Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1927-07-08 · 27 (8.7.1927) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
27 (8.7.1927)
Date
1927-07-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2629891-2630197-2630223--2675-2634585
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 180 JÜDISCHE FRESSE Nr. 27 0&©1 Vom Tag«, 1 Antisemitica. Hin Freund unseres Blattes schreib: uns: Die ausführlichen Berichte über die Hctzversammjung, die vor einigen Tage,•! in Weigls Dreherpark stattgefunden, lassen ׳keinen Zweifel darüber, daß eine neue antisemitische Einheitspartei geschaffen werden soll. Die Christlichsoziaien und Grcßdeulscheii. die radikalantisemitische Richtung, die sich bisiici häufig kampfbereit in den Haaren lagen, sind fest entschlossen, alles Trennende zu vergessen und liegen sich hun, im Hasse gegen die Juden geeint, gerührt in den Armen. Unter dem ebenso blödsinnigen wie blutdürstigen Hepp-Hepp-Sch'.achtruf haben sich die Führer Jerzabck. Rieni und Korber geeinigt, den Kampf gegen die Herrschaft d-r Juden und der noch immer geltenden Staatsgrundge^etzc aiuzunchmcn. Zur Charakteristik diese! Versammlung hätte vielleicht schon der Hinweis genügt, daß der ,,Volkskampf“ zu ihren Arrangeuren zählt, jenes Blatt, das mit einer jedes Feigenblatt verschmähenden Schamlosigkeit wiederholt Listen gehaßter Persönlichkeiten in einer Form veroffentlichtc, die geeignet erscheint. Nachfolger Kothstocks zu züchten. ׳Man sollte meinen, die Tatsache, daß ein solches mörderisches Aritisomitenblatt überhaupt erscheinen darf, zeuge nur für die Notwendigkeit, die bösartige Herrschaft des Antisemitismus zu bekämpfen. Die Hetzredner in der Hetzversannnliiug beim Weigl, die Jerzabck. Riehl und Korber sind anderer Meinung. Der urteutonische Herr Jerzabck fordert, daß die Juden unter Fremdenrecht gestellt werden, um endlich die Diktatur der ״jüdischen Kanaille“ zn brechen. Der Diplomkaufmaun Kürber, dessen Name immer genannt wurde, wenn an einer Wiener Hochschule die Ehre der akademischen ׳Freiheit von Hakenkreuzlern mit Füßen getreten wird, versucht, ohne ,zu befürchten, daß sein Geisteszustand untersucht wird, sich als das höchst bemitleidenswürdige Opfer einer Christen,Verfolgung hinzustellen, die au die furchtbare neroische Zeit erinnert, fn der V er sammln 11 g beim Weigl schüttete dieser unschuldig verfolgte Jüngling seine geistigen Exkremente über die jüdischen und die sozialdemokratischen Studeniten aus, deren Treiben au der ■Wiener Universität er nur m!it der asiatischen Pest vergleichen kann. 1A1m rasendsten aber geberdete sich Herr Dr. ׳Riehl, der •min den Moment gekommen erachtet, sich für die Zeit ׳der!Mäßigung, die er sich als ■Kandidat der Einheitsliste vorübergehend amferlegen mußte, schadlos zu halten. Ma,n weiß, daß Dr- ׳Riehl, um auf die ׳Einheitsliste gestellt zu werden, die ihn m i t den Stimmen der jüdischen Wähler in den ׳Nationalrat •bringen sollte, sich dazu entschlossen hatte, während seiner Kandidatur einen ׳p 01 it!i sehen Maulkorb zu tragen. Jetzt ־will er Rache dafür nehmen, daß er sich eine Zcitlang den Mund — nicht ■mit dem Marod at sondern ach, nur mit der Hoffnung auf das Mandat — hatte stopfen lassen. Himmel und Hölle will er gegen die bösen Zeiten entfesseln, die sein Schweigen so schlecht lohnten und trotz der Einheitsliste ihn fallen ließen. 