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Jüdische Presse · 1927-08-26 · 34 (26.8.1927) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
34 (26.8.1927)
Date
1927-08-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 212 Nr. 34 JÜDISCHE PRESSE clioslowakei spricht. Wir kennen die politische Arbeit dieser Herren viel zu gut, um. nicht scholl jetzt mit aller Entschiedenheit zu erklären, daß sie trotz aller Reorgatiisationsbestrebungen, pb unter dem alten französischen Namen, ob unter dem neuen englischen, ob in Paris oder in Genf, nur sich selbst und keine nennenswerte jüdische Gruppen in der großen Welt vertreten. Wir werden bemüßigt sein, bei jeder Gelegenheit, da sie von Genf, von dem Sitz der neuen Internationale des Völkerbundes aus, mit einem schönklingenden englischen Namen, als eine gesamtjüdische Vertretung auftreten sollten, immer in aller Klarheit und Entschiedenheit darauf hinzu weisen, daß sie bloß sich und ihre zionistischen Hintermänner vertreten, aber.keineswegs das jüdische Volk in seiner Majorität. Aus dem Bericht des zionistischen Erziehungsdepartements In Palästina. ״Ueber die zu große Zahl der Lehrerseminare haben wir in unseren früheren Berichten geklagt, und obwohl wir fanden, daß drei Seminare für uns zu viel sind, ist dieses Jahr noch ein viertes hinzugetreten: das vom Misrachi vor drei Jahren gegründete Lehrerinnenseminar, das jetzt der obersten Leitung unserer Schulen unterstellt wurde. Jede dieser Anstalten hat allerdings eine besondere Aufgabe, und für jede besteht in gewissem Sinne ein Bedürfnis, aber cs entspricht nicht unserem kleinen Budget, vier Lehrer- und Lehrerinnenseminare zu unterhalten, die uns dieses Jahr ügypt. Pfd. 10.909 (10,3 Prozent unseres Budgets) kosten. Seit Bestehen des allgemeinen Lehrerseminars in Jerusalem haben 180 Absolventen ein Lehrerdiplom erhalten. Von diesen stehen zurzeit 79 in Palästina und 34 im Ausland im Schuldienst. Das Seminar für Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen in Tcl-Awiw haben bis zu diesem Jahr 203 Zöglinge absolviert: von diesen sind pädagogisch in Palästina 37, itn Auslände 3 tätig.“ Mit dieser Ucbcrschußreduktion von Lehrern steht im Einklang ihr schlechter materieller Stand. Ueber die ökonomische Seite dieser Frage berichtet das Erziehungsdepartement wie folgt: ״Alle guten Bestrebungen werden aber durch die schwere materielle Lage der Lehrer in ihrer Ausführung gehemmt. Sie arbeiten bisweilen monatelang, ohne Gehalt zu bekommen. Erst im Juni dieses Jahres wurde ihnen das Februargchalt ausgczahlt. Die Regierung hat sich daher mit der energischen Forderung an die •Zionistische Exekutive gewandt, für die Auszahlung der Lehrergehälter zu sorgen.“ Also zusammenfassend: An vier Lehrer- •und Lehrerinnenbildungsanstalten wurden bisher 383 Lehrer, bezw. Lehrerinnen ausgcbildct. Von diesen sind insgesamt 153 (hievon in Palästina 116, also 30 Prozent der Gesamt- Produktion) auf pädagogischem Gebiet tätig, ohne regelmäßig besoldet zu werden. NäcHRichteN Amtliche Mitteilung der Israelitischen Kultusgcmeinde Wien. Nach langem, schwerem Leiden ist am 23. d. M. der Präsident des Bethausvorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde für den 1. und II. Wiener Gemeindebezirk, Herr Anton Beck, dahiugeschieden. Eine grundgütige, um das Wohl der Mitmenschen . stets hingebungsvoll bemühte Persönlichkeit ist mit ihm heimgegangen. Durch mehr als 25 Jahre hat der Verblichenc in Fortsetzung ,seiner früher in der Heimatstadt . Jungbunzlau entfalteten segensreichen Wirksamkeit sich . in unserer Gemeinde sowohl im Bethausvorstande als ■ auch im Kuratorium der ״Zentralstelle für jüdische soziale. Fürsorge“ in hervorragender Weise betätigt und sich da-: durch außerordentliche Verdienste erworben, die ihm ein ehrendes