Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1927-08-12 · 32 (12.8.1927) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
32 (12.8.1927)
Date
1927-08-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2629891-2630197-2630228--2702-2634617
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 202 JÜDISCHE PRESSE Nr.'32 ל Wir müssen das Lager räumen Wir müssen das Lager räumen Schaftsmitgliedern kann eine lokale -Gemeinde nur gebildet werden, wenn der General Council (VVaad iLeumi) sie empfiehlt und der iDistriktskommissär sie bestätigt. Wird eine solche Gemeinde nicht empfohlen und bestätigt, so können die Mitglieder, insofern der!Distriktskommissär es billigt, sich entweder der nächsten bereits bestehenden lokalen Gemeinde angliedern oder zusammen mit den Juden eines anderen Ortes von weniger als 30 jüdischen Gemein- Schaftsmitgliedern eine lokale Gemeinde bilden, wenn die Zahl der!Mitglieder in beiden Qrten mindestens 30 beträgt. 11 n jeder Stadt u n d f n fe cl e tn f) b r f sollen ,11 i c h t m e h r a 1 s e i n c e rffTTT^rr^imTiG'eirrnrd'S־" b e s t e :h e n. ,Besteht a b e r, i V p ä l!b d efr G e-* m e i n d e eine Gruppe von in bn d e s t e’ii s Ä 0 E r;י wachsetie n. s o m u ß a ü f di e-f'!־^ ,fe.d J.)g u n|g d e'?** religiösen und k u 1 tur e‘J t-'e iis •J3 e d ii rf^iss.e dieser Gruppe ge m ä ß’i lfr eb^erge ti e u G^r 11 n d- Sätzen geachtet w e m e i n d e. b e z i e 1111 » g s m v e r p f 1 i c 111 e t. bei der F -ii r s o r u n d d e r. V e.rw a 11 u 11 g d e r g e m e i n d 1 i c h e 11 •A k• e h d e n r e 11 g;,i '-Ö-J s e n Charakters voll- .!uud g.iaJU.-d Lec.B.e.diixi^,. ׳nisse der ■erwähnten Gruppe in Betracht z u ziehen u n d jene!Ein k ti 11 f t e der lokal e 11 G em e 111 d e, die religiösen und k!u 1 tu r e 11 e ti Zwecken gewidmet sind. p r o p 0 r t i 0 n e 11 zwischen der lokalen Gemeia.de und der oben beschriebenen Gruppe nach der Zahl ihrer Mitglieder zu verteilen. 1D,a s Recht ei ■n e r!K 0 n g r e g a t i o 11, die sich -a us 1Pe r s 0 n e 11 z u sa m in e ti s e t z t, die nicht als Mitglieder der Gemeinde eilige tr age 11 iS i n d, nach ihre tn 1R i t u s 1111 d u n a b hä ti g i g vom G e m e i n d e s c h ä c h t a u s s c h 11 ß S c h ä c h t!11 n g e n v 0-r z u 11 eh׳tn e n, dar.f in keiner Weise geschmälert werden: vorausgesetzt, daß diese S 0 11 d e r k 0 11 g r e g a t i 0 ״ die Ge b ii 11 r e n a!111 von ihren Schächter n g e.s c h ä c 111 e t e s V •i e h n a c h den -gleichen Sätze n -erhebt, w i e sie v 0 11 d e m ׳S c h ä c 111 a 11 s s c h u ß d e r G e m e i n d e v 0 r g e s c h r i e -b e n sind. In jeder lokalen Gemeinde besteht ein B e g r ä b n i saus schuß. Jede Kongregation und jede Gruppe von Juden innerhalb der Gemeinde hat das Recht, einen eigenen Begräbnisvercin ׳zu bilden und Boden ■für einen Friedhof für ihre •Mitglieder ׳zu erwerben. Jede solche Gesellschaft darf eine Gebühr für-einen iBegräbnisplatz sowie Begräbnis- -Spesen erheben; der Maximaibetrag solcher Gebühren muß aber von dem Komitee der lokalen Gemeinde gemeinsam mit den Vertretern der •betreffenden Gesellschaft festgesetzt werden. In keiner Weise darf das Recht irgendeiner iKon- -gregation, deren Mitglieder ■nicht als ׳Gemeindemitglieder eingetragen sind, eingeschränkt werden, ihre eigenen Begrä'bnisarrangements ׳zu treffen,!jedoch stets in!Ueberein- Stimmung ׳mit den bezüglichen Verordnungen der Regierung und der lokalen Behörden; die lokale Gemeinde selbst hat kein -Recht, Begräbnisgebiihren von solchen Sonderkongregationen zu erheben. כשר Fleisch 11. Geflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Se’chwaren aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren כעזר• M. Bck£rling» Wien, IX., Liechtensteinstrasse Nr. 117 -Jolephön 11-6-82. — Jede Bestellung wird telephonisch ent־ gegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. Seidenstoff«: Seidenfoulards, herrliche Dessins . , . 