1Er straft sie jetzt durch eftie Rede, in der er fordert, daß der Numerus clausus für die Juden auf alle Gebiete ,^streckt ׳wird, denn ״Wien sei ein Pestherd für die ganze Welt geworden durch seinen Sozialismus und sein Judentum“. ■Als!Heilmittel empfiehlt Herr Dr. Riehl eine neue Revolution, eine Revolution der arischen Völker gegen ihre jüdischen Unterdrücker: gegen die listigen Juden, die selbst einen auf der Einheitsliste kandidierenden Riehl unterdrückten. Das Publikum beim Weigl hat verständnisinnig die von Schmähungen und Beschimpfungen strotzenden aufreizenden Reden von Jerzabck, Riehl .und Könber aufgcnornmen und sie nicht nur mit stürmischem Beifall, sondern auch mit den begeisterten Rufen: ״Tod den Juden!“ begleitet. Der vorliegende eingehende ■Bericht über den Verlauf der Versammlung enthält ein lückenloses Verzeichnis der Redner und aueih der Zwischenrufe!־. Mit schmerzliebem Bedauern ■mußte mau den ׳Namen des Redners vermissen, der als ■Regier,urogsvertreter auch nur die Rufe: ״Tod den Juden“, die doch sicherlich eine verbrecherische Aufforderung enthalten, gerügt hätte. Mit der ■Herrschaft der Juden in Wien scheint es doch nicht so weit her zu ein. Dr. M. Eine Aussprache im Münchener Stadtrat über die Vergebung von Aufträgen an jüdische Finnen. (JTA.) Im Hauptausschuß des Münchener Stadtrates kam cs bei der Besprechung über die Vergebung einiger Aufträge seitens der Stadt zu einer bemerkenswerten Aussprache. Der völkische Stadtrat ■Fiehler hatte gegen die Vergebung aus dem Grunde protestiert, weil man eine Anzahl jüdischer Firmen berücksichtigt habe, ״nachdem wir genug deutsche Firmen haben“. Ihm antworteten sofort der zweite Bürgermeister Münchens, Dr. Kiifner, und Stadtrat Doktor Jodlbauer (Bayerische Volkspartei). Dr. Kiifner führte aus: ״. . . Der Jude zahlt bei uns so gut seine Steuern wie jeder andere. (Stadtrat Fiehler: Dann braucht man bloß zu 1 Prozent, aber nicht zu 10 Prozent jüdische Firmen benicksichtigen, wenn man auf diesem Standpunkt steht.) Das kommt ganz darauf an, wie die Zuschläge sich kalkulieren. Wenn wir schon auf dem Standpunkt stehen, daß jeder Gewerbetreibende, der seine Steuern zahlt, einen gewissen Anspruch darauf hat, daß er nach Recht und Gerechtigkeit berücksichtigt wird, dann möchte ich das bei den jüdischen Firmen nicht missen. Wir haben eine ganze Menge Juden — das möchte ich immer wieder betonen — die insbesondere auf dem Gebiete der Wohltätigkeit schon recht viel getan haben. (Stadtrat Lutz: Sehr richtig!) . . . Stadtrat Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien, XV., Staglgasse Nr. 10. Telephon 334-19 Filiale: Vif, Burggasse Nr. 17. Telephon 32-3-80 Dr. Jodlbauer (Bayerische Volkspartei): ״Ich möchte die Ausführungen des Herrn Bürgermeisters Dr. Kiifner mit Nachdruck unterstreichen. Ich halte es schon im Interesse der Stadt für in höchstem Grade bedenklich, daß, wenn hoi einer Submission ein jüdisch anklingendcr ■Name auftaucht, dies sofort eine Antisemitendebatte auslöst oder daß zum wenigsten unschöne Anspielungen und hämische Bernerkungen gemacht werden. Das geht aber meines Erachtens nicht an. Der Jude ist ebensogut unser Mitbürger wie der Christ. (Stadtrat Fiehler: Leider!) ■Das mag Ihre private Ansicht sein, das ändert aber nichts an der in der Rehgionsfreihet begründeten Tatsache. Ich sehe auch gar keinen Grund ein. den israelitischen Mitbürger niedriger zu werten als den christlichen. Ich