Gedenken in unserer Gemeinde sichern. Die Beerdigung findet Freitag, den 26. A u g 11 s t 1927, um 11 Uhr vormittags, vom Neuen israelitischen, Friedhöfe (III. Tor) aus statt. Die Beisetzung erfolgt in dem Grabe der ihm vor zwei Jahren im Tode vorangegangenen Gattin. folgungen zu entgehen,!die ihm wegen seiner religiösen Ueberzeugung drohen. Dies ist in Englands Geschichte und Tradition begründet. Ich könnte eine Anzahl Fälle anführen, unterlasse es aber, weil sie zu gut bekannt sind und um nicht Debatten besonderer Art heraufzubeschwören. Ich setze bei Euren Lordschaften eine Kenntnis der Geschichte voraus. Im letzten Jahrhundert sind, anderswo verfolgte Christen in dieses Land gekommen und haben zum Wohle Englands beigetragen.!Der ׳Bischof von Southwark unterstützte den Verbesserungsantrag Lord Readitigs und erinnerte das Haus daran, daß die Tage religiöser Verfolgung noch nicht vorüber sind. Jeder Versuch, Zwang und Gewalt gegen religiös Andersdenkende anzuwenden, ist böse und töricht. In den letzten 13 Jahren kamen in der Türkei und in ׳Rußland Christenverfolgungen vor, die ähnliche Vorgänge in der Geschichte in den Schatten stellen. Ich spreche mit Lord Reading: Die Geschichte ]Englands lehrt uns, daß in 499 letzten dref Jahrhunderten England dasjenige Land war, auf welches verfolgte Menschen ihre Hoffnungen richteten. Lord Desborough ergriff im Namen der Regierung das Wort und führte aus, der Zweck der Bill sei, dem Minister des Innern die Gewalt zu verleihen, stets nach Gutdünken zu verfahren. Die Regieryng hätte gegen die Hinwanderung einiger ausgezeichneter Mensehen nichts einzuwenden, aber es gibt ■Millionen verfplgter Armenier und russischer Christen, die gerne alle zu uns Kommen mochten, die wir aber nicht äufnehmen können. Dann gibt es, fuhr der Minister fort, verfolgte russische Juden. Es sind sehr schätzenswerte Menschen. Wir haben versucht, für sie unser Bestes in Palästina zu tun. Aß?r sie Würden vielleicht England mit seinen freien Einrichtungen, wie freier Unterricht und Krankenpflege y$w., deif Vorzug geben vor Palästina, wo ihnen allerlei Schwierigkeiten begegnen. Sie sind ein religiöses Volk, das unter religiöser Verfolgung leidet und unzweifelhaft sehr arm ist. Ich bedauere, unter Hinweis auf die Lage Englands und seines Handels, auf die Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot, die hier herrschen, die Annahme des Verbesserungsantrages nicht empfehlen zu können. Schließlich wurde der Antrag mit 46 gegen 19 Stirnmen ׳abgelehnt. Für ihn stimmten u. a. der Erzbischof von Canterbury, Lord Parmoor, Lord Olivler und Lord Swaythling. (ITA.) Einschreibungen an der ״Jessod-Hathora“. Sonntag den 14. Elul bis Donnerstag den 19. Elul .(11., 1213 ״. und 14. SepL a. c.) finden die Einschreibungen fiir den ׳Kindergarten, für die Knaben- und Mädchenreligionsschule an der Jessod-Hathora zwischen 10 und 12 Uhr vorm, im Schulgebäude, II., Nestroygasse 11, statt. Die p. t. Eltern werden aufmerksam gemacht, daß spätere Anmeldungen nicht berücksichtigt werden können. Jüdischer Kindergarten, XX., Öthmargasse 46. Die Einschreibungen finden am Donnerstag den 1. und Freitag den 2. September in ■der Zeit vöir halb 9 bis 12 Uhr statt. Impf Zeugnisse sind beizubringen. Regelmäßiger Unterrichts^• beginn Montag den 5. September, halb 9 Uhr. Die Verpflegung ist streng religiös. Großrabbiner Schulim Josef Friedmann gestorben. Im Alter von 58 Jahren verstarb in Czernowitz der Großrabbiner von Mielnice Schulim Josef Friedmann. Er gehörte der berühmten 'Rabbinerdynastie Friedmann an und war ein Sohn des vor etwa 40 Jahren verstorbenen, in der chassidischen Welt sehr verehrten Nochim Ber. Er wurde in Sadagora unter Beteiligung von vielen tausenden frommer Juden zu Grabe getragen. Große Ehrungen für den