Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1927-05-13 · 19 (13.5.1927) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
19 (13.5.1927)
Date
1927-05-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2629891-2630197-2630215--2621-2634523
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

8 entity mentions

Nr. 19 JÜDISCHE PRESSE Seite 137 Bollmger-Eiskasten י/ sind seit, 1870 die besten . Fabrik: %ien, XV., Staglgässe Nr* 16. Telephon 38-4*1$ X ׳ Filiale: VlI., Burggasse Ne 17. Telephon 32-3-80 doch umfassend und schließt doch die im Nachsatze besonders hervorgehobenen ״anderen“ auch ein. Nach talmudischer Hermenneutik muß man sich mit einer derartigen eine contradietio in adjecto enthaltenden Behauptung, da sie öffenbar meschubeschta ist, nicht befassen. Hören wir jedoch, was der weniger vorsichtige ״Hahed“ zu jenem rekriminierten Passus sagt. Er hält sich der Pflicht der Richtigstellung überhoben, er betont gar nicht den negativen Umstand, daß der Nationalfonds keine Bedingung bezüglich des Unterrichtes an der Universität gestellt hat, denn ״Hahed“ als Sprachrohr des Misrachi fühlt es vielleicht noch, daß eine solche Richtigstellung keine kleinere Schande gegen den K. K. enthält, als die beanständete Behauptung. Es wäre eben die elementarste Pflicht des Nationalfonds gewesen, die positive Bedingung zu stellen, daß an der Universität in Jerusalem keine Bibelkritik verkündet werde, damit die Welt nicht das tragische Schauspiel erlebe, wie das Volk der Bibel, im Lande der Bibel die Wahrheit und G־ttlichkeit der Bibel untergräbt. Dies fühlend, nur nicht ehrlich und offen eingestehend, schimpft und poltert ״Hahed“ nur über die lügenhafte Verunglimpfung des K. K. Und nur so nebenher bemerkt er, daß eigentlich nicht der K. K. den Baugrund für die Universität schenkte, sondern daß die Universität vielmehr den K, K. mit dem Grund beschenkte, den ursprünglich Goldberg erworben hatte. Diesen Umstand vermied hinwider das Hauptbureau neuerlich bekanntzugeben, denn es wollte keine Handlangerdienste dazu leisten, das in meinem Aufsatze unterstrichene, den K. K. bloßstellende Moment durch Richtigstellung einer das Wesen der betrübenden Tatsache nicht tangierenden Ungenauigkeit die Schuld des Na.tionalfonds noch zu erhärten. Denn einmal richtiggestellt, daß der K. K. den Grund nicht schenkte, sondern geschenkt bekam, liegt doch der Schluß sehr nahe, daß also der Nationalfonds nicht unter der Bedingung der an der Universität zu lehrenden Bibelkritik seinen Grund der Universität schenkte, sondern unter der bezeichneten blasphemischen Bedingung den Grund sich schenken ließ. Wenn diese Fassung dem K. K. genehmer ist, nun, so wollen wir ja gerne wahrheitsgetreu unseren Klageruf in dieser Form ausstoßen. Es heißt doch aber geradezu Vogel-Strauß-Politik treiben, wenn man, die Methode Harun-äl-Raschids nachahmend, der einen Derwisch köpfen ließ, weil er ihm prophezeite, daß alle seine Brüder zu seinen Lebzeiten noch sterben werden, den anderen hingegen auszeichnete, da er voraussagte, daß er länger leben werde als seine Brüder. Mit derartigen Mittelchen bei Besprechung einer Angelegenheit von so blutigem Ernst zu operieren, dünkt uns als unter der Würde einer Hauptzentrale einer Weltbewegung. So oder so, ob der K. K. der schenkende oder beschenkte Teil war, die Tatsache ist unwiderlegbar, der XIV. Zionistenkongreß nahm mit erdrückender Mehrheit die der ganzen gesetzestreuen Judenheit die Schamröte ins Gesicht treibende Resolution an, daß an der auf dem Skopusberge errichteten Universität