits begonnen hat.!Das wird vielleicht auch die Lauen und Apathischen unserer orthodoxen Brüder in Umgarn aus ihrer Lethargie wecken. Schon sind Gerüchte verbreitet, daß die ungarischen orthodoxen Rabbiner die erste passende Gelegenheit ergreife״ werden, uni den alten Issur gegen Zionismus und Zionisten zu erneuern. Wir warten die ■Entwicklung ruhig ab in der sicheren Erkennttiis. daß man nirgends, wo uni Existenz und gedeihliche E a t w i c k 1 ■u!tt g de!• Orth 0doxie gekämpft wird — und wo muß heute nicht dafür gekämpft werden? — jenes bewährten 1M1־ tt e 1 s e n t r a t e n! k a tt n, das A g u d a s Jisroel i tt den f ii n f z c h n Jahren ihrer E x i s t e tt z i;tt s o viele.11 Ländern, in den kritischesten Zeiten mit Erfolg erprobt hat. Dieses Mittel ist: die positive, begeisterte, atifbauende Arbeit einer Orthodoxie des Kunt w’aasseh. p. Der Kampf um diejüdischeGemeinde Zur Neuregelung des jüdischen Kultuswesens in Rumänien. Brief a u s R 11 m ä tt i c n. Anläßlich der bevorstehenden gesetzlichen Regelung des allgemeinen Kultuswesens in Rumänien äußert sich allenthalben ein besonderes reges ׳Interesse für die jüdischen Gcmevndeprobleme. Auffallend ist cs. daß die ,Blätter diesmal fast ohne Ausnahme für die A u f r c c h t e r h a 1t u n!g der S e 1 Ib s t ä n d .i g k c i t d e r Orthodoxie 0 i 111 r c t e 11 und gegen die Uniunea Bvreilor Romani — an deren Spitze der Bukarester Rechtsanwalt Fildermann und Oberrabbincr ,Dr. ,Niemeraver stehen — wegen •ihrer U11 i f i. k a ■t i 0 n s b e׳s t r e ,b u n g e n die heftigsten Angriffe richten. Sogar unsere jüdischen ׳Blätter — die sonst das Trem111ngsprin׳zip zu bekämpfen pflegen — halten es jetzt •für angezeigt, für die Orthodoxie eine Lanze ׳einzulegen und — ein seltsames Zeichen der Zeit — auch das Klausenburger zionistische!Parteiorgan, ״U׳j Kelet“, fordert nunmehr die Gegner der Orthodoxie in die Schranken. Was mag wohl der Grund dieses Frontwechsels sein? Einerseits ein gewisses!Mißtrauen den1!Bukarester jüdischen führenden׳!Persönlichkeiten gegenüber, die auch schon infolge ihrer!Souffleurrolle, •welche sie bei der Abfassung des ,inkrimiuierten. jüdischen Kultusgesetizentwurfes vom Jahre 1922 spielten, Argwohn gegen sich heraufbeschworen haben. Es dürften aber auch andere Enttäuschungen! zur Abkehr von der!bisherigen Einheitspolitik beigetragen; haben. Die neunjährige Erfahrung belehrte nämlich •auch die nichtorthodoxen Kreise,' daß wir mit einem gesunden K 0׳n sie r׳v a t i s mai s viel weiter kommen können als mit allen strittigen Zukunftsideälen und Refonmplänen. Die Schaufenster der Politik, in welchen anfangs die Warenmuster verschiedenartigster verlockender Ideen und Vor- Schläge der Jtidenschaft feilgeboten wurden, leertensich allmählich und verloren ihren Reiz ׳und da kam man zur Uebenzeugung, daß!es doch nur die alterwonbenen Rechte sind, die!uns noch etwas ׳bieten׳ können. Die!jüdische G e m c 1 n d e 0 r d 11 u n g i n T r a ,11 s s y 1 v a!1 i e n b i 1 d e t dem dortigen J 11 •d e ׳n 111 m e ׳i n e f e s t e G r 11 n d- 1׳ a g e. a 11 der •nicht gerüttelt ׳werden dar f. Das Notsignal der Zeitungen ob der Gefahr, die der oberwähnte!Gesetzentwurf für die Judenheit bedeutet, ist nicht unbegründet. Besonders unheilbringend wären׳ dessen Bestimmungen für das gesetzestreue Judentum des Landes. Das Gcmeindcwesen soll nach diesem Gesetzentwurf einem in Bukarest amtierenden׳ Zentral- und ׳Rabbinerrate