Oberrabbiner von Korfu in Janina. Überrabbiner Abraham Schreiber, der bekanntlieh vor nicht langer Zeit von Wien aus als Chacham nach Korfu berufen vvuVdc, gewinnt durch seine ersprießliche lind unermüdliche Tätigkeit einen überaus sympathischen Ruf in ganz Griechenland. Die Zentralregierung in Athen hat bereits in einem herzlichen Dankschreiben an ihn seine hervorragenden Leistungen ־ anerkannt. Mehrere jüdische Gemeinden in Griechenland möchten nun den Korfuer Chacham auf ihrem Rabbiuersitz sehen. Kürzlich erschienen die Vertreter der großen Janina er Gemeinde beim Obcrrnbbiiier Schreiber in Korfu und haben ihn mit den glänzendste Angeboten, unter anderem mit einem namhaften Beitrag zur Gründung einer Jeschiwah, nach Janina bringen wollen. Oberrabbiner Schreiber konnte die überaus herzliehe Einladung nicht ausschlagen; er machte sich mit der Delegation auf den Weg nach Janina, wo er zwei Wochen verbrachte. Während dieser Zeit gelang es ihm, so manche religiöse Institution auszubcssern und zu erneuern. Vor seinem Abschied mußte er der Janinaer Gemeinde versprechen, daß er zumindest dreimal im Jahre seine neue Gemeinde besuchen werde, wenn er schon nicht ganz nach Janina übersiedeln könnte. Es ist zu hoffen, daß der neue religiöse Geist, für den Oberrabbiner Schreiber so gewinnend einzustehen versteht, bald alle griechischen Judengemeinden neu beleben wird. Statistik der Todesfälle in Tel-Awivv für den Monat Thamus. Gleichzeitig mit dem Sinken der Geburtenziffer macht sich in Tel-Awiw eine Steigerung der Todesfälle bemerkbar. Im Laufe des Thamus (Juli) starben in Tel- Awiw und Jaffa 67 Personen gegenüber 48 im Vorjahre. Besonders gewachsen ist die Zahl der Fälle von Säuglingssterblichkeit. Während im Vorjahre im genannten Monat 15 Todesfälle von Säuglingen vorkamen, starben in -diesem Jahre in derselben Zeit 31: Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren starben in diesem Jahr im Juli 13 gegenüber 5 im Vorjahre. (Ziko.) Drei Jahre jüdische Kolonisation in Weißrußland. (J. T. A.) Am 25. Juli waren drei Jahre verflossen, seitdem die Regierung Weißrußlands das Dekret über Landansiedlung von Juden hat erscheinen lassen. Aus diesem Anlaß veröffentlicht der weißrussische Volkskommissär fiir Landwirtschaft. Wolowko, einen Artikel, in'welchem er 'die Erfolge dieser drei Jahre aneinander reiht. ׳In den Jahren 1925 und 1926 wurden 15.268 Desjatin Boden den jüdischen Neukolonisten in Weißrußland gegeben. Es entstanden auf diesem Boden. 103 Kollektivwirtschaften mit insgesamt 1147 Haushalten. Die früheren Kollektivwirtschäften eingerechnet, existieren gegenwärtig in Weißrußland 160 jüdische Kollektiven. 22 neue Siedlungen wurden in diesen zwei Jahren begründet, außerdem wurden 372 Einzelfamilien angesiedelt. Insgesamt wurden in diesen zwei Jahren in Weißrußland 1519 jüdische ׳Haushalte auf dem Lande begründet. 1927 wurden 5000 Desjatin guten Bodens mit 2000 Desjatin noch urbar zu machenden Bodens jüdischen •Neukolonisten gegeben. Die Wirtschaften entwickeln sich in jeder Beziehung gut, Viehzucht und Milchwirtschaft blühen, die!Kuh des jüdischen ׳Kolonisten •liefert mehr Milch als die des weißrussischen Bauern, weil sie besser gepflegt wird. ׳Der Volkskommissar stellt Bücher und Zeitschriften. 