9 7.80! 9*80 Seidenkleider, Alpaca gernust., .... $ 4*80! 3*80 Crgpe de Chine, alle Farben . . . . . S 8*00! 3*80 Seiden-Georgette, viele Farben . . . ,S fl.—!7.80 Ia Shantung, 90 cm breit ..... . . t . S 4.90 Seideh-Wascn-Marokain, glatt und dessiniert, 90 cm breit ........ S 4.50f 3.90 Japan Pongis. alle Farben . ... S 2.90 Ätldtr-Seidenstoffe . ..S 2.80 U&ichwäteriläger wird zur Gänze wegen At1fV08s1|ng. Ifftal ausverkauft Tiefuntarclenveigeiieii Kostenpreisl Kainr Kunde versäume die günstige Gelegenheit SElDENHWUSER ■v*.!me».T »ז«•*«- S. Willheim ,IJoi Wien, 1״ Bauernmarkt 2a Die Agudisten in Palästina fordern eitie eigene Gemeinde. Eine hier abgehaltene Massenversammlung von Anhängern der Ag'udas Jisroel beschloß, an das Kolomalamt nach London telegraphisch das Ersuchen zu richten, zu erlauben, daß in Uebereinstiminung mit der Gemeinde- Ordnung eine eigene orthodoxe jüdische -Gemeinschaft in Palästina begründet werde. Ein Telegramm gleichen •Inhalts ging au den stellvertretenden Oberkotuntissar Kolonel Syrnes. ' 11. T.!A. Die Londoner Agudisten zufrieden. Das Londoner Bureau der Augudas Jisroel erklärt, daß die publizierte jüdische Gemeindeordnung für Palästina in vielfacher Hinsicht den Forderungen der unabhängigen Orthodoxie entspricht; die politische -Exekutive der Agudas Jisroel berät gegenwärtig über diese Angelegenheit. Um noch mehrere Fragen zu klären, weilte Dr. Isaak Breuer namens der!Exekutive in London, um mit den zuständigen Behörden über die Gemeindeordnung zu verhandeln. Diese Verhandlungen haben einen sehr zufriedenstellenden Verlauf genommen. _ J. T. A. Der Schaden des Kolel Schomre Hachomoth durch das Erdbeben. Allmählich werden Einzelheiten ,über -den :großen Schaden bekannt, -den de,r!Kolel Schomre •Hachomoth durch das Erdbeben im heiligen Lande erlitten hat. Aus J e r •11 s a- 1 e m wird. gemeldet: Die ״Jeschi wa s C h a s-a m Sofer“ hat;durch die ׳Erschütterungen solch starke Risse ■erlitten, -daß ׳das ׳Gebäude geschlossen werden •mußte. Auf Anordnung der Regierung muß das Haus schleunig niedergerissen und von Grund auf neu gebaut werden. Oie Kosten dürften sich laut Schätzung der Ingenieure a-uf ׳mindestens 5 0 0 Pfund S t e r 1 i n g ׳belaufen. Ebenso!haben die בתי מדרש der •Periischim in- und ,außerhalb der Stadt und das Bei Hamidrasch des Rabbi Mosche Josef iHoffmann!aus Papa :schweren Schaden aufzuweisen. Nach 1Feststellung ׳der Behörden sind an 60 Prozent unserer Häuser größere Reparaturen vorzunehmen, die zu allermindest 5000 Pfund Sterling!kosten werden. Die Behörden haben angewiesen, die Reparaturen ungesäumt ausführen zu lassen, da während der!Regenzeit sämtliche Gebäude baufällig werden könnten. Ein großer Teil -der Einwohner hat auch bereits die Wohnungen räumen müssen, was bei dem gegenwärtigen Wphnuttgsmangel für die armen Letite des -Kold!katastrophal ist. Die Talmidim ^der Jeschiwas suchen vorläufig Unterkunft in anderen ׳ •בתי מדרשFür die •Kinder der obenfalls geräumten תלמוד תורה werden noch geeignete Lokalitäten gesucht. Es wird wohl nötig