Lehren gepredigt werden sollen und müssen, die den jüdischen G-tt entthronen, die jüdische Thora zum erbärmlichen Machwerke stempeln, wie sie Max Nordau in seinen konventionellen Lügen bezeichnet. Und nur unter dieser Bedingung, daß in den der Wissenschaft geweihten Hallen dieser Universität alle Heiligtümer Israels entweiht werden sollen und müssen, wurde der ganze Komplex der Universität dem K. K. grundbürgerlich übertragen. Wenn der Nationalfonds für die Alma mater Israels, für die Thora, nur einen zehnten Teil von der homogialen Ehrfurcht, der glühenden Begeisterung und der hingebungsvollen Liebe gefühlt hätte, die er der Alma mater der Universität gegenüber bekundete, so hätte er mit Entrüstung das Danaidengeschenk zurückgewiesen. Er hätte den mannhaften und jüdischen Makkabäermut aufgebracht und die Erklärung abgegeben: Der K. K. lehnt die Uebernahme des Grundes samt der auf ihm sich befindlichen und noch in Zukunft zu erbauenden Universitätsgebäude und Einrichtungen ent- - schieden ab, weil er es als Schmach und Schande be- 1 trachtet, Besitzer einer solchen Institution zu sein, die zum prunkvollen Mausoleum der Thora, der jüdischen Wahr•* heiten und der jüdischen g-ttgetragenen, von Jahrtausenden ן geheiligten Weltauffassung errichtet und ausgebaut werden ' soll. Der K. K. war aber weit entfernt, eine solche wahrhaft jüdische Sprache zu führen, er posaunt es sogar stolz und freudestrahlend in die Welt hinaus, daß auch die Uni- ן versität sich auf seinem ״erlösten“ Boden befindet. Und ׳; das geschieht noch dazu von der angeblich gesetzestreuen l Sektion des Nationalfonds, obschon Rabbi Amiel, ein Vorkämpfer des Zionismus, flammenden Protest gegen eine solche Verwendung der Universität einlegte und trotz der mustergültigen Stellungnahme der Gemeinde Utrecht, einer nicht antizionistischen Gemeinde, die sich über die mit Bibelkritik und einschlägigen Wissensfächern bedachte Universität dahin aussprach, daß dadurch das wahre Judentum mit seinem geschichtlichen, sittlichen, geistigen und sozialen Gehalte zertrümmert und ein neues, nach dem Geschmack eines Ed. Meyer, Klausner, Rabbiner Wise und! Chajes aufgebaut werden würde. So denken und urteilen Zionisten, die durchaus nicht im Verdachte des Fanatismus stehen, und angesichts solcher notorischen Tatsachen getraut sich die gesetzestreue Sektion um die weitgehendste Unterstützung des R. K. seitens der Orthodoxie anzuhalten. Ist das nicht die größte Tragikomödie, daß Männer, die sich gesetzestreu nennen, und es vielleicht in ihrem Einzelleben auch sind, für alle Vorstellungen und Wehklagen der unter der zionistischen Herrschaft aus tausend Wunden blutenden Religion blind und taub sind, wenn es sich um GesamtheitspÖlitik handelt. Sie glauben der jüdischen Lebensheiligung genug getan zu haben, wenn sie ihr Einzelleben mit jüdischem Lebensinhalt erfüllen, mit jüdischen Lebenswahrheiten durchdringen, daß diese aber im Gesamt- . leben weniger berücksichtigt werden müssen. Ich erlaube mir, ihnen aber die vor Raschi eingangs des W'ochenabschnittes קדושים zitierten denkwürdigen Worte in Erinnerung zu rufen. ״פרשה זו״ בהקהל נאמרה Dieser hochwichtige Abschnitt, der die ganze Ethik und Eigenartigkeit der Thora umfaßt, wurde der Gesamtheit verkündet, die jüdische, die g-ttliche Wahrheit kennt eben nicht und perhorresziert aufs entschiedenste jede Zweiteilung, jede Verdunkelung der absoluten Wahrheiten, nur wer mit dem jüdischen Heiligkeitsgedanken alle Lebensäußerungen der Individuen sowohl als diejenigen der Gesamtheit durchwebt, nur der hat seine jüdische Pflicht ergriffen und betätigt. Wer an die Lebenserscheinungen des Volkes einen anderen Maßstab anlegt, als an jene der Einzelnen ist ein Zwitterjude. Zu welchen Zwitterjuden nivelliert der Zionismus all jene Ges.etzestreuen, die, mit welchen Vorbehalten immer, aber doch im zionistischen Verbände verblieben sind. Und das ist eben die größte Gefahr, die uns seitens des Zionismus droht. Hätte sich ein verblendeter Teil der gesetzestreuen Juden dem Zionismus nicht angeschlossen, wäre ihm der Giftzahn schon längst benommen. 