1. חזהה רבה מיוסר על כללי חזקיח דאיסורא ורטמונא וכי מהגאון המפורסם מו״ה יעקב ליב קראך ז״צל. לייפציג שנת חרפ״ו לפ״ק, Die riihmlichst bekannte •Familie Kroch in Leipzig hat ihrem Großvater durch die Veröffentlichung des ersten Teiles dieses großangelegten Werkes ein ehrendes Denkmal gesetzt und die talmudische Welt zu Dank verpflichtet, indem sie den literarischen Nachlaß ihres •Ahnen der Oeffentlichkeit übergab. Besondere Anerkennung verdient der gelehrte Ordner des geistigen ׳Nachlasses Dr. ׳P. J. (Kohn in Leipzig, der keine Mühe scheute, durch genaue Quellenangabe und beachtenswerte Glossen es druckreif zu gestalten. Der Verfasser, ein Schüler, jedenfalls ein Zeitgenosse des R. A'kiba Eger זצוק״ל behandelt im ersten Teile alle Stellen, wo im אורח חיים von חזקה die Rede ist. Diesem ersten Teile werden folgen auf die anderenחלקי שויע denen man mit Spannung entgegensehen darf, da der erste Teil bereits durch die reiche Fülle des Gebotenen eiinen imposanten Eindruck hervorruft. Die souveräne Beherrschung des von ihm behandelten Stoffes, die Versiertheit des Verfassers in ירושלמי und בבלי und CWttt von 994 גדולי אחרונים die logische und ungezwungene Auslegung von *zahlreichen und schwierigen Stellen sind geeignet, die Beschäftigung mit diesem ספר zu einem Hochgenüsse zu gestalten. Es wäre nicht angebracht, auf Einzelheiten an dieser Stelle einzugehen, das eine soll jedoch infolge der Aktyalität, die diese Frage in zahlreichen Gemeinden hat, hervorgehoben werden, daß der Verfasser die Frage ygn הרבנים Hplrtu bejahendem Sinne beantwortet, und gibt seiner Freude Ausdruck, daß auch der Spendet für den fest, daß die Urbarmachung von Sumpfboden viel Arbeit erfordert; aber die jüdischen Kolonisten scheuen keine Anstrengung uiid leisten mustergültige Arbeit. Staatsgelder fijr jüdische Siedler in Weißrußland. Die Regierungsgeselischaft fiir jüdische 'Kolonisation Comzet hat der Koloriisationsgesellschaft Ozet iti Weiß- .rußland eine Summe von 50.000 Rubel zwecks Durchführuhg der 'Ansiedlung• von Juden T in Weißrußland zur Verfügung gestellt. Bis jetzt hat die Regierung durch Comzet fiir jüdische Landansiediung in Weißrußland ins- ׳ gesamt 200.000 Rubel ausgegeben: außerdem eine Summe von 30.000 Rubel zwecks Urbarmachung von neuem Siedlungsland. Die Ozet in Weißrußland erhielt von der Landwirtschaftsbank Weißrußlands einen Geldkredit in der Höhe von 170.000 Rubel. Ritualmordpropaganda im Schaufenster. — 500 Mark Geldstrafe. Cassel, 23. Juni. (JTA.) Der nationalsozialistische Antiquitätenhändler v. Dolzberg stand heute vor dem Großen Schöffengericht in Cassel unter Anklage, weil er ein aufreizend wirkendes Bild ״Die!Schächtung des heiligen Rudolf“ aus der Dezembernummer des ״Illustrierten Beobachters“ ausgestellt hatte, auf dem eine Person dem Heiligen den Hals durchschneidet, während das Blut in einem Gefäß aufgefangen wird. Es handelt sich um eine Aufwärmung der alten Ritualmordgeschichten, mit denen die Völkischen ja noch immer hausierengellen. Der Staatsanwalt beantragte wegen Vergehens gegen den § 166!Bestrafung des Angeklagten mit einer Geldbuße von M. 500, die an die Stelle von acht Wochen Gefängnis treten sollte, mit der!Begründung, daß durch dieses Bild, namentlich durch die Ueberschrift ״Der Judenspiegel“, eine Religionsgemeinschaft öffentlich beschimpft werde. •Das Urteil schloß sich dem Antrag des Staatsanwaltes an und verfügte eine Geldstrafe von M. 500, Einziehung aller Exemplare des ״Illustrierten Beobachters" vom Dezember 1926 und Zerstörug der Druckplatten, die zur Herstellung der Bilderseite gedient hatten. ' Mißbrauch akademischer Lehrfreiheit ln Hamburg. (JTA.) ׳Der Hamburger Korrespondent des ״Berliner Tageblatts“ führt Klage darüber, daß der Ordinarius der Geographie an der Hamburger Universität, Prof. Dr. .Passarge, die akademische Lehrfreiheit mißbraucht und cler Hamburger Studentenschaft eine öffentliche Vorlesung auftischt, die das Problem ״Die Rassenkunde des deutschen Volkes •und der Juden“ behandelt. Der Korrespondent gibt zur Schonung der ׳Leser nur eine kleine Blütenlese der Ausspräche Passarges, wie z. B.: ״Ein Jude behauptet von sich, zum deutschen Volke zu gehören. Darauf antwortet ihm ein Forscher ״ ׳treff.end": .,,׳Haben Sic sich, schon jemals im Spiegel gesehen?