werden, für sie t provisorische Baracken -aufzustellen. ׳An!Menschenleben -hat die jüdische Bevölkerung G-t't sei!Dank keine Verluste erlitten. ׳Aber in der ganzen Bevölkerung ■herrscht eine mächtige Panik aus ׳Furcht vor neuen •Erschütterungen. Es ist dringend notwendig, die Hilfsaktion mit der größten!Beschleunig u ti g auf breitester Basis e i ti z u 1 e i t e n und die gesammelten Gelder baldigst hie her -gelangen zu lassen, damit die Aufräumungsarbeiten beendet werden können, bevor wir von der Regenzeit überrascht werden. 4. Ausweis der Spenden zugunsten der durch das ׳Erdbeben i n E r ez J!i s r 0 e 1 geschädigten Glaubensgenossen. Auf Grund der Aktion des ,Kolel Schomre Hachomoth gingen ,beim Bratislavaer Kuratorium folgende Beträge ein; Bratislava: (3. Sendung) Agudas Reim: -durch die Gaiboim tsch. 1K 43 (bisher zusammen aus Bratislava tsch. 1K 9848); Ternye: durch Moritz -Adler, Presov tsch. K 127 (.bisher!zusammen aus Ternye tsch. 1K 224); Hu׳ncovce: durch Juda!Horowitz tsch. -K 205; Kezm-arok:!(2. Sendung) durch Überrabbiner Grünburg tsch. 1K 795 (bisher •zusammen aus 1Kezmarok tsch. K 3795): Krömpachy: durch Dav-id Engel tsch. -K 378; ׳N 0 v e Zamky; •durch Bernhard Schönberger tsch. K 2750; Sen ec: Ignatz!Katz tsch. 50; To polcany: (2. Sendung) durch!M. Zarkover und B. Schlesinger tsch. K 120 (bisher!zusammen aus Topolcany tsch. K 1947): zusammen tsch.!K 4468; bisher .ausgewiesen tsch. K 82.002,23;!zusammen tscheoh. K 86.470.23. — Ber r i ch t!i g!u:ng: Der im zweiten Ausweis aus Tornala verzeichnete ,Betrag ist durch -Rabbiner Efraim Balajty und die Gaboim der orth. isr. 1Kultusgemeinde gesammelt worden. Der im 3. Ausweis aus Riestany verzeichnete Betrag von tsch. K 1300.50 ist -nicht für.die durch das ׳Erdbeben Geschädigten, -sondern -als Büchsengeld für die allgemeinen Unterst'iitzungszwecke d?s Kolel bestimmt und somit von der Gesamtsumme der Sondersammlung ,in ■Abzug ,zu bringen. S P e z!i f i ׳k a t i 0 n -Kez-marok: -Bes Hakneses: durch A. -Goldstern und S. Fuchs tsch. ,K 1977: Bes Hakneses Haschkomo Min׳jan: durch J.!Klein tsch. K 960; •Bes Hatnidrasch schel Sefardim: durch S. L.!Katz tsch. K 657; Tlferes Bachurim: durch die Gaboim des Vereines tsch. -K 201. _ Der neue österr. Strafgesetzentwurf und die Schächtfrage. Die Schächtgegner!bestreben sich, wie die ״Jüdische Presse“ bereits des öfteren berichtete, das Schächten als Tierquälerei izu׳ stigmatisieren. Mit ׳Rücksicht •auf diesen Umstand haben die!jüdischen Faktoren in Deutschland und in' Oesterreich die!Fassung •der!Paragraphen über die Tierquälerei im neuen Strafgesetzentwurf, der bekannt- ,lieh das erste gemeinsame Werk für die beiden -Länder ist, •mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Bis!jetzt war die Tierquälerei ׳nur von der politischen Behörde nach dem Verwaltungsv-erfahren!zu ahnden, und zwar mit recht geringfügigen Strafen.!Nunmehr ist aber •das Delikt der. Haiachische und agadischeNovellistik. Die חידושי הלכה ואגדה bilden seit Jahrhunderten einen solch wesentlichen Bestandteil unserer geistigen Schatzkammern, daß ihre Neuerscheinungen ganz zweifellos die größte Aufmerksamkeit verdienten, auch wenn in ihnen nicht — wie es tatsächlich der Fall ist — wichtige Resultate jüdischer W a h r h e i t sf 0 r s c h u n-g und erhabenste Lehren jüdischer Moral niedergelegt wären. Die Tatsache an sich, daß hervorragende intelligente Köpfe der jüdischen Vergangenheit‘ und Gegenwart in treuer -Fortentwicklung der geistigen