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Jüdische Presse · 1927-08-26 · 34 (26.8.1927) · page 5

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
34 (26.8.1927)
Date
1927-08-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 34 JÜDISCHE PRESSE Seite 213 I Tschechoslowakei I '*aaflflaaBaaaaaaaaaaBaaBaaBaaBaBBaiaaBaBBBaaaaaaaBBBaaBaBaaaaaaflflaoaaaBBBaBaaaaaS ״Ledige bevorzugt.“ Wir erhalten von einem treuen Freund unseres Blattes die nachfolgende sehr beachtenswerte Zuschrift. Urlaub für jüdische Soldaten während der jüdischen Feiertage. Das Militärlandeskommando hat zufolge einer Eingabe des orthodox jüdischen Zentralbureaus in Bratislava sub Zahl 94.947/1 org. v. J. 1927, nachstehenden Erlaß herausgegeben: Militärpersonen, die der jüdischen Konfession angehören, hat vom Nachmittag des 26. September 11. J. 16 Uhr bis 20 Uhr abends des 28. September, weiters von 14 Uhr nachmittags des 5. Oktober bis 20 Uhr abends des 6. Oktober, wie auch von 16 Uhr nachmittags des 10. Oktober bis 20 Uhr abends des 12. Oktober und von 16 Uhr nachmittags des 17. Oktober bis 20 Uhr abends des 19. Oktober 1927 iD i e n s t f r e i h e i t gewährt zu werden. Soweit es das Dienstverhältnis erlaubt, sind .׳diese Soldaten auf ihr Verlangen für die erwähnte >» Zeit zu beurlauben. Auf Befehl: Oberstleutnant Karel tj u s a r e k, Vizechef des Generalstabes. 6. Ausweis der Spenden zugunsten der durch das Erdbeben in Erez Jisroel geschädigten Glaubensgenossen. Auf Grund der Aktion des Kolel Schoinre Hachomoth gingen beim Bratislavaer Kuratorium folgende Beträge ein: Brzova p. Bradlom: Rabbiner M. 1Haberfeld tsch. K 50: Velfey Meder (2. Sendung): durch Maier Rosenbaum tsch. K 627.62 (b3'׳her zusammen aus Velky Meder tsch. K 1,972.62); Sah'y: durch Oberrabbiner Großmann tsch. K 1250; Stupava: durch M. Weber und M. Stern tsch. K 900; Trnava (3. Sendung): durch David Halle tsch. K 425 (bisher zusammen aus Trnava tsch. K 2725); Vrbove: durch Orth. Isr. Kultusgemeinde tsch. K 1300, Herr Moses Justh tsch. K 300; Vrable: durch Oberrabbiner Schwarzstein tsch. K 408.70; zusammen tsch. K 5261.32; bisher ausgewiesen tsch. K 92.601.23. Zusammen tsch. K 97.862.55. Ein Verein der neologen Gemeindebeamten. Als Folge der jüngst gegründeten Organisation der Neologen- und Statusquo-Gemeinden in der Slowakei haben sich nun auch die Beamten und Schochtim dieser Gemeinden zu * einem Zentralverein zusammengeschlossen. Der Verein verfolgt den Zweck, die besonderen Interessen ihrer Mitglieder als ׳Berufsgenossenschaft innerhalb der Gemeinde- *Organisation und nötigenfalls auch ihr gegenüber zu vertreten. Die Versammlung fand am 15. August in Trencin statt und Herr Kantor ׳Krausz in ׳Banska—Bystrica wurde zum Vorsitzenden der Vereinigung gewählt. S. B. Familienfest. Aus Tornala wird uns berichtet: .Aus Anlaß einer סעודת בריח מילה im Hause des Herrn Marmorstein am vorigen ש״ק 0' עקב hatten wir Gelegenheit, einen großen Kreis auswärtiger Gäste und an ihrer Spitze mehrere hochangesehene ehrwürdige Herren Rabbiner zu begrüßen und uns ihrer schönen *דברי תורה ומוסר ZU erfreuen. Es