1 ioslicht Seit vielen Jahren das anerkannt beste נשמדדליכט Man achte auf die ges. gesell. Marke ״Hygien. Königslicht“ u. Name Schulz. Fabrik und Bureau: XIV., Braunhirschengasse 3 בשי Fleisch 11. Geflügel unter Aufsicht der עדת ישראל (Schiffschul). Selchwaren aus der Fabrik Oabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren בשר• : M. Bclt€rli11ff, Wien, IX., Liechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 11• 6-82. — Jede Bestellung ftird telephonisch ent* gegengenommen und sofort ins Haus zu gestellt. Er stünde in seiner nackten Wirklichkeit und abschreckenden Gestalt da, jeder wäre auf seiner Hut. Der Anschluß und das Ausharren der thoratreuen Elemente bilden die gefürchteten und gefährlichen Wolfsgräben im Notwehrkampf der Thora gegen den Zionismus und jeder, der diese besser oder minder gut maskierten Wolfsgräben mit Warnungstafeln versieht, verübt eine rettende Tat um die Gemeinschaft des thoratreuen Judentumes der ganzen Diaspora. Diesem Ziele dienten meine Ausführungen in der ״Blumenlese“, in dieser Erwartung schrieb ich die ״Dornenlese“. NACHRICHTEN. Talmud Thora-Volks- und Bürgerschule mit Oeffentlichkeitsrecht, Wien, II., Malzgasse 16. Die Schüler-Einschreibungen für das Schuljahr 1927- 1928 werden vom 15. Mai angefangen, täglich von 10 bis 12 Uhr in der Schulkanzlei vorgenommen. Dokumente: Geburtsschein, Heimatschein, Impfschein. Für Kinder, die am 16. September noch nicht sechs Jahre alt sind, es aber bis 15. Jänner 1927 sein werden, ist bis längstens 21. Mai das Gesuch um Altersnachsicht beim Stadtschulrate, Inspektionsbezirk, II., Karmelitergasse 9, einzubringen. Spätere Ansuchen werden ausnahmslos abgewiesen. Vortrag. Der vorige Woche angekündigte Vortrag des Herrn Artur Bogner über ״R. Akiba und seine Schule“ findet Sonntag, den 13. Ijar (15. Mai) um 8 Uhr abends in der Agudas Jisroel-Jugendgruppe, II., Floßgasse 1, statt. Die Vereinigung jüdischer Akademiker hält ihre ordentliche Generalversammlung am 16. Mai 1927 um 8 Uhr abends in ihrem Lokale, Im Werd 13, ab. Eröffnung der Ausstellung ״Wien und die Wiener“. (JTA.) Die Ausstellung ״Wien und die Wiener“, die im Wiener Messepalast untergebracht ist, wurde kürzlich durch den Bundespräsidenten Dr. Hainisch eröffnet. Die Vereinigung der Vertreter der jüdischen und der hebräisehen auswärtigen Presse war offiziell eingeladen worden: der Präsident dieser Vereinigung gehört dem Ehrenausschuß der Ausstellung an. In der Ausstellung selbst, die die tausendjährige Entwicklung Wiens veranschaulichen soll״ ist das Wiener Judentum wenig berücksichtigt. Einzig in der Gruppe der sozialen Fürsorge und in der Presseaus- Stellung ist das Judentum vertreten. Die Exposition der Zentralstelle für jüdische Jugendfürsorge erregt große Aufmerksamkeit und findet reiche Anerkennung. Armin Reif s. z. 1. Einer der besten Mitglieder der Wiener Neustädter israelitischen Kultusgemeinde, Herr Armin Reif, ist Samstag, den 5. Ijar eines plötzlichen Todes gestorben. Herr Armin Reif nahm am Gemeindeleben hervorragenden Anteil. Als einer der wenigen Talmudgelehrten in Wr.