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Jüdische Presse · 1927-04-15 · 15-16 (15.4.1927) · page 9

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Journal
Jüdische Presse
Volume
13 (1927)
Issue
15-16 (15.4.1927)
Date
1927-04-15
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Seite 119 Nr. 15/16 jüdische prcsse *mm «y •w«,׳ tw״^d vr ׳*״kfolaM»» rW jta V*■ ^{*«סיי^זץו^יאוויי I)•״«* Seit vielen Jahren das anerkannt beste jatelM נשמה־ליכט Man achte auf die ges. gesch. Marke ״Hygien. Königslicht“ u. Name Schulz. Fabrik und Bureau: XIV., Braunhirschengasse 3 sichert werden. Der größte Teil der Arbeiter konnte sich auf der Kolonie nicht mehr'behaupten und es schien, als ob ,dieser erste Versuch der, Aguda auf kolonisatorischem Gebiete infolge der Ungunst der Verhältnisse .scheitern sollte. Es war dies eine düstere Situation. Viele der besten Freunde der Aguda waren innerlich enttäuscht ob des mangelnden Erfolges, die meisten ihrer intimsten Feinde, die von Agudisten nur als von ״Mcraglim“ sprachen, wiesen jetzt äußerlich' wohl traucrumflort, innerlich aber triumphierend auf das Scheitern der. agudistischen kolonisatorisehen Versuche hin. Inzwischen haben die verantwortlichen Leiter der •Palästinazentrale übermenschliche Anstre־ngungen gemacht, um trotz der verheerenden Wirtschaftskrise in Palästina neues Leben in Mächne Jisroel hervorzuzaubern. Es wurde durch die H a b a j i s ־ K 0 m p a g n i e eine Aktiengesellschaft gegründet (deren sämtliche Mitglieder der Palästinazentrale der Ägudas Jisroel angehören), welche 1800 Dunam des Bodens, die der Palästinazentrale gehörten, ankaufte. Die Gesellschaft ließ im Oktober die Arbeit wieder unier sachkundiger Leitung beginneh. Der letzte Bericht von Anfang März lautet im Auszug folgendermaßen: Zu Beginn der Regenperiode wurden zirka 400 Dunam beackert, um deh; Boden für Wintergetreide v.orzi! bereiten; insgesamt wurden, 1050 Dunam mit Wintergetreide (Gerste und Weizen) besät. Für den Anbau von Sommergetreide sind SOO Dunam in Aussicht genommen. Im Gemüsegarten wurden; zirka 10 Dunam Wintergemüse versehen. Bald wird man auch beginnen, '10 Dunaln Sommergemüse zu säen. Auch iii der Baumschule entwickeln sich die Bäume gut. Unter deff'Arbeitern befinden sich u. a. ein Neffe von Rabbiner Dr. Munk, Berlin, und noch zwei Chaluzim aus Deutschland; die übrigen stammen aus Osteuropa. Es werden weitere Anstrengungen gemacht, um die ländwirtschaftlichen Arbeiten in Machneh Jisroel weiter auszudehnen,. Die Palästina-Einwanderung im Jahre 1926. Einem Aufsatz von I. Rebelsky in Nr. 3 der Zeitsohrift ״Mischar Wetaasiah“ vom. 15. Februar entnehmen wir folgende statistische Zahlen über die palästinensische Einwanderung und Auswanderung im Jahre 1926: Jänner 1711 1590 319 218 14 Prozent Februar , 1476 ' 1405 . 403 259 18 9t , März 2323 2230 552 339 15 יי April 1485 1415 459 384 27 . 99 Mai 1599 1515 632 452 30 .99 Juni 1308 1240 875 603 48 99 Juli 783 735 989 840 115 99 August 873 825 1137 960 118 19' September 677 630 1087 795 125 Oktober 641 589 1302 1051 178 99 November 521 457 923 822 178 99 Dezember 513 449 751 642 143 19 Insgesamt 13910 13080 9429 7365 56 19 Insgesamt ' 13910 13080 9429 7365 56 Prozent Ueber die soziale Zusammensetzung der Ein wänderung ln den Jahren 1925 •und 1926.