Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 13 (1927)
- Issue
- 27 (8.7.1927)
- Date
- 1927-07-08
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27 JÜDISCHE PRESSE Seite 1S1 g Tschechoslowakei [ Die Kommunalwahlen in der Slowakei. .im Herbst, wahrscheinlich noch im •September, sollen auf dem ganzen Gebiete der tschechoslowakischen Repttblik Stadt- und Gauwahlen stattfinden. ׳Die einzelnen Parteien treffen •bereits umfassende Vorbereitungen, trm ihren politischen Anschauungen •in den Stadt- und Gauparlameuteil die entsprechende Vertretung zu sichern. Auch an uns Juden tritt diese Aufgabe heran und auch ,bei uns werden Verhandlungen gepflogen, um unter den Gesinnungsgenossen ein einheitliches Vorgehen herbeizuführen, wie es den wahren Interessen der Juden und des Judentums angemessen ist. Selbstverständlich machen im Zusammenhang mit den •bevorstehenden Wahlen auch die Zionisten und jiidisehen ״Nationalisten“ wieder von sich reden. S e ch s u 11 ddreißig ihrer!Mannen versammelten sich am 16. Juni in einem :Hotel zu Piestany, nannten sich ,,Delegiertentag der Jüdischen Partei“, hörten abermals ׳die tausendfach bekannten zionistischen politischen Parolen zu ,.Referaten“ zusammetigefaßl au. •׳haderten!miteinander wegen Besetzung der Vorstaudsstellen, schimpften auf die Orthodoxie und faßten zum guten!Ende einige!Beschlüsse nicht etwa in ihrem eigenen Namen, sondern im Namen •aller Juden in der Slowakei lind Podkarpatska Kus und nicht etwa zu ihrem eigenen Vorteil, sondern ausschließlich, um das ganze Judentum des großen Glückes teilhaftig werden zu lassen, sie und ihre nationalistische 11׳ G e s i 11- II ii'i! g s׳f r e u 11 d e in die Munizipieii wählen zu dürfen. ■Die zionistischen Herren Advokaten schienen aber diesmal von allen guten Geistern verlassen zu sein. Demi sic!hüllten sich!in dieser Versammlung nicht mehr — wie bisher immer — in einen Nebel von allgemeinen Redensarten, deren politische Bedeutung und Tragweite nur dem Politiker bekannt ist, sondern entblößten;ihre wahren Absichten und Tendenzen so nackt und ungeschminkt, daß man ihnen dafür aufrichtig dankbar sein!müßte. •Wir sind von jeher für Aufrichtigkeit und Offenheit im politischen Kampf eingetreten und konstatieren •mit Genugtuung, daß die Beschlüsse, die von der zionistischen Versammlung in Piestany gefaßt wurden, vollkommen ausreichen, um auch den ־politischen!Laien das Ziel deutlich erkennen zu lassen, dem die Zionisten das Judentum unseres Landes ׳zuführen wollen.!Bei den Stadt- und Gauwahlen wird ■ein jeder gewissenhafte!jüdische Wähler •n umnäh r :nur zu prüfen haben, ob er in diesem Ziele das ׳Heil und •das Wohl des •Staates und des Judentums erblicken ׳könne und dementsprechend mit seiner Stimmenabgabe entscheiden. Mit dem offenen und unzweideutigen Bekenntnis ,zum zianistischen N a t i ou a 1 i s m u s, zur nationalistischen■ ״•M i!1d e r 11 e i t s p 0 1 i t i k“ oder zur ״•j ü d i s c 11 - n a t i o* u a 1 e 11 G a 1 u 111 p o 1 i t i k“, das die Piestanyer Ver- Sammlung ausgesprochen hat, wollten die Herren Advokateii, die sich angesichts der •bevorstehenden Wahlen wieder einmal!ihres Judentums erinnerten, offenbar sagen, daß sie!11 i c ■111 mehr a 11 ׳f Grund des P r 0 g r a m- III es auf eine W a 111 in d i e S t a dt- und G a uv e r t r e t u 11 gen 1־ e f 1 e k t i e r e n, das i 11 neu bei der erste 11 Wahl i ■m Jahre 1 923 die v 011 1:11 11׳ e n i m 111 er 11 o c 111 u s 11 r p i o. r t e n >M a ti d a t e verschaffte. Es