“ Eines , großen^ Teils der Studentenschaft, meldet der Korrespondent, hat sich eine starke Erregung über die ■Art /bemächtigt, in der es hier ״ein Feind der Demokratie wagt-,, seine Zuhörer: lümmelhaft zu beleidigen“. Die hamburgische Universität, •bemerkt der Korrespondent, ist gewissermaßen eine Gründung, ein Kind des neuen, jungen, aufstrebenden, freiheitlich, gesinnten Deutschlands. Männer, die gewohnt sind, in großen Zusammenhängen, frei von engstirniger partei- und nationalpolitischer Gebundenheit zu denken, wie Max Wärburg, der weltbekannte Hamburger Bankier, haben sic geschaffen. Ihre Aufgabe ist, einen!Nachwuchs heranzubilden* der der deutschen Aufgabe ■der' alten Hansästadt entsprechend erzogen werden sollte, den ganzen Umkreis der Geistesgeschichte mit überseeischen Augen in sich aufzunehmen und im Dienst hamburgischer Lehre und Forschung der gesamten Kulturmenschheit zu ׳dienen. Subventionen für das jüdische Schulwesen ln Polen. (J. T. A.) Der Warschauer Magistrat hat folgende Subventionen für jüdische Schulen bewilligt:, 40.000 Zloty für die Schulen der zentralen jüdischen Schulorganisätion, 20.000 Zloty für die allgemeinen Talmud-Thora-Schulen, 16.000 Zloty für die Schulen der:,jüdischen Gemeinde, 27.000 Zloty für die hebräischen. Tarbuth-Schulen, 13.000 Zloty fiir die Schulen ״Jesod Hatorah“, 6000 Zloty für' die Schulen der ״Schelome Emune Jisrael“, 4500 Zloty für die Talmud Thora ״Or“, insgesamt also 138.000 Zloty für jüdische Elementarschulen. Kleinere Subsidien wurden auch den privaten jüdischen Elementarschulen zugebilligt. Ferner wurden für die jüdische Handwerkerschule 45.000 Zloty, für die Handwerkerschule der ׳jüdischen Gemeinde ' 36.000 Zloty, für die Fachschulen von Ort 26.000 Zloty bewilligt ... ■- , חתם סופר in seiner׳ zWeitenniWhfür die חזקהeintritt. Die Nachkommen des; .Verfassers-״scheuten keine materiellen Opfer, .daß ,auch die Ausstattung des ספר seinem inneren Gehalte würdig sei, da sie keine gewinnbringenden Absichten mit der Herausgabe dieses ספר verbinden, nur die Beschäftigung der Thoralernenden mit den Geistesprodukten ihres Ahnen anstreben, was ihnen im höchsten Maße gelungen ist. II. שו׳ת הלכה למשה מהרב הגאון מו״ה משה ניימאנן אמד דר־״ק זשאסבאקרעט יציו. . Der gelehrte Verfasser ließ seinem ersten Werke הלבה למשה* das : Anmerkungen zu ירושלמי und יכבלו enthält in diesen. Blättern von Herrn J. J. Braun in Bratislava als ein . hervorragendes literarisches Ereignis* gefeiert wurde, ein zweites fplgen, das die Antworten auf die an ihn gestellten Fragen'enthält. Das. jetzt erschienene Werk steht dem ersten in keiner Weise nach, die sich darin offenbarende Geistesschärfe und das umfassende ,Wissen auf dem ungeheuer großen Geriete der ■Halachah wird nur durch die Bescheidenheit des Verfassers überboten, indem ־ er gleich auf dem Titelblatte bemerkt, daß seine Re-! sponsen nicht למעשה verwendet. werden sollen Im Gegen- I satze zum Verfasser sei ausdrücklich darauf hiagewiesen, daß diese חשובוח auch הלכה Anwendung finden können. Wlenige sind,wie der gelehrte Verfasser ׳berufen, rituelle Entscheidungen zu treffen, die auch im praktischen Leben Verwerfung .finden können. Als ein würdiger Sohn seines großertVaters :הס ר׳ דור לאקענבאך זצ״ל zu;dessen Werke ניר לחד er •wertvolle הגהות geschrieben, hat er - nicht nur dessen bereits sprichwörtlich gewordene Tugenden, sondern auch seine Fähigkeiten geerbt, was für jeden, der seinen großen Vater זצוק׳ל gekannt, alles über die Person und das Werk des Verfassers besagt. Ein jeder, der Wert 1 darauf legt, ungekünsteltes, aber trotzdem gediegenes I VVfssenj jzy: genießen; un'd diese.Tagend zu würdigen weiß, beeile :sich dieses: wertvolle ׳ספר seiner Bibliothek einzuverleiben. Eisenstadt, im Monat Ab 5687. Oberrabbiner Akiba Klein. |

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