kenne viele Israeliten, die ich in sittlicher Beziehung und hinsichtlich ihrer Geschäftsmoral höher einschätze als manchen Christen. Stadtrat Fiehler versuchte seinen Standpunkt noch einmal zur Geltung zu bringen. Dies gab dem zweiten Bürgermeister Dr. Kiifner Anlaß zu einer Bemerkung grundsätzlicher Art. Er sagte: ״Solche Debatten haben nach meiner Auffassung gar keinen Sinn, sondern schaden uns wirtschaftlich. Ich meine, es ist ganz gut. wenn hier einmal zum Ausdruck gebracht wird, daß diese Stellungnahme gegenüber den Juden die Auffassung einer bestimmten einzelnen Gruppe hier ist; mit der die übrigen Fraktionen des Stadtrates nicht einverstanden sind .... Wenn man die deutschen Staatsbürger nach dem Charakter auftiehmen und nicht aufnehmen wollte, wäre ich begierig, was dabei herauskäme.“ Professor Fosdick befürchtet eine der düstersten Tragödien der jüdischen Geschichte. (JTA.) Der in Amerika berühmte Baptistenprediger Prof. H. ■E. Fosdick, Professor für praktische Theologie an dem Union Theological Seminary, hielt aus Anlaß der jährlichen Eröffnungsfeier des Seminars eine Ansprache an die Zöglinge und sagte, er hege die Befürchtung, daß der Zionismus in seiner extremen Form zu einer Tragödie führen werde. Er habe in diesem Jahre mehrere Monate in Palästina geweilt und den zionistischen Aufbau im Heiligen Lande studiert. Er hege die höchste Bewunderung für diese Arbeit, es seien aber große wirtschaftliche Schwierigkeiten zu erwarten, und besonders schlage die Bewegung eine gefährliche politische Richtung ein. Nur eine gemäßigte Form des Zionismus hätte Aussicht auf Erfolg. Es ,bestehe aber die Gefahr, daß der Zionismus in das Fahrwasser der Extremisten gerät. Geschieht das, daun befürchte er, Prof. Fosdick, daß sich eine der düstersten Tragödien der jüdischen Geschichte abspielen wird. Das zionistische Experiment hängt von den großen Fonds, zu denen die Juden in allen ■Ländern und insbesondere in Amerika beitragen, ab. Demnach würden jährlich Millionen Dollars aus den Vereinigten Staaten nach Palästina fließen müssen. Ich bewundere den Mut, mit welchem die zionistischen Führer diesen Tatsachen ins Auge blicken. Sie vertrauen auf die ׳Energie und Beharrlichkeit der jiidisehen ■Rasse. Inzwischen aber hängt alles von den Beitragslcistungen der Juden ■des Auslandes ab. Die Zionisten vergessen, daß der Zionismus, der für die Juden eine ideale Bewegung bedeutet, den Arabern wie ein Räuber vorkommt. ׳Die Bewegung flößt den Juden Vertrauen ein und macht sic aggressiv, der Araber hingegen wird besorgt und zornig. Nationalismus, nicht Religion, ist der herrsehende Faktor in der zionistischen Bewegung. ■Dr. J. L. Magncs, ■der Leiter der hebräischen Universität, ist einer jener gemäßigten Führer, die den Einfluß der extremen Nationalisten zu bekämpfen versuchen. Nur wenn der Zionismus in der Linie von Dr. Magncs und seiner Genossen geführt werden würde, könne auf einen Erfolg gerechnet werden, da diese Zionisten eine erzieherische und kulturelle Renaissance erstreben und sich nicht von politischem Ehrgeiz leiten lassen, in einem Gespräch mit dem ITA-Vertreter nahm Dr. Stephen S. Wisc auf die Ansprache von Prof. Fosdick Bezug ■und sagte: Die Eindrücke von Dr. Fosdick stammen aus der Zeit des Beginns der wirtschaftlichen Depression. Die Krisis spielte sich aber nur in den Städten ab, die landwirtschaftlichen Siedlungen haben eine