ist das gute •Recht eines jeden Menschen, sich •jederzeit zu dein Parteiprogramm ,zu bekennen, das er aus seiner allgemeinen politischen Anschaumig heraus allein für richtig halten!kann. Und wir klagen die Zionisten keineswegs dafür an, daß auch sie jetzt von diesem Rechte Gebrauch machen wollen und ein Programm au-fstellen, das ihrer innersten Gesinnung entspricht. Die Zionisten ,ziehen allerdings damit eine scharfe Scheidewand zwischen sich und dem ,ganzen übrigen Judentum unseres •Landes. Denn dieses wird auch ׳,weiter bei dem aus reiflichen Erwägungen hervorgegatigenen ursprünglichen Wahlprogramm der ״Jüdischen Partei“ •beharren und nicht aufhören, ,jede Geltendtn a e 11׳ u 11 g!von 11 a t i 0 11 •a 1׳ i s t i s c 11 e 11 1B e s t r ebange 11 und die Betonung einer e i!11 g e b i td e t e 11!j ii d i s c :11 e ״ 11׳M ii 11 d e r 11 e i t s 11׳ a t i 0 11 a 1 i t ä t“ aus unserem politischen :Leben f e r 11 z uhalte 11, wie dies ja auch die Herren :zionistischen Mandatare für richtig befanden, als man i׳m Jahre 1923 in einer einheitlichen Partei mit einheitlichen Listen zur Wahl schritt. Wir haben Verständnis für die ׳Gefühle, aus welchen heraus die Zionisten jetzt, da wir wieder vor Wahlen stehen, sich bemüßigt sehen, ■mit der Wahrheit ■herausznrücken und sich mit einem neuen •Programm ׳zur Wiederwähl anzubieten, das sie nicht mehr!nötigt, den Grund- Sätzen der!zionistischen ״Galuthpolitik“ einem Stadtverordnetenmandat zuliebe untreu zu werden. So werden denn die Zionisten bei der nächsten Wahl auch nicht mehr gemeinsam mit den anderen Juden, sondern — wie sie es schon bei den letzten Parlamentswahlen versucht!haben — gesondert für sich eine eigene Partei bilden. Während sie aber bei den Parlamentswahlen ihren •Zionismus und Nationalismus noch ein wenig zu verdunkeln sich bemühten und den Anschein erwecken wollten, als ständen ihre besonderen!zionistischen politischen ׳Parteiiiiteressen nicht im Vordergründe ihres Strebens nach Mandaten, werden sie sich •jetzt nach den Beschlüssen von Piestany mit einem e x t r e •m zionistischen, sie auf die Betonung der nationalistischen Minder- 11 c i t s f 0 r d e r 1111 ׳ g c 11 verpflichtenden eigenen W a 111 p r o g 1־ a 111 m um die Stimmen der jüdischen Wähler bewerben müssen. Wir sind Gegner dieses Programmes und sehen in ihm eine Umkehrung alles dessen, was bisher als Judentum galt. Wir stehen jedoch nicht an, einzuräumen. daß dieses Verhalten der Zionisten, dieser offene Gegensatz zu den politischen Anschauungen aller nicht auf den Zionismus eiugeschworeiien Juden viel ehrlieber und mit der politischen Moral mehr vereinbar ist. als die politische Demagogie, die von ihnen bisher getrieben wurde. U 11 e 11 r I i c 11 im höchsten. Grade und 111 i t d e 111 politischen A 11 s t a n d 11 11 v e r c i n b a r erscheint es freilich immer noch, daß sie an den •Namen der .,Jiidisehen Partei“ sich!klammern, obwohl sie das Programm offen verleugnen mit •dem diese Partei als Wahlvereinigung aller Juden in der Slowakei zum erstenmal im Jahre 1923 auf den Plan trat. Es liegt uns an diesem •Namen nicht viel. Das alte jüdische Programm der Partei wird sich auch unter anderem Namen Geltung verschaffen, und wir werden dafür Sorge tragen, daß ,bei den kommenden Wahlen die ׳jüdischen Wähler durch den Mißbrauch m i t de m N a 111 e 11 der •früheren allgemein j ii d i s c 11 c 11 und jede nationalistische jüdische Politik a u s d r ii c k I i c 11 a b 1 e 1111 e n d e 11 Wahlpartei der Juden