׳ gibt folgende Tabelle Aufschluß: . 1925 1926; Personen mit eigenem Vermögen 39 Prozent 12 Prozent Arbeiter' 43 ״ 69 ״ Angeforderte Personen 15 17 ״ Verschiedene ״ 2 ״ 3 ׳ Insgesamt lOOProzent 100 Prozent Ueber das Verhältnis der Einwanderung zur Aus- Wanderung in den letzten fünf Jahren erhält man aus der folgenden Tabelle ein aufschlußreiches Bild: 1922 7844 ■ 1503 19 Prozent 1923 7420 , 3465 47 1924 12856 2037 16 1925 33800 ’ 2150 ״ 6 1926 13080 7365. 56 Insgesamt 75000 16520 22 Prozent Der Ausgang der Stadtratswahlen in Jerusalem. —- Sieg der gemäßigten arabischen Richtung. —•Die jüdische Liste ohne Wahlgang gewählt. (JTA.) Am Sonntag den 10. April fanden die Stadtratswahlen in Jerusalem statt. Sie erbrächten einen Sieg der gemäßigten arabischen Richtung, die durch den Bürgermeister von Jerusalem, Ragheb Bey Nashäshibi repräsentiert wird. Die Nashashibi-Liste erhielt etwa 75 Prozent der . Stimmen; es ־"י Fleisch u. Geflügel unter Aufsicht der עדח ישראל (Schiffschul). Se'chwaren aus der Fabrik Gabriel Fischer wie sämtliche Weine und Spezereiwaren •כשר ׳ M. XEcfeg.rlixig‘, Wien, IX., Liechtensteinstrasse Nr. 117 Telephon 1182־6־. —Jede Bestellung wird telephonisch, ent־ gegengenommen und sofort ins Haus zugestellt. ש ו מ ז כשר של •פסח (תחת השגחת הרב.ר׳ ישעי פורסט שיפשזה;) Erzeugt unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesäia Fürst (Adas jisroel) Ueber all erhältlich! wurden ihr 6 Sitze im Stadträt zuerkannt. Bürgermeister : Ragheb Bey ist unter den Gewählten. Die׳ Liste der . radikalen Nationalisten', die von der - Familie Hussein! ' geführt werden; konnte bloß 2 Sitze erringen, deren einer : dem Sekretär der arabischen Exekutive, Jamal, zugefallen ist; Da sich die jüdischen Parteien zu-cinem Block zu; sammenschlossen, war für die jüdische Liste ein Wahlgang ,nicht notwendig. Es erscheinen älis gewählt: Isaac Ben ZWi, einer der Führer der palästinensischen Arbeiter- Partei, der Vizebürgermeister Von Jerusalem■ Chajim ^Solomon, Isaac Eliashar' und Elijah Shantaa. Der Letzte, ein Sepharde, repräsentiert A g u d a s J i s r 0 e 1. Die Jeschiwah In der Schweiz. Montreux. (A. J, P. B.) Die von Herrn E. Botscbko geplante Jeschiwah in ,Montreux, wird , nun ■s. G. W. endgültig in der zweiten Woche nach Pessach eröffnet. Für diese Jeschiwah, in der litauische Lehrmethode gepflegt werden wird, sind bereits sowohl eine Gruppe auserlesener. •Bachiirim aus den. berühmten litauischen Thorastättten Telschi und Slobotka gesichert, sowie ein hervorragender Rabbiner Litauens und langjähriger .Joschiwahdozent gewonnen.• Die Jürtger■ werden in stetem Kontakt und geistiger ,Fühlungnahme' mit den litauischen Mutterjeschiwaus stehen. , ׳ E Palästinaweine. Die Alte Lö wen-Apo theke teilt uns auf vielfaches Verlangen mit, daß.