waren anwesend: der Schwiegervater des בעל ברית Herr Oberrabbiner L. Spitzer aus Kirchdrauf, Herr Oberrabbiner 'S. B. Jungreisz aus Filakovo als מוהל und Herr Oberrabbiner A. J. Fisch, der Hadäczer Rabbi, um den sich viele Verehrer versammelten, u. a. die ׳Herren Oberrabbiner E. G r tinf e 1 d aus Siac, Rabbiner M. Hol- 1 ander aus Putnok, und Rabbiner S. Z. Reinitz, Jewischaleiter von hier. Wir hoffen, daß ihre eindrucksvollen Reden vieles zum חיזוק הלת beitragen werden. Besichtigung der Kosmos-Werke in Caslau. Herr ,Oberrabbiner Spira aus Mukacevo nahm Anlaß, bei seiner Rückreise aus Karlsbad die ״Kosmos-Werke“ Emil Pick & Co. in Caslau zu besichtigen, um sich davon zu überzeugen, ob die Erzeugung des koscheren Pflanzenfettes ״Kosmos“ den rituellen Vorschriften entspricht. .Herr Oberrabbiner Spira sprach nach der Besichtigung seine vollste Befriedigung über die Einrichtung und die Art der Erzeugung aus. amKmumanmmammmmamuuaammmmni^^aaammaBBmmm Die Redaktion. Es ist ein kaum verständliches Rätsel, wieso viele dem Namen und ihren Einrichtungen nach orthodoxe jüdische Gemeinden und auch Rabbinate in ihren Stellenausschreibungen zum großen Teil entweder nur ledige Religionslehrer suchen oder solche wenigstens bei der Be- Werbung bevorzugen. Betrachten wir solche Ausschreibungen vom Standpunkte der jüdischen Lehre und des jüdischen Glaubens. Der שולחן ערוך verbietet die Anstellung eines ledigen Lehrers, die Mizwoh von פריה ורביה, der Familiengründung, wird im Talmud und Poskim gerühmt und erörtert, ihre Vernachlässigung verpönt (vgl. die talmudischen Bemerkungen bezüglich Josua und Chiskija), die Ledigkcit der Religionskünder ist ein ausgesprochener חוקת הגד und nun zeigen die Hüter der Tradition einen derartigen Mangel an בטחון, an G-ttvertrauen, daß sie einen אסור, das Verbot der Ledigkeit bei einem Religionslehrcr zur Bedingung machen. Ist denn die Not oder die Opferunwilligkeit so groß, daß man die größte Mizwo, das Gebot des Talmud Touro, nur erkaufen kann mit einer Avero, mit einem Verbot und einer Willenseinschränkung des Lehrers? Wenn unsere Führer über dieses Problem noch wenig nachgedacht hätten, so verdiene es wirklich mehr Berücksichtigung, denn eine solche מצוה הבאה בעברה wäre sicher bei mehr gutem Willen und ehrlicher jüdischer Ueberzeugung nicht schwer zu verhüten. Wohl wissen wir, daß es wirtschaftliche Gründe sind, welche den Gemeinden diese Bedingung diktieren, doch ist es auch eine erprobte Erfahrung, daß die Erhaltungskosten einer kleinen Familie nicht viel größere sind als diejenigen einer ledigen Mannes, und wo zehn oder fünfzig jüdische Familien leben, da wird auch Platz sein, daß dort die Familie ihres Lehrers lebe. Briefkasten. Vier Seiten. Sie glauben als Agudist sich schämen zu müssen, daß die J. P. jetzt nur vier Seiten stark oder wie sie es sagen, schwach erscheint. Sie haben ein volles Recht sich zu schämen. Würden Sie und Agudisten Ihres Schlages je einen Abonenten oder ein Inserat geworben haben — nimmer müßten wir solche Rekriminationen erhalten, wie Sie und viele Ihresgleichen an uns