nicht irregeführt werden. Es wird indessen gut sein, an der Hand der Programme jetzt schon ■zu zeigen, welchen Frevel es bedeutet, wenn die zionistische Versammlung in Piestany sich für berechtigt hielt, ihr eigenes z i o n istisches ־politisches Programm schlechterdings als Programm der ,.Jüdischen Partei“ zu deklarieren. (. Programm der ״Jüdischen Partei“ für die Kommunalwählen bei ihrer Gründung am 27. August 1923: 1. Pflege des interkonfessionellen Friedens und strikteste Neutralität gegenüber den politischen Parteien. 2. Unterstützung alles dessen, was die vollständige Konsolidierung im Staate fördert. Verhütung und Verhinderung dessen, was die gesetzlich gewährleistete Gleichberechtigung der Juden auf irgend eine Weise zu beeinträchtigen imstande wäre. 3. Absolute Ausschaltung aller i 1111 c r j ii d i s c h e n Parteitendenzen (Z i 0n i s m u s. Nationalismus, •Beton u n g der •M i 11 0 r i t ä t s r e c h t e u. dgl.) Auf Grund dieses Programmes allein wurden im Jal!rc 1923 fast in allen Orten der Slowakei und Podkarpatskä Rus Juden als Stadt- und Gauvertreter gewählt und alle diese Stadtverordneten — sofern sie ihre ■Aemter nicht ■niedergeiegt haben — sind auch :11 e u t c n 0 c h ausschließlich auf dieses Programm verpflichtet. Ganz in diesem Sinuc hat aus!Anlaß der Paria m ents'wa di ■1 e 11 im Jahre 1 925 die ״Jüdische Wirtschaftspartei“ — ,im Gegensatz zu den Zionisten, die schon damals die ״Jiidisehe Partei“!mit verändertem Programm für sich in Anspmeh nahmen — ihr Programm •aufgestellt: II. Programm der ״Jüdischen Wirtschaftspartei“ bei ihrer Gründung am 19. Oktober 1925: Wahrung der verfassungsmäßig gewährleisteten G 1 e i c h b c r e c h t i g u 11 g der jüdischen Bürger auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens. Besondere Pflege der wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Interessen aller jüdischen Gescllschaftsschichten. Rechtsschutz des einzelnen in konkreten Fällen. Wahrung der re 1 •i g i ö s e n Gewissensf r e i h c i t und der freien religiösen Betätigung. Wahrung der Autonomie der jüdischen Gemeinde 11 auf allen Gebieten. .A b 1 e h 11 u 11 g a 1 l׳e r ׳j ii d ■i s c h n a t i 0 n a 1 istischen M i 11 d e r 11 e i t s f 0 r d e r u n g e n p 0 1 ischer Natur und das Streben nach friedlichem Zusammenleben mit der gesamten Bevölkerung.!Demgegenüber betrachte man die Piestanyer Be- Schlüsse, ■die jetzt für alle Mandatare, die unter dem Namen der ״Jüdischen Partei“ kandidieren, bindend sein werden: MI. Programm der ״Jüdischen Partei“ nach den Resolutionen am Piestanyer Delegiertentag vom 16. Juni 1927: ■Die ״Jüdische Partei“ steht unentwegt auf dem Boden des tschechoslowakischen Staates und dessen Verfassungsgesetzes und wird eine selbständige unabhängige Politik befolgen und achtet auf die vollkommene und faktische Gleichberechtigung der Juden in der Republik. Sie erstrebt die Förderung der nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Judentums. 1Die ״Jüdische Partei“ klärt sowohl die jüdische als auch die nichtjiidische Oeffentlichkeit dahin auf, daß die Juden kein Werkzeug, daher auch kein Zank- Objekt welcher politischen Partei ■immer sind, sondern eine reine, offene, selbständige jüdische, von demokratischem Geiste getragene Politik führen.., Die ״Jüdische Partei“ erstrebt, in allen repräsentativen, politischen und administrativen ,Körperschaften entsprechend vertreten zu sein, stellt daher bei allen Wahlen, wie Gemeinde-, Bezirks-, Gau-, Landtags-, Parlaments- und