Ent- Wicklung sowohl im Hinblick auf räumliche Ausdehnung als auch auf Selbständigkeit und Unabhängigkeit genommen. Noch kann man die Unterstützungen von außen für das Gesamtwerk nicht entbehren, allein die Zukunft wird erweisen, ■daß das Land aus eigenen!Energien sich wird erhalten können. Zahlreiche Industrien im Lande haben bereits befriedigende Einnahmen zu verzeichnen. Die Judenschaft Amerikas wird das Werk solange unterstützen, bis die jüdische Gemeinschaft in Palästina sich soweit entwickelt haben wird, daß sic in jeder ■Beziehung den Aufbau allein wird fortführen können. Dieser ■Zeitpunkt ist nicht allzu fern. Die Befürchtungen, die Dr. Fosdick hinsichtlich des politischen oder — wie er sagt — ehauvinistisehen Charakters der Bewegung hegt, sind schwer zu begreifen. In jeder Bewegung sind Extremisten vorhanden. Die zionistischen Extremisten bilden innerhalb der Organisation nur eine kleine Minderheit, in der Exekutive sind sie nicht vertreten. Die Furcht, daß die Bewegung unter ihren Einfluß geraten könnte, ist gänzlich unbegründet. Die Be- Ziehungen zwischen Juden und Arabern sind gegenwärtig freundschaftlicher Natur. Das kann auch gar nicht anders sein, wenn man bedenkt, daß die jüdische Arbeit in Palästina den Lebensstandard der Araber sehr gehoben hat. Galanterie- und Kurzwaren-Engroshandlung ■in Bratislava, sucht Lehrling aus frommem Hause. Zuschriften an Postfach 293 in Bratislava. Perfekte Köchin von streng orthodoxem Hause, zum sofortigen Eintritt gesucht. Nur vollkommene Köchinnen, die schon längere Praxis haben, mögen ihre Offerte nebst Angabe des Alters, Gehaltsansprüche und Namhaftmachung von Referenzen an die Bratislavaer Verwaltung dieses Blattes unter Chiffre ״Gute Behandlung“ richten. |®1 Nachrichten. ן@ Die bevorstehenden Kultuswahien in Baden. Aus Baden bei Wien wird uns geschrieben: Nachdem die vor zwei Jahren stattgefundenen Kultuswahlen über Protest der Wirtschaftspartei annulliert wurden, werden im Juli die Neuwahlen der gesamten Gemeinderepräsentanz stattfinden. Den Auftakt hiezu bildete eine am Sonntag den 12. d. im Sitzungssaale der Kultusgemeinde stattgefundene massenhaft besuchte Wählerversammlung, in welcher das gewesene Vorstandsmitglied Herr David Daniel der Ver- Sammlung mitteilte, daß durch die fortwährende Hetze der im gegnerischen Lager stehenden Wirtschaftspartei eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft gegen den derzeitigen Vorstand gemacht wurde, in welcher Vorstandsmitglieder beschuldigt wurden, Gemeindegelder nicht korrekt verwaltet und sich sogar bereichert zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat nach Ucberprtifung der ■Bücher durch einen gerichtlichen Buchsachverständigen die Untersuchung eingestellt und sind die Vorstandsmitglieder dadurch rchabilitiert. Die Versammlung nahm diese Mitteilung mit großer!Entrüstung entgegen. Gemeinderat Hugo L e i t n e r nahm in längerer ■Rede Stellung gegen den Wiirtschaftsverein, welcher kein Programm hat und lediglich die Leute in Baden verhetze. Es sei traurig, daß es Juden erster und zweiter Kategorie in Baden gebe, daß man die Ostjuden, die durch den Krieg aus ihrer Heimat vertriebeii wurden, seitens der Wlrtschaftspartei als Glaubensbrtider nicht anerkennen wolle. Der Vorsitzende, Redakteur A. Weiß, wandte sich in scharfer Weise gegen die den Vor- Standsmitgliedern zugefügte Beleidigung durch die an