-Neustadt konzentrierte er seine Haupttätiigkeit auf die!Schaffung und Erhaltung einer Talmud Thora-Schule. Als Vorstand der Agudas Jisroel- Ortsgruppe entfaltete er ebenfalls eine ersprießliche Tätigkeit und war ein fleißiger Teilnehmer des Gemoro- Schiur, der von der dortigen Ortsgruppe täglich gelernt wurde. Er sollte noch als Delegierter von Wr.-1Neustadt an der Keren Hathora-Konferenz in Oesterreich, die Sonntag stattfand, teilnehmen. Sein plötzlicher Tod hat in allen 'Kreisen der Wr.-Neustädter!Bevölkerung und über die Grenzen der Stadtgemeinde hinaus aufrichtige und tiefe Teilnahme erweckt. Die sterblichen Reste dieses vortrefflichen Mannes wurden nach seiner Heimatgemeinde’ Preßburg überführt. Herr Oberrabbiner Heinrich Weiß, Selbstmordversuch der: Achtzehnjährigen machte, hat diskret Namen und Religionsbekenntnis der betroffenen Familie verschwiegen. Wir •haben auch keine Neigung, indiskrete Nachforschungen hierüber anzustellen. Aber wo ist die Zeit, wo man auch den bloßen Gedanken, daß sich derlei in einer jüdischen Familie abspielen könnte, mit Entrüstung zurückweisen durfte? Wie anerkannt und gerühmt — auch in den Kreisen Andersgläubiger — war einst die Keuschheit der Jüdinnen, wie galt die Heiligkeit der Ehe bei den Juden als selbstverständlich; wie sprichwörtlich war die Ehrfurcht, die jüdische Töchter und Söhne ihren Eltern entgegenbrachten! Es gab wohl auch Ausnahmen, aber sie waren vereinzelt. Kann man das auch heute noch behaupten? Mit tiefer Betrübnis und schwerer Sorge um die Zukunft muß jeden religiösen Juden die Wahrnehmung erfüllen, daß selbst in Familien, die mit Treue an der Religion der Väter hängen, die heranwachsende Jugend, die Sohne und die Töchter, um mit der Mode zu gehep, um dem Zeitgeist Rechnung zu tragpn, mancher geheiligten Tradition den Rücken kehren. Es ist wahr, nicht immer decken sich völlig Sitte und Sittlichkeit, aber die unzüchtigen Tänze, die Auswüchse der modernen Frauenmode werden keinen Zweifel darüber aufkommen lassen, daß was hier hoch die Sitte gestattet, die Sittlichkeit nach jüdischen Begriffen verletzt. Eine jüdische Mutter in unseren Tagen sollte sich von ihren Töchtern, auch wenn diese ihr durch die in Instituten erworbene reichere Bildung vielleicht überlegen sind, keineswegs darüber belehren lassen, was Keuschheit und Sittlichkeit fordern. Da haben diese Mütter bessere Belehrung von ihren Müttern erhalten, die in einer von Thorageist erfüllten Atmosphäre aufgewachsen waren und den höchsten Schmuck des Weibes — der darum nicht die1 schöne äußere Hülle ausschloß — in frommen Sinn lind reiner Tugend erkannten. Diese Frauen kannten zwar nicht jeden neu erschienenen pikanten Roman, aber ihnen waren die Lehren unserer Religion, die das dauernde Glück zu begründen vermögen, innig vertraut. Sie waren zu ihrem und ihrer Eltern Wohl durchdrungen von der beseligenden Gewißheit, daß die Erfüllung des Gebotes ״Ehre Vater und Mutter“ unsägliche Freuden in sich schließe, auch wenn die heilige Schrift nicht an dieses Gebot die Verheißung eines langen gesegneten Lebens geknüpft hätte. Keine in diesem Geiste erzogene jüdische Tochter könnte auch in ihrem tiefsten Schmerz vergessen, daß sie ihr Leben ihren Eltern dankt, und s!ie wird auch ohne den nach amerikanischem Muster eingeführten Muttertag jeden Tag mit Freuden begrüßen, an dem sie sich sagen kann, daß noch ein Mutterherz für sie schlägt. E. Bücher und Zeitschriften. Die Schrift III. Das Buch ״Er rief“, verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig, Berlin, Verlag