Senatswahlen, eigene Kandidaten auf... Die neuge.wählte Leitung wird beauftragt..., beim 'Zentralvollzugsausschuß der ״Jüdischen Partei“ in der Tschechoslowakei zu veranlassen, unsere n at i o 11 a 1 t 11. religiösen und k u 71 t u rie 11 e ti Forderungen als nationale Minorität im Lande zu betonen... Der Dclegiertentag billigt die durch die ״J ii d i s c h e V 0 1 k s z e it 1111 g“ propagierte Politik des kompromißlosen, ehrlichen Bekenntnisses zum jüdischen Volke mit allen aus diesem Bekenntuisse sich logisch ergebenden Konsequenzen eine r j ii d i s c 11 n a t i 0 11 a 1 e n Galuthpoliti k. Auf Grund dieser Programme werden die jüdischen Wähler ihre Entschlüsse fassen müssen. Möslich, daß die :Beratungen, die den Waiden vomigehen werden, das gesamte Judentum in der Slowakei und Podkarpatska Rus geeint finden werden!in der Erkenntnis von der Not- Wendigkeit einer einhelligen A b 1 e 1111 u 11 g aller z i o n i s t i s c;11 c 11׳ V c r s 11 c 11 e, das bisherige J u d c 11111 m z 11 einer politische 11 ״M i 11 d c r-!1 e i? s 1׳ a t i 0 n a 1 i t ä t“ 11 m z 11 w;1 11 d c 111■ Civis Judaeus. Konstituierung des neologen Gemeimlebundes. Die am ' 29. Juni im Spiegclsaale des Primatialgebäiidcs in Bratislava stattgefundenc konstituierende Versammlung des vor kurzem legalisierten Bundes der Neologen und Status-quoantc-Gcmeiiiden in der Slowakei war überaus gut besucht. Es waren au ihr 29 Gemeinden mit 79 Delegierten vertreten. Die Versammlung nahm — wie nicht anders zu erwarten war — zeitweise einen ungemein stürmischen Verlauf, docli endete sic harmonisch, wenn auch nicht zur vollen Zufriedenheit aller Teilnehmer. Den Vorsitz führte der Präses der Kosiccr Neologengeuicindc Dr. M o 1 n ä r. Nach längerer, sehr lebhafter Debatte wurde die vielumstrittenc Frage des S c 11111 c h a 11 A r u c 11 als Basis einer Organisation von Gemeinden, deren Institutionen und fiihrende Männer nichts weniger als den Anforderungen des Sclmlchati Anteil entsprechen, im Kompromißwege dahin gelöst, daß der Schuichan Arucii den Gemeinden zwar zwangsweise als Basis im Statut aufgenötigt, von einer zwangsweisen D 11 r c h f ii h r 1111 g der Bestimmungen des Schuichan Arucii im Gemeindeleben aber a b g e s e 11 e n wird. Advokat Dr. R o s c ti f e 1 d aus Trnava fordert im Namen mehrerer Rabbiner und Gcmeiudcvcrtreter vergebens, den Schuichan Arueli-Paragraphen im Statut ernst zu nehmen und von den allgeschlossenen Gemeinden im Sinne dieses Paragraphen unter Festsetzung eines Termius die Entfernung• der Orgel und Anpassung aller auderen Gcmeindeciiirichtungen an die Bestimmungen des Schuichan Arucii zu verlangen. ׳Ihm traten besonders Rabbiner Dr. Samuel Klein (Neologe) aus Nove Zaralcv und Rabbiner Dr. E111. Enten (Neologc) aus Kosice entgegen. Ersterer ist gegen •jede Oktroyicrung von religiösen Vorschriften auf die Gemeinden und empfiehlt, sowohl die Abschaffung der Orgel als auch die anderen Forderungen Dr. RosCnfelds der späteren Entwicklung bis zur freiwilligen Umkehr der Geister zu überlassen, während letzterer prinzipiell gegen eine Wiedereinsetzung, des Schuichan Arucii in die Neologen-Gemeinden ist. Schließlich macht sich die Versammlung den tolerierenden Standpunkt Dr. Kleins zu eigen. Immerhin wird die aus beiden!Extremen zusammengesetzte Rabbincrkommission beauftragt, ohne Tcrminsctzung zunächst fcstzustellen, welche Institutionen in den Gemeinden änderungsbediirftig seien. Vorläufig soll aber alles beim alten bleiben, sofern