richten. — Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. (Leviticus 19, V. 18). Die W. M. Z. vom 21. d. M. beklagt sich bitter (Antisemitismus und Christentum), daß das katholische ״Weltblatt“ das Gebot der ׳Nächstenliebe schlankweg für den katholischen Klerus annektiert. — Dieses Gebotes schönste Fassung stammt von dem Juden «Hillet. — Die Redakteure der W. M. Z. scheinen nicht bibelfest zu sein, oder scheuen sich am Ende auf die jüdische Bibel zu berufen, wo das Gebot der -Nächstenliebe sich befindet. Irn letzten Falle kann ihnen keine Konsequenz aibgesprochen werden. Dieselbe jüdische Bibel ver'.angr die HeTiiha.iu;g des Sabbats, die von der Wr. M. Z. allwöchentlich gröblich verletzt wird. Dieselbe jüdische Bibel will ein heilig Volk im heiligen Lande erziehen, Bekanntlich kein Programm für die Wr. M. Z. Hilel ist geduldiger. J. S. M. 1. Rabbinerseminar, Berlin, Artilleriestraße 31, genügt. — 2. Ist keine Jeschiwoh im landläufigen Sinne, sondern eine moderne Anstalt zur Ausbildung a k ademisch gebildeter Rabbiner. Maturum wird im allgemeinen zur Aufnahme gefordert. Alles weitere wollen Sie direkt erfragen. V. In' W. 1. Die Prrsonenfrage ist nicht von entscheidender Bedeutung. Das Programm ist. die Hauptsache. Wir hätten an unserer Darlegung nicht viel zu ändern, auch wenn die Gewählten samt und sonders .in der Praxis' orthodoxe Juden wären, wie sie es tatsächlich nicht sind. Wir interessieren uns nicht für einzelne Personen, nicht f ü r und nicht gegen. Auf die Prinzipien kommt es an und auf ihre theoretischen und praktischen K 0 n s equenzen. Unsere vorwöchige Antwort galt also auch für den Fall,, daß die Zionisten bei Ihnen sich gnädigst dazu herbeilassen sollten, einzelnen harmlosen orthodoxen Juden auf ihrer zionistischen Liste der ״Jüdischen Partei“ Mandate zu überlassen. ״Kompromisse“ solcher Art, wo auf der einen Seite einzelnen Personen ein wenig ״Kowed“ gegeben, auf der anderen Seite aber die Pr inz i p i e n und die heiligsten Interessen der חוה״ק und des orthodoxen Klal aufs schwerste geschädigt werden, nennt man gemeiniglich mit Recht — Verrat! Wir wollen nicht mißverstanden sein und unser ״Civis Judaeus“ wird das noch ausführlich begründen: Zionisten stimmen mit Recht auf die Listen der ״Jüdischen Partei“, wenn sie mit deren extrem-nationalistischen politischen ״Minderheitsforderungen“ einverstanden sind: orthodoxe Juden und sonstige Nicht tiation allsten aber können mit solchem Programm unter keinen Umständen einverstanden sein und dürfen — wenn sie Charakter haben und politisch zu denken vermögen — weder ein Mandat von der ״Jüdischen Partei“ annehmen noch auf ihre Liste stimmen. Ihre Stimmen werden von der Prager und Bratisl avaer Parteileitung zur Unter- Stützung ihrer zionistischen politischen Forderungen einer jüdischen ״Minderheitsnationalität“ ausgenützt werden, auch wenn in i 1; r e m Orte die Zionisten tausendmal versichern, daß sic mit den Piestanyer Beschlüssen nicht einverstanden sind. Die einzelne lokale Gruppe ist bedeutungslos in solchen Dingen. Der Parteibeschluß ist für alle verpflichtend, die sich zur ״Jüdischen Partei“ zählen oder sich ״Jüdische Partei“ nennen. — 2. ״Jüdische Wirtschafts- Partei.