Lambert Schneider. Vor uns liegt das dritte Buch Moses dieser neuen Bibelübersetzung, ein Teil des großen Werkes von Martin Buber und Franz Rosenzweig, an deren Arbeit man mit gespannten Erwartuugen herantritt. Wer da weiß, welche außerordentlichen Schwierigkeiten bei einer Uebersetzung zu überwinden sind, wie oft ein einziges Wort lange Studien, zur sinn- und stilgemäßen Uebersetzung erfordert, der wird die außerordentliche Arbeit der beiden Künstler bewundern müssen. Dr. K. Dr. Gerhard Scholem: ״Blbliographla Kabballstica, mit einem Anhang Bibliographie des Zohar und seiner Kommentare“. Verlag von W. Drugulin, Leipzig 1927. — Scholem gab uns mit diesem Buche, dem zweiten Bande der von Robert Eisler herausgegebenen ״Quellen und Forschungen zur Geschichte der jüdischen Mystik“, (im Auftrag der Johann Albert Widmannstetter- Stiftung), ein mit bewunderungswürdigem Fleiße und staunenswerter Gründlichkeit ausgearbeitetes Verzeichnis ״def gedruckten, die jüdische Mystik (Gnosis, Kabbala, Sabbatianismus, Frankismus, Chassidismus) behandelnder Bücher und Aufsätze von Reuchün bis zur Gegenwart“. Wer immer sich mit der mystischen Bewegung im Judentum, dieser seiner eigenartigsten Erscheinung beschäftigt oder mit ihr befassen wird, hier wird er einen ,Quellennachweis besitzen, der ihn, infolge seiner umfassenden Ausführlichkeit, die nützlichsten Dienste leisten kann. Ein vorzüglich zusammengestelltes Sachregister gibt Auskunft über die in.dem Werke enthaltenen Namen der Autoren und ihrer Arbeiten, ein künstlerisches Bild, die Kabbala versinnlichend, ziert das Buch des geehrten Verfassers. S. Föpjfes: Jiidels erste Wandlung. Aus dem Ungarischen von J. Krausz. Verlag Halm & Goldmann, Wien. Samuel Ffinyes, der Autor der ״Jüdel“-Trilogie, ist außerhalb des ungarischen Kulturkreises wenig bekannt, in seiner ungarischen Heimat aber hat sein Name vorzügliehen Klang als erfolgreicher Bühnenautor sowohl wie auch als mutiger, unerschrockener Vorkämpfer wahrhaft freiheitlicher Ideen. Seit sieben Jahren lebt der 64jährige Autor, in Wien, wo er sich seinen ״Jüdel“ vom Herzen schrieb. Und er schrieb ihn mit der Leidenschaft des wissenden. Dichters und dem Blick eines vom unerschütterliehen Glauben an die Mission des Judentums erfüllten Sehers. Eine Ballin-Biographie. Peter Franz Stubmann: Ball in, Leben und Werk eines deutschen Reeders. 12 Abbildungen, 3 Faksimiles. Verlagsanstalt Hermann Klemm, Berli׳mGrune’Wald. Diese, von Peter Franz Stubmann ganz ausgezeichnet geschriebene Biographie Ballins, schildert nicht nur die interessante Geschichte des arbeitsreichen und ereignisvollen Lebens Ballins, sondern liefert auch einen wertvollen Beitrag zur eigentümlichen Stallung der Juden im deutschen Leben.!Ein richtiges Juden- Schicksal erreichte diesen einflußreichen, hochgestellten Mann am Ende seiner Tage, trotzdem er sein Leben lang alles getan, um sein Judentum zu verwischen! Stubmanns Buch, das sehr interessante Bilder und Originalbriefe Bailins bringt, ist ein ergreifendes Dokument des tragischen Lebensgeschichte von Albert Ballin. Apokalyptische ,Reiter von David Koigen (Erich Reiß-Verjag, Berlin). Vom bolschewikischen Rußland erzählt uns dieses Buch David Koigens. Die Bilder, die der Verfasser entrollt, hängen mit seinem persönlichen Schicksal zusammen. Dem jüdischen Leser sind die Kapitel über das Neuerwachen des jüdsch-religiösen Lebens in der Zeit nach der Revolution und der ״Zug nach Zion“ besonders lesenswert. D.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.