Eigenart unseres Volkes ihr ganzes literarisches Schaffen mit dem biblischen G-tteswort in Zusammenhang erhalten wissen wollen, ist eine Erscheinung -von solch eminenter Bedeutung, daß kein Freund echter, wahrer jüdischer Kultur an ihr gleichgültig Vorbeigehen darf. Aus der wirkliehen, lebendigen ■jüdischen talmudischen Wissenschaft sind die חידושים zu den Traktaten des בםלי und ירושלמי oder zu einzelnen talmudischen Themen, zu den סוגיות השיס, nicht wegdenkbar, wenn wir den Begriff ״Wissenschaft" nicht auf die Leichenkammer archäologischer üng historischer Forschungen beschränken wollen. Im besonderen gilt dies von der reichen, fast unermeßlichen homiletischen Ausdeutungsliteratur, deren biblische, talmudische und midraschische Beziehungen und ״Anlehnungen“ — von höherem Gesichtspunkte betrachtet — die Stufenleiter hersteilen, auf der der jüdische Geist zu den Gipfeln reinster, heiliger Moral sich emporringt und emporrankt. In tausendfachen Variationen werden in den חידושים erster Kategorie Grundlehren und Rechtssätze talmudischer und nachtalmudischer Erkenntnisse immer wieder aufs neue betrachtet, aufs neue gesiebt, bis in ihre feinsten Verästelungen verfolgt und auf diesem Wege mit kritischem Verstand aiif ihre ״Wissenschaftliehe“ Widerstandskraft geprüft. Dem geschulten geistigen Spürsinn entgeht dabei selten eine Schwäche in der logischen!Beweisführung oder eine Unebenheit in der Darstellung.!Die agadische Novellistik aber erhält gerade durch ihren gewollten und bewußten Zusammenhang mit der Heiligen Schrift wie durch ihre belehrende Zweckstrebigkeit mannigfaltige Möglichkeiten, auf Herz und Gemiit zu wirken und dabei erkannte oder bekannte Lehren religiöser Wahrheiten oder moralischer Imperative unter dem Gesichtspunkte des praktisch Erlebten zu beleuchten •und im hellen Lichte der pulsierenden Wirklichkeit in ihrem vollen Glanze erstrahlen zu lassen. So angesehen, sind Neuerscheinungen dieser Literaturgebiete in den Rahmen jüdischer Ewigkeit hineingestellt und es sind somit auch die Gesichtspunkte gewonnen, aus welchen sie auf ihren Wert beurteilt werden können. Wir werden in der Folge hier neuerscheinende Werke dieser Art in der Reihenfolge unzeigen, wie sie an uns gelangen und wie sich ihr innerer Aufbau unserer Betrachtungsweise zugänglich erweist. •1 ספר יק ר ן דוד", י3ל בהרבו חידושי שמעתא על רוב סוגיות הש״ס והרבה מסכתות ובסופו חידושי אגדה על חנ״כ אשר השאיר אחריו ברכה הר׳הג׳ הצ׳ר דודשרעטטער וצ״ל נסדר לרפיס ע״י ה״ר אלי׳ רייך דומ״צ בעיר טירנוי. טירנוי, תרפ״ז, קכ״ח עם׳ 4° Herr Rabbiner •Eduard Reich in Trnava veröffentlicht aus dem Nachlasse eines der Großen des vorigen Jahrhunderts ein wertvolles Werk über 63 talmudische 0 י ג י ו ת und mehrere Traktate und im Anhang auch einige ungemein kurz gefaßte ׳ .דברי אגדהRabbi David Schrötter war eine angesehene rabbinische - Autorität. Er wirkte als Rabbiner in P r e r a u, Straßn i t z und Zabokreky und starb als Privatgelehrter in seiner -Heimatgemeinde Leipnik. Das eigenhändige Manuskript des Verfassers befand sich in den Händen seiner Nachkommen und von ihnen wurde es dem -Herausgeber zur Veröffentlichung überlassen. Seite um Seite überzeugt man sich von der ruhigen, festbegründeten, stets nur nach wichtigen Ergebnissen ausschauenden Lehrweise des großen Verfassers.!Der gelehrte Herausgeber hat sich um die ׳Erhaltung dieser Geistesschätze für die Nachwelt dankenswert verdient gemacht. .2 ספר ת ש ב" י על פרשיות התורה מאת ה״ר שרגא המכונה פייש פאללאק רב בק״ק