“ — 3. Ihr zionistischer Gewährsmann sagt die Un- Wahrheit. Dr. Emil Margulies wurde von den 36 Mann des Piestanyer ״Delegiertentages“ ausdrücklich damit betraut, als offizieller Vertreter auch der ״Jüdischen Partei“ in der Slowakei an dem Kongreß der ״nationalen Minderheiten“ teilzunehmen. — 4. Religiöse Minderheit ist nicht identisch mit ״ti a t i o n a 1 e r“ Minderheit. Erstere ist unpolitisch und genießt in jedem Kulturlande unbestritten und unbezweifclbar volle Gleichberechtigung unter Anerkennung ihrer Eigenart, deren Lebensäußerungen und Lebensformen aus ihren Lehren und ihren unverkennbaren Bedürfnissen ersichtlich sind und sich notwendiger- und logischerweise von denen der Mehrhciisreligion unterscheiden müssen. Eine ״nationale“ Minderheit, insbesondere• in einem Nationalitätenstaat wie die Tschechoslowakei, muß politischen Charakter haben oder erhalten und wird —■ schon infolge der Unbestimmbarkeit ihres Wesens und ihrer Ziele — immer sich der Macht oder mindestens der natürlichen Machtg i e r der Mehrheitsnationalität gegenüber sehen. Esther Kaiser Samuel Pfeifer Galanta Papa Verlobte. 3Eä rofim eix?at!Ein angesehener, älterer, gut situierter Kaufmann sucht für seine jüngste, sehr gelungene Tochter mit ziemlieh schöner Mitgift, behufs Einheirat einen ordentlichen ישיבה בחור Zuschriften unter Chiffre ״Einheirat“ an . die Bratisl. Administration dieses Blattes. _ ln feines streng jüdisches Haus wird junger Mann in volle Verpflegung genommen. WEINER. II., Grosse Stadtgutgasse 7. Zwei Kinder finden bei ganzer Verpflegung und Logis in einem äußerst streng frommen Hause in Wien, dl. Bezirk, Aufnahme. Zu erfragen ׳in der Administration des Blattes unter ״Familienanschluß“. Selbständige Witwe 58 Jahre alt, gebildet, religiös, erstklassige Wirtin, möchte einen Herrn im gleichen Alter heiraten. Zuschriften unter Chiffre ״Gute Pflegerin“ an die Bratisl. Administration dieses Blattes. Kommis 23 Jahre alt, sucht Stelle per sofort oder 1. Oktober in einer Spezerei- und Kolonialwarenhandlung en gros, eventuell auch en detail. Zuschriften unter Chiffre ״Tüchtig 1“ an die Bratisl. Administration dieses Blattes VORBETER und מורא sucht für die hohen Feiertage eventuell סוכות Posten. Unter ״Rogil“ an die Bratisl. Administration. esidenz-Atelier »■*m Photographie ES, L-ÄÄ“ LIHfM?, SONDER VERANSTALTUNGEN: Belgische Ausstellung / Italienische Ausstellung / Sowjetrussische Ausstellung / Japanische Ausstellung ״Technische Neuheiten und Erfindungen" — Hotelbedarfsmesse — Reklameausstellung Radiomesse - Wiener Pelzmode~Salon ־־־ Nahrungs- und Genuljmiitel-׳Ausstellung Land-׳, Forst-׳ und Milchwirtschaft — Gartenbau - Kleintierzucht - Weinkost Bedeutende Fakrpreisbegünstigungen Auskünfte aller Art sowie Messeausweise (ä S 5.—) bei der Wiener Messe-Aktiengesellschaft, Wien, VII. — Eintrittskarten (zum einmaligen Besuch der Rotunde oder des Messepalastes und der Neuen Burg) ä S 2.—• bei den Kassenschaltern der Messehäuser.

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