־ sie Koscher-: Palästinaweine,׳'unter Aufsicht gefüllt, in■ denHarrdel bringt. er üdas Jisroel r? ■■ jh «7 up II» B ozlr bif Gr ע os so Kanzlei:־.XL Bezirk, öroaae Sohiffgaaee Nr. I. . c21i££|j׳asse Die Bäckerei, II., Blumauergasse 10, die bisher unter der . Leitung der Firma Beigl & Co. stand, ist in anderen Besitz iibergegang'en und s t e h t n 1 c h t m e 11 r unter der rituellen A u f s 1 c h t d e s R ab bi n a t sd e r Adas Jisroel. Es wird dies allen denen, die auf Koschergebäck reflektieren, zur Darnachachtimg und Berücksichtigung bekanntgegeben, da in vielen Bäckereien bei der ,Erzeugung von Gebäck Margarine und sonstiges Fett in Verwendung kommt. ___Das Rabbinat der Adas Jisroel. Rabbinat der Adas jisroel ln Wien. : ',Verschiedene Händler mit Lebens- und Genuss- «idtteiu veröffentlichen z>u Reklamewecken. dass sie thre Waren aus Betrieben beziehen, die der Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel unterstehen. Diese Mitteilung beinhaltet durohaus nicht, dass die be-!reffende Verkaufsstelle ebenfalls die Aufsicht gea&esst. Das' Rabbinat übernimmt keinerlei Verantworfcung dafür.' Insbesondere aber lehnt das Unterzeichnete Rabbinat unter allen Umständen auf das entschiedensie jede Verantwortung für die Zulässigkeit von allen Genuss- und Nahrungsmitteln ab, die hierorts einer anderen Haschgacha als der des Rabbinates der Adas Jisroel unterstehen. Ebenso betont das gefertigte Rabbinat ״achdrücJdiühst להסיר מכשול טסרובים ומוהוקים יראי ד,שם זמ6יוי von nah und fern, dass nur die in der feweils von der Adas Jisroel veröffentlichten Liste äer Verkaufs- und Betriebsstätten, den Emzelnhausbaitungen und Verkäufern, dUe auf die. חשנחח der AJdas Jisroel reflektieren, als verlässlich empfohlen werden können. Das Rabbinat der Adas Jdsroe!. . Wien, am 26• Ab 5684. _ Adas Jisroel (Schliischul), Wien, II., Grosse Schlifgasse 8. Kanzlei 11״ Grosse Schlifgasse 1. Z. 72 ex 926. Ausschliesslich die naohbenannten Verkaufsstellen von Lebens- und Genussmitteln stehen unter der• rituellen Aufsicht des; elirw. Rabbinates der Adas Jisroel: Fleischverschlelsstellen:. Eckerllng Markus, IX., Lieohtensteinstrass« 117. Fischer Belä, VI.. Scbmalzhofgusse 19.. Fischer Gabriel, II., Grosse Sohiffgässe 11. Fischer Gabriel. XX, Engerfchstraße 81.; Frie dm ann Samuel, VI., Stlegengasse 14. F r.I e.d m a n n Samuel, X., Humboldtgasse 15. H ö n i g s b e e r Emanuel, 11״ Franz Hochedhngergasse 23. Stadler u. Fischer, II., Im Werd 3. Stern Josef, II-, Grosse Sohiffgässe 6. E* wird uachdrückllchst betont, 4׳a׳ß die Fleisehverschleißstelle in der Rauohfainiglcehrergas&e ,22 des bisherigen Besitzers Herrn Ign. Weiß nicht, mehr die Aufsicht des Rabbinates der Adas Jisroel’genießt. Nur in den hier angeführten Fleischversohleisstellen gelangt aussc hliesslich Fleisch zum Verkauf, das von der Sohechitah der Schächter der Adas. Jisroel herrührt. Es wird nachdrÜSklichst betont, dass die rituelle Aufsicht in der Verschleisstelle des Herrn Markus Eckerllng nur auf Fleisch und ungeteiltes mit der . Plombe der Adas Isrbel versehenes Geflügel in Anwesenheit des bestellten Mäschglaoh sich bezieht. Sonstige Waren unterstehen nicht der Haschgache der A I. Gastwirtschaften und Selchwarenverschieis stellen: Deutsch Johanna (Milch-Trink- und Speisehalle), II., Herrainengasse 10. Eise n & H ö ■n ig s b e e r, II., Haibsasse 5. Fischer Gabriel, II., Grosse Schiffgasse 16. Fischer Gabriel, II., Rlehie Sperlgasse 7. Fried mann Samuel, VI., Stiegengasse 14. Friedmann Samuel, X״ Humboldtgasse 15. Kunst ad t'S״ II., Grosse Schiffgasse 6. Lazar Moritz, XX., .Wallensteiristrasse 45. . Lazar Morlz, Filiale FL, Ha;idgasse 7. Nagel Josef, II., Kleine Sperlgasse 5. Schreiber Benjamin (Wienea), II., Obere Donaustr. 