die Staatsanwaltschaft gemachte Anzeige und forderte als Ehrenpflicht der Versammlung, den in so schwerer Weise angegriffenen Vorstandsmitgliedern das vollste Vertrauen auszusprechen. Zum Schlüsse wurde eine Resolution, in welcher das Vorgehen der Wirtschaftspartei auf das schärfste verurteilt und den• Vorstandsmitgliedern Präsidenten Alexander Braun, David Daniel, Ch. Ingwer und David Schey das־ vollste Vertrauen der Versammlung einstimmig auszusprechen, unter tosendem Beifall votiert. Nach längerer Debatte wurde den Vorstandsmitgliedern der Auftrag erteilt, gegen die Verleumder gerichtlich vorzugehen. Um halb 9 Uhr abends wurde die imposante und würdig verlaufene Versammlung geschlossen. Unbfugtes Spendeneinsammeln. Ein sich als taubstumm ausgehender Bursche versucht für das Jüdische Waisenhaus, Baden, Spenden cinzusammeln. Die Verwaltung des Waisenhauses weist darauf hin, daß nur mit Legitimation versehene Herren berechtigt sind. Gelder in Empfang zu nehmen und bittet, bei An treffen dieses Burschen, selben der Polizei zu übergeben. Wien. In dem vor einigen 'Pagen im besten Mannesalter verblichenen Herrn S a I 0 m 0 n K 0 r 11 b 1 u m ז צ ״ל verliert die Wiener Judenschaft einen ihrer besten Männer. Einer vornehmen Krakauer Faimlie entstammend, war er schon in seiner Heimatsgemeinde bekannt als frommer Talmudgelehrtcr יהודי, der mit besonderer Liebe לימוד התורה Pflegte. ■Hier in Wien, wohin er als Kriegsflüchtling kam, erwarb er sich durch seine tiefe Frömmigkeit, seiner Hilfsbereitschaft nur Freunde und war im neunten Bezirk der Zentralpunkt aller jüdischen Bestrebungen. Mit besonderer Liebe förderte er die Talmud-Thora: Thoras Chajim im neunten Bezirk, au deren Gründung er großen Anteil nahm. Trotz des Freitag Nachmittag gab ihm eine große Anzahl von Freunden das letzte Geleite. Die Herren Rabbiner Benedikt und H 0 r 0 w i t z würdigten in warmen Worten die Verdienste des Verblichenen. .חנצ״בה (STATT KARTEN) M. U. Dr. Salomon Lieben und Frau Dr. Zippora, geb. Schiffer, zeigen die בר מצוה ihres Sohnes Ernst Joachim an, welche am ש״ק 0׳ פנחס s. G. w. stattfindet. Prag. V., Bilkova 3. Kedaktion und Administration der ״Jüdischen Presse" in Bratislava beglückwünschen ihren bewährten Mitarbeiter Herrn Alfred Rosenbaum in Bratislava zu seiner Verlobung mit Frl. Klara Rubinsfein in Sighetul Marmatiei. Emamiel Holländer und Frau Lilly geb. Kohlmann, Wien danken herzlichst fiir die zahlreichen, ihnen aus Anlaß ihrer Vermählung erwiesenen freundlichen Aufmerksamkeiten. Meinem Freunde Michael Halberstamm gratuliere ich herzliehst zu seiner Vermählung mit Frl. Berta Korn und wünsche ihnen eine glückliche Zukunft. A. Jeruchem. בי־כת מדט אנחנו מישיטים לידידנו החביב והמושלם בכל מר יוסף פרידמן־אנטוורפן לרגל הכניסו את בני הראשון בבריתו של א״א ע״ה ולידידנו היקר באדם אגודתי נלחב מר צבי רוטנברג־אגטוורפן להולדה של כתו הבכירה תחי". תזכו לרוות מהם רוב נחת ושלוה כל ימי חייכם עלי חלד ותצליחו לגדלם על ברכי היהדות הנאמנת. כאות ידידכם לנצח הרב דר. יואל פאלאק־וינא _שבתי תלוי שיינפלד־וינא ישיבה "ע "ן חיים" בעיר מ ו נ ט ר ע* שווייץ bittet alle Freunde der Thora, der neugegrtindeten Jesehiba in Montreux ספרים hauptsächlich ספרי פוסמיין׳ שי״ת ומוסר spenden zu wollen. Freundliche Spenden sind an die Adresse: Jesehiba, Montreux, Schweiz oder Aaron Rabbinowitz, Wien, XX., Rauscherstraße 4, zu richten.!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.