unterordnet werden; die G e in e i 11 d e wa h len sollicn a u f G r 11 >11 d d e s a 11 g e ■m einen — worunter auch Frauen! verstanden werden können — geheimen Wahlrechtes vor g e 0 11׳ ni rn e n •werden; das Vermögen sämtlicher jüdischer Vereine — auch solcher, die zum Scheine einen privaten Charakter haben. — an die Zentralgeimoinde übergehen, wodurch die f r c i e E 111- Wicklung des‘jüdischen V e r c i 11 s׳l e b e׳n s unmöglich gemacht wird. Fm großen׳ und ganzen nimmt der Gesetzentwurf weder auf die gegebenen Tatsachen noch auf die prinzipiellen und historischen• •Werte Rücksicht. Wohl sollen! nach diesem die orthodoxen Gemeinden׳ Trans- •sylvaniens ׳in ihrem alten Stande verbleiben, doch hat auch dieses Recht bloß einen illusorischen Wert, da ■die nachteiligen!Bestimmungen des Gesetzes — wie die des Zentral- und Oberen Rabbinerrates usw. — sich auch auf diese beziehen. (Die orthodoxe Zenfralieituaig Transsylvaniens hat bereits seinerzeit gegen diesen Entwurf ■beim Kultus- •ministerlum!Protest ׳erhoben. •Aehnlich unterbreitete auch die Bukarester s p an i s c hi s r ael i t i s c h e Gemeinde .dem «Kultusministerium letztens ein Memorandum, •in welchem sie, auf die historische Ent Wicklung und auf d׳ie rituellen Unterschiede derselben hinweisend, den Wunsch aussprechen, daß im interkonfessionellen Gesetze — welches kürzlich der Legislative vorgelegt werden soll — deren Unabhängigkeit klar hervorgehoben werde. Ferner ist auch!indem gesetzestreue n!j ü d i s 0 h e 11 Kreise n d e s׳ alte n K ö h •i g r e i c 11 e s wie anc 11 der •übrigen G e b i e, t s t e i I e A u!f r e g u n g 11׳ n d Unruhe ׳bemerkbar wegen des 0 b e r w ä h ׳n t e 11 Gesetzantrages. Das!Kultusministerium will angeblich unter dem Druck dieser Protestbewegung das bisherige!Projekt fallen lassen und die Regelung des jüdischen Kultuswesens — was jedenfalls erst nach Votierung des mterkonfessioneben Gesetzes geschehen 1könnte — auf einer anderen geeigneteren!Basis vollziehen, wobei die!Wünsche der verschiedenen jüdischen Richtungen •und Organisationen tunlichst ,g e •b i 11 •i g t und berück s i c h t i g t w e r •d e n ■s o 11 e m. Immerhin muß die gesetzestreue Judenheit Rumänieris auf der Hut sein, da es sich hier um Ewigkeitswerte, um Sein und Nichtsein der Orthodoxie handelt. Die Zum Wochenabschnitt■ Aus dem Midrasch. Und Jizchak war 40 Jahre alt, als er die Rebbeka, die Tochter d e s 1B e t h u e 1 s, d e s Aramäers aus Padan Aratn, die Schwester des Labans, des A r!a m ä e r s ׳heiratete. (Kap. 25, 20.) Wjenm die Schrift nur lehren Wollte, sagte Rabbi Jizchak, daß Rebbeka von Mesopotamien, die Tochter Bethuels, •die Schwester Labans war, so wissen wir das bereits schon, •allein sie will lehren, ihr Vater war ein Betriiger, ihr Bruder war ein ׳Betrüger und ihre Ortsbewohner waren Betrüger, sie •allein war eine tugendhafte, gleich einer Rose zwischen Dornen. Und die Knaben wuchsen heran. (Kap. 25, 27.)