וואיטצען חרפ״ז קט״ז' דפים 4°. Eine schöne Gabe der Homiletik bietet Herr Oberrabbiner -Phil. Pollak in Väcz mit diesem sauber gedruckten Werke, die reife Frucht jahrzehntelanger Denkarbeit auf dem Gebiete ungekünstelter religiöser Belehrung im Gewände des מגירות und ד ר ו ש Man sieht es dem Werke an, daß all das, was hier gedruckt vor uns liegt, einst gesprochene Worte von beredtem Mund zu gespannt horchendem Ohr waren, von einem Redner, der viel zu sagen hat und von dem Vielen vorsichtig die Auswahl zu treffen versteht. •Das Werk umfaßt sämtliche Wochenabschnitte des Jahres und deutet zahllose Stellen in Tnach, Talmud und Midrasch in vornehmer Form und leicht fließender Darstellung. Zuweilen begegnet man ganzen abgerundeten דרשות , denen stets ein zentraler Gedanke, klar zum Ausdruck gebracht, zugrunde liegt und um den sich dann eine Fülle von weisen Lehren logisch geordnet gruppieren. Sehr sympathisch berühren besonders die Hinweise auf die religiösen und moralischen Gebrechen der Zeit und die maßvolle Art, in der aus den. מאמרי חז״ל Heilung für sie gespendet wird, ohne Härten und ohne Aufdringlichkeit, . aber mit der sicheren - Hand eines geübten -Meisters. Solchergestalt wird dieses Maggiduswerk ein vorzügliches Erbauungsbuch, das man gerne wiederholt‘ zur Hand nimmt. Junge בני תורה und an׳ gehende Rabbiner werden daraus sehr nützliche Weg- Weisung entnehmen und gute Belehrung schöpfen. Als Anhang hat der Verfasser dem Buche interessante und originelle Kollektanien und דרשות aus gedruckten und ungedruckten Werken seines Schwiegervaters Rabbi Schlomo Klein זצ״ל beigegeben. In einem warmen Vorworte, das reich an interessanten historischen!Daten ist, schildert der Verfasser seinen Lebenslauf. 3 ספר ם נ י מ ב י ן על התורה מאת הר׳ הג׳הג וט׳ ר׳ נתנאל הכהן פריעד זצ״ל אבדק״ק ב׳ איוואראש 8° □הובא לביה״ד ע״ז בני המחבר. בערעגסאם חרפ״•, חי דפי!Das posthume Werk eines גאון וגדול בישראל unserer Zeit, dessen Name noch in seinem Leben einen guten Klang hatte und dessen gedruckte und ungedruckte ש ל " ת eine hervorragende Stellung in der rabbinischen Literatur der ehemaligen ungarischen Länder einnehmen. Rabbi Nesanel Fried זצ״ל , Oberrabbiner in Balmazujväros, galt schon in seiner Jugend als einer der besten Köpfe unter den Schülern des Rabbi Chajim Hirsch Mannheimer צ ״ ל T und entwickelte Sich später zu einem Geistesheroen von immensem Wissen und beispielgebender Frömmigkeit. Er hinterließ zahlreiche Werke in Handschrift außer den zwei Bänden שו״ח, die noch bei seinen Lebzeiten erschienen waren. Seine Kinder ließen sich von tiefer Pietät leiten, als sie sich entschlossen, zuerst das vorliegende Maggiduswerk herauszugeben, weil ein solches auch in solchen Kreisen begrüßt wird, deren Wissen nicht hinreicht, den sonstigen in den Tiefen des Talmud und -der iHalociioh schürfenden!Forschungen des Verfassers zu folgen. Und sie haben damit recht getan. Denn das מגירות in diesem Werke zeigt alle Vorzüge der Geistesarbeit eines ת״ח עצום Reiches Wissen und tiefbohrender Scharfsinn sprudeln aiis diesem Werke wie ein frischer Quell hervor, und der Leser, richtiger der Lernende, labt sich daran mit Wonne. Mit Interesse! liest man auch die Biographie des Verfassers זצ״ל , die 1 dem Werke vorangeschickt ist. Möge es den Herausgebern gegönnt sein, recht bald auch die anderen Werke ihres großen Vaters der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. | (Wird fortgesetzt.) * J. J. B.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.