91. Stadler u. Fischer. H.. Tim Werd 3. W ei d 1 er H e r m ä n n, II., Floßgasse 9. Gef lügelhandlüng en: Deutsch Heinrich, II״.Franz Hochedllngergas.se 10. Eckerlipg Markus, IX., .Llechtensteinstrasse 117. F1 s eher Bela, VI., Schmälzhofgasse 19, Friedm.ann Samuel, VI., Stiegengasse 14. F r i d m a n n Meschulem, IL. Gr. Sohiffgässe 6. Fried mann Samuel, X., Humboldtgasse 15. Fürst Markus, II., Krummbaumgasse 6. G a n s 1 Leopold, 11״ Grosse Schiffgasse 16. Kaufmann Lazar, II., Grosse Schiffgasse 18. Koppel Frieda, IX., Rote Löwengasse 16. S c,h re j h * r Benjamin. (Wienea)» nur II״ Obere Dona«״ strasse 91*’ . \ ׳ ' ׳ . ' Es wird nachdriicklichst aufmerksam gemacht, dass die Haschgaohah bei. Geflügel nur auf solche ungeteilte Stücke sich bezieht, die mit unserer Mari« (Plombe) versehen sind. Um eine verlässliche Haschgächaih gewährleisten zu können und. jedwede Unzukömmlichkeit auszuschllessen, Ist Geflügel ohne Marke (Plombe) au s näh mslo s zurückzuweisen. ־ Ko n dit 0 re׳i e'h‘und‘Bäcker eien: Pomeranz Abraham Leib, II״ Herminengasse 13 und II., Flossgasse 9. ׳ W e 1 s s Karl Koppel, II״ Franz Hochedlingergasse 24, Das ehrw. Rabbinat macht ausdrücklich darauf 809« merksam, dass die Haschgachah desselben ln detf Bäckereien ausschllesllcb auf die Erzeugung des Gebäck• 0 sich bezieht, nicht aber aal ״das Schotet setzen". In dieser Beziehung übernimmt das Rabbinat keine wie immer ge« artete Verantwortung. Milch: ־ Verschleisstelle der Adas •Jisroel, II., Haidgasse, Guntrarasdorfer. , ' Ferner beziehen Milch aus der unter . Aufsicht des ehrw. Rabbinates der Adas Jisroel stehenden Meierei die folgenden Versciilelsstellcn, ohne dass deren Betriebe voa dem genannten Rabbinate beaufsichtigt oder kontrollier{ ־werden. '•' . . י ׳; ..■!•'•-.;Wied.,׳ . •. ' Diamant Samuel, II., Grosse Schiffgasse 10. Lanner B. S״ II., Grosse Schlifgasse 5. S c h ו s c h a David, II״• Rembrandtstrasse 19. Schischa Leopold, U., Krumbaumgasse 1. נ .. Geflügel-Schlachthaus. Die Schüchtstunden in der Geiliigelschächtstelle der Adas Jisroel sind bis aui .weiteres in nachfolgender Weise festgesetzt: . Montag und Dienstag vormittags von halb 9 bis halb 10 Uhr. Mittwoch vormittags von halb ■9 bis halb 10 Uhr, abends von viertel 7 bis viertel 8 Uhr. Donnerstag vormittags von halb 9 bis 10 Uhr, abends von viertel 7 bis viertel 8, Uhr; Freitag vormittags von 8 bis 9 Uhr. Die Schächtung erfolgt nur gegen Abgabe einer Schachtanweisung. Dieselben sind gegen Bezahlung von 30 Groschen für ein Huhn und 60 Groschen für eine Gans oder Ente in detr nachbenannten Geschäften erhältlich: S. Diamant, 2. Bez״ Große Schlifgasse 10. S. B.' Lanner, 2. Bez״ Große Schiffgasse 5. David. Schischa, 2. Bez., Rembrandtstrasse 19. Leopold Schischa, 2. Bez.. Krimibauuigasse 1. In der Schächtstelle Ist auch ein Raiun zur Entfederung des Geflügels vorhanden. Es i»t von Wichtigkeit, da» Verzeichnis der unbw der Aufsicht des ehrw, Rabbinates der Adas Jlsrosj stehenden Verkaufsstellen regelmässig durchzusehen, datnft allfällige Aenderungen nicht ausser, acht gelassen werde«,

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