!Gleich einer Myrte und einem Dornenstrauch, welche nebeneinander auf wachsen; sobald sie blühen, gibt jene einen angenehmen Duft!von sich, dieser aber bietet nur seine Dornen!dar. So verhielt es sich auch mit diesen beiden Knaben. Beide gingen bis zum dreizehnten Jahr in die Schule, beide ■kamen nach dieser Zeit aus der Schule, Jakob besuchte ׳nun die Lehrhäuser, Esow aber die Götzentempel. Rabbi!Eliasar sagte: Ein Vater muß sich mit seinem Sohne bis zum dreizehnten Jahre beschäftögen. dann aber soll er sagen: Gelobt seist ■du G-tt, der mich nun der Verantwortlichkeit für ׳denselben überhoben hat! * Esow sprach: Siehe ich gehe dem Tode entgegen. (!Kap. 25, 32.) Nimrod wollte ihn nämlich wegen des Kleides, welches von dem ersten Menschen stammte, töten. Wienn Esow in diesem Kleide aufs Feld ging, da kamen alle Vögel in der Welt herbei und scharten sich um ihn. * Als Jizchak alt geworden und seine Augen dunkel waren zu sehen. (Kap. 27, 1.) ״Zu sehe n“, d. i. nach Rabbi Eliasar ben Asaria ׳ zu ergänzen, zu sehen die Bosheit des Frevlers. G-tt sprach: Soll Jizchak, wenn er auf der Straße geht die Leute sprechen!hören, d. i. der Vater dieses Frevlers? Nein, ich will seine Augen dunkel machen, so daß er zu Hause bleiben muß. Daher haben die Alten gesagt: Wer einen ungeratenen Sohn. oder!einen entarteten Schüler stellt, der verliert zuletzt sein Augenh'cht. Letzteres sehen wir an Achija den Siioniten, welcher den entarteten Schüler Jerobeam stellte; ersteres an Jizchak. * Rebbeka nahm die!Kleider Esows, ו!h r e s älteren Sohnes, die k ö s 11 i c b e 11, d i e sie bei sich!im Hause hatte. (Kap. 27, 15.) ״Die sie bei sich ׳im Hause hatte“, d. i. die, in welchen er seinen Vater bediente. •׳Rabban Simeon ben Gamliel sagte: All mein ׳Lebenlang habe ich meinen Vater bedient und ich ,habe ihn nicht eines von Hundert geleistet, wie Esow seinem Vater. Ich zog, wenn ich meinen Vater bediente, schmutzige Kleider an und wem! ich ausging, reine Kleider an, allein Esow bediente seinen Vater in königlichen Kleidern, denn er dachte: Die Ehre des Vaters erfordert die Bedienung in einem königlichen Anzug. * ״ J a a k 0 b trat hin zu Jizchak und dieser sprach dann:!Die Stimme ist Jaakobs Stimme, aber die Hände sind Esows Hände. (Kap. 27, 22.) Raab Abba bar Kahana sagte: Es standen niemals solche ׳Philosophen in der Welt auf wie!Bileam und Eunomos. Zu letzterem kamen alle Völker und fragten ihn: Meinst du, daß wir gegen diese Nation etwas ausrichten können׳? Da sprach er: Geht und seht euch in ihren Synagogen und Lehrhäusern um, findet ihr daselbst die Kinder zirpen (beten, lernen), dann fangt ihr ■nichts mit ihnen an, denn rhr Vater hat ihnen die Verheißung gegeben: Solange die Stimme Jaakobs vernommen wird, sind die Hände nicht Esows •H ä n d e. Rabbi Jehuda bar!Ilai legte in einem öffentlichen Vortrage den obigen Vers so aus: Die Stimme Jaakob jametnrt über das, was ihm die ,Hände Esows zugefügt haben, d. i. sagte Rabbi Jochanan, der Jammer, welchen der Kaiser ׳Hadrian ׳durch sein Massenmorden׳ in Bether verursacht hat. * ׳״׳Der dich flucht, sei verflucht, und die dich segnen, seien gesegnet.“ (Kap. 27, V. 29.) Weil Bileam ein ,Feind war, so fing er erst mit Segen an ,und schloß mit Fluch, Jizchak dagegen fing mit Fluch an und schloß mit Segen. Dazu gibt Rabbi Jizchak Bar Rabbi Chi ja diesen Grund an: Wbil die Frevler sich anfangs der Glückseligkeit erfreuen und zuletzt von Leiden heimgesucht werden, so fangen sie mit Segen an und schließen mit Fluch; die Gerechten aber haben anfangs Leiden zu ertragen und ׳dann erfreuen sie sich erst der Glückseligkeit, darum fangen sie mit Fluch an und 'schließen mit Segen. Ein (Heide begegnete dem Rabbi Ismael und grüßte ׳ihn, und dieser entgegnete: Das, was ich dir antworten sollte, hat dein Wort bereits gesagt. Bald darauf begegnete ihm ein anderer Heide, welcher ihm fluchte, und er

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