die Gemeinden nicht mit eigener Einsicht oder auf gütliches Zureden des Bundespräsidiums die Anpassung an den Schuichan Aruch beschließen. Dr. Viktor S t e i 11 verbürgt sicli dafür, daß die Orgel im Preßburger Neologentempel nicht mehr spielen werde. Die Wahl ergiebt folgendes Resultat: Präses: Dr. Viktor Stein-Bratislava (Neologe); Vize- Präses: Dr. Eugen G111 h-Nove Zamky (Neologe) und Oberrabbiner M. S t c i 11-Trnava (Status-quo); Ausschuß; Josef Fischer und Josef Herzog aus Bratislava, Dr. Eugen Molnar und Dr. A. Zahler aus Kosice, Dr. F. Oppenheim aus Lucenec, Eug. Fried aus Komarno, Jul. Meszäros aus Nove Mesto n. V., Dr. J. Spierer aus Zilina, Dr. A. Weisz aus Trencin, Dr. Jos. Abraham aus Levoca, Dr. K. Tandlich aus B. Bystrica, A. Stark aus L. Sv. Mikulas, Dr. J. Biheller aus Rosenberg, Dr. A. Rosenfeld aus Tyrnau, Dr. E. Zahler aus Presov und Dr. M. Jellinek ־־־'* /ז ־“ . T^.. kany, Dr. Denesch aus Illava, B. Hell ans B. Bystrica, A. Fischer aus T. Sv. Martin, Mittclman aus D. Kubin; R a b •b i n e r ׳k 0 m m i s s i 0 u: die Oberrabbincr: M. Stein- Trnava (Status-quo), Jak. Liebermami-Levice (Status-quo), Dr. F. Löwy-S'kalica (Status-quo), Dr. S. Klein-Nove Zamky (Neologe), Dr. •D. Klein-Presov (Neologe), M. Eokstein-Kosice (Status-quo), Dr. A. Weißkopf-Ruzomberok (Neologc), Dr. A. Schötifeld-B. Bystrica (Neologe, Dr. Em. Enten-Kosice (Neologe), J. Großmann-Sahy (Status-quo); Ersatzmitglieder: Dr. S. Funk-Bratislava (Neologe), Reichhard-Kremnica, A. Kraus-Iglo (Status-quo), M. Krausz- Komarno (Neologe). Mehrere Gewählte behalten sich Ent- Schlüsse über Annahme der Wahl vor. Der Präses wird von einigen Delegierten in begeisterten Reden gefeiert. Die anderen Punkte der Tagesordnung werden mit Ucber- Weisung an den Vorstand erledigt. Bezüglich des Gesuches in Angelegenheit des orthodoxen Spitalhauses in Bratislava schlägt -Präses Dr. Stein vor, daß Neologen- und Statutsquo-Gemeinden Beiträge für diesen Zweck nur nach Zu- Stimmung und durch Vermittlung des Gemeindebundes bewilligt werden sollen. Nach einigen Schlußreden wird die erste Tagung der reorganisierten Neologen- und Status-quo- Gemeinden in der Slowakei in friedlichem Einvernehmen Iler Beteiligten geschlossen. Familienfest in Bratislava. Unter außergewöhnlich arker Beteiligung aller jüdischen Kreise von Bratislava ud Umgebung wurde am 30. Siwan die Vermählung des errn Emanuel Holländer aus Szombathely mit Frau-!in Lilly Kohl manu, Tochter des Herrn Lazar Kohllann, gefeiert. Viele Freunde der allbekannten Familie ohlmann ergriffen gern die -Gelegenheit, um den ׳Biaut- Itern ihre Sympathie und ihre guten Wünsche zum Ausruck za bringen und an ihrer Freude aus vollem Herzen ntcil zu nehmen. Besonders zahlreich waren die Agui s t e n bei der Hochzeitsfeier vertreten. Steht doch die amilie Kohlmann seit Anbeginn im Mittelpunkt des Aguda-!bens in Preßburg. Die Braut war bis zu ihrem Hocheitstage Vizepräsidentin der Aguda-Mädchengruppe, wie ie Brautmutter Vizepräsidentin der Fraüengruppe ist. Die rauiing vollzogen ihre Ehrw. die Herren Oberrabbiner c h r e -i b e r-Bratislava und Webe r־Pie§tany und em!nkel der Braut, Herr M. K 0 h 1 m a 11 n-Csorna. Von seiten er Agudazentrale in Wien waren die Herren^ Rabbmei -r. K 0 h n und Dr. P 011 a k erschienen. Bei Tisch spraiien die Herren Oberrabbiner Schreibe r-Bratislava, iberrabbiner H1 r s c h 1 e r-Modra und Rabbiner Uns- 0 r'f e r-Bratislava und wünschten dem .Brautpaare G־ttes da•(!« für epinpn T.ehenswcsr *